Erkältung

ErkältungAlljährlich im Herbst taucht sie wieder vermehrt auf, die Erkältung.

Über einen Zeitraum von einigen Monaten infiziert sich fast jeder Mensch mit einem der über zweihundert Grippe-Viren.

Bei manchen Personen kommt es nur zu einem Schnupfen, andere wieder klagen über Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen und Fieber.

Unser Ratgeber zum Thema Erkältung soll Sie nun umfassend informieren.

Was ist eine Erkältung?

Meist ist ein Kratzen im Hals bereits ein erstes Anzeichen für eine Erkältung. Viren haben begonnen, die oberen Atemwege zu infizieren. In kurzer Zeit breiten sie sich auf Rachen, Nase und Bronchien aus. Der Hals schmerzt, die Nase läuft und ein trockener Husten plagt den Betroffenen am Tag und lässt ihn nachts nicht schlafen.

Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, tritt vorwiegend im Herbst oder Winter auf, kann aber auch in den Sommermonaten auftreten. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Virusgrippe (Influenza), bei der ähnliche Symptome auftreten, die aber wesentlich stärker ausgeprägt sind.

Ursachen einer Erkältung

Die Ursache des hoch ansteckenden grippalen Infektes ist eine Tröpfcheninfektion mit einem der über 200 bekannten Erkältungsviren. Bei einem geschwächten Immunsystem oder bei durch trockene Heizungsluft gereizten Schleimhäuten in Mund und Nase haben es die Viren besonders leicht, die Atemwege zu besiedeln. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten, wenn Nässe und Kälte den Körper fordern, kann es bei einem geschwächten Immunsystem sehr leicht zu Infekten kommen.

Aber ebenso im Sommer können Temperaturschwankungen, lange Sonnenbäder oder das Anbehalten nasser Schwimmkleidung das Auftreten eines grippalen Infektes begünstigen. Auch die Klimaanlage im Auto oder am Arbeitsplatz und Durchzug in der Wohnung ermöglichen das Auftreten einer Erkältung.

Symptome & Anzeichen eines grippalen Infektes

Die Anzeichen einer Erkältung treten nach und nach auf. Meist sind leichte Halsschmerzen ein erstes Zeichen. Schon am nächsten Tag stellen sich Kopfschmerzen, häufiges Niesen und eine allgemeine Müdigkeit ein. Nach kurzer Zeit sind die Nasenschleimhäute geschwollen, die Nasenatmung ist erschwert und beim Nase putzen tritt gelber Schleim aus. Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, leichtes Fieber und ein trockener Husten machen den Infekt komplett.

mögliche Symptome eines grippalen Infektes

  • Halsweh und Heiserkeit
  • Husten mit Auswurf
  • Schnupfen
  • Schüttelfrost
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Fieber
  • allgemeine Schwäche

Diagnose & Krankheitsverlauf bei einer Erkältung

Besondere Tests oder Untersuchungen sind bei einem grippalen Infekt nicht erforderlich. Der Arzt wird Mund, Ohren und Lunge kontrollieren, um weitergehende Infektionen auszuschließen. In der Regel heilt die Erkrankung innerhalb weniger Tage von allein wieder ab. Spätestens nach zwei Wochen sollten alle Symptome verschwunden sein. Müdigkeit und Schwächegefühl können jedoch noch länger anhalten.

Eine Erkältung beginnt in der Regel mit Halsschmerzen und Schnupfen. Man fühlt sich schlapp und ist müde. Unangenehm sind Husten, Gliederschmerzen und Fieber. Da die Nasenschleimhäute anschwellen, ist die Nasenatmung erschwert. Das Nasensekret verfärbt sich gelblich und im weiteren Verlauf der Krankheit können auch die Nasennebenhöhlen angegriffen werden. Dies äußert sich in einem Druckgefühl im Stirn- und Wangenknochenbereich. Auch in den Ohren kann es zu einem unangenehmen Druckgefühl kommen.

Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit sollten nach 10 bis 14 Tagen ausgeheilt sein. Im ungünstigen Fall können sich die Nasennebenhöhlen und das Mittelohr entzünden, aus einer verschleppten Bronchitis wird leicht eine Lungenentzündung.

