Neurologe

Neurologen Neurologe NeurologieNeurologen sind Ärzte, die sich speziell mit den Nerven und dem Gehirn von Menschen auseinander setzen – dies sowohl praktisch als Arzt im Krankenhaus als auch theoretisch in der Forschung.

Zudem weist die Neurologie eine besondere Nähe zur Psychiatrie auf. Dank modernster diagnostischer Maßnahmen können immer mehr Nervenleiden und Gehirnerkrankungen direkt mit entsprechenden psychologischen Erkrankungen verbunden werden. Das macht die Übergange zwischen diesen beiden Teildisziplinen der Medizin teilweise fließend.

Was genau sind Neurologen?

Wie bereits einleitend erwähnt, sind Neurologen Ärzte, die sich auf das menschliche Nervensystem und das menschliche Gehirn spezialisiert haben.

Dabei beschäftigen sie sich primär mit Erkrankungen desselben, sowie teilweise mit Prävention und Nacharbeit. Sie selbst nehmen keine chirurgischen Eingriffe vor. Dafür gibt es sog. Neurochirurgen. Das primäre Augenmerk eines Neurologen jedoch liegt auf dem Stellen klinischer Diagnosen und dem erarbeiten einer effizienten Heilungsstrategie durch Medikamente oder anderen konservative Heilungsformen.

In letzter Zeit sind die Teilgebiete der Neurologie und der Psychiatrie immer mehr zueinander gerückt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass dank besserer Methoden immer mehr psychologische Erkrankungen speziellen Arealen des Gehirns zugeordnet werden können. D.h. im Umkehrschluss, dass Neurologie und Psychiatrie stark gegenseitig von gewonnenen Erkenntnissen profitieren können.

Darüber hinaus sind sie eng verwandt, da gewisse neurologische Leiden spezifische oder allgemeine psychologische Krankheiten als Spätfolge bedingen können. Die dahingehende Forschung steckt allerdings, trotz großer Efforten, immer noch in den Kinderschuhen. Darum sind täglich neue Durchbrüche in der Neurologie oder Psychiatrie möglich.

Trotz der vielen Überschneidungen ist die Neurologie dennoch ein selbstständiges Feld innerhalb der Humanmedizin.

Neurologen bedürfen dazu oftmals vieler Zusatzausbildungen, da das menschliche Gehirn und die Krankheiten, die es trägt und auslöst sehr zahlreich und oft in ihren Ausprägungen nicht stringent sind. Das erfordert einen großen Wissensschatz bevor man überhaupt daran denken kann, eine Diagnose zu stellen oder gar eine mögliche Behandlung zu erarbeiten.

Wie behandeln Neurologen ihre Patienten?

Neurologen steht ein breites Spektrum an möglichen Methoden zur Behandlung ihrer Patienten zur Verfügung. Dazu gehört primär eine große Auswahl an Medikamenten, die bei speziellen Erkrankungen große Hilfe versprechen.

Darüber hinaus stehen ihnen anderen Heilmethoden offen, wie beispielsweise Elektroschocktherapie. Das mag zunächst befremdlich und antiquiert anmuten, erfüllt aber seinen Zweck. Denn gerade das Gehirn oder die Nerven reagieren sehr gut auf elektrische Stimuli und können damit oft zur Selbstheilung angeregt werden. Das Einsatzgebiet von Elektroschocks ist jedoch stark beschränkt und eignet sich nicht für alle neurologischen Erkrankungen. Manche vorbelasteten Patienten können diese Therapieform auch überhaupt nicht in Anspruch nehmen. Insbesondere solche mit präexistierenden Herzproblemen.

Bei Tumoren im oder am Gehirn oder bei Epilepsien und sonstigem werden die Patienten oft an einen Neurochirurgen weitergeleitet, der daraufhin den Tumor entfernt oder einen Hirnschrittmacher gegen die Epilepsie einsetzt. Die Nachbehandlung solcher oder ähnlicher Eingriffe obliegt dann wiederum dem Neurologen. Der mit gezielter medikamentöser Behandlung versucht den Gesundheitszustand des Patienten wieder auf ein verträgliches Niveau zu heben.

