Autismus

Steckbrief: Autismus

  • Name(n): Autismus; ASS
  • Art der Krankheit: Psychische Störung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 18. Jahrhundert
  • Behandelbar: Nein
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: etwa 1;1% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Kinderarzt; Psychologe; Neurologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – F00-F99 – F80-F89 – F84

Autismus- Anders ALS die andern

AutismusBei dem Begriff Autismus (aus dem griechischen „autos“ = selbst) handelt es sich um die Sammelbezeichnung für sehr tiefgreifende, neurologische Entwicklungsstörungen. Diese können bereits in den ersten drei Lebensjahren auftreten, sind aber zumeist erst zwei bis drei Jahre später diagnostizierbar. Zu diesem Zeitpunkt ist der Autismus in aller Regel bereits vollständig ausgebildet. Autismus bezeichnet man oftmals auch als Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oder als Störung der Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung.

In letzter Zeit hat sich ASS als Oberbegriff für sämtliche Autismus-Erkrankungsformen eingebürgert. Autismus gilt als sehr schwerwiegende und noch weitgehend unerforschte Krankheit, die sämtliche Lebensbereiche des Betroffenen stark beeinflusst.

Definition Autismus

Die Krankheit führt zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der sozialen und kommunikativen Fähigkeiten des Betroffenen und zieht dadurch auch die Angehörigen des Erkrankten in starke Mitleidenschaft. In schweren Fällen ist es selbst für Familienangehörige nicht mehr möglich, mit dem Betroffenen zu kommunizieren, auch ist dessen Wahrnehmungsfähigkeit stark beeinträchtigt. Auf niemanden passt das Beispiel des Schneckenhauses besser, in das sich der Autist aufgrund seiner Krankheit geradezu einkapselt. Er lebt in einer eigenen, privaten Welt, daher zielen sämtliche Behandlungsbemühungen darauf ab, ihn aus seinem Schneckenhaus hervorzulocken. Es gibt sehr viele und unterschiedliche Symptome, die den Verdacht einer Autismus-Erkrankung nahelegen. Einigermaßen sinnvoll zusammengefasst lassen sie sich in drei Typen aufteilen:

  • stereotypes und ritualisiertes Verhalten
  • schwere Beeinträchtigung von Sprache und Kommunikation
  • unzureichend ausgeformte soziale Fähigkeiten

Man unterscheidet zwischen Autismus bei Kindern, dem Asperger-Syndrom und dem atypischen Autismus. Das Asperger-Syndrom steht für die eher milde Form des Autismus, beim atypischen Autismus stellt man die Erkrankung dagegen erst nach dem dritten Lebensjahr fest. Die Grenzen zwischen diesen drei Ausprägungsformen sind jedoch fließend, zumal in neuester Zeit zunehmend leichtere Mischformen dieser Entwicklungsstörung zu diagnostizieren sind. Autismus kann oft auch in milder und kaum bemerkbarer Form auftreten, bei stärkerer Ausprägung dagegen sind die verbalen und non-verbalen Kommunikationsfähigkeiten derart eingeschränkt, dass es dem Betroffenen unmöglich ist, am „normalen“ gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Autismus ist bislang nicht heilbar, daher beschränkt sich die Behandlung auf die Anwendung unterschiedlichster Therapien. Diese haben allesamt das Ziel, die Symptome des Autismus, soweit möglich, zurückzudrängen und damit dem Betroffenen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben weitestgehend zu ermöglichen.


Was ist Autismus?

Unter Autismus versteht man eine neuronale Entwicklungsstörung, die sich besonders dadurch hervortut, indem sie die sozialen Fähigkeiten des betroffenen Individuums stark einschränkt. Das gilt sowohl für nonverbale als auch für verbale Aspekte der Kommunikation. Darüber hinaus zeigt sich Autismus besonders häufig durch zwanghafte repetierende Verhaltensmuster, aus denen der Erkrankte nicht entkommen kann.

Anzeichen dafür, dass der eigene Nachwuchs an Autismus leiden könnte, bemerken Eltern zumeist binnen der ersten zwei Jahre des Lebens ihrer Kinder. Insbesondere im direkten Vergleich mit anderen Gleichaltrigen. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass sich die Zeichen, mit denen sich das vorliegende Leiden ausdrückt, mit Voranschreiten der Zeit gradual aufbauen und nicht plötzlich mit voller Wucht einsetzen. Tatsächlich kann es sogar der Fall sein, dass manche betroffenen Kinder sich zunächst vollkommen normativ entwickeln und von gesunden Individuen nicht zu unterscheiden sind. Plötzlich jedoch verlernen sie Erlerntes wieder und machen bezüglich ihrer Entwicklung immense Rückschritte. Nicht zuletzt deswegen ist es von besonderer Wichtigkeit, dass Eltern stets und stetig darauf achten, dass ihr Nachwuchs sein Wissen und Können konstant vermehrt und nicht dazu neigt, einzelne erlernte Fähigkeiten wieder zu vergessen. Sollte dies der Fall sein, sollte man das als klaren Indikator für das Vorhandensein einer Entwicklungsstörung ansehen.

Die allgemeinen auf einen Autismus hindeutenden Symptome lassen sich in der aller Regel bereits sehr früh erkennen. Es ist generell davon auszugehen, dass Kinder vor ihrem dritten lebensjahr bereits Anzeichen dafür zeigen, am vorliegenden Leiden erkrankt zu sein.

Die genauen zur Entstehung der Krankheit führenden Faktoren sind (noch) nicht komplett entschlüsselt. Nichtsdestotrotz gibt es eine Reihe plausibler Gründe, die vermutlich dazu beitragen, dass sich Autismus etabliert. Alles in allem ist davon auszugehen, dass eine ungünstige Kombination genetischer und umweltlicher Faktoren dafür Sorge trägt, dass ein Kind an Autismus erkrankt. Darüber hinaus sollte man nicht außer Acht lassen, dass einige Fälle von Autismus klar mit gewissen Infektionen verknüpft werden können, die während der Schwangerschaft auftreten. Besonders Röteln sind hier zu nennen. Aber auch der Missbrauch von Alkohol und sonstigen Drogen können das Entstehen der vorliegenden Krankheit befördern.

Unglücklicherweise halten sich bei vielen Menschen beinahe schon an Idiotie grenzende Gerüchte, dass Autismus durch gewisse Impfstoffe hervorgerufen werden könne. Diese schlicht und ergreifend fehlerhafte Information hält sich in gewissen Teilen der Welt jedoch hartnäckig – vornehmlich in den USA und der Balkanregion. Personen, die sich diesem Irrglauben verpflichtet fühlen, bezeichnen sich selbst zumeist als „Anti-Vaxxer“ (zu Deutsch: Anti-Impfer). Diese Menschen sehen vorsätzlich in der Hoffnung, ihren Nachwuchs vor Autismus zu schützen, davon ab, ihre Kinder zu impfen. Das ist jedoch Schwachsinn. Kein Impfstoff ist dazu in der Lage eine neuronale Entwicklungsstörung hervorzurufen. Diese treten aufgrund genetischer Faktoren auf. Impfstoffe aber sind nicht dazu imstande, den genetischen Code eines menschlichen Wesens zu verändern.

Aber das ist nicht alles, was dieses Verhalten so immens gefährlich macht. Durch das selektive Aussitzen von Impfungen gegen Krankheiten, die als ausgestorben galten, werden die Menschen für dieselben wieder anfällig. So kommt es nicht in diesen Kreisen nicht selten vor, dass Kinder Leiden erliegen, denen schon seit Jahrzehnten kein Mensch mehr erliegen musste. Besonders Polio, Pertussis und Hepatitis sind hierbei zu nennen. Man hilft seinem Kind also auf keinster Weise, wenn man davon absieht, es impfen zu lassen, sondern trägt lediglich dazu bei, die Mortalitätsrate in der jüngsten Generation zu steigern.

In die Deutschland hat die Anti-Vaxxer-Bewegung glücklicherweise nur sehr wenige Anhänger. Diesbezüglich deutet sich auch keine Trendwende an. Es ist daher davon auszugehen, dass die deutsche Bevölkerung sich darüber im Klaren ist, dass es sich bei dieser Theorie um Schwansinn handelt und gut aufgeklärt wurde.

Es ist nicht leicht zu erklären, was genau Autusmus mit dem Gehirn eines betroffenen anstellt, grob zusammenfassen lässt sich jedoch, dass die allgemeine Bearbeitung und Auswertung erhaltener Informationen seitens des Gehirns nur stark eingeschränkt und nicht normativ möglich ist. Die Nervenzellen und Synapsen scheinen bei Erkrankten anders zu arbeiten, als bei gesunden Menschen. Die genauen Mechanismen jedoch sind noch nicht entschlüsselt und verbleiben Gegenstand der Forschung.

Eine möglichst früh einsetzende Verhaltenstherapie und logopädische Nacherziehung können dazu beitragen, die aufgrund des vorliegenden Autismus auftretenden Symptome geringfügiger zu halten, als sie sonst wären. In leichten Fällen ist es sogar möglich, dass Betroffene mittels einer frühen Therapue ausreichende Fähigkeiten bezüglich der Selbstversorgung, des sozialen Miteinanders sowie der Kommunikation erwerben. Ist dies der Fall, können sie meist trotz ihres Leidens im späteren Leben relativ gesellschaftskonform funktionieren und fallen kaum auf.

Obgleich es keine medizinischen Möglichkeiten gibt, Autismus komplett zu kurieren, liegen der Schulmedizin einige Fallberichte vor, nach denen es einigen Erkrankten möglich war, vollkommen zu gesunden. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um sehr seltene Einzelfälle und man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass der eigene Nachwuchs, insofern betroffen, auch dieses glückliche Schicksal erleiden könnte. Tatsächlich gestaltet es sich in Wahrheit meist anders. Die meisten Betroffen sind auch nach Erreichen des Erwachsenenalters nicht dazu in der Lage alleine und selbstständig ihren Alltag zu bestreiten. Sie bedürfen mehr oder weniger konstanter Betreuung und Pflege. Zwar haben viele Leute im Hinterkopf, dass Autisten über sog. „Inselbegabungen“ verfügten und damit auf bestimmten Gebieten Großes zu vollbringen in der Lage seien, aber auch das sind eher romantisierte Hirngespinste. Die meisten Autisten sind keine Genies und schlich und einfach nicht sozial integrierbar. Die wenigsten verfügen über ein besonders hohes Fachbezogenes Potential. Allgemein hin ist davon auszugehen, dass es in etwa so viele „Genies“ mit Autismus gibt, wie es auch gesunde Genies gibt. Es handelt sich also alles in allem zumeist nur um Einzelfälle.

Da die Diagnose Autismus immer häufiger auftaucht, hat sich in einigen Regionen der Erde eine regelrechte „Autismus Kultur“ entwickelt. Vorrangig in den USA. Diese versucht die Rechte von Autisten zu stärken und setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass man Autismus nicht mehr als Krankheit ansieht, sondern vielmehr als andere Art der geistigen Gesundheit. Inwieweit dies sinnvoll ist und sinnvoll sein kann, ist ein sehr streitwertes Thema. Sicherlich ist aber allgemein davon auszugehen, dass Menschen, die aufgrund einer neuronalen Minderleistung nicht dazu in der Lage sind, ihren Alltag selbstständig zu meistern, nicht auf eine Stufe mit vollkommen selbstständig lebensfähigen Individuen gestellt werden sollten.

