Angst

Die Angst

Angst - Symptome & Hilfe

Schon von der Kindheit her kennen viele das Gefühl von Angst.

Dabei kann es sich um Angst alleine zu sein, Prüfungsangst, Angst vor dem Dunklen, Angst vor Gewittern oder ähnlichem handeln.

Angst gibt es in allen Lebensphasen – sie gehört zum Leben einfach dazu. Normalerweise lernt der Mensch, mit all diesen Ängsten zu leben.

Jedoch kann Angst aber auch Panikattacken, Lähmungen und sogar Kontrollverluste auslösen.

Unser Ratgeber zum Symptom Angst soll hierbei Aufklären.

Wenn Angst zum ständigen Begleiter wird

Angststörungen gehören mittlerweile zu den häufigsten psychischen Störungen. Heutzutage geht man davon aus, dass zwischen 10 und 15 % der Bevölkerung von Angststörungen geplagt sind. Dabei sind Frauen dreimal höher betroffen ALS Männer. Interessant ist eine Studie des Bundes-Gesundheitssurvey aus dem Jahr 1998. Danach haben 14,2 % der Befragten im Alter zwischen 18 und 65 Jahren unter Angstzuständen gelitten.

Unabhängig davon, ob Frauen oder Männer betroffen sind, kommen Angststörungen die Gesellschaft wirtschaftlich teuer zu stehen. Bis eine verlässliche Diagnose gestellt werden kann, kommen horrende Arztkosten zusammen. Wird eine Angststörung nicht richtig behandelt, kann sie zu einer dauerhaften Erkrankung führen. Arbeitsplatzverlust sowie Ausfall- und Versicherungskosten kommen dann noch hinzu.


Die Ursachen für Angstzustände

Die Ursachen für eine Angststörung können vielfältiger Natur sein. Wie es scheint, sind einige Menschen besonders anfällig. Bei der Entstehung dieser Krankheit liegen in den meisten Fällen stark belastende Umstände vor.

Hierzu gehören beispielsweise

  • schwere Kindheitserlebnisse
  • Scheidungen
  • Unfälle
  • Verlust des Arbeitsplatzes
  • traumatisierte Erlebnisse oder
  • Erziehungseinflüsse

Mitunter kann es sich aber auch um eine vererbte Angststörung handeln.angst - symptome und ursachen

Angststörungen werden nach der International Classification fo Disorders, einem besonderen Klassifikationssystems nach ICD-10 eingestuft und bezeichnen eine neurotische Belastungs- und somatische Störung.

Die Klasse ICD-10 unterscheidet sich zwischen phobischen Störungen und anderen Angstzuständen. Die häufigste Ursache ist die sogenannte Agoraphobie, eine besondere Form der phobischen Störung. Ein Merkmal ist, dass die Betroffenen nur an bestimmten Orten sich unwohl fühlen und Angst empfinden. Vielfach tritt die Ursache auf öffentlichen Plätzen, Geschäften oder Örtlichkeiten mit sehr großen Menschenansammlungen auf.

Diese Angstzustände können auch bei denjenigen auftreten, die häufig weite Strecken alleine reisen müssen. In all den vorgenannten Situationen glauben die Betroffenen, dass sie im Falle einer Panikattacke oder durch einen potenziell bedrohlichen Zustand nicht schnell davor flüchten können. Allein lebende Personen sind besonders von diesem Phänomen betroffen.

Viele glauben auch, dass sie in Paniksituationen nicht auf eine schnelle Hilfe vor Ort rechnen können oder gar in eine peinliche Situation geraten.

Durch das Gefühl, anderen Menschen ausgeliefert zu sein, wird im Körper des Betroffenen ein Stresshormon in Gang gesetzt. Dies kann zu den erwähnten Angstsymptomen und ggf. auch zu Panikattacken führen. Die Menschen, die unter Angstzuständen leiden, zeigen ein sehr starkes Vermeidungsverhalten, dass sich leider häufig dahingehend äußerst, dass sich diese Menschen komplett zurückziehen und nur noch in den eigenen vier Wänden leben.

Leider ist dies wiederum mit neuen Ängsten verbunden und führt zu einer Isolation und dem Verlust von vertrauten Menschen.

Typische körperliche Symptome sind zum Beispiel:

  • Schweißausbrüche
  • Hitzewallungen
  • Herzrasen
  • Herzklopfen
  • Mundtrockenheit
  • Enge- oder Beklemmungsgefühl im Hals oder in der Brust
  • Zittern
  • Kribbeln der Haut
  • Taubheitsgefühle
  • Frösteln
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Würgereiz.

Zu den psychischen Symptomen zählen beispielsweise:

  • Schwindel
  • Ohnmachtsanfälle
  • Unsicherheit
  • Personen stehen neben sich selbst
  • Kontrollverlust
  • Ausflippen
  • Angst zu sterben
  • Benommenheit.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Wie wird eine Angststörung diagnostiziert?

 

Um eine Angststörung diagnostizieren zu können, ist es sehr wichtig die aktuellen Symptome, die Entstehung und auch den Verlauf der Ängste zu kennen. Deswegen führt der Arzt beziehungswese der Psychotherapeut zuerst ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen. Dabei stellt er nicht nur Fragen zu eventuellen früheren oder aktuellen Belastungen sondern auch zur Lebensgeschichte des Patienten.

 

Durch das Gespräch will der Arzt herausfinden, ob die Angst das Hauptproblem ist oder sie im Rahmen von anderen psychischen Erkrankungen, wie beispielsweise Depressionen, auftritt. Es werden auch oft Fragebögen eingesetzt, um festzustellen, wie häufig und vor allem in welchen Situationen die Ängste auftreten.

 

Des Weiteren muss auch überprüft werden, ob eventuell auch eine körperliche Ursache hinter den Symptomen stecken könnte, weil Ängste oft mit körperlichen Veränderungen, wie zum Beispiel Schweißausbrüchen, Atemnot oder Herzrasen einhergehen können.

 

Wenn jemand nervös, gereizt oder vermehrt ängstlich ist, kann dies beispielsweise an einer Überfunktion der Schilddrüse liegen. Aber auch eine Herzerkrankung bzw. deren Symptome können mit starker Angst verbunden sein. Natürlich können auch Medikamente vermehrt Ängste auslösen.

 

Um eine körperliche Erkrankung auszuschließen werden eine Blutuntersuchung sowie ein EKG durchgeführt. Oft wird auch der Kopf des Betroffenen, mittels einer Magnet-Resonanz-Tomographie oder einer Computertomographie, untersucht.

 

Eine Angststörung kann nur diagnostiziert werden, wenn die Angst weder durch eine körperliche Erkrankung noch durch Medikamente ausgelöst wird. Sollte einer dieser zwei Fälle zutreffen, wird dieser zuerst medizinisch behandelt, wodurch meistens auch die Angstsymptome wieder vollständig verschwinden.

 

Wie verläuft eine Angststörung?

 

Der Verlauf einer Angststörung hängt vor allem vom Beginn der Erkrankung ab. Ängste, die bereits im Kindesalter auftreten, verschwinden häufig im Laufe des Erwachsenwerdens wieder vollständig.

