Schuppenflechte (Psoriasis)

Definition Schuppenflechte

schuppenflechte am kopfSchuppenflechte ist eine entzündliche Hauterkrankung.

Eine Schuppenflechte bekommt man durch eine Autoimmunerkrankung, das heißt der eigene Körper richtet seine Abwehr gegen seine eigenen Zellen im Körper.

Die Schuppenflechte gehört zu den häufigsten chronischen Hauterkrankungen. In Deutschland sind ca. 1,6 Millionen Menschen davon betroffen.

Steckbrief: Schuppenflechte

  • Name(n): Schuppenflechte; Psoriasis
  • Art der Krankheit: Hautkrankheit
  • Verbreitung: Weltweit (Tendenz zu kälteren Klimata)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Symptomal
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Zwischen 1 bis 2% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Hautarzt; Allergologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – L00-L99 – L40-L45 – L40

Was ist Schuppenflechte?

SchuppenflechteBei der Schuppenflechte handelt es sich um eine sehr häufig auftretende Erkrankung der Haut, die den Lebenszyklus der Hautzellen ändert. Genauer gesagt, veranlasst die vorliegende Erkrankung die Zellen der Haut des Betroffenen dazu, sich wesentlich schneller und zahlreicher als gewöhnlich aufzubauen. Insbesondere an der obersten Hautschicht. Diese überschüssigen Hautzellen bilden eine dicke, silbern farbige Verschuppungen und sorgen darüber hinaus für das Entstehen von juckenden, trockenen und geröteten Arealen, die mitunter stark schmerzen können.

Des Weiteren handelt es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine chronische Erkrankung. Das heißt, dass die Schuppenflechte ein dauerhafter Begleiter des Betroffenen ist. Nichtsdestoweniger muss man nicht fürchten, dass sie Symptome immer konstant gleichbleibend stark auftreten. Die Krankheit äußert sich, obgleich chronisch, eher schubweise. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die zu erwartende Symptomatik nur sporadisch zum Vorschein kommt und der Erkrankte neben Phasen des Leidens auch Phasen der vollkommenen Freiheit erlebt. Es ist also nicht davon auszugehen, dass ein Betroffener Zeit seines Lebens schuppenartige Ausbrüche zu befürchten hat.

Das hauptsächliche Augenmerk einer Behandlung liegt darauf, die Hautzellen davon abzuhalten, sich zu schnell zu regenerieren, bzw. zu schnell nachzuwachsen. Obschon es keine Möglichkeit gibt, eine Schuppenflechte vollständig zu kurieren, so kann man mithilfe der richtigen medikamentöse Einstellungen doch immerhin dafür Sorge tragen, dass der Betroffene signifikant weniger Schmerzen verspürt oder Unannehmlichkeiten durch die Krankheit erfährt. Darüber hinaus ist es zudem sehr probat, wenn man sich im Alltag an einige Tipps und Tricks hält, die die Schuppenflechte nachweislich abschwächen können. Hierzu gehört unter anderem die Empfehlung, dass man seine Haut nach Möglichkeit nur sehr kleinen Dosen natürlichen Sonnenlichts aussetzt.

Zudem muss man dennoch erwähnen, dass die genauen Ursachen, die zur Entstehung einer Schuppenflechte führen noch nicht vollends entschlüsselt sind. Das behindert die Effektivität der Behandlung jedoch nur in geringem Maße.

Welche Ursachen führen zu Schuppenflechte?

Wie bereits erwähnt, sind die genauen Ursachen und Gründe, die zur Entstehung einer Schuppenflechte führen noch nicht bekannt. Nichtsdestoweniger geht die Forschung davon aus, dass sich der Auslöser in einem Problem des Immunsystems verorten lässt, das speziell die Hautzellen betrifft. Insbesondere sog. „T-Zellen“ finden in Bezug auf die Schuppenflechte immer wieder Erwähnung. Hierbei handelt es sich um eine Art weißen Blutkörperchens, dem T-Lymphozyt. Normalerweise bewegen sich die Zellen durch den menschlichen Organismus und sind dafür zuständig, schadhafte und fremde Substanzen aufzuspüren und auszuschalten. Hierunter fallen beispielsweise Viren, Bakterien und Sporen. Bildlich gesprochen, nehmen T-Zellen also die Funktion einer körpereigenen Schutzstaffel sein. Bei Personen jedoch, die an Schuppenflechte leiden, attackieren besagte T-Zellen fälschlicherweise gesunde Hautzellen, so als wollten sie dieselben „heilen“. Allein der Umstand, dass es aber nicht zu heilen gibt, führt im Weiteren dazu, dass es zu einer Überproduktion neuer Hautzellen kommt, die wiederum die typischen Symptome der Schuppenflechte auslösen.

Darüber hinaus aber lösen überaktive T-Zellen auch noch weitere Prozesse des Immunsystems aus. Diese führen mitunter zu einer Ausdehnung der Blutgefäße der Haut. Das allein wäre ein eher geringfügiges Problem, allerdings sorgt die Ausdehnung der Blutgefäße des Weiteren dafür, dass mehr weiße Blutkörperchen oder T-Zellen in die Haut gelangen können. Hierdurch sind sie in der Lage noch mehr nicht-vorhandenen Wunden zu „heilen“ und erschweren die Krankheit damit immens. Normalerweise dauerte es einige Wochen, bis die Hautellen sich bis an die oberste Hautschicht vorgearbeitet hätten, bei der vorliegenden Krankheit geschieht dies allerdings schon oftmals binnen weniger Tage. Hierdurch kommt es zu punktuellen Häufungen an überschüssigem Hautmaterial, das sich wiederum in Form von Ausschlägen, rauen Stellen und Verschuppungen ausdrückt.

