Reizmagen

Reizmagen

Der Reizmagen wird in der medizinischen Fachsprache auch ALS funktionelle Dyspepsie bezeichnet und ist eine weit verbreitete Störung des Oberbauches.

Eine organische Ursache ist meist nicht festzustellen, nicht selten aber können psychische Probleme diese Krankheit auslösen.

Mindestens fünf Prozent der deutschen Bevölkerung sind von einem Reizmagen betroffen, damit ist dies eine recht häufige Erkrankung. Frauen sind grundsätzlich häufiger betroffen als Männer.

Abzugrenzen ist der Reizmagen von einer Gastritis, der Magenschleimhautentzündung.

Ursachen

Die Ursachen für einen Reizmagen sind noch weitestgehend unklar, jedoch kann man davon ausgehen, dass eine gesteigerte motorische Tätigkeit des Magens ebenso für den Reizmagen verantwortlich sein kann wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der übermäßige Genuss von Kaffee, scharfen Gewürzen und zu viel Alkohol führt häufig zu Problemen im Oberbauch.

Psychische Probleme wie Ängste oder Depressionen sind ebenso häufig Ursache für einen Reizmagen.

Symptome

Völlegefühl, Druck im Oberbauch, Übelkeit und Erbrechen sind die häufigsten Symptome bei einem Reizmagen. Erst wenn diese Symptome aber mindestens drei Monate lang anhalten und in regelmäßigen Abständen wiederkehren, spricht man von einem Reizmagen. Ganz charakteristisch ist der sogenannte „Stein im Magen“ – ein Druckgefühl, welches von vielen Patienten beschrieben wird.

Eine Abhängigkeit von der Nahrungsaufnahme besteht beim Reizmagen nicht: dieser kann sowohl bei leerem Magen als auch unmittelbar nach dem Essen auftreten. Schlafstörungen, Nervosität und feuchte Hände sind ebenso Symptome, welche gemeinsam mit einem Reizmagen auftreten können.

Diagnose

Eine gründliche körperliche Untersuchung kann das Symptom Reizmagen meist schnell und einfach feststellen. Auch die bisherige Krankengeschichte des Patienten gibt oft schon Aufschluss über diese Krankheit. Die Magenspiegelung wiederum wird häufig darum angewandt, um andere ernsthafte Erkrankungen des Magens wie ein Magengeschwür oder Magenkrebs auszuschließen.

Therapie

Eine Umstellung der Ernährung kann in vielen Fällen bereits helfen, einen Reizmagen zu lindern. Alkohol, Kaffee und fettreiches Essen sollten weitestgehend vermieden werden. Häufig wird auch eine psychologische Behandlung angeordnet, denn nicht selten stecken hinter einem Reizmagen psychische Sorgen und Probleme.

Die Medikamente, welche bei dieser Erkrankung verschrieben werden, dienen dazu, die Beschwerden so gut es geht zu lindern. Ein besonders wirksames Mittel auf pflanzlicher Basis ist Iberogast. Mit der richtigen Behandlung können die Symptome eines Reizmagens meist schnell behandelt werden – Folgeschäden sind bei einem Reizmagen nahezu auszuschließen.

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