Keuchhusten (Pertussis)

Steckbrief: Keuchhusten

  • Name(n): Keuchhusten; Pertussis; Stickhusten
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Bakterien (Bordetella pertussis/Bordetella parapertussis)
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 50 Millionen Personen jährlich
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Kinderarzt; Pneumologe; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – A00-B99 – A30-A49 – A37

Keuchhusten
KeuchhustenBeim Keuchhusten, den man im Fachjargon auch als „Pertussis“ bezeichnet, handelt es sich um eine durch Bakterien ausgelöste Erkrankung des Atemapparates, speziell der Lungen. Er dauert meist sehr lange, darum auch die landläufige Bezeichnung „100 Tage Husten“. Er äußert sich, wie der Name bereits andeutet, in regelmäßig auftretenden Hustenepisoden, die in etwa mit einem Reizhusten vergleichbar sind. Für Erwachsene stellt dies in der Regel kein übermäßiges Problem dar. Kleine Kinder und Neugeborene können jedoch einen Hustenreiz entwickeln, der zu kompletten Atemaussetzern führt. Hier kann der Keuchhusten durchaus lebensbedrohlich werden. Es ist also angezeigt, eine Ansteckung mit dem auslösenden Bakterium, dem Bordetella pertussis, möglichst zu verhindern. Das gelingt am effektivsten durch eine präventive Impfung. Dank moderner Impfstoffe sind heutzutage kaum mehr Kinder oder Erwachsene von dieser Erkrankung betroffen. Zumindest nicht in unseren Breitengraden. Es ist daher wichtig, den Status Quo zu erhalten und seinen Nachwuchs zur Impfung zu schicken. Selbst bei einem Ausbruch, kann man dieses Leiden jedoch sehr gut und effektiv behandeln. Allerdings ist eine Erkrankung in Deutschland zwingend meldepflichtig.

Definition Keuchhusten?

Keuchhusten ist eine in erster Linie eine Infektionskrankheit. Sie wird durch eine Ansteckung mit dem Bakterium Bordetella pertussis beziehungsweise Bordetella parapertussis ausgelöst. Die sich via Tröpfcheninfektion übertragenden Pertussisbakterien nisten sich in aller Regel im Atmungsapperat des Menschen ein. Hier vermehren sie sich und bilden nach und nach Kolonien. Im Gegensatz zu vielen anderen Bakterienkolonien, sind die Bordetella pertussis durchsichtig und bilden keinen sichtbaren Belag auf dem befallenen Gewebe. Circa 90 % der Keuchhusteninfektionen geht auf dieses Bakterium zurück. Die verbleibenden Fälle werden hingegen durch Bordetella parapertussis, eine Modifikation des Ursprungserregers, hervorgerufen. Die eindeutige Bestimmung beider Arten stellt selbst für erfahrene Mediziner eine Schwierigkeit dar, da es kaum signifikante Unterschiede zwischen ihnen gibt. Eine Differenzierung ergibt sich häufig nur durch die jeweilige Koloniegröße, da Bordetella parapertussis gemeinhin großflächiger siedeln als das Ursprungsbakterium. Darüber hinaus ist die Stärke der Kolonien erhöht.

Eine Infektion mit den genannten Bakterien mündet nicht zwangsläufig in die spezifischen Symptome, die gemeinhin als Keuchhusten bezeichnet werden. In den meisten Fällen verläuft die Ansteckung “stumm”. Das bedeutet, dass Betroffene keinerlei Krankheitsanzeichen entwickeln, jedoch Träger und dementsprechend Überträger der Krankheit sind. In vielen Fällen entwickeln Infizierte lediglich eine leichte Bronchitis. Nur bei den Wenigsten manifestiert sich die Pertussis in ihrer vollen Stärke. Dann treten die typischen Symptome auf. Sie orientieren sich in Stärke und Ausprägung an den vier Entwicklungsstadien der Bakterien: Die eigentliche Besiedlung bleibt zunächst symptomfrei. Es setzten anschließend grippeähnliche Erscheinungen auf. Diesen folgen die namensgebenden Hustenkrämpfe, die so heftig werden können, dass nicht nur die Zunge aus dem Mund herausgepresst, sondern auch der Rachen stark zusammengepresst wird. Hierdurch entstehen Atemnot und Würgereiz. Im letzten Stadium verlieren die Bakterien ob ihrer spezifischen Entwicklung an Stärke. Hierdurch mildert sich der Husten stetig ab, bis er schließlich gänzlich verschwindet. Nur in Ausnahmefällen treten Variationen dieses Verlaufs auf.

Obgleich eine Infektion sowie eine Impfung keinen lebenslangen Schutz gegen die Bordetellabakterien bieten, kann diese hochinfektiöse Erkrankung gezielt eingedämmt werden. Möglich ist dies dank dem sogenannten Kohortenschutz (Herdenschutz). Mediziner gehen davon aus, dass so gut wie keine Ansteckungen mehr erfolgen, wenn mehr als 90 % der Bevölkerung gegen die Krankheit immunisiert wurden. Daher wird eine flächendeckende Impfung mit den beiden zur Verfügung stehenden Präparaten, dem Ganzkeimimpfstoff und dem Komponentenimpfstoff, angestrebt. Ob der neuerlichen Impfskepsis ist die Zahl der immunisierten Bevölkerung jedoch gesunken und es treten vermehrt Fälle von Keuchhusten auch in Deutschland auf. Um dennoch das Risiko der unkontrollierten Ausbreitung der Petussis zu mindern, ist jede nachgewiesene Infektion dringlichst bei den zuständigen Behörden anzuzeigen.


Was ist Keuchhusten?

Nach wie vor glauben die meisten Menschen, Keuchhusten würde nur Kinder treffen. Doch das ist definitiv falsch. Immer häufiger erkranken auch Erwachsene an den krampfartigen Hustenanfällen, die durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöst werden und hochansteckend sind.
Noch vor gut 100 Jahren war Keuchhusten neben Diphtherie, Scharlach und Masern eine häufige Ursache für Kinder- und Säuglingssterblichkeit, denn Impfungen gegen Keuchhusten gab es noch nicht. Viele Kleinkinder und Babys starben an den Folgen der Erkrankung, die Lungenentzündungen, Schäden am Gehirn und Atemstillständen nach sich ziehen kann.

Nachdem flächendeckende Impfungen gegen Pertussis, so der medizinische Fachbegriff für Keuchhusten, eingeführt wurden, ging die Zahl der erkrankten Kinder stark zurück. Allerdings erkranken in den letzten Jahren wieder mehr Kinder, da die Impfbereitschaft vieler Eltern nachlässt. Erwachsene können sich mit Keuchhusten anstecken, wenn sie ihren Impfschutz nicht auffrischen lassen, da die Wirkung der Impfung nach ca. 5 bis 15 Jahren deutlich verringert ist. Gefährlich ist die Krankheit auch, weil selbst Geimpfte sie weitergeben können. Sie erkranken zwar nicht selbst, können die Erreger aber weiter geben.

