Läsion

Hautarzt Läsion Dermatologe trockene Haut

Als Läsion bezeichnen Mediziner meistens allerlei Veränderungen und Störungen der Haut

Als Läsion bezeichnen Mediziner allerlei Schädigungen, Veränderungen  oder Verletzungen des Körpers bzw. der physiologischen Funktion oder der anatomischen Struktur.

Läsionen können alltäglich auftreten oder aber auch die Folge eine Erkrankung sein. Nicht jede Läsion muss also die Folge einer Erkrankung sein. Das Symptom umfasst sowohl harmlose Hautkrankheiten wie Bläschen, Papeln oder Krusten, als auch schwerwiegendere Gewebeveränderungen wie etwa Geschwüre und Tumore.

Was der Begriff genau alles umfasst, welche Ursachen in Frage kommen, was für Behandlungsmethoden existieren und vieles mehr erfahren Sie in folgendem Ratgeber.

Was ist eine Läsion?

Eine Läsion ist prinzipiell ein anderes Wort für eine Verletzung oder eine Veränderung. Eine jedwede Veränderung des Gewebes bzw. des Organismus hinweg kann als Läsion bezeichnet werden. Im Falle einer Einschränkung in Folge der Läsion wird der Begriff Functio laesa genutzt. In der Radiologie, also der Bildgebung, wird jedwede sichtbare Veränderung als Läsion bezeichnet unabhängig vom vorliegenden Grund, welcher u.U. noch nicht bekannt ist.

Beispiele für Hautläsionen wären:

Bläschen           Papeln
Geschwüre       Knötchen
Schnitte            Abschürfungen


Diverse Ursachen

Die Ursachen für Läsionen sind weitreichend und nicht immer reversibel. Sie können aufgrund diverser Infektionen auftreten. Zudem sind Läsionen auch in Folge von Traumen bzw. Polytraumen möglich. Dies bedeutet, dass aufgrund von äußerlicher Gewalteinwirkung, beispielsweises aufgrund eines Verkehrsunfalls, Verletzungen entstehen. Auch infolge einer Entartung des Gewebes durch eine Krebserkrankung spricht man bei einem Karzinom oder einem Tumor von einer Läsion des Gewebes.

Auch das Absterben von Gewebe aufgrund eines Infarkts, also der nicht ausreichenden Perfusion des Gewebes wegen einer Verstopfung der blutleitenden Bahnen, wird als Läsion bezeichnet. Selbst in Folge von Medikamenteneinnahme können Läsionen entstehen. Ein Beispiel hierfür wäre die Pergamenthaut nach einer länger andauernden Cortisontherapie.


Diagnose & Verlauf

Die Diagnose einer Läsion ist aufgrund der vielen verschiedenen Orten, an denen sie auftreten kann, nicht immer ganz einfach. Bei Hautläsionen, also Verletzungen der Haut, stellt sich die Diagnose ziemlich einfach dar, da Hautläsionen in der Regel mit dem Auge zu erkennen sind.

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Die Diagnose von Läsionen kann, je nach Ursache, sehr unterschiedlich ausfallen

Der Verlauf hierbei ist jedoch nicht immer gleich, da die Ursachen hierfür, auch in Abhängigkeit der genauen Darstellung der Läsion, vielfältig sind. Bei Knötchenbildung auf der Haut kann beispielsweise ein bakterieller Erreger hierfür verantwortlich sein.

Verletzungen im inneren des Körpers, welche nur über ein radiologisches Bildgebungsverfahren oder aber eine exploratorische Operation erkennbar sind, lassen sich hingegen isoliert schlecht diagnostizieren. Diverse Krankheiten und Symptome geben hierbei Hinweise auf das Vorliegen einer Läsion, wobei eine Krankheit der Grund als auch die Folge einer Läsion sein kann.

Im Falle einer Krebserkrankungen wären gibt es hier, neben den Folgen der Raumforderung, unter Anderem sogenannte paraneoplastische Syndrome, also systemische Folgeerscheinungen die jedoch nicht örtlich mit dem vorliegenden Tumor zusammenhängen.

Prinzipiell lässt sich also kein diagnostisches Standardverfahren für Läsionen festlegen, auch der Verlauf ist aufgrund der vielen verschiedenen Arten, sowie Ursachen von Läsionen nicht immer gleich.


Daten & Häufigkeit

Wie bereits erwähnt, gibt es vielfältige Arten von Läsionen, weshalb sich keine pauschale Aussage über die Inzidenz treffen lässt. Lediglich von genauer spezifizierten Läsionen liegen Daten zur Häufigkeit vor.

Im Falle der Meniskusläsion, genauer des Meniskusrisses (der Meniskus ist ein Teil des Kniegelenks) spricht man in der Literatur von einer Häufigkeit von 35%, wobei die Inzidenz bei Männern im hohen Alter höher ist als bei Frauen.


Komplikationen

Die Komplikationen in Folge einer Läsion sind genau so variabel, wie die Arten des Symptoms. Bei äußerlichen Läsionen, hauptsächlich bei Hautläsionen, gehört eine Infektion mit einem Erreger zu den möglichen Komplikationen. In Folge dessen kommt es möglicherweise auch zu einer Entzündung.

