Chiropraktiker

Chiropraktiker nackenDie Chiropraktik ist ein nicht allzu altes Feld der alternativen Medizin. Denn Chiropraktiker müssen keine studierten Mediziner sein, um praktizieren zu dürfen. Es genügt eine Ausbildung ALS Heilpraktiker und eine weitere zusätzliche Ausbildung zum Chiropraktiker. Zumindest in Deutschland wird dies so gehandhabt.

Ganz unumstritten ist die Chiropraktik nicht. Viele Studien, die über deren Nutzen angestellt wurden Sprechen tendenziell eher gegen eine Wirksamkeit dieser Praktik. Darüber hinaus melden sich immer mehr Forscher zu Wort, die die Chiropraktik abtun und bisweilen sogar als „Hokuspokus“ bezeichnen. Auf der anderen Seite der Medaille aber, findet sich eine Vielzahl von großen Befürworten, die auf die Hilfe ihres Chiropraktikers nicht mehr verzichten wollen.

Es bleibt abzusehen, welches Urteil die Fachwelt am Ende über Chiropraktiker und ihre Ansätze zur Heilung verhängen wird.

Was genau sind Chiropraktiker?

Chiropraktiker sind Menschen, die mittels ihrer Hände versuchen Patienten mit zumeist orthopädischen Leiden zu heilen. Die Hände stecken dabei schon in der Bezeichnung, so bedeutet das griechische Wort „cheir“ Hand und „praxis“ Tätigkeit, also eine Tätigkeit mit den Händen.

In den USA werden Chiropraktiker oftmals mit Physiotherapeuten gleichgesetzt. So bietet diese nach Operationen oder überstandenen Krankheiten eine Stärkung des Körpers durch gezielte Übungen an. In Europa kommt diese Interpretation von Chiropraktikern nicht vor. Hierzulande sieht man sie eher als spezialisierte Masseure an oder als medizinisches Fachpersonal speziell für Knochen und Gelenke.

Knochen und Gelenke nämlich bilden ihr hauptsächliches Wirkungsfeld. Insbesondere die Wirbelsäule ist wichtig für ihre Arbeit.

In Deutschland übernehmen die Krankenkassen eine Behandlung durch Chiropraktiker in der Regel nicht, es kann jedoch besondere Ausnahmen geben. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Chiropraktik in Deutschland noch keine lange Tradition hat. Erst Mitte der 1950er Jahre begannen sich einige Chiropraktiker hier niederzulassen und tätig zu werden und dies meist auch nur sehr zögerlich. Selbst heute ist die Chiropraktik in Deutschland und überhaupt in Europa eher fremd und wird vornehmlich in den USA praktiziert. Nichtsdestotrotz steigt auch hierzulande die Zahl der Chiropraktiker immer weiter an.

Wie behandelt ein Chiropraktiker seine Patienten?

Chiropraktiker massage

Ein Chiropraktiker strebt danach mittels seiner Hände durch gezielte Massagen oder gezieltes Ein- und Ausrenken von Gelenken, seinen Patienten Linderung von Schmerzen zu verschaffen oder ihre Mobilität zu vergrößern.

In aller Regel sind diese Behandlungen konservativer Natur, sprich nicht-chirurgisch. Vorallem in Deutschland wäre ein chirurgischer Eingriff durch einen Chiropraktiker gegen das Gesetzt, in den USA ist es ihnen dagegen teilweise gestattet.

Häufig Anwendung finden:

  • Gezielte Manipulation der Wirbelsäule, der Gelenke oder der Weichteile
  • Ertüchtigung bestimmter Regionen des Körpers
  • Psychologische Betreuung des Patienten
  • Ratschläge zum richtigen benutzen der Wirbelsäule und der Gelenke,
  • sowie weitere Ratschläge zu Ernährung und guter Lebensführung
  • Behandlungen bei akuten Schmerzen
  • Empfehlungen zum Tragen von stützenden Gerätschaften für Rücken und Beine
  • Empfehlungen einen Arzt aufzusuchen, insofern die Mittel des Chiropraktikers erschöpft sind

Oftmals werden im Laufe einer Behandlung Gelenke selektiv ausgerenkt und im Anschluss daran wieder eingerenkt. Das soll bewirken, dass sie sich neue und vorallem besser positionieren als zuvor und von ihnen ausgehende Schmerzen damit ausgemerzt werden. Aber auch Massagen oder das gezielte Ausüben von Druck, können dem Chiropraktiker als Ansatz für seine Behandlungen dienen.

Dabei bedient er sich nicht ausschließlich nur, wie es im Namen steckt, seiner Hände, sondern bisweilen finden auch spezialisierte Werkzeuge Verwendung. Diese reichen von vollmetallenen und meißelähnlichen Hilfen zum Ausüben von Druck, über Bänder und Schnüre, bis hin zu elektrischen Apparaturen, wie beispielsweise Reizstromgeräte und ähnliches.

Ähnliche Kombinationen an Werkzeugen findet man auch bei regulären Physiotherapeuten. Nichtsdestotrotz sind die Instrumente des Chiropraktikers zumeist etwas spezialisierter, da er ein engeres Behandlunsgfeld abdeckt als seine Kollegen aus der Physio- oder Massagetherapie.

Welche diagnostischen Verfahren stehen dem Chiropraktiker zur Verfügung?

Alles in allem bleiben dem Chiropraktiker nur die Blickdiagnose und die Diagnose durch Abtasten. Zum Bestellen klinischer Tests fehlen ihm die Befugnisse. Daher muss er sich bei der Behandelung seiner Patienten, insofern sich diese nach einer Operation oder ähnlichem an ihn wenden, auf die Diagnosen verlassen, die deren behandelnde Ärzte im Vorfeld gestellt haben.