 

Die meisten Angststörungen verlaufen aber phasenweise. In stressigen Zeiten, wie zum Beispiel bei Prüfungen, ist die Angst besonders stark ausgeprägt. Der Verlauf einer Angststörung hängt sehr stark davon ab, ob sie behandelt wird oder nicht.

 

Heutzutage kann man Angststörungen sehr gut therapieren. Hierzu stehen sowohl psychotherapeutische, als auch medikamentöse Therapien zur Verfügung. Bei einer frühen Therapie heilen Angststörungen meist ohne Probleme wieder aus.

 

Unbehandelt können Angststörungen auch chronisch werden und zu Depressionen führen, weil die Betroffenen die Konfrontation mit Situationen, die Angst bereiten vermeiden und sich somit selbst in ihrer Lebensqualität stark einschränken.

 

Angsterkrankungen gehen sehr oft auch mit Suchterkrankungen einher. Die Betroffenen versuchen sich selbst mit Alkohol oder Medikamenten zu helfen und rutschen dabei in die Abhängigkeit ab. Die Behandlung der Angststörung stellt somit für viele auch einen Ausweg aus dem Suchtverhalten dar.


 

Klassifikation der Angststörungen

 

Phobische Störungen

  • Agoraphobie: Die Angst vor öffentlichen Plätzen, Menschenmengen und fremden Orten (Angst vor Reisen: Enochlophobie)
  • Soziale Phobie: Die Angst vor sozialen Situationen wie z. B. Im Mittelpunkt eines Gesprächs zu stehen (z. B. Paruresis)
  • Spezifische Phobie: Angst vor speziellen Orten oder Objekten wie etwa vor Tieren (z. B. Spinnen oder Hunden), Situationen wie etwa Fliegen, Höhen oder Dunkelheit, Blutphobien, Naturphobien wie etwa vor Wasser oder Doner.

Weitere Angststörungen

  • Panikstörung: Angstattacken, die spontan auftreten und sich nicht auf eine spezielle Situation oder ein spezifisches Objekt beziehen. Diese Angststörung beginnt sehr plötzlich, erreicht nach kurzer Zeit ihren Höhepunkt und hat eine Dauer von mindestens weniger Minuten.
  • Generalisierte Angststörung: Diffuse Angstgefühle mit Besorgnis, Anspannung und Befürchtungen, die sich auf alltägliche Probleme und Ereignisse beziehen und mindestens sechs Monate lang anhalten. Diese werden von weiteren körperlichen oder psychischen Symptomen begleitet.
  • Mischung aus Angst und Depression: Ein gleichzeitiges Vorhandensein von Depression und Angst. Diese sind eher leicht vorhanden und keines der beiden überwiegt.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Wie häufig sind Angsstörungen?

 

Zwischen 5 und 15 % der Menschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben an Angststörungen. Frauen sind hier fast doppelt so oft betroffen als Männer. Bei etwa 10% der Betroffenen, geht die Angst so weit, dass sie ein Vermeidungsverhalten aufzeigen und ihren Alltag wegen der Angst massiv einschränken. Besonders häufig treten Ängste bei folgenden Personengruppen auf:

 

  • bei Frauen: Etwa zwei Drittel der Betroffenen sind weiblich.
  • bei Personen, die jünger als 20 und älter als 65 sind, sowie in der Altersgruppe der 36 – 45 Jährigen
  • bei Geschiedenen bzw. getrennt Lebenden sowie Verwitweten
  • bei Personen, die sich in einer Ausbildung befinden, wie zum Beispiel Studenten, Schüler, Auszubildende sowie Personen im Wehr- und Zivildienst
  • bei Arbeitslosen, Personen ohne Schulabschluss und ungelernten bzw. angelernten Arbeitern
  • bei extrem niedrigem als auch extrem hohen Einkommen
  • bei Personen, die in Orten mit weniger als 2.000 Einwohnern leben

Im Schnitt suchen Betroffene erst nach 7 Jahren einen Arzt auf.


Komplikationen bei dem Symptom

Welche Komplikationen können auftreten?

 

Komplikationen treten bei Angststörungen grundsätzlich nur sehr selten auf. Am häufigsten tritt ein sogenanntes Vermeidungsverhalten auf. Es werden also bewusst jene Situationen vermieden, die die Angst auslösen. Dieses Verhalten kann den Betroffenen im Alltag einschränken und somit zusätzlich belasten.

 

Zudem kann sich eine Angst auch insoweit weiterentwickeln, dass es zur Bildung einer Phobie kommt. Hier führt alleine der Gedanke an die angstauslösende Situation schon zur massiven Angst. Wird dies nicht behandelt, kann auch eine „Angst vor der Angst“ entstehen, die den Betroffenen im Alltag enorm einschränkt.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

 

Angst in einem geringen Maße ist vollkommen normal. Sollten Angstzustände aber regelmäßig auftreten oder Personen massiv unter diesen Zuständen leiden, so ist ein Arztbesuch auf jeden Fall sinnvoll.

 

Besonders gilt das bei Ängsten, für die es keinen vernünftigen Grund gibt, als auch für Ängste, die nicht kontrollierbar sind. Das Angstgefühl muss aber nicht stark ausgeprägt sein, auch ständiges Unwohlsein, das sehr lange anhält und sich keinem Grund zuordnen lässt, sollte ernstgenommen werden.

 

Wenn die Angst zu Einschränkungen führt, wie beispielsweise das Vermeiden von gewissen Situationen, die Vernachlässigung von Pflichten oder auch eine soziale Abschottung, ist es zu empfehlen, sich Hilfe zu suchen.

 

Wer eine oder gar mehrere der folgenden Fragen mit „ja“ beantwortet, sollte einen Arzt oder einen Psychologen konsultieren:

  • Ich denke fast den ganzen Tag über meine Angst nach.
  • Meine Lebensqualität wird durch meine Ängste massiv eingeschränkt.
  • Ich werde aufgrund meiner Ängste zunehmend depressiver.
  • Wegen meiner Angst hat sich meine Bewegungsfreiheit deutlich eingeschränkt.
  • Ich habe wegen meiner Ängste Suizidgedanken (Selbstmordgedanken).
  • Ich habe wegen meiner Ängste Probleme im Job bzw. bin ich deshalb arbeitslos.
  • Ich greife zu Alkohol, Drogen oder Beruhigungstabletten, um meine Angst zu lindern.
  • Aufgrund meiner Ängste habe ich ernste Probleme in der Partnerschaft.

Behandlung & Therapie

Was kann man gegen Angst tun?

Sehr gute Behandlungsmethoden gegen Angstzustände bieten verhaltenstherapeutische Methoden. Dabei müssen drei Formen der gezielten Psychotherapie unterschieden werden.

Was kann man gegen Angst tunMit der Konfrontations– und Expositionstechnik wird der Patient in solche Situationen gebracht, die einen Angstzustand auslösen. Leiden Betroffene unter einer Katzenphobie, dann werden sie mit Katzen zusammengebracht. Schritt um Schritt wird der Patient mit dieser Phobie konfrontiert. Zunächst werden nur Bilder von Katzen gezeigt und später findet die richtige Konfrontation mit einer Katze statt. Es gibt aber auch die sogenannte Überflutungsmethode, bei der die Patienten sofort mit lebenden Katzen in einem Käfig zusammengebracht werden. Diese Methode wirkt besonders effektiv, ist aber für Kinder weniger geeignet, da diese schnell überfordert sind.