Behandlung & Therapie eines grippalen Infektes

Ein grippaler Infekt ist keine ernsthafte Krankheit, die unbedingt einen Arztbesuch erfordert. Körperliche Schonung, ausreichend Schlaf und „Omas“ Hausmittel reichen in den meisten Fällen aus, um dem Patienten wieder auf die Beine zu helfen.

Kündigt sich eine Erkältung an, wird ein Erkältungsbad mit anschließender Ruhe als sehr angenehm empfunden. Heiße Holunder- oder Zitronentees enthalten Vitamin C zur Unterstützung des Immunsystems und bringen dem Körper ebenfalls eine wohltuende Wärme. Inhalationen mit ätherischen Ölen, Heublumen, Kamille oder Salzwasser lindern zum einen den lästigen Husten und befreien die Nase von Schleim. Die warmen Dämpfe nehmen auch den Druck auf die Nasennebenhöhlen.

Zusätzlich kann Nasenspray zur Abschwellung der Nasenschleimhäute verwendet werden. Allerdings sollte dieses Arzneimittel nicht über einen längeren Zeitraum angewandt werden, da es die Schleimhäute austrocknet. Außerdem entsteht ein Gewöhnungseffekt. Alternativ ist ein Nasenspray mit Meerwasser zu empfehlen, welches ebenfalls eine leicht abschwellende Wirkung hat, aber die Haut in der Nase nicht austrocknet.

Wer aufgrund des Schnupfens nicht schlafen kann, sollte den Kopf beim Schlafen mit einem Kissen unterstützen. So fällt das Atmen leichter.

Halsschmerzen können durch Lutschtabletten mit Salbei oder Isländisch Moos gelindert werden, ein Gurgeln mit Salbeitee oder einigen Tropfen Teebaumöl bringt ebenfalls Linderung. Auch ein Kartoffelwickel verringert die Schmerzen. Dazu Kartoffeln kochen, stampfen, in ein Tuch wickeln und so warm wie möglich um den Hals legen.

Bei trockenem Reizhusten bietet die Apotheke verschiedene Hustensäfte aus Heilpflanzen, wie Eibisch, Spitzwegerich oder Efeu an. Zusätzlich hin und wieder einen Teelöffel Fenchelhonig im Mund zergehen lassen und viel trinken trägt dazu bei, dass sich der Husten löst und Sekret abgehustet werden kann. Bei Husten hat sich auch Zwiebelsaft mit Kandis bewährt. Dazu werden zerkleinerte Zwiebeln in Wasser aufgekocht und mit Kandis gesüßt. Die Mischung kocht man etwas ein, bis ein dünnflüssiger Sirup entsteht. Der Patient nimmt davon mehrmals täglich einen Esslöffel zu sich. Die Wirkstoffe der Zwiebel lösen den Schleim und erleichtern so das Abhusten.

Bei leichtem Fieber ist der Patient am besten im Bett aufgehoben. Wichtig ist, viel zu trinken, damit der Körper nicht austrocknet. Tee mit frischem Ingwer stärkt das Immunsystem. Aber auch andere Kräutertees, beispielsweise Eibischtee, Spitzwegerichtee Salbeitee oder Kamillentee lindern die Erkältungssymptome.

Sollte doch höheres Fieber auftreten, können als Alternative zu fiebersenkenden Medikamenten Wadenwickel mit kühlen, nassen Tüchern hilfreich sein.

Zur allgemeinen Stärkung des Patienten kann auf ein altes Hausmittel, die Hühnersuppe, zurück gegriffen werden. Studien haben bewiesen, dass sich die Inhalte dieser Suppe positiv auf die Immunabwehr auswirken. Sie sollte möglichst heiß gegessen werden, damit die Schnupfenviren bekämpft werden können. Viren reagieren empfindlich auf Hitze und vermehren sich nicht mehr so stark. Der heiße Dampf der Suppe hat eine ähnliche Wirkung wie das Inhalieren. Er befeuchtet die Schleimhäute in Mund und Nase, die Sekrete fließen besser ab.

