Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

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Steckbrief: Herzinfarkt

  • Name(n): Herzinfarkt; Myokardinfarkt; Herzschlag
  • Art der Krankheit: Folgeerkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 50.000 p.a. in Deutschland (Tendenz fallend)
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Notarzt; Kardiologe; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – I00-I99 – I20-I25 – I21

Herinfarkt

Der Herzinfarkt (Myokardinfarkt) stellt eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland dar. Die Überlebenschancen liegen bei knapp über 50 Prozent, wobei die Sterblichkeitsrate bei Frauen höher ist als bei Männern. Von der deutschen Bevölkerung sind ca. 300.000 Menschen im Jahr von einer Herzattacke betroffen. Auslöser ist ein kompletter Verschluss eines der Herzkranzgefäße, welcher sehr plötzlich erfolgen kann. Dadurch entsteht eine Unterversorgung von Blut, die den notwendigen Sauerstoff und die Nährstoffe in den Herzmuskel transportiert. Der Herzinfarkt gehört zu jenen Erkrankungen, denen mit einer gesunden Lebensführung in vielen Fällen vorgebeugt werden kann.

Definition Herzinfarkt?

Bei einem Infarkt handelt es sich ganz allgemein um eine Verhinderung des Blutzuflusses, wodurch das betroffene Gewebe abstirbt und dauerhaft geschädigt bleibt. Dies trifft auch auf den Myokard- oder Herzinfarkt zu. Hier sind die sogenannten Herzkranzgefäße blockiert, wodurch kein arterielles Blut mehr ins Herz gelangt. Dadurch wird es nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt und es kommt dadurch innerhalb kürzester Zeit zu einer Nekrose. Dauer und Ausmaß der Schädigung können dabei, abhängig von der Lage und Größe der Blockade, variieren.

Generell zeichnet sich für einen Herzinfarkt ein Blutgerinnsel (Thrombus) verantwortlich. Diese können sich zum Beispiel dann bilden, wenn Gefäße verletzte sind oder der Blutdruck stark schwankt. Ein Infarkt kann jedoch ebenso die Folge einer anderen Verengung der Herzkranzgefäße sein. Zu diesen kommt es vor allem durch Bluthochdruck sowie einen ungesunden Lebensstil. Schlechte Ernährungsgewohnheiten, übermäßiger Stress, Rauchen sowie Alkoholkonsum stellen die häufigsten Auslöser eines Infarkts dar. Aus diesem Grund zählt der Myokardinfarkt zu den häufigen Zivilisationskrankheiten. Überwiegend erkranken Menschen, die das 50. Lebensjahr bereits abgeschlossen haben. Es sind aber zum Teil auch jüngere Menschen von einem Infarkt betroffen. Dank verschiedener, zum Teil staatlicher Kampagnen zur Aufklärung über Infarkte, sind die Fallzahlen in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Nichtsdestotrotz bleibt der Myokardinfarkt eine der häufigsten Todesursachen des Menschen. Experten gehen davon aus, dass ungefähr 12 % aller weltweit auftretenden Todesfälle auf einen Herzinfarkt zurückgehen.


Was ist ein Herzinfarkt?

So wie zum Fahren eines Kraftfahrzeuges ein Motor gebraucht wird, benötigt unser Kreislauf das Herz. Durch seine stetige Pumptätigkeit versorgt es den Körper mit allen lebensnotwendigen Stoffen. Obwohl dieses bei Erwachsenen nur etwa faustgroß ist, erbringt es eine fantastische Leistung. Das Herz ist ein Muskel, welcher aus zwei Hälften besteht mit je einem Vorhof (Atrium) und einer Kammer (Ventrikel).
Mehrere Herzklappen verhindern den Rückfluss des Blutes. Dieses wird zunächst über die Venen in die Lunge gepumpt, dort findet die Anreicherung mit Sauerstoff statt. Hernach geht es zur Versorgung der inneren Organe, Muskulatur und des Gehirnes weiter und kehrt nunmehr sauerstoffarm ins Herz zurück und der Vorgang wiederholt sich. Unser Herz-Kreislauf-System ist sehr flexibel. Neben der zu transportierenden Blutmenge kann sich – je nach Bedarf – auch die Herzfrequenz auf wechselnde Begebenheiten einstellen. So steigt beispielsweise bei harter körperlicher Arbeit die Herzleistung bis zum Fünffachen an.

Das Herz ist ein Muskelorgan und pumpt das Blut über ein System aus Venen und Arterien durch den gesamten Körper. Das Blut fließt von der Lunge, wo es Sauerstoff aufnimmt, über die Pulmonalvenen in das Herz und wird dann in den Körperkreislauf gepumpt, wo es den Sauerstoff wieder an die Gewebe abgibt. Von dort kehrt das Blut über die Venen zum Herzen zurück und wird wieder zu den Lungen gepumpt. Um all diese Aufgaben zu gerecht zu werden, liegt der Sauerstoffbedarf des Herzens, den es aus dem Blut deckt, relativ hoch.

Ein akuter Myokardinfarkt (AMI), auch als Herzanfall bezeichnet, kann durch die Blockierung einer der Kornarien (Herzkranzarterien) verursacht werden, zum Beispiel durch eine Thrombose auf bestehenden atherosklerotischen Plaques. Die folgende Reduzierung oder der kompletten Abbruch der Blutversorgung in einem Teil des Herzgewebes kann zum Untergang des durch diese Arterien versorgten Herzmuskelabschnitts führen. Diese Behinderung des Blutflusses kann durch ein Blutgerinnsel hervorgerufen werden, das in einer Arterien steckengeblieben ist, oder auch durch eine Wandverdickung in einem der versorgenden Gefäße, die den Blutfluss ausreichend einschränkt, um zu Schmerzen und einer Schädigung des Herzens zu führen.

In nur wenigen Stunden stirbt das betroffene Muskelgewebe ab und der Tod tritt ein. Aus diesem Grunde steht bei einem Herzinfarkt Schnelligkeit an erster Stelle, denn dann hat ein Arzt die Möglichkeit, das verschlossene Gefäß rechtzeitig wieder zu öffnen. Die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene) schützen Frauen recht gut vor einem Myokardinfarkt. Da sich diese jedoch in den Wechseljahren stark verringern, steigt damit auch das Erkrankungsrisiko. Warum Männer einen Herzinfarkt häufiger überleben als Damen liegt zum einen an der Tatsache, dass Frauen bei auftauchenden Problemen oftmals weitaus später einen Arzt aufsuchen, zum anderen treten bei diesen eher untypische Symptome auf, so dass die Krankheit zunächst nicht erkannt wird.

Welche Ursachen gibt es?

Ein Myokardinfarkt kann vielerlei Ursachen haben. Primärer Auslöser ist jedoch in der Regel Bluthochdruck, der eine Form der Ischämie (Störung der Durchblutung) darstellt, die wiederum gerinnselbildend wirkt. Als Ursache kommen daher alle Faktoren in Frage, die den Blutdruck dauerhaft oder immer wieder erhöhen.

Ganz grundsätzlich zeigt sich, dass er eine typische Zivilisationskrankheit ist, da er oftmals aufgrund einer ungesunden Lebensweise ausgelöst wird. Daher gilt Stress als häufigster Auslöser für einen Infarkt. In diversen Studien wurde beispielsweise herausgefunden, dass ich die meisten Herzinfarkte in den frühen Morgenstunden und gehäuft an Montagen ereignen. Hingegen treten sie seltener gegen Ende der Woche auf. Selbstverständlich reicht keine kurze Stressepisode für einen Myokardinfarkt aus. Stress, genauso wie Wut und andere blutdrucktreibende Gefühlsäußerungen müssen über einen längeren Zeitraum hinweg den Körper immer wieder belasten. Dann kann schließlich ein Wutanfall reichen um das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen zu bringen. Einige Mediziner erklären sich dies auch damit, dass in angespannten Situationen übermäßig viele Stresshormone in den Blutkreislauf abgegeben werden, die wiederum eine Verengung derselben bewirken. Mitunter können sich somit leichter Gerinnsel bilden. Darüber hinaus erhöhen die entsprechenden Hormone die Herzfrequenz, was sich ebenfalls ungünstig auswirken kann.

Neben Stress und Wut bildet eine ungesunde Ernährung einen Hauptfaktor für die Entstehung eines Herzinfarkts. Wesentliche Einfluss wird beispielsweise der cholesterinhaltigen Nahrung zugesprochen. Solche Lebensmittel wie Fast Food oder Süßigkeiten heben entsprechend den Cholesterinspiegel im Blut an, weshalb auf diese nach Möglichkeit verzichtet werden sollte. In den vergangenen Jahren wurde immer wieder diskutiert, ob Cholesterin tatsächlich einen solch negativen Effekt auf das Herz ausüben kann. Das dem jedoch so ist, zeigt beispielsweise, dass Menschen, die an familiärer Hypercholesterinämie leiden deutlich häufiger und in jüngeren Jahren einen Herzinfarkt bekommen. Zu den ebenfalls auf falscher Ernährung basierenden Erkrankungen, die einen Infarkt begünstigen gehört außerdem Diabetes mellitus. Diese Krankheit zieht neben vielen weiteren bedenklichen Gesundheitsrisiken auch eine Erhöhung des Blutdruckes nach sich, die durch die Hyperglykämie ausgelöst wird. Ähnliches geschieht nachweislich auch durch den Übermäßigen Konsum von Alkohol. Wenn Ethanol ins Blut aufgenommen wird, sorgt das für einen gesteigerten Blutfluss. Einige Menschen nehmen das zum einen in Form von Hitzewallungen und “Blutrauschen” wahr.