Bei der systematischen Desensibilisierung werden Entspannungstechniken, wie zum Beispiel autogenes Training, Atemtechniken oder Muskelentspannungsübungen nach Jacobson durchgeführt. Schon bei der Vorstellung der angstauslösenden Reize sollen diese Übungen Abhilfe schaffen.

Schließlich gibt es noch die kognitive Verhaltenstherapie, bei der es um eine gedankliche Umstrukturierung geht. Der Patient soll fortkommen von falschen Überzeugungen, von Katastrophengedanken oder Fehlinterpretationen und gezielt positiv denken. Hierdurch sollen Angstzustände gestoppt und an Alternativgedanken umgeleitet werden. Diese Verhaltenstherapie wird häufig bei Patienten mit Panikattacken angewendet.

Darüber hinaus kann aber auch eine Therapie mit Medikamenten erfolgen. Diese Behandlungsform zielt auf eine Normalisierung gestörter Hirnfunktionen, die auf eine Verschiebung der Neurotransmitter-Botenstoffe zurückzuführen ist. In den meisten Fällen werden Antidepressiva, Anxiolytika oder Benzodiazepine verabreicht.

Psychopharmaka sorgen dafür, dass die außer Kontrolle geratenen chemischen Vorgänge im zentralen Nervensystem wieder repariert werden. Selbstverständlich führt die Einnahme nicht zu Verhaltensstörungen, Persönlichkeitsveränderungen oder gar zur Abhängigkeit, wie vielfach fälschlicherweise angenommen wird.

Beste Therapieerfolge lassen sich in Kombination mit Antidepressiva und einer Verhaltenstherapie erzielen. Dabei sorgen die Medikamente beim Betroffenen für Entspannung und machen ihn besser zugänglich für die anstehende Verhaltenstherapie. Jedoch muss auch der Patient Mithelfen und eine Bereitschaft zur Medikamenteneinnahme zeigen.

Gute Ergebnisse werden übrigens auch mit Langzeittherapie-Antidepressiva erzielt. Diese müssen über einen längeren Zeitraum mit erhöhter Dosierung eingenommen werden. Bis diese Mittel anschlagen, kann es mehrere Wochen dauern. Viele Patienten sind deswegen verunsichert, brauchen sich aber keine Sorgen zu machen. Die richtigen Medikamente und die passgenaue Dosierung liefert der behandelnde Arzt. Letztlich hängt die Einnahme auch von der Art der Angstzustände ab.

Betroffene können sich aber auch mitunter selbst helfen. Dies betrifft aber meist nur die Anfangszeit einer solchen Erkrankung. Hilfreich ist zum Beispiel das Führen eines Angsttagebuches. Hier werden die verschiedenen Angstsyndrome niedergeschrieben und anschließend analysiert. Der Betroffene beschäftigt sich intensiv mit der Sache und wird abgelenkt. Eine professionelle Hilfe ist dabei nicht erforderlich.

Besonders hilfreich hat sich Ausdauersport gezeigt. So kommt der Kopf auf andere Gedanken. Studien zufolge reicht es aus, dreimal pro Woche jeweils 30 min. zu joggen. Eine körperliche Belastung führt zu einer erhöhten Herz- und Atemfrequenz, einen höheren Blutdruck und eine gute Hautdurchblutung. Der Betroffen kommt ins Schwitzen. Sport ist besonders hilfreich und nimmt die Angst vor körperlichen Angstsymptomen.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Wie kann ich Angststörungen vorbeugen?

 

Einen Schutz vor Angststörungen gibt es nicht. Sie können prinzipiell jeden Menschen treffen. Trotzdem kann man das Risiko für eine solche Erkrankung vermindern. Man sollte darauf achten, dass man genügen Ruhepausen in stressigen und/oder frustrierenden Zeiten einlegt. Auch Sport und Entspannungsmethoden können das Risiko vermindern.

 

Sollten die Ängste schon da, aber noch nicht zu stark ausgeprägt sein, ist es wichtig, sich selbst mit dieser Angst zu konfrontieren. Das heißt, der Betroffene soll sich ganz bewusst in Situationen begeben, die diese Angst auslösen und auch immer wieder aufsuchen. Man muss sich seiner Angst also stellen und sollte sie so lange aushalten, bis sie von selbst weniger wird.

 

Setzt man sich dieser Angst aus, sollte man auf alles, das in irgendeiner Weise Sicherheit vermittelt verzichten. Durch die Konfrontation kann der Betroffene erleben, dass in dieser Situation gar nichts Schlimmes passiert. Dadurch baut sich die Angst von alleine ab.

 

Auch das Führen eines Angst-Tagebuches kann dabei helfen Angstzustände zu lindern. Angst ist oft mit anderen Gefühlszuständen verbunden. Beschreibt der Betroffene diese, so kann er lernen, sich und diese Gefühle besser wahrzunehmen.

 

Des Weiteren kann es helfen, mit einem vertrauten Menschen über die Angst zu reden.

 

In Situationen, in denen Angst haben ganz normal ist, sind Atemübungen zu empfehlen. Außerdem kann die Nervosität bzw. die Angst durch gutes zureden verringert werden.


Alternative Medizin & Hausmittel

Es gibt viele, sehr unterschiedliche alternative Behandlungsmethoden, die gegen Angst eingesetzt werden können. So können Blütenessenzen etwa Linderung während einer Angstattacke verschaffen, während sich Traumata mit EMDR nachhaltig behandeln lassen. Im Folgenden werden die wirkungsvollsten Therapien genauer erläutert.

Alternative Behandlungsmethoden gegen Angst im Überblick:


Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

 

Die Angst spielt in der TCM eine wichtige Rolle, da sie eine der sogenannten fünf Grundemotionen darstellt. Emotionen werden hierbei als Qi-Bewegungen und als gesunde Reaktionen auf äußere oder innere Stimulationen angesehen. Durch sie werden Qi-Blockaden aufgelöst und innere Ungleichgewichte vermieden.

Die fünf Grundemotionen in der TCM:

  1. Zorn
  2. Freude
  3. Trauer
  4. Besorgnis
  5. Angst

Wenn eine dieser Emotionen jedoch über einen langen Zeitraum sehr intensiv empfunden wird oder nicht ausreichend ausgelebt werden kann, wandelt sie sich zu einem inneren, pathogenen (krankmachenden) Faktor und schwächt damit den zugehörigen Funktionskreis.

Funktionskreise (Zang Fu) sind in der TCM komplexe Funktionen, die sich im energetischen Spektrum des Menschen befinden. Sechs der Funktionskreise werden dem Yang zugeordnet (fu) und fünf dem Yin (zang).

