Shampoo

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Shampoos sind heut kaum wegzudenken

Wir alle benutzen es fast täglich und kaum jemand kann sich vorstellen darauf zu verzichten. Im Super- und Drogeriemarkt ist es in Hülle und Fülle vorhanden und zu Hause steht es in jeder Dusche: Shampoo. Es dient der Reinigung der Haare und der Kopfhaut und für nahezu jeden Haar– und Hauttyp bieten die Hersteller ein Produkt an.

Woraus allerdings besteht Shampoo und was würde passieren, wenn man über längere Zeit darauf verzichtet? Und: Gibt es medizinische Bedenken, die gegen die Verwendung von Shampoo Sprechen? Welche Shampoo-Arten gibt es und wann sollte welches eingesetzt werden? Nachfolgend gehen wir auf alle wichtigen Informationen rund um das Haarwaschmittel ein.

Was ist Shampoo?

Der englische Name hat sich längst durchgesetzt: Shampoo. Haarwaschmittel ist im Alltag eher nicht gebräuchlich, beschreibt die Verwendung des Produktes allerdings am besten. Shampoo ist fast immer von flüssiger oder cremiger Textur und wird auf das nasse bzw. feuchte Kopfhaar aufgetragen. Dort soll es die Reinigung der gesamten Kopfbehaarung vornehmen, Hautschüppchen und Fett entfernen.

Der Markt allerdings ist vielfältig und so gibt es auch Trockenshampoo, bei dem das Haar zuvor nicht nass gemacht werden muss. Haarwaschmittel gibt es auch in Form von Gel und Schaum bzw. Mousse. Es gibt also fast nichts, was es nicht gibt. Das Haarwaschmittel muss aber in jedem Fall nicht nur auf den Haaren selbst verwendet werden, sondern sollte auch auf die Kopfhaut einmassiert werden.

Dort verleibt es kurz bis es anschließend wieder ausgewaschen wird (Trockenshampoo ausgenommen). Es dient im Allgemeinen nicht nur der Reinigung, sondern auch der Pflege. Es soll das Haare weicher und besser kämmbar machen und im besten Fall zusätzlichen Glanz verleihen.

Das alles schafft aber nicht die Natur selbst, sondern es handelt sich bei Shampoo um ein chemisches Reinigungsprodukt, das überwiegend – gleich welcher Hersteller gewählt wird – aus den identischen Inhaltsstoffen besteht. Im Discounter gibt es das beliebte Pflegeprodukt zum günstigen Preis ebenso wie in der hochpreisigen Abteilung einer Parfümerie.


Inhaltsstoffe

Das ist im Shampoo enthalten

Die Inhaltsstoffe variieren natürlich je nach Hersteller und Produkt. Mal sind Silikone oder Alkohol enthalten, mal wird darauf verzichtet. In der Masse allerdings enthält Shampoo fast immer folgende Inhaltsstoffe:

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Je nach Hersteller sind andere Stoffe enthalten – pixabay/bijutoha

  • Wasser
  • Tenside (für die reinigende Wirkung)
  • Wirkstoffe (z.B. Pflegestoffe wie Silikone)
  • Hilfsstoffe (für die Schaumbildung, Duftstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel wie Alkohol etc.)

Ersichtlich ist, dass ohne chemische Prozesse überhaupt nichts funktioniert. So genanntes Naturshampoo verzichtet angeblich auf vieles, kommt ohne chemische Prozesse allerdings auch nicht aus. Bio-Shampoo oder Naturprodukte verzichten stattdessen auf einen Großteil der Wirk- und Hilfsstoffe, was sich beispielsweise bemerkbar macht durch:

  • Eine geringere Schaumbildung,
  • dezente Düfte,
  • meist geringere Pflegewirkung (Kämmbarkeit, Glanz etc.)

Dafür allerdings sind diese Produkte meist wesentlich besser verträglich und insbesondere für Allergiker geeignet. Die Kopfhaut neigt zu weniger Juckreiz, weil die Trockenheit etwas reduziert werden kann. Wer allerdings die klassischen Shampoos mit Silikonen und Alkohol gut verträgt, muss aus medizinischer Sicht nicht darauf verzichten. Empfindliche Menschen werden sich automatisch nach Alternativen umsehen, von denen es inzwischen auch eine Vielzahl gibt.

