Kehlkopfkrebs

Steckbrief: Kehlkopfkrebs

  • Name(n): Kehlkopfkrebs; Larynxkarzinom
  • Art der Krankheit: Krebserkrankung
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: nicht nachvollziehbar
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: unterschiedlich
  • Wieviele Erkrankte: in Deutschland jährlich ungefähr 600 Frauen und 3300 Männer
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hals- Nasen- Ohren Arzt
  • ICD-10 Code(s): C32

Im Kampf gegen Kehlkopfkrebs

Die Diagnose Krebs ist wie ein Schlag in die Magengrube. Diese bösartigen Tumore können sich an den verschiedensten Stellen im Körper ansiedeln: einer von ihnen ist der Kehlkopfkrebs.

Der nachfolgende Beitrag soll unter anderem Aufschluss darüber geben, was sich hinter dieser Krebsform verbirgt, wie sie sich äußert und insbesondere wie man sie bekämpfen und mit ihren Folgen umgehen kann.

Ihnen werden alternative Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt und präventive Maßnahmen aufgezeigt. Wobei viele Aspekte aus der allgemeinen Krebsforschung stammen und sich gut auf die behandelte spezielle Form des Kehlkopfkrebses übertragen lassen.

Definition Kehlkopfkrebs

Kehlkopfkrebs oder auch Larynxkarzinom zählt zu den bösartigen Tumoren, die vergleichsweise selten vorkommen, aber zu den häufigsten Krankheiten derart entlang des Halses. Generell gehört er Geschwülsten der oberen Luft- und Speisewege an.

Der Tumor gefährdet schließlich den Kehlkopf, der eine durchaus wichtige Funktion in Bezug auf das Sprechen, die Atmung und das Schlucken innehat. Er verkörpert den Übergang zwischen Luft- und Speiseröhre.

Symptome und therapeutische Maßnahmen differenziert man je nach Art und Ort des Tumors. Erstreckt er sich über weite Flächen des dreigeteilten Kehlkopfes kann es vonnöten sein, das Organ gänzlich entfernen zu lassen. Fähigkeiten wie das Sprechen müssen dann neu erlernt werden.

Was ist Kehlkopfkrebs?

Der Kehlkopf selbst ist ein Organ, welches im Hals verortet wird. Er trennt Luft- und Speiseröhre voneinander und ist wichtiger Bestandteil der Stimmproduktion und Atmung. In der medizinischen Fachsprache spricht man beim Kehlkopf von einem Larynx. Aus diesem Grunde ist der Kehlkopfkrebs auch als Larynxkarzinom oder bösartiger Larynxtumor bekannt.

Je nachdem wo der Kehlkopfkrebs auftritt unterscheidet man unterschiedliche Kategorien: oberhalb, innerhalb sowie unterhalb des Kehlkopfes, oder aber auch ein solcher Tumor, der sich über den gesamten Kehlkopf erstreckt.

Stimmbandkarzinom/ Glottiskarzinom
Hier befindet sich der Tumor im Abschnitt von Stimmlippen und Kehlkopfhinterwand, das heißt auf der Stimmlippenebene – dem stimmbildenden Teil. Mehr als 65% aller Kehlkopfkrebs- Diagnosen belaufen sich auf diese Form.

Supraglottisches Larynxkarzinom
Dieser wird im Bereich vom Kehldeckel sowie der Tasche nahe den Stimmbändern lokalisiert, das heißt oberhalb der Stimmlippenebene. Die Gefahr jener Form besteht darin, dass sie oftmals erst recht spät diagnostiziert werden. Denn unter Umständen kann es passieren, dass er Metastasen in die angrenzenden Lymphknoten streut. Aufgrund dessen fällt die medizinische Prognose schlechter aus, als beim Stimmbandkarzinom. Von jener Form sind mehr als 30% der Erkrankten betroffen.

Subglottisches Larynxkarzinom
Die in kleiner Zahl beobachtete Form, bildet sich unterhalb der Stimmlippen. Genauer betrifft es weniger als ein Prozent sämtlicher Kehlkopfkrebserkrankungen.

Transglottisches Larynxkarzinom
In diesem Fall haben sich die Krebszellen über den gesamten Kehlkopf gebildet.
Der bösartige Tumor Larynxkarzinom infiltriert das anliegende gesunde Gewebe und zerstört es nach und nach. Außerdem ist der Kehlkopfkrebs in der Lage, Absiedlungen andernorts im Körper zu bilden, jedoch erst ab einem gewissen fortgeschrittenen Grad.


Welche Ursachen gibt es?

Vergleichbar mit einem Großteil anderer Krebsformen tappt man gegenwärtig noch ziemlich im Dunkeln, aus welchem Grunde Krebs im (Rachen- und) Kehlkopfbereich entsteht. Was jedoch gewiss ist, dass diverse Faktoren beteiligt sind.

Unter anderem geht dem Kehlkopfkrebs eine Schädigung des Kehlkopfes voraus – auch unter Präkanzerose bekannt. Darunter fallen Dysplasien (Fehlbildungen), Leukoplakie (weiße, nicht abwischbare Veränderungen der Schleimhaut) oder das Carcinoma in situ (Frühstadium eines Tumors in der Gewebestruktur).
Eventuelle genetische Veranlagungen können gegebenenfalls die Krankheit begünstigen, wie Wissenschaftler vermuten.

In den meisten Fällen kristallisierten sich jedoch das Tabakrauchen und ein Alkoholmissbrauch als erhebliche Risikofaktoren heraus. Speziell eine Kombination aus beidem steigert das Risiko noch einmal. Direkt fördern beide Genussmittel die Bildung bösartiger Zellen im Hals. Diese mutierten Zellen wachsen letztlich uneingeschränkt an und haben ein Larynxkarzinom zur Folge.

