Seniorenheim

Seniorenheime – Wie findet man das richtige Angebot

Der demografische Wandel erlaubt eine immer längere Lebensfähigkeit des Menschen. Die letzten Jahre eines Jeden, bekamen in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund dessen eine immer größer werdende Relevanz. Parallel ist es für die Familie und auch für den Senior eine hoch emotionale Angelegenheit, sich für ein Seniorenheim zu entscheiden.

Wohl bewusst, dass es sich um die Umgebung handelt, in der man nun die letzte Station seines Lebens absolvieren wird. Die Auswahl und Entscheidungsfindung, sollten Angehörige nicht zu leicht nehmen. Das Angebot ist komplex und die Betreuungsmöglichkeiten ebenso. Hier die optimalste Entscheidungsfindung vorzunehmen ist eine Grundvoraussetzung dafür einem Menschen die letzten Jahre des Lebens unvergesslich im positiven Sinne zu gestalten.

Worum geht es bei Seniorenheimen?

Die Suche nach einem passenden Seniorenheim im Alter kann eine sehr emotionale und intensive Phase im Leben eines älteren Menschen sein. Jedoch ist dieser letzte Abschnitt im Leben eines Seniors nicht nur für die älteren Herrschaften mit vielen Emotionen und verdeckten Gefühlen verbunden, auch die Angehörigen in der Form, der Kinder oder Enkel sind in diesen Prozess integriert. Zum einen gesellt sich in die Suche nach einem Altenpflegeheim, neben häufig vielen Fragen, auch immer wieder der Gedanke: Wird sich meine Mutter oder mein Vater hier wohl fühlen?

Die Suche alleine nach einem Heimplatz und dem passenden Seniorenheim kann unter Umständen schon recht langwierig sein. Insbesondere in Ballungszentren wie Hamburg oder München gibt es zahlreiche Seniorenheimanbieter, die in der Form von Ketten auf dem Markt ihre soziale Dienstleistung anbieten. Es ist hierbei auch immer wieder ratsam sich im Vorfeld unterschiedliche Heime anzusehen, sich Erfahrungsberichte zu organisieren oder mit Leuten aus der Branche zu sprechen.

Oftmals ist es so, dass die älteren Herrschaften bereits einige Jahre von den Angehörigen gepflegt wurden und man eventuell die Möglichkeit genutzt hat in das ein oder auch das andere Altenpflegeheim im Rahmen eines Aufenthalts in der Kurzzeitpflege zu schnuppern. Und sich bereits im Vorfeld einen Eindruck über, die insbesondere in großen Seniorenheimeinrichtungen, oftmals sich sehr stark unterscheidenden Strukturen und auch Wohnbereiche zu machen sowie eine Orientierung für sich zu kreieren.

Auch sollte man als Angehöriger darüber nachdenken, sich im Vorfeld mit unterschiedlichen Erkrankungen des Elternteils auseinanderzusetzen, um im Vorfeld Seniorenheime für sich zu identifizieren, die das Krankheitsbild speziell betreuen können. So bietet es sich eher weniger für Senioren an, die mental noch sehr fit sind, sich in Seniorenheime einzumieten, deren beinahe gesamtes Klientel demenziell belastet ist. Und man den Eindruck erhält, das gesamte Altenheim ist ein einziger offener und geschlossener Demenzbereich mit einer integrierten Gerontopsychiatrie. Hier würde sich der rüstige Senior nicht wohl fühlen und unglücklich werden.

Unterschiede zwischen Seniorenheimen, Pflegeheimen und Seniorenresidenzen

In der weitläufigen Meinung denken viele Laien, dass es keinen Unterschied der Begriffe Seniorenheime, Pflegeheime und Seniorenresidenzen gibt. Diese Annahme ist jedoch ganzheitlich nicht richtig. Die Unterschiede liegen in diesen Fällen jedoch nicht nur im Detail, sondern auch ganz offensichtlich in ihrem Aufbau und in ihrem Zielklientel, dass die Einrichtungen ansprechen möchten. In der Pflege hat sich seit vielen Jahren insbesondere, was den spezialisierten Aufbau der Einrichtungen betrifft, durchaus eine ganze Menge getan. Im folgenden Abschnitt wird hierzu eine Unterscheidung der unterschiedlichen Begrifflichkeiten bzw. Bezeichnungen vorgenommen.