Keuchhusten ist nach wie vor für nicht geimpfte Kinder und Babys gefährlich, weshalb sich Erwachsene impfen lassen sollten, vor allem, wenn ein Baby mit im Haus wohnt. Säuglinge haben keinen Nestschutz gegen Keuchhusten, und vor dem dritten Lebensmonat können sie nicht dagegen geimpft werden.

Unbehandelt kann Keuchhusten mehrere Wochen dauern und ist nicht nur unangenehm für die Betroffenen, sondern auch gefährlich und schmerzhaft. Keuchhusten zählt zu den meldepflichtigen Infektionskrankheiten. Behörden wie das Gesundheitsamt müssen bei einem Verdacht und einer konkreten Diagnose unterrichtet werden, genauso wie Kindergarten und/oder Schule, wenn ein Kind erkrankt ist.
Besonders wenn Kinder betroffen sind und typische Symptome zeigen, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursache für Keuchhusten liegt natürlich auf der Hand: Verantwortlich zeichnet sich eine Infektion mit einem Bordetellabakterium. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle ist das Bakterium Bordetella pertussis ausschlaggebend. Etwa 15 % der Infektionen sind auf die sehr ähnlichen Bordetella parapertussis zurückzuführen. Beide Arten übertragen sich jedoch gleich. Da diese Erreger nicht selbstständig wandern können, sind sie auf einen menschlichen Wirt angewiesen, der die Weitergabe übernimmt. Diese erfolgt mittels Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, dass die Bakterien beim Husten oder Niesen aus dem Körper geschleudert werden und hierdurch den nächsten Menschen erreichen. Sie können jedoch ebenso den Händen oder anderen Körperteilen anhaften, die mit Sekreten aus dem infizierten Atmungsapparat in Kontakt gekommen sind. Es ist hernach also auch eine Kontamination via Händeschütteln und Umarmen denkbar.

Ist der Erreger schließlich in den Körper eingedrungen siedelt er sich im Gewebe der oberen Atemwege an. Es befällt die Luftröhre und die Bronchien und vermehrt sich dort. Dabei werden Zellgifte gebildet, die von den Körperzellen aufgenommen werden. Diese Pertussis-Exotoxine sind schädlich für die Flimmerhärchen und die Schleimhäute und lösen Entzündungen aus, was wiederum zu Hustenanfällen und den anderen typischen Reaktionen einer Keuchhustenerkrankung führt.

Die höchste Gefahr für eine Ansteckung ist in der ersten Phase der Erkrankung, dem Stadium catarrhale mit seinen typischen Symptomen einer Erkältung. Insgesamt ist Keuchhusten hoch ansteckend. In 70 bis 80% der Fälle stecken sich Menschen an, die mit einem Erkrankten in Kontakt kommen. Nach Abklingen der Krankheit entwickeln die wieder gesunden Patienten eine Immunität gegen eine Neuerkrankung mit Keuchhusten. Diese hält allerdings nur 10 Jahre an, danach können sie erneut erkranken, weshalb sie ein Risikofaktor insbesondere für ungeimpfte Kinder sind.

Neben Säuglingen und Kleinkindern sind auch Erwachsene mit schweren Grunderkrankungen wie Herzkrankheiten oder Tumoren gefährdet, sich mit Keuchhusten anzustecken. Senioren sind ebenfalls einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt, insbesondere, wenn sie einen schlechten Gesundheitszustand haben.


Symptome & Anzeichen

Keuchhusten verläuft in drei Stadien, wobei die erste Phase mit einer Inkubationszeit von 7 bis 20 Tagen die größte Ansteckungsgefahr bietet. Unbehandelt treten diverse Symptome auf.

Im ersten Stadium, dem sogenannten Stadium catarrhale, kann man grippeähnliche Symptome beobachten. Man fühlt sich matt, fiebrig und müde. Husten ist in dieser Phase noch nicht ausgeprägt, Schnupfen kommt häufig vor. In den besonders milden Verlaufsformen entwickelt sich hier lediglich eine Bronchitis, die das einzige Symptom der Infektion bleibt. Summa summarum dauert dieses erste Stadium eine bis zwei Wochen.

Danach tritt die Krankheit in das zweite Stadium ein, das Stadium convulsivum. Hier bekommen Patienten kein Fieber mehr, dafür setzen die Hustenanfälle ein, die typisch für Keuchhusten sind. Hustenanfälle mit trockenem Husten, oft bis zu Erstickungsanfällen, treten mehrmals auf, vor allem nachts. Die Kranken husten, bis sie blau und rot anlaufen, bekommen fast keine Luft mehr. Schließlich husten sie Schleim aus, oft erbrechen sie auch. Ein wesentliches Erkennungsmerkmal dieses speziellen Hustens ist außerdem, dass die Zunge bei den Anfällen aus dem Mund herausgedrückt wird, wodurch die Atmung noch mehr eingeschränkt wird. Oft endet eine Keuchhustenkrampf erst nachdem größere Mengen an Schleim abgehustet wurden. Durch die enormen Anstrengungen und den enormen Druck, der auf die Atmungsorgane ausgeübt wird können Kopfschmerzen, Muskelkater und Bauchschmerzen auftreten. Diese zweite Phase der Erkrankung kann zwischen 4 und 6 Wochen anhalten.

In der dritten Phase, dem Stadium decrementi, lassen die Hustenattacken nach, was sich unbehandelt nochmals bis zu 4 Wochen hinziehen kann. Anschließend ist eine vollständige Gesundung des Patienten ohne bleibende Schäden zu erwarten. Hinzu kommt, dass nach einer Infektion mit dem Bordetellabakterium eine länger währende Immunisierung eintritt.

Die Krankheit verläuft in der überwiegenden Mehrheit der Fälle typisch. Es sind aber auch unregelmäßige und komplizierte Verlaufsformen möglich. Diese betreffen vor allem immunschwache Personen. Besonders erkrankte Säuglinge sind gefährdet, da ihre Atemwege noch eng sind und so schneller zuschwellen können. Außerdem können sie sich nicht selbst aufsetzen oder bewegen, um leichter atmen zu können. Es kann zu Erstickungsanfällen und Atemaussetzern kommen. Auch Lungenerkrankungen und Dauerschäden von Gehör, Atmung oder Gehirn können als Spätfolgen auftreten. Deshalb sollten Eltern unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn ihr Baby oder Kleinkind grippeähnliche Symptome zeigt.

