Rückenschmerzen

Woher kommen Rückenschmerzen?

 

Rückenschmerzen können durch die verschiedensten Ursachen entstehen. Hintergründe hierfür sind oftmals strapazierte Bänder, Muskeln oder auch ein Verschleiß der Bandscheiben und Wirbelsäule.

 

RückenschmerzenRückenschmerzen sind der Sammelbegriff für die unterschiedlichsten Beschwerden im Bereich zwischen dem oberen Teil des Steißbeins und des unteren Nackens. Im Allgemeinen werden sie nicht nur nach der Ursache, sondern ebenfalls durch die zeitliche Ausprägung weiter unterteilt.

Üblich ist hier eine Einteilung in chronische, subakute und akute Schmerzen. Normalerweise dauern akute Rückenschmerzen höchstens sechs Wochen an. Ab einer Dauer von insgesamt zwölf Wochen werden Rückenschmerzen als chronisch eingestuft. Zudem werden sie in spezifische sowie unspezifische Rückenschmerzen eingeteilt.

Was bedeuten Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen sind eine Erkrankung, von der zahlreiche Menschen in Deutschland betroffen sind. Während einige nur hin und wieder darüber klagen, leiden andere chronisch darunter. Meistens zeigt sich der Schmerz im tieferen Berich des Rückens oberhalb vom Steißbein – hier spricht man vom sogenannten lumbalen Rückenschmerz, der auch als tiefer Rückenschmerz bezeichnet wird. „Lumbal“ bezieht sich dabei auf die Lendenwirbelsäule.

Das Auftreten der Rückenschmerzen kann sowohl zentral als auch in einigen spezifischen Bereichen erfolgen. Bei besonders starken Rückenschmerzen strahlen die Beschwerden häufig sogar in andere Körperareale aus.

Die verschiedenen Ursachen für Rückenschmerzen

Für Ursachen bei Rückenschmerzen gibt es in der Regel einen bestimmten Grund, der nicht am Rücken selbst liegt. Daher ist es zu empfehlen, als Betroffener zunächst zu überlegen, ob in letzter Zeit Dinge im Alltag verändert wurden. Eine andere Sitzposition am Schreibtisch, eine schwere Tasche, die man täglich trägt oder auch neue Kopfkissen können dazu führen, dass körperliche Beschwerden ganz plötzlich auftreten. Sollte dies nicht der Fall sein, können auch andere Veränderungen im Körper dafür verantwortlich sein.

Oft leiden Betroffene unter unspezifischen Rückenschmerzen, viele davon gehören auch der jüngeren Alterklasse unter 30 an. Jedes Jahr verursacht die Behandlung von Patienten mit Rückenschmerzen massive Arbeitsausfälle sowie hohe Kosten für eine frühzeitige Berentung.

Zu den häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen gehören gedehnte Bänder, verspannte Muskeln sowie verkürzte Sehnen. Hintergründe hierfür sind unter anderem einseitige Belastungen bei diversen mechanischen Arbeiten, stundenlanges Sitzen vor dem PC sowie zu wenig Bewegung und Übergewicht. Etwa 85 Prozent der Rückenschmerzen werden heutzutage zu der Gruppe der nicht-spezifischen Schmerzen geordnet. Somit können die Ursachen hier nicht eindeutig festgestellt werden. Oftmals bestehen an der Wirbelsäule unterschiedlich starke Abnutzungserscheinungen, die durchaus für den Schmerz verantwortlich sein könnten aber nicht unbedingt sein müssen.

Zudem muss ein starker Verschleiß nicht zwangsläufig starke Schmerzen hervorrufen. Jedoch kann bereits eine geringe Abnutzung, die sich an der falschen Stelle befindet, zu sehr starken Schmerzen führen. Dagegen können spezifische Rückenschmerzen einer eindeutigen Ursache zugeordnet werden. Dazu gehören unter anderem Bandscheibenvorfälle, brüchige sowie poröse Wirbelkörper, Infektionen, Verengungen des Wirbelkanals und selten ebenfalls Tumorerkrankungen. Eindeutige Hinweise auf die genauen Ursachen geben verschiedene bildgebende Verfahren, zu denen die Kernspintomografie ebenso gehört wie das Röntgen. Weitere Ursachen für Rückenschmerzen sind beispielsweise:

