Kontrastmittel Magnevist bei der bildgebenden Medizin

Magnetresonanztomographien (abgekürzt MRT oder MRI) sind moderne Untersuchungen im Bereich der radiologischen Diagnostik, die durch das Fehlen von Röntgenstrahlung auch für Kleinkinder ungefährlich ist. Grundsätzlich können alle Körperbereiche mit der MRT untersucht werden, wobei sie besonders für das Gehirn und Rückenmark, Gelenke und Bauchorgane geeignet ist.

Bei all diesen Untersuchungsregionen können zwar auch native Messungen, also Bilder ohne Kontrastmittel, angefertigt werden, aber für die meisten Fragestellungen muss Kontrastmittel injiziert werden, um eine genaue Abklärung durchführen zu können.

Diese Kontrastmittel enthalten meistens die chemische Substanz Gadolinium, die im Gewebe veränderte Kontrasteigenschaften hervorruft und dadurch mit Kontrastmittel angereicherte Areale besser sichtbar macht. Eines dieser Kontrastmittel ist Magnevist, ein Produkt der Firma Bayer, welches heutzutage häufig in Krankenhäusern und Instituten verwendet wird. Magnevist wird stets intravenös verabreicht und zirkuliert mit dem Blutfluss durch den Körper. Dabei reichert es sich vor allem in Entzündungsgebieten oder stark durchbluteten Geweben an. Durch den Transport des Blutes können jedoch auch die Blutgefäße oder die Hirndurchblutung dargestellt werden.

Magnevist wird zum größten Teil über die Nieren ausgeschieden, wodurch sich auch Komplikationen bei Patienten mit einer verminderten Nierenfunktion ergeben können. Verbleibt nämlich Magnevist aufgrund einer verzögerten Ausscheidung längere Zeit im menschlichen Körper, können sich giftige Substanzen vom Kontrastmittel abspalten. Seit der Veröffentlichung einer Studie zu diesem Thema werden vor der Injektion eines Kontrastmittels die Nierenwerte der Patienten kontrolliert, damit eine gefahrlose Applikation möglich ist. Ansonsten ist Magnevist ein gut verträgliches Kontrastmittel und nur wenige Patienten reagieren allergisch auf eine Injektion.

Bitte informieren Sie vor einer Magnetresonanztomographie stets die zuständigen Radiologen und deren Assistenten über Ihre allgemeine Gesundheit, besonders jedoch über Allergien oder Nierenerkrankungen. Sollten Sie zum Zeitpunkt der Untersuchung ein Kind stillen, teilen Sie das bitte unbedingt dem Personal mit, denn Kontrastmittel wird auch in kleinen Mengen über die Brustdrüsen ausgeschieden. Deswegen muss die Muttermilch nach der Untersuchung einige Tage verworfen werden.

Stellen Sie bei der Aufklärung, die vor der Untersuchung mit Ihnen durchgeführt wird, ruhig Fragen, falls Sie Bedenken bezüglich des Kontrastmittels haben. So werden Sie nochmals über etwaige Risiken informiert und die Untersuchung kann speziell für Sie geplant werden, wodurch die Kontrastmittelgabe ohne Probleme erfolgen kann.

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