Brustkrebs

Brustkrebs

BrustkrebsBrustkrebs ist die zweithäufigste bei Frauen festgestellte Art von Krebs und darüber hinaus die am häufigsten zum Tode führende. Nicht zuletzt darum, sollte man diese Erkrankung nicht unterschätzen und sich selbst beim kleinsten Verdacht schon Hilfe suchen.

Aufgrund des schnellen Voranschreitens der Schulmedizin, konnten die Methoden zur Behandlung und zur Untersuchung in den letzten Jahrzehnten stark optimiert werden. Dadurch sind eine frühe Erkennung und eine schnelle, effektive und maßgeschneiderte Behandlung heute die Norm, was nicht nur die allgemeinen Erfolge, sondern auch die Überlebenschancen von betroffenen merklich steigert.

Steckbrief: Brustkrebs

  • Name(n): Brustkrebs; Mammakarzinom
  • Art der Krankheit: Maligne Krebserkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Ca. 2600 v.Chr.
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Etwa 12% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Onkologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – C00-C97 – C00-C75 – C50-C50 – C50

Was ist Brustkrebs?

Wie bereits dem Namen der Erkrankung zu entnehmen ist, handelt es sich bei dem vorliegenden gebrechen um eine Krebserkrankung in der Brust. In den überwiegenden Fällen ist hierunter ausschließlich die weibliche Brust zu verstehen. Zwar können auch Vertreter des männlichen Geschlechts an dieser Form des Krebses leiden, aber dies kommt vergleichsweise nur sehr selten vor und spielt statistisch kaum eine erfassbare oder nennenswerte Rolle.

In vielen Ländern der westlichen Welt, gehört Brustkrebs zu den häufigsten bei Frauen diagnostizierten Arten von Krebs. Allein der Hautkrebs tritt in aller Regel etwas häufiger auf. Hierdurch erklärt sich auch das relativ große öffentliche und mediale Interesse an dieser Krankheit. Schließlich genießt dieses Leiden eine Öffentlichkeit, die anderen Krebsformen verwehrt bleibt. Das hat sicherlich viele Vorteile, da die Bevölkerung hierdurch aufgeklärt und zu vorsorgenden Untersuchungen angehalten wird. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man andere Ausprägungen von Krebs im Zuge dessen vernachlässigt.

Einer größten zu beobachtenden Vorteile der gerade erwähnten Aufklärung über Brustkrebs ist der deutlich zu verbuchende Rückgang von durch diesen Krebs bedingten Todesfällen. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Frauen sich immer öfter und gezielter untersuchen lassen und man somit imstande ist, die Krankheit früh zu erkennen und somit schnell und gut behandeln zu können. Darüber hinaus verbessern sich auch stets und stetig die zur Behandlung und Diagnose zur Verfügung stehenden Mittel, sodass beide wesentlich unkomplizierter und schlicht besser sind als noch vor einigen wenigen Jahrzehnten.

Völligen Schutz gegen dieses Leiden gibt es jedoch (noch) nicht und immer wieder kommt es auch zu Todesfällen. Betrachtet man diese extremen Fälle aber im direkten Vergleich mit der Vergangenheit, so springt einem das starke Absinken der korrespondierenden Zahlen direkt ins Auge. Alles in allem also kann man behaupten, dass der Kampf gegen den Brustkrebs mit großen Erfolgen auf ganzer Linie aufwarten kann.

Welche Ursachen führen zu Brustkrebs?

Es ist noch nicht vollends geklärt, was genau Brustkrebs auslöst. Was man jedoch weiß ist, dass man dann von Brustkrebs zu sprechen hat, sobald die Zellen, aus denen die brüste aufgebaut sind, in abnormaler Weise zu wachsen beginnen. Besagte Zellen teilen sich wesentlich rasanter als es gesunde Zellen tun würden. Aufgrund dieser Überproduktion kann es dazu kommen, dass sich Knoten in der befallenen Brust bilden. Diese sind überdies ein typisches Symptom der Erkrankung. In schwerwiegenderen Fällen kann es überdies passieren, dass diese beschädigten Zellen innerhalb des Körpers streuen, bzw. Metastasen bilden, und auf weitere Organe übergehen. Besonders häufig sind hierbei die Lymphknoten betroffen.

