Hämorrhoiden

Steckbrief: Hämorrhoiden

  • Name(n): Hämorrhoiden; Goldadern; Hämorriden
  • Art der Krankheit: Gefäßerkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 17. Jahrhundert vor Christus
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse Gründe
  • Wieviele Erkrankte: 3 von 4 Personen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Proktologe

Hämorrhoiden

HämorrhoidenHämorrhoiden, gelegentlich auch als „Goldadern“ bezeichnet oder auch Hämorriden im Sprachgebrauch, sind geschwollen Venen im Bereich des Anus und des Enddarms. Vergleichbar in ihrer Beschaffenheit sind sie etwa mit den häufig an den Beinen auftretenden Krampfadern.

Die Gründe zur Entstehung dieses Leidens können zahlreich sein, verbleiben aber dennoch zumeist unbekannt. Sowohl eine Überbelastung des Anus durch falsches Defäkieren ist möglich, ebenso wie ein erhöhter Druck auf die Venen während der Schwangerschaft.

Darüber hinaus treten Hämorrhoiden nicht nur äußerlich auf, sondern können sich auch im Inneren des Enddarms entwickeln. In diesem Falle spricht man von internalen Hämorrhoiden. Zudem ist diese Erkrankung vergleichsweise häufig, etwa drei Viertel der Weltbevölkerung kämpfen zumindest einmal, häufig jedoch öfter, mit Hämorrhoiden. Dabei kann sich das vorliegende Leiden völlig symptomfrei präsentieren oder sich durch Jucken, Ungemach und Bluten manifestieren.

Definition Hämorrhoiden?

Es gilt zunächst zwischen äußeren und inneren Hämorrhoiden zu unterscheiden. Dabei sind äußere Hämorrhoiden nicht unbedingt immer gefährlich. Sollte sich in denselben noch keine Thrombose eingestellt haben, kann man durchaus davon ausgehen, dass die Symptome sich in Grenzen halten werden. Kritisch wird die ganze erst dann, wenn sich Thrombosen einstellen. Zumeist ist in diesen Fällen davon auszugehen, dass es zu einer immensen Entwicklung von Schmerz kommt. Dieser verschwindet zwar in aller Regel nach ein bis drei Tagen wieder, ist aber für die Zeit des Bestehens kaum ohne Schmerzmittel zu ertragen. Hinzu kommt noch der unglückliche Umstand, dass das Defäkieren während dieser Zeit stark erschwert ist. Sicherlich sind die meisten Betroffenen zwar immer noch in der Lage, Stuhl abzuscheiden, dennoch stellt sich dieser Vorgang nicht selten als ein absonderliches Martyrium dar. Der Erkrankte ist ist oftmals nur unter Schreien dazu imstande, Kot auszulassen.

Darüber hinaus sollte man auch die im Rahmen der eben genannten Ausprägung der Krankheit entstehenden kosmetischen Faktoren nicht unterschätzen. Zwar geht der imminente Schmerz bereits nach einigen wenigen Tagen, wie bereits erwähnt, zurück, nicht so aber die Schwellung, sprich die also solche wahrgenommene äußere Hämorrhoide. Diese kann bis zu vier oder mehr Wochen in ihrer Form verbleiben und somit zu gewissen Einschränkungen führen. Besagte Einschränkungen betreffen in erster Linie die Analhygiene des Betroffenen. Diese ist aufgrund der Umstände nur noch schwer zu gewährleisten. Darum kann es notwendig sein, sich nicht mehr nur mit Toilettenpapier zu reinigen, sondern auch andere Mittel zu gebrauchen. Beispielsweise Sitzbäder oder fließendes Wasser.

Intern auftretende Hämorrhoiden treten dagegen in aller Regel eher schmerzfrei auf. Sie äußern sich allein dadurch, dass sie während oder nach dem Stuhlgang einiges an Blut absondern. Dieses Blut kann daraufhin entweder im Stuhl selbst oder anderweitig nachgewiesen werden. So zum Beispiels als rote Flecken auf den Toilettenpapier, als Flecken in der Unterwäsche oder durch Heraustropfen aus dem Anus. Man sollte dies zwar als ein deutliches Warnsignal verstehen, sich aber dennoch nicht allzu viele Sorgen machen. Schließlich und endlich handelt es sich hierbei um keine allzu gravierenden Erscheinungen. Man könnte das Abscheiden von Blut während oder nach dem Stuhlgang im Rahmen der vorliegenden Erkrankung durchaus als normal ansehen. Dennoch sollte man auch dieses Symptom nicht auf die leichte Schulter nehmen und im Bedarfsfall einen Mediziner konsultieren. Alles andere wäre sich selbst gegenüber grob fahrlässig. Nichts zuletzt deswegen, weil man als neuerlich erkrankter Patient auch andere, potentiell ansteckende Krankheiten als Ursache nicht ausschließen kann.

Ansonsten äußern sich die innen liegenden Hämorrhoiden zumeist, wie bereits erwähnt, nicht oder nur kaum schmerzvoll. Nichtsdestotrotz kann es vorkommen, dass sich dieser Zustand ändert. Dies ist immer dann der Fall, wenn die inneren Hämorrhoiden Thrombosen und / oder Nekrosen entwickeln. Hierbei sind insbesondere nekrotisierende Hämorrhoiden immens gefährlich und sollten sofort und ohne zu zögern behandelt werden. Zugegebenermaßen ist es eher unwahrscheinlich, daran zu sterben, aber es gibt durchaus Todesfälle, die direkt auf eine solche Diagnose zurückzuführen waren. Darüber hinaus sollte man auch sich ggf. auch auf weitere Symptome einstellen. Diese können unter anderem chronische Durchfälle sowie chronische Verstopfungen umfassen. Seltener kommt es zudem auch zu einer Inkontinenz. Dieses Phänomen tritt allerdings vergleichsweise selten auf. Ist dies jedoch der Fall, sollte man das als roten Alarm verstehen und so schnell als irgend möglich bei einem Arzt vorstellig werden. Inkontinenz ist keine Bagatelle und kann nicht nur auf gesundheitlicher Ebene zu starken Einbußen führen. Auch auf sozialer Ebene ist ein solches Gebrechen mit teils immensen Einschränkungen verbunden. Dabei lassen sich die meisten Fälle dieses Leidens relativ gut behandeln. Alles in allem wären sie also durchaus vermeidbar.


Was sind Hämorrhoiden?

Zwischen dem Enddarm und dem Schließmuskel des Afters befindet sich ein Gefäßpolster, der sogenannte Plexus hämorrhoidalis. Dieses arbeitet eng mit dem Sphinkter (Schließmuskel) zusammen, beide sorgen für den Feinverschluss des Darmausganges. Die Bestandteile des Gefäßpolsters stellen ein Geflecht aus Arterien und Venen dar. Wird von Hämorrhoiden gesprochen, sind damit Schwellungen in Knoten- oder Krampfaderform an demselben gemeint.

Umso mehr sich diese verstärken, desto weiter findet ein Herausdrücken der krankhaften Wucherungen aus dem Anus-Bereich heraus statt. In zahlreichen Fällen entzündet sich dabei auch das umliegende Gewebe durch die Erweiterung der Blutgefäße des Gesäßpolsters. Obwohl heutzutage weitaus offener über Krankheiten gesprochen wird als noch vor einigen Jahren, gelten Hämorrhoiden noch immer als ein Tabuthema.

Dies gilt prinzipiell für alle Erkrankungen, welche zum einen die Analregion, zum anderen den Darm betreffen. Aufgrund der Tatsache, dass allein bei Männern über 30 Jahre ca. 70 Prozent von diesem Problem betroffen sind, wäre ein verstärkter Austausch über diese Krankheit mit Sicherheit sehr hilfreich. Da viele Menschen bei einem Auftreten von Hämorrhoiden auch nicht zum Arzt gehen, gibt es nur Schätzungen, wie viele Menschen unter diesen leiden. Man nimmt einen Prozentsatz von etwa 50 Prozent bei Erwachsenen ab dem 30. Lebensjahr an. Frauen sind weniger oft betroffen als Männer.

Wer Beschwerden im Enddarm-Bereich hat, sollte jedoch nicht lange mit dem Aufsuchen eines Arztes zögern, denn es sind nicht immer die vergleichsweise harmlosen Hämorrhoiden, welche diese verursachen. Weitaus ernstere Krankheiten, wie beispielsweise Darmkrebs, könnten dafür verantwortlich sein, deren Heilungschancen durch ein frühzeitiges Erkennen in jedem Fall erhöht werden. Viele Menschen gehen wegen eines Verdachts auf Hämorrhoiden zum Arzt, in diesem Fall zu einem Gastroenterologen. Dieser stellt jedoch oftmals andere Krankheiten fest, so zum Beispiel ein Ekzem, Herpes, eine Neurodermitis oder Pilzinfektion.