Des Weiteren können auch Viren oder Umweltgifte zum Beispiel Asbest, Chrom oder Benzpyren Auslöser dessen sein.
In puncto der Viren hat sich besonders im Zeitraum der vergangenen 10 Jahre die hpv- Infektion als bedeutende Ursache für Rachentumore herausgestellt. Allerdings spielt sie scheinbar für Kehlkopfkrebs keine Rolle.

In Hinblick auf mögliche Gifte, die der Körper aus der steten Umgebung aufnimmt, sind etwaige Berufskrankheiten (gegenwärtig wird die Krankheit auch als solche anerkannt) oftmals nicht zu unterschätzen. Daher ist es beispielsweise im ständigen Kontakt mit Asbest unabdinglich sich an die entsprechenden Arbeitsschutzmaßnahmen zu halten. Die diesbezüglichen gesetzlichen Regelungen vermindern heute das Risiko eines Larynxkarzinoms deutlich. Mittlerweile besteht bei einem solchermaßen verursachten Kehlkopfkrebs eine Anzeigepflicht. Bis es dazu kommt, muss die Einwirkung eines entsprechenden Stoffes jedoch über mehrere Jahre und in einer starken Konzentration erfolgen.


Symptome & Anzeichen

Im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen kann es durchaus sein, dass Kehlkopfkrebs recht früh Symptome auftreten lässt, unter anderem bedingt durch Lage des Tumors. In jedem Fall ist eine plötzliche Heiserkeit, die lange anhält, ein sehr wichtiger Indikator für eine Erkrankung an Kehlkopfkrebs.
Sollten Sie ohnehin zu einer Risikogruppe gehören, achten Sie vor allem auf genannte Warnzeichen. Abhängig davon, auf welcher Ebene sich der bösartige Tumor gebildet hat unterscheidet man diverse Symptome.

Symptome eines Stimmbandkarzinoms

  • andauernde Heiserkeit
  • kratzige, rauchige Stimme
  • ein Gefühl sich oft räuspern zu müssen
  • chronischer Husten
  • Halskratzen

In einem späteren Stadium können noch zusätzliche Beschwerden hinzukommen:

  • Atembeschwerden, begleitet durch wahrnehmbare Atemgeräusche
  • Atemnot

Symptome eines Supraglottisches Larynxkarzinoms

Sobald der Tumor auf die Stimmlippen übergreift stellt sich ebenfalls eine Heiserkeit ein. Metastasen, die mit diesem Zeitpunkt oft einhergehen, lassen sich dann durch Knotenbildungen am Hals ertasten.

Symptome eines Subglottisches Larynxkarzinoms
Die seltenste Form macht sich erst relativ spät bemerkbar. Nur durch die Zunahme der Größe leidet der Patient an Atembeschwerden und eventueller Heiserkeit, die durch Fixierung der Stimmlippen verursacht.

Ebenso treten ab einem fortgeschrittenen Punkt

  • blutig, schleimiger Auswurf
  • Schwäche und Abgeschlagenheit,
  • Müdigkeit
  • und ein rasanter Gewichtsverlust auf.

Dennoch sei zu bedenken, solcherlei Anzeichen deuten nicht zwangsläufig auf die Erkrankung hin, da sie doch eher unspezifisch sind. Demnach können sich auch eher harmlosere Entzündungen und andere Krankheitsbilder dahinter verbergen.

Jedoch sind heranwachsende Kehlkopftumore ebenso denkbar, ohne dass solcherlei Frühwarnzeichen darauf hinweisen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Im Falle einer Kehlkopfkrebserkrankung ist es wichtig, dass sie früh diagnostiziert wird. Denn der Verlauf, aber auch die Prognose, steht im engen Zusammenhang mit dem Zeitpunkt der Diagnose.

Bei langanhaltender Heiserkeit, kann ein Mediziner die Ursache meist schnell feststellen. In der Voruntersuchung wird abgeklärt, inwieweit ein Nikotin- und Alkoholkonsum, etwaige relevante Vorerkrankungen vorliegen oder welche Medikamente derzeit eingenommen werden. Ob verordnet oder nicht, sind Nebenwirkungen derer oder Wechselwirkungen mit anderen Pharmazeutika nicht auszuschließen.

Zur eindeutigen Diagnosestellung kommen unterschiedliche Methoden zum Tragen.

Indirekte Kehlkopfspiegelung
Diese erste vollkommen schmerzfreie und im wachen Zustand vollzogene Variante bedient sich der Zunahme zweier Spiegel, um ein tatsächliches Auftreten eines Tumors und sein erreichtes Stadium festzustellen. Ein kleinerer Spiegel wird in den Mund des Patienten gehalten und ein zweiter Spiegel in Kombination mit einer Lampe wird an der Stirn des Arztes fixiert.

Eine Abwandlung dessen ist die sogenannte Lupenlaryngoskopie, die eine 90 Grad- Winkeloptik miteinschließt. Einzig kann hier hinzukommen, dass ihre Rachenhinterwand örtlich betäubt wird, um den natürlichen Würgreflex zu unterdrücken.

Direkte Kehlkopfspiegelung
Unter Narkose wird dem Patienten ein röhrenförmiges Instrument (Laryngoskopierohr) in den Mund- und Rachenraum eingeführt, sodass er Sicht auf den Kehlkopf erhält. Unter Zunahme eines Auflichtmikroskops kann eine schließlich eine sichere Beurteilung gegeben werden.

Gewebeentnahme/ Biopsie
Um eine endgültige Krebsdiagnose zu formulieren, ist eine Gewebeentnahme erforderlich, die im Regelfall während der direkten Kehlkopfspiegelung erfolgt. Die Probe wird dann im Labor auf Veränderungen hin untersucht.