Warum die T-Zellen überreagieren ist noch nicht vollends geklärt. Es waren aber in den letzten Jahren Beobachtungen anzustellen, die darauf hindeuten, dass genetische Defekte sowie Umweltfaktoren eine etwaige Rolle spielen könnte.

Kurzübersicht über etwaige Auslöser eines Schubs

Die Psoriasis beginnt häufig durch einen speziellen Auslöser. Diese gilt es für Betroffene daher zu vermeiden. Diese Auslöser können aber von Person zu Person variieren, daher ist es wichtig, dass man als Erkrankter danach trachtet, die eigenen Auslöser zu erkennen und sie im Anschluss daran zu vermeiden. Typische und häufige Vertreter sind unter anderem:

  • Infektionen – Insbesondere natürlich Infektion der Haut
  • Verletzungen der Haut – Hierunter zählen alle offenen Wunden. Dabei ist deren Größe vollkommen gleichgültig. Ob kleine Schnitte oder große Schürfungen. Alles kann ein potentieller Auslöser sein
  • Stress, innere Unruhe und Druck
  • Kaltes Wetter – Die Haut hat die Tendenz, bei allzu kaltem Wetter auszutrocknen. Hierdurch sind Attacken möglich
  • SmokingRauchen trägt stark zur frühzeitigen Alterung der Haut bei und befördert darüber hinaus auch eine Schuppenflechte
  • Alkoholkonsum – Personen die regelmäßig Alkohol zu sich nehmen, laufen ebenso erhöhte Gefahr, dass eine Schuppenflechte bei ihnen ausbricht
  • Bestimmte Medikamente – Eine ganze Reihe verschiedener Medikamente sind ebenfalls dafür bekannt, dass sie als Auslöser einer Schuppenflechte fungieren können. Hierunter zählen insbesondere Psychopharmaka, die Lithium enthalten

Symptome & Anzeichen

Die Schuppenflechte tritt häufig an den Streckseiten von Ellenbogen und Knien auf sowie am Kopf auf, kann sich aber über auf den ganzen Körper ausbreiten.

Bei einer Schuppenflechte bekommt man typische Symptome wie z.B. eine glänzende, silbrig-weiße Schuppenschicht, die gerötet ist da sie zu stark durchblutet wird, ansonsten ist die Haut sehr trocken und dadurch bilden sich an den betroffenen Stellen Risse und Bläschen, die sehr schmerzhaft sind. Bei vielen sind auch die Nägel betroffen.

Darüber hinaus gilt zu erwähnen, dass die auftretenden Symptome per se eher fallspezifisch sind. Dennoch lassen sich relativ klare Muster beobachten, die mehr oder weniger klar in Richtung einer Schuppenflechte deuten. So sollte man eventuell davon ausgehen, dass man an einer solchen Erkrankung leidet, wenn man eines oder mehrere der folgenden Symptome aufweist:

  • Gerötete Haut, die zudem mit silbernen bis weißen Schuppen bedeckt ist
  • Extrem trockene und / oder aufgesprungene Haut, die darüber hinaus zu Blutungen neigt
  • Jucken, brennender Schmerz, Gereiztheit
  • Verdickte, gespaltene oder brüchige Fingernägel sowie Zehennägel
  • Geschwollene oder versteifte Gelenke

Die gerade erwähnten Rötungen und schuppigen Areale können sehr geringfügiger Natur sein, aber ebenso von immenser Ausdehnung. Auch dies ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich und hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Darüber hinaus können sich die betroffenen Bereiche der Haut auch teilweise beulenartig nach Außen hin ausdehnen, was als ein weiteres kosmetisches Problem anzusehen ist, das ggf. einen negativen Einfluss auf die Psyche nehmen könnte.

Beinahe alle Arten der Schuppenflechte treten phasenweise oder schubweise auf. Das heißt, dass sie einer der aufgeführten Auslöser bedingt und sie sich daraufhin etablieren. Ein solcher Schub kann zwischen mehreren Wochen bis hin zu mehreren Monaten andauern. Danach klingen die Symptome in aller Regel wieder ab und verschwinden teilweise komplett, dies allerdings nicht für immer.

Übersicht über die verschiedenen Arten von Schuppenflechte

Schuppenflechte der Haut

Hierbei handelt es sich um den wohl am häufigsten auftretenden Typ der vorliegenden Krankheit. Er äußert sich durch die bereits erwähnten Symptome. Diese können jedoch überall am Körper auftreten. Extremitäten, Torso, Genitalbereich und sogar die Innenseite des Mundes ist bisweilen betroffen. Darüber hinaus ist es möglich, dass ein Erkrankter nur einige wenige betroffene Stellen hat oder eine immense Vielzahl derselben. Dies ist von Fall zu Fall anders.

Schuppenflechte der Nägel

Auch die Nägel an den Händen und Füßen sind nicht vor einer Schuppenflechte sicher. Erkranken diese kommt es oftmals zu einer Verfärbung und / oder Abstumpfung derselben, einer Steigerung der Brüchigkeit oder zum kompletten Abfall eines Nagels. In sehr seltenen und extremen Fällen ist es zusätzlich möglich, dass der Nagel sich dauerhaft verformt und somit ein kosmetisches Problem darstellt.

Schuppenflechte am Kopf

Diese Form tritt besonders häufig unter den Haaren auf und ist dadurch nicht direkt sichtbar. Dennoch sind ihre Nebeneffekte sehr gut wahrzunehmen. Denn durch die Überproduktion von Hautzellen im Allgemeinen, kommt es am Kopf im Besonderen zu einer teils horrenden Bildung von Schuppen.