Insgesamt zeigt sich, dass eine ungesunde, fett- und cholesterinreiche Ernährung einen wesentlichen Beitrag zur Entstehung eines Herzinfarkts hat. Dies hängt auch damit zusammen, dass hierdurch das sogenannte Bauchfett entsteht. Dabei speichert der Körper seine Fettreserven nicht gleichmäßig am Körper verteilt an, sondern sammelt alles überschüssige Fett in der Bauchregion. Hierdurch entsteht dann eine “Verfettung” der Organe und somit auch des Herzens, wodurch Gerinnselbildung angeregt wird. Doch woran erkennt man Bauchfett? Dies ist unter anderem mit Verhältnis zwischen Hüfte und Bauchumfang ermittelbar. Beispielsweise weisen Experten darauf hin, dass ein Taille-Hüft-Quotient (Verhältnis Taille/Hüfte) über 0.8 darauf schließen lässt, dass sich zu viel Fett am Bauch angesammelt hat. Hat beispielsweise eine Frau einen Hüftumfang von 90 Zentimetern, sollte ihre Taille einen Umfang von 74 Zentimetern nicht übersteigen. Ist der Hüftumfang größer, kann auch der Taillenumfang größer sein. Die Entstehung von Bauchfett hängt neben einer ungünstigen Ernährung auch mit einem Mangel an körperlicher Aktivität zusammen.

Einen der wichtigsten Faktoren bei der Entstehung von Myokardinfarkten stellt das Zigarettenrauchen dar. Inzwischen ist weithin bekannt, dass Tabak sich äußerst negativ auf die Gesundheit eines Menschen auswirkt. Im Bezug auf das Herz gilt er als besonders bedenklich, da er koronare Herzkrankheiten begünstigt, deren letzte Konsequenz wiederum ein Infarkt darstellt. . Es konnte festgestellt werden, dass circa 95% aller Menschen unter 40, die einen Herzinfarkt erlitten, Raucher waren.

Im Folgenden sind all jene Faktoren aufgeführt, die einen Infarkt begünstigen, gegen die ein Mensch jedoch zielgerichtet vorgehen kann:

  • Bewegungsmangel – kann an zahlreichen anderen Krankheiten ebenfalls beteiligt sein;
  • Ernährungsfehler – beispielsweise fett- und cholesterinhaltige Nahrung;
  • hohes Stressaufkommen – insbesondere wenn sich dies über einen langen Zeitraum erstreckt;
  • Rauchen – auch noch verstärkt im höheren Alter;
  • Übergewicht – Experten sagen, dass Frauen mit einem Taillenumfang von 88 Zentimeter und mehr einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind;
  • Diabetes mellitus – vor allem, wenn sie durch ungünstige Lebensumstände ausgelöst wird;
  • Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) – gilt als der häufigste Auslöser; taucht vermehrt in Industrieländern auf;
  • erhöhte Konzentration an Fibrinogen im Blut – dieses verstärkt die Gerinnung;
  • Alkohol – besonders häufiger Konsum.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die sich nicht durch eine spezielle Lebensgewohnheit beeinflussen lassen. Hierzu gehören einige Erkrankungen des Pulmunaltraktes. Alle Erkrankungen, beispielsweise Stoffwechsel und Hormonkrankheiten, die eine arteriellen Hypertonie zur Folge haben, gelten als mögliche Ursachen für einen Infarkt. Als Beispiel können unter anderem Homocystinurie oder Hyperlipidämie sowie Hypercholesterinämie genannt werden. Aber auch diverse Nebennieren- sowie Hypophysenerkrankungen zeichnen sich zum Teil für Herzinfarkte verantwortlich.
Zu den seltenen Ursachen eines Herzinfarkts, welche eher bei jüngeren Menschen vorkommt, zählt der Vasospasmus (Verkrampfung eines Herzkranzgefäßes). Gleichfalls gehört eine Koronargefäß-Entzündung sowie eine verschleppte Embolie (Blutgerinnsel) zu den eher untypischen Auslösern. In Erwägung gezogen wird auch, dass eine genetische Veranlagung als Ursache für einen Herzinfarkt in Frage kommen könnte. Die koronare Herzkrankheit, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes sowie Bluthochdruck erhöhen in jedem Fall das Risiko.

Wer bereits einen Herzinfarkt erlitten hat, sollte sich unbedingt ausführliche Gedanken über die Ursachen machen. Neben einer ärztlichen Behandlung gibt es auch für einen selbst zu Hause einiges in dieser Richtung zu überdenken. Gespräche mit dem Arzt oder auch ein Reha-Aufenthalt können hilfreich für die weitere Vorgehensweise sein. Dass Rauchen einen sehr hohen Risikofaktor darstellt, ist oben bereits erwähnt. Nach einem Herzinfarkt ist ein Nikotinstopp in jedem Fall erforderlich, ansonsten ist der nächste mit Sicherheit vorprogrammiert.

Eine Senkung des Cholesterinspiegels besitzt gleichfalls enorme Wichtigkeit. Eine passende Diät plus Medikamente stehen hierfür an erster Stelle. Sollte ein Übergewicht vorliegen, muss auch daran in jedem Fall gearbeitet werden. Das A und O zur Vermeidung eines weiteren Herzinfarkts stellen die verordneten Arzneimittel dar. Sie müssen pünktlich und ausnahmslos eingenommen werden. Das gilt insbesondere, wenn ein Stent gelegt wurde. Dieser hält das Koronargefäß offen und die Medikamente sorgen dafür, dass es so bleibt.


Symptome & Anzeichen

Ebenso wie ein Schlaganfall tritt auch ein Herzinfarkt meist sehr plötzlich auf. Als erstes Symptom zeichnet sich ein hinter dem Brustbein liegender Schmerz ab. Seine Charakteristik besteht in einem Anhalten von mehr als 15 bis 20 Minuten, er kann auch in völliger Ruhestellung eines Menschen auftreten. Hinzu kommt häufig ein starkes Gefühl des Einengens sowie ein Druck im Brustkorb. Weitere Anzeichen für einen Herzinfarkt ist die Ausbreitung des Schmerzes in Arme (zumeist links), Oberbauch, Schultern und Unterkiefer. Menschen, die diese Erkrankung hinter sich haben, sprechen oftmals von einem unerträglichen Gefühl, als würde man zwanghaft von etwas eingequetscht werden. Darüber hinaus können weitere Symptome wie

auftreten. In zahlreichen Fällen erfolgt eine Blutdrucksenkung, es kann jedoch auch das Gegenteil eintreten. Ein Ansteigen oder die Normalität des Blutdruckes lässt sich auf die Ausschüttung von Adrenalin in Stressmomenten zurückführen. Je nach Schwere eines Herzinfarkts stellen sich auch die Symptome als mehr oder minder stark dar.

Interessanterweise gibt es im Hinblick auf einen Herzinfarkt geschlechtliche Unterschiede in der Symptomatik. Zwar können auch Frauen die vorbezeichneten Anzeichen eines Myokardinfarkts aufweisen, oftmals stellen sich diese jedoch ganz anders dar. In diesen Fällen tritt manchmal überhaupt kein Schmerz in der Brustregion auf, sondern ausschließlich im Oberbauch. Diese können von Übelkeit und Erbrechen begleitet werden. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Symptome der Frau wird ein Herzinfarkt häufig nicht als solcher erkannt. Bei beiden Geschlechtern kann auch die Möglichkeit einer sogenannten stummen Attacke vorkommen.

Sie zeichnet sich durch leichtere Herzinfarkt Symptome oder auch andere differenzierte Anzeichen auf und wird häufig vom Betroffenen nicht bemerkt. Insbesondere bei zuckerkranken Menschen taucht diese Außergewöhnlichkeit auf. Nicht selten werden Patienten, welche aus einem anderen Grund zum Arzt gehen, von der Diagnose eines erlittenen Herzinfarkts überrascht. Eine EKG-Untersuchung kann diesen beispielsweise ans Tageslicht bringen. Bei an Diabetes erkrankten Frauen besteht die Gefahr einer Herzerkrankung um ein Vielfaches.

Die Symptome umfassen extrem starke Brustschmerzen mit „Todesangst“ sowie ausstrahlende Schmerzen in Arm, Schulter und Kiefer, einen beschleunigten Puls und/oder Veränderungen des Blutdruckes. Bei Frauen ist der Herzinfarkt manchmal mit einer geringeren Ausprägung der Symptome als bei Männern verbunden. Weitere Informationen, auch über die Unterschiede zwischen Frauen und Männern bezüglich der Symptomatik, sind unter der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie einzusehen.Bei Auftreten dieser Symptome sollte sofort unter 110 ein Notarzt verständigt werden. Wird nicht binnen kürzester Zeit medizinische Hilfe in Anspruch genommen, kann es zu irreversiblen Schädigungen des Herzmuskels kommen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Jeder kennt dieses Szenario aus Spielfilmen: Jemand hält sich die rechte Schulter, stößt einen Schmerzenslaut aus und fällt nach hinten um. Ganz klar: Das ist ein Herzinfarkt. Mit der Realität hat dies allerdings fast nichts zu tun. Selbstverständlich gibt es Bilderbuchfälle, bei denen kaum eine andere Diagnose als Myokardinfarkt auf den ersten Blick in Frage kommen. Allerdings kann ein Herzinfarkt sehr vielfältige und zum Teil nur minimale Symptome aufweisen. Oft sind die Beschwerden derart allgemein, dass etliche andere Erkrankungen ebenfalls als ihr Auslöser in Frage kommen könnten. Häufig lassen sich Infarkte anhand der äußeren Symptome nicht von Aneurysmen, Lungenembolien oder Perikarditis (Entzündung der Herzbeutel) unterscheiden. Aus diesem Grund müssen stets genauere diagnostische Verfahren zur Abgleichung und Differenzierung herangezogen werden. Dies ist selbst in einer Notfallsituation unabdingbar, da nur hierdurch eine falsche Behandlung vermieden werden kann.

Zunächst einmal wird der Arzt bei seinem Patienten eine körperliche Untersuchung vornehmen und eine Anamnese erstellen. Hier kommt es zum einen auf die körperlichen Merkmale des Betroffenen an. Ist er beispielsweise übergewichtig mit viel Bauchfett, älter als 40 Jahre und zudem Raucher und schwerer Trinker, kann dies bereits ein Hinweis auf einen möglichen Infarkt sein. Denn dies sind eine Reihe begünstigender Faktoren. Aber auch eine blasse Gesichtshaut, Schweißausbrüche und Übelkeit können ein Hinweis sein. Es wurde zudem oftmals festgestellt, das Infarktpatienten unter akut einsetzenden Todesängsten leiden. Die psychische Verfasstheit kann folglich ebenfalls bei der Diagnose eine Rolle spielen.

