Onkologie

Diagnose, Prävention und Therapie von Krebsgeschwülsten

Behandlung OnkologieAls Onkologie wird jener Bereich in der Medizin bezeichnet, welcher sind mit der medizinischen Behandlung von malignen (bösartigen) Erkrankungen beschäftigt.

Zu diesem Zweig zählen sowohl die Vorsorge und Diagnose also auch die Behandlung und Nachsorge von Tumorerkrankungen.

Außerdem wird die dazugehörige Abteilung von Kliniken als Onkologie bezeichnet.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Onkologie.

Was ist die Onkologie?

Die Onkologie (altgriechisch; „Anschwellung“ – logie) befasst sich wissenschaftlich bezüglich der Grundlagenforschung von Krebserkrankungen. Die Onkologie ist zudem ein Zweig der inneren Medizin und eine Fachabteilung in Kliniken.

Im medizinischen Sinne befasst sich die Onkologie mit der Prävention (Vorbeugung), der Diagnostik, der konservativen Therapie und der Nachsorge von malignen (bösartigen) Gewebeneubildungen und malignen Erkrankungen.

Die Onkologie befasst sich intensiv mit der Krebsprävention (Krebsvorbeugung) und auch der Ausbreitung einer bereits bestehenden malignen Erkrankung.

Eine große Bedeutung besteht darin, Risikofaktoren (zum Beispiel: Genetik, Ernährung, Tabakrauch, Umweltbelastung) für maligne Erkrankungen herauszufinden und dementsprechend das allgemeine Risiko an Krebs zu erkranken, so gering wie möglich zu halten. Sowie auch eine bereits bestehende Erkrankung zu heilen oder einzudämmen.

Onkologen sind Fachärzte (Internisten mit einer Spezialisierung in der Onkologie) und arbeiten intensiv mit Epidemiologen zusammen. Die Epidemiologie ist ein wissenschaftlicher Zweig und bezieht sich auf die Verbreitung, Ursache und Folgen von gesundheitsbezogenen Krankheitszuständen innerhalb einer Population oder Bevölkerung.

Ursprung & Entwicklung

Um die Jahrhundertwende kristallisierte sich aus den Fachbereichen der Chirurgie, der inneren Medizin, der pathologischen Anatomie und der medizinischen Chemie die Onkologie als eigenständiges und der Grundlagenforschung im Jahr 1910 das Fachbereich Onkologie heraus.

1953 wurde das erste Krebsforschungsinstitut errichtet. Die Zunehmenden Aufgaben des Forschungsinstituts führten 1966 zur Eingliederung „Institut für Krebsforschung“ in die medizinische Fakultät der Universitäten.

Funktion; Wirkung & Ziele, Behandlungen & Therapie

Die Onkologie übernimmt in der Wissenschaft und in der Medizin eine wichtige Aufgabe bezüglich maligner Erkrankungen. Ein wichtiges Ziel der Onkologie in der Medizin ist es, Krebserkrankungen wirkungsvoll zu therapieren.

Die Onkologie ist die wichtigste Anlaufstelle für Patienten, welche aufgrund einer Krebserkrankung medizinisch behandelt werden. Einer der Hauptaufgaben der Onkologie in der Medizin ist; bei einer bestehenden Krebserkrankung die geeignete Therapiemethode zu wählen und die Therapie durchzuführen.

Die Onkologie wird an wissenschaftlichen Instituten und in medizinischen Einrichtungen praktiziert und gliedert sich somit in zwei Bereichen:

  • wissenschaftliche Fachrichtung (Krebsforschung und Lehre)
  • Teilbereich der Inneren Medizin/Onkologie (medizinische Therapie)

Durchführung & Wirkungsweise

Die Onkologie ist auf jegliche Formen von Krebserkrankungen spezialisiert und steht in enger Kooperationen mit allen Fachbereichen der Medizin. Sobald ein Verdacht auf Tumorsymptomen besteht, wird ein Onkologe hinzugezogen, welcher dann die genaue Diagnostikerstellung durchführt, sowie die genaue Vorgehensweise der Therapie vorgibt.

Nicht jeder Tumor muss ein Indiz auf eine Krebserkrankung sein, zudem gibt es vielerlei Arten von Krebserkrankungen und diese werden dementsprechend unterschiedlich therapiert. Die Onkologie wird in Facharztpraxen, in onkologischen Fachabteilungen der Krankenhäuser und in Rehabilitationskliniken praktiziert.

Dazu gibt es bestimmte Fachkliniken, welche sich auf die Onkologie und einer dahingehenden medizinischen Therapie von Krebserkrankungen spezialisiert haben.

