Humane Papillomviren

Dellwarzen Humane Papillomviren

Die Viren können Warzen (Papillome) hervorrufen

Die humanen Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet und es gibt über 150 verschiedene Typen dieses Erregers, von denen allein 40 die Geschlechtsorgane befallen.

Sie werden in Supergruppen A, B und E eingeteilt. Sie verursachen Geschlechtskrankheiten mit Warzen auf der Haut und im Intimbereich.

Insgesamt gibt es drei mögliche Bereiche an denen sie auftreten können und das sind der Intimbereich, die Haut oder die Mundschleimhaut.

Was sind humane Papillomviren?

Humane Papillomviren sind die häufigsten sexuell übertragbaren Viren der Welt. Einige von ihnen führen zur Bildung von Feigwarzen, andere zu Gebärmutterhalskrebs. Es sind unbehüllte, doppelsträngige DNA-Viren (dsDNA).

Sie befallen die Epithelzellen von haut und Schleimhäuten und rufen dort unkontrollierte und tumorartige Wucherungen hervor, was zur Warzenbildung führt.

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Die HPV sind sexuell übertragbar – pixabay/sasint

Man unterscheidet sogenannte Hochrisikotypen („high-risk“-Viren) und Niedrigrisikotypen („low-risk“-Viren). Dazu kommen noch möglicherweise „high-risk“-Viren und Viren ohne eindeutige Risikozuordnung.

Auch diese werden, wie folgt, noch weiter unterteilt:

  • Möglicherweise Hochrisikotypen: HPV 26, 53 und 66.
  • Hochrisikotypen: HPV 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 68, 73 und 82
  • Niedrigrisikotypen: HPV 6,11, 40, 42, 43, 44, 54, 61, 70, 72, 81 und CP 6108

Die internationale Agentur für Krebsforschung hat sogar einige HPV Typen als offiziell krebserregend eingestuft. Zu ihnen gehören HPV 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59 und 66. Sie sind maßgeblich an Krebserkrankungen im Mund-, Anus-, Vulva-, Penis- und Gebärmutterhalsbereich beteiligt.

Man nimmt an das diese Krebsarten entstehen, wenn eine HPV Infektion lange unbemerkt und unbehandelt bleibt. Da es bis auf die Warzenbildung oftmals kaum zu Symptomen kommt, bleibt die Ansteckung auch oftmals lange unbemerkt.

Außerdem beträgt die Inkubationszeit bis zum ersten Auftreten von Symptomen mehrere Monate. Hinzu kommt ebenfalls, das nach dem Auftreten der Krankheit, der Virus sogar jahrelang inaktiv bleiben kann ohne abzusterben. So kann es noch Jahre nach der Ansteckung bzw. der Erkrankung zu einem Ausbruch kommen.


Vorkommen von HPV

Humane Papillomviren sind weltweit verbreitet. Man sagt das ca. 80 % aller sexuell aktiven Menschen mindestens einmal in ihrem Leben eine genitale HPV Infektion durchmachen.

Dabei infizieren sich unter 25-jährige Menschen statistisch am häufigsten. Je jünger ein Mensch beim Geschlechtsverkehr ist, desto dünner ausgeprägt ist auch seine Schleimhaut. Beim Sex sind Verletzungen dieser also häufiger und eine Ansteckung bzw. Übertragung des HPV ist umso wahrscheinlicher.

Die meisten Infektionen sind jedoch harmlos und heilen von alleine und ohne Symptome hervorzurufen innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder ab.


Verbreitung von HPV

Da HP-Viren nicht nur mittels Geschlechtsverkehr übertragen werden können, gehören sie generell weltweit zu den am meisten verbreiteten Viren.

Da sie auch normale Hautwarzen auslösen können, kann der Händedruck oder das Mitbenutzen eines Handtuchs oder Waschlappens mit und von Infizierten schon zur Übertragung des HPV führen. Auch in Schwimmbädern oder saunen besteht eine Ansteckungsgefahr, wenn man barfuß läuft.


Die Eigenschaften

Die Eigenschaften der Viren können verheerende Folgen haben. Sind die meisten von ihnen harmlos, können einige ihrer Arten zu Krebserkrankungen bis hin zum Tod führen.

Die Viren können jahrelang inaktiv bleiben und lösen nicht immer Symptome aus. Dennoch kann eine nicht behandelte Erkrankung im Laufe der Zeit zu tumorartigen Wucherungen der betroffenen Epithelzellen führen, welche dann im späteren Verlauf entarten können.

Die humanen Papillomviren gehören zur Gruppe der Onkoviren die für 10 bis 15 % aller weltweiten Krebserkrankungen verantwortlich sind.


Krankheiten & Beschwerden

Krankheiten und Beschwerden die durch humane Papillomviren verursacht werden

Die meisten humanen Papillomviren rufen Hautwarzen (Papillome) hervor. Es gibt Hautwarzen, Munschleimhautwarzen, Genitalwarzen und Feigwarzen.

Feigwarzen sind spitze Kondylome in grau-rot oder weiß. Es sind Verdickungen im Bereich der Genitalschleimhäute. Bei Frauen oftmals an den Schamlippen und der Analregion, bei Männern am Penis und der Analregion. Nur selten klagen die Betroffenen über ein Brennen, Nässen und Jucken der betroffenen Stellen.

Feigwarzen Humane Papilloviren

Humane Papilloviren können Feigwarzen verursachen

Die Bowenoide Papulose ist eine Hautveränderung/Erkrankung der haut an der Eichel des Mannes. Es sind flache, kleine rot-braune Knötchen.

Darüber hinaus kann HPV zur Bowen-Krankheit führen. Dies ist eine der wichtigsten Krebsvorstufen der menschlichen Haut. Es ist für Ärzte ein Tumor, welcher aber keine bösartigen Wucherungen vornimmt.

Eine weitere mögliche Erkrankung ist die Erythroplasie Queyrat. Eine rot glänzende, samtige Schleimhautveränderung. Eine Entartung dieser Wucherungen ist wahrscheinlich.

Eine sehr seltene Form einer HPV Infektion ist die Lewandowsky-Lutz-Dysplasie. Vielen Menschen ist auch der „Baum-Mann“ bekannt. Bei dieser raren Form einer HPV Infektion ist die Haut der Patienten durch eine Immunschwäche besonders anfällig für HP-Viren. Die Hautläsionen sind über den ganzen Körper verteilt und nehmen holzartige Wucherungen an, die oftmals entarten.

Eine weitere mögliche Erkrankung ist der Gebärmutterhalskrebs. Dieser und seine Vorstufen sind am häufigsten durch humane Papillomviren bedingt.

Genitale HPV-Typen können über Geschlechtsverkehr auch in Mund und Rachen auftreten und dort zu Mund-, Rachen-, oder Kehlkopfkrebs führen.

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