Ultraschalluntersuchung/ Sonographie
Aufgrund der ihm gelieferten Bilder kann dies Verfahren vor allem dazu beitragen, noch nicht fühlbare Metastasen festzustellen.
Insbesondere in Nachsorgeuntersuchungen werden Ultraschalluntersuchungen einer bedeutsamen Rolle beigemessen.

Computertomographie(CT) und Kernspintomografie (MRT)
Anhand der erzeugten Querschnittsbilder des Körpers, können Aussagen über Größe und Lage des Tumors getroffen werden. Auch eventuelle Vergrößerungen der Lymphknoten und Tochtergeschwülste lassen die Bilder erkennen.

Vor allem der behandelnde Chirurg erhält auf diese Weise bedeutsame Informationen darüber, ob der Tumor überhaupt operativ entfernt werden kann und wie viel Zeit und Aufwand dafür nötig sein werden.


Der Verlauf eines Glottiskarzinoms beziehungsweise die Stadien seiner Ausbreitung wird mithilfe eines einheitlichen Systems dargestellt – der TNM- Klassifikation. T steht für die Ausbreitung des Tumors, N für vorhandene Streuherde in den angrenzenden Halslymphknoten und M für die Existenz von Fernmetastasen:

  • T1: Nur auf einer (T1a) oder beiden Stimmlippen (T1b), normale Beweglichkeit.
  • T2: Der Tumor ragt bis in die angrenzende Kehlkopfebene, Beweglichkeit der Stimmlippen eingeschränkt.
  • t3: Nur auf Kehlkopf, unbewegliche Stimmlippen.
  • t4: Ausbreitung des Tumors auf anderes Gewebe – außerhalb des Kehlkopfes.
  • N1 bis N3: Metastasen in den naheliegenden Lymphknoten.
  • M1: Weitere Organe sind betroffen.

Die anderen beiden Formen des Kehlkopfkrebses werden in davon differenzierten T- Klassifikationen untergliedert.

Häufigkeit & Diagnosedaten

2013 erkrankten alles in allem ca. 13.000 Männer und 4.500 Frauen an einer bösartigen Geschwulst im Kopf- Hals-Bereich. Anhand erhobener Statistiken und unter Beachtung demografischer Entwicklungen prognostiziert man für das Jahr 2020 ca. 5.500 derart erkrankte Frauen und 14.300 Männer.

Im Gesamten betrachtet macht der Kehlkopfkrebs bisher ca. 1,5% aller Krebserkrankungen aus. Allein in Deutschland erkranken demnach jährlich ungefähr 600 Frauen und 3300 Männer. Insgesamt wird im Jahr bei 18.000 Menschen Kehlkopfkrebs diagnostiziert.
In Bezug auf die Mortalität gehört er zu den selteneren Tumorerkrankungen. Bezüglich des männlichen Geschlechts liegt Kehlkopfkrebs etwa bei 1,5% aller Todesfälle, die durch Krebs hervorgerufen wurden. Beim weiblichen Geschlecht ist es 1%.

In den meisten Fällen handelt es sich bei den Betroffenen um Männer zwischen 50 und 70 Jahren (durchschnittlich 66 Jahre). Männer leiden im Durchschnitt 5- Mal häufiger als das weibliche Geschlecht an dem Krankheitsbild, welches im Mittel mit 64 Jahren daran erkrankt. Die Forschung erklärt sich dies einst anhand eines der erwiesenen Hauptursachen: dem Nikotinkonsum. Da aber auch der Anteil der Raucherinnen innerhalb Deutschlands steigt, ist ebenso ein Zugang an erkrankten Frauen zu verzeichnen.

Allgemein wird die Menge der Neuerkrankungen von geographischen, sozialen, ethnischen und wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst. So werden beispielsweise in Polen oder Uruguay mehr neue Erkrankungen an Kehlkopfkrebs dokumentiert, als in Australien oder Singapur.
Aus den Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten geht unter anderem hervor, dass sich seit Ende des letzten Jahrhunderts die Zahl aller Neuerkrankungen in Deutschland bei Frauen bei etwa 1 zu 100.000 und bei Männern sogar bei ungefähr 5 zu 100.000 einpegelt.


Komplikationen bei der Krankheit

Betrachtet man Komplikationen der Krankheit, kann man gewissermaßen von zweierlei Gruppen sprechen. Zum einen jene, die unmittelbar mit der eigentlichen Krankheit im Zusammenhang stehen und zum anderen Komplikationen, die infolge eines operativen Eingriffs auftreten können.

Im ersten Fall sei die Bildung von Metastasen zu erwähnen. Das heißt, der bösartige Tumor kann in andere Bereiche des Körpers ausstrahlen und sogar andere benachbarte Organe in Mitleidenschaft ziehen. Hierbei bilden sich dort als Tochtergeschwulst bezeichnete Gebilde. Bösartige Tumorzellen lösen sich ab und überschreiten solchermaßen die anatomische Grenze des eigentlichen Tumorherdes. Invasiv anwachsend können sie nach und nach das umliegende Gewebe zerstören und in Blut– sowie Lymphbahnen gelangen.

Des Weiteren verursacht Kehlkopfkrebs mitunter chronischen Hustenreiz.
Komplikationen, die nach einer Kehlkopfkrebs- Operation beobachtet wurden können sein: Blutungen, ein nicht mehr vorhandener Geruchssinn, eine künstliche Stimme oder eventuelle Nervenverletzung.

Organe und anatomische Strukturen, die an das Operationsgebiet angrenzen, können während des Eingriffs beschädigt werden und so beispielsweise Blutungen verursachen.
Der Geruchssinn kann verloren gehen, da die Atemluft nicht mehr so wie üblich die Nase durchströmt.
Eventuelle Nervenverletzungen können wiederum vorübergehende, aber auch auf Dauer bestehende Folgen auftreten. Dazu zählen Lähmungserscheinungen, ein Taubheitsgefühl oder weitere Störungen an verschiedenerlei Stellen.

