Seniorenbetreuung

Die Seniorenbetreuung – Ein wachsender Markt


Seniorenbetreuungen gibt es auf dem deutschen Pflegemarkt in unterschiedlichen Ausprägungen, ob in häuslicher Form, in stationären oder auch teilstationärer Art, den Möglichkeiten den Betreuungsmarkt auch zukünftig weiter zu erschließen sind komplex. Anbieter sowie Angebote gibt es in umfangreicher Form. Angehörige von potenziell zu betreuenden Personen sollten hier komplexe Vergleiche einholen, um auch wirklich einschätzen zu können, welches Angebot für den Bedürftigen das entsprechend passendste ist.

Der Fokus in der Betreuung liegt auf der Aktivierung des eigenen Lebens und in einer unterstützenden Anleitung hierzu von der Seite des Alltagsbetreuers oder des Betreuungsassistenten.

Worum geht es bei der Seniorenbetreuung?

Die Seniorenbetreuung gehört zu dem Teilgebiet der sogenannten ganzheitlichen Pflege. Gem. dem § 53 SGB XII haben Menschen, die physische oder psychische Problemstellungen aufweisen und für mehr als 6 Monate von einem ihre Alter entsprechenden normalen Istzustand abweichen werden, einen Unterstützungsanspruch durch Dritte. Die Angestellten von Seniorenheimen o. ä. unterstützen die Pflegebedürftigen bei alle notwendigen Aspekten des täglichen Lebens. Die eigentliche Pflege hierbei gilt nur als kleinerer Teilaspekt hierbei. Die Mitarbeiter sind hier die unterstützende Funktion zur Bewältigung und Gestaltung des Alltags. Sie geben dem Pflegebedürftigen durchaus Unterstützung und Hakt um den Alltag zu bewältigen sowie häufig auch schlicht Lebensmut.

Ein entscheidender Vorteil der Seniorenbetreuung ist, dass sie ganz häufig in den eigenen 4 Wänden des Pflegebedürftigen durchgeführt werden kann. Das erhöht den Wohlfühlfaktor des Patienten im Regelfall stark. Die Seniorenbetreuer nehmen sich während ihrer Betreuung Zeit für ausgiebige Spaziergänge, sprechen mit demjenigen im Rahmen ausführlicher Gespräche und Diskussionen und haben schlicht für die Probleme und Anliegen ein offenes Ohr. In der Regel sind die zu betreuenden Personen bereits viele Jahre verwitwet und häufig auch recht isoliert. So dass ihnen menschlicher Zuspruch und eine leicht führende sowie helfende Hand schlichtweg gut tut.

Aktuell werden diverse ganz unterschiedliche Dienstleistungen im Rahmen der Seniorenbetreuung angeboten. Sowohl öffentliche, wie auch private Anbieter verfügen hier über umfangreiche Angebotsbestandteile. Für die potentiellen Nutzer dieser Angebote ist es hierbei ratsam und empfehlenswert die Leistungen der unterschiedlichen Anbieter untereinander zu vergleichen und sich dann im folgenden Verlauf für das Angebot zu entscheiden, dass am besten passt. Hierbei spielen auch insbesondere Kriterien der Zwischenmenschlichkeit und des guten Bauchgefühls eine entscheidende Rolle.

Das Einholen bzw. das Sprechen mit ganz verschiedenen Betreuern kann hierbei durchaus hilfreich sein. Die Kunden sollten sich grundsätzlich für einen Leistungserbringer entscheiden, der einen guten Ruf in der Branche vorweisen kann und vertraulich ist. Insbesondere bei diesen Betreuungsdienstleistungen gibt es auf dem Markt einige Anbieter, die nicht unbedingt ausschließlich mit Seriosität überzeugen. Hier bereits im Vorfeld die Spreu vom Weizen zu trennen hilft vor späteren Ärgernissen bis hin zum Betrug.