Er kann sie mittels seiner eigenen Erfahrung zwar zu bestätigen oder zu widerlegen versuchen, aber seine eigenen Einschätzungen der gesundheitlichen Situation des Patienten sind nicht ausschlaggebend für etwaige weitere klinische Behandlungen desselben, sondern haben nur Gültigkeit innerhalb der Praxis des entsprechenden Chiropraktikers.

Dieses Schicksal teilen auch viele andere Berufsgruppen aus dem Bereich der Pflege und medizinischen Nachbetreuung, wie beispielsweise die bereits erwähnten Physiotherapeuten.

Worauf sollte ich bei der Wahl eines Chiropraktikers achten?

Bei Chiropraktikern gilt es gesondert darauf zu achten, dass man nicht an schwarze Schafe gerät. Da nicht-medizinisches Fachpersonal nicht so engmaschig überprüft wird, wie beispielsweise Ärzte es werden, kann es sehr kompliziert sein festzustellen, ob ein Chiropraktiker auch macht was er soll oder nicht.

Es gilt daher auf jeden Fall, dass man sich vor einer Terminvereinbarung eingehend mit dem Chiropraktiker auseinandersetzt und Informationen über ihn aus dem Internet oder dem Bekanntenkreis einholt, damit es später nicht zu einem bösen Erwachen kommt.

Auch sollte man sich mit ihm gut verstehen, da die Beziehung zwischen Chiropraktiker und Patient sehr viel engen Körperkontakt erfordert und dies bei einer vorhandenen Unsympathie sehr oft sehr schnell unangenehm werden kann.


Chiropraktiker

Im Laufe eines Lebens verrenkt, oder verlegt sich fast jeder Mensch ein- oder mehrmals. Hieraus entstehen oftmals Rückenschmerzen, wobei circa acht Millionen aller Betroffenen unter chronischen Rückenschmerzen leidet. Diesem Leiden kann eine Chirotherapie Abhilfe schaffen. Der Begriff „Chiropraktik“ leitet sich von den altgriechischen Begriffen für „Hand“ und „Tätigkeit“ ab, was soviel bedeutet, wie „Heilen mit Händen“.

Somit stellt Sie eine alternativmedizinische Behandlungsmethode dar. Kurz gesagt gilt es, die schmerzfreie Bewegbarkeit der Gelenke wieder herzustellen. Das Aufgabenfeld eines Chiropraktikers, oder eines Osteopath, dessen Tätigkeitsfeld sehr ähnlich ist, ist breit gefächert. Hauptsächlich gilt er, wie jeder Heilberufler, als Gesundheitsfürsorger, welcher die Gesundheitsbedürfnisse der Bevölkerung abzusichern vermag.

Die Chiropraktik untersucht die Beziehung zwischen der Struktur und der Funktion des menschlichen Körpers. Die Ausbildung erfolgt schwerpunktmäßig im orthopädischen beziehungsweise neurologischen Bereich, was es dem Chiropraktiker ermöglicht, Röntgenbilder korrekt zu analysieren, insbesondere denen der Wirbelsäule, sowie eine Behandlung des gesamten Bewegungsapparates vorzunehmen.

Die Heilung erfolgt durch einen sanften, jedoch gezielten Druckimpuls, um die geschädigten Kompensationsmechanismen des Körpers wiederherzustellen. Ziel und Zweck dieser Druckausübung ist es, den gestörten Informationsfluss vom und zum Gehirn hin, welcher zu gesundheitlichen Problemen führt, zu beheben. Die Chiropraktik beeinflusst demzufolge das gesamte Nervensystem. Chiropraktiker kann werden, wer Arzt (mit spezifischer Ausbildung), oder Heilpraktiker ist, in den USA oder England ein vier- bis siebenjähriges Studium absolviert hat, oder in Deutschland ein Studium an der Chiropraktiker-Verbandschule erfolgreich bestanden hat.

Der Begründer der Chiropraktik war der im Jahre 1913 verstorbene Daniel David Palmer. Aufgrund eines Vorfalls in seinem Bekanntenkreis, wobei ein Mann über Gehörlosigkeit klagte, nachdem er sich einen Wirbel am Rücken eingeklemmt hatte, entschied sich Palmer die Chiropraktik ins Leben zu rufen. Er half dem Mann, indem er dessen Wirbel wieder einrenkte und jener daraufhin wieder hören konnte. In Deutschland erlangte die Chiropraktik erst nach dem Zweiten Weltkrieg Bekanntheit. Die Kosten für eine Chirotherapie werden gegenwärtig von kaum einer Krankenkasse übernommen.

Es empfiehlt sich jedoch, falls ein Chiropraktiker in Anspruch genommen werden soll, eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker abzuschließen. Liegt diese vor, können die Kosten zum Großteil erstattet werden. Die Chirotherapie ähnelt auf den ersten Blick stark der Physiotherapie, da bei beiden Therapiearten Störungen des Bewegungsapparates behandelt werden.

Jedoch behandelt der Physiotherapeut seinen Patienten erst auf Anordnung eines Chiropraktikers, oder anderer Ärzte, da er über kein medizinisches Studium verfügt. Zudem werden physiotherapeutische Leistungen häufig von den Krankenkassen übernommen. Weiterhin kann die Chirotherapie ebenfalls beim Pferd, oder für Hunde eingestzt werden, um sie von ihrem Leiden zu befreien.

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