Hämorrhoiden

  1. Hämorrhoiden

    Definition

    HämorrhoidenHämorrhoiden, gelegentlich auch als „Goldadern“ bezeichnet, sind geschwollen Venen im Bereich des Anus und des Enddarms. Vergleichbar in ihrer Beschaffenheit sind sie etwa mit den häufig an den Beinen auftretenden Krampfadern.

    Die Gründe zur Entstehung dieses Leidens können zahlreich sein, verbleiben aber dennoch zumeist unbekannt. Sowohl eine Überbelastung des Anus durch falsches Defäkieren ist möglich, ebenso wie ein erhöhter Druck auf die Venen während der Schwangerschaft.

    Darüber hinaus treten Hämorrhoiden nicht nur äußerlich auf, sondern können sich auch im Inneren des Enddarms entwickeln. In diesem Falle spricht man von internalen Hämorrhoiden. Zudem ist diese Erkrankung vergleichsweise häufig, etwa drei Viertel der Weltbevölkerung kämpfen zumindest einmal, häufig jedoch öfter, mit Hämorrhoiden. Dabei kann sich das vorliegende Leiden völlig symptomfrei präsentieren oder sich durch Jucken, Ungemach und Bluten manifestieren.

    Steckbrief: Hämorrhoiden

    • Name(n): Hämorrhoiden; Goldadern
    • Art der Krankheit: Gefäßerkrankung
    • Verbreitung: Weltweit
    • Erste Erwähnung der Krankheit: 17. Jahrhundert vor Christus
    • Behandelbar: Ja
    • Art des Auslösers: Diverse Gründe
    • Wieviele Erkrankte: 3 von 4 Personen
    • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Proktologe

  2. Was sind Hämorrhoiden?

    Was sind Hämorrhoiden?

    Zwischen dem Enddarm und dem Schließmuskel des Afters befindet sich ein Gefäßpolster, der sogenannte Plexus hämorrhoidalis. Dieses arbeitet eng mit dem Sphinkter (Schließmuskel) zusammen, beide sorgen für den Feinverschluss des Darmausganges. Die Bestandteile des Gefäßpolsters stellen ein Geflecht aus Arterien und Venen dar. Wird von Hämorrhoiden gesprochen, sind damit Schwellungen in Knoten- oder Krampfaderform an demselben gemeint.

    Umso mehr sich diese verstärken, desto weiter findet ein Herausdrücken der krankhaften Wucherungen aus dem Anus-Bereich heraus statt. In zahlreichen Fällen entzündet sich dabei auch das umliegende Gewebe durch die Erweiterung der Blutgefäße des Gesäßpolsters. Obwohl heutzutage weitaus offener über Krankheiten gesprochen wird als noch vor einigen Jahren, gelten Hämorrhoiden noch immer als ein Tabuthema.

    Dies gilt prinzipiell für alle Erkrankungen, welche zum einen die Analregion, zum anderen den Darm betreffen. Aufgrund der Tatsache, dass allein bei Männern über 30 Jahre ca. 70 Prozent von diesem Problem betroffen sind, wäre ein verstärkter Austausch über diese Krankheit mit Sicherheit sehr hilfreich. Da viele Menschen bei einem Auftreten von Hämorrhoiden auch nicht zum Arzt gehen, gibt es nur Schätzungen, wie viele Menschen unter diesen leiden. Man nimmt einen Prozentsatz von etwa 50 Prozent bei Erwachsenen ab dem 30. Lebensjahr an. Frauen sind weniger oft betroffen als Männer.

    Wer Beschwerden im Enddarm-Bereich hat, sollte jedoch nicht lange mit dem Aufsuchen eines Arztes zögern, denn es sind nicht immer die vergleichsweise harmlosen Hämorrhoiden, welche diese verursachen. Weitaus ernstere Krankheiten, wie beispielsweise Darmkrebs, könnten dafür verantwortlich sein, deren Heilungschancen durch ein frühzeitiges Erkennen in jedem Fall erhöht werden. Viele Menschen gehen wegen eines Verdachts auf Hämorrhoiden zum Arzt, in diesem Fall zu einem Gastroenterologen. Dieser stellt jedoch oftmals andere Krankheiten fest, so zum Beispiel ein Ekzem, Herpes, eine Neurodermitis oder Pilzinfektion.

    Eine Untersuchung beginnt in der Regel durch eine Befragung über die aufgetretenen Symptome, den Stuhlgang, Ernährungsgewohnheiten sowie sportlichen Aktivitäten. Hernach erfolgt ein Abtasten (Rektal-Palpation) des Analbereiches. Besitzen die Hämorrhoiden eine starke Ausprägung, sind sie ebenfalls von außen sichtbar. Verstärkt sich die Vermutung, dass krankhafte Wucherungen für die Beschwerden verantwortlich sind, wird meist eine Enddarmspiegelung oder Koloskopie (Spiegelung des gesamten Dickdarms vorgenommen. So gelangt der Arzt zu einer sicheren Diagnose und kann mögliche sonstige Erkrankungen ausschließen.

  3. Ursachen

    Welche Ursachen führen zu Hämorrhoiden?