Zuerst tritt das vorliegende Leiden in den für die Milchproduktion verantwortlichen Zellen auf. Dennoch ist nicht grundsätzlich auszuschließen, dass auch andere Teile der Brust als Ausgangspunkt für einen Tumor infrage kommen können.

Die genaue Verortung des Entstehens ändert aber nichts an der Tatsache, dass die spezifischen Gründe, die für die Entstehung von Brustkrebs verantwortlich sind, noch ein Mysterium für die Wissenschaft darstellen. Man geht allgemein hin davon aus, dass eine Kombination aus Einflüssen aus der direkten Umwelt, erblichen Faktoren und der Lebensführung des Individuums im Endeffekt dafür sorgen, dass es zu einer Bildung von Brustkrebs kommt. Bisweilen ist es aber auch möglich, dass manche Personen Brustkrebs entwickeln, obwohl keine der etwaig dafür infrage kommenden Faktoren auf dieselben zutrifft. Dieser Umstand erschwert es der Forschung noch zusätzlich, genaue Gründe zu erkennen und festzulegen. Am wahrscheinlichsten ist, wie gesagt, dass eine hochkomplexe Vermischung verschiedenster Faktoren dafür sorgt, dass es zur Entwicklung von Brustkrebs im Individuum kommt.

Somit muss man an dieser Stelle klar verdeutlichen, dass es zur Frage nach dem wieso noch keinerlei zufriedenstellende antworten gibt. Dennoch versuchen Wissenschaft und Forschung täglich, der Beantwortung dieser Frage näher auf den Leib zu rücken.

Symptome & Anzeichen

BrustkrebsDer erste merkliche Effekt, mit dem sich Brustkrebs äußert, ist die Bildung eines Knotens, der klar und deutlich durch Betasten zu spüren ist. Darum sollten Frauen, die eine solche Abnormalität in ihrer eigenen Brust bemerken auch sofort und ohne zu zögern einen Mediziner zu Rate ziehen.

Weitere Symptome sind unter anderem:

  • Veränderungen des Aussehens, der Form, der Größe oder des Gewichts der Brust – Es kommt nicht selten vor, dass die Brust im Laufe eines Befalles mit Krebs ihre allgemeine Form massiv verändert. Hierzu kann unter anderem gehören, dass sie ihre Form wechselt und plötzlich nicht mehr zur anderen Brust „passt“. Darüber hinaus ist es ebenso im Rahmen des Möglichen, dass sich das Gewicht derselben verändert. Dies ist insbesondere durch das Eigengewicht des Tumors selbst zu begründen. Auch einseitige Ausbeulungen und dergleichen mehr sollten als definitiv Symptom und somit als Warnsignal wahrzunehmen sein.
  • Farbliche Veränderungen der Haut – Es kommt aber nicht nur zu Veränderungen des Aussehen, der Form und des Gewichts, auch dei haut der betroffenen Brust kann sich merklich verändern. Rötungen, Pigmentstörungen, seltsame Verfärbungen und abnormale Muster sind dabei alle im Rahmen des Möglichen und durchaus Grund zur Sorge.
  • Materielle Veränderungen der Haut – Neben Veränderungen der Farbe der Haut, kann es auch zu Änderungen der Beschaffenheit derselben kommen. Hierbei sind Ausschläge, die Bildung von Schuppen, spontane Entzündungen und offene Stellen durchaus keine Seltenheit. Gerade unter der Brust sind solcherlei negative Veränderungen oftmals festzustellen.
  • Invertierte Brustwarze – Zieht sich die Brustwarze einer Brust scheinbar grundlos nach innen ein, also stülpt sich dieselbe gleichsam um, so kann man davon ausgehen, dass diesem Mechanismus ein medizinisch sensitiver Auslöser zugrunde liegt. Es muss nicht unbedingt gleich Krebs sein. Bisweilen reichen auch schon Schwankungen in Temperatur und Klima dazu aus, dass die Brustwarze sich nach innen stülpt. Sollte dies aber dauerhaft oder zumindest sehr häufig der Fall sein, sollte man die Zeichen erkennen und medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, bevor es zu spät ist.
  • Schmerzen in der Brust – Sollte die Brust anfangen zu schmerzen, ist dies durchaus als Zeichen für einen sich anbahnenden Brustkrebs zu interpretieren. Insbesondere dann, wenn es sich um einen persistierenden Schmerz handelt, der auch nach ein bis zwei Tagen immer noch anhält.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Zwecks einer Diagnose stehen dem behandelnden Arzt einige klinische Testverfahren zur Verfügung, derer er sich bedienen kann. Diese sind aufgrund der hohen Zuschüsse in die Erforschung von Brustkrebs meist sehr gut, schnell und effizient. Dadurch ist Brustkrebs eine der am sichersten zu identifizierenden Arten von Krebs überhaupt.

