Chiropraktik

Hilfe durch Chiropraktik?

Chiropraktik behandlungDie Chiropraktik ist eine klassische Behandlung der alternativen Medizin. Sie setzt dabei darauf, den normalen Bewegungsapparat des Menschen wieder herzustellen und praktiziert eine Art „Verschiebung“ der Gelenke.

Ein großes Augenmerk wird bei der Behandlung auf die menschliche Wirbelsäule gelegt. Doch wem können diese alternativen Heilmethoden helfen?

Was ist Chiropraktik?

Mit Verspannungen, Rückenschmerzen und Muskelverkrampfungen haben viele Menschen zu kämpfen. Wer sich traut, sucht in der Alternativmedizin Hilfe und wird mit großer Wahrscheinlichkeit auf Methoden der Chiropraktik treffen. Dabei wird auf die Gabe von Schmerzmitteln in der Regel komplett verzichtet. Stattdessen findet eine so genannte Adjustierung – also eine Einstellung – des Körpers statt, indem einzelne Wirbel „verschoben“ werden.

Für die Patienten besteht die Chancen, dass ihre Schmerzen innerhalb weniger Sekunden komplett verschwinden und sich lediglich einige Wirbel verschoben haben. In manchen Fällen müssen Wirbel und Gelenke auch ein stück weiter voneinander getrennt werden, weil sie aufeinander reiben und damit einen unangenehmen Schmerz erzeugen. So entsteht auch eine neue Beweglichkeit, wenn die Behandlung erfolgreich war.

In der Regel entsteht der Erfolg bei den Behandlungsmethoden der Chiropraktik sofort: Der Patient spürt, dass sein Schmerz etwas besser geworden ist oder ob dieser sich noch verschlimmert hat und kann auch direkt eine Rückmeldung geben.

Funktion, Wirkung & Ziele

Der Behandlungsverlauf kann so geplant werden, wie es die Art der Beschwerden vorgibt. Wie viel Sitzungen nötig sind und wie lange eine einzelne Behandlung andauert, ist individuell zu entscheiden. In jedem Fall gehört zur Behandlung auch ein umfassendes Vorgespräch darüber, welche Beschwerden der Patient hat, seit wann diese bestehen und welche Maßnahmen bislang bereits ausprobiert wurden. Nur so kann eine richtige Behandlung erfolgen.

Das Ziel sollte dabei immer sein, dass Patient wieder so schmerzfrei wie möglich leben kann. Sollte ein Patient in seiner Bewegung eingeschränkt sein, muss diese wieder schmerzfrei erfolgen können. In der Chiropraktik kann und darf man die selben Erfolge erwarten wie in der Schulmedizin, wenigstens aber darf man voraussetzen, dass eine Besserung eintritt. Kritisch muss ein Patient immer dann sein, wenn die Wirkung ausbleibt, im schlimmsten Fall über viele Wochen womöglich sogar noch schlechter wird. Sollte dies der Fall sein, muss die Behandlungsmethode geändert werden. Das Ziel der Besserung des Gesundheitszustandes des Patienten sollte immer im Vordergrund stehen.

Letztendlich hat jeder Mensch, der sich an einen Chiropraktiker wendet, das Ziel, dass bestehende Beschwerden gelindert werden sollen. Obwohl oder gerade weil es sich um Alternativmedizin handelt, muss auch nach diesem Maßstab gemessen werden. Ein gleichbleibender Gesundheitszustand ist nicht das, was die Patienten erwarten, die nach Hilfe suchen.

Ein Chiropraktiker wird auch meist nicht präventiv aufgesucht, sondern häufig sogar erst dann, wenn klassische Behandlungsmethoden der Physiotherapie keine Erfolge gezeigt haben. Daher kann der Patient im Allgemeinen häufig auch etwas verzweifelter sein und befindet sich bereits seit vielen Monaten oder gar Jahren auf der Suche nach Hilfe für seinen Gesundheitszustand. Viele Menschen leiden außerdem seit langem unter starken Schmerzen.