Eine Untersuchung beginnt in der Regel durch eine Befragung über die aufgetretenen Symptome, den Stuhlgang, Ernährungsgewohnheiten sowie sportlichen Aktivitäten. Hernach erfolgt ein Abtasten (Rektal-Palpation) des Analbereiches. Besitzen die Hämorrhoiden eine starke Ausprägung, sind sie ebenfalls von außen sichtbar. Verstärkt sich die Vermutung, dass krankhafte Wucherungen für die Beschwerden verantwortlich sind, wird meist eine Enddarmspiegelung oder Koloskopie (Spiegelung des gesamten Dickdarms vorgenommen. So gelangt der Arzt zu einer sicheren Diagnose und kann mögliche sonstige Erkrankungen ausschließen.

Welche Ursachen gibt es?

Es besteht die Vermutung, dass eine genetische Veranlagung für die Entstehung von Hämorrhoiden verantwortlich gemacht werden kann. Zahlreiche Menschen leiden an einer Schwäche der Wände von Blutgefäßen. Sie ist angeboren und in vielen Fällen auch bei von Hämorrhoiden Betroffenen feststellbar. Als Bestätigung hierfür könnte man auch die Tatsache ansehen, dass die Erkrankung insbesondere im höheren Alter häufiger auftritt. Dies wird auf das Nachlassen der Elastizität von den Gefäßwänden zurückgeführt. Zu den Risikopatienten zählen zudem Menschen, welche sowohl im Beruf, als auch im privaten Leben häufig sitzen. Eine Entstehung von Hämorriden wird dadurch begünstigt, ebenso wie Darmträgheit, zusätzlich kann es zu Blutstauungen unterhalb der Hüfte kommen. Auch chronische Verstopfungen, die insbesondere die Personen betrifft, welche sich zu ballaststoffarm ernähren, wenig trinken, nicht ausreichend bewegen und eine sitzende Arbeit ausführen, gehören dazu. Aus diesen Gründen wird eine geringere Menge Stuhl produziert, die den Enddarm sowie die Darmwand kaum ausdehnen. Dadurch können sich Probleme bei der Stuhlentleerung ergeben, denn der Drang dazu ist schwach, so dass langes und starkes Pressen erforderlich ist. Dieses wiederum sorgt für eine Druckerhöhung in der Anal- und Darmregion.

Wer nun über einen längeren Zeitraum zu Abführmitteln greift, kann das Risiko der Entstehung von Hämorrhoiden jedoch erhöhen. Diese haben einen negativen Einfluss auf die Darmtätigkeit, der Stuhl wird dünnflüssig, es entsteht eine Hemmung des normalen Dranges zur Stuhlentleerung. Dadurch entsteht eine Hinderung des Trainings vom Verschlusssystem des Afters. Ein weiterer Risikofaktor ist Übergewicht. Es ist in einer Vielzahl an Fällen bei der Entstehung von Hämorrhoiden beteiligt. Das höhere Gewicht kann auf den Enddarm drücken, wodurch die Zirkulation des Blutes eingeschränkt wird, was wiederum zu einer Erweiterung der Gesäßpolster in der Analregion führen kann. Aus den gleichen vorliegenden Gründen tauchen oftmals auch bei einer Schwangerschaft Hämorrhoiden auf. Hinzu kommt, dass die Hormonumstellung das Bindegewebe lockert, um mehr Raum für das ungeborene Kind zu schaffen und für den Geburtsvorgang bereit zu sein. Zu guter Letzt sei noch ein sehr straffer Schließmuskel erwähnt, welcher ebenfalls für die Entstehung von Hämorrhoiden zur Verantwortung gezogen werden kann.

Hierzu eine kurze Übersicht über die potentiellen Ursachen:

  • Überbelastung während des Defäkierens: Eine grundsätzliche falsche Haltung beim Abscheiden von Stuhl oder eine Anwendung zu hohen Drucks kann dafür sorgen, dass der Schließmuskel überbeansprucht wird. Das führt wiederum zu einem Verschleiß, der im infolge dessen eine Entstehung von hämorrhoiden begünstigen kann.
  • Zu lange Verweildauer auf der Toilette: Wer sich beim Defäkieren zu viel Zeit lässt, der läuft erhöhte Gefahr, sich Hämorrhoiden anzueignen. Diese Unsitte ist Studien zufolge immer häufiger zu beobachten. Personen lassen sich beim Gang zur Toilette zu viel Zeit, spielen mit ihren Mobiltelephonen oder lesen Zeitung. Dieses verhalten befördert jedoch lediglich die Entstehung der vorliegenden Krankheit.
  • Chronische Durchfälle oder Verstopfungen: Personen, die an an chronischer Diarrhö oder Obstipation leiden, gehören nicht selten zu der Risikogruppe, die ein gesteigerte Wahrscheinlichkeit aufweist, Hämorrhoiden auszubilden. Dies hängt mit mehreren Faktoren zusammen, ist aber nicht selten ebenfalls auf die bereits erwähnte Überbeanspruchung des Schließmuskels zurückzuführen.
  • Übergewicht (Adipositas): Wer an Übergewicht oder gar starkem Übergewicht leidet, isst häufig mehr als Personen mit Normalgewicht. Dies zieht in aller Regel eine erhöhte Menge abgegebenen Stuhls nach sich. Dieser ist als Mehrbelastung für den Körper anzusehen und steigert somit ebenso das Risiko an dem vorliegenden Leiden zu erkranken, darüber hinaus ist die Ernährung übergewichtiger Personen oftmals sehr ungesund, was wiederum einen negativen Effekt auf die Darmgesundheit ausübt.
  • Schwangerschaft: Während einer Schwangerschaft ist der Körper besonderen Belastungen ausgesetzt. Eine dieser Belastungen ist ein erhöhter Druck auf den Bereich des Enddarms. Hierdurch kommt es nicht selten zu weiterführenden Erkrankungen, wie beispielsweise Hämorrhoiden.
  • Analverkehr: Anal ausgeübter Geschlechtsverkehr ist nicht nur schädlich für die Flexibilität des Schließmuskels und den Enddarm selbst, sondern befördert darüber hinaus das Entstehen von Hämorrhoiden immens. Darum ist diese Praktik nur unter Berücksichtigung besonderer Schutzmaßnahmen vorzunehmen oder besser noch gänzlich zu unterlassen.
  • Ballaststoffarme Ernährung: Durch eine hohe Aufnahme von Ballaststoffen bildet sich im Darm eine breiartige Substanz, die dabei hilft, aufgenommene Nahrung effektiver verdauen zu können. Nimmt man jedoch zu wenige dieser Ballaststoffe auf, kann es geschehen, dass der Verdauungsprozess gestört ist. Hierdurch entstehen vielerlei Darmkrankheiten, eingeschlossen der vorliegenden.

Weiterführende Informationen können sie auf unserer Themen Seite zu Hämorrhoiden:

nachlesen.


Symptome & Anzeichen

Es besteht die Vermutung, dass eine genetische Veranlagung für die Entstehung von Hämorrhoiden verantwortlich gemacht werden kann. Zahlreiche Menschen leiden an einer Schwäche der Wände von Blutgefäßen. Sie ist angeboren und in vielen Fällen auch bei von Hämorrhoiden Betroffenen feststellbar. Als Bestätigung hierfür könnte man auch die Tatsache ansehen, dass die Erkrankung insbesondere im höheren Alter häufiger auftritt. Dies wird auf das Nachlassen der Elastizität von den Gefäßwänden zurückgeführt.

Zu den Risikopatienten zählen zudem Menschen, welche sowohl im Beruf, als auch im privaten Leben häufig sitzen. Eine Entstehung von Hämorrhoiden wird dadurch begünstigt, ebenso wie Darmträgheit, zusätzlich kann es zu Blutstauungen unterhalb der Hüfte kommen. Auch chronische Verstopfungen, die insbesondere die Personen betrifft, welche sich zu ballaststoffarm ernähren, wenig trinken, nicht ausreichend bewegen und eine sitzende Arbeit ausführen, gehören dazu. Aus diesen Gründen wird eine geringere Menge Stuhl produziert, die den Enddarm sowie die Darmwand kaum ausdehnen. Dadurch können sich Probleme bei der Stuhlentleerung ergeben, denn der Drang dazu ist schwach, so dass langes und starkes Pressen erforderlich ist. Dieses wiederum sorgt für eine Druckerhöhung in der Anal- und Darmregion.

