HNO-Arzt

HNO-ArztHNO-Ärzte sind Fachmediziner, die sich primär mit dem menschlichen Hals, der menschlichen Nase und den menschlichen Ohren beschäftigen.

Spezielle Ärzte für Hals, Nase und Ohren gab es im Laufe der Geschichte der Medizin immer schon, man könnte also behaupten, dass HNO-Ärzte eine der frühesten Gruppen von Fachärzten waren. Dabei können sie heutzutage sowohl konservative als auch progressive Behandlungsmethoden einsetzen und des Weiteren als niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis oder im Krankenhaus wirken.

Aufgrunddessen viele Menschen oftmals an spontanen oder chronischen Erkrankungen in den Regionen des Fachgebietes der HNO-Ärzte leiden, sind sie vergleichsweise häufig zu finden.

Was sind HNO-Ärzte genau?

HNO-Ärzte sind Fachärzte, die sich auf Oto-Rhino-Laryngologie spezialisiert haben, also Hals-Nasen-Ohren Heilkunde. Dieser zunächst befremdlich anmutenden Name hat seinen Ursprung im alten Griechisch und bedeutet exakt dasselbe wie seine deutsche Entsprechung: Otion = Ohr / rhinos = Nase / larynx = Rachen, Hals od. Kehle.

Wie bereits einleitend erwähnt, findet man diese Ärztegattung glücklicherweise relativ häufig. Diesen Umstand verdankt man dem gehäuften Vorkommen von Erkrankungen im Bereich Nase, Ohren und Hals. Dabei stellt die allgemeine Beschäftigung mit der Oto-Rhino-Laryngologie jedoch nicht das Ende dar, sondern auch diese Fachrichtung, wie beinahe alle medizinischen Fachrichtungen, ist intern in weitere Spezialfelder gegliedert. Verschiedene Teilfelder dieser Disziplin können u.a. sein:

  • Kopf- und Hals Onkologie
  • Neurootlogie
  • Otologie
  • Rhinologie
  • Pädiatrische Oto-Rhino-Laryngologie
  • Laryngologie
  • Plastische und / oder rekonstruktive ChirurgieZusätzlich zum allgemeinen Studium der Medizin ist es für HNO-Ärzte notwendig zwei zusätzliche Ausbildungen bzw. Weiterbildungen notwendig:
    • Zweijährige basale Weiterbildung in allgemeiner Oto-Rhino-Laryngologie
    • Dreijährige spezifizierte Weiterbildung zum Facharzt im selben Bereich

    Es müssen also insgesamt mindestens fünf Jahre zusätzliche Zeit aufgewandt werden, um sich Facharzt der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde nennen zu dürfen. Und obschon sich dies nach viel anhört, handelt es sich um eine normale Zeitspanne für Facharztausbildungen.

    Des weiteren können HNO-Ärzte, wie bereits erwähnt, sowohl konservativ sowie progressiv agieren, das bedeutet, dass sie klassische medikamentöse Heilmittel anwenden oder operieren. Auch chirurgische Fähigkeiten müssen in zusätzlichen Ausbildungen erworben werden. Ebenso die oben genannte plastische Chirurgie kann eine Spezialisierung für HNO-Chirurgen darstellen, so finden sich unter den plastischen Chirurgen in der Regel tatsächlich viele HNO-Ärzte. Besonders im Ausland ist dies ein oft gewählter Berufspfad von Ärzten.

Welche Behandlungsmethoden und Therapien wenden HNO-Ärzte an?

HNO-Ärzte, obschon die reelle physische Größe des Feldes ihrer Spezialisierung recht klein ist, sprich der Kopf und der Hals, haben eine breite Palette etwaiger Möglichkeiten zur Behandlung ihrer Patienten zu Verfügung. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Aufbau der Ohren, des Kopfes und Halses sehr fein ist und man deshalb nicht nur guten Fachwissens bedarf, sondern auch einiges an Geschickt braucht, um beispielsweise die Ohren eines Patienten während einer Behandlung nicht dauerhaft zu schädigen.

Die meisten HNO-Ärzte nutzen zur Behandlung ihrer Patienten zunächst stark spezialisierte medizinische Experimente, die im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verfeinert wurden. Benutzen die HNO-Ärzte vor hundert Jahren für beinahe jeden Eingriff dieselbe grobe Zange, so stehen den heutigen Vertretern dieser Kunst eine Vielzahl an Mittel zur Verfügung, um die Patienten so schonend und gleichzeitig effektiv zu behandeln wie möglich.

