Müdigkeit

Müdigkeit: Noch gesund oder schon krankhaft?

Antriebslosigkeit MüdigkeitMüdigkeit ist ein häufiges Symptom von verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden. Gerne wird die Müdigkeit auch als Ermüdung, Erschöpfung oder Schläfrigkeit bezeichnet.

Wichtig ist, dass es sich bei Müdigkeit nicht um eine Krankheit handelt, sondern dieses tritt meist nur in Verbindung damit auf, wenn der Körper durch Krankheiten geschwächt ist.

Was ist Müdigkeit?

Es ist ganz normal, dass Sie nach einer gewissen Zeit eine Müdigkeit verspüren. Der menschliche Körper ist nicht darauf ausgelegt, dass dieser ohne Pause arbeitet. Im Regelfall wird die Müdigkeit durch einige Stunden Schlaf überwunden. Unterschieden wird nur zwischen der schnellen Ermüdung und einer Dauermüdigkeit. Das bedeutet, schon nach einer kurzen Zeit fühlen Sie sich schlapp, müde und erschöpft.

In diesem Fall wird von einer schnellen Ermüdung gesprochen. Bei einer Dauermüdigkeit fühlen Sie sich stets, selbst nach dem Schlafen, ermüdet. Darüber hinaus wird noch zwischen der Intensität der Müdigkeit unterschieden. Es gibt eine leichte bis zu chronische Müdigkeit. Neben der Ermüdung treten noch andere körperliche Erscheinungen auf. Typisch sind allgemeine Schwäche, Konzentrationsstörungen, Unlust, fehlende Motivation, Schlappheit oder kalte Extremitäten.


Die bekanntesten und häufigsten Ursachen für Müdigkeit

SchlafstörungMüdigkeit ist ein weitverbreitetes Symptom, weshalb es viele Gründe gibt, welche diese auslösen kann. Klassisch ist die Schlafstörung. Manche Menschen können auch in der Nacht nicht abschalten und erhalten deswegen nur wenig Schlaf.

Selbst ein unruhiger Schlaf kann schon dazu führen, dass am Morgen eine Müdigkeit auftritt. Diese Müdigkeit ist zwar nicht organisch, kann sich aber über einen längeren Zeitraum auf die Organe auswirken.

 

Kopfschmerzen oder Magenschmerzen sind dann nur einige der Folgen. Weitere häufige Ursachen sind Angststörungen, Depressionen oder soziale Belastungen. Können Sie auch nach einem harten Tag nicht abschalten, schwirrt in Ihrem Kopf immer wieder Fragen umher oder fühlen Sie sich sozial isoliert, kann sich dies mit Müdigkeit bemerkbar machen.

Einige Erkrankungen sind ebenfalls Verursacher von Müdigkeit. Vor allem Virusinfektionen, wie die klassische Erkältung, zeigen sich mit Schwäche und Ermüdungserscheinungen. Weitere Krankheiten sind beispielsweise Schilddrüsenunterfunktion, Pfeiffersches Drüsenfieber, Masern oder ein niedriger Blutdruck. Diese Krankheiten lösen nicht nur eine leichte Müdigkeit aus, sondern diese kann sich in starker Form manifestieren.

 

Sie fühlen sich komplett abgekämpft und haben keine Kraft mehr für den Alltag. Diverse Medikamente sind ebenfalls an einer Ermüdung Schuld. Dabei gilt die Müdigkeit als Nebenwirkung bei Produkten wie Neuroleptika, Antihistaminika oder Antidepressiva. Darüber hinaus spielt die Ernährung eine essenzielle Rolle. Übermäßiger Konsum von Fett und Alkohol ermüdet den Körper, da die Organe stärker arbeiten müssen. Gerade Bier wirkt durch den hohen Hopfenanteil einschläfernd.

Ein kleiner Überblick:Depressionen


Die Diagnose und der Verlauf

Da Müdigkeit keine Erkrankung ist, sondern lediglich ein Symptom einer solchen, muss der behandelte Arzt zunächst die Krankheit herausfinden. Dafür wendet dieser eine Kombination aus Befragung sowie physischer Untersuchung an. Alles beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Es werden Lebensgewohnheiten oder körperliche Anfälligkeiten unter die Lupe genommen. Vor allem Stress, seelische Probleme, Umzüge oder andere Belastungen sollten Sie erwähnen. Anschließend folgt das Abtasten der Organe, denn die Müdigkeit kann oftmals von einer Überanstrengung des Körpers hervorgerufen werden. Danach findet eine Blutuntersuchung statt. Erbringen all diese Tests und Gespräche kein Ergebnis, kann eine Unterbringung in einem Schlaflabor zur Diagnose führen. Erst, wenn die Krankheit oder die Ursache bekannt ist, kann die Behandlung folgen.