Hausmittel gegen Erkältung auf einen Blick

  • Schnupfen: Inhalation mit ätherischen Ölen, Salz, abschwellende Nasentropfen
  • Halsschmerzen: Gurgeln mit Salbei oder Teebaumöl, Lutschtabletten mit Salbei oder Isländisch Moos, Kartoffelwickel
  • Heiserkeit: lutschen von Emser Salz Tabletten, Hals warm halten, wenig reden
  • Husten: Inhalation mit ätherischen Ölen, pflanzliche Hustensäfte
  • Fieber: Bettruhe, Wadenwickel, im Notfall fiebersenkende Arznei

Fragen & Vorbeugung

Welche Ernährung ist bei einer Erkältung empfehlenswert?

Gesund oder erkältet, eine abwechslungsreiche Ernährung mit frischen Zutaten ist immer die Beste. Frisches Obst und Gemüse, wie Zitrusfrüchte, Kiwis, Paprika, Broccoli, usw. decken den Vitamin C Bedarf, sowie den Bedarf an Mineralstoffen und Spurenelementen. Die vermehrte Einnahme von Zink ist während einer Erkältung sinnvoll. Dieses Spurenelement findet man beispielsweise in Milchprodukten, Fisch und Haferflocken. Mit einer leicht verdaulichen Kost und reichlich warmen Getränken ist der Körper während der Erkrankung gut versorgt.

Kann mit einer Erkältung Sport getrieben werden?

Körperliche Anstrengung, also auch Sport, ist während einer Erkältung nicht zu empfehlen. Der Körper benötigt viel Ruhe, um wieder zu genesen. Wer sich dennoch anstrengt, kann sehr schnell einen Rückfall erleiden oder gar an einer Herzmuskelentzündung erkranken.

Rauchen bei Erkältung?

Zigaretten und alkoholische Getränke schwächen das menschliche Immunsystem. Ein erkrankter Körper sollte auf gar keinen Fall zusätzlich mit diesen Giften geschwächt werden.

Was tun bei einer Erkältung in der Schwangerschaft?

Erkältungen kommen während einer Schwangerschaft häufig vor. Im Normalfall können die Beschwerden mit einfachen Hausmitteln gelindert werden. Vorsicht ist bei Heilkräutern geboten. Nicht alle Kräuter sind für Schwangere empfehlenswert. Im Zweifel sollte immer ein Arzt befragt werden. Das gilt vor allem, wenn Fieber auftritt oder die Hausmittel nicht ausreichen und auf stärkere Medikamente zurückgegriffen werden muss.

Welche weitergehenden Erkrankungen können bei einer Erkältung auftreten?

Im Normalfall verläuft eine Erkältung ohne Komplikationen und die Symptome lassen nach ein paar Tagen nach. Allerdings kann eine zusätzliche Infektion mit Bakterien oder eine erneute Ansteckung mit anderen Grippeviren den Infekt verschlimmern und zu Entzündungen der Nasennebenhöhlen, des Mittelohrs, der Mandeln oder gar der Lunge führen.

Bei einem Druckgefühl über Stirn und Wangen, die mit Kopfschmerzen einhergehen und sich beim Bücken oder Niesen verschlimmern, kann eine Nasennebenhöhlenentzündung vorliegen. Starke Ohrenschmerzen weisen auf eine Mittelohrentzündung hin. Tritt Atemnot auf, kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, die einen sofortigen Arztbesuch erforderlich macht.

Wie beugt man einer Erkältung vor?

Da es über 200 Erkältungsviren gibt, kann man einer Ansteckung nicht wirklich vorbeugen. Eine Grippeimpfung gibt einen gewissen Schutz, schließt aber eine Erkältung nicht aus. Wichtig ist in jedem Fall, sein Immunsystem mit abwechslungs- und vitaminreicher Nahrung zu stärken. Genug Schlaf, Saunabesuche, Kneippkuren und viel Bewegung an der frischen Luft, natürlich warm eingepackt, fördern ebenfalls die natürlichen Abwehrkräfte. Der Kontakt mit erkrankten Menschen ist möglichst zu vermeiden. Wer zur Erkältungszeit viele Hände schütteln muss, sollte sich häufig gründlich die Hände waschen. Auf die beliebten Begrüßungsküsschen kann auch einmal verzichtet werden, da eine Erkältung durch die Tröpfcheninfektion übertragen wird.

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