Ebenso ist zu bedenken, dass Wundheilungsstörungen und Narben zurückbleiben, welche Schluck- oder Atemschwierigkeiten mit sich ziehen können. Infektionen sowie Entzündungen und Entwicklung von Abszessen können nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Aufgrund der liegenden Atemkanüle bilden sich womöglich infolge einer erheblichen Druckeinwirkung Geschwüre heraus.
Solcherlei Nachwirkungen werden durch unterschiedliche Faktoren bedingt, zum Beispiel:

  • Rauchen und Alkoholkonsum
  • höheres Alter des Patienten
  • starkes Übergewicht sowie Untergewicht und mangelhafte Ernährung
  • Vorerkrankungen

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Versuchen Sie gegebenenfalls Ihre Angst, an Krebs erkrankt zu sein, zu überwinden. Verharmlosen oder verdrängen Sie keinesfalls mögliche Warnzeichen.

Denn hierbei gilt in jedem Fall:

je früher man einen Arzt aufsucht, desto besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen. Insbesondere dann, wenn man raucht und übermäßig Alkohol zu sich nimmt. Oftmals ist die Behandlung nach längerem Warten auch bei weitem aufwändiger und schlussfolgernd weitaus strapaziöser. Schieben Sie deshalb den Arztbesuch keineswegs vor sich her. Spätestens wenn die ersten Anzeichen länger als zwei Wochen anhalten, ist es durchaus empfehlenswert um einen ärztlichen zu erbeten, im besten Fall einen HNO- Arzt, nur er ist in der Lage Kehlkopfkrebs völlig auszuschließen oder nachzuweisen.


Behandlungsmethoden & Therapie

In Abhängigkeit von der Art des Krebses, der Lokalisation, der Ausdehnung und seiner Größe entscheidet man zwischen diversen Operationsverfahren, Chemo- sowie Strahlentherapien. Im Fall einer Operation unterliegen die Techniken bis heute steter Weiterentwicklung. Beispielsweise kommt mittlerweile auch ein co2- Laser zum Einsatz, der es erlaubt schwerwiegend in Mitleidenschaft gezogene Teile des Kehlkopfes trotz allem zu erhalten.

Liegt ein fortgeschrittenes Stadium vor, kann es auch passieren, dass die Therapie sich aus mehreren Verfahren zusammensetzt.

Die Art des Operationsverfahrens orientiert sich an Ursprungsort und Ausdehnung des Tumors. Verhältnismäßig kleine Eingriffe, nehmen unter anderem keinen Einfluss auf die Funktion befallener Bereiche. Andernfalls kann es ebenfalls passieren, dass größere Gewebeabschnitte beseitigt werden und anschließend wieder ersetzt werden müssen.

Infolge eines notwendigen operativen Eingriffs und der gleichsamen vollständigen Entfernung des Kehlkopfes (auch das Entfernen lediglich einzelner Kehlkopfteile ist möglich), ist nebst einer medizinischen Betreuung auch ein psychologischer Beistand vonnöten.
Denn häufig geht eine solche Operation mit einer schwerwiegenden emotionalen Belastung einher. So ist es zum Beispiel eine gezielte Sprachtherapie, die dem Patienten Stück für Stück dazu verhilft, nach dem Verlust seiner Stimme, mit seinen Mitmenschen wieder kommunizieren zu können.

Dies geschieht mithilfe ausgewählter Stimmersatzverfahren. Mitunter bringen Logopäden ihren Patienten eine Speiseröhrenersatzsprache bei oder man greift auf elektronische Sprechhilfen zurück.

Ebenso werden durch die Teilung von Luft- und Speiseweg Verkrustungen der Nasenschleimhaut ausgelöst, sodass der Betroffene mit Beeinträchtigungen seines Geruchssinnes rechnen muss.

Über all dies sollten Sie sich im Vorfeld gut informieren und stete Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten. Da solcherlei Eingriffe besonders in Kombination mit sich anschließenden Therapien, häufig mit Begleiterscheinungen verknüpft sind – wie ebene Auswirkungen auf Atem-, Schluck- und Sprechfunktionen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Ähnlich vieler anderer Krebserkrankungen ist es nicht möglich einem Kehlkopfkrebs vorzubeugen. Allerdings kann das Risiko merklich gesenkt werden.

Hierbei sollte auf das Rauchen und übermäßigen Alkoholgenuss verzichtet werden.

Arbeitet man häufig mit Gefahrstoffen wie Chrom oder Asbest, sollte immer darauf geachtet werden, Atemschutzmasken zu tragen. Nebst beruflichem Umgang mit derlei Dingen ist auch das Renovieren alter Häuser eine solche Gefahrenquelle. Greifen sie daher im Falle des letzteren am besten auf den Rat fachkundiger Handwerker zurück.

Generell gilt, eine gesundheitsbewusste Lebensweise, ist ein direkter Schritt in Richtung der Krebsvorbeugung. Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung durch viel Gemüse und Obst und wenig Fleisch können das eigene Krebsrisiko verringern.

Regelmäßige, jährliche Vorsorgeuntersuchungen bei einem Hals- Nasen- Ohrenarzt sind ebenfalls empfehlenswert. Relativ kostengünstig kann auf diese Weise auch ein möglicher derartiger bösartiger Tumor noch früh erkannt werden. Diese Untersuchung inklusive einer endoskopischen Maßnahme lässt Kosten zwischen 20 bis 40€ anfallen. Sollten bis zum Termin noch keine Beschwerden aufgetreten sein, der Termin einer reinen Prävention dient, werden diese nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.