Gespräch Arzt
Die Diagnose im Überblick:

  1. Gespräch mit dem Patienten über die Lebensgewohnheiten und körperliche Anfälligkeiten
  2. Abtasten der Organe
  3. Blutuntersuchung nach Erregern oder Viren
  4. Gegebenenfalls ein Aufenthalt im Schlaflabor

Der Verlauf der Müdigkeit hängt stark von dessen Intensität ab. Bei den meisten Betroffenen ist es so, dass sich diese tagsüber sehr müde und antriebslos fühlen. Ihnen fehlt die Kraft für einfachste Aufgaben und diese würden die Zeit lieber im Bett verbringen. Der Verlauf kann sich drastisch verändern, wenn nicht nur der Wunsch nach Schlafen gehegt wird, sondern Patienten wirklich kurz „Einnicken“.

Wie häufig kommt es in Deutschland zur Müdigkeit?

Müdigkeit ist kein seltenes Symptom und tritt sehr häufig auf. Die meisten Menschen leiden unter einer gesunden Müdigkeit. Das bedeutet, diese fühlen sich nach einem anstrengenden Tag erschöpft. Nach dem Ausruhen oder Schlafen sind diese wieder fit. Doch rund 1/3 der Bevölkerung in Deutschland leidet unter dauerhafter Müdigkeit, die auch durch einige Stunden Schlaf nicht korrigiert werden können. Besonders Frauen sind mit 56,1 Prozent betroffen. 43,9 Prozent sind hingegen Männer. Vor allem Personen mit viel Stress und Aufregung leiden häufiger unter Ermüdung, als Menschen, die das Leben eher locker angehen.

 

Die Ermüdung steigt dabei mit dem Alter an. Nur sehr wenige Menschen leiden schon im Kinderalter unter Müdigkeit. Mit der Zeit steigt diese an, weshalb vor allem Personen über 65 Jahren sich dauerhaft antriebslos und schlapp fühlen.

Treten Komplikationen auf?

In Zusammenhang mit Müdigkeit kann es zu zahlreichen Komplikationen kommen, wenn die Ermüdung unbeachtet bleibt. Dauerhafte Müdigkeit belastet den Körper stark, denn dieser hat keine Energie für alltägliche Aufgaben, weshalb Organe auf Hochtouren arbeiten müssen. Über einen längeren Zeitraum kann es zu Organschädigungen oder sogar -versagen kommen. Dies ist aber nur der Fall, wenn es sich um eine starke und dauerhafte Müdigkeit handelt. Ansonsten leidet die Konzentration und Aufmerksamkeit stark unter der Ermüdung. Schon einfache Aufgaben sind Ihnen zu viel und Ihre Leistungen in der Schule oder im Beruf sinken deutlich ab. Das kann sich auf Ihre ganze Karriere auswirken.

Doch auch das soziale Umfeld leidet. Da Sie lieber Ihre Zeit mit Schlafen oder Entspannung verbringen, statt Ihre sozialen Kontakte zu pflegen, kann es zu Beziehungsstreitigkeiten, Freundschaftskündigungen und vieles mehr kommen. Dieser Druck erhöht hingegen die Belastung für den Körper. Müdigkeit kann sogar lebensgefährlich sein. Leiden Sie unter einer solch starken Müdigkeit, dass Sie in regelmäßigen Abständen einnicken oder einschlafen, ist das lebensbedrohlich. Stellen Sie sich vor, dass passiert gerade beim Autofahren. Schnell ist ein Unfall gebaut.


Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Müdigkeit ist ein Anzeichen für viele Probleme, von einfachen Vitaminmangel bis hin zu schweren Krankheiten.

