Geschlechtskrankheiten

GeschlechtskrankheitenDie Geschlechtsorgane des Menschen werden in innere und äußere Geschlechtsorgane unterteilt. Zu den äußeren Geschlechtsorganen des Mannes zählen Penis und Hodensack. Die inneren Geschlechtsorgane werden von den Hoden und Nebenhoden, sowie den Samenleitern gebildet.

Die äußeren Geschlechtsorgane der Frau bilden die großen und die kleinen Schamlippen sowie die Klitoris und der Scheidenvorhof. Zu den Geschlechtsorganen zählen außerdem noch die so genannten akzessorischen Drüsen wie beispielsweise die Prostata des Mannes oder die Bartholin-Drüse der Frau. Die Geschlechtsorgane dienen der Fortpflanzung und Arterhaltung.

Einteilung & Ursachen

Geschlechtskrankheiten sind durch Geschlechtsverkehr übertragbare Krankheiten, die einer Meldepflicht durch den behandelnden Arzt an die zuständigen Gesundheitsbehörden unterliegen. Die meisten von ihnen werden durch Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst. Geschlechtserkrankungen sind nicht erst seit der Entdeckung von HIV von großer Bedeutung für die Gesundheit.

Neben AIDS und der Hepatitis B-Infektion sind die wohl wichtigsten Geschlechtserkrankungen die Gonorrhö (umgangssprachlich auch Tripper genannt), die Syhilis, Herpes genitalis sowie die Infektion mit Chlamydien.

Gonorrhö (Gonokokken) und Syhilis (Treponema pallidum) sind Bakterieninfektionen. Ebenfalls zur Familie der Bakterien gehören Chlamydien. Herpes genitalis wird durch einen Stamm des Herpes-Simplex-Virus verursacht. Neben bakteriellen oder viralen Infektionen können Geschlechtskrankheiten auch noch durch Trichomonaden oder Filzläuse verursacht werden.

Symptome

Ein Symptom von Geschlechtskrankheiten ist farblich veränderter oder übel riechender Ausfluss. Bei Männern kann ein typisches Zeichen für eine Infektion mit Gonokokken der so genannte „Bonjourtropfen“ sein.

Außerdem können Juckreiz im Genitalbereich, Schmerzen oder Juckreiz beim Wasserlassen sowie brennende Unterleibschmerzen auf eine Geschlechtserkrankung hindeuten. Ausschläge, Warzen oder Blasen im Intimbereich sind ebenfalls typische Zeichen für eine Geschlechtskrankheit.

Diagnose

Bei Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit wird beim Arzt eine Inspektion des Genitalbereichs unumgänglich sein. Ein Abstrich von den Geschlechtsorganen bringt Aufschluss über einen bakteriellen Erreger. Bei Fieber kann eine Blutkultur sinnvoll sein.

Therapie

Geschlechtskrankheiten lassen sich besser verhüten als behandeln. Die Aufklärung Jugendlicher in der Pubertät ist der beste Schutz vor dieser Art von Erkrankungen. Zudem ist eine sorgfältige Intimhygiene unverzichtbar.

Häufig wechselnde Geschlechtspartner sind ein hohes Ansteckungsrisiko. Besonders dann, wenn kein Kondom benutzt wird. Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit junge Mädchen gegen ein Herpes-Virus impfen zu lassen. Ein Grund auf die Verhütung zu verzichten ist dies allerdings nicht.

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