    Es besteht die Vermutung, dass eine genetische Veranlagung für die Entstehung von Hämorrhoiden verantwortlich gemacht werden kann. Zahlreiche Menschen leiden an einer Schwäche der Wände von Blutgefäßen. Sie ist angeboren und in vielen Fällen auch bei von Hämorrhoiden Betroffenen feststellbar. Als Bestätigung hierfür könnte man auch die Tatsache ansehen, dass die Erkrankung insbesondere im höheren Alter häufiger auftritt. Dies wird auf das Nachlassen der Elastizität von den Gefäßwänden zurückgeführt. Zu den Risikopatienten zählen zudem Menschen, welche sowohl im Beruf, als auch im privaten Leben häufig sitzen. Eine Entstehung von Hämorrhoiden wird dadurch begünstigt, ebenso wie Darmträgheit, zusätzlich kann es zu Blutstauungen unterhalb der Hüfte kommen. Auch chronische Verstopfungen, die insbesondere die Personen betrifft, welche sich zu ballaststoffarm ernähren, wenig trinken, nicht ausreichend bewegen und eine sitzende Arbeit ausführen, gehören dazu. Aus diesen Gründen wird eine geringere Menge Stuhl produziert, die den Enddarm sowie die Darmwand kaum ausdehnen. Dadurch können sich Probleme bei der Stuhlentleerung ergeben, denn der Drang dazu ist schwach, so dass langes und starkes Pressen erforderlich ist. Dieses wiederum sorgt für eine Druckerhöhung in der Anal- und Darmregion.

    Wer nun über einen längeren Zeitraum zu Abführmitteln greift, kann das Risiko der Entstehung von Hämorrhoiden jedoch erhöhen. Diese haben einen negativen Einfluss auf die Darmtätigkeit, der Stuhl wird dünnflüssig, es entsteht eine Hemmung des normalen Dranges zur Stuhlentleerung. Dadurch entsteht eine Hinderung des Trainings vom Verschlusssystem des Afters. Ein weiterer Risikofaktor ist Übergewicht. Es ist in einer Vielzahl an Fällen bei der Entstehung von Hämorrhoiden beteiligt. Das höhere Gewicht kann auf den Enddarm drücken, wodurch die Zirkulation des Blutes eingeschränkt wird, was wiederum zu einer Erweiterung der Gesäßpolster in der Analregion führen kann. Aus den gleichen vorliegenden Gründen tauchen oftmals auch bei einer Schwangerschaft Hämorrhoiden auf. Hinzu kommt, dass die Hormonumstellung das Bindegewebe lockert, um mehr Raum für das ungeborene Kind zu schaffen und für den Geburtsvorgang bereit zu sein. Zu guter Letzt sei noch ein sehr straffer Schließmuskel erwähnt, welcher ebenfalls für die Entstehung von Hämorrhoiden zur Verantwortung gezogen werden kann.

    Hierzu eine kurze Übersicht über die potentiellen Ursachen:

    • Überbelastung während des Defäkierens: Eine grundsätzliche falsche Haltung beim Abscheiden von Stuhl oder eine Anwendung zu hohen Drucks kann dafür sorgen, dass der Schließmuskel überbeansprucht wird. Das führt wiederum zu einem Verschleiß, der im infolge dessen eine Entstehung von hämorrhoiden begünstigen kann.
    • Zu lange Verweildauer auf der Toilette: Wer sich beim Defäkieren zu viel Zeit lässt, der läuft erhöhte Gefahr, sich Hämorrhoiden anzueignen. Diese Unsitte ist Studien zufolge immer häufiger zu beobachten. Personen lassen sich beim Gang zur Toilette zu viel Zeit, spielen mit ihren Mobiltelephonen oder lesen Zeitung. Dieses verhalten befördert jedoch lediglich die Entstehung der vorliegenden Krankheit.
    • Chronische Durchfälle oder Verstopfungen: Personen, die an an chronischer Diarrhö oder Obstipation leiden, gehören nicht selten zu der Risikogruppe, die ein gesteigerte Wahrscheinlichkeit aufweist, Hämorrhoiden auszubilden. Dies hängt mit mehreren Faktoren zusammen, ist aber nicht selten ebenfalls auf die bereits erwähnte Überbeanspruchung des Schließmuskels zurückzuführen.
    • Übergewicht (Adipositas): Wer an Übergewicht oder gar starkem Übergewicht leidet, isst häufig mehr als Personen mit Normalgewicht. Dies zieht in aller Regel eine erhöhte Menge abgegebenen Stuhls nach sich. Dieser ist als Mehrbelastung für den Körper anzusehen und steigert somit ebenso das Risiko an dem vorliegenden Leiden zu erkranken, darüber hinaus ist die Ernährung übergewichtiger Personen oftmals sehr ungesund, was wiederum einen negativen Effekt auf die Darmgesundheit ausübt.
    • Schwangerschaft: Während einer Schwangerschaft ist der Körper besonderen Belastungen ausgesetzt. Eine dieser Belastungen ist ein erhöhter Druck auf den Bereich des Enddarms. Hierdurch kommt es nicht selten zu weiterführenden Erkrankungen, wie beispielsweise Hämorrhoiden.
    • Analverkehr: Anal ausgeübter Geschlechtsverkehr ist nicht nur schädlich für die Flexibilität des Schließmuskels und den Enddarm selbst, sondern befördert darüber hinaus das Entstehen von Hämorrhoiden immens. Darum ist diese Praktik nur unter Berücksichtigung besonderer Schutzmaßnahmen vorzunehmen oder besser noch gänzlich zu unterlassen.
    • Ballaststoffarme Ernährung: Durch eine hohe Aufnahme von Ballaststoffen bildet sich im Darm eine breiartige Substanz, die dabei hilft, aufgenommene Nahrung effektiver verdauen zu können. Nimmt man jedoch zu wenige dieser Ballaststoffe auf, kann es geschehen, dass der Verdauungsprozess gestört ist. Hierdurch entstehen vielerlei Darmkrankheiten, eingeschlossen der vorliegenden.