Die Therapie einer Krebserkrankung kann nicht allgemein festgelegt werden, da die Therapieform je nach Krebsart, dem Stadium der Erkrankung und von Patient zu Patient individuell von einem Facharzt beziehungsweise mehreren Fachärzten bestimmt wird, um den besten Behandlungserfolg erzielen zu können.

Therapiemöglichkeiten einer Krebserkrankung:

Operation:
Eine Operation beinhaltet, das von Krebs befallene Gewebe zu entfernen. Um eine vollständige Entfernung von Tumorzellen sicherzustellen, wird zudem ein Teil des benachbarten Gewebes entfernt.

Chemotherapie:
Durch eine Chemotherapie wird die Zellvermehrung und ein Wachstum eines Tumors unterdrückt . Bei dieser Therapieform werden Substanzen (Zytostatika) in Medikamentenform angewendet und können dementsprechend auch kombiniert werden. Durch eine Kombination kann die Wirkung der Therapie durchaus zusätzlich verstärkt werden.

Molekularbiologische Therapie (zielgerichtete Therapie):
Diese Therapiemethode umfasst eine zielgenaue Zerstörung von Krebszellen.

Strahlentherapie:
Durch radioaktive Strahlungen werden Krebszellen am Wachstum gehindert und sollen durch diese Therapieform bestenfalls vollständig beseitigt werden. Oft wird diese Therapieform nach einer Operation angewendet, um noch vorhandene Tumorzellen vollständig zu zerstören.

Immuntherapie:
Bei dieser Therapiemethode werden Checkpoint-Inhibitoren angewendet, welche krebsbedingte Blockaden auflösen und das Immunsystem anregen. Somit können „versteckte“ Tumorzellen gehemmt und vernichtet werden.

Hyperthermie (Überwärmung):
Diese Therapiemethode überwärmt bestimmte Körperteile oder den ganzen Körper und kann als eine unterstützend Therapiemethode zum Therapieeinsatz kommen. Diese Therapieform kann vorhandene Krebszellen und einen Tumor empfindlicher machen und dadurch eine Chemo- oder Strahlentherapie in der Wirkung unterstützen.

(Anti)- Hormontherapie:
Bei dieser Therapiemethode werden körpereigene Hormone gezielt ausgeschaltet oder ersetzt. Dieses verhindert den Wachstum eines bösartigen Tumors.

Palliativmedizin (medizinische Versorgung bei weit fortgeschrittener Erkrankung):
Bei einer bereits weit fortgeschrittenen Krebserkrankung wird die Palliativmedizin angewendet, um besonders bestehende Schmerzen und anderweitige Krankheitssymptome weitgehend zu lindern. Dabei werden in der Palliativmedizin auch soziale Schwierigkeiten einbezogen. Die Palliativmedizin befasst sich mit dem allgemeinen Leidensdruck des Patienten und einer dahingehenden medizinischen Versorgung.

Naturmedizin und Komplementärmedizin:
Diese Therapieformen sind wissenschaftlich nicht belegt. Einige Patienten versprechen sich jedoch eine Besserung der Krebserkrankung beziehungsweise eine Besserung der Symptome und möchten die Naturmedizin in einer medizinischen Behandlung mit einbeziehen.

Wird eine solche Therapieform unterstützend in Erwägung gezogen, so sollten jegliche Vorgehensweisen mit dem Onkologen bezüglich möglicher Wechselwirkungen besprochen werden. Bei einigen Krebsformen werden die Therapiemethoden kombiniert und meist zusätzlich durch körperlich und psychisch unterstützende Maßnahmen begleitet.

In den meisten Fällen kann eine Schmerzlinderung, welches oft ein Begleitsymptom einer Krebserkrankung ist, vollständig unterdrückt werden und der Patient ist weitgehend schmerzfrei. Welche Behandlungsmethode bei einer Krebserkrankung in Frage kommen kann, ist abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild und erfolgt auf der Basis einer Supportivtherapie (Zusammenfassung der gesamten Therapie).

Hilft gegen/wird angewendet bei:

Die Onkologie befasst sich mit der Behandlung aller Krebserkrankungen. Die genannten Krebserkrankungen sind jene, welche am häufigsten diagnostiziert und dementsprechend unterschiedlich therapiert werden. Bei Männern und Frauen lässt sich statistisch eine Unterscheidung der Häufigkeit feststellen. Die verschiedenen Krebsarten sind weitreichend. Aktuell sind über dreihundert verschiedene Krebsarten bekannt.