Das Seniorenheim

Ein Seniorenheim, wird auch häufig Seniorenwohnheim genannt und hat bereits seit je her seinen Fokus auf dem Wohnen der entsprechenden Seniorenbewohner. Hier ist auch oftmals ein sogenanntes betreutes Wohnen zu finden. Der hauptsächliche Unterschied zu einer eigenständigen Wohnung außerhalb dieser Seniorenwohnanlage, liegt ganz im Speziellen darin, dass die Bewohner ihre Wohnungen nicht mehr eigenständig reinigen und im Weiteren auch nicht mehr die Zubereitung ihrer eigenen Speisen abhandeln müssen.

Vielmehr ist solch ein Seniorenheim ein Ort, an dem sich ältere Menschen zentral treffen und miteinander autark leben. Die Bewohner dieser Anlagen sind im Regelfall wirklich auch noch geistig fit und aktiv. Hier wird vorrangig Gesellschaft gesucht, um auch nicht allein zu sein. Die ersten körperlichen Gebrechen sind im Regelfall zwar bereits vorhanden, sind meist jedoch noch nicht so stark ausgeprägt, dass man keiner eigenständigen Aktivität mehr nachgehen könnte.

In diesen Anlagen werden unterschiedliche Aktivitäten zur gemeinsamen und aktiven Freizeitgestaltung angeboten. Die Angebote reichen von Schach, über Schauspielunterricht bis hin zu Basteln, Malen sowie leichte sportlichen Aktivitäten. Das sich dort vor Ort befindliche Altenpflegepersonal, ist für Notfälle und normale berufliche Aktivitäten gedacht. Den Großteil der täglichen Vorgänge löst der Bewohner jedoch alleine und eigenständig. Das selbstständige Anziehen, das eigenständige Aufnehmen der Mahlzeiten,wie auch das Einnehmen der Medikamente, wird nur überwacht. Der Bewohner hat einen hohen Anteil an Eigenverantwortung.

Das Pflegeheim

Das Pflegeheim lässt sich bereits durch die Bezeichnung Pflege sinngemäß ableiten. Hier befinden sich im Regelfall Bewohner, die schon durchaus mehr Pflege und auch Anleitung für das tägliche Leben benötigen. Die eigentliche Entscheidung inwieweit und inwiefern hier pflegerische Aktivitäten ausgeübt werden, sind maßgebend abhängig von der Eingliederung in einen entsprechenden Pflegegrad, der einen Rückschluss auf die Selbstständigkeit des Bewohners zulässt.

Der eigentliche Aufenthalt der Bewohner in den Formen teilstationär, vollstationär bzw. zu Tages- oder Nachtzeiten ist immer in Abhängigkeit der mit der entsprechenden Pflegegradeingruppierung zu sehen, die der Medizinisch Technische Dienst vornimmt. Bei einem entsprechenden Vergleich bzw. einer entsprechenden Vornahme der Abgrenzung eines Pflegeheims zu einem Seniorenheim ist auffällig, dass die Bewohner auf die Hilfe des Altenpflegepersonals vor Ort angewiesen sind. Eine in Schichten festgeschriebene und organisierte 24h Betreuung vor Ort ist notwendig schon alleine aufgrund des entsprechenden Pflegestands der Bewohner.

Die Seniorenresidenz

Die Begrifflichkeit der Seniorenresidenz hat im Allgemeinen marketingtechnische Gründe. Im Prinzip können besser gestellte Senioren hier in diesen Anlagen eine Wohnung erwerben bzw. anmieten und dort vor Ort für viel Geld luxuriöse Zusatzleistungen nutzen. Zu diesen entsprechenden Zusatzleistungen zählen integrierte Restaurants, eine umfangreiche medizinische Betreuung vor Ort, Die Nutzung von entsprechendem Gemeinschaftseigentum.

Als Beispiel für das Gemeinschaftseigentum ist hier eine Sauna oder auch ein Schwimmbad gemeint. Das Klientel ist noch häufig recht rüstig und agil, jedoch gibt es auch hier bereits erste Bewohner, die von ihren mentalen oder körperlichen Kräften teilweise verlassen werden. Der Personalschlüssel vor Ort an medizinischem bzw. altenpflegerischem Fachpersonal ist im Regelfall auch deutlich höher als in anderen Einrichtungen, schlicht, da die Bewohner hier mehr Geld für ihren Aufenthalt bezahlen und sich dieses an einem doch wesentlich entspannteren Personalschlüsse auswirkt.