Kinder mit Keuchhusten leiden oft unter Schlaflosigkeit und geringem Appetit. Bei Erwachsenen treten diese Symptome meist nicht auf. Allerdings kann bei ihnen eine Keuchhustenerkrankung auch wie eine Bronchitis aussehen, weshalb lang anhaltende Hustenanfälle mit einer Dauer über mehrere Wochen ärztlich untersucht werden sollten.
In der Regel treten bei allen Betroffenen die folgenden typischen Symptome auf:

  • Laufende Nase oder verstopfte Nase
  • Gerötete und wässrige Augen
  • Fieber
  • Husten beziehungsweise Hustenkrämpfe
  • Erbrechen durch extreme Hustenattacken
  • Blaues Anlaufen des Gesichts
  • Extreme Müdigkeit und / oder Abgeschlafftheit
  • Rasselndes Geräusch beim Atmen

Diagnose & Krankheitsverlauf

Gerade in der frühen Phase der Krankheit kann es überaus schwierig sein, dieselbe zu erkennen. Dieser Umstand ergibt sich aus dem Faktum, dass die frühen Symptome denen anderer Erkrankungen des Atemapparates sehr stark ähneln, beziehungsweise nicht von diesen zu unterscheiden sind. Insbesondere die gewöhnliche Grippe, die Bronchitis und Lungenentzündungen sind dem Keuchhusten sehr ähnlich und bieten somit eine gesteigerte Gefahr einer Verwechslung. Zudem bildet das Bordetellabakterium durchsichtige Kolonien. Es zeigen sich folglich am betroffenen Gewebe keine sichtbaren Belege oder Verfärbungen.

Nichtsdestoweniger ist die Diagnose nicht sonderlich kompliziert zu stellen. Hierbei jedoch spielt die Erfahrung und Fertigkeit des Arztes eine gewichtige Rolle. Zwar existieren diverse klinische Verfahren, die im Rahmen einer Diagnose anzuwenden sind, dennoch gelingt es einigen Medizinern auch ohne selbige auszukommen. Tatsächlich ist es also bisweilen möglich, dass Anamnese und Abhören der Lunge vollkommen ausreichen. Dies liegt zum Teil daran, dass der Keuchhusten beim Einatmen ein sehr distinktives Geräusch erzeugt, das sehr leicht als zu dieser Krankheit dazugehörig identifizierbar ist.

Prinzipiell stehen einem Arzt ungeachtet dessen diverse klinische Tests zur Verfügung, die eine Diagnose sichern können. Wie bei den meisten Krankheiten, die durch eine bakterielle Infektion ausgelöst werden, können Kulturen angelegt werden. Im Zuge dieser Beprobung nimmt der behandelnde Arzt jeweils einen Abstrich im Rachen sowie in der Nase vor. Das hieraus gewonnene Material gibt man im Anschluss daran auf einen Nährboden und beobachtet die Entwicklung. Kann man im Zuge dieses diagnostischen Mittels die für die Erkrankung verantwortlichen Bakterien nachweisen, gilt die Diagnose als gesichert und fehlerhafte Auslegungen sind so gut wie ausgeschlossen. Mit diesem Verfahren kann nicht nur die Infektion mit Bordetella pertussis festgestellt werden. Sie dient auch der Überprüfung auf den mutierten Artverwandten Bordetella parapertussis.

Hin und wieder veranlasst der zuständige Arzt zudem, dass ein Bluttest durchgeführt wird. Hierfür entnimmt man dem Patienten eine bestimmte Menge Blut und sendet diese an ein Labor zwecks weiterer Untersuchung. Das besondere Augenmerk der Analyse dieser Probe liegt im Weiteren darauf festzustellen, wieviele weiße Blutkörperchen im Blut enthalten sind. Selbige sind ein Indikator dafür, dass der Körper gegen eine Infektion ankämpft. Damit ist zumindest die Grundlage dafür gegeben, zu bestimmen, ob ein Befall durch Viren oder Bakterien vorliegt oder nicht. Dennoch ist man mithilfe dieses Tests nicht dazu imstande, die exakte Krankheit, die der erhöhten Konzentration weißer Blutkörperchen zugrunde liegt, festzulegen. Alles in allem also handelt es sich hierbei um einen eher allgemeinen Tests und nicht um ein spezielles Verfahren.

Gängig ist ebenso die Untersuchung des Patienten mittels Röntgenaufnahmen. Beim Röntgen handelt es sich um ein sog. „bildgebendes Verfahren“. Sprich eine Art der Kenntlichmachung des Inneren des menschlichen Körpers, ohne ihn dafür aufschneiden zu müssen. Insbesondere wichtig ist diese Art der Untersuchung, wenn der zuständige Mediziner neben dem Keuchhusten auch noch eine Lungenentzündung vermutet. Schließlich kann dieses Vorgehen klar anzeigen, ob im Brustraum des Patienten entzündliche Prozesse vorliegen und sich eventuell Flüssigkeiten angesammelt haben. Beides sind Indikatoren für Keuchhusten und / oder eine Lungenentzündung.

Wurde eine Pertussis vom Arzt valide diagnostiziert, kann in der Regel genau bestimmt werden, wie sich der weitere Verlauf der Erkrankung gestalten wird. Wie bereits erwähnt, verläuft das vorliegende Leiden typischerweise in drei Stadien. Diese sind:

  1. Stadium catarrhale (Prodromalphase)
    Sobald man sich mit den Bakterien infiziert hat, hat man in etwa mit einer Inkubationszeit von einer Woche bis hin zu zwei Wochen zu rechnen. Nach Ablauf dieser Zeitspanne, beginnen die ersten Symptome. Die sind, wie bereits erwähnt, nur sehr schwer von denen einer gewöhnlichen Grippe zu unterscheiden. Hierdurch ist es bisweilen möglich, dass der behandelnde Arzt zunächst die falsche Diagnose stellt und also auch die falsche Behandlung in die Wege leitet. Eigentlich umfasst dieses Stadium der Erkrankung zwei Phasen der Entwicklung des ursächlichen Bakteriums: Die Besiedlung sowie die Kolonialisierung.
  2. Stadium convulsivum
    Dieses Stadium der Krankheit dauert etwa zwei bis acht Wochen an. Dieser Zeitraum ist sehr stark von der begleitenden Behandlung sowie von der Stärke des Immunsystems des Betroffenen abhängig. Darüber hinaus handelt es sich bei dieser Phase um jene, die so typisch für die vorliegende Erkrankung ist. Der Betroffene wird mit hoher Frequenz von Hustenanfällen heimgesucht, die nicht selten so extrem sind, dass es infolgedessen sogar zu Erbrechen kommen kann. Des Weiteren enden sie nicht selten in dem für den Keuchhusten so typischen Ton. Einer Art pfeifendem Röcheln, bzw. einem Keuchen. Auch das zwangsweise Herausstrecken der Zunge während des Hustens kann ein Merkmal dieser Erkrankung sein.
  3. Stadium decrementi
    Hierbei handelt es sich um das letzte Stadium der Krankheit. Es zeichnet sich zunächst dadurch aus, dass die Frequenz und die Intensität der Hustenattacken abnehmen. Je nach Art der vorliegenden Behandlung kann diese Phase zwischen fünf und zwölf Wochen dauern. In dieser Zeit verliert das zuständige Bakterium ein Teil seiner Proteinhülle und wird hierdurch weniger aggressiv und widerstandsfähig.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Im Durchschnitt erkranken etwa zwischen 48 und 50 Millionen Menschen weltweit pro Jahr an Keuchhusten. Hierbei enden etwa zwischen 60.000 und 70.000 der Krankheitsfälle tödlich für den Betroffenen. Diese Zahlen sind nach wie vor hoch, im Vergleich zu den Vorjahren jedoch merklich geringer. Im Jahre 1990 beispielsweise erlagen noch beinahe 150.000 Menschen pro Jahr dem Keuchhusten. Zumeist betroffen hiervon sind Kleinkinder. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass sich auch Erwachsene mit Keuchhusten anstecken und gegebenenfalls daran sterben. Gleichwohl die Chance dazu sehr gering ist. Insgesamt lassen sich über 80 % der Infektionen auf das Bakterium Bordetella pertussis zurückführen. Weniger als 20 % gehen entsprechend vom Bordetella parapertussis aus, bei welchem die Letalität gegenüber dem Urpsungsbakterium deutlich erhöht ist.