Wer nun über einen längeren Zeitraum zu Abführmitteln greift, kann das Risiko der Entstehung von Hämorrhoiden jedoch erhöhen. Diese haben einen negativen Einfluss auf die Darmtätigkeit, der Stuhl wird dünnflüssig, es entsteht eine Hemmung des normalen Dranges zur Stuhlentleerung. Dadurch entsteht eine Hinderung des Trainings vom Verschlusssystem des Afters. Ein weiterer Risikofaktor ist Übergewicht. Es ist in einer Vielzahl an Fällen bei der Entstehung von Hämorrhoiden beteiligt. Das höhere Gewicht kann auf den Enddarm drücken, wodurch die Zirkulation des Blutes eingeschränkt wird, was wiederum zu einer Erweiterung der Gesäßpolster in der Analregion führen kann.

Aus den gleichen vorliegenden Gründen tauchen oftmals auch bei einer Schwangerschaft Hämorrhoiden auf. Hinzu kommt, dass die Hormonumstellung das Bindegewebe lockert, um mehr Raum für das ungeborene Kind zu schaffen und für den Geburtsvorgang bereit zu sein. Zu guter Letzt sei noch ein sehr straffer Schließmuskel erwähnt, welcher ebenfalls für die Entstehung von Hämorrhoiden zur Verantwortung gezogen werden kann.

Hierzu einige nähere Ausführungen:

  • Afterjucken – Ein weiteres sehr häufig im Zusammenhang mit Hämorrhoiden auftretendes Symptom ist ein mehr oder weniger starkes Jucken des Afters. Ein solches ist nicht nur sehr unangenehm, sondern in speziellen Fällen auch mit starken hygienischen Gefahren verbunden. Darüber hinaus handelt es sich bei dem auftretenden Juckreiz nicht immer um ein rein äußerliches Phänomen – er kann auch innerlich auftreten. Tritt dieser Fall ein, ist es meist besonders unangenehm und verstörend für den Betroffenen, da er nichts gegen dieses Jucken zu tun imstande ist.Viele Personen unterschätzen dieses Symptom am Anfang noch. Später jedoch erscheint ihnen dasselbe als das gravierendste von allen. Das ist verständlich, da es sich hierbei um einen dauernden Begleiter handelt, der zu jedweder Zeit spontan auftreten kann und dem man kaum Abhilfe leisten kann, wenn man sich in der Öffentlichkeit befindet. Aber auch sonst sollte man davon absehen, die juckende Stelle zu kratzen.
  • Nicht sitzen können – Beinahe alle Betroffenen sind früher oder später unfähig, sich zu setzen. Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, fällt es ihnen zumindest sehr schwer und ist darüber hinaus äußerst schmerzvoll. Je nachdem, welchem Beruf man nachgeht, kann dies zu einer immensen Einschränkung führen. Besonders Personen, die einer sitzenden Tätigkeit nachgehen ist dabei geraten, notwendige Schritte zu ergreifen und sich Hilfe zu suchen. Wer sich nämlich trotz der entstehenden Schmerzen hinsetzt und dieselben einfach ignoriert, läuft sehr große Gefahr, das verantwortlich zu machende Leiden, sprich die Hämorrhoiden, zu verschlimmern. Diese Verschlimmerung wiederum führt zu einer noch stärkeren Unfähigkeit sich zu setzen – man könnte also durchaus von einer Art Teufelskreis sprechen.Alles in allem also ist jedem dazu geraten, Schmerzen beim Sitzen als dringenden Indikator dafür anzusehen, sich Hilfe zu suchen. Zwar kann dieses spezielle Symptom durchaus auch andere Gründe haben, die Wahrscheinlichkeit, dass es auf Hämorrhoiden zurückgeht, ist jedoch sehr groß. Sollten bereits Hämorrhoiden diagnostiziert worden sein, so ist es für die Betroffenen möglich, einige Gegenmaßnahmen zu treffen, die den Schmerz, der beim Sitzen entsteht, um einiges zu reduzieren. Hierdurch gewinnen die Betroffenen bis zum erfolgreichen Abschluss der Therapie einiges an Lebensqualität zurück und können sich freier durch den Alltag navigieren.Insbesondere sind an dieser Stelle sog. „Sitzringe“ zu nennen. Bei nämlichen handelt es sich zumeist um kleine aufblasbare, seltener auch aus Stoff gefertigte Ringe, auf die man sich zwecks Linderung der Schmerzen setzen kann. Durch das Loch in der Mitte des Ringes, kommen die Hämorrhoiden nicht in direkten Kontakt mit der Sitzoberfläche, wodurch es nicht zu einer allzu starken Schmerzentwicklung kommt. Diese Kissen sind nicht nur leicht zu transportieren, sondern bieten darüber hinaus auch noch einen großartigen Schutz vor Schmerzen. Insbesondere während Fahrten mit Auto und Bahn, Flügen, Büroarbeiten uvm. Auch Cremes und Salben können in diesem Falle Anwendung finden.
  • Weitere Anzeichen – Nachdem es zur Bildung von Perianalthrombosen oder äußeren Hämorrhoiden gekommen ist, stellen sich oftmals weitere und teils sehr unangenehme Symptome für die davon betroffene Person ein. Hierunter fallen in besonderem Maße Probleme der Analhygiene. Es ist sehr kompliziert, aufwendig und mitunter auch schmerzhaft, den Anus auf adäquate Art und Weise sauber zu halten, sollte man äußere Hämorrhoiden haben. Viele Menschen vermeiden direkten Kontakt mit denselben. Das ist verständlich, fühlen sich die meisten Menschen durch diese krankhaften Vergrößerungen und Wucherungen doch zurecht abgeschreckt. Auch sollte man den Schmerz, der sich bei Kontakt einstellt, nicht unterschätzen.Darum sind von diesem Leiden betroffene Personen oftmals unsicher darüber, wie sie vorgehen sollen. Zumal ein falsches Vorgehen weitere negative Effekte nach sich ziehen kann. Diese sind unter anderem eine Bildung weiterer Perianalthrombosen. Es kann darum teilweise unerlässlich sein, sich vollends vom klassischen Toilettenpapier abzuwenden und andere Arten der Reinigung zu probieren – zumindest für den Zeitraum, währenddessen man an besagten Phänomen leidet. An dieser Stelle ist es beispielsweise empfehlenswert, wenn man eine Reinigung des Afters mit Wasser vornimmt. Auch ein feuchtes Abwischen mit einem weichen Lappen kann gegenüber dem herkömmlichen trockenen Toilettenpapier von Vorteil sein. Des Weiteren benutzen manche Personen auch die besonders in Indien stark verbreiteten sog. „Analspachtel“. Diese erfordern allerdings einiges an Übung und sind daher nicht ohne Vorsicht zu genießen.Bei allzu großen Unsicherheiten ist es daher immer eine gute Idee, sich mit dem Arzt des Vertrauens ins Verbindung zu setzten und sich Tipp einzuholen, wie man am besten vorgeht. Alles in allem ist es natürlich auch trotz äußerer Hämorrhoiden möglich, seinen Anus adäquat und probat zu reinigen, ohne dabei Gefahr zu laufen, das eigentliche Leiden merklich zu verschlimmern.

Bei den oben aufgeführten Anzeichen und Symptomen handelt es sich lediglich um einen kleinen Auszug der schier endlosen etwaigen Äußerungen des vorliegenden Leidens.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die meisten Ärzte sind dazu imstande, äußerliche Hämorrhoiden mittels einer einfachen Blickdiagnose festzustellen. Zwecks Diagnosestellung interner Hämorrhoiden bedient sich der zuständige Mediziner dagegen klinischen Tests:

Abtasten – Um das Innere des Enddarms besser untersuchen zu können, ist es für den Arzt notwendig, selbigen abzutasten. Hierzu benutzt er seinen Finger, mithilfe dessen er imstande ist, eventuelle Geschwulste zu erfühlen und somit zu determinieren, inwieweit weitere Tests notwendig sind.

Darmspiegelung – Bisweilen können innere Hämorrhoiden aber nicht erfühlt werden. In diesen Fällen bietet sich eine Darmspiegelung an.

