Parabene

parabene

Parabene sind Konservierungsstoffe, die Körperpflegeprodukten wie Desodorantien, Haarstylingprodukten, Hautcremes, Zahnpasten etc. beigemischt werden können. Es handelt sich hierbei um Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl-, Isopropyl- und Isobutylparabene, den so genannten p-Hydroxybenzoesäureestern.

Propylparaben ist außerdem zur Konservierung von Lebensmitteln und für den Einsatz in Arzneien zugelassen.

Sind Parabene gefährlich?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die amerikanische Food and Drug Administration (FDA), die den Stoff in ihrer GRAS (generally regarded as safe)-Liste aufgelistet hat, stufen Parabene als nicht toxisch ein.

Aktuelle Untersuchungsergebnisse deuten jedoch auf einen eklatanten Zusammenhang zwischen Parabenen und Krebserkrankungen sowie hormonellen Störungen besonders bei Kindern hin. Die Häufigkeit von Brustkrebserkrankungen scheint in einem kausalen Zusammenhang mit der Verwendung von Desodorantien zu stehen, die Parabene als Konservierungsstoff enthalten.

In einer neueren Studie wurden Parabene im Tumorgewebe von an Brustkrebs erkrankten Frauen nachgewiesen – es bestand eine geringe Bindung an den Oestrogenrezeptor.  Diese Bindung (Methylparaben) ist allerdings 10 Millionen Mal geringer als die des natürlichen Hormons Oestradiol.

Da noch keine genauen Erkenntnisse darüber vorliegen, wie viel Parabene tatsächlich über die Haut unverändert in das Unterhautfettgewebe  gelangen, können die Erkenntnisse dieser Studie noch nicht bewertet werden. Zwei weitere Studien gelangten zu unterschiedlichen Ergebnissen, so dass ein eindeutiger Zusammenhang zur Paraben-Konzentration im Gewebe und der Entstehung von Brustkrebs nicht abgeleitet werden kann.

Die Möglichkeit, dass eine Verbindung zwischen beiden Gegebenheiten vorliegt, ist jedoch vorhanden.

Entscheidend ist wohl, wie häufig die mit Parabenen konservierten Desodorantien verwendet werden. Doch benutzt man nicht jeden Tag ein Deo? Verwendet man nicht zweimal pro Tag Gesichtscremes, die eventuell Parabene enthalten?

Ist es so nur eine Frage der Zeit, bis Brustkrebs entsteht?

In Tierversuchen wurde eine oestrogene Wirkung beim Auftragen von Parabenen auf die Haut und bei der subkutanen Verabreichung nachgewiesen;

Parabene in Lebensmitteln werden aufgrund des Verdauungsprozesses gespalten und verlieren so ihre hormonelle Wirkung.

 

Gibt es Alternativen zu Desodorantien?

Bioprodukte und ganz profan: eine Zitrone, deren Saft man sich unter die Achseln tupfen kann, stellen eine Alternative zu den möglicherweise gefährlichen handelsüblichen Produkten dar.

Besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen Parabenen und hormonellen Störungen besonders bei Kindern?

In Dänemark dürfen Parabene nicht in Produkten enthalten sein, die für Kinder unter drei Jahren gedacht sind.

In Tierversuchen wurde eine signifikante Wirkung auf den Hormonhaushalt festgestellt.

Da die Inhaltsstoffe von kosmetischen Produkten in den Körper eindringen, sind besonders Kinder sehr gefährdet.

Es wurden Fälle beobachtet, wo ein vierjähriger Junge mit Brustdrüsenschwellung behandelt werden musste, nur weil er das Shampoo seiner Mutter benutzt hatte und ein kleines Mädchen bereits mit sechs Jahren in die „Pubertät“ kam.

Die Verwendung von Haargel und –wachs ist auch bei kleineren Kindern schon angesagt – auch sie möchten cool sein und stylen sich dementsprechend.

Vorbild ist wie immer die Werbung und natürlich auch die Freunde, ältere Geschwister und Eltern, die mit „gutem“ Beispiel vorangehen.

Solange es keine Beweise für die Ungefährlichkeit von Parabenen

(p-Hydroxybenzoesäureester) gibt, sollte man  lieber auf Produkte, die diese Stoffe enthalten, verzichten.

Artikel mit Bio-Siegel gewähren einen Schutz vor unerwünschten und gefährlichen  Nebenwirkungen.

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