Examinieren der Brust

Hierzu betastet der zuständige Mediziner die Brust der Patientin eingehend und legt dabei besonderes Augenmerk auf das Auffinden von Knoten, Verdickungen und anderen Abnormalitäten. Zudem tastet er auch die Achselhöhlen ab. Nichts selten lassen sich hier ebenso Indikatoren für eine Erkrankung mit Brustkrebs ausmachen.

Mammographie

Bei einer Mammographie erstellt der Arzt ein Mammogramm. Unter einem solchen versteht man ein speziell von der Brust des zu untersuchenden Individuums erstelltes Röntgenbild. Mittels eines solchen sind die bereits mehrfach erwähnten Knötchen und Co. klar darzustellen. Somit dient dieses diagnostische Mittel sowohl der Bestätigung des Abtastens, als auch der Auffindung dabei nicht entdeckter Indikatoren für die vorliegende Krankheit. Darüber hinaus handelt es sich bei diesem diagnostischen Mittel ob die wohl am häufigsten eingesetzte Art der Untersuchung, wenn es um die weibliche Brust geht. Für Männer dagegen sind Mammographien in aller Regel nicht möglich. Schließlich muss bei einer solchen die zu untersuchende Brust in einen speziellen Mechanismus geklemmt oder gelegt werden. Die männliche Brust ist dafür schlicht zu klein, bzw. nicht voluminös genug. Ein ähnliches Problem haben Frauen mit besonders kleinen Brüsten. Diese sind ebenso wie Männer mittels anderer Methoden zu untersuchen.

Ultraschall

Im Rahmen einer Untersuchung mit Ultraschall bedient man sich der Fähigkeit bestimmter Schallwellen, dass Innere des Körpers sichtbar zu machen, ohne denselben tatsächlich öffnen zu müssen. Besonders bei Männern oder Frauen mit kleinen Brüsten bietet sich diese Art der Diagnose an. Bei Frauen mit großen Brüsten ist die Durchführung einer solchen Untersuchung teilweise eher schwierig. Nichtsdestoweniger kann man davon ausgehen, dass etwaige Knoten usw. mittels dieser Methodik klar und unmissverständlich als solche zu erkennen und anzusprechen sind.

Magnet-Resonanz-Tomographie

Sollte man ein besonders klares Bild des Inneren der Brüste benötigen, so ist es möglich, dass man sich eines sog. MRT bedient. Die hierdurch gemacht Aufnahmen sind meist von besonderer Schärfe und Klarheit. Dennoch ist dieses Mittel nicht immer notwendig. Ultraschall und Mammographie sind in aller Regel ausreichen. Lediglich bei komplizierten Fällen kann es von Nutzen sein, auch dieses diagnostische Mittel anzuwenden.

Gewebeproben / Biopsie

Die Biopsie ist das einzige eindeutige Mittel, mithilfe dessen es möglich ist, eine klare und zu 100% zutreffende Diagnose zu stellen. Dies gilt nicht nur Brustkrebs, sondern auch für die Majorität aller Arten von Krebs. Hierzu entnimmt man ein Stück Gewebe aus den Knoten in der Brust und untersucht es daraufhin. Im Zuge einer solchen Untersuchung, die man auch als Biopsie bezeichnet, kann ein Arzt determinieren, ob es es um Krebs handelt und wenn ja, ob dieser gutartig (benigne) oder bösartige (maligne) ist.