Basierend auf Schätzungen und Statistiken ist davon auszugehen, dass zur Zeit etwa 25 Millionen Menschen weltweit an einer Form von Autismus leiden. Das ist ein enormer Anstieg verglichen mit vorhergehenden Jahrzehnten. Die Gründe hierfür sind nicht klar, es kommen jedoch einige recht plausible Theorien zum Tragen. Die wohl gängigste Erklärung hierfür ist, dass die Diagnose für Autismus schlicht besser und effektiver geworden ist. Auch gehen einige Ärzte und Forscher davon aus, dass Eltern ihren Kindern Autismus anerziehen, weil diese aufgrund medialer Beeinflussung davon überzeugt sind, dass ihr Kind an dieser Störung leide. Inwieweit dies jedoch verifizierbar ist, ist fraglich. Gänzlich auszuschließen ist es jedoch nicht.

Zudem betrifft Autismus Jungen wesentlich öfter als Mädchen. Die Gründe hierfür sind nicht gänzlich geklärt, man vermutet jedoch oftmals einen soziokulturellen Hintergrund. Da Mädchen allgemein hin mehr dazu tendieren, etwas „in ihrer eigenen Welt zu leben“, werden besonders leichtere Formen des Autismus bei nämlichen nicht als solcher wahrgenommen, sondern vielmehr als typisch weibliches Verhalten. Das verzerrt die Statistiken natürlich ungemein.

Abschließend sei also zu erwähnen, dass es sich bei Autismus um ein neuronales Leiden handelt, dass ganz klar auf dem Vormarsch ist. Jedes Jahr werden mehr und mehr Fälle diagnostiziert und mehr und mehr Eltern müssen lernen, mit dieser Krankheit umzugehen. Nicht zuletzt darum steigt auch das allgemeine öffentliche Interesse an Autismus immer mehr und rückt in den Mittelpunkt. Auch die allgemeine Forschung zu dieser Krankheit gewinnt an Wichtigkeit. Dennoch sollte man auch in nächster Zukunft keine allzu bahnbrechenden Erfolge erwarten. Das menschliche Gehirn und die darin geschehenden Vorgänge sind hochgradig komplex und noch kaum durchdrungen. Es wird Jahrzehnte in Anspruch nehmen, selbst geringfügige diesbezügliche Erkenntnisse zu gewinnen. Ebenso wird es also auch noch sehr lange dauern, bis Wissenschaft und Forschung dazu in der Lage sein werden, eine Kur oder auch nur einen Heilungsansatz für den Autismus zu konzipieren, der über einen therapeutischen und logopädischen Horizont herausreicht.
Xxx

Welche Ursachen gibt es?

Bei Autismus handelt es sich um eine biologische und chemische Veränderung wichtiger Gehirnfunktionen. Wodurch diese ausgelöst werden, konnte bislang trotz intensiver, wissenschaftlicher Forschung noch nicht ermittelt werden.

Es wird vermutet, dass eine Kombination verschiedener Faktoren die Entstehung dieser Krankheit begünstigt. Unter den ebenso zahlreichen wie unterschiedlichen, möglichen Verursachern von Autismus zählt die Forschung derzeit Veränderungen im Verdauungstrakt, eine Quecksilbervergiftung, allergische Reaktionen auf bestimmte Impfungen, oder auch die unzureichende Fähigkeit des Körpers, Vitamine zu verarbeiten.

Schon alleine aufgrund der Unterschiedlichkeit dieser vermuteten Faktoren lässt sich ersehen, dass die Autismus-Forschung erst am Anfang steht. Die allermeisten dieser Verdachtsmomente begründen sich letztlich auf unbewiesener oder unbeweisbarer Spekulation. Viele dieser Faktoren dürften daher von der Wissenschaft in naher Zukunft von jedem Verdacht reingewaschen werden. Allerdings scheint ziemlich sicher zu sein, dass auch genetische Faktoren als Ursache für eine Autismus-Erkrankung infrage kommen. Sollte beispielsweise ein eineiiger Zwilling an Autismus erkranken, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch der zweite Zwilling daran erkrankt, deutlich höher als bei zweieiigen Zwillingen oder anderen Geschwistern.

Sollte ein Familienmitglied autistisch bedingte Sprachprobleme haben, so betrifft dies oftmals auch andere Familienmitglieder. Selbiges gilt auch für mutierte Chromosomen, die ebenfalls zu den verursachenden Autismus-Faktoren gezählt werden: wenn sie auftreten, dann gehäuft und oftmals innerhalb einer Familie, in der bereits ein Mitglied an Autismus erkrankt ist. Seltsam und bislang unerklärlich für die Wissenschaft ist nicht zuletzt auch, dass Autismus vier Mal eher beim männlichen als beim weiblichen Geschlecht auftritt. Aber in einem ist sich die Forschung absolut einig: Erziehung, Lebensstil, Ernährung, Rasse, Familieneinkommen oder gar die Religionszugehörigkeit haben nicht den geringsten Einfluss auf die Entstehungswahrscheinlichkeit von Autismus.

Darüber hinaus können auch noch viele weitere Gründe eine Rolle im Entstehen dieser Krankheit spielen. Wohl auch solche, die die Wissenschaft bis dato noch nicht in der Lage war zu identifizieren. Denn bei neuronalen Erkrankungen tut sich die moderne Forschung nach wie vor recht schwer. Zwar liegen die Gründe der Entstehung des vorliegenden Leidens nicht mehr allzu sehr im Dunklen, so wie etwa noch vor einigen Jahrzehnten, aber vollends erschlossen sind sie ebenfalls nicht. Dennoch kann man davon ausgehen, dass die allgemein anerkannten Ursachen durchaus der Wahrheit entsprechen und tatsächlich eine gewisse Verantwortung dafür tragen, dass es zum Ausbruch des Leidens kommt. Die genauen Vorgänge im Gehirn geben der Forschung dennoch auch weiterhin Rätsel auf.

Da Autismus in letzter Zeit immer häufiger aufzutreten scheint, gehen nicht wenige Forscher davon aus, dass sich auch die begünstigenden Faktoren für diese Krankheit in gewisser Art und Weise verstärkt haben. Um diese These bestätigen zu können, müsste man allerdings zuvörderst besagte Faktoren klar und deutlich definieren. Dies ist nach dem jetzigen Stand der Wissenschaft nicht möglich. Vermutlich scheinen sich die Fälle lediglich deswegen zu häufen, da immer mehr Menschen wissen, was Autismus ist und wie man ihn definiert. Das führte zu einer flächendeckenderen Kenntnis die vorliegende Krankheit betreffend und beförderte also auf diese Weise auch die Frequenz, mit der dieses Leiden zu erkennen ist.

Einige Forscher gehen darüber hinaus davon aus, dass einige Fälle von Autismus „anerzogen“ sind. Sie behaupten, dass besonders übereifrige Eltern dazu tendieren, viele Dinge in das Verhalten ihrer Kinder zu interpretieren, die schlicht nicht der Wahrheit entsprechen. Somit vermuten Eltern dieses Schlags schon hinter den kleinsten Unstimmigkeiten einen weltbewegenden Mangel, so wie beispielsweise Autismus. Sind die Eltern allzu fest davon überzeugt, ihr Kind leide an dieser Störung und richten sie darum ihre Erziehung dergestalt anders aus, kann es durchaus sein, dass das Kind autistische Verhaltenszüge im Rahmen dieser Erziehung „erlernt“. Konkrete Fallbeispiele gibt es einige, besonders aus den USA. Gerade darum ist es wichtig, bei Autismus keine Selbstdiagnosen zu stellen, sondern einen Arzt zu konsultieren.

Impfungen als Ursache
Wie bereits eingänglich erwähnt, vermuten einige Menschen (Tendenz steigend), dass Impfstoffe dazu beitragen könnten, Autismus auszulösen. Das ist jedoch schlicht und ergreifend falsch. Diese Theorie etablierte sich vor einigen Jahren in den USA und war Teil einer gescheiterten Marketingkampagne, die die Pharmaindustrie schwächen sollte. Selbst der Urheber dieser Fehlinformation, ein amerikanischer Arzt, hat seitdem seine These mehrfach widerrufen und angegeben, diese lediglich gegen Bezahlung von Pharmagegnern aufgestellt zu haben. Aber selbst dieser Widerruf konnte viele Anhänger dieser Theorie nicht davon abbringen, sie auch weiterhin für bare Münze zu nehmen.

Menschen, die dieser „Glaubensrichtung“ angehören bezeichnen sich selbst als „Anti-Vaxxer“. Ihren größten Stand haben sie wenig überraschend in den USA, aber auch in anderen Ländern sind die unglücklicherweise auf dem Vormarsch. Besonders in den Regionen des ehemaligen warschauer Pakts. So kam es es aufgrund des Ausbleibens von Impfungen in den letzten Jahren in östlichen Metropolen immer wieder zu epidemischen Ausbrüchen vermeidbarer Krankheiten. Ein beunruhigender Trend.

Im restlichen Europa erfreuen sich diese hanebüchenen Thesen zum GlüCK keiner allzu großen Beliebtheit und können daher auch nicht mit einer großen Anhängerschaft aufwarten. Hoffentlich bleibt es dabei. Durch das selektive Unterlassen einer Impfung gefährdet man nämlich nicht nur das eigene Kind, sondern auch viele andere Menschen. Nämlich solche, die aufgrund realer Unverträglichkeiten nicht gegen manche Krankheiten geimpft werden können und darum grundsätzlich anfällig für solche sind.

Davon abzusehen, seinen Nachwuchs zu impfen ist also nicht nur gefährlich, sondern darüber hinaus auch noch unverantwortlich den eigenen ungeimpften Kindern gegenüber sowie auch gegenüber vielen anderen Menschen. Man spielt im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Leben von Menschen und das alles für eine wirre, unbestätigte und vom Urheber widerrufene Theorie. Man sollte der von den Anti-Vaxxern verbreiteten Propaganda darum auf keinen Fall Gehör schenken und dafür sorgen, dass dieser Irrglauben sich in unseren Breiten nicht weiter verbreitet.


Symptome & Anzeichen

Es gibt viele Anzeichen, welche auf eine eventuell vorliegende Autismus-Erkrankung hindeuten. Insbesondere beim sogenannten frühkindlichen Autismus sind Defizite in der Kommunikation, beim gemeinsamen Spielen wie überhaupt im sozialen Umgang mit Mitmenschen verdächtig. Auch sich ständig wiederholende oder stereotype Verhaltensweisen könnten ein Warnzeichen sein. Autismus kann sich auch an mannigfachen – und für sich alleine genommenen eigentlich harmlosen –Kleinigkeiten manifestieren: etwa wenn ein 14-monatiges Kind niemals mit dem Finger auf einen Gegenstand zeigt, wenn es darauf aufmerksam machen will und auch nicht auf einen Gegenstand blicken will, der ihm von seiner Mutter gezeigt wird.

Etwas ältere, autistisch veranlagte Kinder sind selten oder nur sehr schwer in der Lage, ein Gespräch zu beginnen oder dieses aufrecht zu halten, die Sprachentwicklung verzögert sich, Gesten und unsinnige Reime ersetzen das normale Gespräch. Dafür werden viele unsinnige Wörter auswendig gelernt und endlos wiederholt. Die „Ich“-Form wird im Gespräch selten benutzt, statt „Ich habe Hunger“ sagt das autistisch veranlagte Kind „Er (oder man) hat Hunger“.

In manchen Fällen zeigen sich auch Symptome spontaner Aggressivität, denen keine Ursache zugrunde zu liegen scheint. Manche dieser autistisch bedingten Verhaltensweisen erinnern in ihrer Ausprägung auch an Schizophrenie, diese hat aber ansonsten nichts mit Autismus zu tun.