Inversive Schuppenflechte

Eine solche liegt dann vor, wenn die Schuppenflechte in den Achselhöhlen, dem Intimbereich oder unter den weiblichen Brüsten auftritt. Die Symptome sind kongruent mit denen anderer Ausprägungen der Krankheit. Nicht selten jedoch begleitet sie eine zusätzliche Pilzinfektion.

Schuppenflechte mit Blasenbildung

Bei dieser Ausprägung der vorliegenden Krankheit handelt es sich wohl um den am seltensten auftretenden Typus derselben. Hierbei stellen sich zusätzlich zu den gängigen Symptomen noch kleine, meist mit Eiter gefüllte Bläschen auf den betroffenen Arealen der Haut ein. Diese sorgen für ein vergrößertes Schmerzempfinden und sind zudem ein nicht zu unterschätzender kosmetischer Makel. Zudem gehen sie nicht selten mit weiteren Symptomen, wie beispielsweise Fieber, Schüttelfrost und Diarrhö einher. Die Forschung ist sich noch uneins darüber, warum dieser sehr spezielle Typ der Schuppenflechte auftritt. Besonders häufig zu beobachten ist er interessanterweise bei Personen, die zusätzlich zur Schuppenflechte auch noch an einer chronischen Form der Akne leiden.

Erythrodermische Schuppenflechte

Auch diese Unterart der Erkrankung ist eher selten anzutreffen. Hierbei kommt es zu meist den gesamten Körper betreffenden Rötungen, bzw. zu einer komplett zusammenhängenden Rötung desselben. Darüber hinaus sind infolge einer solchen starker Juckreiz und starke Schmerzen nicht selten.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Um sicherzustellen, ob es sich um eine Schuppenflechte handelt entnimmt der Arzt Hautproben. Hieraus kann der Arzt dann ersehen, ob es sich um eine Schuppenflechte handelt oder nicht. Reichen diese Untersuchungen nicht aus, ist es darüber hinaus notwendig, anschließende Blutuntersuchungen durchzuführen. Gleichwohl letztere eher selten nützliche Ergebnisse liefern können. Von weitaus größerer Bedeutung sind im Falle der Schuppenflechte die Anamnese, die Blickdiagnose und die bereits erwähnte Entnahme von Hautproben.

Schließlich sollte man nicht vernachlässigen zu bedenken, dass es sich bei der vorliegenden Krankheit um ein Leiden handelt, dass sich nicht immer allzu klar von anderen ähnlichen Erkrankungen abhebt. Gerade darum ist es von höchster Wichtigkeit, dass der Arzt im Rahmen der Diagnose dazu in der Lage ist, die Krankheit klar zu definieren und anzusprechen. Fehldiagnose sind nicht selten. Insbesondere dann nicht, wenn der zuständige Mediziner die Anamnese, also das Patientengespräch nicht ausführlich genug erhebt. Denn gerade die Klärung des Wo und Wann sind bei der Schuppenflechte sehr wichtig und ermöglichen es dem Arzt, zu schlussfolgern, ob es sich um eine chronische Erkrankung oder eine akute handelt. Ist letzteres der Fall, wäre eine Schuppenflechte ohnehin kategorisch auszuschließen.

Aber auch die Biopsie der haut verspricht sehr gute und exakte Ergebnisse. Besonders in Hinsicht darauf, welche Art von Psoriasis genau vorliegt. Hierzu schabt der behandelnde Arzt etwas betroffene Haut und examiniert sie unter einem Mikroskop oder sendet sie zwecks einer Examination an ein Labor. Bisweilen ist es aber auch notwendig, dass man ein größeres Stück haut entnehmen muss. Ist dies der Fall, ist eine lokale Anästhesie unumgänglich. Aber auch diese Art der Diagnose ist relativ unaufwändig und lässt sich sehr schnell und sicher durchführen.

Erkrankungen, die einer Schuppenflechte stark ähneln

Wie gerade erwähnt, teilt sich die vorliegende Krankheit viele Symptome und Anzeichen mit anderen Erkrankungen. Hier darum einige in der Übersicht:

  • Seborrhoische Dermatitis (Morbus Unna) – Diese Art der Dermatitis zeichnet sich durch stark juckende, fettige und gerötete Haut aus. Sie tritt häufig an besonders fettreichen Partien der Haut auf, wie beispielsweise dem gesicht, dem Rücken und der Brust.
  • Lichen ruber planus (Knötchenflechte) – Hierbei handelt es sich um eine Hauterkrankung, die sich durch Rötungen, Bildung von Bläschen und starkem Jucken äußert. Sie tritt zumeist an den Armen und Beinen der Betroffenen auf.
  • Tinea Corporis (Ringelflechte) – Diese Infektionskrankheit zeichnet sich häufig durch einen Kreisrunden stark juckenden und geröteten Ausschlag auf. Des Weiteren handelt es sich um eine Pilzinfektion.
  • Pityriasis rosea (Röschenflechte – Hierbei handelt es sich um eine relativ häufig aftretende Form der Hautkrankheiten. Zumeist bekommt man als Betroffener einen Ausschlag an Unterbrauch oder Rücken, der sich im Laufe der Krankheit immer weiter über den Körper ausbreitet.

Verlauf der Krankheit

Der Verlauf der Schuppenflechte ist zwar zumeist sehr stark fallspezifisch, dafür innerhalb des geschlossenen Falles aber sehr stringent. Man kann also davon ausgehen, dass die Symptome sich von Phase zu Phase nicht weiter verschlimmern oder verbessern, sondern immer mehr oder weniger gleich bleiben. Sollten jedoch Änderungen auftreten, so sind diese zumeist negativer Natur. Das heißt kurzum, dass plötzliche Verschlechterungen des Krankheitsbildes wesentlich häufiger anzutreffen sind, als beispielsweise plötzliche Verbesserungen desselben.