Verlauf der Krankheit

Der Verlauf der Krankheit ist meist sehr typisch und eher wenig fallspezifisch. Das erleichtert eine Behandlung und eine Erkennung ungemein.

Zu Beginn bemerkt die Betroffene in aller Regel noch keine nennenswerten Symptome. Dass etwas nicht ganz so recht stimmt, fällt Erkrankten erst auf, wenn sie durch Zufall eine Verdickung im Inneren ihrer Brust bemerken. Diese vergrößert sich im laufe der Zeit und sorgt für immer größere Schmerzen und immer größeres Ungemach. Spätestens an diesem Punkte sollte eine prompte Behandlung erfolgen. Wer sich zu lange zeit lässt, läuft Gefahr, dass der Krebs Metastasen streut. Dass heißt grob erklärt, dass die Krebszellen aus der Brust auf andere Organe übergehen. Ist dieser Fall eingetreten, kann man Betroffenen nur noch sehr schwer helfen. Gerade darum ist eine Früherkennung so wichtig.

Bleibt der Krebs weiterhin unbehandelt, so kommt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Tode des Betroffenen. Bei einer gezielten Therapie jedoch, verkleinert sich die Chance auf ein stark, während die Chance auf ein Überleben steigt.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Auf einer globalen Skala, handelt es sich bei Brustkrebs um die häufigste innerlich auftretende Krebserkrankung bei Frauen. Estimationen gehen davon aus, dass etwa 12% aller Frauen weltweit von Brustkrebs betroffen sind oder waren.

Aus statistischen Erhebungen konnte man entnehmen, dass im Jahre 2008 insgesamt 458.503 Frauen an der vorliegenden Krankheit starben. Das sind sage und schreibe 13,7% aller Krebstode, die Frauen in diesem Jahr starben. Man sieht also an diesen Zahlen sehr deutlich, dass es sich bei diesem Gebrechen um ein ernstzunehmendes Problem handelt.

Die Verbreitung dieses Übels ist darüber hinaus weltweit nicht gleich. Interessanterweise ließ sich feststellen, dass Brustkrebs in entwickelten Ländern wesentlich häufiger vorkommt, als in Entwicklungsländern. Hieraus kann man die einfache Faustformel ableiten: Je entwickelter das Land, desto häufiger die Fälle von Brustkrebs.

Hierzu gibt es eine interessante Erhebung:
Von 100.000 Frauen erkranken in der folgenden Region X Frauen an Brustkrebs

  • Östliches Asien: 18
  • Zentrales Asien: 22
  • Afrika (Subsahara): 22
  • Süd-östliches Asien: 26
  • Nördliches Afrika: 28
  • Süd- und Zentral-Amerika: 42
  • Östliches Europa: 49
  • Südliches Europa: 59
  • Nördliches Europa: 73
  • Australien und Ozeanien: 74
  • Westliches Europa: 78
  • Nordamerika: 90

Es ließ sich darüber hinaus beobachten, dass die Zahlen an Erkrankten seit den 1970er Jahren stark angestiegen sind. Dieser Umstand begründet sich wohl teilweise mit dem „modernen“ Lebensstil, der allgemeine negative Effekte auf die Gesundheit der weiblichen Brust zu haben scheint.

Darüber hinaus ist ebenso zu erwähnen, dass Brustkrebs stark vom Alter abhängig zu sein scheint. So treten lediglich 5% aller Fälle dieses Leidens in Frauen diesseits der 40 auf. Alle anderen, also 95% der Fälle, geschehen nach Vollendung des 40. Lebensjahres. Das bedeutet zwar nicht, dass jüngere Frauen gegen dieses Gebrechen immun sind, aber die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu leiden ist gegenüber ihren älteren Geschlechtsgenossinnen doch deutlich reduziert.

Diagnosedaten

Die aus der Diagnose gewonnenen Daten sind in aller Regel sehr eindeutig und bedürfen keinerlei weiterführender Betrachtungen. Dies bedeutet natürlich nicht, dass man sorglos mit ihnen umgehen sollte. Allein die Daten sprechen meist für sich. Somit sind fehlerhafte Diagnosen bei der vorliegenden Erkrankung eher die Seltenheit.