Mittels Stethoskop kann der behandelnde Arzt relativ schnell feststellen, ob die Pulsfrequenz seines Patienten erhöht ist. Genauso lassen sich erste Anzeichen eines gestörten Herzrhythmus oder gar ein Herzstillstand und Kammerflimmern heraushören. Dann sollte selbstverständlich schnellstmöglich eine entsprechende Gegenmaßnahme erfolgen. Einige Geräusche sprechen jedoch auch gegen die Diagnose eines Infarkts. So erzeugt beispielsweise die Entzündung des Herzbeutels spezifische Reibelaute, die es herauszuhören gilt.

Neben dem Abhören und der körperlichen Untersuchung ist auch das Einsetzen eines EKGs (Elektrokardiogramm) Standard. Hierdurch werden die sogenannten Herzstromkurven grafisch dargestellt. Ein Arzt kann dadurch beispielsweise feststellen, wie es um den Herzrhythmus bestellt ist. Darüber hinaus lässt sich anhand der Bilder des EKG’s relativ genau der Zeitpunkt eines Infarkts bestimmen.

Im Anschluss hieran muss zur eindeutigen Abklärung noch eine Laboruntersuchung erfolgen. Dabei wird das Blut eines Patienten auf spezielle Herzenzyme hin untersucht. Diese treten in Folge einer Schädigung des Herzens auf und festigen zusammen mit dem EKG die Diagnose Herzinfarkt. Zu ihnen zählen CK, GOT, LDH, Myoglobin und Troponin. In der Vergangenheit wurde überwiegend der Test auf LDH zur Diagnose und Überwachung eines Myokardinfarkts eingesetzt, heute wurde dieser aber weitgehend durch die Messung des Troponins ersetzt. Troponin ist in Bezug einer Verletzung des Herzgewebes sowohl spezifischer als auch sensitiver als LDH. Die Messung der Spiegel dieser Substanzen kann eine Herzattacke anzeigen und einen Anhalt über das Ausmaß des Herzmuskelschadens liefern.

In einigen Fällen müssen jedoch noch weitere Tests durchgeführt werden. Beispielsweise kann eine Katheteruntersuchung notwendig sein. Dabei wird ein dünner Katheter über eine größere Arterie in den Körper eingeführt. Häufig wird zum Beispiel ein Leistengefäß hierfür gewählt. Dann wird ein Kontrastmittel injiziert, das deutlich anzeigt, wo Gefäßverengungen und Gerinnsel liegen. Da es sich bei dieser Untersuchung um ein invasives Verfahren handelt, wird in der Regel versucht es zu vermeiden. Ähnliche Untersuchungsergebnisse können unter Umständen nämlich auch mittels MRT (Magnetresonanztomografie) erreicht werden.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Ein Herzinfarkt ist häufig die Manifestation einer koronaren Herzkrankheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentliche im Jahre 2004 Zahlen, die darauf hindeuteten, dass etwa 12,2% aller weltweit auftretenden Todesfälle auf ischämische Erkrankungen des Herzens zurückzuführen seien. Hierdurch ist eine Schwäche des Herzens, welcher Ausprägung diese auch sein mag, die führende Todesursache in Ländern mit hohem und mittelmäßigem Lebensstandard. In Ländern mit geringem Lebensstandard sind Beschwerden am Herz dagegen „nur“ die zweithäufigste Todesursache, nach Erkrankungen des Atmungsapparates. Es ist ebenfalls davon auszugehen, dass pro Jahr etwa 3 Millionen Personen einen Herzanfall erleiden, wobei Männer im Durchschnitt mehr als doppelt so häufig davon betroffen sind als Frauen.

Gleichwohl ischämische Herzbeschwerden immer noch eine der führenden Todesursachen in entwickelten Nationen darstellen, gehen die allgemeinen Zahlen Betroffener doch seit Jahren stetig zurück. Nichtsdestoweniger ist etwa einer von drei Toden nach wie vor auf eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems zurückführen. Das ändert jedoch nicht an der Tatsache, dass die Gesamtzahl der mit dem Tod endenden Fälle sich seit dem Jahre 2000 im beinahe ein Drittel reduzieren konnte.

Interessanterweise scheinen koronare Herzkrankheiten jedoch in Ländern mit einem mittelmäßigem Niveau an Einkommen stark auf dem Vormarsch zu sein. Als besonderes Beispiel hierfür dient Indien. Seit dem Jahre 2004 sind Erkrankungen des Herzens in diesem Land die führende Todesursache. Tatsächlich sind sie statistisch gesehen für etwa 1,5 Millionen Tode verantwortlich zu machen.

Darüber hinaus sind auch die Zahlen von Herzinfarkten in Deutschland stark rückläufig. Damit folgt es nicht nur dem internationalen Trend, sondern steht auch im europäischen Vergleich sehr gut dar. Tatsächlich ist Deutschland zur Zeit eines der EU-Länder mit den geringsten Fällen von Herzinfarkten je 100.000 Einwohner. Dieser glückliche Umstand ist auf diverse Faktoren zurückzuführen – u.a. sind hier öffentliche Aufklärung, ein Voranschreiten der Schulmedizin und eine gut ausgebaute Infrastruktur im Rettungswesen zu nennen. Auch die Prognose ist weiterhin gut.

Die aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind gerade in Bezug auf den Herzinfarkt von äußerster Wichtigkeit und ausschlaggebend dafür, ob dem Betroffenen zu helfen ist oder nicht. Jedes Zögern und Wanken seitens des Notarztes macht es wahrscheinlicher, dass der Patient seinem Leiden erliegt. Sicherlich kann man manche Herzinfarkte mehr oder weniger präzise voraussagen oder zumindest von einer gewissen Wahrscheinlichkeit ausgehen, dennoch geschehen sie in aller Regel unerwartet und eher spontan. Es ist dem also weder dem Betroffenen selbst noch seinem direkten Umfeld möglich, sich auf den Ernstfall einzustellen. Das führt zu Stress und Panik. Davon sollte man sich jedoch nicht übermannen lassen. Ein verängstigter Patient in Paarung mit verängstigten Umherstehenden sorgt dafür, dass der gerufene Notarzt nicht korrekt und mit der nötigen Ruhe den etwaig vorliegenden Herzinfarkt als solchen ansprechen kann.

Darüber hinaus ist die Diagnose, obschon es so scheint, nicht immer gleich klar. Zwar meint jeder, dass er einen Herzinfarkt erkennen könne, aber das ist eher selten der Fall. Dieser Umstand ergibt sich primär daraus, dass die meisten Personen schon einmal einen solchen „gesehen“ haben. Zumeist allerdings geschah dies lediglich im Rahmen eines Filmes oder ein Fernsehsendung. Das hierdurch vermittelte Bild darüber, wie ein Herzinfarkt tatsächlich aussieht und ablaufen kann, ist teilweise doch stark verzerrt, was den direkten Vergleich mit der Wirklichkeit angeht. Daher sollte man als Laie, der einen Krankenwagen verständigt, zwar seine Vermutung erwähnen, dass es sich möglicherweise um einen Herzinfarkt handeln könne, sollte aber überdies den behandelnden Notarzt mit dieser Vermutung nicht weiter belasten.

Bei leichteren Fällen ist es zudem möglich, einen Herzinfarkt nach Auftreten festzustellen. Die hierfür angewendeten EKGs und ähnliches geben ebenso Aufschluss über das Wo und Wann des vorliegenden Leidens und sind darum mit äußerster Gewissenhaftigkeit auszuwerten. Alles andere wäre verantwortungslos gegenüber dem Patienten und dem Ruf der Schulmedizin als solches.


Komplikationen bei der Krankheit

Die im Nachhinein auftretenden durch einen Herzinfarkt ausgelösten Komplikationen sind oftmals auf durch denselben entstandene dauerhafte oder temporäre Beschädigungen des Gewebes des Herzens oder des Herzens selbst zurückzuführen. Diese Schädigungen, welcher Art sie auch immer sein mögen, sind nicht selten irreparabel und quälen den Betroffenen daher ein Leben lang. In seltenen Fällen jedoch kann es möglich sein, dass man diesen Leiden mittels eines operativen Eingriffes ein Ende setzen kann. Diese Möglichkeit ist jedoch stark vom spezifischen Fall abhängig, weswegen es schwer fällt, dahingehend allgemein gültige Aussagen zu treffen.

Eine der häufigsten Komplikationen bei einem Infarkt stellen die sogenannten kardialen Dysrhythmien (Herzrhythmusstörungen) dar. Die hierbei entstehenden „Kurzschlüsse“ im Schlagrhythmus des geschädigten Herzens sorgen dafür, dass die Leistung desselben nicht mehr gleichbleibend stark ist und also den Körper des Betroffenen ggf. nicht mehr gut und vollständig zu versorgen imstande sein kann. Ist dieser Fall eingetreten, schmälert das nicht nur die Lebensqualität des Betroffenen merklich, sondern kann darüber hinaus auch noch tödlich sein. Darum ist es von hoher Priorität, dass Personen, die an Herzrhythmusstörungen leiden, diese nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich bei einer Verschlimmerung der Lage sofort ärztliche Hilfe suchen.

Ebenfalls möglich ist eine Herzinsuffizienz. Hierbei kann es sich entweder um ein akutes und unmittelbar nach dem Herzinfarkt eintretendes Übel oder um ein chronisches Leiden handeln. Die Herzinsuffizienz entsteht dadurch, dass der vorangehende Herzanfall den Herzmuskel oder das Herz selbst so schwer geschädigt hat, dass es nicht mehr in der Lage dazu ist, genügend Blut durch den Körper zu befördern. Hierdurch verlangsamt sich die Aufnahme und der Austausch von Sauerstoff und der gesamte Blutkreislauf verliert an Effektivität.