  • Degenerative Erkrankungen: Mit der Zeit nutzt sich die menschliche Wirbelsäule ab. Die degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule können durchaus die Ursache für Rückenschmerzen sein. Neben einem Bandscheiben-Verschleiß und einem Bandscheibenvorfall als Folge sind ebenfalls der Verschleiß und die Abnutzung der Zwischenwirbelgelenke in der Wirbelsäule ein Grund für Rückenschmerzen. Dadurch kann es zu einer Höhenminderung des Bandscheibenraumes sowie zu einer Ausbildung einer Spinalkanalstenose kommen. Das bedeutet; dass der Rückenmarkkanal zusammengedrückt wird. Es entstehen Engstellen; die auf die diversen Nervenstränge; die in dem Kanal vorhanden sind; drücken können. Des Weiteren sorgen aber auch zum Teil erworbene und teilweise anlagebedingte Verkrümmungen der Wirbelsäule und das Wirbelgleiten für Rückenschmerzen. Denn hier ist die gesunde sowie natürliche Verbindung der benachbarten Wirbelsäulensegmente nicht mehr vorhanden; sodass sich die diversen einzelnen Wirbel gegeneinander verschieben können.
  • Stoffwechselerkrankungen sowie entzündliche Prozesse: Im höheren Lebensalter kommt Osteoporose zum Tragen. Hierbei handelt es sich um eine Knochenstoffwechselerkrankung; aufgrund derer ein zu geringer Knochenaufbau sowie ein zu deutlicher Abbau von Knochenzellen zustande kommt. Die Folgen hiervon sind eine verringerte Stabilität; was wiederum zu einer höheren Brüchigkeit der jeweiligen Wirbelkörper kommt. Aber auch entzündliche Veränderungen der Wirbelsäule führen zu Rückenschmerzen. Jedoch sind derartige Erkrankungen recht selten. Diese können nicht nur die angrenzenden Wirbel; sondern auch den Bandscheibenraum betreffen. Abszesse sowie knöcherne Entzündungen in der Gegend des Rückenmarkkanals sowie außerhalb des Kanals sind ebenfalls möglich

Diagnose & Verlauf

Um welche Art von Rückenschmerzen es sich genau handelt, kann anhand verschiedener Parameter festgestellt werden. Dazu zählen zum Beispiel die Krankenvorgeschichte des Patienten, aber auch Erkrankungen in der Familie sowie natürlich die Häufigkeit und Intensität der Rückenschmerzen. Erst aufgrund dieser Informationen kann ein Mediziner eine erste Diagnose stellen.

Zur Diagnostizierung führen Ärzte beispielsweise Bewegungsübungen mit dem Patienten durch und prüft, wie die Muskulatur im Rücken darauf reagiert. Gleichzeitig kann er untersuchen, ob bekannte Risikofaktoren einen chronischen Krankheitsverlauf mit sich bringen könnten. Das kann eine unpassende Sitzposition im Büro, ein falsches Kopfkissen oder sogar psychische Probleme sein. In jedem Fall sollte die Ursache ausfindig gemacht werden, damit die Rückenschmerzen schnell und gezielt behandelbar sind.

Handelt es sich um unspezifische Rückenschmerzen, ist eine Diagnose oft schon anhand einfacher Befunde möglich. Zeigt sich bei einer Untersuchung, dass die Beschwerden durch eine bereits bestehende Erkrankung erfolgen, führt der Hausarzt in der Regel noch weitere Untersuchungen durch.

So ist beispielsweise der Ischiasnerv, der größte periphere Nerv in unserem Körper, oft ein Grund für die Rückenschmerzen. Um feststellen zu können, wo die Ursache für die Beschwerden liegt, empfiehlt sich meist eine exakte neurologisch-orthopädische Untersuchung, auf dessen Grundlage sich schnell herausfinden lässt, wo die Wurzel der Rückenschmerzen liegt.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Es gibt unterschiedliche Arten der Rückenschmerzen, die in erster Linie in chronische, subakute und akute Rückenschmerzen unterschieden werden.