Darüber hinaus dauert es auch nicht besonders lange, die Daten auszuwerten. Das ist praktisch für Patient und Arzt. Da hierdurch die Behandlung umso früher beginnen kann. Davon profitieren beiden Seiten gleichermaßen.

Komplikationen bei der Krankheit

Etwaige Komplikationen sind tatsächlich eher überschaubar. Natürlich ist es möglich, dass man als Betroffene sein Leben im Zuge der Krankheit verliert, aber das ist weniger eine Komplikation, als ein Effekt der Krankheit. Vielmehr sind Einschränkungen zu nennen, die dafür Sorge tragen können, dass man die Erledigung seiner alltäglichen Geschäfte umgestalten muss.

Interessanter hierbei sind etwaige Risikofaktoren zu nennen, denen man sich eventuell unterliegen könnte. Ein Vermeiden derselben, insofern überhaupt möglich, könnte durchaus dazu beitragen, dass weitere Komplikationen, außer der Krankheit selbst, ausbleiben.

Diese Risikofaktoren sind unter anderem:

  • Weiblichen Geschlechts sein – Zwar können auch Männer an Brustkrebs erkranken, die Wahrscheinlichkeit hierfür ist aber eher gering
  • Erbliche Vorbelastung – Interfamiliäre Häufungen von Brustkrebs lassen sich nicht selten beobachten. Darum gehen Ärzte davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung der Brust eine durchaus nicht zu vernachlässigende Erbliche Komponente aufweist
  • Übergewicht – Übergewichtige oder adipöse Frauen erkranken bis zu 3 Mal häufiger an Brustkrebs als Frauen mit einem normalen BMI
  • Spätes Kinderglück – Je älter man ist, wenn man entbindet, desto höher die Wahrscheinlichkeit im Laufe seines Lebens Brustkrebs zu bekommen
  • Überhaupt kein Kinderglück – Frauen, die niemals schwanger waren weisen ebenso ein erhöhtes Risiko auf, an diesem Leiden zu erkranken
  • Ungewöhnliche Periode – Setzt die Periode sehr früh ein, kann dies ein Indikator dafür sein, dass es für einen wahrscheinlicher ist, dass man später im leben an Brustkrebs erkrankt
  • Radioaktivität ausgesetzt sein – Personen, die aus beruflichen oder anderen Gründen öfter und über längere Zeiträume hinweg radioaktiven Materialien ausgesetzt sind, können davon ausgehen, dass ihr allgemeines Risiko auf jedwede Art von Krebs stark ansteigt

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Man sollte sich in regelmäßigen Abständen, ungeachtet der Tatsache, ob es Anzeichen dafür gibt oder nicht, auf Brustkrebs hin untersuchen lassen. Im Grunde geschieht dies auch im Rahmen der routinemäßigen gynäkologischen Untersuchungen.

Sollte man mit diesen hinterher hängen oder sollten sich spontan die oben genannten Symptome eingestellt haben, so ist ein Gang zum Arzt auch außerhalb des Plans absolut anzuraten. Vorsicht ist gerade bei Brustkrebs besser als Nachsicht.

Behandlung & Therapie

BrustkrebsDem behandelnden Arzt stehen je nach Schwere und Ausprägung der Erkrankung grundsätzlich drei übergeordnete Methoden der Therapie zur Verfügung. Diese sind:

  1. Chirurgische Eingriffe
  2. Medikamentöse Behandlung
  3. Strahlentherapie

Chirurgische Behandlungsansätze

  • Mastektomie: Hierbei handelt es sich um die komplette Entfernung der betroffenen Brust. Es bleibt der Patientin hiernach nur mehr eine Brust zurück. Die nun fehlende Brust kann jedoch im Rahmen einer plastischen Operation mittels synthetischer Materialien nachmodelliert werden.
  • Lumpectomie: Bei dieser Operation versucht der Chirurg soviel des originären Brustgewebes als irgend möglich zu erhalten. Deswegen bietet sich diese Methode lediglich bei kleineren Tumoren an.
  • Controlaterale prophylaktische Mastektomie: Im Zuge dieser Operation, entfernt man der Patientin beiden Brüste, also auch die gesunde. Dies geschieht aus präventiven Gesichtspunkten heraus. Es kommt besonders häufig dann vor, wenn aufgrund weiterer Faktoren ein erhöhtes Risiko für einen neuerlichen Ausbruch des Krebses besteht.