Eine eher ungewöhnliche, aber mögliche Komplikation ist ein Riss im Herzen. Es kann geschehen, wenngleich dies eher nur selten der Fall ist, dass der Herzmuskel nach einem Infarkt derart geschwächt ist, dass er partiell reißt. Durch einen solchen Riss entsteht früher oder später zumeist eine Art Loch im Herzen selbst, durch das Blut in den Körper austritt. Im Zuge dessen kommt es nicht nur zu inneren Blutungen, sondern darüber hinaus auch zu einem immensen Abfall von Druck im Blutkreislauf. Die Kombination aus diesen beiden Gegebenheiten endet nicht selten tödlich für den Betroffenen.

Nicht zuletzt kann ein Infarkt Fehler der Herzklappen verursachen. Ein Infarkt kann nicht nur das Herz selbst, den Herzmuskel oder das umgebende Gewebe stark in Mitleidenschaft ziehen. Auch die Herzklappe ist bisweilen betroffen und kann teils schwere oder sogar irreparable Beschädigungen davontragen. Ist dies der Fall, ist die Leistung des Herzens nicht mehr vollständig gegeben und es kommt zu starken allgemeinen Mangelerscheinungen. Aber auch innere Blutungen und dergleichen mehr sind durchaus im Rahmen des möglichen. Nichtsdestoweniger sollte man anmerken, dass gerade Probleme mit der Herzklappe, im Vergleich zu anderen Leiden am Herzen, relativ leicht zu beheben sind. Diese kann man im Zweifel austauschen. Nicht selten finden hierbei die Herzklappen von Schweinen Verwendung, die man dem Leidenden einsetzt, um das Problem zu lösen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Viele Personen zögern zu lange, wenn sie merken, dass etwas mit ihnen und vor allem mit ihrem Herzen nicht in Ordnung ist. Das endet aber nicht selten fatal. Gerade bei einem Herzinfarkt kommt es auf jede Sekunde an. Darum sollte man selbst, insofern man denkt, dass man gerade einen Herzinfarkt erleidet oder kurz davor ist, einen Notarzt verständigen. Aber auch als Angehöriger oder zufälliger Beobachter eines solchen sollte man nicht zögern und dem etwaig Betroffenen sofortige Hilfe zukommen lassen, indem man den Rettungswagen verständigt.

Im Zweifelsfalle kann es auch ausreichen, wenn ein Angehöriger die leidende Person direkt und selbst in ein Krankenhaus bringt. Das kann bisweilen schneller gehen, sollte jedoch trotzdem nur dann geschehen, wenn, warum auch immer, kein Rettungswagen zur Verfügung steht. Dem Fahrer ist es oftmals nicht möglich, sich während der Fahrt um den Patienten zu kümmern und darüber hinaus kommt der Umstand zum Tragen, dass private PKWs über keine Sirenen verfügen. Hierdurch sind Betroffener und Fahrer der Willkür des Verkehrslage unterworfen. Rote Ampelphasen, Stau und so weiter sind keine Hilfe, wenn es darum geht, einen Herzinfarkt-Gefährdeten schnell in ein Krankenhaus zu bringen.

Sollte die betroffene Person spezielle Herzmedikamente einnehmen, so ist dieses, insofern es noch möglich ist, zu erfragen. Sind besagte Medikamente zudem in Reichweite, sind nämliche des Weiteren auch zu reichen. Die gilt besonders dann, wenn sie Nitroglycerin beinhalten. Zudem ist diese Information auch für den ggf. gerufenen Notarzt sehr wichtig. Da es ihm hierdurch besser möglich, etwaige Fehlmedikationen zu vermeiden. Davon profitieren Arzt und Patient gleichermaßen.

Es kann in einigen Fällen hilfreich sein, wenn man dem Leidenden eine Aspirin reicht, während man auf den Arzt wartet. Dieses Medikament verhindert bisweilen, dass es zu Verklumpungen des Blutes kommt und beugt somit gegen potentielle Thrombosen vor. Nichtsdestoweniger sollte dies nur geschehen, wenn ein Arzt nicht zuvor davon abriet.

Behandlungsmethoden & Therapie

Besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt, sollte man keine Sekunde zögern, einen Notarzt zu verständigen. Während man auf diesen wartet, empfiehlt es sich, ruhig mit aufrechtem Oberkörper zu sitzen. Auch eine Acetylsalicylsäure-Tablette kann eingenommen werden. Sollte der Arzt die Diagnose Herzinfarkt stellen, wird er sofort für eine Sauerstoffzufuhr sowie Schmerz- und Beruhigungsmittel sorgen. In einem Krankenhaus erfolgt zumeist eine sofortige Herzkatheteruntersuchung. Hierbei kann – wenn nötig – eine Gefäßerweiterung durchgeführt werden.

Sollte eine Auflösung des Blutgerinnsels möglich sein, erfolgt diese durch eine Infusion. Zwar kommt in manchen Fällen die sofortige Legung eines Bypasses zum Zuge, jedoch kann sie in dem akuten Stadion auch ein Risiko darstellen. Nach einem erlittenen Herzinfarkt lässt sich eine blutverdünnende Therapie durch Arzneimittel nicht vermeiden. Hinzu kommen Medikamente zur Verbesserung der Herzfunktion. Ein Reha-Aufenthalt oder eine Anschlussheilbehandlung ist in jedem Fall sinnvoll, da man dort alles über die Krankheit sowie weitere Vorsichtsmaßnahmen erfährt. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen besitzen gleichfalls große Wichtigkeit zur Vermeidung eines erneuten Herzinfarkts.

Wie bei allen Herzerkrankungen zählt die Kontrolle des Blutdruckes zu den ersten Maßnahmen. Eine medikamentöse Behandlung umfasst bei jungen Patienten ohne weitere Risikofaktoren meist ein Präparat, später werden in der Regel Kombinationen aus mehreren verschiedenen Arten von Medikamenten, die entweder direkt auf die Blutgefäße, auf die Nieren, oder den Herzmuskel selbst wirken. Außerdem kommen Glykoside wie Digoxin, die das Herz bei der Kontraktion unterstützen, und Antiarrhythmika wie Procainamid, die helfen, die Herzkontraktionen zu synchronisieren zum Einsatz. Auch eine Ernährungsumstellung und ein an die bestehende körperliche Kondition angepaßtes Fitneßtraining sind zu empfehlen.

Aufgrund der Tatsache, dass ein hoher Blutdruck zu den Risiken gehört, sollte dagegen in jedem Fall angegangen werden. Britische Wissenschaftlicher halten es für möglich, dass Sonnenlicht eine natürliche Methode zur Blutdrucksenkung darstellen kann. Es besitzt Einwirkung auf den Stickstoffmonoxid-Gehalt in der Haut, eine Blutgefäßerweiterung wird dadurch begünstigt, welche zu einer Minderung des Arteriendruckes beiträgt. Bei der hier zugrunde liegenden Studie wurden 24 Teilnehmer 20 Minuten lang den UV-Strahlen einer Bräunungslampe ausgesetzt (ist mit etwa 30-minütigem Sonnenbad gleichzusetzen). Ein zweites Mal wurden die Probanden unter Abblockung der UV-Strahlen gleich lang unter die Lampe gesetzt.

Nur die Behandlung mit diesen Strahlen beeinflusste den Blutdruck. Die positive Wirkung vom Sonnenlicht bestätigt auch die Feststellungen, dass Patienten in der Regel im Winter einen höheren Blutdruck aufweisen als im Sommer. Da UV-Strahlen jedoch das Risiko auf Hautkrebs erhöhen, ist die Sonne nur unter größter Vorsicht zu nutzen. Ein Verzicht auf diese in Anbetracht der Wichtigkeit eines normalen Blutdrucks für Herzinfarkt-Gefährdete sollte unter keinen Umständen erfolgen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Sicherlich gibt es keine100%ig sicheren Mittel, um einen gegen einen Herzinfarkt vorzubeugen. Dennoch sollte man es als niemals zu spät ansehen, sich gegen einen solchen a priori zu schützen. Dasselbe gilt auch für Personen, die schon einen Herzanfall hatten. Zum einen ist es dahingehend natürlich äußerst empfehlenswert, alle potentiellen Risikofaktoren aus seinem Leben zu verbannen und stattdessen gute und für die Gesundheit förderliche Verhaltensweisen zu adaptieren. Gelingt einem diese Umstellen, ist schon vieles gewonnene und das Risiko auf einen Herzanfall oder ggf. einen weiteren Herzanfall sinkt deutlich ab.

Darüber hinaus sollte man auch nicht darauf verzichten, in regelmäßigen Abständen einen Arzt zu konsultieren und sein Herz untersuchen zu lassen. Insbesondere Nachsorge ist ein wichtiges Thema für Personen, die bereits einen Infarkt hatten. Darum sollten nämliche diese nicht vernachlässigen. Tatsächlich fungiert die Nachsorge in diesem speziellen Falle als präventives Mittel.

Zudem sollte es jedem klar sein, dass eine allgemein gesunde Lebensführung einen merklich Beitrag zur Senkung des allgemeinen Risikos eines HerzInfarkts leisten kann. Hierbei gilt nicht nur die Meinung des zuständigen Mediziners, sondern auch der gesunde Menschenverstand. Sagt einem das Gewissen, dass das eigene Verhalten schlecht und ungesund ist, sollte man darauf hören und selbiges tunlichst unterlassen. Der Körper und vorallem das Herz werden es danken.

Zu den soeben erwähnten Risikofaktoren gehören vornehmlich Rauchen und fettige Ernährung gepaart mit zu wenig Ernährung. Landläufig sagt man, dass jede Zigarette das Leben um 10 Minuten verkürzt. Diese Aussage an sich mag diskutabel sein, was aber nicht diskutabel ist, ist der Umstand, dass Starkraucher eine bis zu 90% höhere Gefahr aufweisen, einen Herzinfarkt zu erleiden als Nicht-Raucher. Ähnliche Zahlen gelten für stark übergewichtige Personen, sowie Personen, die zwar nicht an Adipositas leiden, aber dennoch keinen Sport treiben. Regelmäßige Bewegung und gezielte körperliche Ertüchtigung sind bei der Prävention des vorliegenden Leidens nicht zu unterschätzen.


