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Teebaum

by Danaae

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Das Öl ist ausschließlich äußerlich anzuwenden und sollte hierfür in den meisten Fällen verdünnt werden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören allergische Hautreaktionen; bei oraler Einnahme kann es jedoch auch zu schwerwiegenden Auswirkungen kommen.

Australischer Teebaum

  • Systematik: Rosiden; Eurosiden II
  • Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
  • Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
  • Gattung: Myrtenheiden (Melaleuca)
  • Art: Australischer Teebaum
  • Wissenschaftlicher Name: Melaleuca alternifolia
  • Synonyme: Melaleuca linariifolia var. alternifolia
  • Weitere verwendete Arten: Melaleuca linariifolia; Melaleuca dissitiflora; M. leucadendra (Cajeputbaum); Melaleuca quinquenervia (Myrtenheide)

Der Teebaum als Heilpflanze

Heilwirkung von Teebaumöl – Das ätherische Öl vom Australischen Teebaum

Der Australische Teebaum ist jene Pflanze, von welcher eines der bekanntesten ätherischen Öle – das Teebaumöl – stammt. Wie der Name bereits verrät, ist der 2,5 bis 14 Meter hohe Strauch oder Baum aus der Gattung der Myrtenheiden in Australien beheimatet.

Von Wunden über Erkältungen bis hin zu Mundraum-Entzündungen – Überlieferungen zufolge sollen bereits die Ureinwohner Australiens die zerkleinerten Blätter zur Behandlung zahlreicher Leiden genutzt haben.

Australischer Teebaum (Melaleuca alternifolia)

Australischer Teebaum
Tangopaso, Melaleuca alternifolia (Maria Serena) tree, als gemeinfrei gekennzeichnet

Heute ist bekannt, dass Teebaumöl gegen verschiedene Bakterien, Viren und Pilze wirksam ist und vermutlich zur Behandlung von kleinen Wunden und Insektenstichen jedoch auch Akne, Furunkeln, Fußpilz sowie Mundschleimhaut-Entzündungen eingesetzt werden kann.

Trotz zahlreicher Untersuchungen zur Heilpflanze gibt es jedoch nur wenige Nachweise für die Wirksamkeit des Naturheilmittels. Ein Großteil der Studien erfolgte nämlich bereits vor vielen Jahren und erfüllt nicht die heutigen Standards, weshalb die Studienlage als unzureichend eingeschätzt wird.

Sicher ist jedoch, dass Teebaumöl ausschließlich äußerlich auf der Haut oder zum Gurgeln angewandt werden sollte, da das Verschlucken oder Inhalieren das zentrale Nervensystem beeinträchtigen kann.

Doch auch bei der äußerlichen Verwendung kann es zu unerwünschten Reaktionen der Haut kommen, insbesondere wenn das Öl unverdünnt angewendet wird und wenn es falsch oder lange gelagert wurde.


Verwendete Arten zur Gewinnung des Teebaumöls

Während die Bezeichnung „Teebaumöl“ im Grunde für das ätherische Öl des Australischen Teebaums (Melaleuca alternifolia) steht, wird es auch für die Öle weiterer Arten der Pflanzengattung verwendet.

Arten, aus denen Teebaumöl gewonnen wird, sind u.a.:

  • Australischer Teebaum (Melaleuca alternifolia)
  • Silberbaum-Myrtenheide (Melaleuca leucadendra)
  • Myrtenheide (Melaleuca quinquenervia)
  • Melaleuca cajuputi
  • M. viridflora
  • Melaleuca linariifolia
  • Melaleuca dissitiflora

Geschichte des Teebaumöls

Die Geschichte vom Öl des Australischen Teebaums

Der Teebau wurde wahrscheinlich bereits von den Ureinwohnern Australiens als Heilpflanze verwendet. Historischen Quellen zufolge nutzten die Aborigines die Blätter u.a. zur Behandlung von offenen Wunden, Erkältungen, Hautinfektionen, Läusen und Zahnfleischentzündungen.