Bei akuten Rückenschmerzen handelt es sich um Beschwerden, die das erste Mal nach mindestens sechs schmerzfreien Monaten auftreten und schon nach kurzer Zeit wieder nachlassen. Subakute Rückenschmerzen bezeichnen dagegen Beschwerden, welche zwar länger als einige Wochen dauern, aber nach wenigen Monaten wieder vorübergehen. Chronische Rückenschmerzen dauern dagegen viel länger an, manches Mal sogar über mehrere Jahre.

Im Durchschnitt leidet jeder dritte Patient, der einen Orthopäden aufsucht sowie jeder 10. Patient eines Hausarztes unter Rückenbeschwerden. Nach derzeitigen Schätzungen sind es rund 55% aller Jugendlichen unter 18, die bereits über Beschwerden und teilweise sogar über Haltungsprobleme klagen. Diverse Statistiken zeigen außerdem, dass etwa 25 Mio. Menschen in Deutschland – das sind mehr als 25% unserer Bevölkerung – Probleme mit dem Rücken haben. Grundsätzlich sind Rückenschmerzen eine der häufigsten Gründe für eine früheztiige Berufsunfähigkeit sowie für Unfälle bei der Arbeit.

Komplikationen

Beschwerden im Rücken zeigen sich häufig in ganz unterschiedlicher Weise. Sie können gezielt und stechend, aber auch dumpf und großflächig auftreten. Bei einigen Patienten Gehen mit den Schmerzen Atembeschwerden einher, bei anderen dagegen nicht.
Unterschieden werden Rückenschmerzen außerdem in ihren Bereichen: Sie können im unteren (Lendenwirbelsäule), im mittleren (Brustwirbelsäule) und im oberen Rückenbereich (Halswirbelsäule) auftreten.

Sollten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum hinweg anhalten oder gar bis in die Extremitäten ausstrahlen, sollte man umgehend einen Orthopäden oder einen Osteopath aufsuchen, der die Ursache feststellen und eine geeignete Behandlungsmethode vorschlagen kann.

Behandlung & Therapie

Prinzipiell ist Bewegung immer zu empfehlen, wenn man unter Rückenschmerzen leidet – ganz egal, ob diese akut, subakut oder auch chronisch sind. Wichtig ist dabei, sich so normal wie möglich zu bewegen und erst gar keine Schonhaltung einzunehmen – diese könnte die Beschweden nämlich sogar noch verschlimmern. Strahlen die Schmerzen bis in andere Bereiche des Körpers auf oder treten sogar Lähmungfserscheinungen auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da hier auch ein Bandscheibenvorfall vorliegen könnte.

Schmerzen, die durch Verspannungen in der Rückenmuskulatur auftreten, können in vielen Fällen effektiv mit Wärme behandelt werden. Sehr wohltuend ist für viele Patienten beispielsweise die Nutzung eines Kirschkernsäckchens, das im Ofen erwärmt und auf den Rücken gelegt wird. Zudem kommen oft schmerzstillende Medikamente zum Einsatz darunter Aspirin, Paracetamol oder auch Ibuprofen. Wichtig ist dabei jedoch, nicht zu Vergessen, dass die tatsächliche Ursache nicht vernachlässigt wird. Denn die Behandlung durch schmerzlindernde Medikamente sorgt nur für eine vorübergehende Besserung, beseitigt aber nicht den Grund der Beschwerden.

RückenschmerzenLiegen akute unspezifische Rückenschmerzen oder ein Hexenschuss vor, dann empfehlen Mediziner in der Regel einfache Übungen zur Selbsthilfe und eine temporäre Schonung des Rückens. Als ansonsten völlig gesunder Mensch muss man sich mit normalen Rückenschmerzen meist nicht direkt an einen Orthopäden wenden, sollte jedoch darauf achten, ob es eine klare Ursache gibt. Ist beispielsweise der Stuhl im Büro dafür verantwortlich, sollte dieser angepasst oder ausgetauscht werden.

Völlig falsch wäre es, sich bei Rückenschmerzen hinzulegen und jegliche Bewegung einzustellen. Zwar entlastet es den Rücken, wenn man sich hin und wieder auf den Rücken legt, dennoch ist sanfte Bewegung meist effektiver. Wer generell Beschwerden in Liegepositionen hat, kann zwischendurch ein Stützkissen unter Nacken, Lenden und Kreuz legen, mit denen sich die Wölbungen ausgleichen und die Muskulatur bei akuten Beschwerden beruhigen lässt. Diese Druckentlastung ist gleichzeitig für die Bandscheiben sehr wohltuend.