Deswegen sollten Sie Ihre Müdigkeit genau im Auge behalten. Sollte es sich um eine gesunde Müdigkeit handeln, also, dass Sie sich nach dem Schlafen erholt und ausgeruht fühlen, müssen Sie sich keine Gedanken machen. Das ist ganz normal, wobei die Müdigkeit in der Regel gegen Abend auftritt. Diese benötigt der Körper auch, damit er langsam in die Schlafphase übergehen kann. Anders sieht es aus, wenn die Müdigkeit den ganzen Tag anhält und selbst durch ein Nickerchen oder eine lange Schlafphase nicht behoben wird. Führen Sie ab besten Buch, wann und wie oft Sie sich müde fühlen. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, suchen Sie einen Arzt auf.

Darüber hinaus ist ein Arzt zu empfehlen, wenn es sich um eine starke Form der Ermüdung handelt. Sie nicken ein, können sich nicht mehr konzentrieren und Ihr gesamter Alltag leidet darunter. Auch, wenn Sie unter Schlafstörungen leiden, sollten Sie einen Arzt kontaktieren. Sie können vor dem Arztbesuch ausprobieren, ob Ihre Müdigkeit mit den unten genannten Hausmitteln gehoben werden kann. Ist dies der Fall, müssen Sie nicht zum Arzt. Anders sieht es aus, wenn zusätzliche Gedankenspiralen oder destruktive Ideen auftreten. Auch, wenn Sie sich angespannt und krank fühlen, ist der Gang zum Arzt zu empfehlen.


Die richtige Behandlung

Die Behandlungsmethoden sind sehr individuell angepasst, da Müdigkeit in Zusammenhang mit vielen Krankheiten oder Beeinträchtigungen auftreten kann. Nach einem ausführlichen Gespräch und Untersuchungen wird die Dauer und Intensität der Müdigkeit festgestellt und je nachdem die Behandlung eingeleitet. Wichtig zu wissen ist, ob die Ermüdung psychosomatische Ursachen hat oder ob es sich um eine ernsthafte Krankheit handelt. Ist Ersteres der Fall, werden Patienten in der Regel an einem Psychiater überstellt.

Dieser versucht dem Grund für die Müdigkeit zu ermitteln und gemeinsam mit den Patienten diesen zu beheben. Die Therapiedauer ist dabei von der psychischen Erkrankung des Betroffenen abhängig. In manchen Fällen ist auch eine Kombination aus Medikamenten und Therapie notwendig. Zum Beispiel kann der Betroffene nachts nicht schlafen, weil sich dieser zu viele Sorgen macht. Insofern findet ein Gespräch sowie eine Behandlung mit Schlaftabletten statt.

Ist der Grund für die Müdigkeit ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel, werden diese extern zugeführt. Per Tabletten, Pillen oder Spritzen kann der Nährstoffhaushalt ausgeglichen werden. Zudem ist es zu empfehlen, dass die Ernährung der Personen umgestellt werden. Mehr frisches Obst und Gemüse kommt auf den Speiseplan, sodass eine weitere Einnahme von Vitaminen und Nährstoffen nicht notwendig ist. Die Ursache für Müdigkeit hängen mit einer anderen Erkrankung oder Organen zusammen? In diesem Fall wird der behandelte Arzt eine Therapie hinsichtlich dieser Krankheiten zuschneiden. Sind diese behoben, klingt auch die Müdigkeit schnell wieder ab.

Ein Überblick:Medikamente

  • Psychologische Therapie bei psychosomatischen Ursachen
  • Medikamente gegen Müdigkeit
  • Ausgleich von Mineralstoffmangel
  • Direkte Behandlung der Erkrankung, die Müdigkeit auslöst

Müdigkeit einfach und schnell vorbeugen

Es gibt einige Vorbeugemaßnahmen gegen Müdigkeit. Dabei wird immer von der Müdigkeit ausgegangen, welche durch Erschöpfung, Überarbeitung oder einen schlechten Schlaf aufgelöst wurde. Entsteht die Ermüdung hingegen durch Krankheiten, müssen Sie diese vorbeugen. Ausreichend Bewegung ist perfekt, damit es nicht zur Müdigkeit kommt. Sie stärken dadurch Ihre Abwehrkräfte und halten Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus im Takt. Empfehlenswert ist, dass Sie mindestens eine halbe Stunden Bewegung am Tag nachgehen.

