Diphtherie

Diphtherie impfungBei Diphtherie handelt es sich um eine schwerwiegende Infektionskrankheit.

Bleibt diese unbehandelt, so kann der Tod die Folge davon sein. Vorrangig waren Kinder von Diphtherie betroffen.

Es handelt sich um eine Tröpfcheninfektion durch Niesen und Husten. Anzeichen der Krankheit sind Fieber, Atemnot sowie untypische Atemgeräusche.

Unser Ratgeber soll über die Krankheit aufklären und Ihnen nützliche Tips mit dem Umgang der Krankheit liefern.

Was ist Diphtherie?

Hierbei handelt es sich um eine Krankheit, die durch Bakterienbefall entsteht. Verantwortlich dafür ist das Corynebacterium diphtheriae Bakterium.

Hier jedoch liegt eine Besonderheit. Das Bakterium kann lediglich ausbrechen, wenn Giftstoffe vorhanden sind. Diese Giftstoffe sind in der Lage, die Stabilität der Membran im Körper durcheinander zu bringen und im Endeffekt zur Zerstörung dieser beizutragen.

Infizierte Bereiche zeigen sich durch Entzündungen und dem allmählichen Absterben des Gewebes.

Ursachen von Diphtherie

Um eine Diphtherie auslösen zu können, werden immer Erreger benötigt, die die Infektion herbeiführen. Diese Erreger bilden ebenfalls das Gift, welches dafür sorgt, dass infizierte Zellen absterben. Durch die zusätzliche Tröpfcheninfektion kann der Erreger an die nächste Person übertragen werden. Daher ist Diphtherie zudem höchst ansteckend. Einfache Wege sind bereits das Niesen sowie das Husten.

In den meisten Fällen ist die Ursache eine Erkältung, die der Infektion vorausgeht. An sich sind jedoch die Giftstoffe dafür verantwortlich, dass die Krankheit ausbricht. Sie rufen die Entzündungen der oberen Luftwege herbei und treiben diese zusätzlich akut voran. Die Schleimhäute werden durch die Entzündung geschädigt. Dadurch entsteht eine weißliche Pseudomembran, welche aus dem abgestorbenen Gewebe der geschädigten Zellen besteht. Lebensbedrohliche Atembeschwerden sind somit keine Seltenheit mehr. Weiterhin können das Herz, die Nieren, die Nerven und auch die Gefäße geschädigt werden.

Symptome und Anzeichen bei Diphtherie

In erster Linie kommt es zu Fiebererkrankungen sowie Atemnot. Dies sind die gängigsten Symptome von Diphtherie. Auch Husten ist eine Folge dessen. Welche Beschwerden auftreten können, wenn eine Diphtherie vorliegt, zeigen wir in den folgenden Übersicht.

Achtung: Bei Säuglingen und Kindern sind oftmals auch die Nasenschleimhäute betroffen bei einer Erkrankung. Dies zeigt sich in Form von blutigen und eitrigen Ausflüssen.

Diagnose und Krankheitsverlauf von Diphtherie

In erster Linie kann der Arzt erst einmal eine Verdachtsdiagnose anstellen, welche aus den vorhandenen Symptomen hervorgeht. Die tatsächliche Diagnose erfolgt erst, wenn das Bakterium nachgewiesen wurde, welches die Diphtherie auslöst.

Um eine Diagnose anzufertigen, entnimmt der Arzt mit einem Wattestäbchen einen Abstrich oder der Rachen- oder auch Nasenschleimhaut. Im Labor wird dieser im Anschluss untersucht auf das Gift und die Erreger. Nach ungefähr 12 Stunden liegen jedoch erst die Ergebnisse vor. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass die Therapie bereits bei Verdacht auf Diphtherie beginnt.

Im Verlauf der Krankheit erscheinen flächige Beläge. Diese Beläge nennt man auch Pseudomembran. Am Gaumen, an der Nasenschleimhaut, am Zäpfchen sowie an den Mandeln ist diese ersichtlich. Hierbei handelt es sich um eine weißliche Schicht aus abgestorbenen Zellen. Diese Krankheitsbilder können sich sehr schnell ausbreiten, wenn es sich um einen hohen Schweregrad handelt. Nicht selten klagen die Patienten unter Atemnot, hohem Fieber sowie Erbrechen.

