Kinderpsychologie

Seelische Stabilität für die Kleinen

Behandlung Kinderpsychologie

Die Kinderpsychologie befasst sich mit dem Erleben und Verhalten von Kindern und versucht positiv in die Entwicklung von Kindern einzugreifen.

Im Mittelpunkt stehen Personen, die sich im Lebensabschnitt zwischen der Geburt und Pubertät befinden.

Das Ziel, bestimmtes Verhalten zu stärken oder zu verändern, aber auch das Erleben von bestimmten Situationen zu verbessern.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Kinderpsychologie.

Was ist Kinderpsychologie?

Die Kinderpsychologie ist ein Teilbereich der Entwicklungspsychologie. Sie beschäftigt sich mit den Veränderungen von der frühen Kindheit über die Pubertät bis hin zur späten Adoleszenz. Die Entwicklung eines Kindes wird laut wissenschaftlichen Forschungen durch vier Faktoren beeinflusst, die genau untersucht und analysiert werden.

Zum einen haben genetische Faktoren einen Einfluss auf die Entstehung der Persönlichkeit. Diese werden im wissenschaftlichen Kontext auch Anlage-Faktoren genannt. Zum anderen haben exogene Einflüsse eine starke Auswirkung auf die Reifung eines Kindes.

Sozialisationsprozesse, wie zum Beispiel die Aufnahme in einem Kindergarten, der Schulbesuch und die Teilnahme an einem Sportkurs, zählen zu den exogenen Faktoren, aber auch das Lernen über die Lebenszeit hinweg, durch die Eltern hat einen Einfluss auf das Kind.

Des Weiteren spielen kritische Lebensereignisse eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Kindern, die je nach Intensität und nach Persönlichkeitstyp des Kindes unterschiedlich erlebt und verarbeitet werden.

ALS letztes haben innerpsychische Faktoren eine Auswirkung auf die Entwicklung eines Kindes. Darunter ist die bewusste Selbststeuerung, zum Beispiel in Bezug auf Lebenspläne, zu verstehen. Zu den inneren Faktoren zählen aber auch Selbstverwirklichungsaspekte und unbewusste dynamische Prozesse.

Entwicklung und Entstehung

Die Entwicklung der Kinderpsychologie reicht bis zum Naturforscher Charles Darwin (1809-1882) zurüCK. Allerdings wird der Ursprung des Forschungsgebietes auf zwei Psychologen zurückgeführt und zwar auf William Preyer (1814-1879) und Wiliam Stern (1871-1938).

Der Anfang der Kinderpsychologie wird 1882 mit Veröffentlichung des Werkes von Preyer gleichgesetzt, der ein Buch unter dem Titel „die Seele des Kindes“ herausbrachte. Wiliam Stern begann ein langjähriges Forschungsprojekt. Das Ziel seiner Untersuchung war es, durch Beobachtungen an seinen Kindern, das Verhalten und Erleben der kleinen Personen besser deuten und verstehen zu können.

Seine Ergebnisse fasste Wiliam, mit Hilfe seiner Frau Clara Stern (1877-1948), in einem Tagebuch zusammen. 1914 veröffentlichte Stern seine Forschung unter dem Titel „ Psychologie der Kindheit“, welches heute noch ein oft zitiertes Werk ist.

Funktion, Wirkung & Ziele – Behandlung & Therapie:

Die Kinderpsychologie beschäftigt sich mit den Veränderungen im Kindesalter und zwar bevorzugt mit denen, die zu Problemen führen. Dabei hat das Forschungsgebiet die Funktion, Probleme zu erkennen, zu analysieren und danach zu verändern.

Ein Ziel der Behandlung ist es, die Ressourcen von Kindern zu fördern. Das bedeutet zu erkennen, welche Fähigkeiten sie haben oder auch erlernen können, um mit schwierigen Situationen umgehen zu können. Dieser Behandlungsansatz wird auch Ressourcentherapie genannt.

Eltern werden häufig in die Gespräche mit eingebunden, da sie zu einem wichtigen Einflussfaktor während der Entwicklung des Kindes zählen. Ein großer Teil der Wissenschaftler investieren ihre Zeit heutzutage in die Präventation von psychischen Störungen.

  • Veränderungen des Verhaltens
  • Veränderungen des Erlebens
  • Minderung psychischer Störungen

Durchführung & Wirkungsweisen:

In der Regel kommt eine Therapie bei Kindern erst zum Einsatz, wenn deutliche Auffälligkeiten im Verhalten des Kindes zu erkennen sind. Aber auch emotionale Belange der Kinder werden bearbeitet. Es kommt nicht selten vor, dass auch Kinder an Depressionen leiden.