Plötzliches Auftreten
Manche Kinder durchlaufen in den ersten zwei Lebensjahren anscheinend eine völlig normale Entwicklung, bis sich irgendwann und völlig unvermutet ihre sozialen Fähigkeiten und ihr Sprachvermögen zurückentwickeln. Manchmal zeigen Betroffene auch ungewöhnliche Leidenschaften für irgendwelche Gegenstände oder bestimmte sich wiederholende Körperbewegungen und haben deutliche Schwierigkeiten, Veränderungen ihrer Umwelt oder ihrer Routine-Tätigkeiten zu antizipieren. Auch die Sinneswahrnehmungen entsprechen bei Betroffenen oftmals nicht denen eines Gesunden. Autismus-Erkrankte reagieren oft empfindlich auf sämtliche Außenreize, die ihre Sinne des Hörens, Sehens, Fühlens, Schmeckens oder Riechens beeinflussen. Auch verweigern viele autistisch veranlagte Kinder das Tragen von „kratziger“ Wäsche. Viele der beschriebenen Faktoren treten bei den Betroffenen in unterschiedlicher Kombination und Ausprägung auf.

Beim Asperger-Syndrom handelt es sich um eine relativ milde Form des Autismus. Hier treten nur sehr selten Defizite in der kognitiven Entwicklung auf. Asperger-Patienten besitzen in aller Regel eine normale, in manchen Bereichen sogar außergewöhnlich hohe Intelligenz. Man erkennt das Asperger-Syndrom daher vor allem an Auffälligkeiten in der psychomotorischen Entwicklung und der sozialen Interaktion, also an der mangelhaft ausgeprägten Fähigkeit des Betroffenen, mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Auch sind dessen Wahrnehmung und Verarbeitung von Umweltreizen und Sinneseindrücken stark eingeschränkt.

Aber all diese Symptome sind zwar verdächtig, jedoch noch lange kein Beleg für das Vorliegen einer Autismus-Erkrankung. Stattdessen könnte ein solches Verhalten auch auf andere Ursachen zurückzuführen oder auch als normaler, introvertierter Charakterzug durchgehen. Eine Diagnose sollte daher nur entsprechend qualifiziertes Fachpersonal vornehmen.

Kurzübersicht über die Symptome:

Kommunikative und interaktive Symptome

  • Unfähigkeit oder Unwilligkeit auf den eigenen Namen zu reagieren und scheinbares Nicht-Hören von befehlen und Aufforderungen
  • Wehrt sich gegen Zärtlichkeiten wie Kuscheln und Streicheln und spielt lieber für sich alleine – Rückzug in die eigene Welt
  • Hält keinen direkten Augenkontakt und verfügt über sehr geringe Mimik im Gesicht
  • Spricht nicht, spricht langsam oder verlernt / vergisst Wörter und Sätze
  • Kann kein Gespräch beginnen oder am Laufen halten. Spricht ausschließlich, um Wünsche zu äußern oder Objekte zu benennen
  • Benutzt eine abnormale Stimme. Von leichtem Singsang, bis hin zu roboter-ähnlichen Lagen ist alles möglich
  • Wiederholt Sätze und / oder einzelne Wörter immer wieder, kann diese aber nicht in einen sinnvollen Kontext bringen
  • Versteht selbst einfachste Fragen oder Richtungsanweisungen nicht
  • Drückt keine eigenen Gefühle oder Emotionen aus und scheint auch die Emotionen und Gefühle seiner Mitmenschen nicht deuten zu können
  • Lenkt keine Aufmerksamkeit hin zu Objekten, um sich mit anderen darüber auszutauschen
  • Weist unangemessenes Verhalten auf. Passivität, Aggressivität oder allgemein störendes Benehmen

Muster im Verhalten

  • Bewegungen werden immer wieder wiederholt, z.B. klatschen, schnipsen, wackeln, wiegen, sich drehen und in extremen Fällen auf den Kopf gegen andere Objekte schlagen
  • Bildet im laufe der Zeit sehr spezifische Routinen und Verhaltensmuster aus und reagiert stark überfordert, sobald sich diese auch nur im geringsten ändern
  • Befindet sich in konstanter Bewegung
  • Verweigert sich bei Hilfeleistungen und ist unfähig sich auf Änderungen einzulassen
  • Weist teils starke Probleme mit der Koordination auf
  • Bedient sich seltsam anmutender Bewegungsmuster, darunter fallen Beispielsweise eine sehr steife Haltung, auf den Zehen gehen, übertriebene Gestikulationen oder allgemeine Tollpatschigkeit
  • Ist oftmals von Einzelheiten und Details eines Objekts sehr angetan, begreift aber das große Ganze nicht. Beispielsweise können die Propeller eines Spielzugflugzeugs den betroffenen für Stunden fesseln, wohingegen das Flugzeug selbst für selbige vollkommen uninteressant ist
  • Zeigt oftmals eine stark erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht, lauten Geräuschen und direkten Berührungen auf, scheint aber in Bezug auf akuten Schmerz keinerlei Empfindungen zu haben
  • Ist unfähig, an phantasievollen Spielen teilzunehmen oder das Verhalten seiner Spielkameraden nachzuahmen
  • Kann sich mit abnormem Interesse auf eine Tätigkeit oder ein Objekt fixieren und alles andere darum herum ignorieren
  • Zeigt oftmals sehr seltene Präferenzen im Bereich Nahrung auf. Oftmals kommen nur bestimmte Lebensmittel oder Lebensmittel einer bestimmten Farbe oder Beschaffenheit infrage, wohingegen alles andere auf ketegorische Ablehnung stößt

Diagnose & Krankheitsverlauf

Zu Diagnosezwecken legt der zuständige Kinderarzt zumeist ein besonderes Augenmerk darauf, ob das zu behandelnde Kind eventuell Zeichen einer rückständigen Entwicklung aufzeigt. Hierzu zählen oftmals eine schwach ausgeprägte Sprache, Minderleistungen in Koordination und Motorik und / oder die Unfähigkeit, neue Dinge schnell zu erlernen und anzuwenden. Sollte das Kind allgemeine Anzeichen für eine solche Störung oder Fehlentwicklung aufweisen, kann man mit einer Überweisung zu einem Spezialisten rechnen. Bei diesen handelt es sich zumeist um Kinderpsychologen, Neurologen mit Schwerpunkt Kindern oder Ärzte, die sich auf die Entwicklung von Kindern spezialisiert haben.

Diese Ärzte sind speziell geschult und im Umgang mit Autismus erfahren. Dadurch können sie die potentiell betroffenen Kinder besser diagnostizieren und ggf. behandeln, als der Kinderarzt. Aber auch die Spezialisierung und Erfahrung ändert zumeist nur wenig an dem Umstand, dass Autismus nicht besonders fallspezifisch und damit immens schwer zu diagnostizieren ist. Die teils großen Unterschiede in Ausprägung und Intensität erschweren eine Diagnose ungemein und können darum fehlerhafte Schlussfolgerungen oftmals nicht a priori ausschließen.

Da es keine speziellen klinischen Tests zur Feststellung der vorliegenden Krankheit gibt, bedient sich der zuständige Mediziner vermutlich der folgenden diagnostischen Mittel:

  • Beobachtung des Kindes und Rücksprache mit den Eltern über die sozialen Fähigkeiten desselben und wie es sich in letzter Zeit entwickelt oder verändert hat
  • Versuche dahingehend festzustellen, welchem Alter die sprachlichen und motorischen Fähigkeiten des Kindes entsprechen. Hierzu dienen Worterkennungspiele und bspw. Puzzles
  • Zwangweises Aussetzen des Kindes in Situationen, die soziale Interaktion erfordern und Beobachtung des hieraus erfolgenden Verhaltens
  • Zweit- und Drittmeinungen holen behandelnde Ärzte bei vermutetem Autismus nicht selten ein
  • Genetische Analysen sind vorzunehmen, um ausschließen zu können, dass dem Verhalten eine genetische Fehlbildung zugrunde liegt

Alles in allem sind die diagnostischen Mittel, die der modernen Schulmedizin zur Verfügung stehen also durchaus ausreichend dafür zu determinieren, ob es sich bei der vermuteten Krankheit tatsächlich um Autismus handelt oder doch um ein anderes Leiden. Dennoch sollte man diesbezüglich nicht auf Wunder hoffen. Eine Diagnose kann sich recht lange hinziehen und darüber hinaus auch durchaus Fehler aufweisen. Zwar kommt es statistisch betrachtet immer seltener zu fehlerhaften Diagnosen, aber dennoch können sie vorkommen. Nicht zuletzt darum kann es sehr vorteilig sein, sich als potentiell betroffener Elternteil selbst auch theoretisch mit dem vorliegenden Leiden auseinanderzusetzen und auf diese Art und weise dazu beitragen zu können, das verhalten des Kindes nicht nur zu verstehen, sondern auch zu interpretieren.

Dennoch sollte man auf keinen Fall zögern, wenn es darum geht, einen Arzt aufzusuchen und sich sich eine Diagnose einzuholen. Gerade bei einer früh einsetzenden Therapie kann einem Kind noch sehr stark geholfen werden. Teilweise sogar dermaßen, dass es selbständig dazu in der Lage sein kann, sich durch gewisse alltägliche Situationen ohne weitere Betreuung zu manövrieren. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn es darum geht sein Kind, trotz der Erkrankung, auf sein späteres Leben vorzubereiten.
Weitere diagnostische Kriterien
Um sicher davon ausgehen zu können, dass das zu untersuchende Kind tatsächlich aAutismus leidet, sollte es folgende Probleme aufweisen:

  • Unfähigkeit, das Prinzip von „Nehmen und Geben“ zu verstehen und umzusetzen – Hiermit ist gemeint, dass Betroffene oftmals gar nicht oder nur sehr eingeschränkt dazu in der Lage sind, sich beispielsweise an einem normalen Gespräch zu beteiligen, das aus dem Geben und dem Erhalten von Informationen besteht. Sie reden entweder alleine oder gar nicht. Eine reale Kommunikation findet mit Asperger-Patienten kaum statt. Dasselbe gilt für alle sozialen Interaktionen, die es notwendig machen, dass zwei involvierte Parteien aufeinander reagieren, in welcher Form dies auch immer sein mag.
  • Nonverbale Kommunikation kann weder angewandt noch verstanden werden – Besonders schwer tun sich Erkrankte zumeist mit der Deutung und der Benutzung nonverbaler Formen der Kommunikation. Gesten, Mimik und Gesichtsausdrücke lösen keinerlei Emotionen in ihnen aus und sie können sie weder einordnen, kategorisieren noch erfolgreich und zur Situation passend nachahmen. Darum wirken Asperger-Patienten nicht selten „steinern“, was ihre Mimik und Gestik angeht.
  • das Aufbauen und Unterhalten von Beziehungen ist nicht möglich – das Konzept zwischenmenschlicher Bindungen in freundschaftlicher, familiärer, geschäftlicher oder amouröser Hinsicht ist Erkrankten sehr fremd und sie sind in aller Regel nicht imstande dazu nachzuvollziehen, wie sie funktionieren oder wozu sie gut wären. Nicht zuletzt darum ziehen Betroffenen oftmals die Einsamkeit vor und bleiben am liebsten für sich allein.
  • Seltsame und / oder repetitive Bewegungsmuster – Bewegungen werden immer wieder wiederholt, z.B. klatschen, schnipsen, wackeln, wiegen, sich drehen und in extremen Fällen auch den Kopf gegen andere Objekte schlagen. Selbiges gilt für sprachliche Äußerungen. Betroffene wiederholen sich oftmals ständig und laufend. Ebenso wirken die Bewegungen im Allgemeinen eher ungelenk und mechanisch.
  • Unwilligkeit Routinen aufzugeben oder eingefahrene Verhaltensmuster zu ändern – Erkrankte reagieren selbst bei kleinsten Veränderungen ihrer täglichen Routine mit überproportionalem Stress, der sich teilweise auch in Gewalt ausweiten kann. Beispielsweise ist es notwendig, dass alles immer auf die gleiche Art und Weise geschieht: Es ist stets derselbe Weg einzuschlagen, stets dasselbe Geschirr zu benutzen, stets dieselbe Musik zu hören usw. Unterbricht man diese Routine kommt es bisweilen zu regelrechten Tobsuchtsanfällen seitens des Kindes.
  • Das Hauptaugenmerk an Objekten liegt oftmals auf kleinen (und unwichtigen) Details – Oftmals sind Patienten von Einzelheiten und Details eines Objekts sehr angetan, begreifen aber das große Ganze nicht. Beispielsweise können die Propeller eines Spielzugflugzeugs den betroffenen für Stunden fesseln, wohingegen das Flugzeug selbst für selbige vollkommen uninteressant ist
  • Besonders starke Empfindlichkeit einzelner Sinne gepaart mit Unterempfindlichkeit anderer – Der betroffene zeigt häufig eine stark erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht, lauten Geräuschen und direkten Berührungen auf, scheint aber in Bezug auf akuten Schmerz keinerlei Empfindungen zu haben

Krankheitsverlauf

Es ist sehr schwierig Aussagen über den zu erwartenden Verlauf von Autismus zu treffen, dies hängt unter anderem damit zusammen, dass die Krankheit, wie bereits erwähnt, sehr individuell ist und nur selten absehbaren Mustern folgt. Zwar gibt es einige Merkmale, die im Großteil der betroffenen zu finden sind, aber alles in allem sollte man nicht davon ausgehen, dass ein Verlauf einem anderen entspricht.