  4. Symptome & Anzeichen

    Symptome & Anzeichen

    Es besteht die Vermutung, dass eine genetische Veranlagung für die Entstehung von Hämorrhoiden verantwortlich gemacht werden kann. Zahlreiche Menschen leiden an einer Schwäche der Wände von Blutgefäßen. Sie ist angeboren und in vielen Fällen auch bei von Hämorrhoiden Betroffenen feststellbar. Als Bestätigung hierfür könnte man auch die Tatsache ansehen, dass die Erkrankung insbesondere im höheren Alter häufiger auftritt. Dies wird auf das Nachlassen der Elastizität von den Gefäßwänden zurückgeführt.

    Zu den Risikopatienten zählen zudem Menschen, welche sowohl im Beruf, als auch im privaten Leben häufig sitzen. Eine Entstehung von Hämorrhoiden wird dadurch begünstigt, ebenso wie Darmträgheit, zusätzlich kann es zu Blutstauungen unterhalb der Hüfte kommen. Auch chronische Verstopfungen, die insbesondere die Personen betrifft, welche sich zu ballaststoffarm ernähren, wenig trinken, nicht ausreichend bewegen und eine sitzende Arbeit ausführen, gehören dazu. Aus diesen Gründen wird eine geringere Menge Stuhl produziert, die den Enddarm sowie die Darmwand kaum ausdehnen. Dadurch können sich Probleme bei der Stuhlentleerung ergeben, denn der Drang dazu ist schwach, so dass langes und starkes Pressen erforderlich ist. Dieses wiederum sorgt für eine Druckerhöhung in der Anal- und Darmregion.

    Wer nun über einen längeren Zeitraum zu Abführmitteln greift, kann das Risiko der Entstehung von Hämorrhoiden jedoch erhöhen. Diese haben einen negativen Einfluss auf die Darmtätigkeit, der Stuhl wird dünnflüssig, es entsteht eine Hemmung des normalen Dranges zur Stuhlentleerung. Dadurch entsteht eine Hinderung des Trainings vom Verschlusssystem des Afters. Ein weiterer Risikofaktor ist Übergewicht. Es ist in einer Vielzahl an Fällen bei der Entstehung von Hämorrhoiden beteiligt. Das höhere Gewicht kann auf den Enddarm drücken, wodurch die Zirkulation des Blutes eingeschränkt wird, was wiederum zu einer Erweiterung der Gesäßpolster in der Analregion führen kann.

    Aus den gleichen vorliegenden Gründen tauchen oftmals auch bei einer Schwangerschaft Hämorrhoiden auf. Hinzu kommt, dass die Hormonumstellung das Bindegewebe lockert, um mehr Raum für das ungeborene Kind zu schaffen und für den Geburtsvorgang bereit zu sein. Zu guter Letzt sei noch ein sehr straffer Schließmuskel erwähnt, welcher ebenfalls für die Entstehung von Hämorrhoiden zur Verantwortung gezogen werden kann.

  5. Diagnose & Krankheitsverlauf

    Diagnose & Krankheitsverlauf

    Die meisten Ärzte sind dazu imstande, äußerliche Hämorrhoiden mittels einer einfachen Blickdiagnose festzustellen. Zwecks Diagnosestellung interner Hämorrhoiden bedient sich der zuständige Mediziner dagegen klinischen Tests:

    Abtasten - Um das Innere des Enddarms besser untersuchen zu können, ist es für den Arzt notwendig, selbigen abzutasten. Hierzu benutzt er seinen Finger, mithilfe dessen er imstande ist, eventuelle Geschwulste zu erfühlen und somit zu determinieren, inwieweit weitere Tests notwendig sind.

    Darmspiegelung - Bisweilen können innere Hämorrhoiden aber nicht erfühlt werden. In diesen Fällen bietet sich eine Darmspiegelung an.

    Krankheitsverlauf nach Schweregraden

    Hämorrhoiden gehen mit verschiedenen Symptomen einher. Diese werden in der Medizin in vier verschiedene Schweregrade eingeteilt und stellen sich wie folgt dar:

     

    • Grad – Unter diesen fallen Hämorrhoiden, welche in der Regel noch keinerlei Schmerzen auslösen. Möglicherweise wird der Betroffene durch ein wenig Blut im Stuhl (sehr selten) auf diese aufmerksam. Von außen ist in dem frühen Stadium ebenfalls nichts zu erkennen.
    • 2. Grad – Blutungen sind immer noch nicht üblich, jedoch ist ein sicheres Symptom ein Juckreiz in der Afterregion, ebenso ein Nässen. In diesem Stadium können sich bereits Ekzeme bilden. Trotz einer geringen Ausprägung der Hämorrhoiden kann ein Arzt diese meist durch Ertasten spüren.
    • 3. Grad – Nun liegt bereits eine erschwerte Form vor, welche in der Regel immer mit Schmerzen verbunden ist. Während des Stuhlganges werden die Hämorrhoiden nach außen gedrückt, ein Zurückschieben ist erforderlich. Gleiches kann bei verschiedenen anderen Anspannungen passieren. Weitere Symptome des 3. Grades sind Ekzeme, Entzündungen, Juckreiz sowie die Bildung von Sekret. Bei einer Vielzahl der Betroffenen kommen noch Blutungen und Einklemmungen dazu.
    • 4. Grad – Schwellungen, Knoten und starke Schmerzen erscheinen sehr ausgeprägt. Die Hämorrhoiden sind jederzeit von außen erkennbar, sie lassen sich jetzt nicht mehr in den After zurückschieben. In den meisten Fällen kommen anhaltende Entzündungen, Geschwüre, ein ständiger Juckreiz sowie der Austritt eines schleimigen Sekrets hinzu.

