Sauna

Natürliche Entspannung und Gesundheitsförderung

Behandlung Sauna

Schon in der Antike waren Dampf – und Schwitzbäder bekannt. Im hohen Norden werden heute Saunas jede Woche aufgesucht.

Nicht nur ihre entspannende, insbesondere aber die gesundheitlich fördernde Wirkung ist ein wichtiges Merkmal der Sauna.

Wer sich entspannen oder sein Immunsystem wieder auf Trab bringen möchte, sollte eine Sauna regelmäßig aufsuchen.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Sauna.

Was ist eine Sauna?

Sauna ist finnisch und bedeutet so viel wie Schwitzstube bzw. finnisches Bad. Eine traditionelle Sauna bildet eine einfache Blockhütte aus Holz. Der Saunaraum wird mit Hilfe eines Ofens auf etwa 80 bis 150 Grad Celsius erhitzt. Ursprünglich fanden Holzöfen ihre Verwendung in der Sauna. Heute finden sich immer öfter Elektroöfen. Auch Ölöfen fanden und finden bis heute ihre Verwendung in vielen Saunas.

Um eine möglichst effektive Wirkung zu erzielen, befinden sich die Sitzbänke auf einer Höhe von 0, 5 m bis 1, 5 m. Je höher die Sitzlage ist, desto heißer ist die Luft. In der Regel findet eine regelmäßige Luftzirkulation statt. Der Ofen wird immer wieder aufgeheizt, um eine konstante Temperatur zu erhalten.

Ein Saunabesuch galt auch schon früher der Körperreinigung. Denn durch das Schwitzen befreien sich die Poren von Schmutz und Talg. Nach regelmäßigen Saunabesuchen verbessert sich die Haut spürbar. Aber auch auf das Nervensystem und auf das allgemeine Wohlbefinden wirkt sich der Besuch einer Sauna positiv aus. Das Immunsystem kann so besser gestärkt werden.

Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen werden in der Regel heiße Steine direkt über dem Ofen angebracht. Wird Wasser auf die heißen Steine gegossen (Aufguss), so verdampft das Wasser. In Russland und dem deutschsprachigen Raum werden dem Aufgusswasser ätherische Öle zugegeben; in Finnland gilt das aber als verpönt.

Ursprung und Entwicklung der Sauna

Die Saune existiert schon seit mehreren Jahrtausenden. Allgemein angenommen sollen die Finnen die Sauna erfunden haben. Doch es scheint so, dass schon in der Steinzeit saunaähnliche Konstrukte existierten.

Dabei wurden kleine Erdlöcher oder Höhlen mit heißen Steinen ausgelegt. Auf die heißen Steine wurde anschließend Wasser gegossen. Der dadurch entstehende Wasserdampf musste wohl der Körperreinigung gedient haben.

Behandlung SaunaArchäologischen Funden nach sind die ältesten „Dampflöcher“ in Asien zu finden. Die Sauna kann also als erste Kulturpraxis der Menschen angesehen werden. Anfangs spielte die Sauna eine wichtige Rolle für die Körperpflege.

Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich jedoch zu einem spirituellen Ort. Hier wurde der Körper nicht mehr von Schmutz sondern auch von bösen Geistern gereinigt. Demnach besaß jede Familie seine eigene Sauna.

Aber nicht nur in Europa auch in Süd – und Mittelamerika waren Dampfbäder verbreitet. Alten Legenden und Sagen nach zu schließen, besaßen sogar Inuits Dampfbäder. Nach Finnland gelangte die Sauna mit Hilfe der Nomaden.

Da die Vorfahren der heutigen Finnen aus dem Süden stammten, gelangte mit diesen Wanderern auch ihr Kulturgut, die Sauna, mit in den Norden. Da die warme Sauna eine sehr wohltuende und willkommene Abwechslung gegenüber dem rauen, kalten Klima des Hohen Nordens bietet, blieb die Sauna auch weiterhin erhalten.

