Plastik und Gesundheit

written by joe 11. Februar 2017

Plastik und Gesundheit

Ein Leben ohne Plastik ist kaum noch vorstellbar

Morgens putzen wir uns als erstes die Zähne – natürlich mit einer Zahnbürste aus Plastik. Danach essen wir vielleicht ein leckeres Ei zum Frühstück – natürlich mit einem Plastiklöffel. Dazu gibt es ein knuspriges Aufbackbrötchen – natürlich aus einer Plastikverpackung. Selbstverständlich sind auch unsere Frühstücksbrettchen aus Plastik. Zum Schluss genießen wir noch einen gesunden Fruchtjoghurt – natürlich aus einem Plastikbecher. Damit wir nicht von der Sonne geblendet werden, ziehen wir die Jalousien etwas weiter hinunter – diese sind natürlich auch aus Plastik. Die Schulbrote für die Kinder werden praktischerweise in Tupperdosen gelegt – natürlich auch aus Plastik. Danach schmieren wir vielleicht noch Brote für die Mittagspause und verpacken diese in kleine Beutel – natürlich aus Plastik. Und so weiter und so weiter und so weiter…

Plastik begleitet uns den ganzen Tag – doch haben wir uns schon einmal Gedanken darüber gemacht, woraus Plastik eigentlich besteht und welche Auswirkungen die verschiedenen Bestandteile auf unsere Gesundheit haben?

Woraus besteht Plastik?

Plastik enthält sehr viele verschiedene Bestandteile, die in Art und Anzahl differieren. Am bekanntesten sind die Weichmacher, die so genannten Phthalate, des Weiteren polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Bisphenol A etc.Auch Farbstoffe können dem Kunststoffgemisch beigefügt werden, Buntes verkauft sich besser.

Besteht Gefahr für die Gesundheit?

Der Wiener Regisseur Werner Boote dokumentiert in seinem Film „Plastic Planet“, wie gefährlich Plastikflaschen und Babyschnuller eigentlich sind.Er berichtet darüber, wie die gefährlichen Stoffe in unseren Körper eindringen: durch Riechen, Abrieb beim Trinken, Essen, Berühren, Nuckeln.Als Folgen können Krebs, Unfruchtbarkeit, Autismus oder Allergien auftreten.Bisphenol A z.B. wird dem Kunststoff beigemischt, um eine größere Menge des Plastiks zu erhalten. Dieser Stoff ist aufgrund der Ähnlichkeit mit einem menschlichen Hormon sehr gefährlich; der Körper erkennt Bisphenol A nicht als Fremdstoff und reagiert im Laufe der Zeit mit Krankheiten.Besonders Babys und Kinder sind gefährdet, denn die Bedrohung lauert in Schnullern und Spielzeug. Dieser toxische Stoff reichert sich im Körperfett an, genauso wie andere gefährliche Substanzen im Plastik.Für mehr Profit wird die Gesundheit unserer Kinder aufs Spiel gesetzt!Hauptsächlich die Billigkonkurrenz aus China überschüttet den Deutschen Markt mit gefährlichen Spielwaren; jedes zweite getestete Spielzeug war stark mit Giftstoffen verseucht.

Gibt es ungefährliches Spielzeug aus Plastik?

In der EU existiert noch kein Gesetz, das vorschreibt, Spielzeug von einer unabhängigen Institution auf Giftstoffe untersuchen zu lassen. Auf der sicheren Seite sind Konsumenten, die Produkte mit dem deutschen Zertifikat ISO 9001 oder dem Siegel „TÜV Proof“ erwerben. Der Playmobil-Hersteller geobra Brandstätter wurde z.B. mit dem ISO 9001-Zertifikat ausgezeichnet.Jährlich werden etwa 100 Millionen Playmobil-Figuren aus einem Kunststoffgranulat hergestellt, das aus Polystyrol oder Acrylnitril-Butadi-en-Styrol besteht und als unbedenklich gilt; Weichmacher sind kaum enthalten.

Welche Auswirkungen hat Plastik auf unsere Umwelt?

Plastik verrottet nicht, dass heißt, es bleibt uns für sehr lange Zeit erhalten.Werner Boote berichtet in seinem Film über unseren Plastikplaneten, dass immer mehr Kunststoffmüll in die Weltmeere gelangt, dort zerrieben und von Fischen fälschlicherweise für Plankton gehalten wird. Diese Fische verhungern mit gefülltem Magen.Auch bei der Verbrennung von Plastikmüll gelangen toxische Stoffe, die hochgradig Krebs erregend sind, in die Außenluft.

Was kann jeder Einzelne tun, um Plastikmüll zu vermeiden?

Ein Verzicht auf Plastik scheint fast unmöglich zu sein, lohnt aber einen Versuch. Der bewusste Umgang mit diesem Kunststoff sensibilisiert unser Konsumverhalten.

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