Teebaumöl ein Öl für alle Fälle?

Seit den 70er Jahren genießt Teebaumöl in Deutschland einen ausgezeichneten Ruf als universelles Heilmittel, und das, obwohl es sich dabei noch nicht einmal um ein offiziell anerkanntes Arzneimittel handelt. Vor allem in der Körperpflege konnte sich das australische Wunderöl einen Namen machen, weswegen viele Hersteller von Kosmetika Produkte damit anbieten.

Jedoch ist bei der Fülle an Produkten zu beachten, dass nicht immer das enthalten ist, was augenscheinlich versprochen wird. Reines Öl hat seinen Preis. Seine Anwendung kann hilfreich und effektiv sein, ist aber nicht in allen Fällen das beste Mittel zum Zweck.

Das Öl des Teebaums hat sich in der Alternativmedizin bereits vielfach bewährt als Mittel zur Linderung von Beschwerden wie Schuppenflechte, Pilzerkrankungen und zur Wundbehandlung. Gerne wird es auch bei Insektenstichen oder in stark verdünnter Form zur Inhalation verwendet, um Erkältungsbeschwerden zu lindern.

Woher kommt Teebaumöl und welche Produkte gibt es?

Das Öl wird aus dem australischen Teebaum gewonnen. Es kommt auch nur an der australischen Ostküste vor, wo es bereits von den Ureinwohnern als Heilmittel verwendet wurde. Diese begnügten sich jedoch damit, die Blätter und Zweige der Pflanze zu zerstoßen, um die ätherischen Öle zu inhalieren oder sie in Schlammpackungen zu verwenden. Heute wird das kostbare Öl natürlich auf einem wesentlich effizienteren weg gewonnen, nämlich durch Destillation.

Seinen Weg in die Regale von Apotheken und Drogeriemärkten findet es entweder als Bestandteil in verschiedenen Kosmetikprodukten oder in seiner Reinform. Hier sollte aber darauf geachtet werden, nicht zu Billigprodukten zu greifen, die sich ebenfalls in großer Anzahl finden. Hier sind oftmals andere Öle oder schlicht Wasser beigemischt. Das Öl wird aus der Melaleuca alternifolia gewonnen und dessen Gehalt sollte nicht weniger als 100 % betragen, wenn es sich um wirklich reines Öl handeln soll. Es empfiehlt sich also, die Angaben auf der Packung genau durchzulesen oder gleich in einer Apotheke nachzufragen, um ganz sicher zu Gehen.

Je nachdem, zu welchem Zweck es Verwendung finden soll, kann auf verschiedene Produkte zurückgegriffen werden. Zur Behandlung von Schuppen stehen spezielle Shampoos zur Verfügung. Akne lässt sich durch Gesichtscremes bekämpfen, die einen Anteil von bis zu 10 % aufweisen. Darüber hinaus gibt es Seifen, Deodorants und Badezusätze. Es ist aber nicht zwingend notwendig, sich hier auf eines bzw. mehrere Produkte festzulegen, da auch reines Öl für diese Zwecke verwendet werden kann. Hierfür werden einfach ein paar Tropfen dem entsprechenden Pflegemittel hinzugefügt und dieses dann ganz normal aufgetragen.

Teebaumöl als Heilmittel

Die heilende Wirkung des Teebaumöls ist größtenteils umstritten, in manchen Fällen jedoch wissenschaftlich nachgewiesen. Das gilt vor allem für die antimikrobielle Wirkung, weswegen es zur Behandlung von Infektionen eingesetzt werden kann. Grundsätzlich sollte jedoch bei Anwendungen im Gesicht ein Kontakt mit Schleimhäuten gemieden werden. Denn wie alle ätherischen Öle werden diese durch einen Kontakt gereizt. Das Öl lässt sich unter Idealbedingungen mehrere Jahre aufbewahren.

Es sollte daher in geschlossenem Zustand und in der Originalverpackung aufbewahrt werden, um möglichst wenig mit Licht in Kontakt zu kommen. Älteres Öl kann schneller zu allergischen Reaktionen auf der Haut führen. Deswegen sollte gerade bei einer unverdünnten Behandlung im Zweifelsfall auf frisches Öl zurückgegriffen werden, um die Gefahr von Kontaktekzemen auf der Haut zu minimieren.

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