Die Blätter wurden bspw. in Form von Umschlägen bei Verletzungen genutzt oder für Aufgüsse zur Linderung von Halsschmerzen und Hauterkrankungen eingesetzt. Den Überlieferungen zufolge inhalierten die australischen Ureinwohner die Öle der zerkleinerten Blätter außerdem, um Erkältungen und Husten zu behandeln.

Australischer Teebaum (Melaleuca alternifolia)

Fruchtkapseln von Melaleuca alternifolia
Geoff Derrin, Melaleuca alternifolia fruits, CC BY-SA 4.0

In den 1920er Jahren untersuchte der australische Chemiker Arthur de Ramon Penfold die ätherischen Öle des Kontinents und beschrieb ihre medizinischen Eigenschaften. Die erste dokumentierte Destillation im wissenschaftlichen Rahmen erfolgte im Jahr 1925. Seither begann die kommerzielle Nutzung und Produktion von Teebaumöl, dessen wichtigste Art der Australische Teebaum ist.

Teebaumöl gehörte bis zur Entdeckung von Penicillin zu den wichtigsten Antiseptika und wurde standardmäßig für Operationen eingesetzt, insbesondere im Mundraum. Im Zweiten Weltkrieg war Teebaumöl ein wichtiger Bestandteil von allen Erste-Hilfe-Ausrüstungen der australischen Truppen, welche in den Tropen stationiert waren.

Das ätherische Öl geriet jedoch nach der Entdeckung von Penicillin und anderen Antibiotika einstweilig in Vergessenheit. Als Naturprodukt erlangte es aber ab den 1970er Jahren wieder steigender Beliebtheit.

Heute gehört Teebaumöl zu den bekanntesten ätherischen Ölen und Naturheilmitteln. Im Jahr 2017 wurde der sein für auf 39 Millionen US-Dollar geschätzt.


Nutzung & Definition

Für was kann man Teebaumöl verwenden?

Teebaumöl findet aufgrund seiner Wirkung gegen Bakterien, Pilze und andere Krankheitserreger zur Behandlung zahlreicher Beschwerden Verwendung. Es kann hierfür in seiner reinen Form bzw. verdünnt mit Wasser eingesetzt werden und ist auch Bestandteil diverser kosmetischer Präparate wie Cremes, Shampoos oder Zahnpasten.

Präparate und Produkte mit Teebaumöl sind z.B.:

  • Shampoos
  • Handcremes
  • Körpercremes
  • Deodorants
  • Badezusätze
  • Seifen
  • Zahnpasta
  • Mundwasser

Teebaumöl ist auch in vielen Mitteln gegen Erkältungen oder Gelenkschmerzen enthalten und wird hierbei häufig mit anderen Heilpflanzen wie Pfefferminze, Anis, Rosmarin, Eukalyptus, Thymian, Arnika oder Kiefer kombiniert.

Das ätherische Öl des Teebaums kann außerdem zur Konservierung mehrerer kosmetischer Produkte verwendet werden.


Aufbewahrung – Wie lange ist Teebaumöl haltbar?

Teebaumöl sollte fachgerecht aufbewahrt werden, um die Bildung von Oxidationsprodukten zu vermeiden. Altes oder falsch gelagertes Teebaumöl birgt nämlich ein höheres Risiko für allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten.

Das Öl ist in luftdichten Behältern, Licht- und Hitze-geschützt aufzubewahren, also an einem schattigen Ort bei Raumtemperatur. Unter genannten Bedingungen hält sich das Öl nach Anbruch etwa 6 Monate.


Definition von Teebaumöl

Teebaumöl

Teebaumöl
Kriplozoik, Tea-tree-oil-bottle, CC BY-SA 3.0

Als Teebaumöl wird das ätherischer Öl aus den Blättern und Zweigen des Australischen Teebaums jedoch auch anderer Arten wie dem Melaleuca dissitiflora und Melaleuca linariifolia bezeichnet. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen.