Prognose zur Heilung

In Puncto einer Heilungsprognose spielen insbesondere Ort und Größe des Tumors eine Rolle. Ebenso ob sich bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) entwickelt haben.

Je kleiner der Tumor und im besten Fall ohne Lymphknotenmetastasen, desto größer sind die Heilungschancen. Wird er früh erkannt, kann er in sehr vielen Vorkommnissen gänzlich geheilt werden.

Laut dem Saarländischen Krebsregister existiert für Frauen eine 75, 8% Fünfjahresüberlebensrate. Dahingegen spricht es bei den Männern von einer Fünfjahresüberlebensrate von 65,4%. Das heißt ein geringerer Anteil von Erkrankungen führt nach fünf Jahren zum Tod.

In jedem Fall sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein Rückfall nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Besonders (abermalige) Raucher müssen sich mit einem immens erhöhten Risiko dafür konfrontiert sehen. Denn die Schleimhäute sind aufgrund der überstandenen Krebserkrankung bereits geschädigt und somit anfälliger für die Schadstoffe des Tabakrauchs.

Nachdem man 5 Jahre ohne wiederkehrenden Tumor überstanden hat, spricht man meist von einer Heilung.


Erholung des Sprechvermögens

Wenn der Kehlkopf vollkommen entfernt werden musste sind die Betroffenen trotzdem weiterhin in der Lage, alle ihnen bekannten Sprechlautbewegungen auszuführen. Allerdings ohne während der Artikulation eine Ton zu erzeugen, das entspricht in etwa einem Flüstern. Welches jedoch nur von seinen Mitmenschen wahrgenommen werden kann, wenn die Umgebung, in der man sich befindet, gänzlich frei von Geräuschen ist.

Heutzutage gibt es eine Reihe an Varianten, die den Patienten wieder zur Bildung einer verständlichen Artikulation (Ersatzstimme) verhelfen beziehungsweise mithilfe externer Sprechhilfen dahingehend unterstützen.

In puncto der Ersatzstimme gilt, so früh wie möglich – bestenfalls noch im Krankenhaus – mit dem Training zu beginnen und dies vor allem auch nach der Entlassung weiterzuführen. Die am häufigsten angewandte Methode hierbei, ist das Einüben einer Speiseröhrenstimme. Nach einiger Zeit übernimmt eine entstehende Wulst im Bereich des Speiseröhreneingangs, die Aufgabe der ursprünglichen Stimmlippe, sodass wieder stimmhafte Laute erzeugt werden können.

Andere Varianten wären das operative Einsetzen einer Stimmprothese oder der Gebrauch elektronischer Sprechhilfen. Letztere bietet sich oftmals auch als Ergänzung zur körpereignen Stimme an. Auf diese Weise können Sie auch schnell in Stresssituationen, besonders wenn Sie sich noch am Anfang des Lernprozesses stehen, agieren.

Alternative Behandlungsmethoden

Unter den Verfechtern der alternativen Medizin ist man der Meinung, alternative Methoden sind ein geeigneter Baustein, um die ‚schulmedizinischen‘ Therapien und Eingriffe bei Krebserkrankung sinnvoll zu ergänzen und die Chance eines Behandlungserfolg merklich zu steigern.

Oft ist die Rede von Entgiftungen oder Entsäuerung auf körperliche Ebene; Stressbewältigung und Konfliktlösung auf geistiger Ebene sowie Seelenarbeit auf Ebene des seelischen Gemütszustandes. So vertritt man die Ansicht, die Ursachen des Krebses auf diesen drei Ebenen bekämpfen zu müssen.

Aus der traditionellen chinesischen Medizin stammend, werden Heilpilze wie der Cordyceps krebsbekämpfende Eigenschaften zugeschrieben.
So spricht man wiederum bei Akupunkturen von einer resultierende Aktivierung eigener Selbstheilungskräfte. Ebenfalls wurde die Linderung von Nebenwirkungen wie Brechreiz oder Schmerzen, folgend auf die herkömmliche Behandlung mithilfe der Akupunktur dokumentiert.
Andererseits wurden mittlerweile von anderen Seiten Stimmen laut, bestimmte Alternativen wären eher kontraproduktiv.

Beispielsweise sei es ratsam im Vorfeld vorsichtig zu sein und sich mit seinem Arzt zu beraten, bevor man zum Beispiel heiße Bäder nimmt, Saunagänge plant oder Massagen genießen möchte. Die Durchblutung und den Stoffwechsel anregend sind nämlich einige Dinge zu bedenken. Zum Beispiel ein geschwächter Kreislauf im Anschluss an die medizinische Behandlung kann unter Umständen dazu führen, dass der Körper der Wärmezufuhr nichtstand hält. In Wellness– Einrichtungen o.ä. tummeln sich auch viele Keime, welche möglicherweise das zuvor durch Chemotherapie beeinträchtigte Immunsystem überfordern.

Welche Hausmittel können helfen?

Laut zweier kanadischer Krebsspezialisten gibt es beispielsweise Lebensmittel, die das Risiko einer Krebserkrankung senken und Tumore gar entgegen wirken können. Einige davon sind bestimmt in vielen Haushalten zu finden und wenn nicht problemlos zu besorgen:

  • Rotwein
  • Olivenöl
  • Vollkornbrot
  • Honig
  • Hühnerei
  • Kakao
  • Zimt
  • Schwarzer Pfeffer

Rotwein

In Rotwein ist im hohen Maße das Antioxidans Reseveratol, welches eine hohe krebshemmende Wirkung innehat und besonders in Traubenschalen vorkommt.

Ein Glas am Tag genügt, um sich diese Eigenschaft zu Nutze zu machen.