Welche Produkt gut oder weniger gut vertragen werden ist überwiegend Typsache. Wer zu Schuppen neigt, benötigt ein völlig anderes Produkt als jemand mit sehr fettiger Kopfhaut. Die Haarstruktur entscheidet außerdem darüber, welches genaue Produkt benötigt wird. In den Regalen gibt es Haarwaschmittel für trockenes, normales und fettiges Haar. Außerdem hat fast jeder Hersteller ein Produkt gegen Schuppen im Sortiment.


Formen, Arten & Typen

Die Hersteller bieten eine Vielzahl an Produkten an, so dass man in großen Super- und Drogeriemärkten hunderte verschiedener Varianten finden kann.

So gibt es beispielsweise Shampoo…

  • für Babys und Kinder (die vorgeben, kein Brennen in den Augen verursachen),
  • für Frauen und Männer
  • und Duschgel in einem Produkt („2 in 1“),
  • mit Spülung,
  • Trockenshampoo

Shampoo zur Anwendung für:

  • trockenes,
  • sprödes,
  • normales und
  • fettiges Haar

Shampoo zur Anwendung für:

  • blondes,
  • braunes,
  • schwarzes und
  • gefärbtes bzw. getöntes Haar

Als Kunde hat man häufig das Gefühl, dass es praktisch alles für die unzähligen Haartypen auf dieser Welt gibt. Die Hersteller profitieren natürlich davon, dass die Kunden gerne etwas suchen, das exakt zu ihnen passt.


Aufbau, Funktion & Wirkung

Die reinigenden Stoffe, die im Shampoo enthalten sind, sorgen für das, was gesellschaftlich heutzutage erwartet wird: Sauberes, frisches und gut riechendes Haar.

Wer einen fettigen Ansatz hat oder viele Schuppen und wessen Haar platt herunter hängt, wird allgemein häufig als ungepflegte Person empfunden.

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Wie häufig sollte man Haare waschen? – pixabay/Pezibear

Insofern leistet Shampoo mit seinen reinigenden Diensten exakt das, was von ihm erwartet wird. Wir sehen gut aus, riechen gut und hinterlassen einen „sauberen“ Eindruck.

Doch wie häufig sollte das eigene Haare gewaschen werden?

Wer ein klassisches Shampoo mit Silikonen verwendet, sollte seine Kopfhaut schonen und auf die tägliche Wäsche verzichten. Die Kopfhaut leidet nachweislich darunter, auch wenn sich das meist erst nach Jahrzehnten bemerkbar macht. Die tägliche Haarwäsche hat außerdem eine kontraproduktive Wirkung und verstärkt fettiges Haar.


Medizinischer Nutzen

Der medizinische und gesundheitliche Nutzen

Um Talg, Schmutz und alte Hautschuppen zu entfernen, reicht Wasser nicht aus. Wie bei der Verwendung von Duschgel auch, benötigt es mehr als nur Wasser um Schweißgeruch zu entfernen. Allerdings ist eine dünne Talgschicht auf der Kopfhaut nützlich, die für deren Schutz sorgt. Wer seine Haare zu häufig wäscht, riskiert, dass diese Talgschicht sich nicht mehr zurück bilden kann. Juckende und schuppende Kopfhaut ist die Folge.

Bei der Verwendung von Shampoo wird dieser Schmutz nicht nur entfernt, sondern zeitgleich können auch wertvolle Pflegeprodukte in die Kopfhaut eindringen. Wer nicht nur die eigene Haut, sondern auch die Umwelt schonen möchte, kann aus medizinischer Sicht mit natürlichen und pflanzlichen Shampoos nichts falsch machen.

Fragen & Antworten

Nachfolgend finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ) zu Shampoos.

Selbst herstellen?

Kann man Shampoo selbst herstellen?

