Novalgin

Akute und chronische Schmerzen mit Novalgin behandeln

Novalgin – Informationen

  • Hersteller: Sanofi-aventis Deutschland GmbH
  • PZN: 00237848
  • Rezeptpflichtig: Ja
  • Art: Tropfen
  • Menge: bis zu 100 ml

Anwendung & Wirkung

Der Schmerz ist ein unangenehmes Gefühls- und Sinneserlebnis, das entweder aus akuten oder aus chronischen Gründen stattfindet. Das Schmerzerlebnis wird als aktueller oder auch potentieller Gewebebeschädigung beschrieben. Im Grunde kann man sagen, dass der Schmerz wichtig fürs Überleben ist, denn er dient als eine Art Warnsignal. Zudem soll der Schmerz den Körper schützen.

Der Schmerz zeigt zum Beispiel, ob eine Verletzung vorhanden ist oder eine Entzündung entsteht. Dieser aufkommende Schmerz weist auf eine Schädigung des Gewebes hin und der Mensch kann darauf reagieren. Grundsätzlich entsteht erstmal ein Reiz, der zeitlich und auch lokal begrenzt ist. Dieser Reiz wird als akuter Schmerz bezeichnet. Bleibt dieser Schmerz über einen langen Zeitraum erhalten, dann wird von einem chronischen Schmerz gesprochen. Der chronische Schmerz kann meist mit keinem Auslöser in Verbindung gebracht werden.


Der akute Schmerz

Behandlung Schmerztherapie Novalgin

Schmerzen sind ein wichtiges Warnsignal des Körpers

Der akute Schmerz ist nicht nur ein Symptom, sondern auch ein deutliches Warnsignal. Er weist auf eine Verletzung oder eine Beschädigung am Körper hin. Dieser Schmerz ist meist auch nur auf die Region begrenzt, an der die Verletzung beziehungsweise die Beschädigung sich befindet.

Als Beispiel kann man einen gebrochenen Arm sehen. Ist der Arm gebrochen, dann ist der Schmerz nur am Arm zu spüren und macht auf die Verletzung aufmerksam. Der Schmerz kann in verschiedenen Stärken gespürt werden, wobei die Intensität anhand der Beschädigung zu sehen ist. Im Grunde schmerzt natürlich ein gebrochener Knochen viel mehr als eine leichte Prellung. Entscheidend ist aber, dass der akute Schmerz als Warnsignal wahrgenommen werden muss.

Sobald die Beschädigung des Körpers geheilt ist, dann verschwindet der Schmerz auch wieder. Kurz und knapp gesagt:

  • Er ist das Signal für eine Erkrankung oder Beschädigung
  • Beschränkt sich auf den verletzten
  • Körperteil
  • Hängt vom Ausmaß der Verletzung ab
  • Verschwindet nach der Heilung

Chronische Schmerzen

Der chronische Schmerz kann auch eine Folge von Gewebeschädigungen darstellen. Gerade bei chronischen Erkrankungen oder Entzündungen kann ein Schmerz eher als chronisch gesehen werden. Zu diesen Krankheiten können Krebs oder auch Rheuma gezählt werden.

Die chronischen Schmerzen unterscheiden sich von den akuten Schmerzen in der Hinsicht, dass chronische Schmerzen in der Regel mehr als 3 Monate am Stück vorhanden sind. Außerdem müssen die Patienten nicht nur physisch, sondern auch sozial und psychisch-kognitiv eingeschränkt sein. Das bedeutet, chronische Schmerzen sorgen im Endeffekt dafür, dass der Patient in Mobilität, Funktion, Stimmung, Denken, Befindlichkeit und sozial beeinträchtigt ist.

Der chronische Schmerz wird immer dann kompliziert, wenn er sich im zentralen Nervensystem einbrennt. Dadurch entsteht eine Art Schmerzgedächtnis. Die ständige Überflutung von Schmerzreizen sorgt dafür, dass auch die kleinsten Reize sofort mit Schmerzen in Zusammenhang gebracht werden. Eine Überempfindlichkeit entsteht.

Der Körper besitzt eine eigene Schmerzkontrolle. Dafür ist das Endorphin-System zuständig. Durch eine Reizüberflutung kann das System nicht mehr kontrollieren und dämpfen. Aus dem Grund nutzen Patienten oft eine Vielzahl von Ärzten, die aber den Grund für die Schmerzen nicht wirklich finden können. Allerdings heißt das auch nicht, dass der Schmerz eingebildet ist. Der Schmerz ist durchaus real.

Kurz und knapp gesagt:

  • Er ist eine eigenständige Erkrankung
  • Besteht auch; wenn die Beschädigung schon lange verheilt ist
  • Kann oft nicht genau definiert werden
  • Kann nicht mehr als Warnsignal gesehen werden

Schmerzmittel Novalgin

Zur Behandlung von Schmerzen wird in der Regel auf spezielle Schmerzmittel zurückgegriffen.