Weiterhin können die Lymphknoten als Folge dessen anschwellen. Auch Schädigungen der Niere können in manchen Fällen der Diphterie Erkrankung auftreten. Wird die Krankheit nicht schnell genug behandelt, so kann es zu starken Komplikationen kommen. Hier zählt die Entzündung des Herzmuskels und eine sogenannte Gaumensegellähmung.

Achtung: Wird die Diphtherie nicht frühzeitig erkannt oder nicht behandelt, so kann diese tödlich sein. Daher sollte sie bereits behandelt werden, sobald sie erkannt wurde oder auch nur der Verdacht darauf besteht.

Behandlung und Therapie von Diphtherie

Die Behandlung bei einer Diphtherie ist lebensnotwendig. Hier sollte bereits schon eine Therapie stattfinden, wenn auch nur der geringste Verdacht der Erkrankung besteht. Doch welche Therapieformen stehen dem behandelnden Arzt zur Auswahl?

Die Isolierung

Die Isolierung des Patienten ist ein wichtiger Schritt, da Diphtherie stark ansteckend und sehr gefährlich sein kann. Bereits ein Niesen oder Husten sorgt dafür, dass andere Menschen infiziert werden können. Dabei muss kein direkter Kontakt bestehen. Es reicht, wenn die Person in die Hand niest und irgendetwas berührt, mit dem die nächste Person dann ebenfalls in Berührung kommt. Eine Karantene ist aus diesem Grund notwendig und sinnvoll.

Die Behandlung mit einem Gegengift

Besteht bereits der Verdacht auf Diphtherie, so wird dem produzierten Gift ein Gegengift entgegengesetzt. Hierbei handelt es sich um das Diphtherie-Antitoxin. Der Einsatz dieses Mittels ist die häufigste Variante, um gegen die Bakterien vorzugehen. Setzt man dieses bereits beim bloßen Verdacht ein, so kann die Behandlung schnell und einfach von Statten gehen.

Die Behandlung mit Antibiotika

Wenn das Gegengift nicht wirksam war, so ist es zwingend notwendig, Antibiotika in das Spiel zu bringen, um die Diphtherie zu behandeln. In der Regel kommt Penicillin oder auch Erythromycin zum Einsatz. Diese beiden Medikamente sollen dafür sorgen, dass die Erreger absterben und die Giftbildung schnellstens unterbunden wird.

Die Behandlung bei Atemnot

Patienten, die unter Atemnot leiden, sollten dringend zusätzlich behandelt werden. Hier kann beispielsweise die maschinelle Beatmung eine gute Alternative sein, damit der Patient wieder Luft bekommt und keinerlei Gefahr besteht, dass dieser erstickt.

Wichtig: Für diese Behandlung ist es notwendig, dass der Patient in ein künstliches Koma versetzt wird.

Die Länge der Behandlungen

Hier ist es wichtig, dass keine der Behandlungen zu früh beendet wird. Ein Richtwert für die Behandlung von Diphtherie liegt bei 50 Tagen. Die jeweilige Behandlung darf nicht unter diesem Zeitraum liegen.

Wissenswert: Während der Behandlung liegt das größte Augenmerk auf dem Herzen des Patienten. Dieses wird besonders gut überwacht.

Die Sterblichkeit bei Diphtherie ist zwar deutlich geringer als damals, jedoch liegt sie auch heute noch bei fünf bis zehn Prozent. Daher ist eine ausgiebige Behandlung und eine strenge Überwachung relevant!

Hausmittel bei Diphtherie

Da es sich um eine gefährliche Krankheit handelt, die strengstens mit Antibiotika und weiteren Behandlungen therapiert werden sollte, sind kaum Hausmittel vorhanden, die behilflich sind, um eine Diphtherie zu heilen. Doch gibt es ein Hausmittel, welches bereits bei den Indianern bekannt war für seine heilende Wirkung. Dabei handelt es sich um Lobelie. Was genau Lobelie ist und wie es wirkt, zeigen wir in diesem Abschnitt.