Gerade Outdoor-Sportarten sind hervorragend, denn da tanken Sie noch frische Luft und Sonnenschein. Auch gegen diverse Erkrankungen hilft tägliche Bewegung. Ein gesunder Lebensstil trägt ebenfalls zur Prävention bei. Meiden Sie Rauchen, übermäßigen Alkoholgenuss und Drogen. Setzen Sie lieber auf eine ausgewogene Ernährung, die Ihren Körper mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralien versorgt. Das stärkt die Immunabwehr, beugt Übergewicht vor und verhindert zusätzlich Schlafstörungen.

Frische Luft ist eine wahre Wunderwaffe gegen Müdigkeit. Noch bevor Sie die Ermüdung überkommt, sollten Sie einige Minuten an die frische Luft gehen, aktiv sein und tief einatmen. Das durchflutet den Körper mit Sauerstoff, sodass keine Müdigkeit entstehen kann.

In Zusammenhang mit Ermüdungserscheinungen wird gerne auf bewehrte Wachmacher wie Kaffee, schwarzer Tee oder Cola gesetzt. In geringen Mengen und zu morgendlichen Zeiten ist das vollkommen in Ordnung. Verzichten Sie aber in den späten Abendstunden darauf, denn dies kann sich negativ auf Ihren Schlaf auswirken. Einen erholsamen Schlaf erreichen Sie eher durch Kräutertees oder heiße Milch mit Honig.

Allgemein sollten Sie für einen entspannen und gelösten Schlaf sorgen. Betreiben Sie am Abend nur beruhigende Tätigkeiten wie Lesen, einen Abendspaziergang, Schreiben oder ein kurzes Bad. Ein Abend-Ritual ist sehr hilfreich, denn somit schaltet Ihr Körper ab und bereitet sich auf den Schlaf vor. Sorgen Sie zudem dafür, dass Sie sich in Ihrem Schlafzimmer wohlfühlen und dunkeln Sie dieses ausreichend ab.

Einfache Vorbeugemaßnahmen:Entspannen wiese

  • Ausreichend Bewegung
  • Frische Luft
  • Ein guter Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Ausgewogene Ernährung
  • Nicht Rauchen, keine Drogen, wenig Alkohol
  • Ausreichend Schlafen

Gute Hausmittel gegen Ermüdungserscheinungen

Müdigkeit entsteht häufig, wenn Sie immer wieder dasselbe machen. Deswegen ist Abwechslung ein hervorragendes Hausmittel gegen Müdigkeit. Variieren Sie Ihre Tätigkeiten und sorgen Sie somit für neuen Schwung. Beispielsweise hilft es schon, wenn Sie nach einigen Stunden vorm PC einen Kaffee holen gehen, ein Telefonat führen oder zwei Minuten an der frischen Luft verbringen. Selbst das Lesen eines Witzes oder die puren Gedanken an etwas Schönes können zur neuer Energie führen.

 

Eine weitere Lösung sind Bananen. Müdigkeit wird oftmals durch einen Mangel an Nährstoffen ausgelöst. Da eine Banane voller Kalium, Vitaminen, Magnesium sowie Fruchtzucker ist, kann diese Ihren Energiehaushalt wieder ausgleichen. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie die Banane pur essen. Die Mineralstoffe wirken der Müdigkeit entgegen und steigern Ihre Leistungsfähigkeit. Übertreiben Sie es aber nicht, denn zu viel Zucker kann schnell zu einem rapiden Absturz des Blutzuckerspiegels führen.

LebensmittelEs gibt neben der Banane noch einige Lebensmittel, die Sie wieder fit machen können. Vor allem Bitterschokolade wirkt wahre Wunder, denn die enthaltenen Nährstoffe gehen ins Blut über. Planen Sie dies aber vorher, denn die Wirkung benötigt einige Zeit. Sind Sie beispielsweise immer um 13 Uhr schlapp, sollten Sie schon einen Riegel zwischen 12:00 und 12:30 Uhr zu sich nehmen. Bohnen sind auch wichtige Nährstofflieferanten und bieten Ihnen langanhaltende Energie.

Ein wenig Bewegung hilft immer gegen Müdigkeit, denn damit halten Sie Ihren Kreislauf in Schwung und schaffen eine gute Sauerstoffversorgung. Sollten Sie beim Arbeiten im Sitzen oder Stehen müde werden, springen Sie kurz auf, steigen Sie einige Treppen oder laufen Sie eine schnelle Runde um den Block. Liegt eine starke Müdigkeit vor, sollten Sie 10 bis 15 Minuten aktiv werden, damit ein langanhaltender Effekt eintreten kann. Die Atmung spielt im Zusammenhang mit Müdigkeit eine weitere wichtige Rolle. Nehmen Sie tiefe und langanhaltende Atemzüge und entspannen Sie dadurch Ihren Geist. Zugleich wird die Sauerstoffversorgung positiv beeinflusst.