Die Krankheit beginnt häufig schon in der frühesten Kindheit und erfordert somit eine frühe Erkennung sowie eine frühe Behandlung. Beides ist nicht schlecht, da sich der Betroffene daher bereits in den frühesten Phasen seines Lebens auf die Erkrankung einstellen kann. Dies hat zur Folge, dass bestimmte Auslöser im späteren leben ganz instinktiv zu vermeiden sind und man darüber hinaus weiß, wie man sich im Falle eines neuerlichen Ausbruchs am besten verhält.

Dank der modernen Schulmedizin und ebenso dank sehr guter alternativer Heilmittel ist es Erkrankten jedoch heutzutage möglich, ein sehr angenehmes und unauffälliges Leben zu führen. Daher ist der Verlauf der Krankheit glücklicherweise als eher mild einzustufen. Das sollte dennoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es auch schwerwiegendere Fälle gibt, die trotz modernster Behandlungsmethoden keine allzu große Lebensqualität haben. Nichtsdestoweniger sind solche Fälle in aller Regel die Ausnahme.

Kurz gesagt verläuft ein Ausbruch so: Man beginnt einige oder alle der oben genannten Symptome zu entwickeln, diese etablieren sich, breiten sich aus und manifestieren sich für einige Wochen oder Monate und klingen dann wieder allmählich ab oder gehen für einen gewissen Zeitraum sogar in Remission, bis sie schließlich wieder auftreten.

Dieser Vorgang wiederholt sich bis zum Tode des Patienten, wobei der Tod selbst nichts mit einer Schuppenflechte zu tun hat. Die Symptome und etwaigen Komplikationen mögen vielfältig sein, tödlich ist die Krankheit aber dennoch nicht.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Aus statistischen Erhebungen hervorgegangene Schätzungen gehen davon aus, dass etwa zwischen 2 und 4% der Bevölkerung der westlichen Welt an Schuppenflechte leiden. Dabei ist die genaue Verteilung sehr stark von der Abstammung, dem Alter sowie dem Geschlecht abhängig. Darüber hinaus kann man im Allgemeinen auch den Einfluss genetischer Faktoren und Faktoren der Umwelt nicht ausschließen, obschon sich selbige anhand der zur Verfügung stehenden Daten nicht zweifelsfrei nachweisen lassen.

Das Alter der Patienten kann wichtig sein, spielt aber in aller Regel nur eine eher untergeordnete Rolle. Kurzum bedeutet das, dass Personen jeglichen Alters potentiell von einer Schuppenflechte betroffen sein können. Nichtsdestoweniger ist davon auszugehen, dass die Krankheit am häufigsten zwischen dem 15. und dem 25. Lebensjahr zum ersten mal auftritt. Etwa ein Drittel aller Erkrankten konnten bereits vor dem erreichen ihres 20. Lebensjahres mit der Schuppenflechte diagnostiziert werden.

Darüber hinaus liegen immer wieder leichte Schwankungen vor, was die Ratio die Geschlechter betreffend angeht. Einige Erhebungen tendieren zu einem erhöhten Anteil von Männern, während andere Studien das exakte Gegenteil postulieren. Bei einer gewissenhaften Auswertung der Daten jedoch lässt sich relativ klar erkennen, dass sich die Verteilung hier die Waage hält und Frauen sowie Männer in etwa gleich häufig betroffen zu sein scheinen.

Ebenso erwähnenswert ist es, dass Personen, die an chronischen Erkrankungen des Darms leiden, beispielsweise dem Morbus Crohn, weitaus häufiger ebenso an Schuppenflechte erkranken. Die genauen Hintergründe und Mechanismen, die hinter dieser Korrelation stecken, sind jedoch noch nicht erklärt.

Zudem kann man beobachten, dass die Fälle zunehmen, je weiter man sich vom Äquator entfernt. Dieser Umstand führt dazu, dass Europäer und Nordamerikaner sowie Nordasiaten weitaus häufiger betroffen sind, als beispielsweise Afrikaner oder Südamerikaner. Gleichwohl auch bei diesen Völkern eine grundsätzliche Infektion nicht auszuschließen ist. Also ist man am stärksten gefährdet, wenn man weit nördlich oder weit südlich vom Äquator wohnt.

Diagnosedaten

Wie bereits erwähnt, kann es bisweilen schwierig sein, eine Diagnose zu stellen. Dies liegt insbesondere daran, dass die Feststellungsmethoden für eine Schuppenflechte eher geringer Natur sind und dazu noch viele weitere Krankheiten existieren, die einer Schuppenflechte in Symptomatik und Auftreten sehr stark ähneln.

Darum ist es für den behandelnden Arzt sowie für die zuständigen Laboranten von aller größter Wichtigkeit, absolute Sorgfältigkeit und Professionalität im Umgang mit den zu bearbeitenden Proben an den Tag zu legen. Alles andere verlangsamt den Prozess der Identifikation der Krankheit nur.

Es geht also für den zuständigen Mediziner zunächst hauptsächlich darum, eine etwaig vorliegende Schuppenflechte von anderen Krankheiten mit ähnlichen Symptomen zu unterscheiden. Ist dies gelungen, steht der Diagnose an sich nichts mehr im Wege. Alles in allem lässt sich also sagen, dass der Weg zur Diagnose bei einer Schuppenflechte nicht immer ganz einfach ist, jedoch auch nicht unmöglich. Ein erfahrener Arzt sollte keinerlei Probleme damit haben, eine solche mithilfe der gängigen Methoden festzustellen.

Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen, die bei einer Schuppenflechte auftreten können sind sehr vielfältig. Darüber hinaus sind sie nicht nur körperlich, sondern können auch psychischer Natur sein. Hierzu im Folgenden eine Übersicht:

  • Arthritis – Bei diesem Leiden muss man davon ausgehen, dass die gelenke stark in Mitleidenschaft gezogen werden können. Ebenso ist eine dauerhafte Versteifung derselben nicht auszuschließen.
  • Augenprobleme -Schuppenflechte-Patienten klagen sehr häufig über Probleme mit den Augen und sind darüber hinaus auch anfälliger dahingehende Krankheiten auszubilden. Darunter fallen bspw. die Konjunktivitis (Bindehautentzündung) und die Blepharitis (Entzündung des Augenlids).
  • Fettleibigkeit – Je schwerer die Ausprägung der Schuppenflechte, desto schwerer sind zumeist auch die Betroffenen. Wieso genau da sso ist, gibt der Forschung noch Rätsel auf. Es gibt zwar verschiedenste Theorien, die diesen Umstand zu beleuchten suchen, aber man konnte sich bislang auf keine davon einigen.
  • Diabetes Typ 2 – Ebenso wie ein erhöhtes Risiko auf Adipositas, iegt auch ein erhöhtes Risiko auf Diabetes des Typ 2 vor.
  • Bluthochdruck
  • Herzprobleme – Aus nicht genau erfassbaren Gründen, haben Schuppenflechte-Patienten ein bis zu dreifach erhöhtes Risiko an einem Herinfarkt zu leiden. Man vermutet, dass die dauerhaften Entzündungen im Körper, die von einer Schuppenflechte ausgehen, damit in direktem Zusammenhang stehen. Dies war jedoch noch nicht zu beweisen.
  • Parkinson – Erkrankte weißen ein doppelt so hohes Risiko auf, an Parkinson zu erkranken, wie gesunde Bürger.
  • Nierenleiden – Personen, die an Schuppenflechte leiden, leiden auch besonders häufig an Gebrechen der Nieren. Die Gründe hierfür sind allerdings ebenso noch unbekannt und Gegenstand der kurrenten Forschung.
  • Depressionen – Aufgrund des durch die kosmetischen Einschränkungen entstehenden Leidensdrucks kommt es bei Betroffenen nicht selten zu Depressionen.
  • Abkapselung – Viele Erkrankte schämen sich ihres Äußeren und kapseln sich deshalb von der Gesellschaft ab. Dies führt zu Vereinsamung und befördert überdies weitere psychische Leiden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Man sollte bereits einen Arzt aufsuchen, wenn auch nur der geringste Verdacht auf eine Schuppenflechte besteht. Gerade weil die Diagnose durchaus schwierig zu stellen sein kann, lohnt es sich, wenn man sich möglichst früh medizinische Hilfe sucht. Hierdurch gewinnt man an Zeit und nimmt sich selbst einiges an Stress und befreit den Doktor von Druck. Beides sind gewinnbringende Faktoren, die sowohl die Diagnose, als auch die Behandlung angenehmer und effizienter gestalten.

Indikatoren dafür, dass man so schnell wie möglich einen Mediziner aufsuchen sollte sind unter anderem:

  • Persistente Ausschläge, die über das Niveau der Unbequemlichkeit hinausgehen und Schmerzen verursachen
  • Die Bearbeitung alltägliche Aufgaben ist aufgrund der Hautkrankheit merklich erschwert
  • Bedenken über die kosmetischen Eigenschaften des Aussehens der haut im Allgemeinen
  • Gelenkbeschwerden wie Steifheit, Schwellungen und Rötungen

Darüber hinaus kann es immer wieder empfehlenswert sein, wenn man sich was die Schuppenflechte angeht auch hin und wieder eine ärztliche Zweitmeinung einholt. Gerade bei dieser Erkrankung schwören viele mediziner auf unterschiedliche Therapien. Nicht jedoch jedoch schlägt bei jedem gleich gut an. Darum kann der Wechsel des Arztes ggf. Vorteile bringen.

Behandlung & Therapie

Eine Schuppenflechte kann man nicht heilen, man kann sie nur dahingehend behandeln, dass man vorübergehende Beschwerdefreiheit aufweist. Bei einer Schuppenflechte sollte man eine Körperlotion verwenden, die sehr viel Feuchtigkeit spendet z.B. La mer Med Salzlotion.

Um eine Schuppenflechte mit Salben behandeln zu können, sollte man versuchen die betroffenen Stellen zu entschuppen, damit die Salben, die man verwendet, richtig wirken können. Häufig verwendet man Salben mit Harnstoff und Salizylsäure. Es werden auch Salben mit Kortikoiden verwendet, diese Wirken entzündungshemmend. Aufgrund der Nebenwirkungen sollte man aber eine Therapie mit Kortison Präparaten nicht zu lange durchführen. Außerdem kann man eine Lichttherapie durchführen lassen, diese sollte allerdings lediglich unter ärztlicher Betreuung in Anspruch genommen werden. Oder aber auch die so genannte „Badetherapie“ mit Salz aus dem Toten Meer wirkt bisweilen wahre Wunder.

Alles in allem gibt es eine große Bandbreite an zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden, von denen man als Betroffener durchaus Gebrauch machen sollte. Darum im Folgenden eine Übersicht:

Topische Therapie

Unter topischer Therapie versteht man eine Lokaltherapie, das heißt das gezielte Einwirken auf bestimmte Stellen. Die geschieht zumeist mithilfe von Salben und Cremes.

