Hautarzt

HautarztHautärzte beschäftigen sich mit dem bekannterweise größten Organ des Menschen: Der Haut.

Die Haut ist tatsächlich das flächenmäßig größte Organ des Menschen und bedarf somit auch großer Pflege und Sorge. Diese wird durch Spezialisten wie Hautärzte und Kosmetiker gewährleistet.

Hautärzte an sich sind Ärzte, die sich im Laufe ihrer Karrieren auf Dermatologie als Fachgebiet spezialisiert haben. Sie sind meist als niedergelassene Ärzte zu finden, es gibt sie aber auch in Krankenhäusern.

Ihr Betätigungsfeld kann je nach Zusatzausbildung sehr weit sein und ebenso weit die von ihnen durchgeführten und angebotenen Behandlungen neben rein medizinischen Überprüfungen der Haut.

Was genau sind Hautärzte?

Hautärzte, wie einleitend erwähnt und wie auch bereits aus dem Namen ersichtlich wird, sind auf die menschliche Haut spezialisiert. Das Fachwort für ihren Berufsstand lautet „Dermatologe“ – es setzt sich aus dem griechischen Wort für Haut (dermis) und Wissenschaft (logia) zusammen. Also die „Wissenschaft der Haut“.

Nach dem allgemeinen Medizinstudium erfolgt eine 60 monatige Weiterbildung an deren Ende die Prüfung und ggf. auch die Zulassung als Facharzt stehen. Sechzig Monate hören sich zunächst nach viel an, sind aber in der Medizin keine besonders lange Dauer für eine Ausbildung zum Facharzt.

Hat ein Dermatologe seine Facharztausbildung abgeschlossen, lässt er sich meist mit einer Praxis nieder. Dort empfängt er Patienten, die zu ihm überwiesen wurden oder die direkt zu ihm kommen. Überweisungen sind nicht immer nötig, um einen Termin bei einem Hautarzt zu erhalten.

Die Felder seiner Expertise sind oft mannigfaltig. So besitzt er größten Sachverstand für Hauterkrankungen aller Arten: Von Akne und eitrigen Pickeln bis hin zu Hautkrebs und Geschlechtskrankheiten. Er ist geschult in Diagnose und Behandlung von allem, was mit der Haut zu tun hat. Dazu bedient er sich jeweils verschiedenster Mittel, um ein probates Ergebnis zu erzielen.

Die Tendenz der niedergelassenen Hautärzte in Deutschland steigt seit Jahren stetig an. Die Gründe dafür sind vielerlei. Ein primärer Grund jedoch ist, dass auch die Anzahl der Hauterkrankungen stetig zunimmt. Dies liegt an der Verwendung von zu viel Kosmetikprodukten oder der übermäßigen Desinfektion von der Hände und des Lebensraumes, die den Körper schwächen und anfällig für Allergien machen können. Auch übermäßiges Sonnenbaden, um gängigen Schönheitsidealen zu entsprechen, verursacht immer häufiger Hautkrebs und ähnliches.

Welche Behandlungsmethoden setzt ein Hautarzt ein?

Ein Hautarzt schöpft aus einer großen Menge etwaiger Behandlungsmethoden. Diese sind zumeist sehr krankheitsspezifisch und fein auf das Problem abgestimmt. Dank dem voranschreiten der Wissenschaft und des medizinischen Sachverstandes allgemein werden auch die Mittel zur Therapie in der Dermatologie immer feiner und präziser.

Darüber hinaus kann ein Hautarzt sowohl als passiv behandelnder als auch als progressiv behandelnder Arzt, teilweise in Personalunion, auftreten. D.h. dass er ebenso mit Medikamenten, wie auch mittels chirurgischer eingriffe eine Heilung in seinen Patienten zu erreichen sucht. Um befähigt zu sein, chirurgische Eingriffe vorzunehmen bedarf es darüber hinaus einer weiteren Zusatzausbildung für den Hautarzt.