Darüber hinaus handelt es sich beim Keuchhusten um die am häufigsten auftretende Krankheit, die mittels einer einfach Impfung hätte verhindert werden können. Darum ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Krankheit oftmals in Entwicklungsländern auftritt. In diesen ist es nicht selten sehr kompliziert medizinische Betreuung zu erhalten und Impfstoffe sind für die lokale Bevölkerung zumeist unerschwinglich. Diese unglücklichen Umstände haben zur Folge, dass sich etwa 90% aller weltweit auftretenden Fälle von Keuchhusten in diese Länder verorten lassen.

Bevor Impfstoffe für jedermann in der westlichen Hemisphäre erschwinglich und dazu in ausreichender Menge vorhanden waren, sah die Situation nicht viel besser aus, als in den Entwicklungsländern heute. Ein Fallbeispiel aus den USA zeigt zum Beispiel auf, dass im Jahre 1940, kurz vor der flächendeckenden Einführung eines Impfstoffes, etwa 180.000 Personen pro Jahr an dem vorliegenden leiden erkrankten. Ende der 1960er Jahre jedoch waren es nur noch etwa 1000 Personen pro Jahr. Das ist ein immenser Rückgang. Und all das, Dank eines Impfstoffes.

Dennoch nehmen die Zahlen der Erkrankten in den entwickelten Ländern immer mehr zu. Dies hat unter anderem mit der „Anti Vaxxer“ Bewegung zu tun, die sich aus Eltern zusammensetzt, die davon absehen, ihre Kinder impfen zu lassen, weil sie fürchten, dass sich dadurch Autismus übertragen ließe. Dieses Verhalten ist allerdings achtlos, unverantwortlich und alles in allem schädlich.

Wie bereits erwähnt, ist die gewissenhafte Auswertung der aus einer Diagnose gewonnenen Daten von äußerster Wichtigkeit in Bezug auf die spätere Behandlung. Mit dem stetigen Voranschreiten der modernen Schulmedizin, kommt es zwar immer seltener zu fehlerhaften Diagnosen, aber dennoch sind selbige nicht auszuschließen. Eine Fehlinterpretation der gesammelten Daten kann im Zweifel für große Probleme sorgen. Hierunter fallen vor allem Verzögerungen in der Therapie selbst und damit einhergehende allgemeine Verschlechterungen des Wohlbefindens des Patienten. Es gilt allerdings, speziell im Falle des Keuchhustens anzumerken, dass eine Diagnose desselben nicht zwingend einer klinischen Methode bedarf. Bisweilen kann eine klassische Diagnose vollends ausreichen. Klinische Tests dienen in diesem Falle lediglich der Bestätigung und sind daher von geringerer Priorität.

Gerade deshalb ist die Chance auf eine Fehldiagnose sehr gering. Dies sollte man stets im Hinterkopfe behalten. Es ist also durchaus unwahrscheinlich, Opfer einer fehlerhaften Diagnose zu sein und dadurch Einbußen während der Behandlung und der Therapie hinnehmen zu müssen.


Komplikationen bei der Krankheit

Aufgrund der mitunter extremen Hustenanfälle, die sich im Zuge dieser Erkrankung einstellen, kommt es nicht selten zu ebenso extremen Komplikationen. Diese äußern sich zum einen in organischen Schäden und zum anderen in Schäden der Knochen und der Muskulatur. Darüber hinaus kann es bisweilen vorkommen, dass selbst psychologische Beeinträchtigungen aus dieser Krankheit resultieren. Insbesondere dann, wenn sich selbige über einen allzu langen Zeitraum hinzieht und man deswegen über Monate hinweg ans Haus, bzw. ans Bett gebunden ist. Depressionen und dergleichen mehr sind also durchaus eine potentielle Konsequenz des Keuchhustens.

Nichtsdestotrotz sollte man sich nicht allzu große Gedanken machen. Die zu erwartenden Komplikationen sind oftmals leicht zu verschmerzen und vergehen mit der Krankheit selbst. Besonders Schmerzen, die an einen Muskelkater erinnern, sind besonders hartnäckig und stellen sich vornehmlich im Brustkorb der Betroffenen ein. Aber auch das Zwerchfell oder das Bauchfell können dahingehend schmerzen. Tatsächlich gab es Mitte der 1970er Jahre einige Jugendliche, die sich vorsätzlich mit Keuchhusten infizierten, um sich Bauchmuskeln „anhusten“ zu können. In der Tat ist es möglich, auf diese Weise die Bauchmuskulatur zu stärken, dennoch sollte man nach Möglichkeit davon absehen. Es gibt wesentlich effektivere und weitaus weniger schädliche Wege, um einen schönen Bauch zu erlangen. Glücklicherweise scheint diese Modeerscheinung der Vergangenheit anzugehören. Zumindest gibt es keine bekannten Fälle aus den letzten Dekaden.

In besonders schweren Fällen, kann es jedoch zu weitaus gravierenderen Komplikationen kommen. Rippenbrüche sind hierbei keine Seltenheit. Durch das ständige und ausdauernde Husten, werden die korrespondierenden Knochen spröde und es kommt in Folge dessen zu einem Erschöpfungsbruch. Dieser ist gerade deshalb unangenehm, da man nun zusätzlich zu den ohnehin schon starken Schmerzen während des Hustens, auch noch die zusätzlichen Schmerzen des Rippenbruches aushalten muss. Auch Dehydration, Schädigungen am Gehirn, Nervenentzündungen und Anfälle sind mögliche ungewollte Begleiter des Keuchhustens. Glücklicherweise kommen sie aber nur sehr selten vor.