Die Wahl des richtigen Betreuungsangebots für Senioren

 

Faktoren, die bei der Wahl eines Pflegeheims relevant sind

Bei der Auswahl eines Pflegeheims für einen pflegebedürftigen Angehörigen o. ä. sind eine Reihe von Indikatoren zu beachten. Neben dem Wohlfühleffekt der Bewohner, müssen die Infrastruktur sowie der Kostenapparat und im Idealfall auch noch die Spezialisierung und das Altenpflegeangebot übereinstimmen mit den Bedürfnissen des Seniors. Im nachfolgenden Abschnitt folgt eine Reihe von Beschreibungen relevanter Aspekte hierzu.

Was muss bei der Wahl des Altenheimes beachten werden?

Das konservative Altenpflegeheim ist im Prinzip sehr gut geeignet für ältere Menschen, die bereits eine Pflegegradeingruppierung vorweisen können und selbstständig nicht mehr in der Lage sind, eigenständig ihren Haushalt zu führen. In diesen Einrichtungen erhalten die Bewohner dann zu allen Tages- und Nachtzeiten eine entsprechende medizinische Versorgung. Darüber hinaus sorgt die Einrichtung für Abwechslung der Freizeit- aber auch Kontaktaktivitäten für ihre Bewohner. Mit diesen Aktivitäten werden die Bewohner aus ihrer meist bestehenden Isolation geholt. Sie haben wieder Spass und Freude an gemeinsamen Aktivitäten. Es kommt wieder Abwechslung ins Leben der Menschen.

Qualitätsindikatoren der Altenpflegeheime

Aktuell gibt es auf dem deutschen Markt für Altenpflegeheime ca. 11.500 unterschiedlich gelistete Alten- sowie Pflegeheime. Es ist aufgrund dessen ganz besonders wichtig sich frühzeitig über die Qualität und das Angebotsspektrum der Heime zu informieren, Beratungsgespräche abzuhalten, mit Menschen aus der Branche zu sprechen, bevor man einen Heimvertrag für seinen pflegebedürftigen Angehörigen abschließt. Sich im Vorfeld über die Heime ein umfassendes Bild zu machen, wirkt unwahrscheinlich beruhigend und erlaubt es auch einige Dinge, Prozesse oder Vorgehen durchaus infrage zu stellen.

Die Pflegenoten

Seit bereits einigen Jahren bietet zur Qualitätsbewertung von Seniorenheimen Pflegenoten. Die Basis der Note bildet eine Überprüfung des Medizinischen Dienstes, kurz MDK. Der MDK überprüft in einem recht festen Turnus Altenpflegeeinrichtungen hinsichtlich der Einhaltung der Abläufe und QM Richtlinien. Der MDK hat ein Schulnotensystem zur Bewertung standardmäßiger Kriterien entwickelt, die bei der Bewertung von Altenpflegeheimen greifen. Diese Noten sorgen dann im Vergleich dafür, dass sich die Angehörigen hierbei ein Bild über das Seniorenzentrum machen können, insbesondere qualitativer Merkmale und Bewertungskriterien.

Es erfolgt hierbei eine klare Transparenzerhöhung auf dem Markt, da es die verschiedenen Einrichtungen untereinander ein Stück vergleichbarer macht für den Laien. Die Notenvergabe der Bewohner spiegelt jedoch nicht die tatsächliche Lebensqualität nach weichen Faktoren wieder, sondern lediglich primär die Pflege-Dokumentation. Im Jahre 2017 soll eine Überarbeitung dieses Systems erfolgen.

Pflege-TÜV nicht aussagekräftig

Anhand von 59 festgelegten Kriterien bewertet der MDK Pflegeheime und verteilt gem. Schulnotenprinzip Noten. Die Qualitätsaspekte die auf weichen Faktoren beruhen, werden jedoch bis dato eher unzureichend beschrieben und festgehalten. Kritiker bemängeln die aufgrund dessen die Aussage des Pflege-TÜV, da die Aussagekraft des Ergebnisses die weichen Faktoren nicht genügend bewertet und würdigt. Im Zuge dessen, denkt man aktuell gerade darüber nach den Pflege-TÜV wieder abzuschaffen. Diesbezüglich ab es jedoch noch keine abschließende Entscheidung.