Weiterentwickelt wurden die Dampf – und Schwitzbäder im Alten Rom. Nach dem Untergang des Römischen Reichs fanden Saunabäder auch in der islamischen Welt ihren Einzug.

Funktion, Wirkung und Ziele – Behandlungen und Therapien mit Hilfe der Sauna

Etwa 25 Millionen Deutsche sollen sich regelmäßig einen Saunabesuch gönnen. Die Gründe sind vielfältig. Die einen möchten ihren Kreislauf auf Vordermann bringen, die anderen entspannen. Egal welche Gründe dabei mitspielen – Hauptsache ist: Sauna ist gesund! Allerdings sollten Menschen mit Herz – und Kreislaufprobleme Vorsicht walten lassen. Zu lange Saunaaufenthalte können sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Deshalb sollen im Folgenden folgende Themen behandelt werden:

  • Wirkung der Sauna auf die Gesundheit
  • Welche Krankheiten können mit Saunabesuchen bekämpft werden?
  • Kreislaufbelastung in der Sauna
  • Heilwirkung
  • Unterstützende rezeptfreie Medikamente
  • Wie funktioniert eine Sauna?
  • Herz – und Kreislauf in der Sauna
  • Wer darf in die Sauna?

Wie wirk sich Sauna auf die Gesundheit aus?

In der Sauna herrscht eine Temperatur von etwa 80 bis 150 Grad Celsius. Deshalb sollten Menschen mit Herz – und Kreislaufbeschwerden auf Saunabesuche verzichten. Bei Möglichkeit sollten die Saunabesuche in diesem Fall nicht zu lange in Anspruch genommen werden, um keine gesundheitlichen Schäden zu riskieren.

Während eines Saunabesuchs werden viele Abwehrstoffe des Körpers aktiviert. Die Haut erwärmt sich dabei zwischen drei und zehn Grad Celsius. Im Körper steigt die Temperatur auf etwa zwei Grad an. Das bedeutet, dass de Zustand des Körpers einem Fieberzustand ähnelt. Dadurch aktivieren sich die Abwehrzellen des Körpers. Nun steigt die Herzfrequenz um 50 Prozent, die Atemfrequenz nimmt zu und die Blutgefäße beginnen sich zu erweitern, die Muskeln entspannen sich bei Hitze.

Das Schwitzen in der Sauna hat also seine Vorteile. Dabei verliert der Körper bis zu 30 Gramm Wasser pro Minute. Etwa einen Liter verliert der Körper also bei einem Saunagang (ca. 15 Minuten). Verschiedene Abfallstoffe werden in der Sauna herausgeschwitzt. Denn die meiste Flüssigkeit gewinnt der Köper aus dem Blut. Da dem Blut nun Wasser entzogen wird, wird dieses nach und nach flüssiger. Um den Wasserverlust auszugleichen wird deshalb der Fettmasse, Muskel – und Gewebemasse des Körpers Wasser entzogen. Zusammen mit dem Gewebemasse gelangen auch Abfall – und Schadstoffe mit ins Blut. Anschließend werden diese Schadstoffe mit dem Urin ausgeschieden.

Um den Abschwemmprozess nicht zu unterbrechen, sollte auf keinen Fall während des Saunagangs getrunken werden. Erst ein paar Minuten nach dem Saunagang sollte ausreichend getrunken werden. Am besten eignet sich hierfür Wasser oder stark verdünnte Fruchtsäfte.

Alkohol sollte auf keinen Fall nach einem Saunagang eingenommen werden!

Durchführung & Wirkungsweise – Heilwirkung der Sauna

Auch in den Atemwegen sammeln sich viele Schadstoffe an. In der Sauna werden die Schleimhäute besonders gut durchblutet und lösen die Sekretabsonderung der Atemwege aus. Insbesondere Menschen mit häufiger Bronchitis bzw. Problemen mit den Bronchien können so von regelmäßigen Saunagängen profitieren. Das liegt in erster Linie an der Atemerleichterung in der heißen Luft. Da sich die Muskeln entspannen, kann das Luftfassungsvermögen der Lunge gesteigert werden.

