Wie krank machen Umwelteinflüsse?

Umwelteinflüsse

Die menschliche Gesundheit ist von vielen Faktoren abhängig. Neben inneren Vorgängen können auch externe Prozesse eine entscheidende Rolle spielen. Besonders Umweltfaktoren haben einen erheblichen Anteil an der menschlichen Gesundheit. Umwelteinflüsse sind im Allgemeinen die Trinkwasserqualität, Lärmbelästigung durch verschiedenartige Quellen, das Niveau der Luft, aber auch die Qualität von Lebensmitteln.

Umweltmedizin

Die Umweltmedizin befasst sich mit eben jenem Wirkungsbereich auf den menschlichen Organismus. Sobald eine hohe Zahl an einzelnen Schadstoffen im menschlichen Blut nachgewiesen werden kann, haben Umweltmediziner die besten Voraussetzungen negative Umwelteinflüsse für den Menschen zu bestätigen.

Symptome

Umwelteinflüsse verschiedener Art wirken sich auf jeden Organismus unterschiedlich aus. Selbst in der Pflanzen- und Tierwelt reagiert jedes Individuum anders auf bestimmte ökologische Einwirkungen. Nachfolgend sind einige Beispiele für unterschiedliche Symptome gegeben.

  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Atemwegsbeschwerden
  • depressiver Verstimmungen bis hin zu Depressionen
  • Bruxismus (Zähneknirschen), einhergehend mit einem verspannten Kiefergelenk
  • Schwerhörigkeit
  • vermindertes Sehvermögen
  • Hautveränderung, juckende Haut, Ekzembildung
  • Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

krankmachende Umwelteinflüsse

Schädliche Umweltfaktoren haben gerade im 20. und 21. Jahrhundert massiv zugenommen. Vor allem der durch den Straßenverkehr und die Industrie entstehende Feinstaub sorgt zunehmend für einen rasanten Anstieg an Atemwegserkrankungen. Aber auch schädliche Baustoffe und eine höhere Strahlenbelastung sind Ursachen für ökologische Einwirkungen.

verschiedene Arten von Strahlung

Spätestens seit der Atomkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 ist die Angst vor ionisierender bzw. radioaktiver Strahlung groß. Aber auch Röntgenstrahlen, die im medizinischen Bereich eingesetzt werden sind gesundheitlich bedenklich. Ungeklärt ist die Strahlung, welche von elektrotechnischen Produkten wie Mikrowellen, Mobiltelefonen oder Funkmasten ausgeht.

Lärm

Vor allem Stadtbewohner oder Menschen, die in sogenannten Mischgebieten (eine Kombination aus Wohn- und Gewerbegebiet) leben, sind fast ausschließlich von einer Dauerbeschallung verschiedener Geräusche umgeben. Dieser permanente Lärm lässt den Körper Stresshormone ausschütten. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck erhöht sich deutlich und das Herzinfarktrisiko mit ihm.

Trinkwasser

Das Trinkwasser spielt beim Thema Umwelteinflüsse ebenso eine erhebliche Rolle. Die Qualität ist für viele Dinge des Alltags essenziell, schließlich wird es nicht nur als Getränk, zum Kochen und Backen, sondern auch für die Körperpflege und das Wäschewaschen verwendet. Trinkwasser, welches zum Beispiel durch Nitrat aus der Bodendüngung der Landwirtschaft, verunreinigt ist, wirkt sich negativ auf den menschlichen Organismus aus.

Lebensmittel

Das Angebot an frischen, aber auch an industriell fertig zubereiteten Lebensmitteln wächst immer mehr. Dafür nimmt die Qualität der Nahrungsgüter Zusehens ab. Gerade viele Fertigprodukte sind voll von Zusatzstoffen, welche Allergien auslösen. Aber auch frische Lebensmittel sind, beispielsweise durch eine hohe Glyphosat- und Nitratbelastung, verunreinigt.

Schadstoffe in Innenräumen

Durch Schadstoffe, welche in den Innenräumen von Häusern und Wohnungen vorhanden sind, entstehen nach Umweltforschern die meisten Belastungen für den Menschen. Toxische Lacke, Farben und Holzschutzmittel, sowie Schimmelpilzbefall an Wänden und Böden und zudem eine unsachgemäße Handhabung verschiedener Haushaltschemikalien wie etwa Chlorreiniger, führen ebenfalls zu Symptomen durch Umweltbelastungen.

Umweltsyndrome

Durch schädliche Umwelteinwirkungen sind in neuster Zeit immer auch neue Krankheitsbilder hinzugekommen. Da dieses Gebiet noch relativ jung ist, steckt die Forschung hierbei noch in den Kinderschuhen. Ein Beispiel hierfür ist das Sick-Building-Syndrom. Es soll durch schlechten Lufttransfer in überhitzten Räumen und den damit einhergehenden starken Befall von Schimmelpilzsporen und chemischer Transpiration, ausgelöst werden.

erste Anlaufstellen zur Hilfe

Sobald Menschen sich krank fühlen und dies negativen Umwelteinflüssen zuschreiben, sollten sie sich als erste Adresse an ihren Hausarzt wenden. Dieser kann bereits in einer ersten Untersuchung feststellen, welche Ursachen die Symptome auslösen. Weitere Anlaufstellen sind nachfolgend aufgeführt.

  • Beratungsstellen umweltmedizinischer Ambulanzen
  • das regionale Gesundheitsamt
  • umweltmedizinische Zentren
  • Universitätskliniken mit umweltmedizinischen Abteilungen
  • Mediziner mit der Zusatzbezeichnung Umweltmedizin
  • Fachärzte für Umweltmedizin und Hygiene

Selbsthilfe

Wer sich selbst von negativen Umwelteinflüssen schützen möchte, kann dies mit einfachen Mitteln und Handlungen tun. In erster Linie sollte man den Rauch von Zigaretten und anderen Tabakwaren meiden. Auch eine gesunde Ernährung ist wichtig, hierbei sollte stets zu ausgewiesenen Bioprodukten der großen deutschen Anbauverbände wie Naturland, Bioland oder Demeter gegriffen werden. Wohnungen und Häuser sollten täglich gut gelüftet und ausschließlich mit lösungsmittelfreien Farben und Lacken gestrichen werden.

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