  • Vitamin D
    Durch eine Verabreichung von künstlichem Vitamin D kann eine Entschleunigung der Wachstumsrate der Hautzellen zu erreichen sein. Dies greift das primäre Problem der Schuppenflechte als direkt an. Dennoch zeigt sich eine Wirksamkeit meist nur im Zusammenhang mit milden oder moderaten Fällen. Bei schweren Fälle dagegen zeigen entsprechende Präparate keine allzu guten Leistungen. Des Weiteren können Salben mit künstlichem Vitamin D zu Irritationen der Haut führen. Auch dies sollte a priori zu bedenken sein.
  • Salizylsäure
    Produkte, die Salizylsäure enthalten finden bei Erkrankungen der Haut sehr oft Verwendung. Insbesondere bei Behandlungen gegen Akne bedient man sich ihrer häufig. Darüber hinaus sind sie in aller Regel frei verkäuflich und bedürfen somit keines Rezeptes. Das macht eine etwaige Selbstbehandlung mit solchen Produkten möglich. Dennoch sollte man nach Möglichkeit bereits im Vorfeld klären, ob man Salizylsäure verträgt und inwieweit diese überhaupt hilfreich ist. Manchen Betroffenen verschafft sie immense Linderung, wohingegen die bei anderen Betroffenen beinahe keinen Effekt zeigt. Selbst negative Effekte sind nicht immer auszuschließen.
  • Feuchtigkeitscremes
    Allein auf sich gestellt, sind Feuchtigkeitscremes natürlich nicht dazu in der Lage, die Symptome einer Schuppenflechte effektiv zurückzudrängen. Nichtsdestoweniger können diese den Erkrankten sehr viel Leid und Schmerzen ersparen, indem sie der Haut einiges an Feuchtigkeit zurückgeben. Gerade die am stärksten betroffenen Hautpartien sind oftmals immens ausgetrocknet und bedürfen dringend Feuchtigkeit. Dies kann mithilfe einer solchen Creme zu gewährleisten sein. Darum ist die Verwendung derselben durchaus als Unterstützung zu einer medizinischen Salbe zu empfehlen.
  • Cortison
    Salben, die Cortison enthalten, können bei einer Schuppenflechte sehr hilfreich sein. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass solche oftmals große und sehr starke Nebenwirkungen verursachen können. Darum sollte man sich im Vorfeld über Risiken informieren.

Phototherapie / Lichttherapie

Wie bereits im Namen steckt, handelt es sich bei dieser Form der Behandlung um die gezielte Bestrahlung mit künstlichem oder natürlichem UV-Licht. Diese Behandlung findet selten alleinigen Einsatz, sondern ist meist unterstützend zu topischen oder medikamentösen Therapien einzusetzen.

  • Sonnenlicht
    Sonnenlicht
    Die einfachste und billigste Methode ist es, einfach natürliches Sonnenlicht zu nutzen. Dennoch bietet dieses Vorgehen auch Risiken. So ist das Sonnenlicht nicht zu beeinflussen und man kann nur schwer voraussagen, wie stark es an welchem Tag wirkt oder nicht. Darüber hinaus spielt auch die Großwetterlage eine entscheidende Rolle. Daher rät man Betroffenen im Allgemeinen, dass sie, insofern die Möglichkeit dazu besteht, sich in kurzen Intervallen direktem Sonnenlicht aussetzen. Dies sollte man allerdings nicht übertreiben. Zudem sind ständige Rücksprachen mit dem behandelnden Arzt unablässig, um zu gewährleisten, dass es aufgrund der Selbstbehandlung mit natürlichem Sonnenlicht nicht zu dauerhaften Schädigungen der Haut kommt.
  • Künstliches UV-Licht
    Neben dem natürlichen Licht der Sonne, kann man sich auch künstlichem UV-Licht bedienen. Dieses hat den immensen Vorteil, dass man nicht vom Wetter abhängig ist und darüber hinaus die Dosierung wesentlich genauer justieren kann. Hierdurch lassen sich nicht nur etwaige Sonnebrände ausschließen, sondern auch die Risiken auf dauerhafte Schäden in und an der Haut minimieren oder komplett ausmerzen. Dennoch sollte man hierbei nicht vergessen, dass eine solche Art der Therapie alleine in einer Praxis und dazu unter Aufsicht eines Arztes auszuführen ist. UV-Lampen sind Gerätschaften, mit denen Laien nicht unbedingt umgehen sollten. Denn soviel Gutes sie auch bewirken können, soviel Schlechtes können sie auch anrichten. Darum ist es wichtig, dass man sich nicht leichtfertig auf eine Behandlung einlässt, sondern immer die dadurch entstehenden Risiken im Vorfeld abwägt.
  • Kombinationen
    Wie bereits erwähnt, finden Licht-Therapien nur selten alleine Anwendung. Sie werden mit anderen Formen der Behandlung kombiniert, um einen maximalen Effekt auf die Heilung zu gewährleisten.

Andere Medikamente

Neben topischen und phototherapeutischen Ansätzen finden sich auch noch weitere Schulmedizinische Arten der Behandlung. Zu diesen gehören unter anderem oral verabreichte Medikamente sowie Injektionen.

