Diphterie Impfung für Jugendliche

Wichtige Diphterie-Impfung für Jugendliche

 

Infektion

 

Diphtherie wird durch das Bakterium Corynebacterium diphtheria hervorgerufen. Das Bakterium bildet im menschlichen Körper ein Gift, das unter der Bezeichnung „Diphtherie-Toxin“ bekannt ist. Es zerstört die Körperzellen und schädigt die Schleimhäute.

 

Ansteckung und Ausbreitung

 

Die Ansteckung erfolgt per Tröpfcheninfektion, wie etwa durch Niesen und Husten. Wenn sich das Bakterium in der menschlichen Rachenschleimhaut angesiedelt hat, startet es sofort mit der Produktion von Gift. Das Gift ist auch der Auslöser für typische Diphtherie-Krankheits-Symptome, wie etwa Fieber und Halsschmerzen. Zudem kann es sich innerhalb des Körpers weiter ausbreiten und so ebenfalls die verschiedensten Organe und auch das Herz stark schädigen. Solche Fälle werden als „toxische Diphtherie“ bezeichnet. Hier ist es dann bei Nicht-Behandlung sogar möglich, dass für die Betroffenen eine lebensgefährliche Situation entsteht.

 

Weitere wichtige Informationen

 

Noch bevor der Betroffene die ersten, charakteristischen Symptome einer Diphtherie-Erkrankung verspürt, ist er bereits ansteckend. Einer Diphtherie-Erkrankung kann jedoch durch eine dementsprechende Impfung vorgebeugt werden. Innerhalb von Deutschland besteht bei einer Diphtherie-Erkrankung Meldepflicht. Bereits der Verdacht auf Diphtherie sowie die eigentliche Erkrankung und gegebenenfalls  auch der Tod eines Betroffenen muss der Arzt zusammen mit dem Namen des Patienten an das Gesundheitsministerium weiterleiten.

 

Krankheitsbild

 

Zumeist wird an einer sogenannten Rachen- und Kehlkopfdiphtherie erkrankt. Hier erfolgt die Übertragung durch Niesen sowie Husten. Nach der Ansteckung treten etwa zwei bis fünf Tage später Grippeähnliche Symptome und Schluckbeschwerden auf. Zudem bilden sich ebenfalls blutige Beläge auf den Schleimhäuten, die nicht entfernbar sind. Bei der Kehlkopfdiphtherie treten dagegen andere Symptome auf. So kommt es hier vor allem zu starkem Husten, Heiserkeit sowie Atemnot. In sehr schlimmen Fällen kann diese bis hin zu Erstickung führen. Die Nasendiphtherie kommt in der Regel nicht bei Jugendlichen, sondern hauptsächlich bei Säuglingen vor und die Wund- oder auch Hautdiphtherie betrifft vor allem Erwachsene.

 

Schäden durch Diphtherie nicht behebbar

 

Gesundheitliche Schäden, die aufgrund einer Diphtherie-Erkrankung auftreten, sind nicht mehr behebbar. Zudem kann es sogar zu Todesfällen kommen. Aufgrund dessen ist es sehr wichtig, dass bei einem Krankheitsverdacht so schnell wie möglich mit einer Behandlung begonnen wird.

 

Diphtherie-Erkrankung bei Jugendlichen innerhalb von Deutschland ist selten

 

In Deutschland erkranken Jugendliche sowie Kinder aufgrund der hohen Impfraten nur noch selten an Diphtherie. In anderen Ländern ist die Erkrankung dagegen noch sehr stark verbreitet. So kann es auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Diphtherie in Deutschland ausbricht.

 

Impfung

 

Jugendliche wurden normalerweise bereits im Baby-Alter gegen eine Diphtherie-Erkrankung geimpft und besitzen so eine Grundimmunisierung. Die STIKO (Ständige Impfkommission) rät zu einer Auffrischungsimpfung für alle Jugendlichen zwischen neun und 17 Jahren. Im Anschluss daran sollte die Impfung alle zehn Jahre wiederholt werden. Jugendliche bekommen normalerweise einen Vierfach-Impfstoff gespritzt. Darin enthalten ist nicht nur eine Impfung gegen Diphtherie, sondern ebenfalls gegen Kinderlähmung (Polio), Keuchhusten (Pertussis) und Wundstarrkrampf (Tetanus). Sollte der Jugendliche zum Impf-Zeitpunkt an einer schweren Erkrankung leiden, muss die Impfung jedoch verschoben werden.

 

Impfreaktion und Nebenwirkungen

 

Eine Diphtherie-Impfung kann nicht nur diverse Impfreaktionen, sondern auch verschiedene Nebenwirkungen hervorrufen. Bei den Nebenwirkungen wird zwischen allgemeinen Krankheitssymptomen und lokalen Reaktionen differenziert. Zu Letzterem gehören zum Beispiel Schwellungen und Rötungen, die an der Einstichstelle auftreten und die normalerweise binnen einigen Tagen zurückgehen. Allgemeine Krankheitssymptome sind dagegen beispielsweise Müdigkeit und Fieber, die jedoch ebenfalls wieder schnell vorüber sind. Schwere Erkrankungen können bei einer Diphtherie-Erkrankung zwar durchaus vorkommen, sind jedoch sehr selten.

 

Allergische Reaktionen

 

Bei einer Diphterie-Impfung können unter Umständen ebenfalls allergische Reaktionen aufkommen. So sind beispielsweise verschiedene Einzelfälle von HHE bekannt, bei denen es zu einer Nichtansprechbarkeit sowie einer Muskelspannung-Erschlaffung kommt. Allerdings geht dieser Zustand relativ schnell vorüber und das sogar, ohne gesundheitliche Folgen zu hinterlassen.

 

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