Trauma


Psycho TraumaWas ist ein Trauma?

Unter einem Trauma wird eine psychische, seelische oder körperliche Erkrankung verstanden, bei der es von außen zur Zufügung von Verletzungen oder Wunden kommt.

Beim medizinischen Trauma treten Schädigungen an einem Lebendgewebe auf. Die Mehrzahl von Trauma heißt Traumen oder Traumata.

Ursachen eines Traumas

Je nachdem, in welchem Bereich ein Trauma angesiedelt ist, sind die ursächlichen unterschiedlich. Aus diesem Grund werden Auslöser für medizinische, psychische und seelische Traumen auch unterschiedlich betrachtet.

Ursachen für medizinische Traumen basieren auf der Einwirkung von mechanischer Gewalt. Das können beispielsweise Stiche, Bisse, Schnitte, suizidale Handlungen, Schüsse oder Pfählungen sein. Eine andere Quelle für die Entstehung von Traumata sind physikalische Auslöser wie beispielsweise Kälte, Hitze oder Strahlung sein. Ergänzend werden die chemischen Traumen durch Vergiftungen oder Verätzungen hinzugezählt.

Medizinische Traumen müssen nicht ausschließlich auf die körperliche Verletzung oder auf die eigentliche Läsion zurückzuführen sein. In Regel recht es aus, dass die Betroffenen indirekte Reaktionen auf den Organismus miterleben müssen. Für derartige Zustände ist die Traumatologie zuständig. Diese ist eine Teildisziplin der Chirurgie.

Ursachen für seelische oder psychische Traumata sind beispielsweise massive Ängste, überstandene Vergewaltigungen oder Geiselnahmen, Kindesmisshandlungen, Kriegserlebnisse, Bindungstraumata, Gewalt und Naturkatstrophen.

Nicht selten treten mehrere Trauma gleichzeitig auf. Dann wird von einem Polytrauma oder einer Mehrfachverletzung gesprochen. Im Gegensatz dazu kommt es häufig zu einem Monotrauma. In diesem Zusammenhang handelt es sich um eine einzelne Verletzung, die nicht lebensbedrohlich ist. Ein Barytrauma ist lebensbedrohlich.

Symptome und Anzeichen eines bestehenden Traumas

Grundsätzlich muss davon ausgegangen werden, dass die Symptome einer psychischen Traumatisierung extrem vielschichtig sind. Nach einem vorausgegangenen überwältigenden Erlebnis und nach einschneidenden Ereignissen treten bei den Betroffenen mehrerere Anzeichen auf. Ist ein derartiges Trauma überstanden und nicht ausreichend verarbeitet worden, dann kommt es zu:

Diese treten bei Kindern und bei Erwachsenen in einer differenten Ausprägung auf. Diese Erkenntnis bezieht sich ebenso auf Anzeichen wie:

Diagnose und Krankheitsverläufe von Traumata

Die Diagnose eines psychischen Traumas wird auf der Grundlage eines speziellen psychischen Auslösers vorgenommen. Das geschieht mittels tiefenpsychologischer Behandlung. Diese führt dazu, den natürlichen Verdrängungsmechanismus ALS normale Schutzfunktion aufzubrechen. Der Psychiater stellt dem Patienten neben Gesprächen ebenfalls geeignete Fragebögen zur Verfügung. Erweitert wird die komplexe Diagnostik durch Untersuchungen analytischer Art. Während dieses Prozesses arbeiten Psychiater und Psychologen Hand in Hand. Erhärten sich die Verdachtsmomente, dann kann im gleichen Augenblick die Verschreibung von Psychopharmaka angebracht sein, um den Patienten psychisch zu entlasten.

In der Mehrheit der Fälle nehmen die Patienten ein psychisches Trauma gar nicht wahr. Ein Grund dafür kann sein, dass es nur noch im Unterbewusstsein aktuell ist. Erst dann, wenn die psychischen und seelischen Störungen stark und quälend werden, wird ein Arzt aufgesucht. Menschen, die ein psychisches Trauma entwickeln, zeigen zunächst keine eindeutigen Symptome. Üblich sind bei diesen Betroffenen eher Verhaltensweisen, die als nicht begründete Isolation und Rückzug sowie als innerliche Abgeflachtheit zutage treten.