  • Teebaumöl (Melaleucae aetheroleum)
    • Beschreibung: das aus den Blättern und Zweigspitzen gewonnene ätherische Öl
    • Synonyme: Oleum Melaleucae

Die Zubereitungen der Pflanze sind in flüssigen und halbfesten Darreichungsformen zur äußeren Anwendung auf der Haut erhältlich. Flüssige Darreichungen eignen sich zudem zur bukkalen Anwendung, also zum Gurgeln.


Anwendung von Teebaumöl

Anwendungsgebiete – Für was ist Teebaumöl alles gut?

Medizinisch anerkannte Anwendungen von Teebaumöl sind:

  • Kleine, oberflächliche Wunden (zur Behandlung)
  • Insektenstiche (zur Behandlung)
  • Kleine Geschwüre (zur Behandlung)
    • Furunkel
    • leichte Akne
  • Leichter Fußpilz (zur Linderung von Juckreiz und Reizungen)
  • Leichte Entzündungen der Mundschleimhaut (zur symptomatischen Behandlung)

Genannte Anwendungen des Teebaumöls werden vom HMPC, also dem Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) anerkannt.

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Die Schlussfolgerungen des Ausschusses beruhen auf der langjährigen traditionellen Verwendung des Öls bei genannten Anwendungen. Das bedeutet, dass die Wirksamkeit trotz unzureichender Belege aus klinischen Studien plausibel ist und dass Teebaumöl nachweislich seit mindestens 30 Jahren, davon mindestens 15 Jahren in der EU, sicher auf diese Weise verwendet wurde.

Die Behandlung mit traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln bedarf außerdem keiner ärztlichen Überwachung.

Bei der Bewertung des Teebaums berücksichtigte der HMPC darüber hinaus auch klinische Studien, in denen positive Wirkungen des Teebaumöls bestätigt werden konnten, allerdings wiesen diese Mängel auf.

So liegen etwa Studien zu Patienten, welche an Fußpilz, Akne, Mundraumentzündungen oder Wunden litten vor, bei denen die Teilnehmerzahl jedoch zu gering und das Studiendesign mangelhaft war.


Gemäß ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) eignet sich Teebaumöl zur Behandlung folgender Leiden:

  • Bakterielle Infektionen und Pilzinfektionen der Haut einschließlich:
    • Furunkulose (viele, wiederauftretende Furunkel)
    • Fußpilz
    • Nagelpilz
    • Schuppen
  • Vaginale Infektionen wie
    • Trichomonas vaginalis bzw. Trichomoniasis
    • Vaginale Pilzinfektion (Scheidenpilz)
    • vaginale Cervicitis (Gebärmutterhalsentzündung)
  • zur Eradikation (Ausrottung) von MRSA (Multiresistenter Staphylococcus aureus) bei Aufenthalten im Krankenhaus

Wirkung & Studien

Wirksamkeit von Teebaumöl – Studien zur Heilpflanze

Es gibt mehrere klinische Studien zu Teebaumöl, welche unter verschiedenen Bedingungen die Wirksamkeit des Öls als Antiseptikum nachweisen konnten. Allerdings werden viele der Studien aus heutiger Sicht als mangelhaft eingeschätzt, da bspw. das Studiendesign unzureichend und/oder die Teilnehmerzahlen zu gering waren.

Teebaumöl ist zwar durchaus in der Lage, Viren, Bakterien und Pilze abzutöten bzw. diese unschädlich zu machen. Unklar ist jedoch, inwiefern sich diese Eigenschaften zur medizinischen Behandlung beim Menschen nutzen lassen.


Viren & Bakterien

Ist Teebaumöl gut gegen Viren und Bakterien?

Unter anderem zeigten zwei in unterschiedlichen Ländern durchgeführte randomisierte, kontrollierte Studien aus den Jahren 1990 und 2007, dass ein 5-prozentiges Teebaumöl-Gel die Hautschäden bei der Behandlung von leichter bis mittelschwerer Akne vulgaris verbessern kann.