Es sei jedoch erwähnt, dass bei immungeschwächten Personen, also kleinen Kindern, Säuglingen, sehr alten Menschen oder HIV-Infizierten ein komplikationsreicher Verlauf der Pertussis eintreten kann. Hier können neben Lungen- und Mittelohrentzündung sowie den bereits genannten Komplikationen sehr häufig Atemausfälle eintreten. Es ist folglich ein Erstickungstod ob des Keuchhustens denkbar. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Erkrankung chronisch wird und die Hustenanfälle dauerhaft werden. Das stellt selbstverständlich eine enorme Einschränkung für die Betroffenen hinsichtlich der Lebensqualität dar.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Im Anfangsstadium einer Pertussiserkrankung werden Betroffene in der Regel keine Notwendigkeit sehen, einen Arzt aufzusuchen. Denn gelegentliches Husten ist für viele Menschen Normalität. Besonders Raucher können zu Beginn der Krankheit kaum einen Unterschied feststellen. Sollten jedoch die ersten Hustenkrämpfe auftreten, ist ein Besuch beim Arzt dringend angeraten, da eine genaue Abklärung vonnöten ist. Wer nachweislich mit einem Keuchhusteninfizierten Kontakt hatte, wird jedoch in der Regel durch das Gesundheitsamt, Schule oder Kindergarten informiert und muss hernach selbst bei einem Arzt vorstellig werden. Denn in Deutschland ist die Infektion mit den Bordetellabakterien meldepflichtig.

Menschen, in deren Haushalt ein Säugling lebt, sollten frühzeitig in Erfahrung bringen, ob eine Immunisierung vorliegt. Andernfalls empfiehlt sich eine Impfung vor dem Einzug des Nachwuchses. Darüber hinaus sollte bei ersten Krankheitsanzeichen ein Arzt kontaktiert werden, da Pertussis hochinfektiös ist und leicht an das Neugeborene weitergegeben werden kann. Für dieses stellt die Infektion als hoch letale Erkrankung dar. Sollten trotz Immunisierung aller Familienmitglieder bei kleinen Kindern Keuchhustenanzeichen wahrgenommen werden, muss umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Generell ist ein Besuch beim Arzt unabdingbar, wenn folgende Umstände eintreten:

  • Durch Husten ausgelöstes Erbrechen
  • Rotes oder blaues Anlaufen im Gesicht
  • Schwere Unregelmäßigkeiten beim Atmen
  • Einatmen erzeugt ein seltsames „keuchendes“ Geräusch

Behandlungsmethoden & Therapie

Am besten und sinnvollsten schützt man sich und seine Kinder mit einer Impfung gegen Pertussis. Die ständige Impfkommission STIKO empfiehlt eine Impfung für Säuglinge im Alter zwischen 2 und 14 Monaten, die viermal während dieses Zeitraums im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt durchgeführt werden sollten. Kinder und Jugendliche sollten ihren Impfschutz im Alter von ca. 6 Jahren und dann noch einmal im Alter zwischen 9 und 17 Jahren auffrischen lassen.

Für Erwachsene ist es sinnvoll, bei einer kombinierten Impfung gegen Diphtherie und Tetanus die Keuchhustenimpfung gleich mit erledigen zu lassen. Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten oder in sozialen Einrichtungen, müssen sich impfen lassen, wenn die letzte Impfung gegen Keuchhusten 10 Jahre und länger zurückliegt. Auch für Eltern, Großeltern oder Betreuungspersonal von Säuglingen und Kleinkindern wie Kinderpflegern oder Tagesmüttern ist eine Impfung sinnvoll.

Neben einer Impfung als vorbeugende Maßnahme gibt es auch akute Behandlungsmethoden, die im Fall einer Erkrankung vorgenommen werden. Meist werden Antibiotika verschrieben, die die Symptome, die zu Beginn der Erkrankung auftreten, mildern oder sogar die Krankheit abwehren können. Das funktioniert allerdings nur, wenn sie in einem frühen Stadium eingenommen werden. Ist die Krankheit fortgeschritten, können Antibiotika nur eine weitere Ansteckung anderer Personen verhindern, die Symptome aber nicht mildern oder die Krankheit verkürzen.
Um den Husten zu mildern, empfiehlt es sich, auf frische Luft und eine gewisse Luftfeuchtigkeit zu achten und viel zu trinken. Da viele Patienten mit Erbrechen und Übelkeit reagieren, sollten sie eher kleine Snacks und Imbisse über den Tag verteilt essen statt großer Mahlzeiten.

Kommt es zu einem Hustenanfall, sollte man sich aufrecht hinsetzen beziehungsweise Kindern und Bettlägerigen aufhelfen und ihnen so das Atmen erleichtern. Keuchhusten hat zwar in den meisten Fällen seinen tödlichen Schrecken verloren, dennoch ist die Krankheit sehr ernst zu nehmen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Wie bereits mehrfach angeführt, ist eine Impfung der beste Weg, um gegen den Keuchhusten vorzubeugen. Für gewöhnlich findet eine Impfung gleichzeitig mit der Impfung gegen Diphtherie und Tetanus statt. Damit schlägt man quasi drei Fliegen mit einer Klappe und muss das zu impfende Kind nicht übermäßig mit zu vielen Terminen beim Arzt und zu vielen Spritzen belasten. Die Impfung selbst erfolgt in fünf Dosen, diese sind jeweils zeitversetzt zu reichen. Für gewöhnlich finden Impfungen während der folgenden Altersstufen statt:

  1. Zweiter Lebensmonat
  2. Vierter Lebensmonat
  3. Sechster Lebensmonat
  4. Fünfzehnter Lebensmonat
  5. Fünftes Lebensjahr

Verzichtet man, aus welchen Gründen auch immer, darauf sein Kind impfen zu lassen, ist eine erfolgreiche Prävention quasi nicht zu erreichen. Ohne den Schutz durch die Impfung können sich die Bakterien vollkommen widerstandslos im Wirt ausbreiten und selbigen dadurch mit dem Keuchhusten infizieren. Darum ist es von äußerster Wichtigkeit und höchster Priorität, dass die Kinder dahingehend betreut werden. Alles andere wäre grob fahrlässig und seiner Umwelt sowie seinen Kindern gegenüber stark verantwortungslos.

Die durch die Impfung bedingten Nebeneffekte sind sehr gering. Sie zeichnen sich bisweilen durch leichtes Fieber, eine Rötung der Einstichstelle, Müdigkeit und damit einhergehende schlechte Laune aus. Zudem halten sie nicht viel länger als einen Tag vor. Das sollte einem lieber sein, als ein bis zu 8 Monate lang andauernder Husten.

Bisweilen kann es darüber hinaus sinnvoll sein, wenn man sich auch später im Leben noch einmal impfen lässt, bzw. die Impfung auffrischt. Dies ist besonders schwangeren Frauen anzuraten. Geimpfte Schwangere geben Teile des Impfstoffes an das Neugeborene weiter. Somit ist selbiges direkt nach der Geburt bereits vor den Erregern des Keuchhustens geschützt. Dies erübrigt allerdings nicht die darauf folgenden weiteren Impfungen. Während einer Schwangerschaft sollte jedoch keine Impfung erfolgen, da dies für den Körper der werdenden Mutter eine zu starke Belastung darstellen kann. Im besten Falle erfolgt eine Impfung vor der Empfängnis. Es ist jedoch auch möglich sich circa zehn Tage nach immunisieren zu lassen.