Honig, Bier, Oliven- und Kokosöl: All das sind Zutaten, aus denen jeder ein selbst gemachtes Shampoo herstellen kann. Passieren kann dabei nichts, allerdings sollte man kein besonderes gutes Ergebnis erwarten. Die reinigende Wirkung wird nur gering ausfallen und der Geruch ist – je nach Rezept – sehr gewöhnungsbedürftig. Wer eine echte Reinigung erzeugen möchte, kommt um die Verwendung von Seife nicht herum. Aber auch die kann man relativ einfach selbst herstellen.

Ohne Shampoo?

Was passiert, wenn das Haar lange Zeit nicht mit Shampoo behandelt wird?

Kopfschuppen

Medizinisch spricht nichts gegen den Verzicht auf Shampoos

Es gibt in der letzten Zeit immer häufiger Berichte über Menschen, die sich 1 Jahr oder gar länger ihr Kopfhaar nicht gewaschen haben. Sie berichten darüber, dass sie zunächst eine zeitlang furchtbar ungepflegt ausgesehen haben, sich ihr Haar aber inzwischen scheinbar reguliert hat und aussieht wie frisch gewaschen. Dieser Trend hat auch einen Namen: „NoPoo“ nennt er sich und wird auch immer häufiger von Prominenten beworben.

Fakt ist: Wer auf die tägliche Haarwäsche mit chemischen Produkten verzichtet, tut seiner Kopfhaut sicherlich etwas Gutes. Dass der Geruch vom letzten Besuch beim Griechen allerdings so einfach gar nicht mehr verschwindet und man sehr häufig eine fettige Matte auf dem Kopf trägt, ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Medizinisch ist der Verzicht auf die Haarwäsche nicht problematisch.

Welches kaufen?

Wie findet man das richtige Shampoo?

Ausprobieren! Das Sortiment im Drogeriemarkt kann einen verständlicherweise ziemlich überfordern. Welches Produkt am Ende das beste für die eigenen Haarstruktur ist, muss jeder selbst heraus finden. Manche Menschen verwenden seit 30 Jahren schon das selbe Produkt mit der selben Rezeptur, während andere fast monatlich etwas Neues ausprobieren. Verkehrt ist beides nicht, solange man sich selbst wohl fühlt. Der ständige Produktwechsel kann bei manchen Menschen aber auch Probleme auslösen.

Shampoo bei Babys?

Sollten Babys und Kinder wirklich Shampoo verwenden?

Für Neugeborene gilt das sicherlich nicht. Ihre Kopfhaut benötigt kein Shampoo und ihre Haut muss auch nicht mit Duschgel gewaschen werden. Hin und wieder kann man etwas Öl auf der Kopfhaut verteilen, wenn diese sehr trocken erscheint. Bis Kinder aber wirklich Shampoo benutzen sollten, vergehen einige Monate, denn sie leiden quasi nie unter fettigem oder schuppigem Haar. Wenn Eltern sich für die Verwendung von Shampoo entscheiden, hat das meist den Zweck, dass eine bessere Kämmbarkeit erreicht werden und ein frischer Geruch entstehen soll.


Unser Fazit zu Shampoo

Auch wenn es derzeit einen Trend gibt, auf Shampoo komplett zu verzichten, lässt es sich aus dem fast täglichen Gebrauch kaum mehr wegdenken. Die Auswahl ist allerdings inzwischen so massiv, dass viele Menschen ein Problem damit haben, das richtige Produkt zu finden und ständig etwas Neues ausprobieren. Ernsthaft gesundheitsgefährdent sind die Produkte in den hiesigen Super- und Drogeriemärkten alle nicht. Allerdings muss jeder selbst entscheiden, wie gut oder schlecht Zusatzstoffe wie Tenside, Silikone und Duftstoffe vertragen werden. Wer möchte, kann sich ein Shampoo aus Naturstoffen auch einfach selbst herstellen. Das Ergebnis ist allerdings meist etwas ungewohnt: Eine richtige gute Kämmbarkeit und das vollständige Entfernen von Schmutz wird auf diese Weise selten erreicht. Das schafft tatsächlich nur das „Industrie“-Shampoo.

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