Die Seniorenbetreuung

Die Voraussetzung für die reine Durchführung von Betreuungsdienstleistungen als Betreuer bedarf keiner speziellen Ausbildung, sondern nur lediglich einer recht kurzen Weiterbildung bzw. Qualifizierung.
Bei diesem entsprechenden Lehrgang erlernen die Betreuer ein recht umfangreiches Wissen, das sie befähigt als spätere Seniorenbetreuer zu fungieren bzw. zu arbeiten. Bei dieser Qualifizierung erhalten die späteren Alltagsbegleiter einen Überblick über rechtliche Gestaltung sowie Methoden der unterschiedlichen Alltagsgestaltung. Insbesondere die Themengebiete, die sich mit psychischen Komponenten befassen sind in der Weiterqualifizierung wichtig. Die Alltagsgestaltung für psychisch kranke Senioren und deren Betreuung steht hier weiterhin im Fokus.

Der Umgang mit dementen Patienten steht hierbei im Vordergrund. In diesem Wissensbereich wird mit Kochkursen speziell für Demente gearbeitet. Die pflegerische Handlung wird hierbei dann auch von der prof. examinierten Pflegefachkraft abgehandelt.

Der eigentliche Leistungsumfang

Die ganz allgemeine Arbeit sowie das gesamte Konzept einer Seniorenbetreuung orientiert sich an den Wünschen und an den Bedürfnissen der zu betreuenden Personen. Die einschlägige Biografiearbeit des Betreuers bezüglich des Patienten steht hier im Fokus und übt durchaus eine entscheidende und tragende Rolle im Umgang mit dem zu betreuenden älteren Menschen dar. Die Betreuer sind vor Ort und unterstützen bei ganz alltäglichen Dingen, wie das Zubereiten der Haupt- und Zwischenmahlzeiten. Die Eigenständigkeit der zu betreuenden Person ist hierbei sehr wichtig. Die Selbstbestimmtheit soll und wird gefördert. Einkäufe werden ebenso zusammen gemeistert. Die Säuberung und das Aufräumen der noch bewohnten Wohnung werden auch unterstützend bzw. anleitend durchgeführt.
Der Seniorenbetreuer muss in der Lage sein die Finanzen zu betreuen sowie zu verwalte. Rechtliche Belange finden hierbei auch Beachtung. Die Körperpflege und der Gang zur Toilette oder das Aus- und Ankleiden finden ebenso durch den Betreuer an sich unterstützend statt.

Der Betreuer ist auch für die Gestaltung eines ansprechenden sozialen Umfeldes mit Kontakten mit zuständig und fördert die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte der zu betreuenden Person. Kulturelle Veranstaltungen oder weitere Aktivtäten der Freizeitgestaltung werden durch den Betreuer forciert, unterstützt und abgehandelt. Auch ältere Menschen brauchen einen ihr Bedürfnis entsprechendes soziales Umfeld, dass sie fördert und ihnen das Gefühl gibt auch im Alter am Leben teilhaben zu lassen.
Viele zu betreuende Personen verliere mit der Zeit die räumliche oder auch die zeitliche Orientierung, auch hierbei hilft der Betreuer. Pflegebedürfte Menschen verlieren mit dem Fortschreiten von Alterserkrankungen mentaler Natur häufig ihre innere Ruhe. Sie leiden häufig unter einer ständigen Unruhe oder auch unter Angstzuständen. Viele verlieren hinlänglich das Interesse an den schönen Dingen im Leben und sind recht unmotiviert.

Der Alltagsbegleiter oder der Betreuungsassistent

Die Seniorenbetreuung erfreut sich aufgrund des demografischen Wandels zunehmender Beliebtheit. Die Anzahl der an Demenz erkrankten Senioren weist eine steigende Anzahl auf. Neben den typischen Aufgaben als Alltagsbegleiter nehmen ebenso die Tätigkeiten und Abschlüsse als Betreuungsassistent gem. §87b SGB zu.

Was macht ein Alltagsbegleiter oder Betreuungsassistent?

Im Rahmen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes wurde der noch recht neue Beruf der Betreuungskraft nach § 87b kreiert. Betreuungskräfte können seit diesem Zeitpunkt sowohl in Pflegeheimen, in teilstationären Einrichtungen sowie in Tagespflegen eingesetzt werden. In Deutschland gibt es zum aktuellen Zeitpunkt ca. 25.000 ausgebildete Betreuungskräfte. In den kommenden Jahren soll hierbei eine Erweiterung auf eine Schlagzahl von 45.000 Betreuungskräften erfolgen. Um diese Berufsbezeichnung tragen zu dürfen muss eine kurze Weiterbildung absolviert werden. Nach erfolgreich bestandener Prüfung kann derjenige dann die Berufsbezeichnung Seniorenbetreuer oder Alltagsbegleiter/ Betreuungsassistent gem. § 87b SGB XI“ tragen.