Auch erwachsene Männer können sich vorsorglich noch einmal impfen lassen. Dies empfiehlt sich vornehmlich dann, wenn es sich bei denselben um Risikopatienten handelt.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist alles in allem nicht schlecht. Gerade in unseren Breitengraden stirbt niemand mehr an dieser Krankheit. Zumindest tendieren die Todesfälle, die auf Keuchhusten zurückzuführen sind gegen Null. Komplizierte Verlaufsfälle betreffen in aller Regel lediglich Kleinkinder sowie immunschwache beziehungsweise immunsuppressive Menschen. Anders sieht es hierbei jedoch für Bewohner der dritten Welt aus. Diese erliegen dem Leiden weitaus häufiger. Dies liegt primär an der allgemeinen schlechten medizinischen Versorgung und der Knappheit von Impfstoffen.

Wer seine Kinder also impfen lässt, muss sich keine Sorgen darüber machen, dass dieselben im Laufe ihres Lebens an Keuchhusten erkranken. Selbst wenn dies der Fall sein sollte, ist es in aller Regel nicht allzu kompliziert, dieses Leiden zu heilen. Darum ist die Prognose sehr gut. Gesetzt den Fall, dass man sich in der ersten Welt aufhält.


Impfung – ja oder nein?

Es wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass eine Impfung das einzig probate Mittel zur Prävention des Keuchhustens darstellt. Ob der in jüngster Zeit zu beobachtenden Tendenz auf Impfungen zu verzichten, soll dieses Thema an der Stelle noch einmal besondere Beachtung geschenkt werden.

In den vergangenen Jahren lies sich eine Zunahme an skeptischen Meinungen bezüglich Impfungen erkennen. Viele Eltern sind sich inzwischen unsicher, ob sie ihre Kinder impfen lassen sollen. Ebenso herrscht eine Verunsicherung darüber, welches Alter für die Immunisierung empfehlenswert ist. Impfkritische Artikel und Studien im Internet verstärken Trend komplett auf eine Immunisierung zu verzichten noch. An dieser Stelle soll jedoch gesagt sein, dass alle gegenwärtigen Veröffentlichungen, die eklatante Nebenwirkungen als Folge einer Impfung propagieren, wissenschaftlich nicht fundiert und daher haltlos sind. Als prominentestes Beispiel ist die 1998 in einer medizinischen Fachzeitschrift publizierte Studie Andrew Wakefields zu nennen, die einen Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und dem Auftreten von frühkindlichem Autismus herausstellte. Inzwischen wurde verifiziert belegt, dass es sich bei dieser Studie um eine manipulierte Arbeit handelt. Wakefield fertigte sie nachweislich gegen Bezahlung an. Dennoch geistern ihre Ergebnisse als urbaner Mythos durch das Internet und werden häufig von Impfkritikern bei Diskussionen ins Feld geführt.

Nicht selten trifft man auf die Meinung, dass es unnötig sei, das eigene Kind zu impfen, da doch die Mehrheit der Bevölkerung als Schutzschild gegen Infektionen fungiert. Dies ist prinzipiell richtig und wird in der Medizin als “Herdenimmunität” (Kohortenschutz) bezeichnet. Ab einem Prozentsatz von über 90 % Durchimpfung gilt eine Krankheit sogar als eliminiert. Immunisierte Menschen sorgen schließlich dafür, dass sich ein Virus oder Bakterium nicht ausbreiten kann, da eine Erkrankung schlicht am Immunsystem der Menschen scheitert und keinen Wirt mehr findet. Wenn jedoch Kinder zunehmend nicht mehr geimpft werden und Erwachsene ihre Impfung nicht auffrischen, sinkt die nötige Durchimpfungsrate so weit ab, dass sich die Krankheit erneut ausbreiten kann. Betroffen sind dann vor allem kleine Kinder, die ob ihres Lebensalters noch keine Immunität entwickelt haben.

Die Impfung zur Immunisierung gegen das Bordetellabakterium erfolgt entweder mittels Ganzkeimimpfstoff oder Kombinationsimpfstoff. Unter einer Impfung mit sogenannte Ganzkeimen, versteht man das direkte Injizieren schwacher Bakterien. Bei Bordetella pertussis ist dies möglich, da die Bakterien verschiedene Stadien der Entwicklung durchlaufen, deren letzte Stufe die Abspaltung einer Proteinhülle bildet. Hernach ist der Erreger wesentlich ineffektiver und kann vom Immunsystem leichter bekämpft werden. Der Kombinationsimpfstoff enthält hingegen nur jene Teile des Bakteriums, die das Immunsystem benötigt, um spezielle Marker zur Erregererkennung zu speichern. Unabhängig davon, welcher Impfstoff zum Einsatz kommt, spielt auch die Injektionsstelle eine Rolle. Bevorzugt wird der Oberarm verwendet. Im hier befindlichen Muskelfleisch haben die Bordetellabakterien keinen passenden Nährboden, wie dies im Atmungsapparat der Fall ist. Das Immunsystem daher leichtes Spiel bei der Identifizierung und Bekämpfung der “Eindringlinge”, die nötig ist, um spezielle Antikörper zu bilden. In Deutschland erfolgt die Impfung stets in Kombination mit anderen Immunisierern. Am häufigsten wird ein Kombipräparat zur Immunisierung gegen Pertussis, Diphterie, Tetanus und Polio (Kinderlähmung) verabreicht. Die Grundimmunisierung gegen diese Erkrankungen erfolgt bereits im Kleinkindalter. Da jedoch der Impfschutz nur bis zu 10 Jahre anhält, empfiehlt sich darüber hinaus eine Auffrischung im Erwachsenenalter.

Insgesamt gibt es kaum nachgewiesene Nebenwirkungen in Bezug auf Keuchhustenimpfung. Lediglich Rötungen und Schwellungen um die Einstichstelle herum können auftreten. Vermeiden lässt sich dies oftmals dadurch, dass direkt nach der Injektion keine anstrengenden Tätigkeiten mehr ausgeübt werden. Dass darüber hinaus Unverträglichkeiten des Impfstoffes beziehungsweise der Kombination verschiedener Präparate auftreten ist möglich, aber nicht häufig. Und auch hierdurch ergeben sich keine gravierenden und dauerhaften Schäden der Patienten.

Ein Argument gegen die Pertussisimpfung, dass besonders häufig von Impfskeptikern genannt wird, ist, dass nach einer Erkrankung die Immunisierung wesentlich länger gewährleistet sein soll, als dies beim Impfstoff möglich ist. Nun gibt es hierfür zum einen keine Belege. Ärzte gehen davon aus, dass in beiden Fällen lediglich 10 Lebensjahre abgedeckt werden. Zum anderen ist dieses Argument mehr als kurzsichtig. Denn jeder Ausbruch des Keuchhustens sorgt dafür, dass sich diese hochinfektiöse Krankheit auf jene Mitmenschen übertragen kann, die über ein geschwächtes Immunsystem verfügen und daher lebensbedrohlich gefährdet sind. Dies kann an einem einfachen Beispiel erklärt werden. Lässt sich eine Frau gegen Pertussis impfen und kommt nach der Geburt eines Kindes mit dem Erreger in Kontakt, wird dieser sofort vom Immunsystem abgetötet. Er kann folglich nicht auf den Säugling überspringen. Eine Frau, die nicht immunisiert wurde, wird hingegen zum Überträger der Bakterien, die wiederum gefährlich für ihr Kind sein können.