Der allgemeine Gesundheitszustand kann bei regelmäßigen Saunabesuchen deutlich verbessert und verstärkt werden. Wird die Sauna regelmäßig besucht, dann kann die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten gemindert werden.

Wird die Sauna regelmäßig aufgesucht, so verbessert sich im Nachhinein das Hautbild deutlich. Nach ein bis zwei Monaten sieht die Haut in der Regel gesund und frisch aus. In der großen Hitze der Sauna werden alle Verunreinigungen wie Talg aus den Poren herausgeschwitzt. Die Poren befreien sich von Rückständen, die Haut kann atmen. Im Nachhinein wird ein Heilprozess ausgelöst. Verletzte Haut oder zum Beispiel beschädigte Hautstellen durch Pickel heilen durch die verstärkte Blutzirkulation schneller ab. Das Hautbild verfeinert sich anschließend.

Ein großer Irrtum ist allerdings, dass sich Saunabesuche positiv auf die Gewichtsabnahme auswirken würde. Dem ist leider nicht so. Der Gewichtsverlust nach einem Saunabesuch beschränkt sich nur auf den großen Wasserverlust. Das Gewicht gleicht sich anschließend durch eine ausreichende Wasserzufuhr aus. Das Gewicht bleibt also unverändert.

Sauna wirkt sich positiv aus auf:

  • Haut
  • Blut
  • Gefäße
  • Herausfiltern von Schadstoffen
  • Muskeln
  • allgemeines Wohlbefinden
  • Luftwege (u. a. Bronchien)
  • Immunsystem
  • Schlaf
  • Nervensystem

Regelmäßige Saunagänge wirken sich sehr fördernd auf die Gesundheit aus. Im Nachhinein verbessert sich die Gesundheit. Auch das allgemeine Wohlbefinden kann sich nach und nach verbessern. Insbesondere das Nervensystem wird durch einen Saunagang beruhigt. Wer Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte die Sauna auf jeden Fall nutzen.

Methoden und richtige Durchführung

Liegetuch, Badetuch, Badeschlappen, Waschgel und Bademantel sind de typischen Utensilien für einen erfolgreiche Saunabesuch. Doch welche Regeln sollten noch beachtet werden?

Sauna – Wie macht man es richtig?

  • zwei Stunden nach der Mahlzeit!
  • nicht nach einem Sporttraining
  • Akklimatisation
  • Ruhepause 15 – 30 Minuten

Die erste Regel heißt: Um eine Kollaps zu vermeiden, sollte zwei Stunden nach der Mahlzeit die Sauna aufgesucht werden. Sollte der Magen zu voll oder zu leer sein, dann geht gar nichts! Lange wird man es in der Sauna dann nicht mehr aushalten.

Auf keinen Fall sollte die Sauna direkt nach einem Sporttraining aufgesucht werden. Dafür sollte sich der Pulsschlag normalisiert haben. Friert man stark dann sollte die Sauna erst nach einer warmen Dusche betreten werden. Zu starke Temperaturunterschiede belasten das Kreislaufsystem. Auch Fußbäder oder heiße Getränke können bei der Akklimatisation helfen.

Fühlt man sich gehetzt oder kommt direkt von der Arbeit, so sollte erst eine Ruhepause von 15 bis 30 Minuten unternommen werden.

Dusche und Co. – Der richtige Ablauf

  • gründliche Reinigung
  • Abfrottieren
  • kurzes und intensives Schwitzen (mittlere Bank)
  • Rückenlage oder Sitzhaltung mit angewinkelten Beinen
  • erster Saunagang: 8 – 12 Minuten; dann bis 15 Minuten
  • 2 – 3 x pro Woche zwei Gänge
  • jeden Tag ein Gang
  • Aufguss nach einigem Aufenthalt

Vor einem Saunabesuch sollte der ganze Körper auf jeden Fall gut gereinigt werden. Anschließend erfolgt eine gutes Abtrocknen, denn ein nasser Körper verzögert den Schwitzvorgang. Um kurz und intensiv zu schwitzen empfiehlt sich die mittlere Bank. Diese Methode ist am am empfehlenswertesten, da der Körper dabei intensiv schwitzt ohne lange zu „schmoren“.