Internetbewertungen wenig objektiv

Es gibt im Internet eine Reihe von Plattformen, die die einzelnen Einrichtungen raten und bewerten. Angehörige können hier einen ersten Einblick erhalten, wie die Arbeit so in der Praxis bei den Angehörigen bzw. bei den Pflegebedürftigen ankommt. Jedoch ist hierbei zu beachten dass die Aussagen die dort getroffen werden nicht unbedingt flächendeckend objektiv sein müssen.

Die Weiße Liste soll für ein Mehr an Transparenz sorgen

Es soll bis zum Jahre 2019 ein vollkommen neues Bewertungssystem zur Beurteilung der Altenpflegeeinrichtungen am Markt implementiert werden. Bis zu diese Zeitpunkt hat die Bertelsmann-Stiftung am Markt eine sogenannte weiße Liste kreiert. In dieser Liste sind die Bewertungen der Pflegeheime ein Stück weit anders aufbereitet. Hier werden die Prozentwerte zur Pflegequalität der Häuser veröffentlicht. Diese Weiße Liste ist ein Kooperationsprojekt aus der Bertelsmann-Stiftung und dem Dachverband des größten Patienten- und der Verbraucherorganisation.

Eine Bewertungen durch die Patientenvertreter und auch der Pflegekräfte

Zukünftig sollen die Pflegeheimbewertungen via einen Ausschuss, der sich aus Vertretern der Pflegebedürftigen und Vertretern der Pflegeberufe zusammensetzt, durchgeführt werden.

Kostenfaktor der Pflegeheime

Im Regelfall steht den Bewohnern in einem Alten- und Pflegeheim ein Einzelzimmer zur Verfügung mit Badezimmer. Die kompletten Pflege- sowie Betreuungsleistungen werden im Allgemeinen pauschal abgerechnet. Welche Komponenten der Leistungen jedoch in dem Portfolio ohne zusätzliche Kosten mit inbegriffen sind, differenziert jedoch von Haus zu Haus stark. Die Pflegeversicherung deckt hierbei leider nur einen Teil der Heimkosten ab. Im Durchschnitt müssen die Bewohner ca. die Hälfte der Heimkosten tragen. Wenn sie es nicht selbst tragen können, so werden die Angehörigen in die Pflicht genommen, um das Heimentgelt zu zahlen.

Das Betreute Wohnen: Eine Alternative für das Senioren- oder Pflegeheim für rüstige Rentner

Man bezeichnet betreutes Wohnen als eine spezielle Wohnform. Hier wird Menschen, insbesondere auch Senioren Unterstützung in ganz unterschiedlicher Form zur Verfügung gestellt. Die Unterstützung kann sich je nach Lebenssituation stark unterscheiden. Vor Ort findet man in den betreuten Wohnanlagen fähiges und qualifiziertes Personal, die sich auf die entweder ganz spezialisierten oder individuellen Themen der Bewohner einstellen. Es gibt hierbei unterschiedliche Spezialisierungsformen im betreuten Wohnen. Vor Ort befinden sich im Regelfall Pflegekräfte, Therapeuten oder auch Mitarbeiter vom Sozialbeistand. Die Zielausrichtungen können hierbei durchaus unterschiedlich sein.

Angehörige, die beispielweise ihre pflegebedürftigen Eltern in eine betreute Wohnung bzw. Wohnanlage einmieten möchten, können hier durchaus von der Spezialisierung der Gruppen partizipieren. Denn wenn der Pflegebedürftige z.B. eine leichte Demenz o. ä. hat, würde sich im weiteren Verlauf eventuell eine spezialisierte Gruppe im betreuten Wohnen durchaus als Alternative für ein Pflegeheim anbieten. Eine weitere spezielle Ausrichtung des sogenannten „Betreuten Wohnens für ältere Menschen“ ist, dass man in den Anlagen besondere Wohnungen findet, die Senioren Hilfe-, Pflege-, oder Betreuungsbedarf anbieten, inkl. Barrierefreie Wohnmöglichkeiten.

Wohnformen des betreuten Wohnens

Es gibt grundsätzlich unterschiedliche Wohnformen des Betreute Wohnens. Man unterscheidet zwischen dem ambulanten betreuten Wohnen, den betreuten Wohngemeinschaften sowie dem betreuten Wohnen für Senioren. Es gibt wie bereits erwähnt hierbei unterschiedliche Betreuungsangebote. Vom Wohnen in der eigenen Wohnung, die lediglich Unterstützung von einem Einzelfallhelfer benötigen bis hin zu wesentlich komplexeren Angeboten, reicht das Spektrum aus.