Fördert & Stärkt

  • Vollständige Heilung oder Hemmung der Krebserkrankung
  • Stärkung des Organismus
  • Schmerzlinderung
  • Erhöhung der Lebensqualität und der Lebensdauer

Inwieweit sich eine Therapie auf den einzelnen Patienten auswirkt, kann deutlich unterschiedlich sein. Behandlung OnkologieDementsprechend ist auch der Allgemeinzustand des einzelnen Patienten und die allgemeine körperliche und auch seelischen Verfassung ein bedeutender Faktoren, welcher sich auf die Heilungschancen ebenso auswirken kann.

In den letzten drei Jahrzehnten ist die Medizin in Verbindung der vorbeugenden Maßnahmen und der wissenschaftlich erforschten Therapiemöglichkeiten zu wichtigen Erkenntnissen gekommen, welche der Behandlungsmöglichkeiten bedeutend zugute kommen.

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine Krebserkrankung vollständig zu therapieren und die Lebensqualität deutlich zu stärken. Die Heilungschancen sind in den letzten Jahrzehnten angestiegen und es können wirkungsvolle Therapiemethoden angewendet werden.

Diagnose & Untersuchungsmethoden

Im Bereich der Diagnostik stehen dem Onkologen moderne Verfahrenstechniken der Medizin zur Verfügung. Die wissenschaftlichen Forschungsarbeiten der Onkologie tragen stetig zu neuesten Erkenntnissen der Therapiemöglichkeiten bei.

Zudem macht die moderne Medizintechnik und die weit entwickelten Diagnoseverfahren eine weitreichende Diagnoseerstellung und somit eine umfassende Therapie möglich. Folgende Untersuchungsmethoden werden bei einem Verdacht auf eine Krebserkrankung durchgeführt:

Anamnese:

  • Lebensgewohnheiten des Patienten
  • Veränderungen die vom Patienten festgestellt wurden
  • Funktionsstörungen (Erbrechen, Verstopfung, Schluckstörungen etc)
  • Lokale Symptome (Schmerzen, Blutungen, Empfindungsstörungen etc)

Klinische Befunde:

  • körperlicher Allgemeinzustand

Funktionsproben:

  • Lungenfunktion,
  • Funktionstüchtigkeit von Niere, Harn etc.

Bildgebende Verfahren:

  • jegliche bildgebende Verfahren, einschließlich PET (spezielles Diagnostikverfahren bezüglich Krebszellen)

Histologische Untersuchungen (Beurteilung von Zellen und Gewebe:

  • Punktionsbiopsien (Gewebeprobeentnahmen)
  • Probeexzisionen (Gewebeentnahme für die Diagnostik)
  • exfoliative Zytologie (Möglichkeit zur Probengewinnung)
  • Ergusspunkte (diagnostische Probeentnahme)

Laboruntersuchungen:

  • allgemeines Blutbild
  • spezifische Laboruntersuchungen
  • Hormone
  • Tumormarker (Untersuchung der biologischen Substanzen)

Risiken & Nebenwirkungen

Je nach Therapieform können unterschiedliche Risiken und eine Vielzahl von Nebenwirkungen bestehen. Chirurgische Behandlungen können zudem operationstypische Risiken mit sich bringen. Die Nebenwirkungen der medikamentösen Therapiemethoden wirken sich bei jedem Patienten unterschiedlich aus und können dahingehend nicht pauschalisiert werden und hängt auch vom allgemeinen Gesundheitszustand und der Verträglichkeit ab.

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen

  • Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und Lebensmitteln

Bei einer oralen Krebstherapie (medikamentöse Therapie) kann es zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln kommen und dadurch die Wirkung beeinträchtigen. Eine Beeinträchtigung der Wirkung kann ebenso in Verbindung der Nahrungsaufnahme bestehen.

Wer behandelt im Bereich der Onkologie?

Onkologen sind Fachmediziner. Jegliche Behandlungsdurchführung wird ausschließlich von Fachärzten mit einer beruflichen Spezialisierung ausgeübt. Dazu wirken bei einer Therapie auch Fachärzte aus anderen Fachbereichen mit. Zudem können Pflegefachkräfte, Labor-Fachleute, Psychologen und Hausärzte an einer medizinischen Behandlung beteiligt sein.

Unser Fazit:

Die Onkologie ist ein fachspezifischer Bereich in der Medizin und ermöglicht umfassende und zugleich wissenschaftlich belegte Therapien von Krebserkrankungen. Die Onkologie ermöglicht vielen Patienten eine Heilung von maligne und diesbezüglich lebensbedrohenden Erkrankungen. Die Onkologie entwickelt sich wissenschaftlich stetig weiter und ermöglicht daher kompetente, wirkungsvolle und wichtige Behandlungsmöglichkeiten.

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