Kleinkinder zeigen oftmals noch keine Symptome, obwohl sie bereits an der Erkrankung leiden. Erstmal zu beobachten ist die Krankheit im vollen Ausmaße, sobald das Kind die Fähigkeit zu sprechen erlernt oder eben jenes nicht oder nur verzögert tut. Dahingehend lässt sich sagen, dass man als Arzt und / oder Elternteil erstmals zwischen dem vollendeten ersten und dritten Lebensjahr des Kindes in der Lage ist, eine etwaig vorliegende Autismus-Erkrankung festzustellen.

Zumeist beginnt eine solche Krankheit nicht schleichend, sondern setzt bereits im vollen Umfange ein. Das heißt, dass selbst Kleinkinder die typischen Merkmale des Autismus in sich tragen. Sie suchen keinen Kontakt zu Gleichaltrigen oder anderen Personen, sprechen nur dann, wenn es absolut notwendig ist und beschäftigen sich mit größter Vorliebe alleine. Dieses Verhalten zeigt mit einem Voranschreiten der Zeit meist keine Verschlechterung, aber auch keine Verbesserung. Es bleibt in beinahe allen Fällen gleichbleibend stark ausgeprägt.

Erreichen Betroffene das Erwachsenenalter kann sich ihre Erkrankung, je nach Stärke der Ausprägung und vorliegender Form, mehr oder weniger stark im Alltag bemerkbar machen. Ein vollkommen „normales“ Leben kann kein Erkrankter führen, nichtsdestoweniger sind einige Autisten gut in die Umwelt integrierbar und können fortan an als festes Glied der Gesellschaft ihren Beitrag leisten. Besonders schwere Fälle jedoch bleiben ein Leben lang pflegebedürftig und zudem erwerbsunfähig.

Der Verlauf der Krankheit bedingt sich also zunächst besonders durch die vorliegende Art und Stärke der Erkrankung und ist individuell sehr unterschiedlich, was generelle Voraussagen erschwert.

Alles in allem sollte man sich jedoch keinen allzu großen Illusionen hingeben und stets davon ausgehen, dass der eigene Nachwuchs, insofern betroffen, auch selbst bei „nur“ leichten Fällen von Autismus nicht dazu in der Lage sein wird, seinen späteren Alltag selbstständig zu meistern und in den Griff zu bekommen. Eine permanente Betreuung ist darum sehr wahrscheinlich. Auch eine spätere Ehe und ggf. Kinder sind etwas, das Autisten zumeist nicht erleben. Darum ist Familienplanung mit Autismus zumeist kein relevantes Thema für Forschung und Wissenschaft.

Dennoch kann man davon ausgehen, dass sich die Symptome im Laufe der Zeit etwas zurückfahren. Bei manchen mehr, bei manchen weniger. Darum kann es sehr hilfreich sein, den betroffenen Nachwuchs während des Heranwachsens einer dauerhaften und zielgerichteten Therapie zu unterziehen, die darauf abzielt, die kommunikativen und sozialen Fähigkeiten des Individuums zu verbessern. Hierdurch ist oftmals schon viel gewonnen und Betroffene können sich zumindest in groben Fragen alleine durch den Alltag navigieren und sind nicht gänzlich vom guten Willen anderer Menschen abhängig. Ein alles in allem doch sehr begrüßenswerter Umstand.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Allerneueste wissenschaftliche und statistische Erhebungen gehen davon aus, dass etwa jedes zweite von 1000 Kindern an einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Form des Autismus leidet. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um die offiziellen und statistisch fassbaren Zahlen. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weitaus höher.

Die Zahl gemeldeter Fälle steigt kontinuierlich seit den 1990er Jahren an. Die teilweise immensen Häufungen lassen sich am ehesten mit verbesserten und / oder effektiveren diagnostischen Mitteln erklären, die dafür Sorge tragen, dass Erkrankungen dieser Art schneller und besser zu erkennen sind. Darüber hinaus sollte man sich auch vor Augen halten, dass das allgemeine Wissen rund um Autismus, Asberger und Co. stark angestiegen ist. Dieses Wissen in der breiten Bevölkerung ist also ebenso ein Grund dafür, warum immer mehr Eltern imstande sind, ihr Kind als Autisten zu erkennen. Dies war noch vor einigen wenigen Jahren nicht der Fall. Betroffene Kinder galten damals allgemein schlicht als sonderbar oder merkwürdig.

Dennoch hört man gerade dieser immensen Häufung wegen immer wieder Stimmen, die behaupten, dass das vermehrte Vorkommen dieser Störung oftmals nur eine Überreaktion der Eltern oder Ärzte auf den etwas verschrobenen und einzelgängerischen Charakter des Kindes sein kann. Sicherlich dürfte dies auf einige Fälle zutreffen. Nichtsdestoweniger sollte man diese These nicht als Richtschnur gebrauchen, an der man die Forschung und Diagnostik orientiert. Sie sollte lediglich als Mahnung dafür gelten, dass man es bisweilen auch zu gut mit einem Kind meinen kann.

Des Weiteren sind Jungen weitaus häufiger betroffen als Mädchen. Die hierzu erhobenen Zahlen schwanken zwischen 2:1 und 6:1. Es könnte sich hierbei jedoch nicht um eine wirklich verstärkte Anfälligkeit der Vertreter des männlichen Geschlechts für Autismus handeln, sondern eher um eine häufig ausbleibende Diagnose bei Mädchen. Isolationismus, Wortkargheit und träumerisches Verhalten sind Charakteristika, die eher Mädchen als Jungen zugeschrieben werden. Das führt zu Diskrepanzen der Wahrnehmung.

Zudem ist es bisweilen sehr schwer, beispielsweise das Asperger-Syndrom vom Autismus zu unterscheiden. Die hierdurch häufig auftretenden fehlerhaften Diagnosen dürften das Bild zur Häufigkeit des Weiteren ebenso relativ stark verzerren. Aber nicht nur Asperger erschwert das Erheben genauerer Daten. Auch andere psychische Störungen weisn oftmals sehr ähnliche Ausprägungen auf, wie das Asperger-Syndrom und darum ebenso Grund für eine Fehldiagnose sein. Zusätzlich dazu treten darüber hinaus nochmals weitere psychische Störungen in direktem Zusammenhand mit dem Autismus auf. Hierzu zählen unter anderem Depressionen, Angstneurosen und antisoziales Verhalten. Ein weiterer Umstand, der die exakte Bestimmung der Häufigkeit verzerrt.

Auch sind Störungen wie das Tourette Syndrom, eine Bipolare Störung, Ordnungswahn und Epilepsie ebenso häufige Begleiterscheinungen der vorliegenden Störung. Alles in allem ist es also nicht leicht möglich, allgemeine und vorallem korrekte Aussagen über die Häufigkeit dieser Krankheit zu tätigen. Das einzige Faktum, dass sich relativ klar feststellen lässt ist, dass es sich bei den Betroffenen zumeist um Vertreter des männlichen Geschlechts handelt. Zwar können auch Mädchen und Frauen hieran erkranken, aber dies kommt statistisch gesehen äußert selten vor. Die Gründe hierfür sind jedoch noch unbekannt und bieten Anlass zu weitergehenden Studien und weitergehender Forschung.

Diagnosedaten
Aufgrund der ohnehin sehr schwierig zu erstellenden Diagnose ist es von äußerster Wichtigkeit, dass der behandelnde Arzt sehr gewissenhaft und sorgfältig vorgeht und keinen Aspekt der etwaig vorliegenden Krankheit im Verborgenen belässt. Jedes noch so kleine Indiz kann den entscheidenden Hinweis darauf liefern, ob es sich um Autismus, Asperger oder eine vollkommen andere psychische Störung handelt. Die Zahl an Erkrankungen, die ähnliche Symptome mit Autismus aufweisen ist nicht zu unterschätzen. Darum kommt es, wie bereits erwähnt, besonders häufig zu fehlerhaften Diagnosen. Häufig anzutreffende Differentialdiagnosen sind unter anderem:

  • ADHS
  • Angelman Syndrom
  • Aphasie
  • Schizoide Persönlichkeitsstörung
  • Rett Syndrom
  • Urbach-Wiethe-Syndrom
  • Diverse Zwangsneurosen
  • Mutismus
  • Magersucht
  • Fragiles-X-Syndrom
  • Hörschäden

Es kann daher nur im Interesse der Eltern, des Arztes und natürlich des Kindes sein, dass Fehldiagnose auszuschließen sind. Darum zieht der zuständige Mediziner nicht selten seine Kollegen zu Rate und man erörtert das leiden des potentiellen Patienten in der Gruppe. Die Streuung der Expertisen und der individuellen Wissenschätze hilft zumeist sehr dabei, die Ursachen, Symptome und Anzeichen dahingehend in Einklang zu bringen, dass man sich auf eine Diagnose einigen kann.

Darüber hinaus können auch, wie bereits angeführt, Genanalysen einen genaueren Einblick liefern und ggf. die Verantwortlichkeit für die Krankheit in das Gebiet des Erbgutes verorten. Dies trifft besonders dann zu, wenn das sog. „ Fragile-X-Syndrom“ oder kurz „FXS) vorliegt. Ist das der Fall, ist der Aufbau des X-Chromosoms fehlerhaft. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf das Individuum können sehr unterschiedlich sein. Sie reichen von leichten Schwierigkeiten bei Erlernen neuer Dinge, bis hin zu stärksten mentalen Beeinträchtigungen, die eine lebenslange Pflegebedürftigkeit nach sich ziehen.

Alles in allem muss man also ehrlicherweise zugeben, dass selbst eine gewissenhafte Auswertung der durch eine Diagnose gewonnenen Daten eine fehlerfreie Klärung der vorliegenden Krankheit nicht immer vollends gewährleisten kann. Nichtsdestoweniger verbessern sich die diagnostischen Verfahren stets und stetig.

Wie also bereits erwähnt, sind die aus einer Diagnose gewonnenen Daten nicht immer besonders eindeutig oder schließen Fehldiagnosen grundsätzlich aus. Gerade durch diesen Umstand ist es also von besonderer Bedeutung, dass der zuständige Mediziner und das auswertende Laborpersonal größte Sorgfalt anwendet, um Ergebnisse zu erhalten, die so klar wie möglich sind.