     

    Mit großer Sicherheit lassen sich Hämorrhoiden im ersten Stadium erfolgreich entgegenwirken. Dies kann durch eine Umstellung der Ernährung, umfangreiche Hygiene sowie einer Anpassung des Verhaltens beim Stuhlgang und der Lebensgewohnheiten erfolgen. Gleiches gilt für Hämorrhoiden zweiten Grades, jedoch empfiehlt sich eine speziell für diese Erkrankung entwickelte Salbe zu Hilfe zu nehmen. Im dritten und vierten Stadium lässt sich auf die Behandlung durch einen Arzt nicht mehr verzichten. Dieser kann von Fall zu Fall unterscheiden, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Hämorrhoiden zu beseitigen.

  6. Häufigkeit & Diagnosedaten

    Häufigkeit & Diagnosedaten

    Wie bereits eingänglich erwähnt, sind Hämorrhoiden keine Seltenheit. Manche Studien und Erhebungen implizieren, dass ca. ¾ der Weltbevölkerung im laufe der Lebenszeit einfach oder mehrfach an Hämorrhoiden leiden. Hierbei spielt das Geschlecht meist keine übergeordnete Rolle, da Männer und Frauen gleich stark betroffen zu sein scheinen.

    Einen übergeordneten Faktor jedoch stellt das Alter dar. So steigt das Risiko, die vorliegende Krankheit zu entwickeln mit einem Voranschreiten des Alters stetig an. Insbesondere Personen zwischen ihrem 40. und 70. Lebensjahr sind besonders gefährdet. Nach Erreichen der siebten Lebensdekade nimmt die Wahrscheinlich einer Erkrankg jedoch wieder langsam ab. Darüber hinaus kann diese Krankheit auch bei jüngeren Menschen auftreten, wenngleich dies nur selten der Fall zu sein scheint, Hämorrhoiden in unter 20-Jährigen zum Beispiel sind kaum erfassbar selten. Die Gründe hierfür sind noch nicht vollends geklärt.

    Gerade in Deutschland und im restlichen Europa sowie in Nordamerika steigt die Zahl Betroffener von Jahr zu Jahr an. Nicht zu Unrecht bezeichnen viele Mediziner und Forscher dieses Leiden darum als „Volkskrankheit“ oder „Volksseuche“ - und tatsächlich scheinen diese Titel, gemessen an den statistischen Werten, durchaus gerechtfertigt. Man geht alleine hierzulande davon aus, dass es pro Jahr bis zu 4 Millionen Fälle von Hämorrhoiden gibt, die man behandelt. Dabei gilt die Dunkelziffer noch als wesentlich höher. Viele Menschen neigen was diese Erkrankung angeht zur Selbstdiagnose und behandeln sich darüber hinaus auch selbst. Dies hängt unter anderem mit der Tabuisierung dieser Krankheit zusammen, die in der Gesellschaft immer noch hartnäckig vorhält.

    Zudem bedürfen etwa zwischen 30.000 und 70.000 der Betroffenen eines chirurgischen Eingriffes, um den Krankheitsherd vollends beseitigen zu können. Den meisten anderen ist schon mittels einer konservativen, sprich einer medikamentösen Therapie, Abhilfe zu leisten. Hierbei kommt es jedoch stark auf den oben genannten Schweregrad der Erkrankung an.

    Diagnosedaten

    Die aus einer Diagnose gewonnen Daten sind für die Feststellung einer Krankheit stets von vorrangigem Interesse, so auch im Falle der vorliegenden Erkrankung. Hierbei gilt es darüber hinaus zu beachten, welchen Aufschluss die erlangten diagnostischen Informationen über den Schweregrad und den Progress der Hämorrhoiden geben können. Die Feststellung selbiger ist nämlich unabdingbar an die Art der Behandlung geknüpft und daher von größter Wichtigkeit sowohl für den behandelnden Arzt als auch für den Patienten.

    Des Weiteren kann es bisweilen auch vorkommen, dass Hämorrhoiden keinerlei der klassischen Symptome aufweisen oder sich überhaupt gänzlich schmerzfrei zeigen. Ist dies der Fall ist die korrekte Auswertung und Interpretation der Diagnosedaten umso wichtiger, um ggf. Fehldiagnosen vermeiden zu können oder in der Lage zu sein, die Krankheit überhaupt in ihrer vorliegenden Form als solche zu identifizieren.

    Ebenso lassen sich durch eine gewissenhafte Auswertung der Daten etwaige Krankheiten ausschließen, die ähnliche Symptome wie Hämorrhoiden aufweisen. Hierzu gehören unter anderem: Anale Varizen (Krampfadern), Tumore oder Warzen.