Krankheitsverlauf nach Schweregraden

Hämorrhoiden gehen mit verschiedenen Symptomen einher. Diese werden in der Medizin in vier verschiedene Schweregrade eingeteilt und stellen sich wie folgt dar:

  • Grad – Unter diesen fallen Hämorrhoiden, welche in der Regel noch keinerlei Schmerzen auslösen. Möglicherweise wird der Betroffene durch ein wenig Blut im Stuhl (sehr selten) auf diese aufmerksam. Von außen ist in dem frühen Stadium ebenfalls nichts zu erkennen.
  • 2. Grad – Blutungen sind immer noch nicht üblich, jedoch ist ein sicheres Symptom ein Juckreiz in der Afterregion, ebenso ein Nässen. In diesem Stadium können sich bereits Ekzeme bilden. Trotz einer geringen Ausprägung der Hämorrhoiden kann ein Arzt diese meist durch Ertasten spüren.
  • 3. Grad – Nun liegt bereits eine erschwerte Form vor, welche in der Regel immer mit Schmerzen verbunden ist. Während des Stuhlganges werden die Hämorrhoiden nach außen gedrückt, ein Zurückschieben ist erforderlich. Gleiches kann bei verschiedenen anderen Anspannungen passieren. Weitere Symptome des 3. Grades sind Ekzeme, Entzündungen, Juckreiz sowie die Bildung von Sekret. Bei einer Vielzahl der Betroffenen kommen noch Blutungen und Einklemmungen dazu.
  • 4. Grad – Schwellungen, Knoten und starke Schmerzen erscheinen sehr ausgeprägt. Die Hämorrhoiden sind jederzeit von außen erkennbar, sie lassen sich jetzt nicht mehr in den After zurückschieben. In den meisten Fällen kommen anhaltende Entzündungen, Geschwüre, ein ständiger Juckreiz sowie der Austritt eines schleimigen Sekrets hinzu.

Weitere diagnostische Mittel sind unter anderem:
Der Unterschied zwischen Diagnose und Untersuchung sind fließend, wenn überhaupt vorhanden und eher von wissenschaftlicher und theoretisch, als von praktischer Bedeutung. Dennoch stehen natürlich auch bei dem vorliegenden Leiden einige diagnostische Mittel zur Verfügung, die von einer reinen Blickdiagnose und einer klassischen physischen Examination abweichen. Diese können unter anderem sein:

  • Blutuntersuchung: Bluttests dienen in der Regel dazu, eine Infektion im Blut nachzuweisen und darüber hinaus ebenso die auslösenden Faktoren der etwaigen Infektion zu benennen. Nichtsdestoweniger ist dieses verfahren nicht immer nutzbringend und kann bisweilen fehlerhafte oder gar keine verwertbaren Daten liefern.
  • Röntgenaufnahmen: Dieses Verfahren hilft dem behandelnden Arzt nicht nur dabei, krankhaft veränderte Hämorrhoiden als solche erkennen zu können, sondern auch das Ausmaß und die exakte Position derselben zu ermitteln
  • Computertomographie (CT): Bei der Computertomographie handelt es sich, ähnlich dem Röntgen, um ein sog. „Bildgebendes Verfahren“. Nichtsdestoweniger ist ein CT zumeist wesentlich aufschlussreicher, als eine Röntgenaufnahme – benötigt aber in der Erstellung auch dementsprechend mehr Zeit und Aufwand. Ein Arzt bedient sich dieses diagnostischen Mittels häufig dann, wenn die bereits identifizierten Hämorrhoiden nicht erwartungsgemäß abheilen, bzw. nicht entsprechend der Erwartungen auf die Behandlung anspricht.
  • Biopsie: In einigen wenigen Fällen dient eine Biopsie der angegriffenen Areale der sicheren Klärung der vorliegenden Erkrankung. Eine solche ist allerdings nicht ganz risikofrei zu bewerkstelligen. Zwar kommt es dank der modernen Schulmedizin kaum noch zu tödlichen Zwischenfällen, dennoch sind diese nicht grundsätzlich auszuschließen. Zwecks der Biopsie muss der behandelnde Arzt eine Gewebeprobe vom Patienten entnehmen. In Folge dieses Eingriffes kann es durchaus zu schweren Schädigungen des korrespondierenden Organs sowie zu massiven Blutungen kommen. Darum sollte man sich vor einem solchen Eingriff der Risiken bewusst werden.

 

Mit großer Sicherheit lassen sich Hämorrhoiden im ersten Stadium erfolgreich entgegenwirken. Dies kann durch eine Umstellung der Ernährung, umfangreiche Hygiene sowie einer Anpassung des Verhaltens beim Stuhlgang und der Lebensgewohnheiten erfolgen. Gleiches gilt für Hämorrhoiden zweiten Grades, jedoch empfiehlt sich eine speziell für diese Erkrankung entwickelte Salbe zu Hilfe zu nehmen. Im dritten und vierten Stadium lässt sich auf die Behandlung durch einen Arzt nicht mehr verzichten. Dieser kann von Fall zu Fall unterscheiden, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Hämorrhoiden zu beseitigen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Wie bereits eingänglich erwähnt, sind Hämorrhoiden keine Seltenheit. Manche Studien und Erhebungen implizieren, dass ca. ¾ der Weltbevölkerung im laufe der Lebenszeit einfach oder mehrfach an Hämorrhoiden leiden. Hierbei spielt das Geschlecht meist keine übergeordnete Rolle, da Männer und Frauen gleich stark betroffen zu sein scheinen.

Einen übergeordneten Faktor jedoch stellt das Alter dar. So steigt das Risiko, die vorliegende Krankheit zu entwickeln mit einem Voranschreiten des Alters stetig an. Insbesondere Personen zwischen ihrem 40. und 70. Lebensjahr sind besonders gefährdet. Nach Erreichen der siebten Lebensdekade nimmt die Wahrscheinlich einer Erkrankg jedoch wieder langsam ab. Darüber hinaus kann diese Krankheit auch bei jüngeren Menschen auftreten, wenngleich dies nur selten der Fall zu sein scheint, Hämorrhoiden in unter 20-Jährigen zum Beispiel sind kaum erfassbar selten. Die Gründe hierfür sind noch nicht vollends geklärt.

Gerade in Deutschland und im restlichen Europa sowie in Nordamerika steigt die Zahl Betroffener von Jahr zu Jahr an. Nicht zu Unrecht bezeichnen viele Mediziner und Forscher dieses Leiden darum als „Volkskrankheit“ oder „Volksseuche“ – und tatsächlich scheinen diese Titel, gemessen an den statistischen Werten, durchaus gerechtfertigt. Man geht alleine hierzulande davon aus, dass es pro Jahr bis zu 4 Millionen Fälle von Hämorrhoiden gibt, die man behandelt. Dabei gilt die Dunkelziffer noch als wesentlich höher. Viele Menschen neigen was diese Erkrankung angeht zur Selbstdiagnose und behandeln sich darüber hinaus auch selbst. Dies hängt unter anderem mit der Tabuisierung dieser Krankheit zusammen, die in der Gesellschaft immer noch hartnäckig vorhält.

Zudem bedürfen etwa zwischen 30.000 und 70.000 der Betroffenen eines chirurgischen Eingriffes, um den Krankheitsherd vollends beseitigen zu können. Den meisten anderen ist schon mittels einer konservativen, sprich einer medikamentösen Therapie, Abhilfe zu leisten. Hierbei kommt es jedoch stark auf den oben genannten Schweregrad der Erkrankung an.

Diagnosedaten

Die aus einer Diagnose gewonnen Daten sind für die Feststellung einer Krankheit stets von vorrangigem Interesse, so auch im Falle der vorliegenden Erkrankung. Hierbei gilt es darüber hinaus zu beachten, welchen Aufschluss die erlangten diagnostischen Informationen über den Schweregrad und den Progress der Hämorrhoiden geben können. Die Feststellung selbiger ist nämlich unabdingbar an die Art der Behandlung geknüpft und daher von größter Wichtigkeit sowohl für den behandelnden Arzt als auch für den Patienten.

Des Weiteren kann es bisweilen auch vorkommen, dass Hämorrhoiden keinerlei der klassischen Symptome aufweisen oder sich überhaupt gänzlich schmerzfrei zeigen. Ist dies der Fall ist die korrekte Auswertung und Interpretation der Diagnosedaten umso wichtiger, um ggf. Fehldiagnosen vermeiden zu können oder in der Lage zu sein, die Krankheit überhaupt in ihrer vorliegenden Form als solche zu identifizieren.

