Entspannungstechniken

Behandlung Entspannungstechniken

In der heutigen Welt sind die meisten Menschen stets von Stress im Alltag, Beruf und oftmals auch in der Freizeit und Familienleben umgeben und dadurch entstehen oftmals auch schwere körperliche und seelische Krankheitsbeschwerden.

Folglich werden Entspannungstechniken zum Abbau von Stress und daher auch die Reduzierung der Krankenbeschwerden immer wichtiger in der modernen Welt.

Entspannungstechniken sind Methoden im Sinne von gezielten Übungen für die Reduzierung von körperlichen und seelischen Anspannungen aufgrund von Stresssituationen. Der Stress ist normalerweise eine natürliche menschliche Körperreaktion auf unvorhergesehene Situationen von Gefahren.

In diesen Situationen mobilisiert der Körper sämtliche Kräfte und dadurch entsteht eine unmittelbare Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Dopamin und auch Cortisol.

Hierdurch entstehen oftmals auch Krankenbeschwerde, wie zum Beispiel Herzrasen, Kopfschmerzen und vor allem körperlichen und seelischen Anspannung. Mit Hilfe der Ausübung der Entspannungstechniken wird nun der überschüssige innere Stress vollkommen abgebaut und die Beschwerden werden reduziert oder gar vollkommen beendet.

Ursprung und Entwicklung der Entspannungstechniken:

Der Ursprung der Entspannungstechniken liegt wahrscheinlich mehr ALS 2000 Jahre zurüCK, denn archäologische Funde legen nahe, dass die heutigen bekannten Entspannungstechniken bereits zu Beginn der christlichen Zeitrechnung in Asien, vor allem in Japan, China und Indien, als Heilmittel bekannt waren.

Und zwar haben Mediziner und Gelehrte zu dieser Zeit bemerkt, dass die unterschiedlichsten Entspannungstechniken im Sinne der Beruhigung von Geist und Körper einer sehr positiven Heilwirkung auf Körper und Geist verwirklichen.

Über diesen gesamten Zeitraum sind diese Entspannungstechnik in Asien von zahlreichen Menschen im Hinblick der Entspannung und Linderung von Krankheitssymptomen benutzt worden.

Erst in der Mitte des letzten Jahrhunderts erkannten die Mediziner in den USA und Westeuropa auch den positiven Nutzen von Entspannungstechniken. Seit diesem Zeitpunkt haben diese unterschiedlichsten Arten der Entspannungstechnik ihren Eingang in die Schul- und Alternativmedizin gefunden.

Durchführung & Wirkungsweise der Entspannungstechniken:

Die Anwendung von Entspannungstechniken hat eine unmittelbare positive Wirkung auf das sogenannte vegetative Nervensystem (autonomes Nervensystem). Das vegetative Nervensystem funktioniert im Sinne einer Schaltzentrale für Das Zentrale Nervensystem.

Es steuert wesentliche Körperfunktionen, wie zum Beispiel Herzschlag, Atmung und auch Blutdruck. Das vegetative Nervensystem besteht aus insgesamt zwei Teilen; und zwar dem Sympathikus sowie dem Parasympathikus.

Der Sympathikus befähigt die Menschen bei Belastungen oder auch Stress dazu, unmittelbar aktiv zu werden und daher körperliche und auch geistige Leistungen zu vollbringen. Dazu werden die Hormone Adrenalin undNoradrenalin ausgeschüttet. Dadurch entstehen wiederum ein schneller Herzschlag, eine Erhöhung des Blutdrucks und der Atemfrequenz sowie eine Anspannung der Muskeln. Diese verursachen eine Mobilisierung der Zucker– und Fettreserven.

Behandlung EntspannungstechnikenDer unmittelbare Gegenpol zu dem Sympathikus ist der Parasympathikus.

Dieser Bestandteil sorgt für die Regeneration und die Entspannung des Körpers und des Geistes, indem bestimmte Körperprozesse und auch Organfunktionen reduziert werden.

Dadurch entsteht eine wesentliche Abnahme vom Spannungszustand der Muskulatur und auch sämtliche Muskeln in Armen, Beinen sowie Rumpf entspannen sich.

Auch die Atmung wird entspannt langsam, gleichmäßig und tief. Insbesondere das Herz schlägt langsamer und die Pulsfrequenz nimmt ab, der Blutdruck sinkt.

Zudem entsteht eine Weitung der Blutgefäße, so dass nun mehr Blut hindurchfließen kann. Der gesamte Körper wird dadurch ruhiger und auch entspannter.