Behandlung SaunaEmpfehlenswert ist eine Rückenlage, da hierbei die Muskeln am besten entspannt werden können. Ist nicht genug Platz vorhanden, so empfiehlt es sich eine Sitzhaltung mit angewinkelten Beinen anzunehmen.

Um das Kreissystem nicht zu überanstrengen, sollte der erste Saunagang nicht länger als acht bis zwölf Minuten sein. Alle darauffolgenden Saunabesuche sollten nicht länger als 15 Minuten dauern. Damit sich ein Saunabesuch förderlich auf die Gesundheit auswirkt, sollte ein Besuch so oft wie möglich stattfinden.

Wird die Sauna zwei bis drei Mal pro Woche aufgesucht, so sollten zwei Gänge eingeplant werden, um eine möglichst effektive Wirkung zu erzielen.

Wird die Sauna jeden Tag aufgesucht, so reicht ein Gang vollkommen aus. Der Höhepunkt des Schwitzbads ist wohl der Aufguss. Doch dieser sollte auf keinen Fall sofort nach dem Eintreten stattfinden. Am besten ist es das Wasser fünf bis zehn Minuten nach dem Schwitzen aufzugießen. Da der Wassergehalt der Luft um ganze 50 Prozent ansteigt, findet im Körper ein zusätzlicher Hitzereiz statt.

Risiken und Nebenwirkungen bei einem Saunabesuch

Im Grunde genommen liegen keine ernsthaften Nebenwirkungen bei Saunabesuchen vor. Sind Krankheiten wie Asthma, Kreislaufprobleme, Bluthochdruck oder Rheuma vor so sollten Saunabesuche nur nach Absprache mit dem Arzt stattfinden. Je nach persönlichem Wohlbefinden müssen Saunabesuche individuell angepasst werden. Werden längere Saunabesuche zu belastend, so sollten diese auf ein Minimum reduziert werden.

Bei Asthma und Bluthochdruck ist es wichtig nach einem Besuch keine kalten Duschen zu nehmen. Am besten man duscht sich warm ab und macht anschließend einen Spaziergang. Da sich bei einer kalten Dusche Herz – und Lungenmuskeln zusammenziehen, kann das zu Krämpfen führen.

Menschen mit Diabetes sollten nicht mit einem leeren Magen in die Sauna gehen. Ein kleiner Happen sollte nicht schaden, um das Risiko eines Schwindelanfalls oder einer Ohnmacht zu senken. Auf keinen Fall sollte man aber mit einem vollen Magen in die Sauna!

Häufig werden Aufgüsse mit Hilfe verschiedener Aromastoffe „verfeinert“. Viele Menschen reagieren darauf allergisch. Insbesondere Allergiker sollten solche Aufgüsse vermeiden. Bedenkenlos sind Aufgüsse mit natürlichen Kräutern (vorausgesetzt man reagiert auf diese nicht allergisch). Am besten sind jedoch Aufgüsse mit Wasser.

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

Menschen mit folgenden Erkrankungen sollten auf Saunabesuche verzichten:

Nicht für alle Menschen empfiehlt es sich regelmäßig die Sauna aufzusuchen. Manche Krankheiten erlauben es leider nicht seinen Körper der starken Hitze auszusetzen. Ist man sich nicht sicher, ob der jeweilige Gesundheitszustand es einem erlaubt die Sauna aufzusuchen, so sollte auf jeden Fall eine Gespräch mit dem Arzt für Klarheit sorgen.