Ein wenig Frische ist immer gut, wenn Sie die Müdigkeit überkommt. Gerade kaltes Wasser gilt als wahrer Lebensretter und ist sehr angenehm. Neben dem klassischen kaltes Wasser ins Gesicht spritzen, welches Ihnen einen kurzen Schub der Erleichterung verschaffen wird, sollten Sie es eher mit einem Fußbad ausprobieren. Mischen Sie etwa einen gehäuften Esslöffel Bohnenkraut in ein warmes Fußbad und kurbeln Sie damit Ihre Durchblutung an.

 

Alternative können Sie auch lauwarme Umschläge oder Wickel mit verschiedenen Substanzen verwenden, damit Sie sich wacher fühlen. Vor allem Knoblauch, Cayennepfeffer, Ingwer oder roher Kakao sorgen für eine gesteigerte Durchblutung und somit mehr Power.


Alternative Behandlungsmethoden

Die Naturheilkunde wird immer wichtiger, denn diese belastet den Körper nicht und verhilft dennoch zum Erfolg. Auch im Zusammenhang mit Müdigkeit können alternative Behandlungsmethoden eingesetzt werden. Hilfreich ist ein selbst hergestellter Kaliumspender. Hierzu einfach eine ungewaschene, ungeschälte Kartoffel in dünne Scheiben schneiden und über Nacht in einen Behälter mit Wasser legen. Am nächsten Tag sollte dieses Wasser getrunken werden, sodass der Körper genügend Kalium erhält.

Sind Sie an einer Heilung über die Homöopathie interessiert, werden Ihnen weitere Wege geboten. Es gibt einige typische Mittel, die in diesem Bereich gegen Müdigkeit helfen. Fühlen Sie sich in Folge von Überanstrengung oder großen Belastungen erschöpft, kann Arnica eine große Hilfe darstellen.

HomöopathieIst es hingegen der Fall, dass Sie schon nach kürzester Zeit an Energie verlieren und sich beinah so fühlen, als würden Sie bald kollabieren, sollten Sie Arsenicum album ausprobieren. Zudem kann Müdigkeit oftmals mit anderen Beschwerden auftreten.

Fühlen Sie sich beispielsweise über einen längeren Zeitraum antriebslos, wirkt sich dies auch auf Ihren Appetit aus. Zugleich geht die Konzentrationsfähigkeit verloren, Ihre Glieder schmerzen und Sie besitzen einer Wetterfühligkeit. Sollten diese Symptome vorliegen, sollten Sie zu Calcium phoshoricum greifen.
Selbstverständlich hat die Homöopathie noch sehr viel mehr Mittel, welche Ihnen gegen Ermüdung helfen. Es hängt dabei nicht nur von der Ermüdung ab, sondern welche Begleiterscheinung in Zusammenhang mit dieser auftreten. Nur so kann das optimale Produkt ermittelt werden. Da Sie homöopathische Mittel nicht ohne Aufsicht einnehmen oder sich selbst verordnen sollten, ist es wichtig, dass Sie sich vorher mit einem Fachmann auseinandersetzen. Dieser kann die Ursachen und weiteren Beschwerden rund um die Müdigkeit analysieren und entsprechend behandeln. In vielen Fällen durch Damiana, Silicea, Sepia oder Gelsenium.

Die Anwendung von Schüssler-Salzen

Neben der Homöopathie spielen sogenannte Schüssler-Salze in der Naturheilkunde eine wichtige Rolle. Schon seit vielen Jahren begeistern diese Salze in verschiedenen Bereichen und können Linderung bei einigen Symptomen verschaffen. Doch auch hier gilt, dass Sie sich nicht selbst medikamentieren dürfen.

Sie sollten die Schüssler-Salze von einem Fachmann zusammenstellen lassen. Nur so erhalten Sie die volle Wirkung. Die Wirkung von Schüssler-Salzen sind recht ähnlich. Die meisten Salze führen zu einem Gefühl der Entspannung und verhelfen Ihnen richtig durchzuschlafen, welche eine Müdigkeit schnell bekämpfen. Wiederum kann ein Mangel an Vitaminen, Mineralien und Salzen zu einer Dauermüdigkeit führen. Aus diesem Grund findet vor der Verabreichung und Zusammenstellung ein ausführliches Gespräch statt.