Ebenso lassen sich durch eine gewissenhafte Auswertung der Daten etwaige Krankheiten ausschließen, die ähnliche Symptome wie Hämorrhoiden aufweisen. Hierzu gehören unter anderem: Anale Varizen (Krampfadern), Tumore oder Warzen.


Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen sind bei Hämorrhoiden nicht untypisch und begleiten statistisch gesehen beinahe 90% aller Ausbrüche und Behandlungen. Dabei können die entstehenden Komplikationen von eher harmlos bis hin zu extrem gefährlich reichen. Hierzu eine kurze Übersicht:

  • Blutungen – Je nachdem ob die Hämorrhoiden intern oder extern aufzufinden sind, kann es zu starken internen oder externen Blutungen kommen, wenn besagte krampfaderartige Erscheinungen sich öffnen. Dies kann sowohl spontan geschehen, als auch infolge des Abscheidens von Kot. Ist letzteres der Fall besteht zumeist ein besonders starkes Risiko für schwerere medizinische Schäden. Denn es ist möglich, dass Stuhl in die offenen Wunden gelangt und diese zusätzlich zu den bereits vorhandenen Hämorrhoiden infiziert. Hierdurch sind darüber hinaus auch Blutvergiftungen (Sepsis) keine Seltenheit. Zudem kann es möglich sein, dass Betroffene immens große Mengen Blut ausscheiden, was den Körper überdies schwächt.
  • Infektionen – Infektionen entstehen durch das gerade erwähnte Eindringen von Stuhl in offene Wunden. Dabei kommt es auf die im Kot enthaltenen Bakterien oder Viren an, welche Infekte sie auslösen können. Diese reichen von leichten Grippen, bis hin zu schwerwiegenden Lungenentzündungen oder sonstigen schwerwiegenden Organerkrankungen. Gerade deshalb ist es wichtig, bereits früh einen Arzt aufzusuchen, um diesem Schicksal zu entgehen.
  • Inkontinenz – Diese Komplikation ist vergleichsweise selten, dennoch kommt sie bisweilen vor. Ist dies der Fall, hat der Schließmuskel aufgrund der Überbelastung durch die Hämorrhoiden zumeist seine Funktion einbüßen müssen und kann den Stuhlgang nicht mehr regulieren. Hierdurch ist es dem Betroffenen unmöglich, willentlich und teils auch wissentlich zu entscheiden, wann es zum Abscheiden von Kot kommen soll und wann nicht. Das ist besonders unangenehm, wenn man sich nicht zuhause aufhält. Dieser sehr stark einschränkenden Nebeneffekt ist jedoch mit einem chirurgischen Eingriff in beinahe allen Fällen behandelbar.
  • Anafisteln – Bisweilen erhöhen vorhandene Hämorrhiden das Risiko auf eine Analfistel. Diese sind im groben als Einsparungen oder Hülsen zui verstehen, die eine ungewollte Verbindung zwischen dem Inneren des Anus und des Oberfläche herstellen. Darüber hinaus sind diese oftmals mit einer Wundflüssigkeit gefüllt und geben darum konstant Nässe ab. Analfisteln häufen sich in Patienten mit Übergewicht.
  • Abgeschnittene Hämorrhide – Es kann hin und wieder vorkommen, dass eine Hämorrhide von der Blutversorgung abgeschnitten wird. Ist dies der Fall stirbt nämlich langsam ab. Das führt zu kaum aushaltbaren Schmerzen und ist sofort behandlungsbedürftig. Gleichwohl sollte man anmerken, dass diese Form der Komplikation sehr selten ist.

Alles in allem sollte man sich jedoch als Patient nicht allzu sehr vor etwaigen Komplikationen fürchten. Zwar sind Hämorrhoiden sehr unangenehm und häufig auch moderat schmerzhaft, aber durchaus behandelbar und dadurch eher temporär und nicht chronisch. Man muss sich also nur durchbeißen und ist danach wieder weitestgehend symptomfrei.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bluten während des Abscheidens von Stuhl ist das häufigste Symptom bei einer Erkrankung mit Hämorrhoiden. Dieses lässt sich vom Betroffenen entweder durch Betrachten des Kots feststellen oder durch Betrachten des verwendeten Toilettenpapiers. Dennoch muss Blut im Stuhl nicht zwangsläufig bedeuten, dass man an Hämorrhoiden erkrankt ist. Die Gründe dafür können vollkommen anderer Natur sein und reichen darüber hinaus von harmlos bis gravierend. Darum sollte man in keinem Falle einen Gang zum Arzt scheuen, vorallem nicht aufgrund von deplatzierter Scham.

Es ist darum jedem Betroffenen oder potentiell Betroffenen ans Herz zu legen, einen Gang zur Praxis nicht auszusetzen, insofern auch nur der kleinste Verdacht auf das vorliegen von Hämorrhoiden besteht. Früherkennung ist bei dieser Erkrankung das A und O und ist nicht zu unterschätzen.

Ebenso lassen sich durch einen Besuch beim Arzt ein potentieller Darmkrebs oder andere Erkrankungen des Darmes oder des Anus ausschließen, die sonst nicht zu erkennen gewesen wären.

Bei besonders großen Mengen an analem Blutfluss ist es darüber hinaus von dringender Notwendigkeit, einen Krankenwagen zu rufen. Dies kann ein Hinweis für starke innere Blutungen sein oder zu einer Ohnmacht führen. Man sollte diese Erkrankung wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern sich dahingehend behandeln lassen, insofern man Grund zur Annahme hat, dass Hämorrhoiden vorliegen könnten.

Behandlungsmethoden & Therapie

Umso frühzeitiger Hämorrhoiden erkannt werden, desto größer ist die Chance, zu einer Heilung zu gelangen. Sollte also bereits ein Verdacht bestehen, heißt es, lieber zu früh, als zu spät zu einem Facharzt zu gehen. Wer zu lange wartet, muss mit unangenehmeren Symptomen sowie einer lebenslangen Beeinträchtigung rechnen. Die jeweils erforderliche Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Diese stellt sich wie folgt dar:

  • Schweregrad 1 – Umstellung auf eine ballaststoffreiche Ernährung, Einstellen von Beckenmuskel belastenden sportlichen Tätigkeiten, Sitzbäder, medikamentöse Behandlung;
  • Schweregrad 2 – Behandlung durch eine spezielle Salbe sowie Zäpfchen, Veröden der Hämorrhoiden (ambulant), was zu einer Verkleinerung derselben und einem anschließenden Absterben führt;
  • Schweregrad 3 – Es gibt sowohl die Möglichkeit der gleichen Behandlung wie bei Grad 2 (siehe oben) sowie bei Grad 3 (siehe unten);
  • Schweregrad 4 – Einem chirurgischen Eingriff lässt sich meist nicht mehr aus dem Wege gehen, wenn Schmerzen und Leid unerträglich werden. Bei dieser Behandlung werden mit einem Skalpell die hervortretenden Hämorrhoiden beseitigt. Nicht nur die Operation ist schmerzhaft, sondern gleichfalls die Zeit danach, beispielsweise beim Stuhlgang.

Hämorrhoiden können im Anfangsstadium durch zahlreiche verschiedene Hausmittel bekämpft werden. Eine Mischung aus Kamille und Steinklee (halb/halb) zu einem Tee gekocht eignet sich sowohl für Sitzbäder als auch zur Einnahme. Letztere sollte drei Mal täglich in Form von einer Tasse des Getränks erfolgen. Auch Johanniskraut, Kamille, Kastanienblüten, Königskerze, Mariendistel sowie Scharfgabe, aus welchen zu gleichen Teilen ebenfalls ein Tee hergestellt wird, kann hilfreich sein.

Es empfiehlt sich eine Menge von ca. 200 – 250 Milliliter zweimal täglich, am besten morgens und abends. Weiterhin sollte viel Wasser getrunken und auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Da sich Süßigkeiten oftmals verstopfend auswirken, sollte bestens ganz auf diese verzichtet werden. Wichtig sind zudem eine gründliche Hygiene und Körperpflege, beim Stuhlgang heftiges Pressen vermeiden und hernach mehrlagiges Toilettenpapier nutzen. Eine Reinigung mit Feuchttüchern ist nicht empfehlenswert, besser sollte man diese mit lauwarmem Wasser vornehmen.

