Erste Hilfe bei Unterkühlung

Unterkühlung

Wenn Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen, kann es im Winter schon einmal bei nicht passender Kleidung zu einer Unterkühlung kommen.

Besonders gefährlich sind aber auch Wind und Nässe, denn hier reichen schon Temperaturen um die sechs Grad plus aus, um eine Unterkühlung des Körpers herbeizurufen.

Man redet von einer Unterkühlung, wenn die Körpertemperatur auf unter 36 Grad Celsius sinkt. Es kommt zur einer Unterkühlung, wenn der Körper über einen längeren Zeitraum mehr Wärme abgibt und nicht ausreichend Wärme produziert. Dies hat zur Folge, dass der gesamte Stoffwechsel sich verlangsamt und der Zustand des Betroffenen sich verschlechtert. Unterkühlungen passieren meist im Wasser oder bei Bergunfällen, wenn zum Beispiel eine Lawine abgeht.

Man unterscheidet zwischen 3 Phasen der Unterkühlung:

  1. Die Abwehrphase, hier sinkt die Temperatur auf zwischen 34 und 36 Grad Celsius
  2. Die Erschöpfungsphase, die Temperatur sinkt auf 27 bis 34 Grad Celsius ab
  3. Der Kältetod, die Temperatur liegt unter 27 Grad Celsius

Anzeichen für eine Unterkühlung

Erste Anzeichen für eine Unterkühlung ist bereits das Kältezittern. Der Körper versucht damit sich gegen die Abkühlung zu wehren und diese zu verhindern. Kann er dieses nicht verhindern und die Körpertemperatur sinkt weiter, wird der Betroffene schläfrig und nimmt nicht mehr am Geschehen teil. Die Atmung wird langsamer, es tritt eine Muskelstarre ein, weswegen das Kältezittern nicht mehr stattfindet. Letztendlich kann es zur einer Bewusstlosigkeit bis hin zu Atem- und Kreislaufstillstand kommen. Die Haut wird zunächst blass, kalt und taub. Das Gewebe fühlt sich weich an und ist sehr schmerzempfindlich. Nach einiger Zeit wird die Hautfarbe gelblich-weiß anstatt bläulich-rot und es kann zur Bildung von Blasen und Schwellungen kommen. Im weiteren Verlauf färbt sich die Haut weißgrau, das tiefer gelegene Gewebe ist gefühllos und hart gefroren. Zum Schluss stirbt das Gewebe ab und färbt sich schwarz.

Erste Hilfe bei einer Unterkühlung

 

Zustand überprüfen

Zu allererst muss geprüft werden, ob der Betroffene ansprechbar ist und ob die Atmung vorhanden ist. Zusätzlich kann auch noch die Temperatur überprüft werden, allerdings nur, wenn die Person noch bei Bewusstsein ist. Ist die betroffene Person nicht mehr ansprechbar, muss sie in die stabile Seitenlage gebracht werden. Fehlt zusätzlich noch der Atem, sollte sofort mit der HerzLungenMassage begonnen werden, um ein Überleben zu ermöglichen. Bei Bewusstlosigkeit und auch bei fehlender Atmung, muss der Rettungsdienst gerufen werden.

Wärme

Der leicht Unterkühlte sollte an einen windstillen Ort, besser noch in einen Raum mit Zimmertemperatur gebracht werden, jedoch nicht direkt an einen Heizkörper oder etc. Trägt er nasse Kleidung, sollte diese ausgezogen werden und der Notfallpatient mit einer Decke gewärmt werden. Bei ein starken Unterkühlung darf dies nicht geschehen, da ansonsten Lebensgefahr besteht. Hier sollte sofort der Rettungsdienst alarmiert werden. Der Patient darf jedoch mit einer Decke zugedeckt werden, um das weitere Auskühlen zu verhindern.

Ruhe

Wichtig ist, dass der Betroffene in völliger Ruhelage liegt, er darf also auch nicht massiert werden. Durch tröstende und aufmunternde Worte kann die Person meist schon etwas beruhigt werden.

Flüssigkeit

Bei einer leichten Unterkühlung und bei Bewusstsein, kann der betroffene Person Flüssigkeit durch warme und gezuckerte Getränkewie zum Beispiel Tee zu geflößt werden, wichtig ist aber, dass es kein Alkohol sein darf.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig

Bei einer straken Unterkühlung sollte sofort der Rettungsdienst gerufen werden, da hier Lebensgefahr droht. Tritt generell keine Besserung auf, sollte der Notarzt auch sofort informiert werden.

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