Traumatisierte Patienten erscheinen nach außen affektlos. Das heißt, dass die psychischen Reaktionen extrem schwach ausgeprägt sind oder gar nicht mehr stattfinden. Sie zeigen eine starke Distanz zu Bezugspersonen und sind übertrieben empfindsam und abwehrend der Umwelt gegenüber. Die Patienten zeigen häufig ein vermindertes Selbsvetrauen.

Normalerweise vergehen die meisten Traumata mit der Zeit von selbst. Bleiben die Symptome jedoch länger als 6 Wochen erhalten oder intensivieren sie sich, entsteht eine Posttraumatische Belastungsstörung. Das ist eine psychische Erkrankung, die einer professionellen Therapie bedarf. Andere Patienten schöpfen aus Traumata wiederum neuen Lebensmut und Widerstandskraft.

Medizinische Traumen werden durch eine körperliche Untersuchung oder nach dem Erkennen äußerlich sichtbarer Verletzungen wahrgenommen. Die Diagnostik auf dem Fundament labortechnischer Untersuchungen, bildgebender Technik und den Untersuchungsmethoden des Arztes bezieht sich dabei auf:

  • die Lokalisation
  • das Ausmaß
  • der Zeit des Auftretens

Behandlung und Therapie

Im Laufe der Zeit wurden für die therapeutische Begleitung psychischer Traumata insbesondere zwei Varianten konzipiert. Zum einen erhalten die Traumatisierten eine psychosoziale, zum anderen eine durch Medikamente gestützte Behandlung.

Die Zielstellung der Verabreichung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln besteht darin, die Therapiemaßnahmen weniger belastend zu gestalten. Außerdem gewinnen die meisten Traumatisierten durch hochwertige Arzneimittel ein Mehr an Lebensqualität. Die Fachärzte greifen dafür auf moderne Antidepressiva zurüCK.

Dank der medizinischen Wissenschaft und Forschung kann ein Trauma gegenwärtig gleichzeitig mit verschiedenen psychosozialen Therapieformen aufgearbeitet und geheilt werden.

Dazu gehören:

Erst im Laufe der Durchführung der jeweiligen Maßnahme wird deutlich, welche psychosozial Therapie für den zu Behandelnden am optimalsten ist. Das kann unter Umständen ein langer Weg sein, der sich nicht selten über Jahre hinzieht.

Durch Veränderungen im eigenen privaten Umfeld kann eine Traumatherapie noch erfolgreicher sein. In diesem Bezug kann es sinnvoll sein, ein gesundes soziales Umfeld mit möglichst wenigen psychischen und seelischen Belastungen und verständnisvollen Bezugspersonen zu schaffen. Darüber hinaus wird eine Therapie noch wirkungsvoller, wenn die Traumapatienten lernen, besser auf sich selbst zu achten und lernen, ihr Leben aktiv mitzugestalten.

Körperliche Verletzungen werde mit speziellen Mitteln der jeweiligen ärztlichen Fachrichtung wie chirurgischen Eingriffen, orthopädischen, notfallmedizinischen und gynäkologischen sowie internistischen Maßnahmen behandelt. Dabei kommt es darauf an, die Risiken lebensbedrohlicher Zustände zu verringern und die Heilung zu unterstützen.

Vorbeugung von Traumatas

Präventiv psychischen und körperlichen Traumata entgegen zu wirken, ist durchaus möglich. Jedoch muss gesagt werden, dass es im eigentlichen Sinn keinerlei vorbeugende Mittel gibt, um ein Psychotrauma vorzeitig zu verhindern. Lediglich bei voraussehbaren Naturkatastrophen oder bei bereits stattgefunden Unfällen und Verbrechen haben eine zeitnahe Versorgung und eine Entfernung aus der unmittelbaren Gefahrenzone oberste Priorität. Aber auch dann kann lediglich eine Minderung der posttraumatischen Belastungsstörung realisiert werden.
Bei körperlichen Traumata sind eine schnelle Ersthilfe und eine sofortige ärztliche Versorgung adäquate Vorbeugungsmaßnahmen, wenn man das in diesem Bezug so bezeichnen will. Im Mittelpunkt stehen hierbei vor allen Dingen Maßnahmen, die Schmerzen und die Gefahr eines Schocks reduzieren.

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