Die Diagnose Hämorrhoidalbeschwerden ist für viele Patienten zunächst ein enormer Schock. Jedoch gibt es eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, mit denen die Symptome gelindert werden können. Abhängig vom Schweregrad sowie der individuellen Ausprägung und Lage der Hämorrhoiden kommen verschiedene Maßnahmen in Frage: In den Anfangsstadien werden Hämorrhoidalleiden überwiegend mit basistherapeutischen Ansätzen behandelt. Diese sind im Wesentlichen darauf ausgerichtet, ein Fortschreiten der hyperplastischen Veränderungen zu verhindern. Möglich sind im 1. und 2. Stadium darüber hinaus auch kleinere ambulante Eingriffe. Operative und semioperative Verfahren werden dagegen teilweise erst mit Einsetzen des 3. Schweregrades notwendig. Hämorrhoidalbeschwerden des 4. Grades, die mit einer Vorstülpung der Mastdarmschleimhaut einhergehen, müssen unter Umständen schließlich gänzlich entfernt werden. Diese Maßnahme gilt es jedoch tunlichst zu vermeiden. Immerhin sind gesunde Hämorrhoiden für eine geregelte Kontinenz unabdingbar.

Schmerzen und Juckreiz, die von Hämorrhoidalbeschwerden verursacht werden, können zudem mit unterschiedlichen Salben und Tinkturen behandelt werden. Deren Wirksamkeit ist jedoch nicht in allen Fällen garantiert. Valide Studienergebnisse liegen bei den meisten Arzneien noch nicht vor.

Einige Patienten, bei denen hämorrhoidale Veränderungen in den ersten beiden Krankheitsstadien vorliegen, sind mit den hier vorgesehenen Therapiemaßnahmen nicht zufrieden. Diese zielen nämlich vor allem darauf, eine Verschlechterung der Erkrankung zu vermeiden, nicht jedoch die bereits vorhandenen Gewebeveränderungen zu beseitigen. Ist die Ästhetik des Rektums dem eigenen Empfinden nach grundlegend beeinträchtigt, beurteilen Patienten die reine Schmerztherapie schließlich als unzureichend. In diesen Fällen dienen weitere Eingriffe als kosmetische Behandlung, die einerseits aus medizinischer Sicht nicht notwendig sind, sich andererseits jedoch positiv auf das psychische Befinden eines Betroffenen auswirken können.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt eine ganze Reihe effektiver Mittel zur Prophylaxe gegen Hämorrhoiden. Hierzu eine kurze Übersicht:

  • Ballaststoffreiche Ernährung: Die ausreichende Aufnahme von Ballaststoffen durch die Ernährung ist von maßgeblicher Wichtigkeit, um bereits das Entstehen von Hämorrhoiden verhindern zu können. Durch das Essen von Früchten, Gemüsen und Vollkornprodukten wird der Stuhl insgesamt weicher, wodurch Anus und Schließmuskel beim Ausscheiden desselben stark entlastet werden. Darüber hinaus kommt es durch eibne solche Ernährungsumstellung zu häufiger auftretender Flatulenz, was ebenfalls zur Darmgesundheit beiträgt.
  • Ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten: Es ist für die Elastizität und Struktur des Kotes von großer Bedeutung, dass man den Körper stets und stetig mit ausreichenden Mengen an Flüssigkeit, vornehmlich Wasser, versorgt. Alkoholika, Kaffee, schwarzer Tee oder verzuckerte Getränke üben hierbei einen eher negativen effekt auf die Beschaffenheit des Stuhlgangs aus und sind nach Möglichkeit zu vermeiden.
  • Nicht zu stark pressen: Viele Menschen machen den Fehler, dass sie beim gang zur Toilette zu starken Druck ausüben und den Kot damit aus dem Leib „zwingen“. Das ist eine Unart und ost dringend zu unterlassen. Hierdurch erhält sich der Druck auf die Gefäße im Bereich des Enddarms und verengt selbigen somit nur noch mehr. Ein langsames aber gezieltes Abscheiden von Stuhl ist die wesentlich gesündere Alternative.
  • Den Toilettengang nicht aufschieben: Sobald man den Drang verspürt, Stuhl abzuscheiden, sollte man diesem auch nachgehen. Wartet man zu lange, kann es geschehen, dass der Stuhl verhärtet und somit im Endeffekt schwerer auszulassen ist.
  • Sportliche Betätigung: Wer ausreichend Bewegung hat, der vermeidet Verstopfungen und erhöhten Venendruck, die beide Auslöser für Hämorrhoiden sein können. Ebenso verliert man hierdurch an überschüssigem Gewicht, das ebenso eine mögliche Ursache für die Entstehung der vorliegenden Krankheit ist.
  • Langes Sitzen vermeiden: Man sollte nicht zu lange am Stück sitzen. Dies erhöht den Druck auf die Gefäße im Enddarm und begünstigt somit Hämorrhoiden. Daher ist es empfehlenswert, wenn man hin und wieder kurz aufsteht und sich etwas lockert. Insbesondere Büroangestellte, sollten sich dieses Mittels bedienen.

Prognose zur Heilung

Die Chancen auf Heilung sind sehr gut. Insbesondere dann, wenn das vorliegende Leiden früh erkannt und korrekt als solches angesprochen wird. Darum ist es zur Steigerung der Heilungsbilanzen von großem Vorteil, wenn man sofort einen Arzt aufsucht und sich nicht lange mit Warten aufhält.

Wer zu viel zeit zwischen Feststellung etwaiger Symptome und der Konsultation mit einem Mediziner verstreichen lässt, senkt seine Chancen auf eine unkomplizierte Behandlung immens stark. Es kann sogar soweit kommen, dass ein chirurgischer Eingriff unabdingbar wird, der durch eine früher veranlasste Behandlung einfach zu verhindern gewesen wäre.

Darum ist hier festzustellen, dass die Chancen auf eine erfolgreiche Heilung in direktem Zusammenhang mit dem Zeitpunkt des Erkennens der Erkrankung korrelieren. Dennoch sollte man auch nicht verschweigen, dass dieses Leiden, selbst wenn es erfolgreich auskuriert war, jeder Zeit wieder auftreten kann, wenn man nichts an den auslösenden Faktoren (Übergewicht, schlechte Ernährung usw.) ändert. Chronisch ist die diese Krankheit aber dennoch beinahe nie.


Fehlverhalten von Betroffenen

Zu langes und zu häufiges Sitzen
Personen, die eine sitzende Tätigkeit ausüben und / oder einen großen Teil ihrer Freizeit sitzend verbringen, beispielsweise vor dem Fernseher oder dem Computer, nehmen mit diesem Verhalten eine massive Gefährdung ihrer Gesundheit in kauf. Diese Art der Lebensführung führt in den meisten Fällen dazu, dass der Organismus an einer chronischen Unterforderung leidet. Durch diesen Umstand ergibt sich oftmals eine krankhafte Verlangsamung des Stoffwechsels. Eine solche kann zur Folge haben, dass sich bei dem primär sitzenden Individuum Verstopfungen einstellen. Tatsächlich handelt es sich hierbei um kein allzu seltenes Phänomen. Wie nun bereits schon mehfach erwähnt, handelt es sich bei Verstopfungen um einen der Hauptgründe, die zu Hämorrhoiden führen können. Nicht zuletzt deswegen, da man beim Stuhlgang, insofern man Opfer einer Obstipation ist, wesentlich mehr Druck benötigt, um in der Lage zu sein, Kot abzuscheiden. Ein stärkeres Drücken befördert wiederum, wie ebenfalls schon mehrfach erwähnt, die krankfhafte Veränderung der Hämorrhoiden.

Schweres Heben
Das heben schwerer Objekte kann ebenso einen Fehler darstellen, wie das vollkommene Vermeiden von jedweder körperlicher Betätigung. Allerdings sollte man an dieser Stelle der Vollständigkeit halber anführen, dass schweres Heben eher nur dann zu unterlassen ist, wenn bereits krankhaft veränderte Hämorrhoiden vorliegen. Sollte man dahingehend jedoch gesund sein, bringt es zumeist kein allzu großes Risiko mit sich, wenn man etwas Schweres hebt. Dennoch sollte man stets und stetig und unabhängig davon, ob Vorbelastungen bestehen oder nicht, darauf achten, mit der richtigen Technik zu heben und dabei rückenschonend vorzugehen.

Analhygiene
Analhygiene ist sicherlich ein Thema, über das nicht sehr viele Menschen offen reden. Das mag verständlich sein, führt aber bisweilen dazu, dass falsch erlernte Techniken der Reinigung ein Leben lang weitergeführt werden. Die individuelle Art der Analreinigung kann teilweise sehr abstrus wirken. Denn jeder entwickelt hierbei ein mehr oder weniger individuelles und eigenes Vorgehen. Ein solches kann entweder gut, gesund und effektiv oder aber ebenso schlecht, ungesund und ineffektiv sein. Darum ist es bisweilen von sehr großer Wichtigkeit, dass man sich dahingehend schlau macht. Man gerät nicht selten darüber ins Staunen, wie sehr man mit seiner individuellen Verwendung von Toilettenpapier danebenliegen kann.