Bei manchen der aufgeführten Krankheiten sollte zwar auf einen Saunabesuch verzichtet werden, das bedeutet aber nicht, dass es verboten ist. Das heißt: Liegt eine der Krankheiten vor, so sollte auf jeden Fall zuerst mit dem Arzt ein Gespräch geführt werden. Bis zu zehn Minuten sind in der Regel für alle Menschen gesundheitsförderlich. Asthmatiker können die Sauna aufsuchen, da sich die Atemmuskeln entspannen. Das Atmen fällt dann leichter. Doch auf keinen Fall sollte anschließend eine kalte Dusche erfolgen! Das könnte zu einer Verkrampfung der Atemwege führen.

Sin Rheumatiker in einem entzündungsfreien Intervall, so kann die Sauna aufgesucht werden. Sind Entzündungen vorhanden (zum Beispiel auch an Organen oder Blutgefäßen), so ist ein Saunabesuch tabu.

Menschen mit Nierenproblemen oder Nierensteinen (auch wenn Nierensteine bereits entfernt wurden) sollte auf jeden Fall auf einen Saunabesuch verzichten. Saunabesuche sind in diesen Fällen nur mit allergrößter Vorsicht zu genießen. Ausreichend Trinken ist das A und O bei Menschen mit Nierenproblemen nach einem Saunabesuch.

Liegen Herzprobleme vor, so ist auch hier Vorsicht gefragt. Lange Saunabesuche können sich sehr schädlich auswirken. Je nach Wohlbefinden können aber Saunabesuche in Anspruch genommen werden (kurzer Saunaaufenthalt!).

Bei einer Erkältung oder Grippe, Fieber, etc. sollte die Sauna auf keinen Fall aufgesucht werden, da sich die Infekten und Viren bei der Hitze sehr stark vermehren.

Sollte Bluthochdruck vorliegen, so ist der Saunabesuch nicht schädlich sondern förderlich. Auf keine Fall sollte aber anschließend kalt geduscht werden! Da sich die Blutgefäße verengen, schellt der Bluthochdruck in die Höhe. Besser ist es warm zu duschen und einen kleinen Spaziergang zu unternehmen.

Bei Schwindelanfällen sollte auf einen Saunabesuch verzichtet werden, da die Kreislaufregulation nicht rechtzeitig von Heiß auf Kalt reagieren kann.

Schwangere und Kinder: Bei Kindern gilt folgende Regel: Kurz und intensiv! Kurze Saunabesuche sind für Kinder vollkommen ausreichend. Auch Säuglinge können für eine kurze Zeitspanne mit in die Sauna genommen werden. Beginnt das Kind unruhig zu werden oder es beginnt sich zu langweilen, dann wird es Zeit für eine Abkühlung. Auf jeden Fall sollte dabei ausreichend Wasser verabreicht werden.

Bestehen keine andere Krankheiten, so können Schwangere bedenkenlos in die Sauna gehen, um sich zu erholen und zu entspannen.

Wechselwirkungen bei Medikamenten

  • Insulinzerstörung
  • wirkstoffhaltige Pflaster
  • Rheumasalben

Saunagänge können sich auf manche Medikamente negativ auswirken. Wird Insulin vor einem Saunabesuch gespritzt, so kann nichts passieren. Ist jedoch eine Insulinpumpe am Werk, so ist Vorsicht geboten.

Da Insulin sehr wärmeempfindlich ist, kann es sein, dass das verabreichte Insulin bei einem Saunagang nicht mehr die erwünschte Wirkung erzielen kann. Insulin sollte immer kühl aufbewahrt werden. Bei zu großer Hitze findet eine Zerstörung der Moleküle statt, das Insulin wirkt nicht mehr.

Pflaster für die Rauchentwöhnung oder Schmerztherapie geben bei zu großer Hitze ihre Wirkstoffe viel zu schnell ab. Die Dosis der Arznei wir also in die Höhe getrieben. Auch die Klebefähigkeit kann durch das Schwitzen vermindert werden. In diesem Fall sollte das Pflaster je nach Möglichkeit vor dem Saunabesuch abgenommen werden.