Zangen, Spatel, Instrumente zur Vergrößerung, Kratzer, Piekser, schaufelähnliche Geräte usw. sind nur ein paar der oftmals angewandten Werkzeuge. Dabei erfüllt jedes, wie bereits erwähnt, seinen eigenen speziellen Zweck. Insbesondere die Instrumente für die Behandlung des Ohres sind in der Regel besonders fein und bedürfen bei der Handhabung großen Fingerspitzengefühls.

Ein HNO-Arzt wird sich zur Behandlung seiner Patienten, insofern damit Abhilfe geleistet werden kann, also auf diese Gerätschaften verlassen. Bei Infektionen mit Viren oder Bakterien und bei Entzündungen aller Arten kann er natürlich auch nach Ermessen die passenden Medikamente verschreiben, die die Heilung der Krankheiten unterstützen.

Ebenso können HNO-Ärzte chirurgische Eingriffe vornehmen, sollte dies nötig sein. Sprich die Entfernung von Ekzemen, Abszessen, eitrigen Wucherungen oder die Entfernung sonstiger leidverursachender medizinischer Konditionen, denen medikamentös nicht beizukommen ist.

Welche diagnostischen Mittel benutzt ein HNO-Arzt?

Mehr als andere Fachärzte muss ein HNO-Arzt sich auf seine Erfahrung verlassen können, dies ist nicht zuletzt deswegen der Fall, da gerade die sog. Blickdiagnose oder eine Diagnose durch Abtasten der betroffenen Stellen beispielsweise im Bereich des Halses sehr wichtig zur Ermittlung einer etwaigen Krankheit ist.

Viele Bereiche im Bereich des Kopfes, wie zum Beispiel die Ohren sind nur schwer zu betesten, wenn man sich anderer klinischer Mittel, wie Bluttests u.ä. bedient. Sicherlich können auch Bluttests zur Bestätigung entzündlicher Prozesse nützlich sein, aber alles in allem finden Diagnosen meistens mittels der „klassischen“ Methoden statt.

Auch hierzu stehen den HNO-Ärzten spezialisierte Werkzeuge bzw. Instrumente zur Verfügung, die ihnen dabei helfen auch schwierig einzusehende Stellen in Hals und Ohren eindringlich betrachten zu können. Beinahe jeder wird schon mal mit einem Otoskop untersucht worden sein, ohne zu wissen, dass es so heißt. Ein Otoskop bezeichnet das allseits bekannte Instrument, mit dem der Arzt einem ins Ohr guckt. Dafür wird es beispielsweise mit einem passenden Aufsatz versehen und mehr oder weniger tief in den Gehörgang eingeführt. Das eröffnet dem behandelnden Arzt nicht nur eine gute und ungestörte Sicht in das menschliche Ohr, sondern ermöglicht es ihm beispielsweise auch, Ohrenschmalz gezielt mittels einer Pinzette zu entfernen, ohne dabei die Härchen oder die Wände des Gehörganges unnötigen Belastungen aussetzen zu müssen.

Bei gezielten und genauen Untersuchungen von Hals und Nase kommen ähnlich spezialisierte Instrumente zum Einsatz. Das macht das durchführen sog. Klinischer Tests oft unnötig und erspart dem Patienten somit Zeit und etwaige Schmerzen.

Zu Fehldiagnosen kommt es trotzdem im Vergleich nur relativ selten. Das mag an der guten Ausbildung der HNO-Ärzte ebenso liegen, wie an dem zumeist ähnlichen Verlauf und / oder der ähnlichen Darstellung der meisten Krankheiten im besagten Bereich. Das macht die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde im diagnostischen Bereich zu einer kleinen Ausnahme. Da hier noch viel mittels direkter Diagnose gearbeitet wird und man sich weniger auf wissenschaftlich im Labor ausgewertete Proben verlässt.

Worauf sollten Patienten bei der Wahl ihres HNO-Arztes achten?

Besonders bei niedergelassen Ärzten sollte man stets darauf achten, dass man sich gegenseitig sympathisch ist. Ansonsten kann sich kein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufbauen und Untersuchungen werden qualvoll und zäh für beide Parteien.

Auch eine Vorabsuche im Internet oder ein Erfragen von guten HNO-Ärzten im Freundes- und Bekanntenkreis können dabei helfen etwaige schwarze Schafe zu vermeiden. Gleichwohl diese wohl aufgrund der engen Kontrollen in Deutschland sehr sehr selten sein sollten.

Des Weiteren ist auch die Hygiene der Klinik oder der Praxis ein Aushängeschild für jeden Mediziner. Darum könnte auch das ein Indikator dafür sein, ob man mit dem Arzt gut zurecht kommen wird oder nicht.

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