Lobelie

Bei Lobelie handelt es sich um eine Wildpflanze aus Kanada, welche nach Amerika eingeführt wurde. Vorrangig findet man diese Pflanze in großen Mengen in waldigen Gebieten wieder. Verwendet werden die Samen und die Blätter der Pflanze.

Bereits vor mehreren 100 Jahren war die Pflanze dafür bekannt, bei Asthmaerkrankungen sowie Syphilis zu helfen. Auch Hustenerkrankungen konnten mit dem Gewächs behandelt werden.

Folgende Eigenschaften weißt Lobelie heutzutage auf:

  • Sie wirkt schweißtreibend.
  • Sie löst Krämpfe.
  • Sie wirkt antiasthmatisch.
  • Sie kann als Brechmittel verwendet werden.
  • Sie beruhigt die Nerven.
Tipp: Als Salbe kann sie ebenfalls zur Behandlung von Rheuma beitragen.

Da Lobelie antiasthmatisch wirkt, ist die Pflanze sehr fördernd bei Atembeschwerden. Somit können die Symptome bei Diphtherie zumindest etwas gelindert werden. Eine medikamentöse Behandlung sollte dennoch erfolgen, um die Erreger optimal zu beseitigen und das Gift zu stoppen.

Fragen und Vorbeugung von Diphtherie

Die wirksamste Möglichkeit, sich ideal gegen Diphtherie zu schützen, ist das Impfen gehen diese Krankheit. Dazu sind aber einige Fakten zu beachten.

Der Ablauf der Impfungen

Einige einzige Impfung ist nicht ausreichend, um sich optimal gegen die Krankheit schützen zu können. Daher wird es bereits empfohlen, bei seinem Kind in den ersten 6 Lebensmonaten damit zu beginnen. In diesem Zeitraum sollten die ersten drei Diphtherie Impfungen erfolgen.

Spätestens mit 11 Monaten sollte das Kind die vierte Impfung erhalten. Im Anschluss erfolgen Auffrischungen zum 5. bis 6. Lebensjahr und zum 9. bis 17. Lebensjahr.

Wichtig: Erst im Anschluss sind keine Auffrischungen mehr notwendig und es besteht ein optimaler Schutz gegen Diphtherie.

Dank der Impfungen sind in einigen Ländern kaum noch Neuerkrankungen zu entnehmen. In diesen Ländern ist die Impfungsrate sehr hoch und somit auch der Schutz vor der Krankheit. In Entwicklungsländern hingegen ist die Sterblichkeitsrate sehr hoch aufgrund von Diphtherie.

Welche Körperstellen sind betroffen?

Vorrangig werden die Lungenwege und Schleimhäute angegriffen. Hierbei werden die Zellgewebe zersetzt und somit zerstört, wodurch es zu Atemnöten und anderen Symptomen kommt. Breitet sich die Krankheit jedoch weiter aus und die einhergehende Entzündung, so können auch die Nieren, die Mandeln und vor allem auch das Herz betroffen sein. Spätestens ab diesem Punkt herrscht Lebensgefahr für den Patienten. Je nach dem Schweregrad der Krankheit kann dieses Stadium schnell erreicht werden. Aus diesem Grund sollte bereits bei dem Verdacht auf Diphtherie gehandelt werden.

Wie lange dauert eine Diphtherie an?

Natürlich ist der Zeitraum für die Erkrankung nicht einheitlich festzulegen, da jeder Patient anders auf die Medikamente reagiert und auch der Schweregrad der Erkrankungen eine wichtige Rolle spielt. An sich sollte jedoch ein Zeitraum von 50 Tagen nicht unterschritten werden, egal wie weit sich die Krankheit ausbreiten konnte. An sich kann man also von einem Zeitraum von ungefähr 6 Wochen sprechen.

Können bleibende Schäden entstehen?

An sich können vor allem bei Kindern Spätbildungen sowie Fehlbildungen entstehen. Daher ist es ratsam, das Kind bereits in den ersten 6 Monaten impfen zu lassen, um einen optimalen Schutz zu schaffen.

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