Darmspülung

Darmspülung Reinigung des Dickdarms durch eine spezielle Flüssigkeit

Ursprung & Entwicklung:
Darmspülung Darmreinigung DarmsanierungDie Darmspülung, oder auch Einlauf genannt, gibt es bereits seit vielen Jahrhunderten. Die ersten Erwähnungen von Darmspülungen treten ca. 400 v. Chr. auf. Hippokrates zum Beispiel war der Meinung, dass bei einer auftretenden Verstopfung die Körpersäfte aus dem Gleichgewicht geraten sind und dies dann mit einer Darmspülung behoben werden kann.

Auch in der Ayuveda Medizin ist die Darmspülung vertreten. Über die Jahrhunderte hinweg gab es immer wieder Epochen, in denen die Darmspülung häufig durchgeführt wurde, sowie im 15. Jahrhundert. Die Darmspülung wurde mit verschiedenen Geräten durchgeführt. Während zu frühen Zeiten oftmals Tierblasen verwendet wurden, im 18. Jahrhundert zum Beispiel bereits Klistierspritzen aus Metall eingesetzt.

Durchführung & Wirkungsweise:
Bei einem Darmeinlauf wird der Darm ausgespült. Dadurch werden zuerst ältere Kotreste aus dem Darm herausbefördert. Gleichzeitig werden auch schädliche Mikroorganismen aus dem Darm herausgespült. So kann sich die Darmflora wieder selbst regulieren und die Darmschleimhäute regenerieren sich besser. Durch eine Darmspülung reduziert sich die Rückvergiftung des Körpers und die Darmperistaltik wird verbessert.

Für einen Darmeinlauf werden verschiedene Geräte verwendet, der Irrigator ist dabei besonders beliebt. Bevor der Darmeinlauf durchgeführt werden kann, muss die Darmspüllösung vorbereitet werden. Hierfür empfiehlt sich Wasser, eine Bentonit-Lösung oder Kräutertee. Kaffee ist ebenfalls möglich. Die benötigte Flüssigkeitsmenge variiert zwischen einem halben Liter und vier Litern. Wie viel benötigt wird, hängt vom Grad der Darmverstopfung ab.

Die beste Position für eine Darmspülung ist auf allen Vieren oder liegend. Das Einlaufgefäß wird auf einer erhöhten Position befestigt, das Darmröhrchen sowie der After werden mit einer Creme leicht eingefettet und anschließend das Darmröhrchen eingeführt. Hierfür reichen bereits wenige Zentimeter. Nun wird der Han am Gefäß aufgedreht und die Flüssigkeit gelangt in den Darm. Die Darmspülung sollte dann unterbrochen werden, wenn ein unangenehmer Druck entsteht. Während der Darmspülung kann die Wirkung noch verbessert werden, wenn nebenbei der Bauch massiert wird.

Nach einer Wartezeit von 5 bis 30 Minuten entsteht ein starker Druck und der Kot wird mit der Darmlösung ausgeschieden. Nach der Ausscheidung führt man erneut eine Darmspülung durch. Insgesamt werden zwei bis drei Durchgänge gemacht.

Hilft gegen:

Ist eine Verstopfung vorhanden, so hilft eine Darmspülung dabei, die Verstopfung zu beseitigen. So kann der Darm wieder besser arbeiten. Eine Verstopfung, die nicht von selbst weggeht und bei der auch keine Darmspülung hilft, sollte unverzüglich ärztlich behandelt werden. Sind im Darm ein Pilzbefall oder schädliche Bakterien vorhanden, werden diese zuverlässig durch die Darmspülung entfernt und eine gesunde Darmflora kann sich wieder aufbauen.

Bei einer schwachen Darmperisaltik kann eine Darmspülung dabei helfen, die Darmperisaltik zu stärken und zu verbessern. Wird die Darmspülung bei einer Erkältung angewandt, wird auch so ein Teil der Bakterien im Körper entfernt und die Erkältung kann schneller abklingen. Im medizinischen Bereich wird die Darmspülung auch oft vor einer Operation oder Darmspiegelung eingesetzt.

Fördert & stärkt:

  • Darmtätigkeit
  • gesunde Darmflora

Risiken & Nebenwirkungen:
Bei sachgemäßer Anwendung sind keine Nebenwirkungen bei der Darmspülung bekannt. Gesundheitsschädlich kann es nur sein, wenn ungeeignete Spüllösungen verwendet werden, oder der Druck beim Einleiten der Spüllösung zu groß wird.

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen:

  • Schwangere Frauen
  • Hämorriden (3. Grad)
  • Verletzung am Anus
  • Darmfehlbildung

Bei schwangeren Frauen sollte von einer Darmspülung abgesehen werden, da ein zu starker Darminnendruck auch Auswirkungen auf den Fötus haben kann. Bei starkem Hämorridenvorkommen und Verletzungen am Anus ist ebenfalls eine Darmspülung nicht zu empfehlen. Ob eine Darmfehlbildung vorliegt, kann nur ein Arzt durch eine Untersuchung bestimmen.

Wer behandelt?

  • Patient
  • Arzt

Der Patient kann selbst eine Darmspülung durchführen. Entsprechende Irrigatoren gibt es bereits sehr günstig im Internet. Für das Durchführen einer Darmspülung sind keine großen Vorkenntnisse erforderlich. Wichtig ist es nur, sich an die Gebrauchsanweisung des verwendeten Gerätes zu halten. Von Ärzten wird die Darmspülung meist durchgeführt, wenn eine medizinische Notwendigkeit dafür vorliegt. Dies ist der Fall bei Darmspiegelungen oder Operationen.

Unser Fazit:
Darmspülungen sind sehr sinnvoll, vor allem wenn eine chronische Darmverstopfung vorliegt. Durch die Darmspülung muss der Patient keine Abführmittel zu sich nehmen, welche auf Dauer negative Auswirkungen auf die Darmaktivität haben. Wichtig bei einer Darmspülung ist, dass nur Spülflüssigkeiten dafür verwendet werden, die keine negativen Auswirkungen auf die Darmaktivität haben.

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