Auch neuere Lasertherapien, beispielsweise zur Entfernung von Tattoos oder sichtbaren Hauterkrankungen, liegen im Anwendungsbereich des Hautarztes.

Kleinere Krebsähnliche Geschwulste und dergleichen wird er oft mittels eines einfachen Schnittes entfernen, ebenso geht er mit sich vergrößernden Leberflecken vor. Bei Warzen behandelt er seine Patienten oftmals mit Vereisungsmitteln. Bei schwerer Akne bedient er sich zumeist Medikamenten und Salben und bei eitrigen Abszessen und Ekzemen, insofern diese nicht zu tief Sitzen und somit bei falscher Bahnadlung das Blut vergiften können, kann er auch Drainagen durchführen, d.h. dass er nämliche trockenlegt, indem er den Eiter abfließen lässt.

Mitunter kommt es auch vor, dass er Einschnitte machen muss, um Parasiten aus der Haut zu entfernen, die sich dort eingenistet haben. Zugegebenermaßen sind solche Parasiten in unseren Breiten eher selten, aber manche Touristen bringen sie aus tropischen Regionen mit.

Ein anderer wichtiger Teil seiner Behandlung ist Aufklärung und Prävention, wie sich Krankheiten der Haut vermeiden lassen. Denn viele Hautkrankheiten sind, wie bereits erwähnt auf die Verwendung von zu vielen Kosmetika und / oder einer zu sterilen Umwelt zurückzuführen.

Man sieht, dass die Behandlungsmethoden eines Hautarztes vielerlei Naturen sein können und oftmals sehr spezifisch auf eine Krankheit ausgerichtet sind.

Wie diagnostiziert ein Hautarzt?

Hautärzte oder Dermatologen verwenden verschiedene diagnostische Mittel. Meist jedoch sind Krankheiten der Haut mit dem bloßen Auge zu erkennen, darum spielt die sog. „Blickdiagnose“ in der Dermatologie eine besonders große Rolle. Insbesondere dann, wenn es sich um Erkrankungen handelt, die beispielsweise als Spätfolgen eines Sonnenbrandes oder ähnlichem anzusprechen sind. Diese sind anhand von Bluttests nämlich nicht nachzuweisen. Alles in allem kann man sagen, dass die Augen die besten diagnostischen Mittel für den Dermatologen darstellen.

Natürlich werden auch Blutproben genommen, um z.B. entzündliche Prozesse nachweisen zu können. Wichtiger als Blutproben aber, sind oftmals Gewebe- bzw. Hautproben. Da diese die Natur vieler Erkrankungen zumeist sehr exakt und unmissverständlich wiedergeben.

Testet ein Hautarzt auf Allergien, so hat er hierfür ebenso eigens entwickelte Allergietests. Diese können bisweilen für den Patienten sehr unangenehm sein, erfüllen aber ihren Zweck.

Auch das Abtasten nach Knötchen und Verhärtungen kann sehr nutzbringend für das Stellen einer Diagnose sein.

Alles in allem lässt sich sagen, dass der Hautarzt über ein großes Spektrum diagnostischer Mittel verfügt, die in Gesamtheit die meisten dermatologischen Leiden sehr schnell und effizient erkennen können. Nichtsdestotrotz sind die Augen des Hautarztes immer noch das beste Diagnosemittel, das er hat, gepaart mit seiner Erfahrung natürlich.

Worauf sollte ich bei der Wahl eines Dermatologen achten

Da Dermatologen oft mehr von ihren Patienten zu sehen bekommen als anderen Ärzte, ist es wichtig, dass man Vertrauen zu seinem Hautarzt fassen kann. Das setzt ein gewisses Maß an Sympathie voraus. Ist diese nicht vorhanden kann es dem Patienten schwerfallen, sich vor dem Arzt zu entblößen. Das macht Sitzungen zäh und unangenehm für beide Seiten.

Es bietet sich daher an, bevor man sich für einen Hautarzt entscheiden, sich im Netz oder bei Bekannten schlau zu machen. Bei beiden findet man oft gute Tipps und Empfehlungen.

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