Prognose zur Heilung

Es ist schwierig eine allgemeine Prognose zur „Heilung“ zu stellen. Zunächst einmal ist das Wort „Heilung“ im Kontext des Herzanfalls sowieso eher deplatziert. Dies liegt daran, dass der Anfall selbst meist nicht allzu lange andauert und nach seinem Verschwinden natürlich nicht mehr im klassischen Sinne „zu heilen“ ist. Lediglich die direkt aus diesem resultierenden Spätschaden und Folgeerkrankungen sind mittels der Schulmedizin und / oder der alternativen Medizin anzugehen und also zu behandeln oder zu heilen. Gleichwohl dies nicht immer möglich ist. Insbesondere dann nicht, wenn das Gewebe, das das Herz direkt umgibt in zu starke Mitleidenschaft gezogen wurde. Die hieraus hervorgehenden Schäden sind nicht selten irreparabel und führen darum meist zum Tode des Betroffenen. Dabei ist die Dauer, die zwischen dem Infarkt selbst und dem tatsächlichen Zeitpunkt des Todes sehr stark vom vorliegenden Fall abhängig und allgemeine Aussagen darüber sind faktisch unmöglich zu treffen, ohne ins Reich der Spekulation abzudriften.

Präzisere Aussagen betreffs der Prognose lassen sich lediglich in dem Zusammenhang treffen, dass sich dieselbe nur dann merklich verbessert oder überhaupt gut ist, wenn der vormals Betroffene nach seinem Herzinfarkt die nötigen Schritte einleitet und sein Leben grundsätzlich umkrempelt. Das bedeutet, dass er zu rauchen aufhört, dem Alkohol abschwört, auf fettreiche Speisen verzichtet und sich regelmäßig sportlich betätigt. Bleibt diese Änderung des Verhaltens jedoch auch nach einem Herzinfarkt aus, muss man sich nicht wundern, wenn die Prognose allgemein eher düster ist und ein weiterer Anfall vermutlich nicht ausbleibt.

Darüber hinaus ist die Prognose alles in allem tatsächlich relativ gut. Das heißt natürlich nur dann, wenn man alle nötigen Schritte unternimmt, derer es bedarf, um ein gesundes weiterleben garantieren zu können. Wer weiter macht wie zuvor sollte sich nicht wundern, wenn er dem vorliegenden Leiden bald erliegt. Zusammenfassend also ist zu bemerken, dass die Prognose ganz und gar vom Erkrankten abhängt.


Leben nach einem Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt kommt in der Regel für den Betroffenen mehr als überraschend. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Patienten zuvor nur wenig über die eigene Gesundheit nachgedacht haben und durch dieses einschneidende Erlebnis zum ersten Mal mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert wurden. Nicht selten berichten Betroffene, dass sie zuvor weder ihre Lebensgewohnheiten noch die Herzgesundheit in irgendeiner Weise reflektiert haben. Dies ändert sich selbstverständlich nach einem Infarkt. Nun gilt es nicht allein zu gesunden, sondern auch bestimmte Verhaltensmuster zu überdenken. Oft muss das Leben eines Menschen nach einem Herzinfarkt komplett umgekrempelt werden. Denn der Infarkt hat nicht nur körperliche, sondern darüber hinaus auch psychische Folgen.

Direkt nach dem Infarkt muss ein Patient zunächst für einige Tage im Krankenhaus bleiben. Nicht nur, dass unter Umständen weitere Operationen, wie beispielsweise das Einsetzen eines Herzschrittmachers, nötig sind, sondern auch eine längere Überwachungszeit des Herzens ist unumgänglich. Hin und wieder treten nämlich Infarkt hintereinander auf. Zudem müssen Ärzte die spezifischen Ursachen ermitteln, die zum Infarkt geführt haben. Betroffenen wird in dieser Zeit zudem ein Psychologe gestellt. Es hat sich gezeigt, dass die psychischen Folgen eines Infarkts zum Teil gravierender sind, als die körperlichen Einschränkungen. Darüber hinaus kann die Psyche sich positiv aber auch negativ auf die Gesundung eines Menschen nach einem Infarkt auswirken.

Es ist davon auszugehen, dass die überwiegende Mehrheit der Betroffenen bereits nach ein bis zwei Wochen das Krankenhaus wieder verlassen können. Es ist sogar möglich im Anschluss direkt wieder ins Berufsleben einzusteigen. Nur unter besonders ungünstigen Umständen ist ein längerer Krankenhausaufenthalt und eventuell auch eine anschließende Kur nötig. Wer einen Beruf ausübt, der den Körper stark beansprucht, sollte besser bis zu sechs Wochen krankgeschrieben werden. Viele Ärzte empfehlen jedoch generell nach einem Infarkt längere Zeit für die Genesung einzuplanen. Es bietet sich hierfür beispielsweise an, in den Urlaub zu fahren. Dadurch kann die neue Situation besser verarbeitet werden. Natürlich sollten Betroffene darauf achten, langen Zugreisen oder anstrengende Klimawechsel zu vermeiden. Es empfiehlt sich zudem auch in der Folgezeit nicht extreme Reisen zu unternehmen. Bergsteigertouren, Extremsportarten oder das Reisen in gefährliche Orte können durchaus dazu beitragen, dass sich erneut eine Verschlechterung der Herzgesundheit verzeichnen lässt. Daher gilt es unbedingt, vor dem Buchen einer Reise mit dem behandelnden Arzt darüber zu sprechen.

Nach einem sehr komplexen Herzanfall, der eine Bypass-Operation nach sich zog, verschreiben Ärzte in der Regel einen Aufenthalt in einer Rehabilitierungseinrichtung beziehungsweise regelmäßige Rehamaßnahmen. Diese werden zu weiten Teilen sogar von der Krankenkasse unterstützt. Während der Reha können Ärzte gemeinsam mit Ernährungsberatern und Psychologen die primären Ursachen des Herzinfarkts herausfinden sowie nachfolgende Risiken ermitteln. Patienten lernen hier, wie sie in ihrem späteren Alltag zurechtkommen können und wie sie ihr Leben möglichst herzfreundlich gestalten. Oft findet darüber hinaus ein spezielles Gesundheitstraining statt, durch das geschädigtes Herzgewebe wieder gekräftigt werden soll. Es kommen dabei unter anderem die sogenannte Fahrradergometrie oder leichte Gymnastikübungen zum Einsatz. Während einer Therapie kann es womöglich auch nötig sein, sich von einem Sozialarbeiter beraten zu lassen. Unbedingt ist die Menschen angeraten, die einen sehr belastenden Job ausüben, sei dies körperlich oder psychisch. Denn für sie kann die Wiederaufnahme der Arbeit durchaus problematisch werden. Entsprechend ausgebildete Berater können den Betroffenen dann mit hilfreichen Tipps zur Seite stehen. Manchmal ist es schlicht unumgänglich den Beruf zu wechseln. Diesen einschneidenden Schritt gilt es ohnehin mit einem Therapeuten zu besprechen.

Empfehlenswert ist es, sich direkt im Anschluss des Krankenhausaufenthaltes nach einem geeigneten Psychologen umzusehen, mit dem das traumatische Erlebnis aufgearbeitet werden kann. Obgleich sich ein Betroffener zunächst stabil fühlt, kommt es doch nicht selten im späteren Verlauf dazu, dass sich Depressionen und Ängste einstellen. Hiervon sind in etwa 20 % aller Infarktpatienten betroffen. Das Ausmaß des Einschnittes, den ein Infarkt ins Leben eines Menschen darstellt, sollte nicht außer Acht gelassen oder heruntergespielt werden. Die Rückkehr in den Alltag kann jedoch nur gelingen, wenn sich ein Betroffener aktiv mit dem Erlebten und den möglichen Ursachen eines Infarkts auseinandersetzt. In größeren Städten gibt es sogar Selbsthilfegruppen, in denen Infarktpatienten gemeinsam ihre Probleme aufarbeiten. Hier können sich Herzpatienten nicht nur gegenseitig Rückhalt geben, sondern es werden auch wichtige Themen zum Leben nach einem Infarkt besprochen beziehungsweise Erfahrungen ausgetauscht. Unter anderem werden Maßnahmen zur Rauchentwöhnung, Ernährungsumstellung oder die besten Sportarten diskutiert.

Eine wichtige Stütze in der Zeit nach dem Herzinfarkt sollten die Angehörigen einer Person sein. Oftmals fällt es gerade dem engsten Familienkreis schwer, mit der Situation umzugehen. Sie neigen dann womöglich dazu, den Betroffenen zu sehr zu schonen. Die Angst vor einem erneuten Infarkt ist leicht nachvollziehbar. Es sollte jedoch immer bedacht werden, dass die Umstellung auf ein aktiveres Leben, die bestmögliche Prävention darstellt. Zu viel Schonung kann sich ergo auch als negativ erweisen. Besonders Familienangehörigen empfiehlt sich gemeinsam mit dem Betroffenen eine Lebensumstellung vorzunehmen. Gemeinsam Sport zu treiben fällt zum Beispiel vielen Menschen erheblich leichter, als sich allein motivieren zu müssen. Dabei muss selbstverständlich kein Leistungssport betrieben werden. Es reicht in der Regel gänzlich aus sich einfach in regelmäßigen Abständen zu bewegen. Herzpatienten sollten abgesehen davon auch eher keine zu belastenden sportlichen Aktivitäten ausüben. Das Herz muss nämlich nach einem Infarkt sehr behutsam wieder an Belastungssituationen herangeführt werden. Hierin unterscheidet es sich also nicht von jedem anderen verletzten Muskel. Im Prinzip können je nach Vorlieben alle Sportarten nach einem Infarkt ausgeübt werden. Joga oder Pilates, Wandern und Schwimmen sind allerdings in besonderem Maße empfehlenswert. Einige Fitnessstudios bieten darüber hinaus Herzsportkurse an. Diese eignen sich ganz besonders nach einem Infarkt. Sie bieten zusätzlich eine gute Möglichkeit andere Betroffene kennen zu lernen und sich auszutauschen. Wieviel Sport schließlich angebracht ist, dafür gibt es keine allgemeingültigen Regeln. Vielmehr ist es dem Patienten selbst überlassen, wie viel Sport sich gut anfühlt. In der Hauptsache sollte er lediglich regelmäßig ausgeführt werden. Ferner sollten keine zu hohen Anforderungen an den eigenen Körper gestellt werden. Oftmals gelingt es nicht sofort, an Leistungen anzuknüpfen, zu denen der Körper vor einem Infarkt in der Lage war. Aber auch hier gewährleistet Regelmäßigkeit, dass der Körper irgendwann wieder vollkommen einsatzfähig ist.

