Gebärmutterhalskrebs

Was ist Gebärmutterhalskrebs?

Der Gebärmutterhalskrebs, in der medizinischen Fachsprache auch Zervixkarzinom genannt, bezeichnet bösartige Veränderungen des Gewebes im Gebärmutterhals.

Die Gebärmutter ist ein Hohlorgan, welches der Fortpflanzung dient – hier nistet sich die befruchtete Eizelle ein und der Embryo wächst heran.

Gebärmutterhalskrebs macht etwa drei Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland aus und betrifft vorrangig Frauen zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr sowie Frauen über 65.

Ursachen

GebärmutterhalskrebsHauptursache für den Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus, kurz HPV genannt. Diese übertragen sich hauptsächlich durch direkten Hautkontakt, vorrangig beim ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Etwa 80 Prozent der deutschen Bevölkerung stecken sich mit diesem Virus an, jedoch verbleibt er nur bei 20 Prozent der Betroffenen im Körper. Nur fünf Prozent dieser Patienten wiederum entwickeln den Gebärmutterhalskrebs.

Symptome

Eindeutig erkennbare Symptome, die auf Gebärmutterhalskrebs hindeuten, gibt es nicht. Vor allem im Anfangsstadium haben die Patientinnen kaum Beschwerden. Mögliche Symptome, die allerdings auch auf andere Krankheiten hindeuten können, sind Schmerzen beim Wasserlassen, ein übel riechender Ausfluss oder auch Schmierblutungen nach dem Geschlechtsverkehr.

Diagnose

Die jährliche Krebsvorsorge beim Frauenarzt wird spätestens ab dem 20. Lebensjahr dringend empfohlen – nur so kann diese Erkrankung rechtzeitig bemerkt werden. Bei dieser Untersuchung wird der Gebärmutterhals auf eventuelle Veränderungen hin abgetastet.

Zudem wird ein Abstrich gemacht, welcher im Labor genau untersucht wird. Wird Gebärmutterhalskrebs festgestellt, folgen weitere Untersuchungen wie Ultraschalluntersuchungen von Unter- und Oberbauch sowie die Spiegelung von Enddarm und Blase.

Therapie

Die Behandlung dieser Krebsart hängt in erster Linie davon ab, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet. Im Anfangsstadium erfolgt meist ein operativer Eingriff an der Gebärmutter, die sogenannte Konisation, doch auch mittels Laserchirurgie lässt sich der Krebs heute schon gut bekämpfen.

Vorteil dieser Verfahren ist, dass die Gebärmutter erhalten bleibt und auch Schwangerschaften durchaus noch möglich sind. Ist der Krebs schon weiter vorangeschritten, werden meist eine größere Operation oder auch Bestrahlungen nötig.

Prognose

Untersuchungen beim Frauenarzt können den Gebärmutterhalskrebs heute meist rechtzeitig feststellen – daher ist es besonders wichtig, regelmäßig allen Vorsorgeuntersuchungen nachzukommen.

Wird diese Erkrankung im Frühstadium erkannt, liegen die Heilungschancen bei nahezu 100 Prozent. Um dieser Krebsart vorzubeugen, wird allen Mädchen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren die HPV-Impfung empfohlen. Ratsam ist es, diese Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchzuführen.

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