  7. Komplikationen

    Komplikationen bei der Krankheit

    Komplikationen sind bei Hämorrhoiden nicht untypisch und begleiten statistisch gesehen beinahe 90% aller Ausbrüche und Behandlungen. Dabei können die entstehenden Komplikationen von eher harmlos bis hin zu extrem gefährlich reichen. Hierzu eine kurze Übersicht:

    • Blutungen - Je nachdem ob die Hämorrhoiden intern oder extern aufzufinden sind, kann es zu starken internen oder externen Blutungen kommen, wenn besagte krampfaderartige Erscheinungen sich öffnen. Dies kann sowohl spontan geschehen, als auch infolge des Abscheidens von Kot. Ist letzteres der Fall besteht zumeist ein besonders starkes Risiko für schwerere medizinische Schäden. Denn es ist möglich, dass Stuhl in die offenen Wunden gelangt und diese zusätzlich zu den bereits vorhandenen Hämorrhoiden infiziert. Hierdurch sind darüber hinaus auch Blutvergiftungen (Sepsis) keine Seltenheit. Zudem kann es möglich sein, dass Betroffene immens große Mengen Blut ausscheiden, was den Körper überdies schwächt.
    • Infektionen - Infektionen entstehen durch das gerade erwähnte Eindringen von Stuhl in offene Wunden. Dabei kommt es auf die im Kot enthaltenen Bakterien oder Viren an, welche Infekte sie auslösen können. Diese reichen von leichten Grippen, bis hin zu schwerwiegenden Lungenentzündungen oder sonstigen schwerwiegenden Organerkrankungen. Gerade deshalb ist es wichtig, bereits früh einen Arzt aufzusuchen, um diesem Schicksal zu entgehen.
    • Inkontinenz - Diese Komplikation ist vergleichsweise selten, dennoch kommt sie bisweilen vor. Ist dies der Fall, hat der Schließmuskel aufgrund der Überbelastung durch die Hämorrhoiden zumeist seine Funktion einbüßen müssen und kann den Stuhlgang nicht mehr regulieren. Hierdurch ist es dem Betroffenen unmöglich, willentlich und teils auch wissentlich zu entscheiden, wann es zum Abscheiden von Kot kommen soll und wann nicht. Das ist besonders unangenehm, wenn man sich nicht zuhause aufhält. Dieser sehr stark einschränkenden Nebeneffekt ist jedoch mit einem chirurgischen Eingriff in beinahe allen Fällen behandelbar.
    • Anafisteln - Bisweilen erhöhen vorhandene Hämorrhiden das Risiko auf eine Analfistel. Diese sind im groben als Einsparungen oder Hülsen zui verstehen, die eine ungewollte Verbindung zwischen dem Inneren des Anus und des Oberfläche herstellen. Darüber hinaus sind diese oftmals mit einer Wundflüssigkeit gefüllt und geben darum konstant Nässe ab. Analfisteln häufen sich in Patienten mit Übergewicht.
    • Abgeschnittene Hämorrhide - Es kann hin und wieder vorkommen, dass eine Hämorrhide von der Blutversorgung abgeschnitten wird. Ist dies der Fall stirbt nämlich langsam ab. Das führt zu kaum aushaltbaren Schmerzen und ist sofort behandlungsbedürftig. Gleichwohl sollte man anmerken, dass diese Form der Komplikation sehr selten ist.

    Alles in allem sollte man sich jedoch als Patient nicht allzu sehr vor etwaigen Komplikationen fürchten. Zwar sind Hämorrhoiden sehr unangenehm und häufig auch moderat schmerzhaft, aber durchaus behandelbar und dadurch eher temporär und nicht chronisch. Man muss sich also nur durchbeißen und ist danach wieder weitestgehend symptomfrei.

  8. Wann zum Arzt?

    Wann sollte man zum Arzt gehen?

    Bluten während des Abscheidens von Stuhl ist das häufigste Symptom bei einer Erkrankung mit Hämorrhoiden. Dieses lässt sich vom Betroffenen entweder durch Betrachten des Kots feststellen oder durch Betrachten des verwendeten Toilettenpapiers. Dennoch muss Blut im Stuhl nicht zwangsläufig bedeuten, dass man an Hämorrhoiden erkrankt ist. Die Gründe dafür können vollkommen anderer Natur sein und reichen darüber hinaus von harmlos bis gravierend. Darum sollte man in keinem Falle einen Gang zum Arzt scheuen, vorallem nicht aufgrund von deplatzierter Scham.

    Es ist darum jedem Betroffenen oder potentiell Betroffenen ans Herz zu legen, einen Gang zur Praxis nicht auszusetzen, insofern auch nur der kleinste Verdacht auf das vorliegen von Hämorrhoiden besteht. Früherkennung ist bei dieser Erkrankung das A und O und ist nicht zu unterschätzen.

    Ebenso lassen sich durch einen Besuch beim Arzt ein potentieller Darmkrebs oder andere Erkrankungen des Darmes oder des Anus ausschließen, die sonst nicht zu erkennen gewesen wären.

    Bei besonders großen Mengen an analem Blutfluss ist es darüber hinaus von dringender Notwendigkeit, einen Krankenwagen zu rufen. Dies kann ein Hinweis für starke innere Blutungen sein oder zu einer Ohnmacht führen. Man sollte diese Erkrankung wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern sich dahingehend behandeln lassen, insofern man Grund zur Annahme hat, dass Hämorrhoiden vorliegen könnten.