Ähnliches gilt für die Ernährung: Nichts kann bedrückender sein, als Schonkost zu essen, während alle anderen einen saftigen Hamburger auf dem Teller liegen haben. Meist reicht es, wenn die wichtigsten Grundregeln einer gesunden Ernährung von allen Familienmitgliedern eingehalten werden. Hierzu gehört unter anderem die Empfehlung mindestens fünf Mal über den Tag verteilt Obst und Gemüse zu essen. Auf Fleisch muss nicht verzichtet werden. Es lohnt sich jedoch den Konsum insgesamt zu reduzieren und fettarme Fleischsorten zu verwenden. Wer seine Speisen selbst zubereitet, hat einen guten Überblick darüber, was er zu sich nimmt. Hierdurch kann ein zu hoher Zuckergebrauch vermieden werden. Denn Zucker und generell ein Übermaß an Süßspeisen gelten als Auslöser für einen Herzinfarkt. Sie stellen aber genauso eine Gefahr nach einem Infarkt dar. Außerdem begünstigen sie eine Erhöhung des Körpergewichtes. Das sollte unter allen Umständen vermieden werden. Und es versteht sich wohl von selbst, dass auf Alkohol verzichtet werden sollte, nachdem man einen Herzinfarkt erlitten hat. Dies sollte ebenfalls von Freunden und Familienangehörigen unterstützt werden. Selbst das berühmte “kleine Gläschen”, kann negative Auswirkungen auf das belastete Herz haben.

Darüber hinaus empfehlen Ärzte auch den Angehörigen eines Infarktpatienten dringlichst mit dem Rauchen aufzuhören. Es reicht nicht aus, dass der Betroffene selbst den Tabakkonsum einstellt. Die Personen in seiner Umgebung müssen dies auch tun, da Passivrauch ähnliche Nebenwirkungen hat wie das Rauchen selbst. In verschiedenen Studien wurde sogar herausgefunden, dass Passivrauchen eine noch negativere Wirkung hat als bisher angenommen. Es übertrifft zum Teil deutlich die Werte die durch das Rauchen einer Zigarette erreicht werden. Leider stellt für viele Infarktpatienten sowie die Angehörige besonders das Aufgeben des Rauchens ein großes Problem dar. Immerhin handelt es sich hierbei um eine Sucht, die oft nicht ohne Weiteres überwunden werden kann. Das trifft ganz besonders dann zu, wenn Patienten zuvor jahrelang Raucher gewesen sind. Es lohnt sich in diesen Fällen durchaus eine Suchtberatung in Anspruch zu nehmen. Der behandelnde Arzt kann ebenfalls Ansprechpartner für dieses Problem sein. Da Nikotin selbst zur Verengung von Gefäßen beiträgt, sollte nicht einfach auf Ersatzprodukte für Zigaretten zurückgegriffen werden. Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis sind hernach nicht für Infarktpatienten geeignet. Unter Umständen können sogenannte E-Zigaretten als Ersatz dienen. Dies hierfür genutzten Glycerinflüssigkeiten enthalten nicht zwangsläufig Nikotin, befriedigen aber häufig das psychische Verlangen nach einer Zigarette. Es liegen jedoch noch keine abschließenden Studien über eventuelle gesundheitsbeeinträchtigende Nebenwirkungen der E-Zigarette vor. Aus diesem Grund sollte auch vor ihrer Anwendung zunächst ein Arzt konsultiert werden. Es gibt weiterhin noch weitere Methoden, die Nikotinsucht möglichst schnell zu überwinden. Dazu gehören unter anderem spezielle Ratgeber, die mit psychologischer Manipulation ein Umdenken des Rauchers bewirken sollen. Außerdem gilt eine Akupunkturbehandlung als förderlich im Hinblick auf Suchtvermeidung. Und nicht zuletzt sei an dieser Stelle die Hypnosetherapie zu nennen, die eine dauerhafte Rauchentwöhnung verspricht. Welche Maßnahme von diesen am hilfreichsten ist, kann jeder für sich selbst entscheiden oder sogar alle Möglichkeiten in Kombination miteinander ausprobieren.

Eine häufig gestellte Frage ist auch jene, nach dem Sexualleben nach einem Infarkt. Ist die Anstrengung beim Geschlechtsverkehr einem Betroffenen überhaupt zumutbar? Können sexuelle Aktivitäten einen neuen Infarkt auslösen? Generell kann hierauf geantwortet werden, dass nach einer kurzen Schonzeit von circa einer Woche keine Einschränkungen bezüglich eines normalen Sexuallebens bestehen. Die körperliche Anstrengung beim Geschlechtsakt wird von vielen Menschen überbewertet. Der Partner muss also nicht in irgendeiner Weise besonders geschont werden. Allerdings sollte der Verkehr unterlassen werden, wenn hierdurch Schmerzen im Brustbereich verursacht werden. Dann gilt es einen Arzt aufzusuchen und sich entsprechend beraten zu lassen. Unter Umständen können diese Schmerzen nämlich von einer Angina pectoris ausgelöst werden, die eine Komplikation nach Infarkten darstellt. Es ist jedoch auch möglich, dass Patienten diese Schmerzen aus Angst empfinden. Ein Mediziner wird selbstverständlich auch diese Möglichkeit abklären.

Der Rat eines Facharztes sollte überdies ebenso eingeholt werden, bevor auf Potenzmittel zurückgegriffen wird. Viele dieser Medikamente senken beispielsweise den Blutdruck sehr stark ab. Aus diesem Grund können die potenzsteigernden Präparate ohnehin gesundheitsschädlich sein. Nach einem Herzinfarkt kann sich dies jedoch als besonders kontraproduktiv herausstellen. Der verlangsamte Blutdruck ist dann unter Umständen dafür verantwortlich, dass sich erneut ein Gerinnsel bildet. Grundsätzlich sollte darüber hinaus auf Potenzmittel verzichtet werden, wenn gleichzeitig nitrathaltige Medikamente verordnet wurden.

Abschließend sei gesagt, dass es viele Möglichkeiten gibt, sich nach einem Infarkt beraten zu lassen. Diese sollten unbedingt in Anspruch genommen werden. Immerhin zeigen statistische Daten, dass etwa jeder achte Patient im Jahr nach dem Infarkt an den Folgen der Gewebeschäden stirbt. Das Risiko kann jedoch mit einer speziellen Ernährung, ausreichend körperlicher Bewegung sowie dem Verzicht auf ungesunde Gewohnheiten minimiert werden. Die größte Stütze bei dieser Aufgabe sollten Familie und Freunde darstellen. Generell sollte man es nach einem Herzinfarkt eher ruhig angehen lassen. Es schadet nichts, das eigene Leben, persönliche Ziele und Prioritäten noch einmal zu überdenken. Denn wer sein Leben stressfrei gestaltet, für den stehen die Chancen gut, nach einem Infarkt wieder einen normalen Alltag zu erreichen.


Alternative Behandlungsmethoden

Die zur Verfügung stehenden alternativen Heilmethoden sind teilweise nicht oder nur sehr schwer von den Hausmitteln zu differenzieren. Des Weiteren gilt für diese, wie für die Hausmittel auch, dass sie eher prophylaktischer Natur sind und keinen vollwertigen Ersatz für eine schulmedizinische Behandlung darstellen können und sollten. Sie sind primär zur Prophylaxe, zur Nachsorge oder zur allgemeinen Stärkung von Körper und Seele zu verwenden. Hierzu einige in der Übersicht:

Es ist kein Geheimnis, dass Stress, Druck und sonstige Belastungen des Alltags einen durchaus schwerwiegenden negativen Effekt auf das menschliche Herz haben können. Darum sollte jedem daran gelegen sein, sein Stresslevel effektiv zu senken. Hierzu stehen sehr viele verschiedene Methoden zur Verfügung. Allerdings funktioniert nicht jede dieser Methoden für jeden Menschen auch gleich gut. Darum ist es wichtig, diesbezüglich etwas Experimentierfreude an den Tag zu legen und diverses auszuprobieren, um das Mittel zu finden, das einem am besten, schnellsten und effektivsten hilft. Dies können Aromatherapie, Massagen, Ayurveda, Yoga, Mediation und noch etliche mehr sein. Auch eine Psychotherapie kann einem bisweilen dabei weiterhelfen, gewisse Hindernisse zu überwinden und gezielter mit arbeitsbedingtem Stress umgehen zu lernen. Bisweilen kann man auch auf alle der oben genannten Methoden verzichten und sich ein Hobby zulegen, das einen gut ausfüllt und einen den Stress des Alltags vollends vergessen lässt.

Wie man sieht, sind die Möglichkeiten beinahe unbegrenzt. Wichtig ist dabei nur, dass man die Sache nicht schleifen lässt und sich die Art der Erholung gönnt, die einem zusteht. Wer sich konstant selbst überfordert und / oder an die Grenzen der Belastbarkeit bringt, hat davon meistens nicht viel mehr als einen früher oder später auftretenden Herzanfall. Es gilt also, die perfekte Balance, bzw. das perfekte Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Aber auch familiärer Stress und Druck kann natürlich mithilfe der oben genannten Methoden effektiv auszugleichen sein, wenn man es denn zulässt.

Alles in allem sollte man sich also merken, dass Stress nie gut ist. Er führt zu Burn-Out, Depressionen, Versagensängsten und eben auch zu Herzinfarkten. Darum öfter mal Ruhe gönnen, die Seele baumeln und Fünfe grade sein lassen. Wer dazu außer Stande ist, spielt mit seinem eigenen Leben und gefährdet sich und ggf. anderen dadurch. Man sollte sich tunlichst darüber im Klaren sein, ob es das wert ist.