Hier geht der Naturheilkundler auf die Ursachen der Müdigkeit ein. Seelische Belastungen, psychiSchlüssler Salzesche Probleme und viele andere Gründe können jetzt durch die Schüssler-Salze behoben werden. Die besten Salze gegen Müdigkeit sind:

  • Lithium chloratum
  • Calcium Phosphoricum
  • Ferrum Phosphoricum
  • Kalium arsenicosum
  • Manganum sulfuricum
  • Natrium Phosphoricum
  • Calcium carbonicum
  • Kalium aluminium sulfuricum

Wahlweise können Schüssler-Salze pur oder in Tablettenform eingenommen werden. Wichtig ist, dass Sie nie mehr als drei Salze gleichzeitig verwenden. Dies würde zu einer Überlastung des Körpers führen, wodurch Sie sich abgekämpft fühlen werden. Sollten Sie sich für die Einnahme in Tablettenform entscheiden, sollten Sie etwa drei- bis sechsmal täglich 1 bis 3 Tabletten einnehmen. In besonders schweren Fällen kann alle zehn Minuten eine Tablette eingenommen werden. Dies sollte aber nur der Fall sein, wenn Sie unter einem besonders starken Fall von Müdigkeit leiden.

Da auch Kinder nicht vor Ermüdung verschont bleiben, können Sie auch hier Schüssler-Salze verwenden. Allerdings muss die Dosis dem Alter sowie der Körpergröße angepasst werden. Meist sind ½ bis 2 Tabletten drei- bis sechsmal am Tag einzunehmen. Dabei wird die Tablette nicht wie üblich mit Wasser heruntergespült, sondern jede Tablette muss einzeln und langsam im Mund zergehen. Nur so kann sich die Wirkung der Schüssler-Salze entfalten. Die Dauer der Anwendung hängt ganz von der Stärke der Ermüdung ab. Oftmals ist eine Anwendung von zwei Wochen notwendig.


Heilkräuter gegen die Müdigkeit

Heilkräuter gelten seit Jahrtausenden als eine gute Lösung gegen eine Vielzahl an Beschwerden, Krankheiten und Leiden. Bei Müdigkeit ist das nicht anders, wobei es viele unterschiedliche Kräuter und Pflanzen gibt, welche Erlösung verschaffen. Vor allem Brennnessel ist sehr beliebt, wobei dieses leider als Unkraut verschrien ist. Dabei ist Brennnessel eine vielseitige Heilpflanze, welche vor allem gegen Müdigkeit helfen kann, die im Frühjahr auftritt. Die einfache Anwendung ist ein Brennnesseltee.

 

Dieser hilft nicht nur den Körper mit neuer Energie zu versorgen, sondern auch der Eisenmangel wird bekämpft, der eine häufige Ursache für Müdigkeit ist. Möchten Sie keinen Tee trinken, können Sie die Heilpflanze auch Kochen oder als Salat verzehren. Ganze nebenbei: Die vielen nützlichen Nährstoffe versorgen den ganzen Körper und liefern eine vitalisierende Wirkung.

Ingwer GingerEine weitere Heilpflanze ist Ingwer, die gegen diverse Beschwerden eingesetzt werden kann. Ingwer ist eine Knolle, welche leicht würzig und scharf schmeckt. Sie besitzt eine belebende Wirkung, weshalb diese in Asien schon seit Jahrtausenden in der Heilkunde eingesetzt wird.

Sie können Ingwer roh oder als Tee verarbeitet genießen. Sofort wirkt diese entzündungshemmend und kann somit zum Beispiel Erreger einer Erkältung bekämpfen.

Doch auch die Verdauung wird angeregt und die Lebensgeister geweckt. Dank der Inhaltsstoffe, wie ätherischen Ölen, Gingerol, Vitamin C, Eisen, Calcium, Magnesium und Harzsäuren, ist die kleine Knolle ein wahrer Alleskönner. Durch die leichte Schärfe wird zusätzlich der Kreislauf angeregt und in Schwung gebracht. Schon wenige Minuten nach der Einnahme von Ingwer fühlen Sie sich belebter, frischer und energiegeladener.