In der häusl. Pflege oder auch in der sogenannten Alltagsbegleitung sind Betreuungskräfte gern gesehen und werden eingestellt. Die Leistungen einer Betreuungskraft werden durch die Pflegekassen vergütet. Hierbei kann eine Geltendmachung über die Verhinderungspflege oder aber durch den Bereich der Betreuungs- oder Entlastungsleistungen.

In der Seniorenbetreuung sind die Grenzen der Betreuungsassistenten, der Alltagsbegleiter oder auch den Begleitdiensten jedoch nicht ganz klar positionierbar. Vielmehr sind die Übergänge fließend. Im Regelfall sind die Leistungen, die die Betreuer in diesen Bereichen anbieten sehr gut über die Pflegekassen abrufbar. Wenn dokumentierte Pflegegrade der Senioren existieren erfolgt das noch viel einfacher.

Zusammenfassung Alltagsbegleitung

 

  • Ein Alltagsbegleiter kann stundenweise die Begleitung oder auch Beschäftigung von älteren Menschen, die eine festgestellte Pflegebedürftigkeit aufweisen in den entsprechenden Häuslichkeiten der Senioren anbieten.
  • Hierbei geht es jedoch ganz entscheidend nicht darum eine pflegerische Leistung bei dem Senioren zu erbringen. Vielmehr geht es um die aktive Unterstützung im Alltag. Die Bewältigung jedoch auch die Gestaltung von alltäglichen Situationen, wie Gesprächen, Spiele oder auch Hilfen im Haushalt
  • Die anfallenden Kosten für eine entsprechend eingesetzte Alltagsbegleitung werden von der Pflegekasse übernommen. Die Pflegekasse übernimmt hierbei sogar die komplette Höhe. Die Abrechnung erfolgt entweder in der Verhinderungspflege oder den zus. Betreuungs- sowie Entlastungsleistungen. Jedoch muss hier eine offizielle Eingruppierung in einen Pflegegrad vorgenommen sein.

Das Konzept & die Aufgaben eines Alltagsbegleiters

Das Gesamtkonzept eines Alltagsbegleiters kann durchaus als umfassend beschrieben werden. Von Hauptgrundsatz her, sollen Alltagsbegleiter in ihrer täglichen Arbeit behinderte aber auch ältere Menschen begleiten und aktivieren. Die Bereiche hierbei zielen sowohl auf den stationären, wie auch auf den ambulanten Bereich, den privaten Haushalten, den Tagespflegen, jedoch auch den Senioren-Wohngruppen ab.
Alltagsbegleiter gelten als optimalstes Entlastungsangebot für Pflegende, die ihre Angehörigen pflegen. Sollten die Angehörigen selbst eine Pause vom stressigen Alltag mit einem Pflegebedürftigen benötigen, springen Alltagsbegleiter gern für ein paar Stunden ein.

Alltagsbegleiter gem. § 87b SGB XI haben ihren Fokus bei der Betreuung und Begleitung von gerontopsychiatrisch veränderten Pflegebedürftigen. Im Speziellen fokussiert man sich hier primär auf Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

Zum Aufgabenspektrum hierbei zählen folgende Schwerpunkte:

  • Das Malen und das Basteln
  • Ein handwerkliches Arbeiten sowie leichte Gartenarbeiten
  • Ggf. das Füttern und die Pflege der Haustiere
  • Das Kochen und Das Backen
  • Die Anfertigung von Erinnerungsalben
  • Das Musik hören, Das Musizieren, Das Singen
  • Brett- und Kartenspiele
  • Spaziergänge sowie Ausflüge
  • Bewegungsübungen sowie das Tanzen in einer Gruppe
  • Der Besuch von kulturellen Veranstaltungen oder Sportveranstaltungen bis hin zu Gottesdiensten sowie Friedhöfen
  • Das Lesen und auch das Vorlesen

Die Alltagsbegleiter stehen im Rahmen Ihrer Aufgaben auch für ganz alltägliche Gespräche bereit und zur Verfügung. Sie sollen den zu betreuenden Personen die Ängste des täglichen Lebens nehmen und Orientierung als feste Säule in ihrem Betreuungsalltag bieten. Die eigentlichen Betreuungsleistungen sollen sich jedoch an den Wünschen, den Erwartungen jedoch auch an den Befindlichkeiten und noch vorhandenen Fähigkeiten des Anspruchsberechtigten bemessen und orientieren. Alltagsbegleiter sollten sich, um ihre Betreuung hier optimal gestalten zu können mit den grundlegenden biografischen Rahmenbedingungen des zu Betreuenden auseinandersetzen.