Die bereits erwähnten Zigaretten und anderen Tabakwaren sind nicht der einzige Suchtfaktor, der negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Herzens haben kann. Auch der Missbrauch oder der erhöhte Konsum von Alkohol nimmt das Herz oftmals sehr stark mit. Zwar hört man landläufig oft, dass beispielsweise Rotwein, in geringen Dosen genossen, sogar förderlich für die Herzgesundheit sei – dies ist aber schlicht und einfach falsch. Zwar enthält dieses Getränk einen Stoff, den auch gängige Herzmedikamente enthalten, aber lediglich in dergestalt geringer Konzentration, dass man jeden Tag etwa 40 Liter Rotwein zu sich nehmen müsste, um einen medizinisch positiven Effekt durch diese zusätzlichen Stoffe zu erzielen. Darum auch Finger weg vom Rotwein.

Sicherlich ist es möglich, dass man ab und an mal ein Bier oder ein Glas Wein und vielleicht sogar einen Schnaps trinkt, nichtsdestoweniger sollte man besser komplett auf den Alkohol verzichten. Alkohol ist eine Droge. Darüber muss man nicht streiten. Zwar ist diese Substanz gesellschaftlich sehr tief verwurzelt, weswegen man sie nicht als negativ ansieht, das ändert aber alles in allem nichts an der Tatsache, dass es sich um ein Rauschgift handelt, wie Heroin und Kokain. Darum sind Abhängigkeiten von Alkohol nicht immer leicht loszuwerden. Viele Betroffene brauchen dahingehende Hilfe. Es ist also durchaus nicht ehrenrührig, wenn man diesbezügliche Hilfe in Anspruch nimmt und eine Trinkerheilanstalt oder ähnliches Aufsucht. Nicht nur das Herz wird einem hierfür dankbar sein, sondern der ganze Körper.

Dasselbe gilt übrigens, wie bereits erwähnt, auch für Zigaretten. Auch bezüglich des Nikotins kann es hilfreich sein, einen klinisch betreuten Entzug anzustreben. Vielen Menschen fehlt die Kraft und das Durchhaltevermögen, einen solchen auf sich alleine gestellt durchzuziehen ohne rückfällig zu werden. Wem also die Gesundheit seines Herzens an selbigen liegt und wer etwas dafür tun möchte, einen Herzinfarkt zu verhindern, der sollte sich dazu aufgerufen fühlen. Einige aktuelle Studien diskutieren gerade die Möglichkeit, nach einem Infarkt auf E-Zigaretten umzusteigen und damit den Entzug weniger drastisch und stressfrei zu gestalten. E-Zigaretten werden mit einer glycerinhaltigen Flüssigkeit gefüllt und strömen einen Dampf aus, der auch für Nebelmaschinen verwendet wird. Die entsprechende flüssige Substanz ist zwar mit Nikotin erhältlich, es gibt sie jedoch auch ohne diesen Zusatz in diversen Geschmacksrichtungen. Dies könnte unter Umständen von Patienten genutzt werden, um zumindest in der Anfangszeit nach einem Infarkt einen kalten Entzug zu umgehen.

Eine Zusammenfassung der möglichen und probaten alternativen Behandlungen sieht wie folgt aus:

Welche Hausmittel können helfen?

Gleich zu Beginn sei erwähnt, dass Hausmittel, gleichwohl wie gut sie bei anderen Krankheiten und Wehwehchen Abhilfe zu leisten imstande sein mögen, im Bezug auf einen Herzinfarkt nutzlos sind. Ebenso im Bezug auf die aus selbigem resultierenden Schäden des Gewebes und oder der Organe. Das heißt allerdings nicht, dass man sich nicht dennoch einiger Mittel könnte, die zumindest die Symptome lindern oder dabei hilfreich sein können, prophylaktisch auf einen Herzanfall einzuwirken. Für diese Aufgaben sind Hausmittel im vorliegenden Fall nämlich glänzend geeignet und halten darüber hinaus auch meistens das, was sie versprechen.

Wie bereits mehrfach erwähnt, so ist das Rauchen von Tabak einer der Hauptgründe, die zu einem Herzinfarkt führen können. Darum ist der absolute Verzicht auf alle Rauchwaren nicht nur empfohlen, sondern auch notwendig, um das Risiko von Herzproblemen merklich zu minimieren. Zudem verkleinern sich auch die Chancen an vielen anderen Leiden zu erkranken, wenn man auf diese ungesunde Angewohnheit verzichtet. Auch sollte man sich keine Illusionen darüber machen, dass „beispielsweise Zigarren „nicht so schädlich“ seien, wie Zigaretten. Sämtliche Rauchwaren, sprich Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Pfeifen, Vapes, Shishas usw. sind gefährlich für das Herz im Speziellen und den restlichen Körper im Allgemeinen. Wer darum nicht auf seine Sucht verzichten kann, gefährdet sich selbst und muss damit rechnen, früher oder später einen Herzanfall zu erleiden.

Das einzige, was man nicht fürchten sollte, ist das sog. „Passivrauchen“. Hierdurch resultieren nachgewiesenermaßen keinerlei negativen gesundheitlichen Effekte auf ausgesetzte Personen. Das Nikotin verbleibt zum größten Teil in der Lunge des Konsumenten. Die kleinen Mengen, die ausgestoßen werden, vergehen in der Luft sofort. Der einzige Effekt, den man von Passivrauch erwarten kann, sind stinkende Kleider.

Eines der wichtigsten “Hausmittel” stellt das regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks und des Cholesterins dar. Ist entweder der Blutdruck oder der Cholesterinspiegel zu hoch, kann das jeweils bedeuten, dass die Gefahr gegeben ist, demnächst einen Herzanfall zu erleiden. Die Kombination aus den beiden stellt dabei wiederum ein noch stärkeres Risiko dar. Nicht zuletzt deswegen ist es von hoher Wichtigkeit, dass Risikopatienten sich regelmäßig und gründlich selbst auf diese beiden Werte testen. Hierfür kann man spezielle Gerätschaften in der Apotheke oder im medizinischen Fachhandel erstehen. Des Weiteren sollte man eventuell erhöhte Werte seinem Arzt sofort melden. Dieser ist daraufhin in der Lage, die Medikation oder die Ernährung des Patienten umzustellen oder anzupassen. Dies senkt das Risiko eines Herzinfarkts teilweise enorm ab.

Nach einem Infarkt sollten überdies zwingend alle Termine beim Arzt eingehalten werden. Für viele Menschen mag das selbstverständlich sein, für manche aber ist es das durchaus nicht. Personen jedoch, die nicht regelmäßig zum Arzt gehen, um sich dort untersuchen zu lassen, gefährden sich selbst. Wer auf Arztbesuche, warum auch immer verzichtet, weiß nicht, was ihm fehlt. Bisweilen kommt es vor, dass eine Erkrankung vorliegt, ohne dass man davon etwas ahnt. An dieser Stelle kann lediglich ein Mediziner aushelfen. Alles andere wäre Kurpfuscherei. Darüber hinaus ist besonders die Nachsorge wichtig, insofern man bereits einen Herzinfarkt hatte. Wer besagte Nachsorgetermine nicht wahrnimmt, der läuft Gefahr, dass ihm das gleiche Schicksal noch einmal widerfährt. Eine frühe Erkennung von Warnsignalen ist wichtig, um ggf. eine schnelle Heilung oder sogar Rettung in die Wege leiten zu können. Darum gilt es, nicht vor dem Besuch beim Arzt zurückzuscheuen und selbigen in regelmäßigen Abständen einen Besuch abzustatten.

Sportliche Aktivitäten sind von größter Nützlichkeit, wenn es darum geht, Herzproblemen vorzubeugen. Des Weiteren hilft ein gesunder und gestählter Leib natürlich auch noch weit darüber hinaus. So stärkt sich durch konstante Ertüchtigung beispielsweise auch das Immunsystem. Hierdurch ist man generell weniger anfällig für Erkrankungen aller Arten. Insbesondere natürlich gegenüber viralen oder bakteriellen Infektionen. Zudem senkt sich der Blutdruck, reguliert sich das Cholesterin und verhindert man eine Diabetes des Typ 2 (Diabetes mellitus), wenn man regelmäßig und zielgerichtet Sport treibt. Alle diese Faktoren hätten einen ansonsten stark negativen Einfluss auf das Risiko eines Herzinfarkts.

Dennoch sollte man auch hierbei stets im Hinterkopfe behalten, dass man es nicht übertreiben sollte. Besonders dann nicht, wenn man bereits schon einmal Opfer eines HerzInfarkts war. Es ist darum wichtig, sich Anregungen sowie Tipps und Tricks von geschultem Fachpersonal zu holen, wie ein solches Training passend zu gestalten sei. Physiotherapeuten, Sportärzte und ggf. auch Personal Trainer helfen einem in diesem Falle weiter.

Es ist von nicht zu vernachlässigender Wichtigkeit, dass man ein für sich gesundes Gewicht hält. Um determinieren zu können, welches Gewicht für einen gesund ist und wann man zu viel oder zu wenig wiegt, hilft es, seinen BMI auszurechnen. Hierfür sind Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht als Variablen in eine Formale einzusetzen und auszurechnen. Das daraus resultierende Ergebnis beschreibt dann wiederum den BMI (Body Mass Index). Zudem findet man im Internet sehr viele Seiten, auf denen man sich selbigen problemlos ausrechnen lassen kann. Ist der BMI zu hoch oder zu niedrig, sollte man an seinem Gewicht arbeiten und es auf das Optimum senken oder erhöhen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Elder
  • Brennnessel
  • Löwenzahn
  • Zitrone
  • Sarsaparilla
  • Ysop
  • Weißdorn
  • Rosmarin
  • Holunder
  • Gänseblümchen
  • Salbeiblüten
  • Roter Klee

Die gerade aufgezählten Heilpflanzen oder Heilkräuter sind besonders in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen. Hierzu trockne man diese oder gebe diese gleich frisch in ein Glas oder eine Kanne und überbrühe sie mit heißem Wasser. Anschließend filtere man sie heraus und trinke den daraus entstandenen Tee oder Aufguss. Des Weiteren kann man sie aber auch in Form anderer Präparate anwenden. Es empfiehlt sich hierbei jedoch eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, um etwaige Allergien bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Des Weiteren sollte man sich des Umstands bewusst sein, dass diese Mittel die Herzgesundheit lediglich unterstützen. Eine Heilung von etwaigen Gewebeschäden können sie nicht garantieren. Deswegen sollte man sie in ihrer Wirkung jedoch nicht unterschätzen. Die hier genannten Kräuter sind durchaus für ihre positive Wirkung auf das menschliche Herz bekannt.