Es kommt nicht selten vor, dass zunächst falsche Diagnosen entstehen, die im Nachhinein zu revidieren sind. Zwar kann man diesen Fehlern nicht komplett entgehen, aber man kann sie durch gesteigerte Sorgfalt sicherlich einschränken. Hierbei sind allerdings auch die Patienten in der Bringschuld, denen es am Herzen gelegen sein sollte, dem Arzt die persönliche Krankengeschichte so exakt wie möglich zu erzählen. Dieses Verhalten hilft dem behandelnden Mediziner oftmals sehr stark dabei, Autismus als solchen erkennen zu können, ohne dass es allzu vieler und langwieriger Tests bedarf. Darüber hinaus gilt zu beachten, dass je früher man eine Erkrankung in ihrer ureigensten Form erkennt, desto zeitiger kann eine entsprechende Behandlung beginnen. Dies ist vorteilig für Arzt und Patient.

Aber es hilft auch nicht, den Teufel an die Wand zu malen. Man kann durchaus davon ausgehen, dass die moderne Schulmedizin und der behandelnde Arzt dazu in der Lage sind, die gewonnenen Daten korrekt und effizient auszuwerten und zumindest begründete Spekulationen darüber anzustellen, welcher auslösende Faktor dem individuellen Fall zugrunde liegt.

Solche Tests können sich aufgrund der Vielzahl etwaiger Gründe oftmals sehr in die Länge ziehen und sorgen darum unter anderem für immense Wartezeiten, in denen der Patient oftmals nur notdürftig gegen den Autismus medikamentös eingestellt werden kann – somit ist für den Wartezeitraum damit zu rechnen, dass man weiterhin gegen sein Leiden ankämpfen muss. Zumeist lohnt sich das Warten aber, da eine genaue und korrekte Diagnose der einzige Weg zu einer korrekten Ansprache der Ursachen ist und gleichsam auch der einzige Weg zu einer effektiven und ausreichenden Behandlung oder Therapie.


Komplikationen bei der Krankheit

Die etwaigen Komplikationen, die eine Autismus-Erkrankung nach sich ziehen kann, sind ebenso zahlreich, wie die Formen, in der sich die Krankheit ausdrückt selbst. Es ist durchaus möglich, dass etwaige Komplikationen derart geringfügig sind, dass weder Betroffene noch deren Umfeld davon etwas bemerken. Dann wiederum kann auch das komplette Gegenteil der Fall sein und selbige treten derart stark und gehäuft zutage, dass es für Betroffene unmöglich ist, sich normal durch den Alltag navigieren zu können. Darüber hinaus erschwert sich durch diesen Umstand auch die Interaktion mit anderen Personen sehr stark.

Es kommt nicht selten vor, dass Erkrankte nicht in der Lage dazu sind, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen, für sich selbst Sorge zu tragen oder ihr Überleben auf der primitivsten Stufe sichern können. Ist dies der Fall, bedürfen diese Individuen einer lebenslangen Pflege. Das ist belastend für die Familie und das Umfeld. Darüber hinaus steigen hierdurch auch die Betreuungskosten immens an, sodass die Eltern betroffener Kinder häufig keine rechte Balance zwischen Pflege, Arbeit und Finanzen finden können, was sie Sache unnötig erschwert. Aufgrund dessen geben manche Eltern ihre autistischen Kinder in Pflegeeinrichtungen ab. Diese Option ist besonders dann sinnig, wenn die Eltern noch weitere nicht-betroffene Kinder haben, die sonst zu kurz kämen. Natürlich ist ein solches Vorgehen sehr stark fallabhängig.

Des Weiteren kommt es bisweilen auch zu Selbstverletzungen. Gleichwohl diese in aller Regel nicht beabsichtigt sind, sondern infolge eines Zwanges auftreten, können sie doch recht gravierend sein. Autisten neigen dazu ihre Extremitäten oder ihre Kopf mit einer gewissen Regelmäßigkeit gegen feste Objekte zu schlagen. Sie selbst verspüren dabei keine starken Schmerzen, dennoch entstehen meist blaue Flecke, Hämatome oder gar offene Wunden und Brüche. Auch Gehirnerschütterungen sind im Rahmen des Möglichen. Hieraus ergibt sich ein weiterer Grund, warum starke Autisten ständiger Überwachung bedürfen, um sie vor sich selbst schützen zu können.
Die wohl größte Gefahr, die von dieser neuronalen Störung ausgeht, ist die Tatsache, dass sehr stark betroffene Personen nicht in der Lage dazu sind, ihr Leben selbstständig zu meistern und in den griff zu bekommen. Zudem verläuft eine solche Störung nicht immer ganz schmerzfrei und man sollte sich durchaus darauf einstellen, dass der betroffene Nachwuchs Tendenzen zur Selbstverletzung aufweist.

Alles in allem sollte einem jedoch klar sein, dass die zu erwartenden Komplikationen bei Autismus, zumindest was organische Leiden angeht, eher geringfügiger Natur sind und man in aller Regel keine besonders großen medizinischen Zwischenfälle zu fürchten hat. Anders sieht es natürlich mit den psychologischen Leiden aus. Nichtsdestotrotz kann es sich im Zweifelsfalle anbieten, den Arzt gesondert auf das Thema anzusprechen, wenn man zu einer Risikogruppe gehört.

Psychologische Schäden bei Angehörigen
Kinder mit Autismus sind sehr betreuungsintensiv und durchaus nicht immer leicht zu handhaben. Darum ist es nicht nur für die Kinder wichtig, eine ausreichende Therapie zu bekommen, sondern auch für die Eltern oder anderen erzieherisch tätigen Personen. Diese hilft oftmals über schwere Zeiten hinweg und erleichtert einem selbst den Alltag und hilft dabei Stress abzubauen. Sollte man davon jedoch, warum auch immer, absehen, können sich sehr leicht seelische Missstimmungen bei den Angehörigen einstellen, hierunter vornehmlich zu erwähnen die Depression.

Dabei sind Depressionen keine Seltenheit. Beinahe jeder litt schon einmal an dieser psychologischen Störung oder kennt eine Person, die es tat. Die genauen auslösenden Prozesse, die hinter einer solchen seelischen Missstimmung stecken, sind allerdings sehr fallspezifisch und für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen. Dies ändert jedoch nicht an dem Umstand, dass man depressiven Personen gegenüber stets helfend auftreten und sie unterstützen sollte. Denn sie sind zumeist besonders schwach und können nicht mit allzu großen Belastungen umgehen, ohne in eine noch tiefere Depression zu verfallen.

Darüber hinaus kann es jeden treffen. Niemand ist gegen dieses Leiden immun. Zwar sind Menschen mit einem starken Charakter in aller Regel seltener Opfer dieses Leiden, aber nichtsdestotrotz können auch sie dahingehend erkranken. Besonders dann, wenn sich ihre Lebensumstände spontan zum Schlechten hin ändern.

Man sollte sich jedoch nicht entmutigen lassen. Depressionen sind heutzutage gut heilbar. Es stehen der modernen Schulmedizin nicht nur viele sehr probate Medikamente zur Verfügung, sondern auch Psychotherapie und Kliniken können den Betroffenen wieder auf die richtige bahn lenken. Die genaue Art der Behandlung ist jedoch von medizinischem Fachpersonal zu entscheiden und sollte nicht durch den Laien geschehen.

Des Weiteren bleibt zu erwähnen, dass es sich bei Depressionen um ein weltweites Phänomen handelt. Der genaue evolutionäre Nutzen derselben ist dabei allerdings noch ungeklärt und verbleibt Gegenstand der Forschung. Es liegen aber bereits verschiedenste Theorien dazu vor, die von Forschern aus allen Ländern immer wieder diskutiert werden. Es bleibt also abzuwarten, welche Erkenntnisse die Zukunft über die Entstehung von Depressionen birgt.

Abschließend zu dieser speziellen Thematik sei allerdings noch angeführt, dass es nur in recht seltenen Fällen so extrem stark ausgeprägten Depressionen kommt. Die Stärke derselben ist in aller Regel von der geistigen Konstitution der Betroffenen abhängig und darüber hinaus davon, wie sehr diese psychisch und physisch belastbar sind. Menschen, die generell viele Ressourcen haben werden mit dem Autismus des Nachwuchses wesentlich entspannter umgehen können, als solche, die nicht über selbige verfügen. Alles in allem also sind Depressionen aufgrund des vorliegenden Leidens im besten Falle optional. Besonders häufig sind die Mütter davon betroffen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Jedes Kleinkind und Baby entwickelt sich anders. Kein Neugeborenes hält sich strikt an Termine und Daten, wie man sie in Ratgebern zur Erziehung finden kann. Dessen sollte man sich auf junge Mutter immer bewusst sein. Darum kann es bisweilen vorkommen, dass manche Kinder sich etwas langsamer oder schneller entwickeln als anderen. Nichtsdestotrotz zeigen Kinder, die an Autismus leiden, oftmals eine besonders verlangsamte Entwicklung auf. Diese zeigt sich vornehmlich im ersten Jahr. Sollten daher Befürchtungen in der Mutter oder den Vater erwachsen, dass ihr Kind möglicherweise an Autismus leiden könnte, so ist es höchste Zeit, dass man einen Arzt aufsucht.

Da man mit Kleinkindern jedoch so oder so mit relativer Häufigkeit zu Ärzten geht, erübrigt sich ein gesonderter Termin bisweilen vollends und es reicht, wenn man seine Sorgen um die geistige Entwicklung des Kindes bei einer solchen routinemäßigen Untersuchung zur Sprache bringt.

Darüber hinaus gilt auch bei Autismus, so wie bei jeder anderen Krankheit: Je früher desto besser. Eine frühe Diagnose, bedeutet für Kinder und Eltern eine frühere Behandlung. Damit ist so einigen zu reißen. Gerade bei psychischen Erkrankungen kann eine frühe und gezielte Therapie immense Erfolge erzielen und dem Betroffenen das spätere Leben stark erleichtern.

Darum sollte man als Elternteil nicht zögern, seinen Arzt auf die potentielle Autismus-Erkrankung des Kindes anzusprechen. Insbesondere dann nicht, wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte zutreffen:

  • 6. Lebensmonat: Kein Lächeln oder Lachen zu beobachten
  • 9. Lebensmonat: Imitiert keine Geräusche oder Gesichtsausdrücke
  • 12. Lebensmonat: Beginnt nicht zu „brabbeln“
  • 14. Lebensmonat: Winkt und oder gestikuliert nicht zielgerichtet
  • 16. Lebensmonat: Spricht keine einzelnen Wörter (nach)
  • 18. Lebensmonat: Spielt keine phantasievollen Spiele oder äfft andere nach
  • 24. Lebensmonat: Spricht keine kurzen Sätze
  • Bereits erworbene Fähigkeiten der Sprache und Motorik verlieren sich bei nicht ständiger Wiederholung sehr rasch

Darüber hinaus sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, wenn man vermutet, dass das eigene Kind an Autismus leiden könnte oder es eines oder mehrere der oben genannten Symptome aufweist. Je früher Autismus erkannt wird, desto besser ist er in den Griff zu bekommen und desto weniger Folgeschäden sind zu erwarten.