In Fernen Osten wird auch häufig Ginseng gegen Müdigkeit angewendet. Diese Pflanze lohnt sich, wenn die Ermüdung durch eine Infektion ausgelöst wurde, denn jene mobilisiert die körpereigenen Abwehrkräfte und verhilft somit zur Heilung. Zudem wirkt Ginseng stimmungsaufhellend, weshalb dieses gerade in der kalten Jahreszeit eine gute Lösung ist. Wichtig ist, dass Ginseng über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Nur so kann die Pflanze dauerhaft Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit steigern und Müdigkeit bekämpfen.

 

Darüber hinaus werden geistiger und emotionaler Stress verringert, sodass es nicht zu Erschöpfungszuständen kommen kann. Selbstverständlich gibt es noch sehr viel mehr Heilkräuter, welchen Ihren Körper mit neuer Energie versorgen können. Zahlreiche der unten genannten Kräuter können in Form von Tee genossen werden. Trinken Sie diesen über den Tag verteilt und schon spüren Sie einen deutlichen Aufschwung des Körpers und Geistes.

Die besten Heilkräuter/Pflanzen im Überblick:Heilpflanzen & Heilkräuter

  • Brennnessel
  • Ingwer
  • Ginseng
  • Ginko
  • Rosmarin
  • Wasserminze
  • Mate
  • Pfefferminze
  • Weissdorn

Die Hilfe von Bachblüten

Die Naturheilkunde bietet noch mehr Wege, welche Sie beschreiten können. Bachblüten sind vielfältig verwendbar und ermöglichen neue Energie und die Auflösung der Müdigkeit. Auch hier gilt wieder, dass die Bachblütenmischung individuell zusammengestellt werden muss, weshalb Sie einen Fachmann aufsuchen sollten. Jedoch sind zwei Bachblüten bekannt, welche sich bestens gegen die Müdigkeit einsetzen lassen. Zunächst sollten Sie es mit der Pine Bachblüte probieren. Diese hat eine große Bandbreite an Möglichkeiten und bekämpft vor allem sozialen und emotionalen Stress.

Pine gilt neben Holly als einer der existentiellen negativen archetypischen Seelenzuständen. Sollte die Müdigkeit im Zusammenhang mit einem gestörten Selbstbild, verlorener Lebensfreude und geistigem Stress auftreten, kann Pine weiterhelfen und diese auflösen. Weiterhin ist Olive Bachblüte sehr hilfreich. Diese gilt als regenerierend und kann den Körper, Geist und die Seele entlasten. Gerade nach großen Anstrengungen oder einer langanhaltenden Krankheit hilft Olive weiter und führt zu einer schnellen Regeneration. Leicht fließt die Energie des Körpers wieder und die Müdigkeit löst sich auf.

Die Einnahme der Bachblüten muss über einen längeren Zeitraum geschehen, damit sich die Wirkung manifestieren kann. Dabei ist die Verabreichung von Bachblüten ganz einfach. Die Mischung wird in einem Glas mit Wasser aufgelöst. In der Regel sind nicht mehr als zwei Tropfen notwendig. Nur in akuten Fällen kann die Dosis auf vier Tropfen erhöht werden. Es ist natürlich möglich, dass eine Mischung aus verschieden Bachblüten in Anspruch genommen wird. In diesem Fall werden alle Tropfen in einem Wasserglas vermischt. Jetzt wird das Wasser über den Tag verteilt getrunken, sodass Sie die gesamte Zeit über die positiven Effekte der Bachblüten erhalten.

Traditionelle chinesische Medizin gegen Müdigkeit
Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) bietet einige Behandlungsmethoden, die gegen Müdigkeit und dessen Folgen helfen. Vor allem die TuiNa-Massage ist eine wahre Wohltat und kann gegen seelischen und körperlichen Stress helfen. Durch die spezielle Massage werden Druckpunkte unter der Haut stimuliert und somit Verspannungen gelöst. Zugleich wird eine Qi-Störung aufgelöst, welche durch Akupunktur noch verstärkt werden kann. Die Energie fließt besser durch den Körper und Sie fühlen sich nach der Anwendung vitalisiert und fitter.

traditionelle chinesische Medizin (TCM) Selbst Antriebslosigkeit, Konzentrationsunfähigkeit, Nervosität oder Zustände der Unruhe können durch die TuiNa-Massage aufgelöst werden.