  • Methotrexat
    Dieser Wirkstoff hilft dabei, das Wachstum der Hautzellen zu verlangsamen und unterdrückt überdies gleichzeitig auch Entzündungen, wirkt also entzündungshemmend ein. Bei geringen Dosierungen treten in aller Regel kaum Nebeneffekte auf, bei zu hohen Dosierungen jedoch kommt es nicht selten zu Magenschmerzen, Appetitlosigkeit oder Haarverlust. Daher ist die Hilfe, die dieser Wirkstoff zu stellen imstande ist, durchaus beschränkt. Hinzu kommen noch etwaige Unverträglichkeiten seitens des zu behandelnden Patienten.
  • Retinoide
    Diese Wirkstoffe sind eng mit Vitamin A verwandt und haben darum einen ähnlichen Effekt. Wie die meisten anderen zur Behandlung von Schuppenflechte verwendeten Arzneien und Methoden, bedingt auch dieser Wirkstoff eine Reduktion der Produktion von Hautzellen. Dennoch sind die vorliegenden chemischen Substanzen nur mit äußerster Vorsicht zu genießen und kommen häufig nur dann zum Einsatz, wenn alle anderen Arten der Therapie gescheitert sind. Dies liegt an den teilweise horrenden Nebenwirkungen, die dieses Produkt haben kann. Hierbei sind massive Magenprobleme und starker Haarverlust nur einige der potentiellen Effekte, die entstehen können. Es ist also von höchster Priorität, dass man sich, insofern man dieses Medikament einnehmen muss, an die genauen Vorgaben des Arztes und des Apothekers hält. Bei Nachlässigkeit kann es sehr schnell zu brenzligen Situationen kommen, die man besser vermeiden sollte.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Aufgrund der Unklarheit über die Ursachen, die diesem leiden zugrunde liegen, ist es nicht möglich allgemeine Ratschläge zur Prävention auszustellen. Man kann jedoch dazu raten, dass Betroffene sich regelmäßigen Untersuchungen unterziehen, um ggf. eine neuartige Behandlungsmethode ausprobieren zu können.

Auch die Vermeidung der potentiellen Auslöser dieser Erkrankung kann präventiv gegen einen Schub helfen. Muss es aber nicht. Dies sollte man in seiner Lebensführung stets bedenken, wenn man bereits an der Schuppenflechte leidet.

Prognose zur Heilung

Die Prognose ist relativ gut. Natürlich darf man hierbei nicht außer Acht lassen, dass eine vollständige Heilung der Krankheit nicht möglich ist. Dennoch sollte man nicht unterschätzen, wie effektiv die moderne Schulmedizin inzwischen dazu in der Lage ist, die Symptome der Schuppenflechte zu bekämpfen und zu lindern.

Betroffene können heutzutage ein sehr sorgenfreies Leben führen und sind nur mehr in extremen Fällen in ihrer persönlichen Freiheit so massiv eingeschränkt wie noch vor einigen Jahrzehnten. Dennoch kann es vorkommen, dass manche Patienten nicht gut oder überhaupt nicht auf eine Behandlung ansprechen. Ist dies der Fall, muss man dringend eingreifen und entweder Arzt oder Behandlung wechseln. Dies liegt daran, dass sehr viel Druck von dieser Erkrankung ausgehen kann und man sich entstellt fühlt. Hierunter leidet vorallem das Selbstbewusstsein und also auch die gesamte Psyche. Depressionen sind bei ineffektiver Behandlung also durchaus keine Seltenheit.

Alles in allem sollte man aber davon ausgehen können, dass einem gut und effizient zu helfen ist und man bei einer korrekten medikamentöse Einstellung ein weitestgehend symptomfreies und gutes Leben führen kann, ohne sich konstant um die eigene Gesundheit sorgen zu müssen.

Alternative Medizin & Hausmittel

Welche Hausmittel können helfen?

Gleichwohl auch noch so probate Hausmittel eine Schuppenflechte nicht heilen können, sind sie doch oftmals nicht zu vernachlässigen und versprechen große Abhilfe. Hierzu eine Übersicht der ggf. zu ergreifenden Maßnahmen:

  • Tägliches Baden – Wer täglich badet, hilft seinem Körper dabei, überschüssige Hautzellen auf sanfte Art zu entfernen. Dazu ist es überdies möglich, den Bad diverse Stoffe zuzusetzen, die einen weiteren positiven Effekt auf die Haut haben können. Hierzu zählen Meersalz, Schlamm und bestimmte Absude. Dennoch sollte man beachten, maximal 15 bis 20 Minuten im Wasser zu verleiben und selbiges nicht allzu heiß einlaufen zu lassen. Eine lauwarme Temperatur ist am förderlichsten für die Gesundheit.
  • Verwendung von Feuchtigkeitscremes – Wie bereits erwähnt, können Feuchtigkeitscremes sehr große Hilfen dahingehend sein, der Austrocknung der haut vorzubeugen. Daher bietet sich die regelmäßige Anwendung solcher Produkte stets an. Vorallem aber, wenn das Wetter kälter wird. Denn gerade kaltes Wetter sorgt nicht selten für eine zusätzliche Austrocknung der Haut. Dazu gilt hier der alte Merksatz: je dicker die Creme, desto größer die Hilfe.
  • Auslöser vermeiden – Es sollte im Interesse jedes Betroffenen liegen, die Auslöser, die zu Schüben führen können, nach Möglichkeit zu vermeiden. Hierzu gehören vorallem der Konsum von Alkohol und das Rauchen von Tabakprodukten. Das umschließt Zigaretten, Zigarren, Pfeifen, Zigarillos und Wasserpfeifen gleichermaßen. Des Weiteren kann es auch sehr wichtig sein, die individuellen und persönlichen Auslöser, die man auch als „Trigger“ bezeichnet, zu identifizieren und aus seinem Leben zu verbannen. Personen, denen dies gelingt reduzieren ihre Beschwerden und die Dauer sowie die Frequenz ihrer Attacken oft immens stark.Eventuell kann es hilfreich sein, sich fachmännische Unterstützung bei der Festlegung der Trigger zu suchen. Manche Therapeuten bieten diesbezügliche Beratungen an.