Australischer Teebaum (Melaleuca alternifolia)

Australischer Teebaum
Tangopaso, Melaleuca alternifolia (Maria Serena), als gemeinfrei gekennzeichnet

Eine weitere Studie aus dem Jahr 1960 zeigte zwar positive Ergebnisse zur Wirksamkeit von reinem Teebaumöl bei Furunkulose, allerdings entspricht diese nicht den heutigen Standards und wird entsprechend als unzureichend eingeschätzt.

Weiterhin konnten sowohl zwei randomisierte Studien sowie eine offene, kontrollierte Pilotstudie zeigen, dass verschiedene Konzentrationen des Wirkstoffs aufgrund ihrer antimikrobiellen Wirkung die Wundheilung fördern und bei der Ausrottung von MRSA helfen können.

Darüber hinaus liegen verschiedene klinische Studien vor, in denen unterschiedliche Teebaumöl-Zubereitungen bei einer Reihe von Erkrankungen der Mundhöhle sowie zur Vorbeugung von Zahnbelag untersucht wurden. Hierbei waren aber entweder die Teilnehmerzahlen zu gering oder die Untersuchungen kamen zu keinem signifikanten Ergebnis.


Hefen & Pilze

Teebaumöl bei Hefe- und Pilzinfektionen

Die Verwendung von Teebaumöl zur Behandlung von Hefe- und Pilzinfektionen wurde insgesamt in verschiedenen klinischen Studien untersucht, allerdings entsprechen viele der Untersuchungen nicht den heutigen Standards.

So fehlen in einigen der Untersuchungen Angaben zum Gehalt des Öls im verwendeten Präparat, während andere der Studien ein mangelhaftes Studiendesign und/oder zu weniger Teilnehmerzahlen aufwiesen.

Es liegen klinische Studien aus dem Jahr 1992 und 2002 vor, welche zeigen, dass 25- und 50-prozentige Teebaumöllösungen bei der Behandlung von Fußpilz (Tinea pedis) zu einer signifikanteren Verbesserung der Symptome im Vergleich zum Placebo führen. Das Öl war zwar gegen die Beschwerden wirksam, nicht jedoch gegen die Ursache der Erkrankung.

Darüber hinaus ergab eine Studie aus dem Jahr 1994, dass reines Teebaumöl bei Nagelpilz (Onychomykose) eine vergleichbare Wirkung wie das Pilzmittel (Antimykotikum) Clotrimazol hat. Zu positiven Ergebnissen kommt zudem eine Studie von 1999, in welcher eine teebaumhaltige Creme gegen Nagelpilz eingesetzt wurde. Allerdings fehlen hierbei Informationen zu der Konzentration des Wirkstoffs in der Creme.


Verwendung & Dosierung

Dosieren und anwenden – Wie benutzt man Teebaumöl?

Teebaumöl eignet sich ausschließlich zur äußeren Anwendung auf der Haut oder Mundschleimhaut und wird hierbei meist verdünnt eingesetzt. Die Dosierung und Art der Anwendung variieren je nach Anwendungsgebiet und verwendetem Präparat.

Bei bakteriellen und pilzbedingten Hautbeschwerden wie z.B. Fußpilz oder Akne kommen meistens Zubereitungen mit 5 bis 10 Prozent Teebaumöl zum Einsatz. Bei Anwendung im Mundraum ist das Teebaumöl stark zu verdünnen.

Wunde Manuka Honig behandelnAnwendungshinweise

  • Teebaumöl eignet sich nur für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren.
  • Das Öl ist ausschließlich zur äußerlichen Anwendung oder zum Gurgeln geeignet und sollte in den meisten Fällen vor der Verwendung verdünnt werden.
  • Halten Ihre Symptome während der Behandlung weiterhin an bzw. verschlechtern sich diese, ist ärztlicher Rat einzuholen.

Kann man Teebaumöl im Mund anwenden?

Teebaumöl kann grundsätzlich im Mund angewandt werden, allerdings sollte es keinesfalls heruntergeschluckt werden. Zur Anwendung im Mundraum muss das Öl außerdem ausreichend verdünnt werden.