Der Betreuungsbedarf kann hierbei variieren von nur einigen Stunden in der Woche bis zu einem komplexen Angebot in Form von mehreren Stunden am Tag, ist hier vieles möglich. Das Wohnen an sich wird über einen separaten Dienstleister organisiert der als Vermieter auftritt. Es wird ein ganz normaler Mietvertrag mit dem Pflegebedürftigen geschlossen. Darüber hinaus erfolgt ein Paket, das festgelegt wird, das an sich die Unterstützungsleistungen regelt. Hier wir eine Unterscheidung in Grundleistungen und Unterstützungsleistungen vorgenommen.

Die Leistungen werden in einem separaten Betreuungs- oder Servicevertrag geregelt und in diesem Rahmen dann auch erbracht. Neben diesen dann festgesetzten Leistungen, kann der Bewohner jedoch auch noch flexiblere Wahlleistungen festschreiben, die er dann im Rahmen dieser Vertraglichkeit wählen kann.

Die rechtliche Seite wird durch das Heimgesetz geregelt. Denn das betreute Wohnen für Senioren fällt in diese Regelungspolitik. Diese Zuordnung entstand aufgrund der Umsetzung der sogenannten Föderalismusreform des Landesheimgesetzes. Rein rechtlich gesehen besteht hierbei ein eigener separater Haushalt. Jedoch wird ein zielgruppenspezifisches Betreuungsangebot zur Verfügung gestellt, dessen Inhalte vertraglich ausgehandelt werden.

Die Wohngruppe aus therapeutischen Ansätzen unterscheidet sich hierbei im Vergleich zu den reinen Einrichtungen des betreuten Wohnens für Senioren. Denn in diesen Wohnmöglichkeiten stehen meist psychische bzw. therapeutische Komponenten im Vordergrund auch ältere Menschen, die psychische Erkrankungen aufweisen, können sich in ein solches Betreuungsangebot einmieten. Der Vorteil hierbei befindet sich in der 24h rund um die Uhr Betreuung.

Die Zielsetzung des Betreuten Wohnens

Die Hauptzielsetzung zielt auf das selbstbestimmte Leben ab. Die freie Wahl der Wohnung ist vom Grunde er ein rein menschliches Bedürfnis. Die Einrichtungen stellen somit sicher, dass den Bewohnern so wenig Selbstbestimmung wie möglich genommen wird. Es wird dahingehend gefördert, dass das Leben selbstständig gestaltet werden kann. Es soll hierbei so lange wie nur irgend möglich verhindert werden, dass eine Unterbringung in ein Pflegeheim geschehen soll.

Dieser Zeitpunkt soll s lange, wie irgend möglich hinausgezögert werden. Natürlich erfolgt die Hinausschiebung dieses Zeitpunts nach gesundheitlichen Indikatoren. Sollten die Bewohner zunehmend dement werden oder körperliche Beeinträchtigungen überhand nehmen, wird natürlich eine Verlegung in ein Pflegeheim angeraten und auch initiiert.

Betreutes Wohnen ist eine Art des Wohnens im fortgeschrittenem Alter, geeignet für Menschen, die eigenständig leben wollen, jedoch bei einem Bedarf auch schnell und zuverlässig Hilfe zur Verfügung haben möchten. Denn notfalls stehen neben dem Grundservice alle nötigen Unterstützungen zur Verfügung. Das kann bei einer möglichen Erkrankung beispielsweise vorübergehend eine ambul. Pflegemöglichkeit sein. Bei einem Einzug sollte der Bewohner jedoch in der Lage sein, seinen eigenen Haushalt eigenständig zu führen.

Eine betreute Wohngemeinschaft kann wiederum vor allem für pflegebedürftige Senioren und Seniorinnen passend sein. Diese bestehen meist aus einer lediglich kleinen Gruppe hilfe- oder pflegebedürftiger Menschen, die im Idealfall ihrer alten Wohnumgebung leben und ihren benötigten Personalbedarf auch noch selbst bestimmen können.

Fragen & Antworten zu Seniorenheimen

 

Wie genau können sich Angehörige einen Eindruck darüber machen, welches Altenheim für den Pflegebedürftigen infrage kommt?