  9. Behandlung & Therapie

    Behandlung & Therapie

    Umso frühzeitiger Hämorrhoiden erkannt werden, desto größer ist die Chance, zu einer Heilung zu gelangen. Sollte also bereits ein Verdacht bestehen, heißt es, lieber zu früh, als zu spät zu einem Facharzt zu gehen. Wer zu lange wartet, muss mit unangenehmeren Symptomen sowie einer lebenslangen Beeinträchtigung rechnen. Die jeweils erforderliche Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Diese stellt sich wie folgt dar:

    • Schweregrad 1 – Umstellung auf eine ballaststoffreiche Ernährung, Einstellen von Beckenmuskel belastenden sportlichen Tätigkeiten, Sitzbäder, medikamentöse Behandlung;
    • Schweregrad 2 – Behandlung durch eine spezielle Salbe sowie Zäpfchen, Veröden der Hämorrhoiden (ambulant), was zu einer Verkleinerung derselben und einem anschließenden Absterben führt;
    • Schweregrad 3 – Es gibt sowohl die Möglichkeit der gleichen Behandlung wie bei Grad 2 (siehe oben) sowie bei Grad 3 (siehe unten);
    • Schweregrad 4 – Einem chirurgischen Eingriff lässt sich meist nicht mehr aus dem Wege gehen, wenn Schmerzen und Leid unerträglich werden. Bei dieser Behandlung werden mit einem Skalpell die hervortretenden Hämorrhoiden beseitigt. Nicht nur die Operation ist schmerzhaft, sondern gleichfalls die Zeit danach, beispielsweise beim Stuhlgang.

    Hämorrhoiden können im Anfangsstadium durch zahlreiche verschiedene Hausmittel bekämpft werden. Eine Mischung aus Kamille und Steinklee (halb/halb) zu einem Tee gekocht eignet sich sowohl für Sitzbäder als auch zur Einnahme. Letztere sollte drei Mal täglich in Form von einer Tasse des Getränks erfolgen. Auch Johanniskraut, Kamille, Kastanienblüten, Königskerze, Mariendistel sowie Scharfgabe, aus welchen zu gleichen Teilen ebenfalls ein Tee hergestellt wird, kann hilfreich sein.

    Es empfiehlt sich eine Menge von ca. 200 – 250 Milliliter zweimal täglich, am besten morgens und abends. Weiterhin sollte viel Wasser getrunken und auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Da sich Süßigkeiten oftmals verstopfend auswirken, sollte bestens ganz auf diese verzichtet werden. Wichtig sind zudem eine gründliche Hygiene und Körperpflege, beim Stuhlgang heftiges Pressen vermeiden und hernach mehrlagiges Toilettenpapier nutzen. Eine Reinigung mit Feuchttüchern ist nicht empfehlenswert, besser sollte man diese mit lauwarmem Wasser vornehmen.

  10. Vorbeugung & Prävention

    Vorbeugung - Impfung & Prävention

    Es gibt eine ganze Reihe effektiver Mittel zur Prophylaxe gegen Hämorrhoiden. Hierzu eine kurze Übersicht:

    • Ballaststoffreiche Ernährung: Die ausreichende Aufnahme von Ballaststoffen durch die Ernährung ist von maßgeblicher Wichtigkeit, um bereits das Entstehen von Hämorrhoiden verhindern zu können. Durch das Essen von Früchten, Gemüsen und Vollkornprodukten wird der Stuhl insgesamt weicher, wodurch Anus und Schließmuskel beim Ausscheiden desselben stark entlastet werden. Darüber hinaus kommt es durch eibne solche Ernährungsumstellung zu häufiger auftretender Flatulenz, was ebenfalls zur Darmgesundheit beiträgt.
    • Ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten: Es ist für die Elastizität und Struktur des Kotes von großer Bedeutung, dass man den Körper stets und stetig mit ausreichenden Mengen an Flüssigkeit, vornehmlich Wasser, versorgt. Alkoholika, Kaffee, schwarzer Tee oder verzuckerte Getränke üben hierbei einen eher negativen effekt auf die Beschaffenheit des Stuhlgangs aus und sind nach Möglichkeit zu vermeiden.
    • Nicht zu stark pressen: Viele Menschen machen den Fehler, dass sie beim gang zur Toilette zu starken Druck ausüben und den Kot damit aus dem Leib "zwingen". Das ist eine Unart und ost dringend zu unterlassen. Hierdurch erhält sich der Druck auf die Gefäße im Bereich des Enddarms und verengt selbigen somit nur noch mehr. Ein langsames aber gezieltes Abscheiden von Stuhl ist die wesentlich gesündere Alternative.
    • Den Toilettengang nicht aufschieben: Sobald man den Drang verspürt, Stuhl abzuscheiden, sollte man diesem auch nachgehen. Wartet man zu lange, kann es geschehen, dass der Stuhl verhärtet und somit im Endeffekt schwerer auszulassen ist.
    • Sportliche Betätigung: Wer ausreichend Bewegung hat, der vermeidet Verstopfungen und erhöhten Venendruck, die beide Auslöser für Hämorrhoiden sein können. Ebenso verliert man hierdurch an überschüssigem Gewicht, das ebenso eine mögliche Ursache für die Entstehung der vorliegenden Krankheit ist.
    • Langes Sitzen vermeiden: Man sollte nicht zu lange am Stück sitzen. Dies erhöht den Druck auf die Gefäße im Enddarm und begünstigt somit Hämorrhoiden. Daher ist es empfehlenswert, wenn man hin und wieder kurz aufsteht und sich etwas lockert. Insbesondere Büroangestellte, sollten sich dieses Mittels bedienen.