Anwendungsdauer

Die empfohlene Anwendungsdauer von Teebaumöl variiert je nach Einsatzgebiet. Bei Furunkeln und Fußpilz sollte das Öl ohne ärztlichen Rat nicht länger als einen Monat angewandt werden, während Entzündungen im Mundraum sowie Wunden und Insektenstiche, welche auch nach einer Woche nicht abgeheilt sind, ärztlich zu untersuchen sind.

Wenden Sie das Öl entsprechend des Anwendungsgebiets nicht länger an als:

  • Geschwüre und Fußpilz: 30 Tage
  • Wunden & Insektenstiche: 7 Tage
  • Mundraum-Entzündungen: 5 Tage

Allgemeine Dosierempfehlung

Die nachfolgend genannten Teebaumöl Dosierungen beziehen sich auf Jugendliche über 12 Jahren und Erwachsene.

Äußere Anwendung auf der Haut

  • Einzeldosis: 0,5- bis 10-prozentige Lösung
  • Häufigkeit: bis zu 3 Mal am Tag auf die betroffene Hautstelle auftragen

oder:

  • Einzeldosis: 1 ml Teebaumöl in 100 ml Wasser geben und aufschütteln
  • Art der Anwendung: eine Kompresse darin tränken und auf die betroffene Stelle geben

Teebaumöl zum Gurgeln

  • Einzeldosis: 0,1 bis 0,3 ml Teebaumöl
  • Anwendungsart: in 100 ml Wasser geben
  • Häufigkeit: mehrmals täglich zum Gurgeln verwenden

Je nach Einsatzgebiet

Teebaumöl Dosis und Anwendung je nach Anwendungsgebiet

Die vom HMPC empfohlenen Dosierungen je nach Einsatzgebiet sind:


Wunden und Insektenstiche

  • Einzeldosis: 0,03 bis 0,07 ml
  • Art der Anwendung: Das unverdünnte Öls mit einem Wattestäbchen auf die betroffene Stelle auftragen
  • Häufigkeit: 1 bis 3 Mal am Tag

oder:

  • Dosis: Flüssige Teebaumöl-Zubereitungen mit 0,5 bis 10 % ätherischem Öl
  • Häufigkeit: 1 bis 3 Mal täglich auf die betroffene Stelle auftragen.

Furunkel und Akne (kleine Geschwüre)

Akne Manuka Honig Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEAS)

Akne (Acne vulgaris)

  • Einzeldosis: 0,7 bis 1 ml des ätherischen Öls in 100 ml lauwarmes Wasser mischen
  • Art der Anwendung: einen Verband im Wasser-Öl-Gemisch tränken und auf die betroffene Hautstelle auftragen

oder:

  • Dosierung: Ölige, flüssige oder halbfeste Zubereitungen mit 10 % ätherischem Teebaumöl
  • Häufigkeit: 1 bis 3 Mal auf die betroffene Stelle auftragen

oder:

  • Dosis: ein paar Tropfen unverdünntes Teebaumöl
  • Anwendungsart: auf ein Wattestäbchen geben
  • Häufigkeit: 2 bis 3 Mal täglich auf den Furunkel auftragen

Fußpilz (Tinea pedis)

  • Dosis: (Ölige, flüssige oder halbfeste) Zubereitungen mit 10 % Teebaumöl
  • Häufigkeit: 1 bis 3 Mal täglich auf die betroffene Stelle auftragen

oder

  • Einzeldosis: 0,17 bis 0,33 ml Teebaumöl
  • Art der Anwendung: in ein Fußbad geben (das Wasser sollte die Füße bedecken) und Füße darin einweichen
  • Anwendungsdauer: 5 bis 10 Minuten am Tag

oder

  • Dosis: Das unverdünnte Öl mit einem Wattestäbchen auf die betroffene Hautstelle auftragen
  • Häufigkeit: 2 bis 3 Mal am Tag

Mundschleimhaut-Entzündungen

  • Einzeldosis: 0,17 bis 0,33 ml des ätherischen Teebaumöls in 100 ml Wasser geben
  • Art der Anwendung: zum Spülen oder Gurgeln verwenden
  • Häufigkeit: mehrmals täglich

Inhaltsstoffe von Teebaumöl

Inhaltsstoffe und Wirkstoffe – Was ist in Teebaumöl drin?