Um einen guten Alltagsbegleiter zu finden, können sich Angehörige an unterschiedliche Einrichtungen wenden. Gute Möglichkeiten, um relativ schnell die Suche zu beenden sind ambulante Dienste, Wohlfahrtorganisationen oder auch Seniorenbüros. Es gibt mittlerweile auch einige Onlineplattformen, die eine Koordination von Alltagsbegleitern übernehmen.

Die eigentliche Qualifikation von Betreuungsassistenten bzw. einer Betreuungskraft gem. § 87b SGB XI

Jeder Betreuungsassistent gem. §87b bzw. ein Alltagsbegleiter gem. § 87b SGB XI wird für die Ausübung der Tätigkeit entsprechend geschult und ausgebildet. Jeder der diese Berufsbezeichnung tragen möchte, muss eine Ausbildung im Umfang von 160 Unterrichtsstunden sowie ein zusätzlich 2-wöchiges Praktikum absolvieren. Das Praktikum wird in der Form eines Betreuungspraktikums durchgeführt. Diese Ausbildung dauert im Regelfall ca. 4 Monate. Die Betreuungskraft ist keine examinierte Pflegefachkraft, jedoch geht es bei dieser Ausbildung auch eher weniger um pflegerische Aspekte der Altenpflege, als vielmehr um reine Betreuungs- und Aktivierungsbestrebungen.

Auch ist ein Betreuungsassistent nicht mit einem Altenpflegemitarbeiter zu verwechseln, der ein kleines Examen vorweisen kann, ein Altenpflegehelfer beispielsweise. Denn auch dieser Mitarbeiter wird primär für pflegerische Aspekte in den Altenpflegeeinrichtungen eingesetzt. Derjenige muss auch eine sogenannte Berufsfachschule der Altenpflegehilfe absolvieren. Grundpflegerische Tätigkeiten stehen bei ihm im Mittelpunkt bis hin zu einigen Tätigkeiten der Behandlungspflege. Dieser Berufsbereich ist jedoch nicht bundesweit einheitlich geregelt und weist durchaus Unterschiede in den einzelnen Bundesländern auf.

Der Alltagsbegleiter in der alltäglichen Altenpflege

Die Aufgaben des Alltagsbegleiters in einem Pflegeheim sind klar gegliedert. Der Mitarbeiter ist dafür da, um den Alltag des meist dementen Bewohners zu koordinieren und die Freizeitaktivitäten bestmöglich zu gestalten. Ob das Gebiet des Vorlesens tangiert ist oder Einzel- bzw. Gruppenarbeiten vorgenommen werden sollen oder das therapeut. Einzelangebot angesprochen wird. Diese Thematiken fallen in die Handlungskompetenz des Alltagsbegleiters. Die grundsätzlichen Tätigkeiten sind in Summe sehr abwechslungsreich, eigenverantwortlich und kreativ. Wer einen Job gem. Schema F in der Altenpflege sucht ist auch hier fehl am Platze.

Der Alltagsbegleiter in Privathaushalten

Die Alltagsbegleiter in einem privaten Haushalt haben schwerpunktmäßig andere Aufgaben inne, als Alltagsbegleiter in der Altenpflege. Hierbei steht im Fokus, dass ein Alltagsbegleiter keine Konkurrenz zu einer entsprechenden examinierten Pflegefachkraft eines häuslichen Pflegedienstes darstellt. Der Alltagsbegleiter übernimmt auch in privaten Haushalten keine Pflegefunktionen oder pflegerischen Aufgaben. Dieses Aufgabenspektrum befindet sich im Spektrum der examinierten Pflegefachkräfte. Die Alltagsbegleitung übernimmt infolge dessen keine Behandlungspflege und keine Tätigkeiten, die der Grundpflege zuzuordnen sind.