Nicht zuletzt deswegen bietet es sich an, auch schon kleinsten Verdachtsmomenten nachzugehen und entsprechende Untersuchungen anzuberaumen. Auch sollte man es nicht vernachlässigen regelmäßig zum Arzt zu gehen, nachdem bereits ein Kind mit Autismus diagnostiziert wurde. Es handelt sich bei diesem Leiden um eine sehr sehr behandlungsintensive Krankheit, gerade deswegen ist es förderlich, wenn man sich bemüht, ihr Herr zu werden und sie nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Alles in allem ist es also von größter Wichtigkeit, einen Besuch beim zuständigen Mediziner nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort bei einem solchen vorstellig zu werden. Denn es gilt an dieser Stelle, wie es ebenso für alle anderen Krankheiten gilt, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Überhaupt sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass es immens förderlich für die Heilung und / oder Behandlung einer Krankheit ist, wenn man diese früh erkennt und also früh attackieren kann. Jede Minute, die verstreicht, ohne das eine Behandlung stattfindet, ist eine Minute zu viel. Diesbezüglich sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

Insbesondere Eltern sind aufgefordert, auf etwaig verdächtige Verhaltensmuster ihres Nachwuchses zu achten. Dies gilt besonders für Kleinkinder. Gerade weil Kleinkinder besonders häufig an Autismus leiden. Auch Jugendliche sollten diesbezüglich überwacht werden. Ein gutes Zureden seitens der Eltern ist also bisweilen durchaus angebracht und kann dabei helfen, das Kind gesund zu halten. Und das sollte nicht nur im Interesse des Kindes selbst, sondern auch im Interesse der Eltern oder Erziehungsberechtigten liegen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Da Autismus grundsätzlich nicht heilbar ist, beschränkt sich dessen Behandlung auf die Linderung der auftretenden Symptome. Dies geschieht vorzugsweise durch manchmal auch medikamentengestützte Therapien. Umfang und Art der Therapie hängen dabei entscheidend vom Alter des Betroffenen und der Intensität der autistischen Symptome ab. Ziel der individualisierten, pädagogischen und ganzheitlichen Therapie ist es, soviel Normalität wie möglich in das Leben des Autisten einzubringen. Durch therapeutische Gespräche, oft verbunden mit körperbetonten, leichten Übungen sollen Irritationen und Ängste des Patienten zurückgedrängt, Wahrnehmung und Kommunikation dagegen verbessert werden.

Nicht selten schlagen derartige Therapien jedoch fehl oder führen zu unbefriedigenden Resultaten. Hier fällt es sowohl den Angehörigen als auch den Experten überaus schwer, die für den jeweiligen Patienten angemessene Methode zu finden. Manchmal ist es sogar besser, jegliche Therapie für einen gewissen Zeitraum zu unterlassen, da bei den Patienten oftmals eine sogenannte Therapiemüdigkeit auftritt. In solchen Fällen wirkt die Therapie geradezu kontraproduktiv: Sie verschärft die Symptome, die sie doch eigentlich bekämpfen will.

Zu den am häufigsten eingesetzten Therapieformen zählen:

  • Körperwahrnehmungsorientierte Therapien
  • zu ihnen zählt die Affolter-Therapie
  • bei der durch geführte Interaktion mehr Selbständigkeit erlangt werden soll
  • die sensorische Integrationstherapie
  • mit der die Bindung zwischen Sinneseinwirkungen und Gehirnfunktionen verbessert wird sowie das krankengymnastische Konzept „Bobath“
  • Auditive Wahrnehmungs-Therapien wie etwa das Auditory Integration Training oder das Musiktraining sollen die Hörempfindlichkeit und die Hörwahrnehmung stärken
  • Lernpsychologische und systemorientierte Therapien
  • zu denen Verhaltenstherapien wie die Psychotherapie
  • die Montessori-Therapie oder die TEACCH-Methodik zählt. Letztere soll autistischen Personen ein Höchstmaß an Lebensqualität durch Verbesserung ihrer Selbständigkeit ermöglichen
  • Therapien zur Kommunikationsförderung
  • dazu gehören die Sprechtherapie
  • Atemtherapie sowie die Gebärden-unterstützte Kommunikation
  • Tier-Therapien
  • dazu zählen etwa das therapeutische Reiten mit Pferden oder die überaus populäre
  • aber wissenschaftlich umso umstrittenere Delfintherapie.

Wunder darf man leider von keiner dieser Behandlungsmethoden erwarten. Stattdessen sind hier selbst leichtere und nach einem längeren Zeitraum erzielte Verbesserungen als großer Fortschritt zu betrachten. Denn jedes kleine Stückchen zurückerlangter Normalität hilft den Betroffenen weitaus mehr, als es für Außenstehenden den Anschein macht.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt keinerlei Möglichkeiten präventiv auf Autismus einzuwirken, nichtsdestotrotz kann die vorliegende Krankheit durchaus zu behandeln sein. Allerdings „nur“ dahingehend, dass betroffene Kinder ihre sozialen und ihre sprachlichen Fähigkeiten verbessern. Damit ist sicherlich schon einiges gewonnen, dennoch kann man auch in diesem Fall natürlich nicht von einer Prävention im klassischen Sinne sprechen. Es handelt sich eher um eine Prävention in Bezug auf die Fähigkeit, später im Leben nicht vollends hilflos dazustehen, sondern zumindest über die rudimentärsten Mittel zu verfügen, sich selbst zu helfen.

Darum ist eine gute „prophylaktische“ Maßnahme die, die den Kindern beibringt Selbstlernen zu lernen. Mittels dieser Fähigkeit fällt es ihnen im Erwachsenenalter wesentlich einfach, mit gewissen Situationen umzugehen und sie sind allgemein anpassungsfähiger. Nichtsdestoweniger braucht die Mehrzahl aller Betroffener selbst bei guter „Prophylaxe“ ein Leben lang gewissen Arten von therapeutischer Unterstützung, um nicht vollkommen im Alltag unterzugehen.

Des Weiteren kommt es nicht selten vor, dass Eltern, die bereits ein Kind mit Autismus haben, ein weiteres Kind mit Autismus bekommen können. Deswegen ist es im Einzelfall eventuell als präventives Mittel ratsam, von einem eigenen Kind abzusehen und ggf. ein Kind zu adoptieren. Auf diese Weise lassen sich etwaige Fälle von Autismus ausschließen. Diese Methode ist allerdings sehr radikal und dient lediglich als Vorschlag einer möglichen Lösungsstrategie.

Ebenso erwähnenswert ist, dass viele Eltern in den USA denken, dass Autismus durch Impfungen auszulösen sei und ihre Kinder deshalb nicht immunisieren lassen. Das ist ein fatales Fehlverhalten und schädigt die Kinder und zudem die Gesellschaft in ungehörigem Maße. Nicht-geimpfte Personen sind nicht nur anfällig für ansonsten beinahe ausgestorbene Erkrankungen, sie können dieselben darüber hinaus auch weitertragen. So gelten solche Kinder als Krankheitsherde für Personen, die aus immunologischen Gründen nicht impfbar sind. Dieses parentale Mangelverhalten ist also ein Spiel mit dem Feuer und man schadet damit seinem eigenen Kind und sich selbst.

Hierzu eine weitere Übersicht:

  • Lernen mit Stress umzugehen – Wer lernt, wie man gut mit Stress umgehen kann, der stärkt seine charakterliche Festigkeit und steigert sein Selbstwertgefühl. Beide Faktoren helfen dabei, besser mit Autismus leben zu können.
  • Familie und Freunde involvieren – Wer über ein gutes soziales Netzwerk verfügt, der hat in aller Regel weniger oft mit Vorurteilen zu kämpfen. Darum ist ein guter und offener Umgang mit Familie und Freunden ein mögliches prophylaktisches Mittel.
  • Prophylaktische Psychotherapie – Insofern man Tendenzen zu weiteren seelischen Problemen aufweist oder sich interfamiliär solche Tendenzen häufen, kann es durchaus nützlich sein, eine Therapie zu beginnen, ohne das ein spezieller Fall von Autismus vorliegt.

Prognose zur Heilung

Es gibt keine „Heilung“ für Autismus oder Asperger. Nichtsdestoweniger kommt es bisweilen vor, dass sich Kinder mehr oder weniger von selbst kurieren oder vielmehr nicht mehr als autistisch einzustufen sind. Dies kann infolge einer psychologischen Behandlung oder ganz von alleine geschehen. Die Gründe für einen solchen Wegfall der Symptome sind jedoch nicht erforscht und geben immer wieder Anlass zum Staunen.

Ebenso ist es relativ schwierig festzustellen, wie häufig es zu solchen Heilungen kommt. Es liegen hierüber keine einheitlichen statistischen Daten vor. Stichproben zeigen Ergebnisse, die zwischen 3% und 25% variieren.

Die meisten Betroffenen lernen trotz der allgemeinen Verzögerung irgendwann zu sprechen. Man sollte eine mehr oder weniger sichere Sprache jedoch nicht vor dem 5. Lebensjahr erwarten können. Ist das betroffene Kind über das 5. Lebensjahr hinaus nicht in der Lage dazu, klare Sätze zu formulieren schwindet die Chance, dass es jemals sprechen kann sehr stark. Dennoch kommt es bisweilen vor, dass Kinder oder dann bereits Jugendliche die Fähigkeit zu sprechen später erlernen.

Aber auch mit einer ausreichenden Sprachfähigkeit fällt Betroffenen das Leben oft nicht leicht. Sie haben es schwer auf sozialer Ebene Fuß zu fassen, es mangelt ihnen an Unterstützung durch ihre direkte Umwelt, an tiefgehenden Beziehungen oder Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dazu kommt meist noch ein gehöriges Maß an Desinteresse an allem, was nicht ihren persönlichen Präferenzen entspricht. Man sollte hierbei jedoch auf keinen Fall vergessen, dass sich die Symptome im Laufe eines Lebens immer mehr abschwächen. Nichtsdestotrotz bleiben die Grundtendenzen dieser Erkrankung zumeist vorhanden.

Bei besonders schweren Fällen sieht die Prognose jedoch sehr düster aus. Ein eigenständiges leben ist dann so gut wie niemals möglich. Selbst die Arbeit in Behindertenwerkstätten ist für stark Betroffene oftmals ein Ding der Unmöglichkeit. Selbstbestimmung bleibt somit ein häufig unerreichbares Ziel für stärker Erkrankte.


Anti-Vaxxer und Vorurteile

Wie bereits schon mehrfach in diesem Text erwähnt wurde, handelt es sich bei Autismus um ein Leiden, das sehr stark polarisiert. Das mag zum einen daran liegen, dass es durch seine stets und stetig wachsende Popularität in den Medien sehr viel Aufmerksamkeit bekommt und zum anderen daran, dass immer mehr Kinder vermeintlich Opfer dieser Störung werden. Darüber hinaus gibt es ganze Personengruppen, die sich in Organisationen betätigen und versuchen auf diese Weise eine Lobby zu schaffen. Diese Bemühungen sind gleichermaßen erfreulich wie abzulehnen, je nachdem welche Motivation dahinter steckt. Besonders die nun auch schon mehrfach erwähnten Anti-Vaxxer sind hierbei klar und deutlich als Antagonist anzusehen.

Man hört in letzter Zeit immer wieder von Menschen, die es ablehnen, ihre Kinder impfen zu lassen, da sie befürchten, Impfstoffe können dazu beitragen, Autismus zu befördern oder gar erst auszulösen. Begonnen wurde dieser Irrsinn vor einiger Zeit in den USA. Ein Arzt stellte gegen Bezahlung von Gegnern der Pharmaindustrie die Theorie auf, dass Impfstoffe für das gehäufte Auftreten von Autismus verantwortlich zu machen seien und belegte diese Behauptungen mit angeblichen Fallstudien. Diese stellten sich jedoch nach einer eindringlichen Prüfung als vollends fingiert heraus und der Urheber dieser Theorie selbst hat zugegeben, sie sich nur gegen Bezahlung ausgedacht zu haben. Des Weiteren hat er öffentlich dazu aufgerufen, die Anti-Vaxxer-Bewegung zu stoppen und sie für gefährlich erklärt.