Teebaumöl ist eine farblose bis blassgelbe Flüssigkeit mit einem aromatisch frischen, kampferartigen Geruch. Das Öl wird durch die Internationale Organisation für Normung (ISO) definiert und besteht aus etwa 100 Substanzen, wie sogenannte Gas-Flüssigkeits-Chromatographie-Analysen ergaben.

Etwa 70 bis 90 Prozent machen dabei die Stoffe Terpinen-4-ol, α-Terpinen und γ-Terpinen aus, während ca. 15 Prozent des Öls aus p-Cymol, Terpinolen, α-Terpineol und α-Pinen bestehen. Das ätherische Öl enthält verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, von denen Terpinen-4-ol der Hauptbestandteil ist.

Die Bestandteile des Öls verändern sich, wenn dieses mit der Luft in Kontakt kommt und oxidiert.


Liste der Wirkstoffe

Analytische Bestandteile des Teebaumöls

Australischer Teebaum (Melaleuca alternifolia)

Zweige mit Laubblättern und Blütenständen
Csubbra, Tea tree plant, CC BY-SA 3.0

  • Terpinen-4-ol (ca. 40 %)
  • α-Terpinen (ca. 20 %)
  • Terpinolen (ca. 3 bis 4 %)
  • Terpineol (ca. 3 bis 4 %)
  • Pinen (ca. 1 bis 4 % α-Pinen)
  • Myrcen
  • Phellandren
  • p-Cymen (0,5 bis 8 %)
  • Limonen (0,5 bis 1,5 %)
  • 1,8-Cineol (Spuren bis 10 %)

Einen Großteil des Teebaumöls macht mit ca. 40 Prozent das Terpinen-4-ol aus, ein sekundärer Pflanzenstoff, welcher einen würzig-blumigen Geruch besitzt und bspw. auch in Fenchel, Majoran oder Schafgarbe vorkommt.

Weiterhin ist das zitronenartig duftende Öl α-Terpinen mit etwa 20 Prozent enthalten, welches einen Bestandteil verschiedener ätherischer Öle darstellt und u.a. als antimikrobielles Reinigungsmittel Anwendung findet.

Teebaumöl enthält außerdem jeweils 3 bis 4 Prozent Terpinolen und Terpineol, welche ebenfalls in vielen ätherischen Ölen vorkommen. Terpineole werden zudem als Duftstoffe in bspw. Parfums und Seifen genutzt.

Aus der farblosen Flüssigkeit Pinene können verschiedene Stoffe wie Citronellal oder Campher synthetisiert werden. Myrcen findet in der Pharmazie und Parfümerie als Geschmacks- und Geruchsstoff Verwendung.

Das Terpen Limonen wird vielfältig verwendet, etwa als Lösungsmittel für Lacke, als Konservierungsmittel für Kosmetika oder als pflanzliches Insektizid sowie auch zur Herstellung von künstlichem THC und Biokunststoffen.

1,8-Cineol, auch Eucalyptol genannt, ist ein Monoterpen, welches bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, Bronchitis, Heuschnupfen und Asthma Anwendung findet. Die farblose, organische Verbindung wirkt bakterizid, schleimlösend und hemmt bestimmte Botenstoffe, welche zur Verengung der Bronchien führen. Je geringer der Gehalt an Eukalyptol im Öls ist, desto geringer jedoch auch das Risiko für Nebenwirkungen.