  11. Prognose zur Heilung

    Prognose zur Heilung

    Die Chancen auf Heilung sind sehr gut. Insbesondere dann, wenn das vorliegende Leiden früh erkannt und korrekt als solches angesprochen wird. Darum ist es zur Steigerung der Heilungsbilanzen von großem Vorteil, wenn man sofort einen Arzt aufsucht und sich nicht lange mit Warten aufhält.

    Wer zu viel zeit zwischen Feststellung etwaiger Symptome und der Konsultation mit einem Mediziner verstreichen lässt, senkt seine Chancen auf eine unkomplizierte Behandlung immens stark. Es kann sogar soweit kommen, dass ein chirurgischer Eingriff unabdingbar wird, der durch eine früher veranlasste Behandlung einfach zu verhindern gewesen wäre.

    Darum ist hier festzustellen, dass die Chancen auf eine erfolgreiche Heilung in direktem Zusammenhang mit dem Zeitpunkt des Erkennens der Erkrankung korrelieren. Dennoch sollte man auch nicht verschweigen, dass dieses Leiden, selbst wenn es erfolgreich auskuriert war, jeder Zeit wieder auftreten kann, wenn man nichts an den auslösenden Faktoren (Übergewicht, schlechte Ernährung usw.) ändert. Chronisch ist die diese Krankheit aber dennoch beinahe nie.

  12. Alternativmedizin

    Alternative Medizin & Hausmittel

    Welche Hausmittel können helfen?

    Hämorrhoiden plagen die Menschen nachgewiesenermaßen schon seit tausenden von Jahren. In diesen Millennia hatten die Menschen genügend Zeit, nicht nur sehr effektive Hausmittel zu entwickeln, sondern diese auch auf Herz und nieren zu prüfen. Darum verfügen wir heutzutage über eine große Bandbreite an wohlerprobten und effektiven Hausmitteln, die von jedem einfach zur Unterstützung der Behandlung einzusetzen sind.

    • Sitzbäder - Kurze, häufige Sitzbäder konnten sich als sehr probate Mittel gegen Hämorrhoiden beweisen. Hierfür setze man sich drei bis vier Mal pro Tag in klares lauwarmes Wasser und lasse den Anus in selbigem einweichen. Hernach sollte man die betroffene Region gründlich, aber vorsichtig abtrocken und die Anwendung süäter am Tage wiederholen.
    • Feuchtes Toilettenpapier - Feuchtes Toilettenpapier hilft bisweilen wahre Wunder. Bereits die alten Ägypter weichten feine Leinentücher über Nacht in eine Mischung aus Wasser und Kräutern ein, um damit ihren Anus pflegend und schonend reinigen zu können. Heutzutage hat man es mit vorverpacktem feuchten Toilettenpapier wesentlich einfacher. Man sollte lediglich darauf achten, dass weder Alkohol noch Parfüm im selbigen enthalten sind und man nach der Anwendung den Anus gut mit regulärem Papier abtrocknet.
    • Kühlung - Es kann sich als sehr nützlich zeigen, die Hämorrhoiden zu kühlen. Hierzu dienen Ice-Packs, Eiswürfel oder ähnliches. Dies lindert nicht nur den Schmerz, sondern sorgt auch für einen nachweisbaren Rückgang der Erkrankung selbst. Allerdings sollte man diese Anwendung lediglich extern vornehmen und auf eine innerliche Kühlung verzichten.

    Dies zeigt nur einige der schier endlosen Möglichkeiten, wie man einer Erkrankung mit Hämorrhoiden mithilfe von Hausmitteln zuleibe rücken kann.


    Alternative Behandlungsmethoden

    Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

    Ähnlich wie bei den Hausmitteln, lassen sich auch die alternativen Heilmethoden nicht lumpen und warten mit einer Vielzahl etwaiger Therapieformen auf. Dazu gehören unter anderem:

    • Reinigungstherapie: Hierfür bedient man sich spezieller Lotionen oder Absude, die zur reinigung des Anus anzuwenden sind. Diese können in Form eines Sitzbades oder durch Einreiben aufgebracht werden.
    • Nackttherapie: Einige Heilpraktiker bieten eine besondere Therapieform an, die beinhaltet, dass von Hämorrhoiden betroffene Personen sich nackt durch die Natur bewegen. Dies soll positiven Einfluss auf die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers ausüben.
    • Kosmetische Behandlungen: Vorallem im nordindischen Raum finden sich viele Heilpraktiker, die Behandlungen kosmetischer Natur gegen Hämorrhoiden einsetzen. Hierzu gehören Schlammpackungen, Entfernungen überschüssigen Gewebes und gezielte Reinigung. Diese Art des Vorgehens ist seitens der Medizin wenig erforscht, aber dennoch schwören viele Personen auf diese für uns Europäer befremdlich wirkende Methode der Heilung.

    Behandlungen

    Potentielle Behandlungen der vorliegenden Krankheit durch Heilpraktiker oder einen selbst sind also, wie man den beiden vorangehenden Punkten entnehmen kann, nicht nur möglich, sondern auch in aller Regel recht vielversprechend. Nichtsdestoweniger sollte man keine Alleingänge wagen und immer mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten. Hierdurch lassen sich nicht nur ggf. allergische Reaktionen vermeiden, sondern man kann im Vorfeld eruieren, ob diese spezielle Art der alternativen Behandlung sinnig ist oder nicht.