Zunächst ist es in den meisten Fällen sowohl für die Angehörigen, wie auch für die Senioren an sich ein recht einschneidendes Erlebnis den Einzug in ein Seniorenheim in Betracht zu ziehen. Zumal das die nun letzte Station im Leben eines Menschen sein wird. Häufig sind Angst, Scham und ein sehr großes schlechtes Gewissen ggü. der eigenen Mutter oder ggü. des eigenen Vaters hier involviert. So das die Suche eines perfekten Seniorenheims zu einem hoch emotionalen Sachverhalt wird.

Angehörige können sich primär über einen Vergleich der MDK Noten einen ersten Einblick über die infrage kommenden Pflegeheime machen. Darüber hinaus ist es ratsam eine Reihe von Beratungsterminen in unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen wahrzunehmen und mit Leuten aus der Branche zu sprechen, um ggf. auch einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Gibt es eine Alternative für ein Seniorenheim?

Insbesondere durch den durchaus hochemotionalen Aspekt der Platzierung eines lieben Angehörigen in ein Pflegeheim und dem damit von Zeit zu Zeit schlechten Ruf der mit Seniorenheimen verbunden ist, suchen einige Angehörige nach entsprechenden Alternativen. In den vergangenen Jahren haben sich betreute Wohnangebote für Senioren oder Seniorenwohnanlagen diesbezüglich einen guten Ruf erarbeitet. Denn hier mieten sich die Senioren ganz normal in eine Altenpflegeeinrichtung ein und partizipieren von leichten Unterstützungsmöglichkeiten, wie gekochtes Essen bzw. gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Die Selbstbestimmung der Senioren steht hier im Mittelpunkt.

Inwieweit unterscheidet sich eine Seniorenresidenz von einem Pflegeheim?

Das Pflegeheim ist dadurch gekennzeichnet, dass es Bewohner mit einem entsprechenden Pflegegrad aufnimmt. Hier steht nicht das selbstbestimmte Leben im Fokus der Arbeitstätigkeit, sondern die Pflege an sich. Medizinisches Fachpersonal steht rund um die Uhr zur Verfügung und hat die Haupttätigkeit der Pflege inne. Die Seniorenresidenz hat verfolgt von der Namensgebung eher einen Imagecharakter.

Hier geht es darum, dass recht gut betuchte Bewohner entweder eine Eigentumswohnung in einer solchen Anlage erwerben oder anmieten. Vor Ort wird dann ein sehr guter Personalschlüssel zur Verfügung gestellt, um die Senioren zu unterhalten. Es gibt auch im Regelfall eine ganze Menge luxuriösen Zusatzausstattungen, wie das Gemeinschaftsangebot der Saune oder einer Schwimmbads.

Gibt es Alternativbewertungen zur MDK Bewertung?

Die Bewertungen durch den Medizinisch Technischen Dienst erfolgen anhand von 59 stereotypischen Kriterien, die via Schulnotenskala evaluiert werden. Hiermit wird eine gewisse Vergleichbarkeit der Ergebnisse im direkten Kontext zur Evaluation unterschiedlicher Einrichtungen hergestellt. Jedoch werden hierbei weiche Qualitätsbewertungen außer Acht gelassen. Es ist Angehörigen zu raten, sich auf alternativen Bewertungsplattformen und auch durch persönliche Gespräche im Heim einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Unser Fazit zu Seniorenpflegeheimen

Es ist für die Angehörigen im Regelfall ein sehr emotionaler Prozess einen pflegebedürftigen Angehörigen im letzten Step in ein Seniorenheim zu überführen. Oftmals stellt dieser Schritt für den Senior jedoch auch einen Weg raus aus der vermeintlichen Isolation dar. In den Heimen wird der Fokus vollkommen auf den älteren Menschen ausgelegt, so dass er im Mittelpunkt des Interesses steht und vor allem gleichgesinnte um sich hat.

Mit gleichgesinnten können die Bewohner dann gemeinsamen Freizeitaktivitäten nachgehen, gut gepflegt werden und einen netten und vor allem angenehmen Lebensabend verbringen. Jedoch ist die Wahl des Betreuungsangebotes im Fokus. Sich im Vorfeld diesbezüglich umfangreich über Angebote und die Betreuungs- sowie Pflegequalität zu informieren, bietet die Grundlage für die letzten ruhigen Jahre.

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