Grundsätzliche Aufgaben eines Alltagsbegleiters in einem privaten Haushalt:

  • Die Gestaltung des individuellen Tagesablaufs
  • Die Entlastung der pflegend. Angehörigen
  • Die Begleitung des Kunden bei Einkäufen und Freizeitaktivitäten
  • Die Betreuung von Personen mit Demenz
  • Beschäftigungsangebote wie z.B. das Spielen, das Lesen, das Malen etc.

Die Alltagsbegleiter oder Betreuungsassistenten für Demenzkranke, Senioren sowie für Behinderte

Insbesondere wenn Angehörige oder Pflegeeinrichtungen einen Alltagsbegleiter bzw. einen Betreuungsassistenten suchen, der sich mit Menschen mit Demenz, Behinderten oder schlicht mit Senioren auskennen soll, so ist es fundamental wichtig, dass hier eine adäquate Ausbildung vorliegt und ggf. auch schon einschlägige Erfahrung vorzeigbar ist. Eine Betreuungskräfte gem. § 87b SGB XI hat bereits in ihrer Ausbildung einschlägige Kenntnisse erworben und Erfahrungen gesammelt, die sie zu einer adäquaten Arbeit mit an Demenz erkrankten Personen befähigen.

Die Kostenerstattung sowie die Finanzierung eines Alltagsbegleiters oder auch eines Betreuungsassistenten

Mit der Ausweitung und Optimierung des Pflegestärkungsgesetz (PSG I) erfolgte eine zusätzl. Ausweitung der Betreuungs- sowie Entlastungsleistungen auf alle Menschen, denen ein Pflegegrad zuordenbar ist. Seit diesem Zeitpunkt können nun auch Alltagsbegleiter oder Betreuungsassistenten entsprechend in privaten Haushalten arbeiten.

  • Ein Pflegebedürftiger mit einem Pflegegrad erhält monatlich 104 Euro (zusätzl. als Betreuungs- und Entlastungsleistungen).
  • Ein Pflegebedürftiger mit einem Pflegegrad und einer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz bekommt monatlich 208 Euro (zusätzl. als Betreuungs- sowie Entlastungsleistungen).
  • Auch eine Abrechnung als Urlaubsvertretung im Rahmen der Verhinderungspflege ist möglich.

Unterschied zw. Alltagsbegleitern sowie Pflegeassistenten

Ein Alltagsbegleiter hat meist eine Ausbildung, gem. den Grundsätzen des § 87b SGB XI. Diese Ausbildung ermöglicht eine Begleitung im Alltag, hat im Regelfall aber kaum pflegerische Aspekte inne. Dennoch ist der reine Unterschiede zum Pflegehelfer oder Pflegeassistenten durchaus nicht immer scharf. In der Praxis werden durchaus einige Absolventen des Betreuungsassistenten gem. § 87b SGB XI als Pflegehelfer eingestellt, da auch in der Ausbildung ein pflegerischer Mindestanteil integriert ist, in wieweit das den Anforderungen der Mitarbeiter jedoch gerecht wird ist hierbei fraglich.

Fragen & Antworten zur Seniorenbetreuung

 

In wieweit unterscheidet sich ein Alltagsbegleiter von einer examinierten Pflegekraft?

Ein Alltagsbegleiter muss zum Erwerb seiner Qualifikation eine Weiterqualifizierung vornehmen. Diese Qualifizierung dauert im Regelfall 4 Monate und enthält neben theoretischen Wissensmodulen ein 2 wöchige Praxisphase. Die examinierte Pflegefachkraft hat eine umfangreiche 3 jährige Ausbildung hinter sich gebracht und auch bestanden. Der Fokus liegt hierbei in der späteren Altenpflegearbeit auf der Grund- und Behandlungspflege des Pflegebedürftigen. Die eigentliche Betreuungsarbeit, die im Regelfall mit der entsprechenden Pflege nichts zu tun hat übernimmt dann der Alltagsbegleiter. Er übernimmt die Gestaltung eines Tagesablaufes, die Implementierung von sozialen Kontakten sowie eine komplexe Gesprächsführung, die sich auch anhand einer umfangreichen Biografiearbeit des Pflegebedürftigen orientiert. Die Betreuung gibt hierbei die notwendige Hilfe und Sicherheit, um den Alltag auch gerne zu Hause weitgehend eigenständig zu gestalten.