 

Die Durchgangs-Funktionskreise (fǔ) Die Speicher-Funktionskreise (zàng)
  1. Gallenblase
1. Leber
  1. Dünndarm
2. Herz
  1. Magen
3. Milz
  1. Dickdarm
4. Lunge
  1. Harnblase
5. Niere
  1. Dreifacher Erwärmer

 

Je nach Ursache wird also ein anderer Funktionskreis geschwächt. Daher fällt auch die Behandlung abhängig von ihrem Funktionskreis und den dazugehörigen Symptomen unterschiedlich aus. Für die Behandlung werden die entsprechenden Punkte stimuliert. Dies kann z. B. über Akupunktur, Akupressur oder Moxibustion erfolgen.

Akupunkturpunkte je nach Funktionskreis:

  • Herz: He 7 & He 8
  • Leber: Le 3
  • Milz: Mi 6
  • Lunge: Lu 7
  • Niere: Ni 4 & Ni 9
  • Pericard: Pe 6 & Pe 7
  • Dickdarm: Di 4
  • Magen: Ma 40
  • Kopfregion: Du 19, Du 20, Du 24 und Gb 13

Oben genannten Akupunkturpunkte können zur Behandlung der Angst massiert und gedrückt (Akupressur), erwärmt (Moxibustion) oder mit Nadeln durchstochen (Akupunktur) werden.

 

EMDR – Desensibilisierung & Verarbeitung durch Augenbewegungen

Ist der Ursprung der Angst ein Trauma, kann EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing / Desensibilisierung & Verarbeitung durch Augenbewegungen) weiterhelfen. Die Wirksamkeit dieses Therapieverfahrens wurde mittlerweile durch diverse Studien belegt. EMDR zählt zu den erfolgreichsten Behandlungsmethoden ihrer Art.

In mehreren Fällen ist die Angst auf ein Trauma zurückzuführen, auch wenn die Patienten diesen Zusammenhang oftmals nicht herstellen können. Sobald jedoch mit Hilfe des Therapeuten eine Verbindung zwischen der Angst und dem Trauma erkannt wird, kann EMDR dem Patienten dabei helfen, die Erfahrung zu verarbeiten und somit die Angst zu kontrollieren oder gar zu heilen.

Dafür ist zuerst einmal ein ausführliches Gespräch zwischen Patienten und Therapeuten notwendig. Bei der eigentlichen Durchführung wird der Patient mit dem Trauma konfrontiert, während er bestimmten Handbewegungen des Therapeuten mit seinen Augen folgen muss.

Dadurch sollen beide Gehirnhälften synchronisiert bzw. neuorganisiert werden. Die Stimulation kann auch über kurze Berührungen oder Töne erfolgen. Es wird angenommen, dass EMDR auf eine ähnliche Weise wie das Träumen funktioniert, bei dem es ja auch zu einer verstärkten Verarbeitung und vielen Augenbewegungen kommt.

 

 


 

Biofeedback

 

Beim Biofeedback werden Funktionen wie Blutdruck, Herzschlag, Hirnströme und Hauttemperatur als hör- oder sichtbare Signale dargestellt. Auf diese Weise kann der Betroffene sich diese Körperfunktionen bewusst machen und somit lernen, sie zu kontrollieren.

Bei Angststörungen können zum Beispiel Entspannungsübungen mit den Geräten kombiniert werden. So kann der Betroffene lernen, langsam und tief aus dem Bauch zu atmet. Personen, die unter Angstzuständen leiden, weisen nämlich auch eine ungesunde Atmung auf.

Biofeedback sollte als ergänzende Therapie eingesetzt werden. Durch das Verfahren soll der Patient lernen, seinen Körper zu beeinflussen und somit seine Angst zu bändigen.

Mit Hilfe von Videos, kann die betroffene Person mit seinen Ängsten konfrontiert werden und sich dabei seiner Körperlichen Reaktionen bewusst werden.

Es werden unter anderem folgende Verfahren eingesetzt:

  • Entspannungübungen
  • Atemtraining
  • Konfrontationstherapie mit Hilfe von Videos (systematische Desensibilisierung)

Eine Biofeedback-Therapie sollte etwa acht bis zwölf Sitzungen betragen, um das Vermeidungs- und Angstverhalten sichtlich verbessern zu können.


Atemtherapie

 

Wie bereits erwähnt, spielt die Atmung bei der Angst eine entscheidende Rolle. Daher gehört die Atemtherapie auch zu den wichtigsten Methoden, um Ansgstörungen zu behandeln. Durch das Beeinflussen der Atmung, kann die betroffene Person akute Angstattacken lindern, das Auftreten dieser verhindern und insgesamt lernen, diese Emotion zu kontrollieren.

Wer tief atmet, befördert mehr Sauerstoff in den Körper. Dadurch können Anspannungen aufgelöst und Emotionen wie die Angst kontrolliert werden.

Durch die Atmung wird auch das Nervensystem beeinflusst. Das parasympathische Nervensystem wird stimuliert und der Körper daraufhin entspannt.

Folgende Atemtechniken können bei Angstzuständen helfen:

Übung Nr. 1

  • Aufrecht aber locker sitzen.
  • Eine Hand wird auf die Brust und die andere auf den Bauch gelegt.
  • Die Atmung sollte nun über die Nase erfolgen und tief sein. Dabei sollte sich der Brustkorb kaum bewegen, der Bauch aber nach vorne gewölbt werden. Bis fünf zählen.
  • Stoßartig aber locker fünf Mal nacheinander aus dem Mund ausatmen. Hierbei sollte der Bauch nun wieder flach werden.

Diese Atemübung sollte fünf Mal nacheinander wiederholt und in vier Sätzen durchgeführt werden. Sie kann zu jeder Tageszeit eingesetzt werden.

Übung Nr. 2

  • Aufrecht aber locker stehen. Die Arme einfach locker hängen lassen.
  • Es wird ruhig und tief durch die Nase eingeatmet. Bis fünf zählen.
  • Nun entspannt durch den Mund ausatmen und gedanklich bis sieben zählen. Die Schulten entspannt lassen bzw. diese bewusst herunterziehen.

Diese Atemübung sollte zehn Mal nacheinander wiederholt und in vier Sätzen durchgeführt werden. Sie kann zu jeder Tageszeit eingesetzt werden. Zwischen den Sätzen sollten die Schultern gekreist und die Schultermuskeln gedehnt werden.

Übung Nr. 3

  • Aufrecht aber locker stehen.
  • Es wird vier Mal hintereinander stoßartig und schnell durch die Nase eingeatmet. Währenddessen sollte sich der Bauch nach vorne wölben.
  • Nun sollte vier Mal hintereinander stoßartig und schnell durch den Mund ausgeatmet werden. Der Bauch solle nun wieder flach werden.

Diese Atemübung sollte drei Minuten lang wiederholt und drei Mal am Tag durchgeführt werden. Das durch die Atmung entstandene Sekret sollte dabei ausgespuckt werden.


Welche Hausmittel können helfen?

Ein wichtiges Hausmittel zur Vermeidung von Angstgefühlen stellt eine Umstellung des Lebensstils dar. Die Angst kann nämlich unter anderem aufgrund von zu wenig Schlaf, mangelnder Bewegung und falscher Ernährung begünstigt oder gar verursacht werden.