Etwas Sport ist auch bei Rückenschmerzen unbedingt zu empfehlen, so lange die körperliche Belastung sich in Grenzen hält und man es nicht damit übertreibt. Sanftes Schwimmen oder Gymnastikübungen zur Entspannung können zur Linderung beitragen und gleichzeitig die Muskulatur im Rücken stärken. Vermeiden Sie es, lange in derselben Position zu stehen oder zu sitzen und schieben Sie Ihre Wirbelsäule nicht unnötig nach vorne oder nach hinten.

Was kann man gegen Rückenschmerzen tun?

 

Gegen Rückenschmerzen kann einiges getan werden, wie etwa:

 

  • Abbau von Übergewicht: Damit der Körper selbst nicht so viel tragen muss; ist es wichtig; Übergewicht abzubauen. Hier sollte auch ausreichend Bewegung mit eingerechnet werden. Hiervon profitieren ganz nebenbei auch die Bandscheiben sowie Muskeln. Doch auch wer nicht unter Übergewicht leidet; sollte sich
  • dem Rücken zuliebe; regelmäßig bewegen.
  • Zwischendurch bewegen: Bei Rückenschmerzen sollte man im Idealfall nie länger als etwa 30 Minuten in derselben Position verharren. Wesentlich besser ist es; sich zwischendurch zu bewegen; die Muskeln zu lockern und bewusst Luft zu holen.
  • Richtig aufstehen: Bei Rückenschmerzen ist aber auch das richtige Aufstehen sowie Hinlegen oder Hinsetzen wichtig. Hierbei sollten immer die Beckenboden– sowie Bauchmuskeln angespannt werden. Beim Hinsetzen ist es ratsam; sich mit Beinen und Armen bewusst abzustützen. Wer sich hinlegen möchte; neigt sich von der Seite abwärts und wer sich aufrichten möchte; ebenfalls von der Seite in die sitzende Position.
  • Richtiges Hochheben: Ist es trotz Rückenschmerzen unvermeidlich; etwas aufzuheben; dann sollte dies generell aus der Hocke heraus geschehen. Hierbei sollte der Rücken gerade und das Becken festgehalten sowie der Bauch eingezogen werden. Zudem empfiehlt es sich; den jeweiligen Gegenstand nah am Körper zu halten. Zu schwere sowie einseitige Lasten sind generell zu vermeiden.
  • Wärme: Bei Verspannungen und Verkrampfungen bietet sich eine Wärmflasche; die an den Rücken gehalten wird; an. Ist jedoch beispielsweise eine Entzündung vorhanden; dann sollte hiervon abgesehen werden.
  • Viel trinken: Zur Schmerzlinderung empfiehlt es sich; viel zu trinken. Die Nährstoffversorgung der Bandscheiben funktioniert lediglich mit viel Flüssigkeit. Denn nur auf diese Weise bleiben die kleinen „Stoßdämpfer“; die sich zwischen den Wirbelkörpern befinden; elastisch sowie gesund. Des Weiteren können zwei Liter Wasser; die täglich getrunken werden; die Schmerzen oftmals lindern.

 