Bei der Behandlung ist immer eine gewisse Sensibilität vorauszusetzen, allerdings gilt das allgemein für alle Arten der Schmerzbehandlung. Schmerz ist nicht messbar und wird individuell als mehr oder weniger stark empfunden. Schmerzpatienten sind häufig verzweifelt und leiden unter Umständen seit vielen Jahren.

Risiken & Gefahren

Die Wirksamkeit der Chiropraktik ist wissenschaftlich nicht erwiesen und ihr Erfolg daher umstritten. Daher ist vor der Behandlung immer eine Computertomografie (CT), ein MRT oder eine einfache Röntgenaufnahme zu machen, die eventuell eine chiropraktische Behandlung ausschließen könnte. Wer Probleme mit der Bandscheibe hat oder für wen die Gefahr eines Schlaganfalls besteht, muss auf die Behandlung verzichten. Im schlimmsten Fall könnte durch den Chiropraktiker sogar Lähmungen ausgelöst werden.

Dennoch gilt, dass der Erfolg auch immer das ist, was der Patient am Ende spürt. Und fühlt ein Patient nach einer Behandlung weniger Schmerzen und hat ein gesteigertes Wohlbefinden, so kann auch immer behauptet werden, dass der Erfolg vorhanden ist. Schließlich ist kein Patient gezwungen, etwas fortzuführen, an das er nicht glaubt und wovon er sich nicht besser oder gar noch schlechter fühlt.

Grundsätzlich ist eine Behandlung beim Chiropraktiker aus eigener Tasche zu bezahlen, allerdings gibt es Krankenkassen, die die Kosten hierfür übernehmen. Eine Überweisung vom Hausarzt gibt es allerdings selten, da die Kosten meist doch privat zu tragen sind. Ob das Ergebnis am Ende die Kosten wert ist, kann nur der Patient selbst beurteilen. Eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit besteht allerdings auch dann nicht, wenn der Erfolg ausbleibt.

Dass in der Chiropraktik so schwere Schäden entstehen, dass ein Mensch tatsächlich körperliche Probleme hat, ist zwar unwahrscheinlich, allerdings bei Behandlungen der Wirbelsäule auch nicht ganz ausgeschlossen. Sollte diese Vermutung bestehen, ist immer ein Arzt aufzusuchen. Demnach ist das größte Risiko tatsächlich, dass der Erfolg ausbleibt und der Gesundheitszustand auf dem selben Niveau verbleibt – Und dass die Kosten hierfür den Preis nicht wert waren.


Chiropraktik
Chiropraktik (griechisch: chiro = mit der Hand) ist eine seit 2.000 Jahren bekannte Behandlungsform. Im Jahre 1895 legte der Amerikaner Daniel David Palmer ihre Grundlagen für die westliche medizinische Behandlung fest.

Die Therapieform wurde so entwickelt, dass man heute von einer gezielten Manipulation (Einrenkung) sprechen kann. Die Nerven, die rechts und links zwischen den einzelnen Wirbelkörpern entspringen können durch die Verdrehung dieser Wirbelkörper wieder gerade gerichtet werden. Da jene Nerven nicht nur zu einzelnen Muskelgruppen führen, sondern auch sämtliche inneren Organe versorgen (das vegetative oder autonome Nervensystem), hat man mittels chiropraktischer Behandlung nicht nur Einfluß auf Muskelverspannungen, sondern auch auf viele innere Erkrankungen. Durch die natürliche manuelle Behandlung werden krankmachende Blockierungen und Verlagerungen der Wirbel nach gründlicher Voruntersuchung gelöst. Der natürliche Selbstheilungsmechanismus des Körpers wird wieder funktionstüchtig.


Weitere Informationen zur Chiropraktik:
Freie Enzyklopädie Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Chiropraktik

Fachverbände:
Bund Deutscher Chiropraktiker e. V.: https://www.chiropraktik-bund.de
Arbeitsgemeinschaft für Chiropraktik, Osteopathie und Neuraltherapie Deutscher Heilpraktiker e.V.: https://www.acon-ev.de

Ausbildungszeiten: 
(diese Angaben sind Richtwerte, die je nach Form und Ort der Ausbildung und Vorwissen variieren):
ca. 760 Stunden Gesamtausbildung

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