Alles in allem also kann man mithilfe von bewährten Hausmitteln gut gegen eine Schuppenflechte vorgehen.


Alternative Behandlungsmethoden

Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

Eine ganze Reihe alternativer Therapien stehen zur Verfügung, um die Symptome der Schuppenflechte zu lindern. Diese beinhalten unter anderem spezielle Diäten, Cremen, Salben, Nahrungsergänzungsmittel uvm. Nichtsdestoweniger konnte man bis jetzt keine dieser alternativen Ansätze nachweisen, dass er tatsächlich effektiv sei. Dennoch schwören viele Betroffene und viele Schulmediziner auf diese Behandlungen und empfehlen sie gerne weiter.

Diese sind unter anderem:

  • Aloe Vera – Es kann sehr hilfreich sein, wenn man sich mit frischer Aloe Vera einreibt oder Aloe Vera-Produkte zur Hilfe nimmt.
  • Fischöl – Omega3-Fettsäuren, wie sie in Fischöl enthalten sind, dienen nachweislich dazu, Entzündungen zu hemmen und einzuschränken. Dies kann in Bezug auf eine Schuppenflechte stark nutzbringend sein. Man sollte jedoch nicht mehr als 3 Gramm täglich einnehmen, da es sonst zu negativen Effekten kommen könnte.
  • Knabberfische – Hierbei handelt es sich um kleine Fische, die die abgestorbenen Hautzellen von Patienten abfressen. Dies kann in Einzelfällen eine große Linderung verschaffen. Diese Art der Therapie ist allerdings nur sehr selten aufzufinden, da sie mit einem großen Aufwand verbunden ist.

Behandlungen

Etwaige alternative Behandlungsansätze in der Übersicht:

  • Wasserkuren und Schwämmkuren
  • Massagen
  • Aromatherapien
  • Ganzheitliche Ansätze
  • Homöopathische Therpaien
  • Diäten
  • Traditionelle chinesische Medizin (TCM)
  • Alkoholentzug
  • Abnehmklinik
  • Rauchentwöhnung
  • Fischöl
  • Lichttherapie

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Aloe Ver
  • Birke
  • Brennnessel
  • Linde
  • Salbei
  • Wacholder

Sämtliche erwähnte Heilpflanzen sind entweder als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle der Schuppenflechte besonders an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.


Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Ylan Ylan
  • Eiche
  • Lavendel
  • Eukalyptus
  • Majoran
  • Anis

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle der Schuppenflechte jedoch sollte man lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.


Homöopathie

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


Diät & Ernährung

Wie bei allen Erkrankungen des Immunsystems ist es von großer Wichtigkeit, dass man sich gesund ernährt, um nämliches zu verbessern. Darüber hinaus gibt es viele Stimmen, die postulieren, dass man sich an spezielle Diäten halten müsse, wenn man gut mit einer Schuppenflechte leben wolle. Es liegen hierüber jedoch keinerlei Studien vor und viele Menschen, die einem Nahrungsergänzungsmittel oder dergleichen verkaufen wollen, dürften dies primär für ihren eigenen Profit tun wollen. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass eine allgemeine gesunde Ernährung dazu betragen kann, die Symptome einer Schuppenflechte abzuschwächen.

Allgemeine Tipps sind daher:

  1. Vermeidung von Lebensmitteln, gegen die man allergisch ist, da siese als Auslöser oder Trigger fungieren können.
  2. Keinen Konsum von Alkohol oder alkoholhaltigen Waren (wie Pralinen und Torten)
  3. Absolutes Rauchverbot

Das ist aber nicht alles. Weitere Tipps schließen ein, dass man folgende Lebensmittel meist bedenkenlos konsumieren kann:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Alternative Behandlungen

Für einen genauen Überblick über alternative Behandlungen bietet es sich an, die oben schon angeführten abermals unter die Lupe zu nehmen.

FAQ – Fragen & Antworten

Kann ich trotz einer Schuppenflechte sonnenbaden?
– Diese Frage wird häufig von jungen Mädchen gestellt, die trotz der Erkrankung nicht auf eine moderne Bräune verzichten wollen. Die Antwort ist aber ein klares und definitives: Nein. Wer seine ohnehin schon stark belastete Haut noch zusätzlich zu lange direktem Sonnenlicht aussetzt, tut sich und ihr nichts Gutes an. Man sollte also von diesem Verhalten absehen. Die Konsequenzen sind oftmals bitter und darüber hinaus auch sehr schmerzhaft.

Gar keinen Alkohol? Nicht mal ein kleines Gläschen zum Anstoßen?
– Ja, gar keinen Alkohol. Alkohol ist eine Droge, die einen immens negativen Effekt auf den Organismus hat. Wer meint, nicht auf diesen Suchtstoff verzichten zu können, der sollte ernstlich über einen Entzug nachdenken. Selbst das berühmte „Gläschen in Ehren“ kann zu starken Nebenwirkungen bei Schuppenflechte-Patienten führen. Darum ist davon absolut abzusehen.

Wie gut sind alternative Therapien?
– Es liegen zwar keine verwertbaren Studien über den tatsächlichen Nutzen alternativer Therapien vor, dennoch sollte man nicht prophylaktisch davon ausgehen, dass sie zu nichts taugen. Viele Betroffene schwören auf die eine oder andere Methode. Darum kann es lohnenswert sein, wenn man das ein oder andere einfach mal selbst ausprobiert. Dennoch ist es ratsam, im Vorfeld eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten um ggf. Nebeneffekte zu vermeiden.

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