Bei inneren Läsionen sind diese schon weit aus schwerwiegender. Von Blutungen bis hin zu Organversagen, beispielweise in Folge einer traumatischen Verletzung der Leber, ist hier alles möglich. Genaueres hängt also von der genauen Art der Läsion ab.


Wann zum Arzt?

Wann sollte man zum Arzt Gehen?

Bei Hautläsionen ist ein Arztbesuch dringen empfohlen. Vor allem dann, wenn pathophysiologische Veränderung Auftreten, sich also beispielsweise Knötchen bilden oder Geschwüren und ähnliches auftreten. Auch wenn in Folge einer einfach Verletzung der Haut Entzündungsanzeichen bestehen (Rötung der Haut, Fieber etc.) ist ein Arztbesuch indiziert.

Symptome Läsion

Bei Veränderungen oder Verletzungen des Körpers ist es empfehlenswert, sicherheitshalber einen Arzt aufzusuchen

Bei einer einfachen Verletzung ohne weitere Komplikationen, wie beispielsweise ein kleiner Schnitt in den Finger, ist ein Arztbesuch hingegen nicht unbedingt von Nöten. Grundsätzlich sollte jedoch bei Läsione,n die sich auch ohne weitere Komplikationen nach einigen Tagen nicht bessern, immer ein Arzt konsultiert werden, um das weitere Vorgehen zu erörtern.

Beim Vorliegen von inneren Läsionen hingegen sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, wobei jedoch in der Regel eine innere Läsion eher von einem Arzt diagnostiziert wird, als dass ein Patient aufgrund des Verdachts auf eine Läsion einen Arzt aufsucht. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass in Folge einer gefühlten Veränderung des Körpers ein Arztbesuch zur Abklärung ratsam ist.


Behandlung & Therapie

Tritt eine Läsion, welcher Art auch immer, in Folge einer Erkrankung auf, so ist das vorrangige Ziel die Bekämpfung der Krankheit. Die Läsion kann sich dann, abhängig von ihrer Art, selber zurückbilden.

Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit die Läsion symptomatisch zu Behandeln. Dies ist dann der Fall, wenn die vorliegende Krankheit nicht behandelbar ist oder aber die Läsion dringend beseitigt werden muss um weiteren Schaden zu verhindern. Ein Beispiel hierfür wäre eine Hirnblutung in folge einer Perforation eines Blutgefäßes.

Liegt eine Läsion isoliert vor, wie beispielsweise nach einem Unfall, und ist dementsprechend nicht durch eine Erkrankung bedingt so wird lediglich die Läsion behandelt. Dies kann bei beispielsweise bei einem Milzriss durch eine Operation geschehen. Bei Hautläsionen gibt es, abhängig von der genau vorliegenden Art, die Möglichkeit diese mit Hilfe von diversen Salben zu unterstützen.

Trotz des medizinischen Fortschritts gibt es Läsionen die irreversibel sind und dementsprechend nicht zur Gänze behandelbar sind. Dort gilt es in der Regel Therapiemaßnahmen so weit wie möglich zu nutzen. Sobald die Läsion austherapiert ist wird eine rein symptomatische Therapieform gewählt, bei der eventuell vorliegende Schmerzen oder anderweitige Faktoren welche die Lebensqualität reduzieren unabhängig des vorliegenden Grundes behandelt werden.


Läsion vorbeugen

Vorbeugung und Prävention

Eine Vorbeugung bei Läsionen lässt sich so nicht festlegen. Selbstverständlich ist es sinnvoll regelmäßige Checks beim Arzt durchführen zu lassen, um Krankheiten früh zu erkennen und dementsprechend daraus folgende Läsionen zu verhindern.

Ein gesunder Lebensstil, regelmäßiger Sport und eine gesunde Ernährung beugen selbstverständlich Krankheiten und Läsionen vor. Auch das einhalten ärztlicher Verordnungen, wie bei der Einnahme von Antibiotika, sorgt dafür, dass Krankheiten seltener rezidivieren, also „zurückkehren“.

Sonst lässt sich zur Vorbeugung nur noch eine gewisse Behutsamkeit mit dem eigenen Körper empfehlen. Wie weit das für den einzelnen gilt muss jedoch jeder für sich selbst bestimmen.


Hilfreiche Hausmittel

Hausmittel bei Läsionen entsprechen im Grunde den Hausmitteln, die man bei Krankheiten im Allgemeinen nutzt. Bei Magenbeschwerden, die unter Anderem von einer Reizung der Magenschleimhaut oder auch von kleineren Verletzungen im Magen kommen können, empfiehlt es sich beispielsweise einen magenberuhigenden Tee zu trinken und auf leicht verdaubare Kost umzusteigen.

Falls nach einem Arztbesuch zusätzlich zur ärztlich eingeleiteten Therapie Hausmittel oder andere Medikamente genutzt werden ist dies grundsätzlich mit dem Arzt abzusprechen, sodass keine Wechselwirkungen zu Medikamenten im bestehenden Therapieplan auftreten. Diese können im Zweifelsfall eine Verschlimmerung der Läsion oder aber auch die Wirkung von Medikamenten aufheben.

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