Erscheint die Müdigkeit in Folge einer Depression, empfiehlt die TCM eine Kräutertherapie und Moxibustion. Es handelt sich um eine Ernährungsumstellung, welcher die Energiereserven des Körpers wieder auffüllt und somit für neuen Schwung sorgt. Um dauerhafte Erfolge zu erzielen, ist es wichtig, dass die Behandlungen über mehrere Monate erfolgen. Eine eher schnelle Lösung ist die Akupunktur. Zwar ist der Einstich der kleinen Nadeln gewöhnungsbedürftig, kann aber in vielen Fällen sehr gute Ergebnisse erzielen.

Diese Behandlung sollte nur von einem geschulten Fachmann durchgeführt werden, denn die Nadeln müssen spezielle Punkte im Körper treffen. Je nach Stärke der Müdigkeit und dessen Ursachen kann Akupunktur im Bereich des Kopfes oder des Körpers stattfinden. Meist müssen die Nadeln einige Minuten im Körper verbleiben, sodass die Schadpunkte aufgelöst werden können. Schon nach der ersten Behandlung spüren Sie sich erholter und entspannter, ohne dass Sie die Gefühle von Schlappheit, Antriebslosigkeit oder Müdigkeit bemerken. Auch hier gilt, dass Sie die Anwendung am besten über einige Monate in Anspruch genommen werden sollte.

Was gilt es zu beachten?

Unwichtig, welche alternativen oder naturheilkundlichen Wege Sie einschlagen, es ist wichtig, dass Sie auf Ihren Körper hören. In der Regel sind alternative Behandlungsmethoden nur zu empfehlen, wenn die Müdigkeit durch Überanstrengung oder Stress entstanden ist. In diesem Fall können die verschiedenen Mittel eine Linderung verschaffen und die Müdigkeit auflösen. Sollte diese aber durch organische Ursachen, Krankheiten oder ähnliches entstanden sein, sollten Sie den Gang zum Hausarzt antreten. Der Grund ist, dass viele naturheilkundliche Wege eher für leichte Erkrankungen gedacht sind. Leiden Sie aber unter einer ernsthaften Krankheit, kann sich diese verschlimmern, wenn Sie nicht rechtzeitig reagieren. Optimal für Ihren Körper ist eine Verbindung aus schulmedizinischen und naturkundlichen Verfahren. Somit sind Sie von allen Seiten abgedeckt und lösen sicherlich schnell die Müdigkeit auf.


Fragen und Antworten

Helfen Schlaftabletten weiter?

Gerade bei Schlafstörungen werden gerne Schlaftabletten eingenommen, damit die Müdigkeit bekämpft werden kann. Doch nur in einem medizinischen Rahmen ist das zu empfehlen. Der Grund ist, dass Schlaftabletten schnell abhängig machen können, weshalb diese auch über die Schlafstörungen hinaus eingenommen werden. Da die Wirkung immer geringer ist, werden mehr Tabletten genommen. Dies kann sehr gefährlich und sogar lebensbedrohlich sein.

Ist Müdigkeit messbar?

Seit den 1990er Jahren arbeiten Forscher an einer Möglichkeit, die Müdigkeit beim Autofahren oder Lenken von Verkehrsmitteln zu messen. Somit soll verhindert werden, dass Sie hinter dem Lenker einschlafen. Für Lokführer und U-Bahn-Fahrer gibt es schon lange die sogenannte Totmann-Einrichtung. Weiterentwickelt wurde diese in Form von sogenannten Fahrerassistenzsystemen, die heute in zahlreichen Automobilen verbaut sind. Die Müdigkeit ist dabei über die Reaktionsweise sowie die Stimme der Person messbar.

Was machen Sie in einem Schlaflabor?

Sind die Ursachen für die Ermüdung nicht bekannt, kann ein Schlaflabor weiterhelfen. Ein solches Schlaflabor dient dazu, den Schlaf eines Patienten zu untersuchen. Es liegen speziell ausgestattete Patientenzimmer vor, wo alle Körperfunktionen über die gesamte Nacht beobachtet werden. Darunter fallen Muskelspannung, Atmung, Sauerstoffsättigung des Blutes, Augenbewegungen oder Hirnströme. Aufgrund dieser Werte kann ein Schlafprofil erstellt werden, welches wiederum bei der Diagnose der Müdigkeit hilft.

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