Bestrahlung und Chemotherapie

Bei diesen Variante handelt es sich um jeweils vergleichsweise aggressive Formen der Therapie. Darüber hinaus weisen sie sehr oft sehr starke Nebenwirkungen auf. Nichtsdestoweniger sind sie manchmal notwendig und / oder das einzige probate Mittel, um effektiv Abhilfe leisten zu können.

Zumeist finden diese Mittel unterstützend vor oder nach einer Operation Einsatz und dienen der Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Krebses oder sogar dessen Rückganges. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass diese Formen der Therapie, insbesondere die Chemotherapie, dem Körper des Patienten so einiges abverlangen. Teilweise sind sie nur schwer zu ertragen. Darum ist es wichtig, dass man in der Familie und / oder im Freundeskreis auf Unterstützung stößt. Es kann sehr schwer fallen, sich alleine durch eine Chemotherapie kämpfen zu müssen.

Gezielte Medikation

Es stehen einige Medikamente zur Verfügung, die dafür sorgen können, dass der Krebs stagniert oder sich sogar zurückbildet. Dennoch sollte man hierbei nicht auf Wunder hoffen. Diese Medikamente helfen selten alleine und sind beinahe ausschließlich im Rahmen weiterer Therapien anzuwenden. Das heißt, dass der zuständige Mediziner dieselben nur in Verbindung mit einer Chemotherapie oder einer Operation, selten aber alleine einsetzt.

Zudem ist es möglich, dass durch diese doch sehr starken Medikamente teilweise gravierende Nebenwirkungen auftreten können. Dessen sollte man sich immer bewusst sein. Überhaupt ist eine Krebsbehandlung kein Zuckerschlecken und erfordert viel kraft und Durchhaltewillen.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Da die genauen Ursachen für eine Erkrankung mit Brustkrebs unbekannt sind, ist es schwierig, dagegen effizient vorzubeugen. Eine allgemein gute und gesunde Lebensführung sowie regelmäßige Besuche beim Arzt sind tatsächlich die einzige Form der Prävention, die bei dieser Krankheit möglich ist.

Mit dem für die Zukunft zu erwartendem besseren Verständnis der Ursachen und Auslöser, kann man jedoch auch auf einige Angaben zur allgemeinen Prävention hoffen.

Prognose zur Heilung

Die Prognose für Brustkrebs ist im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen relativ gut. Die zur Verfügung stehenden diagnostischen Mittel sind effizient, die Behandlungsmöglichkeiten sind probat und wirkungsvoll und auch die Nachsorge ist in aller Regel glänzend.

Dennoch sollte man stets und stetig im Hinterkopfe behalten, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine potentiell tödliche Krankheit handelt, mit der man nicht spaßen oder leichtfertig umgehen sollte.

Alternative Medizin & Hausmittel

Welche Hausmittel können helfen?

Von der Tatsache ausgehend, dass Brustkrebs im Speziellen und Krebs im Allgemeinen ein altes Übel ist, haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele Hausmittel gegen dieses Leiden entwickeln können. Die meisten sind jedoch eher nutzlos und gehören in das Reich der Kurpfuscherei. Überhaupt versprechen keine von ihnen Heilung. Lediglich Linderung der Symptome. Darum sollte man sie höchstens unterstützend anwenden, nicht aber zum Ersatz einer schulmedizinischen Therapie.

  • Stress abbauen
  • Den negativen Gefühlen Raum einräumen und sie ausdrücken
  • Leichte sportliche Übungen

Alternative Behandlungsmethoden

Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

Bei den alternativen Behandlungsmethoden gestaltet es sich nicht viel anders, als bei den Hausmitteln. Es gibt durchaus Ansätze, diese sind aber eher außen vor zu lassen. Personen, die eine vollständige Heilung von Krebs ohne die Schulmedizin versprechen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht als Betrüger, die die Notlage leidender Menschen ausnutzen. Darum sollte man sich mit dieser Krankheit lediglich an einen studierten und ausgebildeten Arzt wenden und nicht an einen Heilpraktiker oder ähnliches. Diese leisten zwar nicht zu unterschätzende Arbeit und haben nachweislich vielen Leuten bei der Heilung verschiedenster Krankheiten gut helfen können, aber bei Krebs sind sie machtlos.