Rheumasalben u. a. löst bei starker Hitze eine Hautreizung aus. Zwar wird die Wirkung nicht beeinträchtigt, kann es jedoch in manchen Fällen zu allergieähnlichen Auswirkungen und starkem Juckreiz führen. Unmittelbar vor dem Saunagang sollten deshalb auf keinen Fall Salben aufgetragen werden.

Werden Medikamente regelmäßig eingenommen, so sollte auf jeden Fall vorher eine Absprache mit dem Arzt gehalten werden. manche Medikamente wirken bei Hitze verstärkt andere dagegen verlieren ihre Wirkung.

Rezeptfreie Medikamente für Saunabesuche

Zu rezeptfreien Medikamenten für Saunabesuche zählen verschiedene Aufgüsse, die eine heilende Wirkung für das allgemeine Wohlbefinden und die Gesundheit haben. Diese werden in der Regel dem Aufgusswasser beigegeben, das anschließend auf die heißen Steine gegossen wird. Das Wasser und die ätherischen Öle verdampfen und verteilen sich in der Luft, die anschließend eingeatmet wird.

Aufgüsse gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Zum Beispiel enthalten viele Eukalyptus und Birke, Zitronengrass, Zeder, Orange, Ingwer, Grapefruit und viele andere Bestandteile, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken sollen.
Allergiker sollten aber auf jeden Fall bei der Verwendung von Aufgüssen mit ätherischen Ölen Vorsicht walten lassen. Viele Bestandteile sind nicht natürlich oder wirken bei der Hitze stärker. Das bedeutet, dass allergische Reaktionen auftreten können. Asthmatiker sollten nur reine Wasseraufgüsse verwenden, da ätherische Öle die Lunge reizen können.

Da viele der Stoffe nicht natürlichen Ursprungs sind, sollte man sich auf jeden Fall vor der Verwendung darüber Gedanken machen, ob es nicht sinnvoller wäre nur Wasser zu verwenden. Empfehlenswert sind natürliche, selbst hergestellte Aufgüsse. Zum Beispiel können Birkenblätter hervorragend mit heißem Wasser aufgegossen werden.

Nach ein Paar Stunden bildet sich ein natürlicher Birkenaufguss. Nur noch die Blätter herausfiltern und das Wasser kann als Aufguss verwendet werden. Die wertvollen Inhaltsstoffe der Birke bleiben im Wasser und verteilen sich dann als Dampf in der Luft. Das ist eine Methode, um natürliche Stoffe zu verwenden, die effektiver sind als ätherische Öle aus der Flasche

Fazit

Ein Saunabesuch wirkt sich sehr fördernd und entspannend auf die Gesundheit aus. Durch die Hitze wird der Kreislauf sowie die Blutförderung angeregt. Der Körper kann die Muskeln entspannen, Zellen werden erneuert.

Behandlung SaunaDer Körper beginnt sich selbst von Schlacken und Abfallstoffen zu reinigen; Poren werden befreit. Insgesamt wirkt sich ein Saunabesuch auf das allgemeine Wohlbefinden aus. Sollten sich Einschlafprobleme sowie Hautprobleme bemerkbar machen, so lohnt sich ein Saunabesuch auf jeden Fall.

Menschen mit Herzkreislaufproblemen, Rheuma oder Asthma sollten zwar auf einen Saunabesuch verzichten, doch kann sich dieser bei gemäßigter Verwendung auch positiv auf die Gesundheit auswirken.

Beachtet werden sollte auf jeden Fall der richtige Ablauf eines Saunabesuchs, um die Gesundheit so gut wie möglich zu fördern.

Sollten regelmäßig Medikamente eingenommen werden, so muss unbedingt vor dem Saunabesuch ein Arzt aufgesucht werden.

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