Das hat die Mitglieder dieser verblendeten Gemeinschaft jedoch wenig beeindruckt und sie hängen dieser widerrufenen und widerlegten Theorie weiterhin frenetisch an. Tatsächlich führen immer mehr Länder und Regierungen darum eine zwanghafte Impfung ein. Vorreiter hierbei ist Australien. Nicht-geimpfte Kinder sind dort nicht mehr gestattet, Kindergärten und öffentliche Schulen zu besuchen. Vermutlich ein Schritt in die richtige Richtung, gleichwohl etwas extrem.
In Europa konnte dieser regelrechte Kult glücklicherweise noch nicht allzu stark Fuß fassen. Hiervon ausgenommen jedoch sind die Staaten Osteuropas und Großbritannien. Erstere hängen diesem Irrglauben schon länger an und viele Menschen sehen tatsächlich davon ab, ihre Kinder impfen zu lassen. Das führte in den letzten Jahren immer wieder zu großflächigen Krankheitsausbrüchen, die leicht zu vermeiden gewesen wären. Sehr große Wellen von Masern und Windpocken waren letzthin in Städten wie Sofia und Bukarest zu beobachten. Eine durchaus gefährlich Entwicklung. In Deutschland hat diese Bewegung kaum Anhänger, eine kleine Schar von Fehlgeleiteten befindet sich jedoch in Berlin. Auch dort kam es aufgrund des Ausbleibens einer Impfung der Kinder schon zu epidemischen Ausbrüchen vermeidbarer Krankheiten. Nicht zuletzt deswegen sollte man sich wirklich fragen, insofern man der Idee grundsätzlich nicht abgeneigt ist, ob es es wert ist, Leben und Gesundheit des eigenen Nachwuchses für eine fixe Idee aufs Spiel zu setzen.

Zusätzlich aber gefährdet man hierdurch nicht nur den eigenen Nachwuchs, sondern auch andere Menschen im Allgemeinen. Nicht jede Person kann gegen alles geimpft werden. Manche Individuen leiden an Unverträglichkeiten, die es nicht möglich machen, dass diese Person gewisse Impfstoffe gefahrlos verabreicht bekommen kann. Solche Personen sind darauf angewiesen, dass alle anderen Menschen um sie herum geimpft sind. Ist dies nicht der Fall, so laufen sie allerhöchste Gefahr, dass sie, sollte es zu einem Ausbruch einer Krankheit kommen, ebenfalls unter die Opfer fallen. Somit ist es nicht nur seinem eigenen Nachwuchs gegenüber unverantwortlich, sie nicht impfen zu lassen, sondern auch anderen Menschen. Man setzt für diese unbegründbare These leichtfertig das Leben anderer Menschen aufs Spiel – das grenzt mehr, als Autismus selbst, an ein psychologisches Leiden.

Vorurteile
Autisten müssen sehr oft mit gravierenden Vorurteilen kämpfen. Sie sind gesellschaftlich stigmatisiert und können sich allein deswegen schon nicht richtig in die Gesellschaft integrieren. Ihre neuronale Störung kommt lediglich erschwerend hinzu. Dabei ist es durchaus möglich, auch als Autist ein halbwegs normales und selbstbestimmtes Leben zu führen. Sicherlich sollte man sich hier keinen Illusionen hingeben und davon ausgehen, dass jeder Betroffene vollends dazu in der Lage ist, selbstständig seinen Alltag zu bestreiten, aber alles in allem ist es durchaus in einem gewissen Maße möglich.

Zugegebenermaßen bedarf es, um diesen Punkt der Selbstbestimmtheit zu erreichen, einiges an harter Arbeit. Eine möglichst früh einsetzende Therapie ist hierbei absolut notwendig und unumgänglich.

Therapeuten, die unter anderem zu Rate gezogen werden sollten, sind unter anderem:

  • Logopäden: Logopäden sind speziell geschulte Menschen, die sich darauf spezialisiert haben, Personen mit Sprechbeschwerden oder Sprachfehlern dabei zu helfen, diese zu überkommen.Zwar geht dem Dasein als Logopäden entweder ein Studium oder eine intensive Ausbildung voran, aber sie sind keine Ärzte im eigentliche Sinne. Das heißt unter anderem, dass es ihnen nicht gestattet ist Rezepte auszustellen und oder Eingriffe oder Bluttests und dergleichen durchzuführen. Da dies zur Ausübung ihrer Tätigkeit jedoch auch nicht nötig ist, tut es ihrer Wirkung keinen Abbruch.

    Logopäden sind spezielle geschulte Menschen, die sich mit dem gesprochenen Wort und vorallem mit der Richtigkeit dessen auseinandersetzen. Das heißt also, dass sie primär bei der Behandlung von Sprachfehlern zur Hilfe gezogen werden. Diese können angeboren sein, auf einen Unfall oder eine Operation zurückgehen oder psychologische Ursachen haben.

    Die Behandlungsmethoden, derer sich ein Logopäde bedienen kann sind sehr zahlreich und individuell oftmals auch sehr verschieden. Viele werden die Übung kennen, die es erfordert, dass der Patient mit einem Korken im Mund reden muss, ohne dabei unverständlich zu werden. Das hilft insbesondere Stotterern oder Lisplern dabei ihre Leiden zu vermindern. Auch das Sprechen in Papiertrichter wird als Therapieform genutzt. Insbesondere bei Menschen, die danach trachten ihre Stimmen tiefer oder höher erscheinen zu lassen. Denn durch das Sprechen in einen Trichter sind sie imstande sich selbst zu hören und können dahingehend auf die Höhe ihrer Stimme Einfluss nehmen.
    Aber auch Übungen zur Stärkung der Muskulatur der Zunge und des Kiefers können ggf. Formen der Therapie darstellen. Diese werden oftmals dann verwandt, wenn es darum geht Opfern von Schlaganfällen zu helfen. Da deren Gesichtsmuskulatur durch die vorhergehende Erkrankung in vielen Fällen immens geschwächt ist und wieder neu aufgebaut werden muss. Dennoch gilt es zu bemerken, dass Logopäden primär dabei helfen, die Symptome einer Sprechstörung zu bekämpfen.

    Die psychologischen oder medizinischen Ursachen für eine gestörte Sprache können von ihnen in aller Regel nicht beseitigt oder gar erst in Angriff genommen werden. Das ist Sache der behandelnden Ärzte bzw. des behandelnden Psychologen oder Psychiaters. Das schmälert ihre Rolle in der Wiederherstellung oder Neuerschaffung der Sprechfähigkeit des Individuums aber nicht.
    Zudem gehören auch Sprechübungen, wie sie beispielsweise im Theater von Schauspielern benutzt werden zum Repertoire eines Logopäden.

    Nicht zu vergessen sind darüber hinaus die Atemübungen, die ein Logopäde mit seinen Patienten oftmals durchführt und sie einstudieren lässt. Es ist nämlich keine Seltenheit, dass Sprachstörungen durch eine falsche Atmung begründet sind oder dadurch verschlimmert werden. Zudem trägt die Stärkung des Zwerchfelles durch gezieltes Atmen dazu bei, den gesamten Sprechapparat fester und ebenso stärker zu machen.

    Weitere möglich Behandlungsmethoden beinhalten das Aufnehmen der Stimme des Patienten, die ihm im Anschluss daran vorgespielt wird. Dies kann besonders bei Stotterern als schocktherapeutischer Ansatz genutzt werden und ihnen das Ausmaß ihrer Störung erst recht klar machen.

    Behandlungen durch einen Logopäden sind zwar in der Regel erfolgreich, brauchen aber auch ihre Zeit. Kein seriöser Logopäde bietet Wunderkuren an, die einem dabei helfen nach zwei Tagen seine Sprachstörung loszuwerden. Der Prozess ist oft lang und Mühselig, aber wer durchhält und Disziplin zeigt, der wird am Ende meist dafür belohnt.

  • Neurologen: Wie bereits einleitend erwähnt, sind Neurologen Ärzte, die sich auf das menschliche Nervensystem und das menschliche Gehirn spezialisiert haben.
    Dabei beschäftigen sie sich primär mit Erkrankungen desselben, sowie teilweise mit Prävention und Nacharbeit. Sie selbst nehmen keine chirurgischen Eingriffe vor. Dafür gibt es sog. Neurochirurgen. Das primäre Augenmerk eines Neurologen jedoch liegt auf dem Stellen klinischer Diagnosen und dem erarbeiten einer effizienten Heilungsstrategie durch Medikamente oder anderen konservative Heilungsformen.In letzter Zeit sind die Teilgebiete der Neurologie und der Psychiatrie immer mehr zueinander gerückt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass dank besserer Methoden immer mehr psychologische Erkrankungen speziellen Arealen des Gehirns zugeordnet werden können. D.h. im Umkehrschluss, dass Neurologie und Psychiatrie stark gegenseitig von gewonnenen Erkenntnissen profitieren können.

    Darüber hinaus sind sie eng verwandt, da gewisse neurologische Leiden spezifische oder allgemeine psychologische Krankheiten als Spätfolge bedingen können. Die dahingehende Forschung steckt allerdings, trotz großer Efforten, immer noch in den Kinderschuhen. Darum sind täglich neue Durchbrüche in der Neurologie oder Psychiatrie möglich.
    Trotz der vielen Überschneidungen ist die Neurologie dennoch ein selbstständiges Feld innerhalb der Humanmedizin.

    Neurologen bedürfen dazu oftmals vieler Zusatzausbildungen, da das menschliche Gehirn und die Krankheiten, die es trägt und auslöst sehr zahlreich und oft in ihren Ausprägungen nicht stringent sind. Das erfordert einen großen Wissensschatz bevor man überhaupt daran denken kann, eine Diagnose zu stellen oder gar eine mögliche Behandlung zu erarbeiten.

    Neurologen steht ein breites Spektrum an möglichen Methoden zur Behandlung ihrer Patienten zur Verfügung. Dazu gehört primär eine große Auswahl an Medikamenten, die bei speziellen Erkrankungen große Hilfe versprechen. Darüber hinaus stehen ihnen anderen Heilmethoden offen, wie beispielsweise Elektroschocktherapie. Das mag zunächst befremdlich und antiquiert anmuten, erfüllt aber seinen Zweck. Denn gerade das Gehirn oder die Nerven reagieren sehr gut auf elektrische Stimuli und können damit oft zur Selbstheilung angeregt werden. Das Einsatzgebiet von Elektroschocks ist jedoch stark beschränkt und eignet sich nicht für alle neurologischen Erkrankungen. Manche vorbelasteten Patienten können diese Therapieform auch überhaupt nicht in Anspruch nehmen. Insbesondere solche mit präexistierenden Herzproblemen.

    Bei Tumoren im oder am Gehirn oder bei Epilepsien und sonstigem werden die Patienten oft an einen Neurochirurgen weitergeleitet, der daraufhin den Tumor entfernt oder einen Hirnschrittmacher gegen die Epilepsie einsetzt. Die Nachbehandlung solcher oder ähnlicher Eingriffe obliegt dann wiederum dem Neurologen. Der mit gezielter medikamentöser Behandlung versucht den Gesundheitszustand des Patienten wieder auf ein verträgliches Niveau zu heben.

    Auch die Konsultation mit anderen Ärzten, wie beispielsweise den artverwandten Psychiatern kann teil der Behandlung eines Patienten sein, besonders wenn dieser bereits vor seiner Hirn- oder Nervenerkrankung psychologisch auffällig geworden ist. Solche Auffälligkeiten sind oftmals Indikatoren für die Zuhilfenahme bestimmter Behandlungstechniken Darüber hinaus liegt es im Interesse des Neurologen und des Patienten, etwaige Medikationen von psychiatrischer Seite in Erfahrung zu bringen, um zu verhindern, dass es zu Abstoßungsreaktionen kommt oder die Wirkungen der Medikamente sich gegenseitig aufheben.