    Besonders operationsbedürftige Ausprägungen von Hämorrhoiden lassen sich mithilfe alter Hausmittel oder alternativer Heilmethoden normalerweise nicht behandeln. Sie verschlimmern das Krankheitsbild zwar meist nicht, verbessern nämliches aber auch nicht wirklich.


    Heilkräuter & Heilpflanzen

    • Berberritze
    • Bärlapp
    • Eiche
    • Kamille
    • Quecke
    • Schöllkraut

    Die oben genannten Heilkräuter sind, anders als häufig üblich, in Form einer Salbe am wirksamsten. Hierfür sind selbige in zerlassenes Schmalz zu geben und dieses aushärten zu lassen. Daraufhin kann man es auf die betroffenen Stellen auftragen. Ebenso ist es allerdings möglich, aus den Kräutern einen Absud herzustellen und diesen als Grundlage für ein Sitzbad zu gebrauchen.

    Tees und Aufgüsse aus den erwähnten Kräutern können hilfreich für die Darmgesundheit sein, weisen aber nicht dieselbe Effektivität auf, wie die anderen Anwendungsformen.


    Ätherische Öle

    Folgende Ätherische Öle können angewendet werden:

    • Myrte
    • Zypresse
    • Lavendel
    • Nelke
    • Rosenessenz
    • Teebaumöl

    Anders als häufig, entfalten diese Öle nicht im Rahmen einer Aromatherapie ihre größte Wirkung, sondern durch direktes Auftragen. Dazu gebe man die besagten Öle tropfenweise auf einen weichen Lappen oder einen Wattebausch und betupfe damit die betroffenen Stellen mehrmals täglich.

    Es ist jedoch sehr wichtig, ich im Vorfeld über gewisse Allergien zu informieren, da ätherische Öle sehr stark konzentriert sind und man somit einfach allergischen Reaktionen aus dem Wege gehen kann. darüber hinaus sollte man es mit der Anwendung nicht übertreiben. Drei Mal tägliches Abtupfen sollte ausreichen.


    Homöopathie

    • Aesculus
    • Nux vomica
    • Collinsonia
    • Paeonia
    • Kalium carbonicum
    • Sepia

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


    Schüssler-Salze

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


    Diät & Ernährung

    Eine gesunde Ernährung ist für die Darmgesundheit von äußerster Wichtigkeit. Dies gilt in erhöhtem Maße auch für Hämorrhoiden, da diese nicht ausschließlich im Darm, sondern auch in Bereich des Anus auftreten und den Organismus somit doppelt belasten können.

    Einer Ernährung, die reich an Ballaststoffen ist, sollte das Hauptaugenmerk von potentiell Betroffenen oder regulär Betroffenen gelten. Diese bewirkt wahre Wunder und ist darüber hinaus nicht nur gut gegen Hämorrhoiden, sondern versteht es, die gesamte Gesundheit des Menschen zu befördern und zu stärken.

    Typische Lebensmittel, die besonders Reich an Ballaststoffen sind, können sein:

    • Haferflocken
    • Vollkornbrot
    • Dinkelbrot
    • Mais
    • Knäckebrot
    • Fenchel
    • Brokkoli
    • Kresse
    • Rote Beete
    • Spinat
    • Nektarine
    • Brombeeren
    • Alle Hülsenfrüchte
    • Alle Nüsse

    Die oben genannten Lebensmittel sind nur eine kleine Auswahl der ballaststoffreichen Vertreter ihrer Gattung. Bei genauerem Interesse, bietet es sich an, einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler zu konsultieren. Diese können einem dabei helfen, einen perfekt zugeschnittenen und individuellen Ernährungsplan zu erstellen


    Alternative Behandlungen

    Für einen genauen Überblick über alternative Behandlungen bietet es sich an, die oben schon angeführten abermals unter die Lupe zu nehmen.

  13. Fragen & Antworten FAQ

    FAQ - Fragen & Antworten

    Ich übe eine sitzende Tätigkeit aus - Was kann ich tun, um mein Risiko dennoch zu senken?
    - Hier gibt es einige Möglichkeiten, wie man vorgehen könnte. Öfter mal aufstehen ist schon sehr förderlich, selbst wenn es nur für einen kurzen Augenblick ist. Darüber hinaus sollte man sich einen sportlichen Ausgleich zur Bürotätigkeit besorgen. Dauerläufe oder andere Ausdauersportarten sind hierbei besonders sinnig.

    Können Hämorrhoiden wiederkommen?
    - Ja können sie. Die Tatsache, dass man eine Hämmorrhoiden-Erkrankung erfolgreich überstanden hat, macht einen nicht immun gegen diese Krankheit, auch wenn das immer wieder postuliert werden mag. Man kann einem weiteren Ausbruch jedoch effektiv entgegenwirken, wenn man sich an die oben genannten Maßnahmen zur Prävention hält.

    Sind Hämorrhoiden ansteckend?
    - Glücklicherweise ist die Antwort auf diese Frage ein klares: Nein. Nichtsdestotrotz sollte man direkten Kontakt mit denselben nach Möglichkeit vermeiden und selbst beim Eincremen Handschuhe tragen. Zwar sind sie nicht ansteckend, dennoch sind sie sehr unhygienisch und potentielle Sammelpunkte für Viren und Bakterien.

  14. Bilder zur Krankheit

    Bilder

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