Olivenöl
Studien ergaben die Fähigkeit des pflanzlichen Öls, die Ausbreitung weiterer kleiner Tumorherde zu unterbinden. Dies begründet die Forschung durch seine einfachen ungesättigten Fettsäuren und vielen enthaltenen Phenolen. Hochwertig und kalt gepresst sollten Sie täglich einen Esslöffel davon zu sich nehmen, zum Beispiel auf einem Stück Brot oder einem Salat – nur sollte es nicht erhitzt werden.

Vollkornbrot
Ballaststoffe, die sich unverdaut den Weg durch den Körper bahnen, sind sehr gute Mittel zur Krebsvorsorge und zum Abtöten von Krebszellen. An dieser Stelle bietet sich das damit bestens ausgestatte Vollkornbrot an. Bereits drei Scheiben täglich decken den notwendigen Bedarf ab.

Honig
Viele gesunde Inhaltsstoffe, wie das Acacetin, töten Krebszellen ab. Auf eine Stulle geschmiert oder im Tee aufgelöst kann man ihn täglich zu sich nehmen.

Hühnerei
Mit sämtlichen Vitaminen versehen, bietet es Schutz vor Tumorerkrankungen.

Kakao
Ganz besonders geeignet ist Kakaobutter, aber auch der Kakao in dunkler Schokolade beugt Krebs (und Herzerkrankungen) vor.

Zimt
In vielen Gewürzregalen zu Hause, liefert Zimt Energie und Eiweiß. Das Immunsystem stärkend, hilft er abwehrend gegen Krebszellen.

Schwarzer Pfeffer
Nicht nur beliebt in der Küche, besitzt er mittels des Stoffes Piperin die Fähigkeit, Krebs zu bekämpfen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Kräuter gegen Krebs gibt es nicht. Bis heute wurden auch noch keine Heilkräuter gefunden, die nachweislich ganz speziell Kehlkopfkrebs entgegen wirken. Dennoch gibt es einige Pflanzen, die die allgemeine medizinische Behandlung von Krebs unterstützen und auftretende Nebenwirkungen lindern können, zum Beispiel:

  • Katzenkralle
  • Weizengras
  • Schafampfer
  • Wermut
  • Fenchel
  • Hopfen

Katzenkralle

Diese Pflanze wirkt anregend auf das Immunsystem und erheblich auf die reinigende Funktion der weißen Blutkörperchen. Sie hilft mitunter, Auswirkungen von Chemo- und Bestrahlungstherapie zu verringern. Außerdem wurde belegt, dass sie Tumore schrumpfen lassen kann.

Weizengras
Als enormer Chlorophyll- Lieferant dient es der Reinigung von Nieren, Leber und Blut. Die Durchblutung sowie die Sauerstoffversorgung von Blut und Gewebe werden verbessert.

Schafampfer
Schafampfer reinigt das Gewebe und unterstützt bei dessen Regeneration – eben auch wenn es durch Krebs geschädigt wurde.

Wermut
Diese Heilpflanze wurde schon im alten China eingesetzt und besitzt krebshemmende Charakteristika.

Fenchel
Fenchelsamen beinhalten Anethol, welches Krebszellen vernichtet. Darüber hinaus werden Enzyme bekämpft, die unter anderem das Anwachsen dieser zu verantworten haben.

Hopfen
Der Inhaltsstoff Humolon verzögert Entzündungen und die Entwicklung von Krebszellen.

Ätherische Öle

Einige ätherische Öle sind sehr wirkungsvoll gegen kranke, unregelmäßige Zellen. Sie sind dazu in der Lage, selektiv Krebszellen zu schädigen oder zu hemmen, während die umliegenden gesunden Zellen unberührt bleiben. In teils sehr, sehr kleinen Mengen können sie beispielsweise dem Essen hinzugefügt werden.

  • Ätherisches Thymianöl
  • Ätherisches Rosmarinöl
  • Ätherisches Oreganoöl
  • Ätherisches Kamillenöl
  • Ätherisches Weihrauchöl

Ätherisches Thymianöl

Thymian besitzt vielfältige gesundheitsfördernde Charakteristika. Mittels der aktiven Verbindung Thymol werden mehrere krebsbekämpfende Prozesse aktiviert.

Ätherisches Rosmarinöl
Ausgezeichnet durch antioxidative Eigenschaften bewahrt Rosmarin vor freien Radikalen. Diese führen sonst zur Schädigung der Zellmembran, manipulieren die DNA und lassen Zellen absterben.

Ätherisches Oreganoöl
Carvacrol, ein Bestandteil des Oregano, tötet Krebszellen ab.

Ätherisches Kamillenöl
Das Kamillenöl, gewonnen aus getrockneten Blüten der Pflanze, kann Zellmutationen um 60 bis 75% hemmen.

Ätherisches Weihrauchöl
Jenes Öl kann Krebszellen abtöten, aber auch Nebenwirkungen der ärztlichen Krebsbehandlungen lindern.

Homöopathie & Globuli

Alternativ kann die Homöopathie ganz gezielt zur ergänzenden Behandlung von Kehlkopfkrebs eingesetzt werden. Nach Anwendung können sie zur Verbesserung der Lebensqualität des Betroffenen beitragen, auftretende Schmerzen lindern, möglicher Appetitlosigkeit eine Ende bereiten oder einen besseren Schlaf zur Folge haben.

Speziell zur Bekämpfung von Tumoren werden folgende homöopathischen Mittel empfohlen:

  • das Mineralsalz Cobaltum nitricium/ Cobaltnitrat, eher selten angewandt – Potenzen D4 bis D12 ratsam
  • das Mineralsalz Kalium chloratum/ Kaliumchlorid eher selten angewandt – Potenzen D3 bis D12 ratsam

Schüssler- Salze

 

Nr. 3 Ferrum Phosphoricum – D12

Jenes Schüssler- Salz liefert wertvolles Eisen, welches wiederum dabei hilft die physiologischen Körperabläufe zu erhalten. Lindernd bringt es Abhilfe bei Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapien. Man sollte es bestenfalls morgens einnehmen. Einhergehend mit einer Chemotherapie ist es ratsam ca. 10 Tabletten verteilt auf die Vormittagszeit sich langsam im Mundraum auflösen zu lassen.