Behandlungen

Von alternativen Behandlungen ist im Falle von Krebserkrankungen abzusehen.


Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Katzenkralle
  • Mutterkraut
  • Weizengras
  • Schafampfer
  • Wermut
  • Spitzwegerich

Präparate und Produkte aus diesen Kräutern können den Krebs nicht heilen. Lediglich die Symptome lindern. Darum lasse man sich diesbezüglich sowohl von einem Schulmediziner, als auch von einem Heilpraktiker beraten.


Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Geranie
  • Rose
  • Zitronengras
  • Vanille
  • Sandelholz
  • Jasmin

Die soeben aufgeführten ätherischen Öle dienen, insofern man sie im Rahmen einer Aromatherapie verwendet, lediglich der Entspannung des Erkrankten und tragen nichts zur Heilung des Krebses bei. Von einer äußerlichen oder innerlichen Anwendung der Öle ist zudem eher abzuraten.


Homöopathie

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


Diät & Ernährung

Es sind bei Krebserkrankungen keinerlei Tipps zur Ernährung zu beachten, da dieselbe in keinem nachweislichen Zusammenhang mit einem potentiellen Ausbruch steht, zumindest was Brustkrebs betrifft. Dennoch ist eine grundsätzlich gesunde Ernährung immer empfehlenswert. Hierzu informiere man sich bei einem Ernährungswissenschaftler oder seinem behandelnden Arzt.


Alternative Behandlungen

Für einen genauen Überblick über alternative Behandlungen bietet es sich an, die oben schon angeführten abermals unter die Lupe zu nehmen.

FAQ – Fragen & Antworten

Kann mir bei Brustkrebs nur die Schulmedizin helfen?
– Ein klares und deutliches: Ja! Sicherlich sind alternative Heilmethoden sehr oft sehr gut und sogar Ärzte empfehlen diese bisweilen. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass selbige im Falle einer Erkrankung mit Krebs machtlos sind. darum sollte man sich dahingehend auf keine Experimente einlassen und schlicht dem Rat des behandelnden Arztes Folge leisten. Nichtsdestoweniger kann man natürlich weitere Hilfsmaßnahmen aus dem alternativen Bereich unterstützend zur schulmedizinischen Behandlung in Anspruch nehmen.

Müssen immer beiden Brüste abgenommen werden?
– Viele Frauen fürchten um ihre gutes Aussehen, wenn sie an Brustkrebs erkranken. Das mag etwas deplatziert wirken, ist aber durchaus eine berechtigte Sorge. Schließlich sieht man mit nur einer verbliebenden Brust oder gar keinen Brüsten mehr merkwürdig aus. Sicherlich geht das Überleben vor, das heißt aber nicht, dass man den Rest seines Lebens kosmetischem Leidensdruck ausgesetzt sein sollte. Um aber auf die Frage zurückzukommen: Nein, es ist nicht immer notwendig, dass beide Brüste abgenommen werden müssen. Manchmal reicht es auch, nur eine zu entfernen. Je nachdem, welcher Fall nun vorliegt, ist es dennoch meist problemlos möglich, die verlorengegangene Brust im Rahmen einer Schönheits-Operation zu rekonstruieren. Das schafft neues Selbstbewusstsein und stärkt den Lebenswillen nach einer erfolgreichen Behandlung.

Ist Brustkrebs erblich?
– Diese Frage ist nicht zu beantworten. Zwar weiß man, dass Brustkrebs durchaus familiär gehäuft auftreten kann, ob dies aber mit den Genen oder schlicht den ähnlichen Lebensumständen zu begründen ist, bleibt bis auf Weiteres unbekannt. Man sollte aber aufgrund der zur Verfügung stehenden Daten eher davon ausgehen, dass dies der Fall ist. Darum können Fälle von Brustkrebs in der eigenen Familie ein starker Indikator dafür sein, dass man selbst auch gefährdet ist.

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