  • Kinderärzte: Kinderärzte haben sich, wie bereits im Namen steckt, darauf spezialisiert Kinder zu behandeln und zu heilen. Dabei nehmen sie eine ähnliche Funktion für den Nachwuchs ein, wie Hausärzte für Erwachsene. Auch Kinderärzte können sich innerhalb ihres Fachgebietes weiter spezialisieren, um spezifischere Teilfelder der Kindermedizin abzudecken. Man findet sie sowohl in Krankenhäusern als auch als niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis. Darüber hinaus bieten einige größere Städte sogar medizinische Notdienste speziell für Kinder an, d.h. dass man einen Notarzt bestellen kann, der auch gleichzeitig Kinderarzt ist.Kinderärzte müssen bei der Behandlung ihrer Patienten. Mehr als andere Ärzte, großes Fingerspitzengefühl beweisen. Der kindliche Organismus ist oftmals anfälliger für vielerlei Behandlungsmethoden und reagiert auch auf kleine Fehler bisweilen sehr stark. Darüber hinaus sind Kinder während einer Behandlung oft nervös oder wehren sich sogar dagegen, weil sie die Notwendigkeit einer solchen nicht begreifen oder generell mit der Situation überfordert sind.

    Darum bedienen sich Kinderärzte oft kleiner Tricks und Kniffe, um ihre Patienten abzulenken. Dazu gehören bisweilen der Einsatz von Handpuppen, mit denen dem Kind spielerisch die Angst vor dem Arzt genommen werden soll. Aber auch beruhigende Musik oder Ablenkungsmanöver sind an der Tagesordnung. Letztere werden besonders beim Setzen von Spritzen, bspw. bei Impfungen, verwendet. Zumeist erfüllen diese Tricks ihre Wirkung und das Kind bekommt wenig von der Behandlung mit oder verliert zumindest seine Angst davor teilweise. Auch der obligatorische Lutscher oder Bonbon wird immer noch gerne nach einer erfolgreichen Behandlung an die Kinder verschenkt.

    Ansonsten sind die etwaigen Ausprägungen einer Behandlung natürlich von der Krankheit des Kindes abhängig. In den meisten Fällen kann man jedoch davon ausgehen, dass die groben Grundzüge des Vorgehens in etwa denen der Erwachsenenmedizin entsprechen und lediglich in ihrer Intensität reduziert sind.

    Dennoch gibt es natürlich auch speziell für Kinder maßgeschneiderte Behandlungstechniken, die man so in der Erwachsenenmedizin nicht findet. Dazu gehören insbesondere chirurgische Eingriffe und orthopädische Maßnahmen. Beide erfordern oftmals großes Fingerspitzengefühl, da sie im Ernstfall dem Kind dauerhaften Schaden zufügen können.

    Gerade bei Operationen an noch nicht ausgewachsenen Kindern ist peinlich genau darauf zu achten, dass keine Partien des Körpers geschädigt werden, die in den Wachstumsprozess involviert sind.
    Auch bei orthopädischen Maßnahmen muss man mit großer Gewissenhaftigkeit vorgehen. Insbesondere dann, wenn für das Kind spezielle Schienen oder Einlagen angepasst werden müssen, um etwaige Fehlstellungen zu korrigieren. Sind diese nur geringfügig falsch justiert, kann es auf lange Sicht zu erheblichen Schäden oder gar permanenten Behinderungen für die Kinder kommen.

Bei einer guten Kombination dieser Ärzte und anderer Therapeuten ist es also durchaus möglich zu bewerkstelligen, dass sich das betroffene Kind, trotz seiner Erkrankung halbwegs sozialkonform entwickelt und ihm eine freie und selbstbestimmte Lebensführung nicht vollends abgeht. Es lohnt sich daher, diesbezüglich möglichst früh zu intervenieren und tätig zu werden.


Alternative Behandlungsmethoden

Da Autismus nicht heilbar ist, probieren viele Eltern alternative Therapieansätze aus. Diese mögen erfolgreich sein oder nicht, dennoch gibt es kaum verwertbare Daten über die meisten Formen der alternativen Behandlungen für Autisten. Darum ist nicht auszuschließen, dass manche dieser Ansätze unfreiwilligermaßen negative Verhaltensweisen befördern könnten. Darüber hinaus sind einige dieser Methoden auch nicht ohne Vorsicht zu genießen. Man sollte sich daher im Vorfeld gut informieren und immer Rücksprache mit dem Arzt halten.
Beispiele guter und probater alternativer Therapien sind:

  • Kreativ-Therapien: Hierzu zählen musikalische oder künstlerische Ersatztherapien, wie beispielsweise intuitives Malen. Hauptaugenmerk solcher Behandlungen liegt darauf, die Hypersensibilität des Kindes gegenüber von Geräuschen und Berührungen zu senken.
  • Akupunktur: Diese findet meist Anwendung, wenn es darum geht, die allgemeinen Symptome von Autismus zu lindern. Einige schwören darauf, andere lehnen Akupunktur bei der vorliegenden Erkrankung als wirkungslos ab.
  • Wahrnehmungstherapie: Diese Art von Therapien können vielerlei Ausprägungen sein. Dennoch zielen alle mehr oder weniger stark darauf ab, die allgemeine Wahrnehmung des Betroffenen zu schärfen. Hierbei gilt es, ihm beizubringen zuzuhören und Gefühle und Emotionen in anderen Menschen zu erkennen und zu deuten. Diese Art der Behandlung gilt meist als besonders effektiv und selbst Ärzte und Psychologen empfehlen sie oft.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt keine effektiven oder probaten Hausmittel, die selbst im Ansatz Hilfe versprächen. Man kann sich allerdings gute Anregungen vom behandelnden Arzt holen, inwieweit man mit seinem autistischen Kind umgehen sollte, um es nicht in seinem Verhalten zu bestärken ohne es dabei jedoch allzu sehr vor den Kopf zu stoßen.

Solcherlei Ratschläge sind aber allein fallspezifisch auszugeben und sind nicht allgemein zu äußern.

Hier eine allgemeine Kurzübersicht von alternativen Behandlungen, die bei einer Autismus-Erkrankung anwendbar sind:

  • Intuitives Malen
  • Tiertherapien (Delphintherapie, Reittherapie usw.)
  • Sensitivitätstherapie
  • Kuren (Mutter-Kind-Kur)
  • Akupunktur
  • Besprechen
  • Hypnose
  • Massage
  • Coaching
  • Persönlichkeitsübungen
  • Logopädische Übungen
  • Kreatives Schreiben
  • Instrument erlernen
  • Konzentrationsübungen
  • Verbesserung der sozialen Tauglichkeit

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Honeysuckle
  • Clematis
  • Meerträubel
  • Sonnenhut
  • Thymian
  • Süßholz

Die genannten Heilpflanzen versprechen natürlich keine vollständige heilung. Nichtsdestoweniger können sie im Rahmen einer über die Schulmedizin herausreichenden Behandlung Einsatz finden. Es bietet sich an, selbige als Aufguss oder Tee einzunehmen, hierdurch beruhigt man zusehends. Das kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn der Betroffene besonders aufgedreht ist. Aber auch als fertige Präparate sind diese Pflanzen erhältlich. Hierzu wendet man sich am besten an den Heilpraktiker des Vertrauens.

Es gilt jedoch vor jeder Anwendung mit dem zuständigen Mediziner zu klären, ob es sinnvoll oder potentill schädliche ist. Insbesondere in Hinsicht auf etwaige Allergien.

Ätherische Öle

  • Angelika
  • Borneol
  • Kamille
  • Zimt
  • Zirbelkiefer
  • Fichte

Die gerade erwähnten ätherischen Öle sind im Falle des Autismus lediglich in Form einer Aromatherapie anzuwenden. Die äußere sowie die innere Anwendung empfiehlt sich hier nicht. Dies liegt zum einen an der Beschaffenheit der Öle und zum anderen an den oftmals nicht vorhersehbaren Effekten derselben auf den kindlichen Organismus.

Es gilt also auch hier, Vorsicht walten zu lassen und vor einer Anwendung einen Arzt zu konsultieren.

Homöopathie & Globuli

  • Gadolinit
  • Gallium carbonicum
  • Panthera tigris tigris
  • Naja siamensis
  • Haematopota pluvialis
  • Ranunculus flammula

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Da es sich beim Autismus um eine Störung handelt, die stark mit einer Apathien gegenüber speziellen Lebensmitteln einhergeht, sollte man verstärkt auf seine Ernährung achten. Dabei gibt es jedoch keine vorgefertigten Ernährungspläne. Eine allgemein gute und gesunde Ernährung, die darüber hinaus die Vermeidung von allzu stark zuckerhaltigen Lebensmitteln miteinbezieht. Dies kann zusätzlich für eine erhebliche Verbesserung des allgemeinen Krankheitsbildes sorgen und dem Patienten somit viel Leid ersparen.

Eine Stärkung des Immunsystems und der allgemeinen Abwehrkräfte sind hierbei zu begrüßende Nebeneffekte. Dennoch ist jeder gut damit beraten, die Aufnahme von raffiniertem Zucker deutlich zurückzufahren. Hierdurch erhöht nicht nur die allgemeine Gesundheit, sondern auch die Ruhe und Ausgeglichenheit im Speziellen. Nichtsdestotrotz kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch genetische Faktoren vorbelastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Körper keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist Autismus durch Impfungen übertragbar?

Die Antwort ist absolut und ohne jeglichen Zweifel: Nein! Man hört dieses aus den USA stammende Vorurteil immer wieder. Es ist aber vollkommener Humbug und ist in keinem Falle nachzuweisen. Die hieraus entstandene Bewegung der sog. „Anti-Vaxxer“, also Personen, die sich bewusst gegen eine Impfung ihrer Kinder entschieden haben, ist ein gefährlicher Trend, der nicht nach Europa überschwappen sollte. Wer seine Kinder nicht impft, schadet ihnen ausschließlich und macht sie darüber hinaus empfänglich für schwerwiegende Erkrankungen, die leicht vermeidbar gewesen wären. Man sollte sich von der Propaganda dieser fehlgeleiteten Bewegung nicht einlullen lassen.

Ist Autismus heilbar?
Nein, leider nicht. Dennoch kann man hin und wieder Fälle beobachten, die sich scheinbar kurieren ließen. Diese liegen zwischen 3 und 25 %. Die genauen Mechanismen hinter diesen spontanen Heilungen sind noch nicht erforscht und erstaunen die Fachwelt immer wieder. Darüber hinaus sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Symptome mit zunehmendem Alter in aller Regel immer schwächer werden. Zwar verschwinden sie zumeist nicht ganz, aber die doch merkliche Verminderung derselben ist häufig eine große Erleichterung.

Brauchen Betroffene ein Leben lang Pflege?
Auch hier kommt es wieder sehr stark auf den Einzelfall an. Nicht jeder Autist bedarf lebenslanger und täglicher Pflege, wohingegen einige andere genau dies tun. Die Ausprägung und die Intensität der vorliegenden Störung sind hierbei maßgeblich für die aufzuwendende Pflege. Darüber hinaus kann man damit rechnen, dass die Pflegebedürftigkeit mit zunehmendem Alter abnimmt. Das spart Kosten und Nerven für das Umfeld und besonders die Eltern oder Betreuer.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (107 Stimmen, Durchschnitt: 4,48 von 5)
Loading...
Top