Nr. 4 Kalium Chloratum – D6
Es wirkt mitunter positiv auf die Schleimhäute, die oftmals infolge einer Chemotherapie gereizt und sehr empfindlich sind. Idealerweise sollte es in den Nachmittagsstunden eingenommen werden. Während der entsprechenden Therapie sollte auf Sport oder abrupte Bewegungen verzichtet werden.

Nr. 13 Kalium Arsenicosum – D6
Häufig werden Magen– und Darmbeschwerden im Anschluss an eine Chemotherapie beobachtet. Dies Schüssler- Salz reguliert jene Nebenwirkung. Es ist bis zu dreimal am Tag einzunehmen.

Nr. 26 Selenium – D6
Selen gehört den Zellschutzmitteln, auch vor krebserregenden Stoffen, an. Dreimal am Tag mit jeweils zwei Pastillen sind ca. 30 Minuten vor den Mahlzeiten einzunehmen.

Diät & Ernährung

Besonders im Rahmen der Ernährung kann jeder aktiv Krebsvorbeugung betreiben.
Vermeidung (weiterer) krebserregender Substanzen:

  • Benzpyrene: entstehen unter anderem während des Grillens fettigem Essens. Die Entstehung kann minimiert werden, indem man vermeidet, Fett in die glühende Kohle tropfen zu lassen.
  • Nitrosamine: entstehen im Zusammenspiel von Nitrit und Eiweißabbaustoffen. Deshalb sollten unter anderem gepökelte Wurstsorten nicht stark erhitzt zubereitet werden.
  • Beta- Carotin: das Provitamin wirkt insbesondere bei Rauchern, als isoliertes Vitamin, krebsfördernd.

Aufnahme krebsvorbeugender Lebensmittel

Bevorzugt ist es ratsam darauf zu achten, saisonal angebotenes Obst und Gemüse zu verzehren. So wird schon einmal vorgebeugt eventuell mit Substanzen belastete Ware zu sich zu nehmen.

Um die gesunden Zellen bei ihrer Zellatmung zu unterstützen, ist es förderlich genügend Magnesium in seiner Nahrung zu haben. Dies wird mitunter durch grünes Gemüse, Nüssen, Getreide und bestimmten Obstsorten ermöglicht.

Ebenso lässt sich nicht von der Hand weisen, dass kieselsäurehaltige Lebensmittel wie Hirse (in großer Anzahl) oder Karotten von Vorteil sind. Genauso wie der Krebsvorbeuger Milchsäure, enthalten in Produkten wie Möhren, Sauerkraut und Rote Beete.


FAQ – Fragen & Antworten

Was ist bei einer Nachsorge nach einer Kehlkopfkrebs- Behandlung zu beachten?

Erst einmal dient die Nachsorge einer rechtzeitigen Feststellung und Behandlung wiederkehrender Tumore sowie von Begleit- und Folgeerkrankungen. Darüber hinaus wird Ihnen in dieser Phase bei körperlichen, sozialen und seelischen Problemen zur Seite gestanden. Etwaige Behinderungen, die aus der Krankheit und seiner Therapie resultieren, werden weitestgehend behoben.

Die Krebshilfe legt es einem nahe, im Rahmen der Nachsorge sich an einen Arzt zu wenden, dem man vertraut. Sie empfiehlt ebenfalls, sich für einen zu entscheiden, dessen Spezialgebiet sich eben darüber beläuft. Er sollte dann den vollständigen Überblick über Ihre Situation haben.
Möchten Sie Ihre Krebsbehandlung mittels alternativer Verfahren ergänzen, sollten Sie sich im jeden Fall mit Ihrem Arzt darüber austauschen.

Wenn Sie im Vorfeld einer Strahlentherapie ausgesetzt waren, ist eine einhergehende strahlentherapeutische Tumornachschau gesetzlich verpflichtend.
Die Nachsorge, die sich einer Krebserkrankung anschließt, dauert mehrere Jahre an. Sorgen Sie also dafür, dass im Falle eines Umzugs Ihr neuer behandelnder Arzt ebenso auf all Ihre Unterlagen Einsicht hat. Sie können natürlich auch eine eigene Sammlung sämtlicher Dokumente anlegen, dazu gehören:

  • Histologischer Bericht (feingeweblicher Befund)
  • Laborbefunde
  • Berichte der Bestrahlungsbehandlung
  • alle Laborbefunde
  • Befunden bildgebender Verfahren, das heißt aus Ultraschall-, CT- und MRT- Untersuchungen
  • Medikamentöse Tumortherapieprotokolle
  • Arztbriefe, eventuell Operationsbericht
  • Nachsorgebericht
  • Aufzählung aktueller Medikation

Generell unterliegen Kliniken und Mediziner der Pflicht, ihren Patienten diese Unterlagen zur Verfügung zu stellen (wenn teils auch in elektronischer Form).

Des Weiteren ergibt es Sinn, einen sogenannten Nachsorgepass zu führen, in welchem alle Nachsorgetermine und ihre entsprechenden Resultate dokumentiert werden.

Kann Kehlkopfkrebs anhand einer Blutuntersuchung festgestellt werden?
Im Allgemeinen fungiert das Blut als wichtige Informationsquelle. Entnommene Blutproben können infolge laboratorischer Analysen Auskunft über den gesundheitlichen Allgemeinzustand sowie über die augenblickliche Verfassung ausgewählter Organe geben.
Unabdingbar sind solcherlei Befunde mitunter für die Vorbereitung von Narkosen.