Diverse Studien belegen, dass die regelmäßige körperliche Betätigung Ängste lindern kann. Das Wohlbefinden verbessert sich sowohl während des Trainings als auch danach. Sehr empfehlenswert ist zum Beispiel Yoga, da hierbei auch Ruhe und das innere Gleichgewicht eine große Rolle spielen. Doch auch schon das regelmäßige Spazieren gehen kann sich positiv auf die Stimmung auswirken.

Bei Schlafproblemen können sowohl bestimmte Kräuter als auch einige Homöopathika und Schüssler-Salze weiterhelfen. Diese werden im Folgenden genauer erläutert. Unter „Diät und Ernährung“ finden Sie Informationen dazu, welche Lebensmittel die Stimmung und Angstgefühle beeinflussen.

 


Heilkräuter & Heilpflanzen

 

Es gibt sehr viele Heilpflanzen und Heilkräuter, die bei Angstzuständen eingesetzt werden können. Inhaltsstoffe wie ätherische Öle bzw. die Kombination bestimmter Stoffe können unter anderem die Hormone und das Nervensystem beeinflussen. Das wohl bekannteste Heilkraut zur Beruhigung ist Baldrian.

Baldrian

 

Baldrian ist ein Nervenkraut, dass bei Angst, Schlafstörungen und Nervosität eingesetzt werden kann. Die Wirkstoffe des Baldrians steigern die Schlafbereitschaft und normalisieren den physiologischen Schlafablauf, ohne dabei die Tiefschlafphasen zu stören.

Für die Behandlung wird in der Regel die Wurzel der Pflanze benutzt, die einen bitteren Geschmack hat. Baldrian ist mittlerweile in Form von Kapseln, Tabletten, Dragees und Tropfen erhältlich. Es ist aber auch möglich, selbst einen Baldrian-Tee herzustellen.

Baldrian enthält unter anderem auch L-Theanin. Diese Aminosäure hilft bei der Senkung eines hohen Blutdrucks und einer schnellen Herzfrequenz. Dadruch hilft Baldrian dabei, Angstzustände zu kontrollieren und zu lindern. Allerdings gehört Baldrian zu jenen L-Theanin Präparaten, die eher schläfrig machen und somit am Abend eingenommen werden sollten.

Anmerkung: Baldrian sollte nicht während einer Schwangerschaft eingenommen werden.

 

Hopfen

Auch Hopfen zählt zu den wirkungsvollsten Mitteln zur Beruhigung. Die Heilpflanze kann bei Schlafstörungen, nervösen Beschwerden des Magens, Appetitlosigkeit, Angstzuständen und Unruhen eingesetzt werden.

Hopfen sind in der Apotheke als Tee oder Dragees erhältlich. Hierbei wird der Fruchtzapfen genutzt. Hopfen kann auch zusammen mit Baldrian eingenommen werden.

Eine Kombination aus Baldrian und Hopfen ist sehr effektiv gegen Schlaflosigkeit, Nervosität und Anspannung.

 

Kamille

Die Kamille gehört zu den beliebtesten Heilpflanzen überhaupt. Sie ist ein Allrounder und kann auch erfolgreich gegen Angst eingesetzt werden. Ihre Inhaltsstoffe wirken entspannend, machen aber nicht müde.

Eine Tasse Kamillentee kann oft schon sehr beruhigend sein. Einige Inhaltsstoffe der Kamille stimulieren dieselben Rezeptoren im Gehirn, wie Valium.

In Supermärkten und Apotheken sind zahlreiche Kamillenprodukte zu finden. Meistens werden die getrockneten Kamilleblüten als Tee zubereitet. Der Geschmack ist allerdings nicht jedermanns Sache. Eine Alternative stellen Kapseln, Tabletten, Tropfen oder Dragees dar.

Grüner Tee

Im grünen Tee ist eine Aminosäure namens L-Theanin enthalten. Diese hilft einen hohen Blutdruck, sowie eine schnelle Herzfrequenz zu senken. Um dies effektiv beobachten zu können, müsste man allerdings eine sehr große Menge an grünem Tee zu sich nehmen.

 

Johanniskraut

Johanniskraut ist ein bewährtes Mittel gegen Depressionen. Es kann jedoch auch effektiv gegen Angstzustände eingesetzt werden. Dafür ist aber eine längere Einnahme von mindestens zwei Wochen nötig.

Bei einer Depression sollten jeden Tag 900 bis 1800 Milligramm des Johanniskrautextrakts eingenommen werden. Bei Angstzuständen, Nervosität und Schlafstörungen reichen jedoch auch sehr viel niedrigere Dosierungen. Hierbei kann also schon ein einfacher Tee helfen.

Anmerkung: Frauen, die die Pille nehmen, sollten kein Johanniskraut verwenden. Auch bei Einnahme von Medikamenten, sollte die Verwendung von Johanniskraut vorab mit dem Arzt abgesprochen werden.

 

Melisse

Auch die Melisse zählt schon lange zu den wirksamsten Heilkräutern gegen Unruhe, Schlafstörungen und nervösen Leiden. Die Heilpflanze eignet sich für Personen, die angespannt sind, nicht gut schlafen können, leicht reizbar und unruhig sind.

Melisse ist in Supermärkten und Apotheken erhältlich. Neben Tees gibt es noch Kapseln, Dragees oder gar Badezusätze.

Die Zitronenmelisse wurde zum Beispiel schon im Mittelalter dazu verwendet, um Ängste zu lindern. Zitronenmelisse gibt es sowohl als Tee, als auch in Kapseln.

Passionsblume

Passionsblumen können Angststörungen genauso effektiv lindern, wie verschreibungspflichtige Medikamente. Sie wird vor allem bei Schlafstörungen verwendet. Präparate, die Passionsblumen enthalten, sollten allerdings nicht länger als einen Monat durchgehend eingenommen werden.

Lavendel

Der Duft von Lavendel kann Ängste verringern. Es gibt aber auch Lavendel-Öl-Kapseln zum Einnehmen, die gegen Unruhezustände helfen.

Wichtig ist, keine zu großen Mengen dieser Hausmittel zu sich zu nehmen, da dies mitunter die Angstzustände vergrößern kann. Des Weiteren sollten nicht mehrere Hausmittel gleichzeitig verwendet werden.

 

Heilpflanzen gegen Angst:

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Johanniskraut
  • Melisse
  • Passionsblume
  • Lavendel

Wirkungsvolle Teemischung gegen Angst

Zutaten:

  • 3 EL Basilikum
  • 2 EL Baldrianwurzel
  • 2 EL Melissenblätter
  • 2 EL Johanniskraut
  • 3 EL Hopfen

Zubereitung:

Genannte Zutaten gut vermischen. Ein Teelöffel der Mischung mit 250 Millilitern siedendem Wasser übergießen. Zehn Minuten ziehen lassen, danach filtrieren. Zur Angstbehandlung täglich drei Tassen dieses Tees trinken.


Ätherische Öle

 

Bekannte ätherische Öle, die bei Angst helfen, sind:

 

  • Melisse
  • Lavendel
  • Benzoe
  • Rose
  • Muskatellersalbei
  • Ylang Ylang
  • Sandelholz
  • Patschuli
  • uvm.