Diese Tendenz der Impfverweigerung kann folglich speziell beim Keuchhusten tragisch sein. Er stellt für Kinder eine lebensbedrohliche Erkrankung dar. Aus diesem Grund sei an dieser Stelle explizit eine Impfung empfohlen.


Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt auch eine große Bandbreite an erprobten und angesehenen alternativen Heilansätzen für die Pertussis, die unterstützend zu einer medizinischen Behandlung anzuwenden sind. Diese können unter anderem sein:

  • Inhalation – Das Inhalieren von Wasserdampf kann dem Betroffenen das Leben mit Keuchhusten sehr stark erleichtern. Hierzu erhitzt man einfach Wasser in einem Topf, wartet bis es beginnt zu verdampfen und atmet den aufsteigenden Dampf ein. Bisweilen ist es ratsam, wenn man Kopf und Topf mit einem Handtuch abdeckt, um möglichst viel Dampf nutzen zu können. Dabei kann man verschiedenste Zusätze in das Wasser geben. Inzwischen gibt es auch spezielle Geräte zum Inhalieren in der Apotheke zu kaufen. Diese wirken ähnlich wie der klassische Topf mit Wasser. Es können ebenso Dampfbäder oder Aufgüsse in Anspruch genommen werden. Letztlich bleibt es hier der Präferenz des Patienten zu überlassen, für welche Methode er sich entscheidet. Insgesamt bewirkt die Inhalation, dass Schleim durch die Befeuchtung besser ausgeworfen werden kann. Hierdurch wird der Husten selbst weniger anstrengend und krampfartig.
  • Terpentin – Das Einreiben der Brust mit geringen Mengen von Terpentin gilt manchen Heilpraktikern als hilfreiche Methode bei der Behandlung von Keuchhusten. Obwohl manche Patienten auf diese Methode schwören, raten wiederum viele andere Personen davon ab. Eine Evaluation des möglichen Nutzens mit dem Heilpraktiker des Vertrauens ist deshalb dieses Mittel betreffend unerlässlich. Vor allem betroffene Kinder sollten jedoch nicht mit Terpentin zu behandeln sein.
  • Gurgeln mit Salzwasser – Hierzu fülle man ein großes Glas mit lauwarmem Wasser, gebe einen Teelöffel Salz dazu, lasse das Salz sich auflösen und gurgle damit. Bei dieser Anwendung kommt es besonders bei Neueinsteigern häufig zu starkem Würgereiz. Hat man diesen jedoch unter Kontrolle gebracht, so hilft diese Methode dabei, den durch Husten belasteten Hals zu beruhigen. Darüber hinaus ist dies auch ein gutes prophylaktisches Mittel bei Halsentzündungen im Allgemeinen. Ähnlich der Inhalation bewirkt Salzgurgeln eine gute Durchfeuchtung des in Mitleidenschaft gezogenen Rachenraums.
  • Eukalyptus-Kuren – Das Eukalyptus gut für die Lunge ist, sollte keine Überraschung mehr sein. Darum gibt es vielerlei Präparate und Anwendungen zur Heilung der Lunge, die sich auf Eukalyptus verlassen. Diese können sowohl äußerlich als auch innerlich Anwendung finden und überraschen stets durch ihre Wirksamkeit.
  • Atemübungen – Bei akuten Hustenkrämpfen helfen nachweislich verschiedene Techniken des Atmens, um die Heftigkeit eines Anfalls abzumildern. Einige Methoden, wie beispielsweise das Aufrichten des Körpers, werden von den Betroffenen automatisch realisiert. Mit einem entsprechenden Training können Techniken jedoch ganz gezielt eingesetzt werden.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt einige einfache und doch sehr wirkungsvolle Hausmittel, die zusätzlich zu einer medizinischen Behandlung des Keuchhustens oder vorbeugend gegen einen solchen anzuwenden sind:

  • Ruhe: Sich selbst Ruhe zu gönnen, ist gerade bei Keuchhusten das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt und / oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit einer Pertussis fertig zu werden. Selbst wenn man denkt, dass sich die Symptome abschwächen, sollte man nicht gleich wieder voll in den Alltag einsteigen, sondern sich immer noch Zeit nehmen. Die Hustenanfälle können jederzeit erneut ausbrechen, wenn man sie nicht komplett ausheilen lässt. Im Zweifelsfalle sollte man sich vertrauensvoll an einen Doktor wenden, um Informationen darüber zu erhalten, ob man gesund genug ist, um wieder am Leben teilhaben zu können.
  • Ausreichend viel Flüssigkeit: Es ist ein generell guter Ratschlag, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch gerade bei einer Keuchhusten-Erkrankung fördert ausreichender Konsum von klarem Wasser das Abhusten des Sputums und ist darum in seiner therapeutischen Funktion nicht zu unterschätzen.
  • Das Immunsystem stark halten: Spaziergänge, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vieles mehr helfen dabei, dass das Immunsystem konstant auf hohem Niveau arbeitet. Hierdurch beugt man automatisch der vorliegenden und vielen anderen Krankheiten vor.
  • Ausreichende Hygiene: Eine ausreichende Hygiene kann in Bezug auf alle Erkrankungen des Atemapparates sehr wichtig sein. Insbesondere die ausreichend gründliche Reinigung der Hände ist hierbei sehr wichtig. Darüber hinaus sollte man auf gesteigerte Reinlichkeit achten, wenn man Personen mit Keuchhusten pflegt oder sich in einem Krankenhaus aufhält.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Es gibt eine Reihe Heilkräuter, die besonders in Bezug auf Atemwegserkrankungen ausgesprochen effektiv sein können. Besonders in Bezug auf eine Pertussis sind sie sehr empfehlenswert, da in den späten Stadien der Erkrankung keine eigentliche Heilung, sondern lediglich eine Symptomminderung eine Rolle spielt. Hierfür eignen sich natürliche Präparate meist mehr, als aggressive pharmazeutische Mittel. Zu den gängigen Heilpflanzen gehören folgende:

  • Eukalyptus
  • Fichte
  • Kamille
  • Kiefer
  • Pfefferminze
  • Thymian

Die hier genannten Heilkräuter sind entweder als Tee oder Aufguss zu konsumieren oder getrocknet, bzw. frisch zu nehmen. Auch ein Duftbeutel, der im Bedarfsfall unter die Nase zu halten ist, kann ein gutes Mittel der Medikation sein. Darüber hinaus ist ebenso möglich, einen Absud aus diesen Pflanzen herzustellen und selbigen zu inhalieren. Auch das kann ein probates Mittel zur Heilung und / oder Linderung sein.

Über die genauen Mengenangaben sollte man sich mit einem Heilpraktiker auseinandersetzen. Diese wissen oft genau, welche Mengen zum Erreichen welchen Effekts notwendig sind. Zudem haben sie häufig bereits fertige Produkte in ihrem Repertoire, die sie gegen ein Entgelt zur Verfügung stellen.