Bezugsquellen und Dosierung erfragt man bei seinem Heilpraktiker oder Händler.

Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Basilikum
  • Salbei
  • Wacholder
  • Lavendel
  • Pfefferminz
  • Rosmarin

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle des HerzInfarkts sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am ungefährlichsten für die Gesundheit des Herzens anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend für das betroffene Gewebe.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

Es sei an dieser Stelle gesagt, dass es bisher noch keine aussagekräftigen, unabhängigen Studien zur positiven Wirkung von homöopathischen Mitteln insgesamt gibt. Lediglich vereinzelte Präparate sind auf ihre Tauglichkeit hin einwandfrei getestet wurden. Im Bezug auf einen Herzinfarkt sollte unter gar keinen Umständen allein der Homöopathie vertraut werden. Diese Mittel können höchstens zur Unterstützung einer konventionellen Therapie in Betracht kommen. Wer dies wünscht, sollte es jedoch unbedingt zuvor mit dem behandelnden Arzt absprechen, da etliche Globuli in Wechselwirkung mit klassischen pharmazeutischen Medikamenten treten können. Der Vollständigkeit halber sind hier dennoch jene homöopathischen Mittel aufgeführt, von denen sich vor allem Heilpraktiker eine positive Wirkung auf die Herzgesundheit versprechen:

  • Kalmia
  • Adonis vernalis
  • Latrodectus mactans
  • Flor de piedra
  • Ammonium carbonicum
  • Capsella bursa pastoris

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Für die Schüssler Salze gilt im Prinzip genau das gleiche, was bereits bei den homöopathischen Mitteln angemerkt wurde: Sie sind nicht in der Lage dazu, eine konventionelle Therapie zu ersetzen und sollten aus diesem Grund die einzige Behandlungsmethode bleiben. Darüber hinaus sollte die Einnahme der Salze unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Im Folgenden finden sich jene Salze, die häufig für die Erhaltung der Herzgesundheit empfohlen werden:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Der Ernährung kommt im Rahmen der Herzgesundheit eine außerordentlich große Rolle zu. Wer sich gesund, gut und darüber hinaus auch noch herzschonend ernährt, der kann sein Risiko auf einen Herzinfarkt deutlich absenken. Hierbei gilt es insbesondere zu beachten, dass man nicht auf allzu fettige, süße, salzige oder stark gewürzte Speisen zurückgreift. Diese gelten als besonders schädlich und erhöhen das allgemeine Risiko eines Herzanfalles ungemein stark.

Tatsächlich aber ist eine gesunde Ernährung kein allzu schwieriges Unterfangen, auch wenn einige Menschen sich damit doch etwas schwer tun. Es bedarf lediglich der richtigen und korrekten Beratung sowie dem nötigen Maß an Disziplin und einem gesunden Durchhaltewillen. Wer all dies mitbringt, wird darüber überrascht sein, wie einfach es sein kann, sich gesund und trotzdem gut zu ernähren. Personen, denen es allzu schwer fällt, von alleine in dieses Themenfeld zu finden sind zudem aufgefordert, sich professionelle Hilfe zu suchen. Hierbei empfiehlt es sich insbesondere einen Diätologen oder einen Ernährungswissenschaftler aufzusuchen und sich dort bezüglich seines Essverhaltens beraten zu lassen. Eine solche Fachperson hilft einem dabei, einen maßgeschneiderten und extrem effektiven Ernährungsplan zusammenzustellen, der darüber hinaus auch noch primär auf die Stärkung der Gesundheit des Herzens des Patienten abzielt. Gerade im Rahmen der persönlichen Nachsorge nach einem bereits erfolgten Herzanfall kann es sehr nützlich sein, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Wer aus finanziellen oder sonstigen Gründen jedoch nicht in der Lage sein sollte, einen Diätologen zu konsultieren, kann sich auch selbst diesbezüglich weiterbilden. Das Internet bietet hierzu einen unermesslichen Wissensschatz an, aber auch die Fachliteratur zu dem Thema Diät und Ernährung ist sehr vielfältig. Dabei sollte man jedoch nicht auf allzu plakative Werke zurückgreifen, sondern sich spezielle Fachbücher heraussuchen. Diese lesen sich zwar etwas trockener, als peppige Diät-Ratgeber, sind dafür aber zumeist nachhaltiger und stimmen oft auch. Dies kann man von plakativen Diätbüchern nicht immer behaupten.

Lebensmittel, die zu vermeiden sind

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Lebensmittel, die bedenkenlos zu konsumieren sind:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

In den vergangenen Jahren wurde von Ernährungswissenschaftlern immer wieder die spezielle herzgesunde Ernährung diskutiert. Bereits in den 70ern wurde durch die Auswertung von Diagnosedaten aus verschiedenen Ländern ein Zusammenhang zwischen Herkunft und Infarktwahrscheinlichkeit herausgestellt. Demnach leiden Menschen im Mittelmeerraum deutlich seltener an diversen Gefäßerkrankungen. Die Wissenschaft führt dies vor allem auf die besondere Ernährung in dieser Region zurück. Neben allgemeinen Grundmaßnahmen einer gesunden Ernährung, also dem Essen von Obst und Gemüse sowie dem Verzicht auf Fertigprodukte, kam hinzu, dass im Mittelmeerraum andere Fette verwendet werden. Die meisten Gerichte werden beispielsweise nicht mit Butter oder Schmalz, sondern mit Olivenöl zubereitet. Darüber hinaus ersetzt in der mediterranen Küche häufig der Fisch alle Fleischprodukte. Viele Speisen werden zudem mit Nüssen gereicht. Kurz: Anstelle von Einfachfetten spielen in der Mittelmeerküche eher Omega-3-Fettsäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren eine Rolle.

Dies sehen die meisten Wissenschaftler als primäre Ursache für die überdurchschnittliche Herzgesundheit in diesem Teil der Erde. Auf dieser Grundlage wurden schließlich verschiedene herzgesunde Ernährungsweisen entwickeln. Sie werden unter anderem auch als Kreta-Diät oder Mediterrane Diät bezeichnet und beruhen darauf, möglichst viele Aspekte der Mittelmeerküche in die tägliche Speisezubereitung zu integrieren. Prinzipiell ist diese Herangehensweise durchaus zu empfehlen. Allerdings kann man immer wieder auch den Ratschlag lesen, täglich ein Glas Rotwein zu konsumieren. Tatsächlich ist sich die Wissenschaft noch nicht einig darüber, ob dies dem Herzen schadet oder zu seiner Gesunderhaltung beiträgt. Wer bereits einen Herzinfarkt erlitten hat, sollte jedoch von diesem Tipp Abstand nehmen. Für sie gilt im besten Falle ein kompletter Verzicht auf Alkohol, da dieser das bereits geschädigte Herz zusätzlich belasten könnte.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist ein Herzinfarkt immer tödlich?

Nein, zum Glück ist das nicht der Fall. Oftmals kann man den Betroffenen sehr gut helfen und sie überleben einen solchen medizinischen Notfall deswegen sehr oft sogar ohne allzu gravierende Spätfolgen. Dies liegt zum einen an der modernen Schulmedizin und zum anderen an dem Umstand, dass die Infrastruktur in unseren Breiten einen schnellen Einsatz von Rettungsfahrzeugen möglich macht. Dadurch ist betroffenen Personen wesentlich schneller zu helfen als noch vor einigen Jahrzehnten. Tatsächlich enden weniger als die Hälfte aller Herzinfarkte in Deutschland mit dem unmittelbaren Tod des Patienten. Dies setzt allerdings voraus, dass der Betroffene selbst oder ein Beobachter desselben rechtzeitig die Nothilfe verständigen. Bleibt dies aus, so steigt gleichsam auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient seinem Anfall erliegt.

Lohnt es sich vorzubeugen?

Unmissverständlich und ohne Zweifel ist die Antwort auf diese Frage ein „Ja“. Herzinfarkte sind zumeist vermeidbare Übel. Selten sind sie organischer Natur oder treten infolge einer anderen Krankheit auf. Beinahe alle Fälle lassen sich auf eine schlechte Lebensführung und ein allgemein ungesundes Verhalten zurückführen. Wer also auf das Rauchen, den Konsum von Alkohol und sonstigen Drogen verzichtet und darüber hinaus noch regelmäßig Sport treibt und sich gesund ernährt, der senkt sein Risiko auf beinahe null. Es lohnt sich also definitiv vorzubeugen. Das gilt darüber hinaus auch für Personen, die bereits einen Herzanfall hatten. Es ist nicht zu spät damit anzufangen, gesund zu leben. Sicherlich ist es bisweilen schwer und erfordert viel Disziplin und Durchhaltewillen, aber es ist sicherlich weniger belastend, als ein Infarkt.

Wie sollte ich mich bei einem Herzanfall verhalten?

Wer einen Herzanfall beobachtet, sollte versuchen zunächst ruhig zu bleiben, einen kühlen Kopf zu bewahren und dann unverzüglich einen Krankenwagen bestellen. Danach erst sollte man dem Betroffenen etwaige Hilfe zukommen lassen. Auf eine Herzmassage ist jedoch besser zu verzichten. Dies führt im Zweifel zu eher schädlichen Nebenwirkungen. Darüber hinaus es von großer Wichtigkeit, die Arbeit des Notarztes nicht zu behindern und keinen zusätzlichen Stress zu verursachen. Hält man sich an diese Maßregeln, garantiert man den Betroffenen die bestmöglichen Chancen auf Rettung und ggf. Heilung. Handelt man diesen jedoch zuwider, so bringt man den Patienten unnötig in Gefahr. Das sollte nicht im Interesse des Beobachters liegen.

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