Die Durchführung einer Therapie kann in diesem Fall sinnvoll sein, dauert aber meistens mehrere Jahre. Das positive ist, dass Kinder mehr von Ihren Gefühlen Preis geben. Allerdings fällt es Ihnen noch schwer sich selbst zu reflektieren. In diesem Aspekt hilft der Therapeut. Eine Therapie braucht meistens etwas länger bis sie wirkt, allerdings sind die Veränderungen auch nachhaltig.

Hilft gegen:

Aus der Liste ist zu erkenne, das die Kinderpsychologie ein breites Spektrum an Behandlungsbereichen abdeckt. Des Weiteren beschäftigt sich die Forschung mit der Motorik, Sensorik, sowie die emotionale, kognitive und psychische Entwicklung, sowie die Selbstwahrnehmung der Kinder.

Fördert und stärkt:

  • Sprache
  • körperliche Empfindungen
  • Selbstkonzept
  • emotionale Stabilität

Heutzutage hat sich die Kinderpsychologie auf unzählige Bereiche spezialisiert. Fördernd und unterstützend wirkt sie im größten Teil in den Bereichen der Sprachentwicklung, Motorik, Sensorik, der körperlichen Entwicklung, kognitive Entwicklung, emotionale Entwicklung, Selbstkonzept, Geschlechterrolle, moralische Entwicklung und in der sozialen Entwicklung.

Diagnose und Untersuchungsmethoden:

Behandlung Kinderpsychologie

Die Probleme werden von einem speziell ausgebildeten Therapeuten diagnostiziert. Daraufhin wird eine passende Behandlung individuell abgestimmt auf das Kind ausgearbeitet. Zum Beispiel wird des Öfteren eine Spieltherapie angewendet.

Diese soll den natürlichen Spieltrieb des Kindes verstärken, wodurch das Kind kritische Lebensereignisse besser verarbeiten kann.

Durch Rollenspiele haben Therapeuten die Chance, an tiefer liegende Probleme der Kinder heranzukommen.
Eine Art diese durchzuführen besteht darin, dass das Kind ein Puppenhaus einrichtet. Dadurch kann der Therapeut einen Einblick in die Familienkonstellation bekommen.

  • Spieltherapie
  • Rollenspiele

Risiken und Nebenwirkungen:

  • Μögliche Nebenwirkungen von Medikamenten

Akute Risiken oder Nebenwirkungen gibt es bei einer Kindertherapie eigentlich nicht, da meistens Gespräche geführt werden. Zum Teil werden allerdings auch Medikamente verabreicht. Besonders im Bereich der ADHS– und ADS-Störungen, werden Arzneimittel eingesetzt. In diesem Fall kann es sein, dass die Medikamente Nebenwirkungen aufweisen und sollten vor der Einnahme mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen:

Es sind auch keine belegten Gegenanzeigen und Wechselwirkungen bekannt. Eine positive Wechselwirkung der Kinderpsychologie besteht darin, dass die Kleinen häufig nicht den Eindruck haben, dass sie sich in einer Therapie befinden.

Durch die spielerische Herangehensweise an bestimmte Probleme und Themen fühlen sich die Kinder nicht unter Druck gesetzt und können sich leichter öffnen. Entspannungstechniken werden vermittelt und helfen dabei, den Stress aus dem Alltag abzubauen.

Wer behandelt:

  • Kindertherapeuten
  • Kinderpsychologen

Die Kinder werden von speziellen ausgebildeten Kinderpsychologen behandelt. Diese müssen ein 12-semestriges Studium erfolgreich abgeschlossen haben und danach noch eine zusätzliche Ausbildung absolvieren. Diese Weiterbildung zum Therapeuten dauert in der Regel zusätzliche 4-5 Jahre.

Dadurch haben die behandelnden Psychologen fundiertes Fachwissen, dürfen aber erst ab einer bestimmten Jahreszahl an Erfahrungen die Kinder behandeln. Zu deren Aufgaben gehören die selbstständige Diagnose und Behandlung von psychischen Störungen bei Kindern.

Allerdings ist es auch wichtig, dass ein Therapeut einschätzen kann, ob es sich um ein tatsächliches Problem oder nur um eine Phase bei dem Kind handelt, die nach einiger Zeit wieder vorüber geht.

Fazit:

Im Großen und Ganzen wird die Kinderpsychologie als eine wichtige Behandlungsmethode zur Bewältigung von psychischen Störungen angesehen. Erleben und Verhalten kann verändert werden. Außerdem sind die Behandlungsansätze sehr schonend, da keine schwerwiegenden Risiken und Nebenwirkungen nachgewiesen wurden.

Im heutigen Zeitalter nimmt die psychische Belastung auch bei Kindern immer stärker zu, da sie einem hohem Leistungsdruck ausgesetzt sind. Infolgedessen ist es wichtig, dass auch die kleinen Patienten lernen mit unangenehmen Gefühlen umzugehen. Aus diesem Grund ist Kinderpsychologie in unserer Gesellschaft kaum noch wegzudenken.

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