RückenschmerzenEin Arztbesuch ist nicht immer notwendig, da oftmals lediglich eine ungünstige Körperhaltungen sowie mangelnde Bewegung die Gründe für Rückenschmerzen sind. Bei anhaltenden, zunehmenden sowie atypischen Rückenschmerzen sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt wird zunächst ein abklärendes Gespräch führen und anschließend die notwendigen Untersuchungen durchführen. Das kann beispielsweise eine orthopädische Untersuchung ebenso sein wie eine Blut– und Ultraschall-Untersuchung, eine Computertomografie oder auch Röntgenaufnahmen. In vielen Fällen werden verschiedene Untersuchungs-Arten miteinander kombiniert, um zu einem eindeutigen Ergebnis zu gelangen. Je nach Ergebnis der Untersuchungen empfiehlt der Arzt eine dementsprechende Therapie. Diese kann etwa aus Krankengymnastik oder auch aus einer Operation bestehen. Ebenso ist es möglich, das Injektionen sowie weitere orthopädische Maßnahmen, wie etwa ein Stützkorsett, orthopädisches Schuhwerk oder Ähnliches verschrieben werden. Ebenso rät der Arzt bei Bedarf auch zu dementsprechenden Medikamenten. Diese können ebenfalls bei nicht-spezifischen Rückenschmerzen eingesetzt werden. Medikamente werden hier in der Regel zur Linderung der Schmerzen angewendet. Ohne Rezept kann zu Präparaten mit schmerzstillenden Wirkstoffen, wie etwa Ibuprofen, Acetylsalicylsäure und Paracetamol gegriffen werden. Bei den pflanzlichen Präparaten bieten sich hierfür zum Beispiel Teufelskralle und Weidenrinde an. Allerdings sollte man sich generell an die Einnahme-Empfehlung halten und die Medikamente lediglich kurzfristig anwenden. Wesentlich besser ist natürlich eine Abklärung durch den Arzt. Der Arzt kann jedoch bei Bedarf auch rezeptpflichtige Schmerzmittel beziehungsweise Medikamente verschreiben, die dann nach der Empfehlung des Arztes einzunehmen sind. Das gilt nicht nur für die Höhe der Dosierung, sondern ebenfalls für die Menge.

Vorbeugung

Vorbeugen lassen sich Rückenschmerzen nur bedingt – denn meist bemerkt man sie erst dann, wenn es schon zu spät ist. Allerdings kann man durchaus im Alltag kleine Anpassungen einbauen, mit denen man zumindest die Rückenmuskulatur weitgehend schonen kann. Achten Sie so zum Beispiel darauf, dass der Bürostuhl ergonomisch geformt ist und an den entsprechenden Stellen genügend Entlastung bietet. Auch die Wahl eines zur Körperform passenden Kopfkissens sowie eine hochwertige Matratze tragen zu einem gesunden Rücken bei. Eine stetige Fehlhaltung, die sowohl beim Sitzen als auch beim Stehen oder Liegen eingenommen werden kann, führt ebenfalls in vielen Fällen zu Beschwerden im Rücken.

Sollen Lasten getragen werden, achten Sie darauf, sich damit nicht zu „überheben“. Wenn eine schwere Kiste angehoben werden soll, halten Sie Ihren Rücken möglichst gerade und machen Sie keinen Buckel. Heben Sie immer nur so viel, wie es angenehm ist und transportieren Sie Lasten im Zweifelsfall lieber zwei Mal – oder mit einer zweiten Person. Leiden Sie bereits länger unter Rückenbeschwerden, sollte das Anheben von schweren Lasten absolut tabu sein.

Selbiges gilt beim Arbeiten am Schreibtisch: Sitzen Sie aufrecht, aber nicht im Hohlkreuz und stellen Sie Ihren Stuhl so ein, dass eine falsche Haltung unbequem wäre. So werden Sie automatisch durch sich selbst daran erinnert, eine gesunde Haltung einzunehmen.

Gerade bei Frauen kommt es darüber hinaus häufig vor, dass Rückenschmerzen aufgrund von schweren Handtaschen – die schnell mehrere Kilos wiegen – entstehen. Wird der Schulterbereich hier langfristig nur einseitig belastet, zeigen sich schon nach wenigen Tagen erste Beschwerden im Schulter-, Nacken und im oberen Rückenbereich. Lässt es sich nicht vermeiden, weniger Gepäck mit sich zu tragen, sollte über den Kauf eines Rucksacks mit ergonomisch geformtem Rückenteil sowie breiten, gepolsterten Trägern nachgedacht werden. Diese sorgen für eine optimale Verteilung des Gewichts und verhindern, dass nur eine Seite zu stark belastet wird. Langfrstig können sich dadurch sogar Fehlhaltungen entwickeln, die sich kaum noch korrigieren lassen.

Viele Studien zeigen außerdem, dass Rückenschmerzen sich hervorragend durch angemessenes körperliches Training vorbeugen lassen. Denn: Eine starke Rückenmuskulatur leidet seltener unter Beschwerden und kommt mit einer entsprechend höheren Belastung deutlich besser klar als ein untrainierter Körper. Ganz egal, ob Sie im Fitnessstudio trainieren oder im Freien die Rückenmuskeln stärken, es ist in jedem Fall hilfreich, um langfristig unangenehmen Beschwerden vorbeugen zu können.

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