Kratzen
Im Rahmen einer Erkrankung mit Hämorrhoiden oder einer unzureichenden Reinigung des Afters kann es zu einem teils sehr starken Juckreiz kommen. Diesem sollte man allerdings nicht nachgeben. Vorallem sollte man sich nicht mit den Fingernägeln voran kratzen. Dieses verhalten ist nicht nur äußerst unhygienisch und verächtlich, sondern birgt darüber hinaus auch noch viele potentielle Gefahren. Schließlich und endlich ist es sehr einfach, den delikaten und überaus empfindlichen Bereich rund um den After mittels des Nagels zu beschädigen.

Hieraus können mitunter Blutungen entstehen, die es der wurde wiederum erlauben, mit Kot kontaminiert zu werden. Ein Zustand, den man nach Möglichkeit vermeiden sollte. Derartige Kontaminationen enden nicht selten in einer Sepsis oder anderen recht schwerwiegenden Leiden und Gebrechen.

Zu viel Koffein
Häufiger Genuss von Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken oder Speisen führt nicht nur zu einer teils sehr starken Abhängigkeit, sondern hat darüber hinaus auch noch einen mehr als negativen Einfluss auf das Defäkationsverhalten des Konsumenten. Viele Menschen beispielsweise sind ohne den Konsum von Kaffee kaum mehr dazu in der Lage, Stuhl abzuscheiden. Sie benötigen den schwarzen Wachmacher dazu, um ihren Darm in Regung zu versetzen. Bleibt der Konsum einmal aus, leiden sie nicht selten an Verstopfungen.

Hierbei verhält es sich nun wie bei allen Dingen, die sich negativ auf den Darm auswirken: Sie führen auf längere Sicht zur krankhaften Veränderung der Hämorrhoiden.


Alternative Behandlungsmethoden

Ähnlich wie bei den Hausmitteln, lassen sich auch die alternativen Heilmethoden nicht lumpen und warten mit einer Vielzahl etwaiger Therapieformen auf. Dazu gehören unter anderem:

  • Reinigungstherapie: Hierfür bedient man sich spezieller Lotionen oder Absude, die zur reinigung des Anus anzuwenden sind. Diese können in Form eines Sitzbades oder durch Einreiben aufgebracht werden.
  • Nackttherapie: Einige Heilpraktiker bieten eine besondere Therapieform an, die beinhaltet, dass von Hämorrhoiden betroffene Personen sich nackt durch die Natur bewegen. Dies soll positiven Einfluss auf die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers ausüben.
  • Kosmetische Behandlungen: Vorallem im nordindischen Raum finden sich viele Heilpraktiker, die Behandlungen kosmetischer Natur gegen Hämorrhoiden einsetzen. Hierzu gehören Schlammpackungen, Entfernungen überschüssigen Gewebes und gezielte Reinigung. Diese Art des Vorgehens ist seitens der Medizin wenig erforscht, aber dennoch schwören viele Personen auf diese für uns Europäer befremdlich wirkende Methode der Heilung.

Potentielle Behandlungen der vorliegenden Krankheit durch Heilpraktiker oder einen selbst sind also, wie man den beiden vorangehenden Punkten entnehmen kann, nicht nur möglich, sondern auch in aller Regel recht vielversprechend. Nichtsdestoweniger sollte man keine Alleingänge wagen und immer mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten. Hierdurch lassen sich nicht nur ggf. allergische Reaktionen vermeiden, sondern man kann im Vorfeld eruieren, ob diese spezielle Art der alternativen Behandlung sinnig ist oder nicht.

Besonders operationsbedürftige Ausprägungen von Hämorrhoiden lassen sich mithilfe alter Hausmittel oder alternativer Heilmethoden normalerweise nicht behandeln. Sie verschlimmern das Krankheitsbild zwar meist nicht, verbessern nämliches aber auch nicht wirklich.

Welche Hausmittel können helfen?

Hämorrhoiden plagen die Menschen nachgewiesenermaßen schon seit tausenden von Jahren. In diesen Millennia hatten die Menschen genügend Zeit, nicht nur sehr effektive Hausmittel zu entwickeln, sondern diese auch auf Herz und nieren zu prüfen. Darum verfügen wir heutzutage über eine große Bandbreite an wohlerprobten und effektiven Hausmitteln, die von jedem einfach zur Unterstützung der Behandlung einzusetzen sind.

  • Sitzbäder – Kurze, häufige Sitzbäder konnten sich als sehr probate Mittel gegen Hämorrhoiden beweisen. Hierfür setze man sich drei bis vier Mal pro Tag in klares lauwarmes Wasser und lasse den Anus in selbigem einweichen. Hernach sollte man die betroffene Region gründlich, aber vorsichtig abtrocken und die Anwendung süäter am Tage wiederholen.
  • Feuchtes Toilettenpapier – Feuchtes Toilettenpapier hilft bisweilen wahre Wunder. Bereits die alten Ägypter weichten feine Leinentücher über Nacht in eine Mischung aus Wasser und Kräutern ein, um damit ihren Anus pflegend und schonend reinigen zu können. Heutzutage hat man es mit vorverpacktem feuchten Toilettenpapier wesentlich einfacher. Man sollte lediglich darauf achten, dass weder Alkohol noch Parfüm im selbigen enthalten sind und man nach der Anwendung den Anus gut mit regulärem Papier abtrocknet.
  • Kühlung – Es kann sich als sehr nützlich zeigen, die Hämorrhoiden zu kühlen. Hierzu dienen Ice-Packs, Eiswürfel oder ähnliches. Dies lindert nicht nur den Schmerz, sondern sorgt auch für einen nachweisbaren Rückgang der Erkrankung selbst. Allerdings sollte man diese Anwendung lediglich extern vornehmen und auf eine innerliche Kühlung verzichten.

Dies zeigt nur einige der schier endlosen Möglichkeiten, wie man einer Erkrankung mit Hämorrhoiden mithilfe von Hausmitteln zuleibe rücken kann.

Weitere Tipps sind unter anderem:

  1. Die Ernährung dauerhaft ändern – Vielen Personen, die es Zeit ihres Lebens nicht anders kannten, als sich schlecht und unausgewogen zu ernähren, kann es sehr schwer fallen, aus diesem Habitus rauszukommen. Darum ist es für solcherlei Menschen nicht selten erforderlich, sich professionelle Hilfe zu suchen. Am besten ist man mit der der Konsultation eines Diätologen oder eines Ernährungswissenschaftlers beraten. Diese Personen haben es sich zum Beruf gemacht, andere Menschen darin zu beraten, welche Lebensmittel für sie am besten sind und wie sie ein gesundes Leben führen können, ohne dabei auf Geschmack verzichten zu müssen. Sicherlich findet man solche Ratschläge auch im Internet und in der einschlägigen Fachliteratur – man sollte hierbei allerdings niemals vergessen, dass es sich allein um allgemeine Hinweise handeln kann. Nur das Vieraugengespräch zwischen dem ausgebildeten Fachmann und der sich Hilfe erhoffenden Person kann dazu dienen, einen maßgeschneiderten und somit effektiven Ernährungsplan zu erstellen.
  2. Das richtige Toilettenpapier – Ein weiteres sehr großes Problem bei Hämorrhoiden ist die Verwendung des falschen Toilettenpapiers durch den Betroffenen selbst. Die meisten Menschen sind daran gewöhnt, ihren After mit trockenem Papier zu reinigen und sie sehen keinerlei Veranlassung dazu, dieses Verhalten zu ändern. Das ist allerdings grundlegend ineffektiv. Insbesondere in Bezug auf Hämorrhoiden. Denn trockenes Toilettenpapier hat zwar unbestreitbare Vorteile, dennoch ist sein feuchter Counterpart nicht weniger effektiv und darüber hinaus auch oftmals noch wesentlich schonender in der Anwendung
  3. Ballaststoffreiche Ernährung – Die ausreichende Aufnahme von Ballaststoffen durch die Ernährung ist von maßgeblicher Wichtigkeit, um bereits das Entstehen von Hämorrhoiden verhindern zu können. Durch das Essen von Früchten, Gemüsen und Vollkornprodukten wird der Stuhl insgesamt weicher, wodurch Anus und Schließmuskel beim Ausscheiden desselben stark entlastet werden. Darüber hinaus kommt es durch eine solche Ernährungsumstellung zu häufiger auftretender Flatulenz, was ebenfalls zur Darmgesundheit beiträgt.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Berberritze
  • Bärlapp
  • Eiche
  • Kamille
  • Quecke
  • Schöllkraut

Die oben genannten Heilkräuter sind, anders als häufig üblich, in Form einer Salbe am wirksamsten. Hierfür sind selbige in zerlassenes Schmalz zu geben und dieses aushärten zu lassen. Daraufhin kann man es auf die betroffenen Stellen auftragen. Ebenso ist es allerdings möglich, aus den Kräutern einen Absud herzustellen und diesen als Grundlage für ein Sitzbad zu gebrauchen.