Aber nein, leider wurden bis heute keine zuverlässigen Tumormarker nachgewiesen. Darunter sind Stoffe zu verstehen, die aus den Tumorzellen heraus gebildet werden und anhand derer sich mithilfe einer Blutuntersuchung ein Tumorverdacht negieren oder gar bestätigen ließe.

Krebserkrankungen haben teils zwar gewisse Veränderungen im Blutbild beziehungsweise zeitweise bestimmter Blutwerte zur Folge, dennoch sind diese im Regelfall sehr unspezifisch und können demnach auch Indikatoren für andere Krankheitsbilder sein. Ebenso können bei bösartigen Tumorerkrankungen, speziell im frühen Stadium, alle Laborwerte unbedenklich ausfallen.

Bei einigen Krebsformen werden Tumormarker eher herangezogen, um zu schauen, ob und inwieweit auf die Behandlung reagiert wird.
Derzeit werden derartige Methoden zum Zwecke der Früherkennung noch erforscht. So gilt beispielsweise die Flüssigbiopsie als Hoffnungsträger in der Krebsforschung.

Wie geht es nach der Kehlkopfkrebs- Diagnose weiter?
Nachdem Ihr Arzt den Verdacht bestätigt hat wird er Sie an eine Klinik überweisen, die sich auf die Diagnostik und vor allem Behandlung Ihrer Krankheit spezialisiert hat.

Heute gibt es Kliniken im ganzen Land, welche als Kopf- Hals- Tumorzentren zertifiziert sind.

Im Verlauf der Anfangsphase unterliegt Ihre Betreuung verschiedensten Ärzten, weil im Falle einer Krebserkrankung diverse Spezialisten Seite an Seite zusammenarbeiten müssen.

Hinzu kommen Pflegekräfte, Logopäden, womöglich Psychologen, Seelsorger, Sozialarbeiter oder eventuell Mitglieder einer Selbsthilfegruppe.

Lassen Sie sich genau über die einzelnen Behandlungsschritte aufklären – die vollkommen individuell auf Sie zugeschnitten werden. Scheuen Sie nicht davor auch noch einmal nachzufragen, sollte Ihnen etwas unklar erscheinen. Sollte bei Ihnen ein Kinderwunsch bestehen, reden Sie mit den Medizinern darüber.

Nehmen Sie im Zweifelsfall Gebrauch von Ihrem Recht, eine Zweitmeinung einzuholen.

Werden bestimmte Hilfs- oder Heilmittel benötigt, können sie als Leistung Ihrer Krankenkasse beantragt werden. Diese hat zwei Wochen Zeit, um darüber zu entscheiden. Sollte ein medizinisches Gutachten angefordert werden, wird die Frist automatisch um fünf Wochen verlängert. Sobald jene abgelaufen ist, gilt der Antrag sofort als akzeptiert.

Wie werden ich mit der emotionalen Belastung fertig?

  • Gehen Sie ihren Weg Hand in Hand mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie mit ihm über die infrage kommende Behandlungsstrategie und frage Sie nach, sollte Ihnen etwas unverständlich sein.
  • Machen Sie kein Geheimnis um Ihre Erkrankung, vielmehr sollten Sie versuchen aktiv mit ihr umzugehen.
  • Führen Sie sich all die Menschen und Dinge vor Augen, die Ihnen einst Kraft und Hoffnung spendeten. Nehmen Sie sich die Zeit für sie.
  • Im Falle dessen, dass Ihr Kehlkopf tatsächlich gänzlich entfernt werden musste, werden Sie sich darüber klar: bei weitem am wichtigsten sind Sie und Ihr Wesen. Ihre Lieben schätzen Sie so, wie sie sind.
  • Nehmen Sie sich die Zeit, die sie benötigen. Ihre Krankheit braucht Zeit zu heilen, egal ob körperlich oder seelisch.
  • Bauen Sie keine Mauer um sich. Reden Sie mit Angehörigen oder Gleichgesinnten über ihre Ängste und Gefühle.
  • Scheuen Sie nicht davor, psychologischen Beistand in Anspruch zu nehmen. Das ist völlig normal, viele Betroffene geht es genauso.

Gibt es Stellen, an die ich mich wenden kann?

Egal ob Sie selbst betroffen sind oder Angehöriger oder Freund eines Erkrankten sind – auf die Diagnose Krebs folgt oftmals ein Umkrempeln des ganzen Lebens.

In solch einer Situation stehen Ihnen verschiedenste Organisationen beratend zur Seite.

Zahlreiche Informationen erhalten Sie unter anderem bei der ‚Deutschen Krebshilfe‘ und der ‚Deutschen Krebsgesellschaft‘. Über das Internet können Sie zum Beispiel Broschüren zu den verschiedensten Themenfeldern beispielsweise „Schmerzen“ oder „Palliativmedizin“ beziehen.

Das ‚INFONETZ KREBS‘ beantwortet Ihnen sämtliche Fragen rund um das Beratungsthemen wie „Leben mit Krebs“ oder „Soziale Absicherung“ und orientiert sich hierbei am aktuellsten medizinischen und wissenschaftlichen Forschungsstand. Ebenso vermittelt es Ihnen Anlaufstellen.

Eigens im Anliegen kehlkopfoperierter Patienten gegründet, steht Ihnen nach Wunsch auch ein Rehabilitationshelfer der Selbsthilfeorganisation des deutschen Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten e.V. zur Verfügung. Sie können den Betroffenen und ihre Angehörigen bei vielzähligen persönlichen und praktischen Problemen beraten – vor und auch nach der Operation.

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