Ätherische Öle

Für ätherische Öle gilt im Prinzip das Gleiche, was bereits im Bezug auf Heilpflanzen deutlich wurde. Besonders eignen sie sich für Aufgüsse und Dampfbäder. Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Eukalyptus
  • Melisse
  • Zitrone
  • Salbei
  • Zimt
  • Myrtenheide

Ätherische Öle dienen primär der Benutzung im Rahmen einer sog. Aromatherapie. Sprich der Verwendung in einer dafür vorgesehenen Duftlampe. Bisweilen sind sie aber auch äußerlich anzuwenden. Hier sollte man unbedingt Rücksprache mit einem Sachverständigen halten, was Dosierung und Art der Anwendung angeht. Teils wirken ätherische Öle stärker als man glaubt und können die ohnehin belastete Lunge somit leicht überfordern.

Des Weiteren kann man im Falle des Keuchhusten oder auch sonstiger Atembeschwerden, eine Tropfen Eukalyptus Öl auf ein Taschentuch geben und direkt einatmen. Das schafft in vielen Fällen direkte und effektive Linderung der Symptome, wie Husten und Schweratmigkeit.

Homöopathie & Globuli

Die meisten homöopathischen Mittel richten sich speziell an die Anwendung bei akuten Hustenanfällen. In der Regel empfehlen Heilpraktiker folgende Präparate:

  • Antimonium tartaricum
  • Aralia racemosa
  • Grindelia
  • Senega
  • Kalium carbonicum
  • Sambucus nigra

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die bei Keuchhusten empfohlenen Schüssler Salze sollen in erster Linie bei akuten Hustenanfällen angewendet werden. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass für ihre Wirksamkeit bisher noch keine verifizierten Studienergebnisse vorliegen. Dennoch sollen im Folgenden die häufig im Zusammenhang mit Pertussis erwähnten Salze aufgezählt werden:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Diät bei Keuchhusten gibt es im Prinzip nicht. Allerdings kann die Ernährung während der Erkrankung durchaus eine Rolle spielen. Einerseits hat sie einen nachweislichen Effekt auf das Immunsystem und andererseits beeinträchtigt das Gewicht eines Menschen durchaus seine Lungenfunktion. Es gilt folglich in erster Linie auf eine gesunde Ernährungsweise zu achten. Diese ist durch den ausreichenden Konsum von Ballaststoffen, frischem Obst und Gemüse sowie gesunden Fetten und Eiweiß zu erreichen. Besonders in Bezug auf Atemwegserkrankungen wirken sich einige Lebensmittel jedoch ganz besonders positiv aus. Hierzu gehören beispielsweise Lauchgewächse wie Zwiebel, Knoblauch oder Frühlingszwiebeln.

Neben den richtigen Lebensmitteln, spielt in Bezug auf den Keuchhusten die Flüssigkeitsaufnahme eine enorme Rolle. Die Heftigkeit eines Hustenanfalls ergibt sich schließlich daraus, dass zäher Schleim abgehustet werden muss. Je mehr er mit Feuchtigkeit durchsetzt ist, desto leichter gelingt der Auswurf. Daher sollten zum einen Speisen und Getränke vermieden werden, die dem Körper Wasser entziehen. Hierzu gehören unter anderem Alkohol, Kaffee oder zucker- und salzhaltige Produkte. Zum anderen gilt es während der Pertussiserkrankung ausreichend zu trinken. Besonders geeignet sind neben Wasser diverse ungesüßte Kräutertees. Salbeitee und Eukalyptustee haben sich unter anderem bewährt.

Da Keuchhusten in einigen Fällen mit Übelkeit und Erbrechen einhergeht, können noch weitere spezifische Ernährungsregeln notwendig sein. Hierfür sollte man zur Nachsorge eventuell einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler aufsuchen und gemeinsam mit ihm einen Langzeitplan die Ernährung betreffend erstellen.


FAQ – Fragen & Antworten

Soll man sich nach der Geburt eines Kindes impfen lassen?
Für Neugeborene stellt der Keuchhusten eine sehr ernste und sogar lebensbedrohliche Erkrankung dar. Aus diesem Grund darf es unter keinen Umständen mit dem Erreger in Kontakt kommen. Sind jedoch Personen aus dem engsten Umfeld des Säuglings nicht immunisiert ist dies leicht möglich. Denn nicht immer entwickelt ein Infizierter tatsächlich Symptome. Bei vielen Betroffenen verläuft die Erkrankung stumm und wird gar nicht bemerkt. Für ein Baby, das selbst noch nicht über ein funktionierendes Immunsystem verfügt, kann dies gefährlich werden, da die Bakterien nicht nur leichter in den Organismus eindringen können, sondern darüber hinaus wesentlich größeren Schaden verursachen können. Es gilt daher, alle Menschen, die in den ersten 3 Lebensmonaten Kontakt zum Baby haben, impfen zu lassen, falls nicht bereits eine Immunität vorliegt. Der beste Zeitpunkt hierfür ist circa zehn Tage nach der Geburt.

Während der Schwangerschaft stellt der Keuchhusten übrigens keine signifikante Gefahr für den Nachwuchs dar. Doch die werdende Mutter empfindet die Hustenattacken sicherlich als noch beeinträchtigender, da der Körper bereits durch die Schwangerschaft unter enormen Belastungen zu leiden hat. Zudem ist es möglich, dass starke Hustenkrämpfe vorzeitige Wehen auslösen. Es empfiehlt sich dennoch nicht, eine Impfung im Zeitraum der Schwangerschaft vornehmen zu lassen.

Dauert der Keuchhusten wirklich 100 Tage?
Landläufig bezeichnet man die vorliegende Erkrankung des Atemapparates auch als „100 Tage Husten“ oder „100 tägigen Husten“. Beides ist durchaus nicht inkorrekt. Aber tatsächlich sind diese 100 Tage nicht zu lang, sondern zu kurz angesetzt. Es kommt nicht selten vor, dass man diese Marke im Rahmen einer Erkrankung mit Pertussis sogar um ein Vielfaches überschreitet. In besonders extremen Fällen ist es durchaus möglich, dass der Betroffene bis zu einem Jahr lang an dieser Krankheit leidet. Zumeist jedoch lässt sich die Dauer der Erkrankung dank moderner Medikamente deutlich verkürzen.

Wer ist besonders gefährdet?
Tatsächlich sind Europäer und Nordamerikaner im Großen und Ganzen kaum bis gar nicht gefährdet. Dies gilt allerdings nur dann, wenn sie bereits als Kind den nötigen Impfstoff erhielten. Wirklich gefährdet sind nur diese Personen, die nicht gegen den Keuchhusten geimpft wurden uns sich zusätzlich in Gegenden aufhalten, da diese Krankheit häufig auftritt. Zum Beispiel in den Ländern Zentralafrikas. Darum sollte man sich keine allzu großen Sorgen darüber machen, sich anzustecken. Denn selbst wenn man in gefährdeten Gebieten Urlaub macht, ist man dank der Impfung immun.

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