Je nach der persönlichen Vorliebe existieren unterschiedliche körperliche und mentale Entspannungstechniken für Körper und Seele:

  • Auszeit in Form von Pausen, Urlaub usw.
  • Sauna
  • Spanziergang
  • Entspannungsbad
  • Ausdauersportarten, wie z um Beispiel Radfahren, Joggen oder auch Schwimmen
  • Yoga
  • Kombination von Körper-, Meditations-, Atem- und Konzentrationsübungen
  • Tai-Chi (Taijiquan)
  • Autogenes Training in Form einer Selbsthypnose
  • Progressiven Muskelentspannung
  • Ayurveda
  • Fußreflexzonenmassage
  • Klangschalenmassage
  • Focusing
  • Biofeedback

Entspannungstechniken helfen gegen:

Trotz dem Spektrum von unterschiedlichen Formen der Entspannungstechnik sind einige Wirkungen und der heilende Charakter immer gleich. Dazu gehören insbesondere:

  • Durchblutungssteigerung
  • Senkung von Pulsfrequenz und Blutdruck
  • Entspannung der Muskulatur
  • Schmerzlinderung
  • Verbesserter Zellstoffwechsel
  • Stressabbau
  • Senkung des Blutdrucks
  • Normalisierung der Herzrhythmen

Vor allem haben die Entspannungstechniken eine heilende Wirkung auf den seelischen und emotionalen Bereich. Der Stress wird abgebaut und das vegetative Nervensystem wird ausgeglichen.

Entspannungstechniken fördern & stärken:

Die ordnungsgemäße und regelmäßige Anwendung von Entspannungstechniken fördern und stärken insgesamt zwei Ebene des Wohlbefindens; und zwar die körperliche und die seelische Ebene.
Körperliche Ebene

  • Stärkung der Durchblutung
  • Verbesserung des Herz-Kreislaufsystems
  • Stärkung der Herzfunktion
  • Verbesserung der Muskulatur
  • Verbesserung der Atmung
  • Rückenproblem

Seelische Ebene

  • Stärkung von psychischen Belastungen
  • Steigerung des seelischen Wohlbefindens durch positive Laune

Risiken & Nebenwirkungen der Entspannungstechniken:

Eine ordnungsgemäße Anwendung von Entspannungstechnik verursacht normalerweise keine Risiken oder Nebenwirkungen. Allerdings kann bei manchen Entspannungstechniken, wie der progressiven Muskelentspannung oder dem autogenen Training leichte Benommenheit nach den Übungen auftreten.

Daher sollte nach den Entspannungstechniken immer ausreichend Zeit vorhanden sein, um so eine leichte Benommenheit langsam abklingen zu lassen.

Auch sollte autogenes Training bei Menschen mit Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen, Angstzuständen und vor allem schweren psychischen Erkrankungen nicht angewendet werden, weil sich Symptome der Erkrankung verschlimmern können.

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen der Entspannungstechniken:

Die Ausübung von Entspannungstechnik verursacht immer eine Verlangsamung der Herzfrequenz und des Pulses. Dadurch kann insbesondere eine Hyperventilation auftreten.

Auch können die Wirkungen von Medikamente gegen Angstzustände und dissoziativen Störungen sowie auch Psychosen reduziert werden. Dadurch werden die typischen Krankheitssymptome der genannten Erkrankungen verstärkt.

Wer behandelt?

Die medizinischen Entspannungstechniken werden vor allem in der Psychotherapie sowie der psychosomatischen Medizin, insbesondere in der tiefenpsychologisch und bei verhaltentherapeutisch orientierten Psychotherapieverfahren, angewendet.

Aber auch in Sporttherapien und im Wellnessbereich des gesundheitlichen Sektors werden Entspannungstechniken angewendet. Des Weiteren können einfache Entspannungstechniken auch allein oder auch gemeinsam in Entspannungskursen oder ähnlichem angewandt werden.

Unser Fazit zu den Entspannungstechniken:

Die unterschiedlichen Arten von Entspannungstechniken fördern insbesondere einen Stressabbau und dadurch ein seelisches und körperliches Wohlbefinden. Hierbei sollten jedoch einzelne Risiken und Wechselwirkungen in Abhängigkeit der jeweiligen Entspannungsart beachtet werden.

Des Weiteren ist zu beachten, dass die unterschiedlichen Formen der Entspannungstechniken keinen effektiven Ersatz für die Schulmedizin darstellen. Daher sollte bei einer schwerwiegenden Erkrankung stets die Anwendung der Schulmedizin – auch in Kombination mit der Alternativmedizin – beachtet werden.

Auch bei psychischen Erkrankungen sollte vorher ein Arzt zurate gezogen werden.

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