Im Folgenden sind Rezepte mit ätherischen Ölen aufgeführt, die zur Entspannung und somit zur Linderung jeglicher Angst führen können:

 

Duft gegen Angst

Zutaten:

  • 15 Tropfen Bergamotte
  • 10 Tropfen Geranium
  • 5 Tropfen Lavendel
  • 1 Tropfen römische Kamille

oder:

  • 10 Tropfen Bergamotte
  • 10 Tropfen Muskatellersalbei
  • 5 Tropfen Weihrauch

oder:

  • 15 Tropfen Sandelholz
  • 10 Tropfen Bergamotte

oder:

  • 10 Tropfen Mandarin
  • 5 Tropfen Vetiver
  • 5 Tropfen Lavendel
  • 5 Tropfen Rose

Alle Zutaten vermischen und in ein Fläschchen füllen. Zur Anwendung können nun jedes Mal ein paar Tropfen des Gemischs in eine Duftlampe mit Wasser oder auf ein Taschentuch geträufelt werden. Das Fläschchen sollte vor jeder Anwendung geschüttelt werden.

Muskatnuss-Massage

Gegen Ängstlichkeit einen Tropfen vom Muskatnussöl auf die Finger tropfen und anschließend Schlüsselbein damit massieren.

 

Rosenbad:

Ein Rosenbad kann Hilfe verschaffen, wenn das Herz sich aufgrund der Angst verkrampft.

Zutaten:

  • 3 Tropfen Rose
  • 2 Tropfen Muskatellersalbei
  • 3 Tropfen Geranium auf 3 Esslöffel Johanniskrautöl

Alle Zutaten in das warme Badewasser geben und während des Badens über die Raumluft inhalieren.

 

Duftlampe

Zur Entspannung der Nerven, kann eine Duftlampe aus folgenden ätherischen Ölen beitragen.

Zutaten:

  • 3 Tropfen Lavendelöl
  • 2 Tropfen Melisse
  • 2 Tropfen Neroli

Alle Zutaten mit etwas Wasser in die Duftlampe geben und darunter ein Teelicht anzünden. Die Inhaltsstoffe werden dann über die Raumluft eingeatmet.

 

 


Homöopathie

 

Da es sich bei der Homöopathie um eine ganzheitliche Therapie handelt, sollte zur Auswahl des geeigneten Mittels und dessen Dosierung stets ein Homöopath zu Rate gezogen werden. Nur über ein ausführliches Gespräch und umfassenden Informationen kann das richtige Homöopathikum ermittelt werden.

Generell haben sich jedoch folgende Globuli als Wirksam gegen Angstzustände erwiesen:

  • Menispermum cocculus, Anamirta cocculus
  • Lycopodium clavatum
  • Nux vomica
  • Bryonia
  • Chamomilla
  • Colocynthis
  • Aconitum
  • Coffea
  • Scutellaria
  • Ferrum phosphoricum
  • Gelsemium
  • Helonias

Wenn im Alltag alles zu viel wird

  • Cocculus D12: Wer sich vom Alltag überfordert fühlt, schlecht schlafen kann und durch den Mangel an Energie leicht gereizt ist oder auch an Schwindelgefühlen leidet, kann eventuell mit Cocculus D12 behandelt werden. Hierbei handelt es sich um eine Schlingpflanze, die in Asien und Indien heimisch ist. Dieses Homöopathikum eignet sich vor allem für selbstlose Personen, die sich aufgeopfert haben und infolgedessen an Erschöpfung, Ruhelosigkeit, Angst und Schlafproblemen leiden.
  • Lycopodium D12: Wer jähzornig auf Kritik reagiert, Angst vorm Versagen und Konzentrationsprobleme hat, kann womöglich mit Lycopodium D12 behandelt werden. Lycopodium ist ein Bärlappgewächs, das weltweit in Wäldern wächst. Es eignet sich vor allem für Personen, die lebhaft sind und ein starkes Temperament besitzen.
  • Nux vomica D12 hilft Personen, die wegen des Stresses unregelmäßig essen und zu viel Alkohol oder Kaffee trinken, wodurch es zu häufigen Magen-Darm-Problemen und Kopfscherzen kommt. Nux vomica ist ein Brechnuss-Gewächs aus Südostasien. Es wird vor allem bei Menschen eingesetzt, die stämmig und robust oder hager und dünn gebaut sind. Die Personen sind intelligent, ehrgeizig und kompetent aber auch nervös, hastig und leicht reizbar.

 

Eigentlich habe ich ein dickes Fell

  • Bryonia D12 hilft Menschen, deren Gedanken immer wieder um die gleichen Probleme kreisen, die schnell aus ihrer Haut fahren und verspannt sind. Bryonia ist ein Kürbisgewächs, das in Europa verbreitet ist. Das Homöopathikum eignet sich für praktisch orientierte Personen, bei denen geschäftliche Dinge oft im Vordergrund stehen und die sich häufig Sorgen um ihre finanzielle Sicherheit machen. Bryonia-Typen sind lieber alleine und meistens leicht reizbar.
  • Chamomilla D12 eignet sich für Personen, die sehr schnell an die Decke gehen und ihre Wutausbrüche kaum unter Kontrolle haben. Bei dem Homöopathikum handelt es sich um die echte Kamille, die in Ost- und Südeuropa verbreitet ist. Das Mittel eignet sich vor allem für Menschen, die stark schmerzempfindlich, Jähzornig und nervös sind. Diese Personen sind vor allem Morgens launisch und leicht verärgert.
  • Colocynthis D12 kann Menschen helfen, denen es schwer fällt, ihre Fassung zu wahren und die bei Streitereien Bauchschmerzen bekommen. Colocynthis ist ein Kürbisgewächs, dessen Ursprung in Nordafrika liegt. Das Homöopathikum eignet sich für reservierte, geradlinige Personen, die genau wissen, was sie für richtig oder falsch halten. Treten Widersprüche auf, sind Colocynthis-Typen gekränkt und regen sich leicht auf.

 

Schlafprobleme aufgrund der Angst

  • Aconitum D12 kann Personen verschrieben werden, die aufgrund der Unruhe nicht schlafen können und Herzrasen haben. Personen dieses Typen leiden sehr häufig unter Ängsten und Panikattacken. Die Pflanze wird auch als blauer Eisenhut bezeichnet und ist in den Mittel- und Hochgebirgen Europas zu finden. Das Mittel hilft vor allem Personen, die sehr kräftig und robust sind und oft aufgrund eines schlimmen Vorfalls aus dem Gleichgewicht geraten sind. Aconitum-Typen sind sehr nervös und hyperaktiv und leiden an Konzentrationsstörungen.
  • Coffea D12 wird bei Personen eingesetzt, die ohne Kaffeekonsum Symptome aufweisen, die denen vom übermäßigen Kaffeekonsum gleichen. Dazu zählen Unruhe-Zustände wie Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Herzrasen oder Überempfindlichkeit. Wie der Name schon verrät, ist der Wirkstoff hierbei die Kaffeepflanze, meistens die arabische.
  • Scutellaria D6 hilft Personen, die erschöpft sind, Schwierigkeiten beim Einschlafen haben und leicht wieder aufwachen. Der Zugrunde liegende Wirkstoff ist Helmkraut, eine Krautpflanze, die aus Nordamerika stammt. Das Homöopathikum wird vor allem Menschen verabreicht, die sich leicht bedroht fühlen, pessimistisch und ängstlich sind. Die Angstgefühle werden von Herzrasen, Zittern und Schweißausbrüchen begleitet.