Bei Phellandren handelt es sich um eine ölige, farblose Flüssigkeit, deren Oxidationsprodukte bei Hautkontakt Allergien auslösen können. Der aromatische Kohlenwasserstoff p-Cymen, auch Camphogen oder Dolcymen, führt bei Inhalation zu Schläfrigkeit, Schwindel und Erbrechen und beim Verschlucken mitunter zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.


Risiken & Nebenwirkungen

Nebenwirkungen – Kann Teebaumöl schädlich sein?

Die Anwendung von Teebaumöl kann zu Hautreaktionen wie stechenden Schmerzen, Juckreiz, Brennen, Reizungen, Hautrötungen, einer Kontaktdermatitis und anderen allergischen Reaktionen führen.

Zu den Nebenwirkungen von Teebaumöl gehören:

Hautarzt Juckreiz Entzündung Kytta Salbe F

  • Hautreaktionen
    • Schmerzen
    • leichter Juckreiz
    • Brennen
    • Reizungen
    • Stechen
    • Rötungen
    • Schwellungen
  • Andere allergische Reaktionen

Die Häufigkeit genannter Nebenwirkungen ist nicht bekannt. In seltenen Fällen (bei 1 bis 10 von 10.000 Patienten) wurde darüber hinaus von verbrennungsähnlichen Hautreaktionen berichtet.

Treten bei Ihnen andere unerwünschte Reaktionen auf, sollten Sie einen Arzt bzw. eine Ärztin konsultieren.


Was passiert, wenn man Teebaumöl verschluckt?

Wird Teebaumöl versehentlich heruntergeschluckt, kann es zu Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems und Muskelschwäche kommen. Bei Erwachsenen klingen diese Symptome jedoch meist innerhalb von 36 Stunden wieder ab.

Personen, welche Teebaumöl innerlich eingenommen haben sollten überwacht und bei Bedarf medizinisch betreut werden.

Achtung! Das Verschlucken von Teebaumöl gilt bei Kindern als medizinischer Notfall, welcher unmittelbarer Behandlung im Krankenhaus zur Unterstützung der Atmung erfordert.

Warnhinweise

  • Teebaumöl eignet sich nicht zur oralen Einnahme oder Inhalation
  • Wenden Sie das Öl nicht in den Augen oder Ohren an
  • Verschlimmern sich Ihre Symptome während der Behandlung, sollten Sie einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen
  • Tritt während der Behandlung ein Ausschlag auf, ist die Anwendung abzubrechen

Warnhinweise je nach Anwendungsgebiet:

  • Wunden und Insektenstiche: bei Fieber oder bei Anzeichen einer sich verschlimmernden Hautinfektion ist ein Arzt bzw. eine Ärztin zu konsultieren.
  • Kleine Geschwüre: Bei schwerer Akne ist ein qualifiziertes Fachpersonal zu konsultieren
  • Fußpilz: für die Beseitigung einer Pilzinfektion ist ein Arzt bzw. eine Ärztin zu konsultieren
  • Mundschleimhaut-Entzündungen: Achten Sie darauf, das Öl nicht versehentlich zu verschlucken

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen

Teebaumöl – Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

In folgenden Fällen sollte Teebaumöl nicht bzw. nur nach ärztlicher Absprache angewandt werden:

  • Überempfindlichkeit gegenüber des Wirkstoffs
  • Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren (mangels ausreichender Daten)
  • Schwangerschaft und Stillzeit (mangels ausreichender Daten)

Eine Gegenanzeige besteht bei einer Überempfindlichkeit gegenüber des Wirkstoffs. Da außerdem keine ausreichenden Daten bezüglich der Sicherheit und Unbedenklichkeit bei schwangeren und stillenden Frauen sowie bei Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren vorliegen, wird auch hierbei von der Verwendung abgeraten.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Wechselwirkungen zwischen Teebaumöl und anderen Arzneimitteln sind derzeit keine bekannt. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.


Quellen & Verweise

  • HMPC – Melaleucae aetheroleum | European Medicines Agency
  • European Union herbal monograph on Melaleuca alternifolia
  • Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
  • W. Blaschek: Wichtel – Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis; 6. Auflage Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2015.
  • Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.


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