Was ist bei der Auswahl einer Seniorenbetreuung wichtig?

Insbesondere zu betreuende Personen oder im Speziellen auch gern die Angehörigen sehen sich mittlerweile einer Vielzahl von Anbietern und einer noch viel größeren Anzahl an Leistungen im Betreuungsbereich ausgesetzt. Es ist dringend anzuraten, noch bevor entsprechende Betreuungsverträge abgeschlossen werden, dass der zu Betreuende oder dessen Angehörige unbedingt umfangreiche Vergleiche einholen sollen. Dies soll natürlich in Verbindung mit Beratungen erfolgen. Man sollte sich im Endeffekt für denjenigen Betreuer entscheiden, bei dem das passendste Bauchgefühl entsprechend besteht.

Die soziale Einschätzung und auch das zwischenmenschliche Miteinander sind hierbei unsagbar wichtig. In den vergangenen Jahren haben sich am Markt auch einige Anbieter etabliert, deren Ruf aufgrund von zweifelhaften Abrechnungen nicht mehr ganz empfehlenswert ist. Hier sollte man sich wirklich im Vorfeld auch seine Informationen aus Erfahrungsberichten organisieren, um nicht geschädigt zu werden.

Was genau macht eine Seniorenbetreuung bei der zu betreuenden Person?

Die Seniorenbetreuung ist vor Ort bei der zu betreuenden Person für eine nicht pflegerische Betreuung zu ständig. Sie aktiviert die Tagesabläufe und koordiniert sie auch durchaus. Die Betreuung führt eingängige Gespräche und leitet die zu betreuende Person auch durchaus an. Viele ältere Menschen tendieren dazu recht isoliert von sozialen Kontakten zu leben. Die Betreuung, die meist in der Form von Alltagsbegleitern sichergestellt wird, achten auf ein intaktes soziales Umfeld. Es wird insbesondere darauf Wert gelegt, dass der bedürftige ein aktiveres Leben führen kann. Die Selbstbestimmtheit liegt hierbei ganz klar im Fokus der gesamten Arbeit. Beispielsweise werden die Mahlzeiten auch noch durchaus selbst von dem Bedürftigen mit der einen oder anderen Unterstützung begleitet.

Welche Aufgaben nimmt eine Betreuungsassistenz gem. § 87b wahr?

Die Betreuungsassistenz wird häufig synonym für den Alltagsbegleiter verwendet. Im absoluten Fokus der Arbeit des Betreuungsassistenten befindet sich die Arbeit mit an Demenz erkrankten älteren Personen. Sie werden im Rahmen ihrer Ausbildung speziell auf den Umgang mit diesem Personenkreis geschult und ausgebildet, so dass hier eine ganz klare Spezialisierung vorliegt. Der Betreuungsassistent nimmt auch weder grundpflegerische, noch behandlungspflegerische Maßnahmen beim pflegebedürftigen vor. Viel mehr kreiert er für den an Demenz erkrankten Personenkreis einen Alltag. Gestaltet ihn auch anhand einer komplexen Biografiearbeit. Das Basteln, das Malen und auch bis zu einem gewissen Grad das aktivieren stehen hier im Fokus.

Unser Fazit zur Seniorenbetreuung

Die Seniorenbetreuung gehört zu dem Teilgebiet der sogenannten ganzheitlichen Pflege. Gem. dem § 53 SGB XII haben Menschen, die physische oder psychische Problemstellungen aufweisen und für mehr als 6 Monate von einem ihre Alter entsprechenden normalen Istzustand abweichen werden, einen Unterstützungsanspruch durch Dritte. Innerhalb dieses Teilgebietes arbeitet man mittlerweile mit weiterqualifizierten Alltagbegleitern oder Betreuungsassistenten. Wichtig in diesem Bereich ist, dass die Aktivierung und die Koordination des Tageslaufes der zu betreuenden Person im Mittelpunkt stehen. Das Angebot der Betreuungsleistungen ist durchaus als komplex zu bezeichnen. Bevor hier die Entscheidung auf die Buchung eines bestimmten Betreuers fällt ist es unbedingt anzuraten sich unterschiedliche Angebote einzuholen und von Seiten der Angehörigen für die zu betreuende Person, die ideale Betreuungslösung zu finden.

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