Tabletten Novalgin

Medikamente wie Novalgin können die Schmerzen lindern

Eines der bekanntesten Schmerzmittel ist Novalgin. Novalgin stammt aus der Gruppe der Pyrazolone und wird als schmerzstillendes und fiebersenkendes Medikament eingesetzt. Novalgin wird bei akuten Schmerzen eingesetzt, die bei Verletzungen auftreten oder nach Operationen deutlich werden.

Zudem können krampfartige Leibschmerzen wie Koliken mit Novalgin behandelt werden. Patienten, mit einem Krebsleiden können Novalgin als Schmerzmittel einnehmen. Darüber hinaus können alle starken akuten und auch chronischen Schmerzen mit Novalgin behandelt werden, wenn eine andere Behandlung nicht möglich ist.

Als Zugabe kann Novalgin bei hohem Fieber eingenommen werden. Aber nur, wenn der Körper auf eine andere Behandlung nicht anspricht.

Einnahme & Dosierung

Dosierung wird anhand der Schwere und Art der Erkrankung vom Arzt festgelegt

Novalgin darf nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden, denn auch die Dosierung muss abgesprochen werden. Grundsätzlich richtet sich die Dosierung nach der Schmerzintensität. Novalgin wird als Tropfen verabreicht und wird anhand des Alters, der Schmerzintensität und des Körpergewichts dosiert.

In der Regel richtet sich auch der Arzt nach der Dosierung, die auf der Packungsbeilage zu finden ist. Zuerst muss immer die geringste Dosierung verwendet werden. Außerdem wird zwischen Schmerzen und Fieber unterteilt. Novalgin wird in Einzeldosis und in Tagesdosis unterteilt.

Kinder von:

  • 3 bis 11 Monaten (Gewicht 5 bis 8kg): Einzeldosis 2 bis 4 Tropfen, Tagesdosis bis zu 12 Tropfen
  • 1 bis 3 Jahren (Gewicht 9 bis 15kg): Einzeldosis 3 bis 10 Tropfen, Tagesdosis bis zu 30 Tropfen
  • 4 bis 6 Jahren (Gewicht 16 bis 23kg): Einzeldosis 5 bis 15 Tropfen, Tagesdosis bis zu 45 Tropfen
  • 7 bis 9 Jahren (Gewicht 24 bis 30kg): Einzeldosis 8 bis 20 Tropfen, Tagesdosis bis zu 60 Tropfen
  • 10 bis 12 Jahren (Gewicht 31 bis 45kg): Einzeldosis 10 bis 30 Tropfen, Tagesdosis bis zu 90 Tropfen
  • 13 bis 14 Jahren (Gewicht 46 bis 53kg): Einzeldosis 15 bis 35 Tropfen, Tagesdosis bis zu 105 Tropfen

Erwachsene:

  • Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene (Gewicht ab 53kg): Einzeldosis 20 bis 40 Tropfen, Tagesdosis bis zu 120 Tropfen
  • Ältere Patienten oder Patienten mit einer schweren Erkrankung wie Herzleiden oder Nierenproblemen dürfen Novalgin nur mit Absprache vom Arzt einnehmen.

Die Einnahmedauer wird meist anhand der Schwere und der Art der Erkrankung festgelegt. Allerdings wird vom Arzt immer empfohlen, Novalgin nicht länger als 3 bis 5 Tage am Stück einzunehmen.


Nebenwirkungen

Novalgin gilt als Arzneimittel und somit können auch Nebenwirkungen auftreten, die aber von Patient zu Patient unterschiedlich sein können und in Kategorie unterteilt sind.

  • Gelegentlich: Hautausschlag, Blutdruckabfall
  • Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (Augenbrennen, Hautrötungen, Hautausschlag usw.)
  • Sehr selten: Verminderung der weißen Blutkörperchen, großflächige Blasenbildung, Verschlechterung der Nierenfunktion

Die Nebenwirkungen können sich auf unterschiedliche Weise ausdrücken. Sobald Nebenwirkungen auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen und die Behandlung erstmal abzubrechen.


Alternative Medikamente

Ähnliche Schmerzmittel mit der gleichen Wirkung wie Novalgin

Schmerzmittel, die gleichzeitig bei Fieber eingesetzt werden gibt es reichlich. Dabei richten sich die Schmerzmittel nach leichten Schmerzen, mittelmäßigen Schmerzen bis hin zu starken Schmerzen.

Metamizol Hexal, Novalminsulfon Lichtenstein & Metamizol

Metamizol Hexal und Novalminsulfon Lichtenstein können ebenfalls bei Schmerzen und zur Fieberbekämpfung eingesetzt werden. Für die gleiche Wirkung muss das Medikament den Wirkstoff Metamizol enthalten.

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