 

Andauernde Müdigkeit

  • Ferrum Phosphoricum D12 eignet sich für Menschen, die sich andauernd kraftlos, leer und schwach fühlen. Bei dem Mittel handelt es sich um eine chemische Verbindung der Stoffe Phosphor und Eisen. In der Regel eignet sich das Homöopathikum für dünne, blasse Personen mit einem leicht gerötetem Gesicht, die leicht frieren und empfindlich auf frische Luft reagieren.
  • Gelsemium D12 kann Personen helfen, die vom Stress wie gelähmt, erschöpft, müde und zitrrig sind. Das Homöopathikum wird aus den Wurzelstöcken vom gelben Jasmin gewonnen. Es eignet sich für sehr schwache und vergessliche Menschen, die nachts nicht schlafen können, tagsüber aber übermüdet sind.
  • Helonias D6 hilft bei starker Überarbeitung, Erschöpfung und ständiger Verausgabung. Das Homöopathikum wird aus den Wurzelstöcken des Falschen Einkorns gewonnen, welches aus Kanada und Nordamerika stammt.

 


Schüssler-Salze

Bei den Schüssler-Salzen handelt es sich um Mineralsalze, welche in homöopathischen Dosierungen als alternativmedizinische Heilmittel eingesetzt werden. Die Therapie mit den Salzen basiert auf der Theorie, dass Krankheiten durch eine Störung vom Mineralhaushalt zustande kommen. Je nach Ursachen können laut Anhängern andere Schüssler-Salze bei der Behandlung von Ängsten weiterhelfen.

Schüssler-Salze nach Ursache:

 

Anwendungsgebiete nach Schüssler-Salzen:

 

  • Calcium phosphoricum (D6): Hilft u. a. bei Angst, Konzentrationsstörungen, Panikattacken undMinderwertigkeitskomplexen. Die Einnahme sollte morgens erfolgen.
  • Kalium chloratum (D6): Hilft u. a. bei Panikattacken, Angst und Hilflosigkeit. Die Einnahme sollte nachmittags erfolgen.
  • Kalium phosphoricum (D6): Hilft u. a. bei Panik, Überforderung, Konzentrationsproblemen, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Energiemangel, Burnout, Depression, Platzangst, Einerlichkeit, Mutlosigkeit, Schlafstörungen und zu hohen / unerfüllbaren Ansprüchen an sich selbst und an andere. Die Einnahme sollte idealerweise nachmittags erfolgen.
  • Kalium sulfuricum (D6): Hilft u. a. Personen, die sich nicht ausreichend um sich selbst kümmern, anderen unbedingt gerecht werden möchten, Angst haben, zu versagen, unter Trägheit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Agoraphobie, Klaustrophobie und Melancholie leiden. Die Einnahme sollte nach 17 Uhr erfolgen.
  • Magnesium phosphoricum (D6): Wird u. a. Menschen verschrieben, bei denen der Stress zu Blähungen und Bauchschmerzen führt und die unter Angst, Panikanfällen, Schlafstörungen, Prüfungsangst, Lampenfieber und hoher Scham leiden. Die Einnahme sollte nach 19 Uhr erfolgen.
  • Natrium chloratum (D6): Hilft Menschen, die u.a. leicht durch negative Meinungen von anderen enttäuscht werden, unter Ängsten wie Platzangst, Panikanfällen, Energiemangel, Antriebslosigkeit und Nervosität leiden.
  • Natrium phosphoricum (D6): Wird oft Personen empfohlen, die neben der Angst und den Panikattacken auch an Nervosität, Magen- und Hautproblemen und chronischer Müdigkeit leiden sowie Heißhunger auf Kohlenhydrate und Süßspeisen haben. Die Einnahme sollte nach 19 Uhr erfolgen.
  • Natrium sulfuricum (D6): Hilft u. a. Menschen, die an Panikattacken und Angst sowie an Konzentrationsmangel, Antriebslosigkeit, starken Gefühlswallungen, Verdauungsproblemen, Kopfscherzen und juckender Haut leiden. Die Einnahme sollte vormittags erfolgen.

 


 

Diät & Ernährung

 

Angst kann durch eine fehlerhafte Ernährung begünstigt oder gar verursacht werden. So kann ein Nährstoffmangel beispielsweise zu einer zu geringen Menge an Neurotransmittern führen, was wiederum Angstgefühle verursachen kann.

Auch ein Ungleichgewicht des Zuckerspiegels kann Angstzustände hervorrufen. Bei einem Blutzuckerabfall bildet der Organismus Hormone, die Herzschlag und Atemfrequenz erhöhen. Dabei kommt es nicht selten auch zu Angstgefühlen. Ein plötzlicher Abfall des Blutzuckers kann auch nach einem erhöhten Konsum von Einfachzuckern (z. B. in herkömmlichen Süßigkeiten) erfolgen.

Eine gezielte Ernährungsumstellung kann daher insgesamt dabei helfen, Angstzustände zu vermeiden. Dabei sollten bestimmte Lebensmittel in den Speiseplan integriert und andere davon verbannt werden.

Ist die Ursache der Angst kein Nährstoffmangel, wird auch eine Ernährungsumstellung kaum oder gar keine Wirkung zeigen .

 

Der Zucker und die Stimmung

Der handelsübliche, weiße Zucker stellt die einfachste Form der Kohlenhydrate (Monosaccharide) dar und ist in zahlreichen Lebensmitteln vorzufinden. Ein zu hoher Zuckerkonsum kann zu Angstgefühlen führen.

Dabei kommt es zum Beispiel zu einem verstärkten Ausscheiden von Chrom und Kalzium über die Nieren. Ein Mangel an Kalzium verursacht wiederum Stimmungsschwankungen, ein Chrommangel führt indes zu Depressionen, Konzentrationsstörungen und Nervosität.

Nach dem Verzerr von einfachen Kohlenhydraten fällt der Blutzuckerspiegel wieder schnell ab, da der Körper Monosaccharide sehr schnell aufnehmen und verwerten kann. Dadurch kommt es auch zu Hormon- und Stimmungsschwankungen.

Um die Auswirkungen von Einfachzuckern (Monosaccharide) zu umgehen, sollten zuckerhaltige Lebensmittel wie Schokoriegel oder Cola vermieden und stattdessen vermehrt komplexe Kohlenhydrate wie Äpfel, Blumenkohl oder Vollkornprodukte aufgenommen werden.