Tees und Aufgüsse aus den erwähnten Kräutern können hilfreich für die Darmgesundheit sein, weisen aber nicht dieselbe Effektivität auf, wie die anderen Anwendungsformen.

Ätherische Öle

  • Myrte
  • Zypresse
  • Lavendel
  • Nelke
  • Rosenessenz
  • Teebaumöl

Anders als häufig, entfalten diese Öle nicht im Rahmen einer Aromatherapie ihre größte Wirkung, sondern durch direktes Auftragen. Dazu gebe man die besagten Öle tropfenweise auf einen weichen Lappen oder einen Wattebausch und betupfe damit die betroffenen Stellen mehrmals täglich.

Es ist jedoch sehr wichtig, ich im Vorfeld über gewisse Allergien zu informieren, da ätherische Öle sehr stark konzentriert sind und man somit einfach allergischen Reaktionen aus dem Wege gehen kann. darüber hinaus sollte man es mit der Anwendung nicht übertreiben. Drei Mal tägliches Abtupfen sollte ausreichen.

Homöopathie & Globuli

  • Aesculus
  • Nux vomica
  • Collinsonia
  • Paeonia
  • Kalium carbonicum
  • Sepia

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist für die Darmgesundheit von äußerster Wichtigkeit. Dies gilt in erhöhtem Maße auch für Hämorrhoiden, da diese nicht ausschließlich im Darm, sondern auch in Bereich des Anus auftreten und den Organismus somit doppelt belasten können.

Einer Ernährung, die reich an Ballaststoffen ist, sollte das Hauptaugenmerk von potentiell Betroffenen oder regulär Betroffenen gelten. Diese bewirkt wahre Wunder und ist darüber hinaus nicht nur gut gegen Hämorrhoiden, sondern versteht es, die gesamte Gesundheit des Menschen zu befördern und zu stärken.

Typische Lebensmittel, die besonders Reich an Ballaststoffen sind, können sein:

  • Haferflocken
  • Vollkornbrot
  • Dinkelbrot
  • Mais
  • Knäckebrot
  • Fenchel
  • Brokkoli
  • Kresse
  • Rote Beete
  • Spinat
  • Nektarine
  • Brombeeren
  • Alle Hülsenfrüchte
  • Alle Nüsse

Die oben genannten Lebensmittel sind nur eine kleine Auswahl der ballaststoffreichen Vertreter ihrer Gattung. Bei genauerem Interesse, bietet es sich an, einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler zu konsultieren. Diese können einem dabei helfen, einen perfekt zugeschnittenen und individuellen Ernährungsplan zu erstellen


FAQ – Fragen & Antworten

Sind Hämorrhoiden ansteckend?
Eine Frage, die sehr häufig von Patienten gestellt wird, ist jene nach der Ansteckungsgefahr. Ganz klar muss hier mit nein geantwortet werden. Hämorrhoiden können unter keinen Umständen von einer Person auf eine andere übertragen werden. Sie werden nämlich weder durch einen Virus noch ein Bakterium oder Parasiten ausgelöst. Es handelt sich vielmehr um eine physisch bedingte Gewebevergrößerung des hämorrhoidalen Schwellkörpers. Es können folglich problemlos Toilette und Badewanne geteilt werden, wenn bei einem Partner Hämorrhoiden vorliegen. Vom gemeinsamen Handtuchgebrauch ist allerdings ob hygienischer Gründe eher abzuraten. Besonders Hämorrhoiden des 3. und 4. Grades sind manchmal mit Blutungen, Stuhlinkontinenz oder ablaufendem Wundsekret verbunden. Daher sollte Wäsche generell öfter gewechselt und nicht mit anderen geteilt werden.

Hinter dieser Frage steckt womöglich auch der Wunsch, mit einem Partner trotz bestehendem Hämorrhoidalleiden anal zu verkehren. Hiervon muss jedoch dringlichst abgeraten werden. Eine zusätzliche Reizung des bereits angegriffenen Gewebes durch anale Penetration wirkt sich stets negativ aus und kann die Beschwerden verstärken und zum Wachstum der Hyperplasien beitragen.

Hilft ein sog. „Analdehner“ bei der Behandlung von Hämorrhoiden?
Unter einem Analdehner versteht man einen schmalen, nur wenige Zentimeter langen Konus, der in den After eingeführt werden soll, um einer Verkrampfung des Schließmuskels entgegen zu wirken. Ein gekrampfter Anus ist häufig die Folge von lang anhaltendem Durchfall oder schmerzenden analen Fissuren. Das enge Zusammenziehen des Muskels übt gleichwohl einen sehr starken Druck auf den Hämorrhoidalplexus aus, wodurch die Entstehung von Hämorrhoiden begünstigt wird. Zudem können hernach Verstopfungen und andere Funktionsstörungen des Stuhlgangs eintreten, die ebenso zu den Auslösern eines Hämorrhoidalleidens gehören. Der Einsatz eines Analdehners ist somit empfehlenswert und denkbar einfach. Etwa zwei Mal täglich wird er für wenige Minuten ins Rektum eingeführt und gedreht. Diese Prozedur sorgt zusätzlich dafür, dass der Schließmuskel kräftiger wird.

Sind bereits erste Anzeichen einer Hämorrhoidalerkrankung spürbar, kann der Analdehner auch mit einer Salbe kombiniert werden. Er dient dann nicht nur der Dehnung des Schließmuskels, sondern ebenso als Applikator. Bei mehrfacher Anwendung ist selbstverständlich darauf zu achten, dass der Dehner gründlich gereinigt und abgetrocknet wird.

Muss man seine Hämorrhoiden immer behandeln lassen?
Manchmal ergibt sich diese Frage allein deswegen, weil Betroffene einen Arztbesuch fürchten und sich ob der ästhetischen Abweichung bei hämorrhoidalen Gewebeveränderungen schämen. Aus diesem Grunde sei der Antwort zunächst ein kleiner Hinweis vorangestellt: Ein Mediziner wird Sie in niemals ästhetisch beurteilen oder sich offen aufgrund Ihrer Erkrankung ekeln. Ärzte sind Profis, die bereits während des Studiums den menschlichen Körper in all seiner Varianz kennengelernt haben. Wer sich dennoch vor seinem Hausarzt schämt, kann um eine Überweisung zum Proktologen bitten. Diese Fachärzte für Darmerkrankungen kennen sich einerseits hervorragend aus und sind andererseits an den Anblick von Hämorrhoiden gewöhnt.

Hämorrhoidalbeschwerden sind, abgesehen von den eher seltenen schweren Verlaufsformen, eine vergleichsweise ungefährliche Erkrankung. In den meisten Fällen bemerken Betroffene nicht einmal, dass sich die anale Schleimhaut verändert hat. Lediglich ein Juckreiz ist dann hin und wieder zu spüren, der jedoch leicht mit Sitzbädern, Salben oder basistherapeutischen Maßnahmen behandelt werden kann. Insofern ist ein Arztbesuch oder gar eine umfängliche Therapie nicht notwendig. Medizinische Hilfe muss erst dann in Anspruch genommen werden, wenn Hämorrhoiden von Schmerzen, Einschränkungen des Stuhlgangs, Brennen und starkem Juckreiz sowie kleinen Knötchen im Analbereich begleitet werden. Diese Symptome sprechen davon, dass die Krankheit zunehmend fortschreitet und unter Umständen einen komplizierten Verlauf nimmt. Eine frühzeitige Behandlung kann jedoch Schlimmeres verhindern. Hämorrhoiden des 3. und 4. Grades sollten hingegen keinesfalls unbehandelt bleiben: Andernfalls könnten Nekrosen, Thrombosen oder Obstipation folgen.

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