Auch die Konsultation mit anderen Ärzten, wie beispielsweise den artverwandten Psychiatern kann teil der Behandlung eines Patienten sein, besonders wenn dieser bereits vor seiner Hirn- oder Nervenerkrankung psychologisch auffällig geworden ist. Solche Auffälligkeiten sind oftmals Indikatoren für die Zuhilfenahme bestimmter Behandlungstechniken Darüber hinaus liegt es im Interesse des Neurologen und des Patienten, etwaige Medikationen von psychiatrischer Seite in Erfahrung zu bringen, um zu verhindern, dass es zu Abstoßungsreaktionen kommt oder die Wirkungen der Medikamente sich gegenseitig aufheben.

Welche diagnostischen Mittel stehen einem Neurologen zur Verfügung?

Neurologen können sich, wie die meisten anderen Fachmediziner auch, dank neuester Techniken einer ganzen Palette an probaten Mitteln zur Diagnose ihrer Patienten bedienen.

Dazu gehören die gängigen Methoden wie bspw. Bluttests und Gewebeproben, aber auch Biopsien, insbesondere bei Krebspatienten, sind zur Diagnosestellung hilfreich.

Das primären Diagnosemittel des Neurologen jedoch sind wohl die sog. Scannings. Dabei handelt es sich um Bildaufnahmen des Schädel- oder Körperinneren mittels verschiedenster Apparate.

Diese können sein:

  • Röntgenmaschinen
  • MRT
  • EIT
  • und so weiter.

Aufgrund der gemachten Bilder ist es dem Neurologen somit möglich eine Diagnose zu stellen, ohne den Schädel des Patienten dafür öffnen zu müssen, wie es noch vor nicht allzu langer Zeit üblich war. Dank immer moderner werdender bildgebender Verfahren jedoch gehört diese unnötig belastende Technik zum Stellen von Diagnosen glücklicherweise der Vergangenheit an.

In der Kombination von Aufnahmen und Testergebnissen findet der Neurologe daraufhin meistens die von ihm gesuchten Ansätze, um sein Wissen benutzen zu können und ist daraufhin in der Lage eine Diagnose zu stellen.

Alles in allem geht dies meist sehr schnell, da besonders im Fall von Patienten mit neurologischen Leiden Bluttests usw. in den Laboren bevorzugt behandelt werden. Es kann bei Infektionen des Hirns oder der Nerven oftmals um Stunden oder Tage Gehen, bevor dem Patienten nicht mehr zu helfen ist.

Auch deswegen sind Neurologen besonders dahingehend geschult, schnelle Diagnosen stellen zu können.

Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Neurologen achten?

Viele akute Fälle haben nicht den Luxus sich bei der Wahl ihres Neurologen Gedanken machen zu können, ob dieser ihnen zusagt oder nicht.

Dennoch gelten, für alle Personen, denen eine schwere neurologische Krankheit erspart geblieben ist, dieselben Regeln wie für alle anderen, die einen Facharzt suchen.

Es gilt darauf zu achten, dass man sich gegenseitig sympathisch ist. Ansonsten kann sich kein Vertrauensverhältnis aufbauen und die Behandlung wird zäh und anstrengend für beide Parteien.

Auch der Ruf des Neurologen kann ein wichtiger Faktor sein, den man bedenken sollte. Allerdings sind Neurologen verhältnismäßig dünn gesät und ein Wechseln ist deshalb nicht immer möglich.

Wie dem auch sei, sollte man stets zunächst von der Kompetenz seines Arztes ausgehen und sich nicht durch etwaige schlechte erste Eindrücke oder Hören-Sagen abschrecken lassen.

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