 

Angstgefühle durch Ernährungsumstellung vermeiden:

 

  • Omega-3- statt Omega-6-Fettsäuren: Pflanzliche Öle stellen die Hauptaufnahmequelle für Omega-6-Fetsäuren dar. Sie können zu einer Verstärkung von Gehirnentzündungen führen und wahrscheinlich auch Stimmungsschwankungen hervorrufen. Die, vor allem in fettigem Fisch vorkommenden, Omega-3-Fettsäuren schützen hingegen vor Entzündungen, verbessern den Umgang mit Stress und erhellen die Stimmung.
  • Butyrat aus Butter und Ghee: Butyrat (Ester und Salze der Buttersäure) ist eine, für die Darmgesundheit sehr wichtige, kurzkettige Fettsäure. Da Gesundheitsprobleme im Verdauungstrakt mit einem schlechten Immunsystem, Depressionen und Angst in Verbindung gebracht werden, kann eine ausreichende Butyrat-Aufnahme bei Angst helfen.
  • L-Theanin statt Koffein: Der Stoff L-Theanin ist zum Beispiel in grünem, schwarzem oder Rooibos-Tee vorzufinden. Er beeinflusst das zentrale Nervensystem positiv wirkt beruhigend. Ein zu hoher Kaffeekonsum kann hingegen Angstattacken auslösen. Daher empfiehlt es sich bei Angstzuständen, beispielsweise den morgendlichen Kaffee mit grünem Tee zu ersetzen.
  • Tryptophan bei Angst und Schlafproblemen: Wenn die Angst in Kombination mit Schlafstörungen auftritt, kann womöglich eine gesteigerte Tryptophanaufnahme weiter helfen. Tryptophan ist ein Vorgänger der Hormone Serotonin und Melatonin. Diese Aminosäure ist zum Beispiel in Haferflocken, Sojaprodukten, Hühnchen, Käse, Eiern, Tofu, Milch, Nüssen, Fisch oder Kürbiskernen vorzufinden. Der Schlaf-verbessernde Effekt kann vor allem durch eine kohlenhydratreiche und eiweißarme Ernährung gewährleistet werden, da Proteine die Aufnahme von Tryptophan im Gehirn hemmen und Kohlenhydrate die Aufnahme erleichtern.
  • Gesunkene Zink-Werte wegen der Angst: Da Angst und Stress den Zink-Wert des Körpers senken, sollten Menschen, die unter Angstzuständen leiden, vermehrt Zink aufnehmen. Dieser Mineralstoff spielt eine essenzielle Rolle für das Nerven- und Immunsystem. Zinkreiche Lebensmittel sind zum Beispiel: Sesam, Kürbiskerne, Linsen, Emmentaler Käse, Paranüsse, Mais, Haferflocken, Rindfleisch und Austern.
  • Magnesium ist u. a. für Neurotransmitter wichtig: Dieser Mineralstoff ist an über 300 unterschiedlichen Reaktionen im Körper beteiligt. So ist Magnesium beispielsweise für die Freisetzung von Nervenfunktionen und Neurotransmittern essenziell. Ein Mangel kann zu Angstgefühlen führen. Lebensmittel mit viel Magnesium sind: grünes Blattgemüse, Mandeln, Kürbiskerne und Avocado.
  • B-Vitamine gegen Angst: Derzeitigen Studien zufolge hilft eine ausreichende Vitamin-B-Versorgung gegen Angstzustände, da dadurch die Produktion der Neurotransmitter im Gehirn beeinflusst wird.
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Da sich schon eine minimale Dehydration (Wassermangel / Austrocknung) negativ auf die Stimmung auswirkt, sollte stets auf eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit (am besten in Form von Wasser oder Tee) geachtet werden.

 


FAQ – Fragen & Antworten

 

Ab wann wird die Angst als krankhaft bezeichnet?

Ab wann ist die Angst nicht mehr normal sondern krankhaft? Wer bei Spinnen ekel verspürt oder Lampenfieber vor einer Rede hat, leidet nicht unbedingt an einer Angststörung. Wenn allerdings der Alltag aufgrund der Angst eingeschränkt wird, sollte ein Arzt bzw. Psychologe konsultiert werden.

Wie bemerke ich, dass ich einen Angstanfall bzw. eine Panikattacke habe?

Angstanfälle sind nicht nur psychisch äußerst unangenehm, sie werden auch von körperlichen Symptomen begleitet.

Zu den physischen Symptomen, die bei einer Panikattacke auftreten, zählen:

  • Schwitzen
  • Zittern
  • Herzrasen
  • Schnelle Atmung
  • Beklemungsgefühle in der Brust
  • Schwindel
  • Verschwommene Sicht
  • Übelkeit

Zudem rasen die Gedanken: Betroffene haben Angst verrückt zu werden, zu sterben, zusammenzubrechen oder die Kontrolle zu verlieren.

Genannte Symptome dauern in der Regel nur wenige Minuten an, manchmal jedoch bis zu einer halben Stunde. Dann beruhigt sich der Organismus langsam wieder. Nach einer Panikattacke fühlen sich die Personen sehr schwach und ausgelaugt.

 

Ist es möglich, im Schlaf eine Panikattacke zu bekommen?

Es ist grundsätzlich möglich, im Schlaf von Angstattacken heimgesucht zu werden – allerdings nicht während der Tiefschlafphase, sondern beim Übergang vom Wachzustand zum Schlaf oder umgekehrt.

Die Panikattacken im Schlaf werden wahrscheinlich dadurch verursacht, dass Betroffene die Ängste während des Tages verdrängen und sich erfolgreich ablenken. Beim Einschlafen fällt jedoch diese Kontrolle weg, sodass die gesammelten Gefühle „ausbrechen“ und eine Panikattacke verursachen.

Hierdurch kann es auch zu folgendem Teufelskreis kommen: die betroffene Person hat Angst schlafen zu gehen, da es dabei zu einer Angstattacke kommen kann. Durch den Schlafmangel werden die Angstgefühle und somit auch die Panikattacken weiterhin verstärkt.

 

Was kann ich tun, wenn ich akut unter Angst leide?

Während eines Angstanfalls ist es besonders wichtig aber auch genau so schwierig, Ruhe zu bewahren. Insbesondere durch eine bewusste Atmung kann der Körper entspannt und die Angst kontrolliert werden.

Flucht ist zwar nie eine Lösung, allerdings kann während der Attacke eine Ablenkung sinnvoll sein. Durch Kommunikation mit anderen Menschen, Bewegung, das Aufsagen eines Mantras, Summen oder Singen kann die betroffene Person auf andere Gedanken kommen und somit die unkontrollierte Angst beiseite schieben.

Allerdings handelt es sich hier, wie bereits erwähnt, nur um eine Ablenkung und nicht um eine Behandlung der Angst. Ständiges Verdrängen kann die Angstzustände noch weiter verschlimmern. Daher empfiehlt es sich, sich nach dem Abklingen der Angstattacke mit der durchlebten Situation zu befassen.

Wer sich nach der Panikattacke bewusst macht, dass die Angst eigentlich unbegründet war, kann spätere Angstanfälle vermeiden.

Wie kann ich helfen, wenn ein Angehöriger oder Freund unter einer Angstattacke leidet?

Während der Attacke ist es in der Regel sehr schwer, zur betroffenen Person durchzudringen. Schon die Anwesenheit kann jedoch in vielen Fällen bereits hilfreich sein. Auch eine Unterstützung in Form von Ablenkung oder Beruhigung ist möglich.

Angehörige oder Freunde sollten dabei die Angst immer ernst nehmen und den Betroffenen auf keinen Fall bemitleiden. Eine Förderung des Selbstbewusstseins hingegen kann zum Beispiel zur Besserung führen.

 

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