Erste Hilfe bei Ohnmacht

Ohnmacht

Ohnmacht wird in der Medizin als Synkope und umgangssprachlich als Bewusstlosigkeit bezeichnet.

Es handelt sich um eine Bewusstseinsstörung, die zu einem Zustand führt, in welchem der Betroffene nicht auf Kommunikation oder andere äußere Reize aus seiner Umwelt reagiert. Der Betroffene verliert das Bewusstsein und stürzt meist zu Boden, wodurch je nach Umfeld weitere Verletzungen auftreten können. Meistens kündigt ein Schwindelgefühl oder Orientierungslosigkeit eine Ohnmacht an. Man kann eine Ohnmacht durch Ernstnehmen der Symptome und damit verbundene Arztbesuche verhindern, denn hinter dem Verlieren des Bewusstseins steckt meist viel mehr, als nur ein fehlendes Frühstück.

Den Grad der Ohnmacht legt man an der Dauer der Bewusstlosigkeit fest. Bei wenigen Sekunden spricht man von einer Synkope. Bei deutlich länger anhaltender Ohnmacht kann es sich um ein Koma handeln. In 40% der Fälle ist die Ursache nicht geklärt. In den anderen 60% geht man davon aus, dass mehrere Ursachen zusammenwirken und so eine Synkope hervorrufen.

Mögliche Ursachen sind:

  • neurologische Störungen, wie Erkrankungen des Nervensystems
  • körperliche Ursachen, wie Sauerstoffmangel oder Unterzuckerung
  • Störungen des Herz-Kreislauf-Systems

Es wird auch vermutet, dass eine ausgeprägte Anfälligkeit für Ohnmacht bei Kindern, bzw. Jugendlichen pubertär bedingt sein kann, diese aber nach Abschließen der Pubertät nachlässt.

Erste Hilfe bei Ohnmacht

Wenn man ein Schwindelgefühl empfindet, sollte man sich sofort setzen und etwas trinken oder essen, um einer Unterzuckerung entgegenzuwirken. Koffein- oder zuckerhaltige Nahrung bringt den Kreislauf wieder in Schwung. So kann man manch einen Ohnmachtsanfall verhindern. Auch ein morgendliches Frühstück, viel Flüssigkeit und Wechselduschen regen den Kreislauf an und sind nicht ausschließlich bei pubertärer Anfälligkeit für Ohnmachtsanfälle besonders wichtig.

Sollte man jedoch nicht in der Lage sein schnell genug zu handeln und der Betroffene fällt in Ohnmacht, muss sofort der Notruf gewählt werden. Es kann sich schließlich auch um einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt handeln.

Als Ersthelfer kann man versuchen den Betroffenen zu „wecken“, indem man ihm versucht verschiedenen Reizen auszusetzen.

Dazu zählt:

  • feste Berührungen bis leichte Schläge auf die Wange
  • mit dem Betroffenen Sprechen
  • den Bewusstlosen einem besonders starken Geruch aussetzen

Den Betroffenen sollte man umgehend in die stabile Seitenlage bringen. Wichtig ist es auch die Kleidung zu lockern oder Schals abzulegen. Man selbst sollte Ruhe bewahren und die Anweisungen des Notrufs befolgen. Der Bewusstlose darf niemals alleine gelassen werden, damit der eintreffende Notarzt genaustens über den Verlauf der Symptome informiert werden kann. Die Vitalzeichen sollten regelmäßig überprüft werden, dazu zählen Atmung, Puls und Reflexe.

Ist der Betroffene wieder bei Bewusstsein, was im besten Fall nur wenige Sekunden dauert, ist es wichtig Ruhe zu bewahren und den Kreislauf wieder in Gang zu kriegen. Cola, Kaffee oder zuckerhaltige Lebensmittel sollten unmittelbar zu sich genommen werden.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Den Notruf zu wählen sollte einer der ersten Schritte sein, den man als Ersthelfer tätigt. Ärztliche Hilfe ist unabdingbar. Sobald man häufig unter einem Schwindelgefühl leidet, sollte man einen Arzt aufsuchen. Sollte eine Störung des Herz-Kreislauf-Systems oder des Nervensystems vorliegen, kann Lebensgefahr entstehen. Erkennt man solche Erkrankungen frühzeitig, kann vorbeugend gehandelt werden, bevor etwas Schlimmeres geschieht.

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