Legasthenie

Steckbrief: Legasthenie

  • Name(n): Legasthenie; Lese-Rechtschreibschwäche; Lese-Rechtschreibprobleme; LRS
  • Art der Krankheit: Erhebliche Störung bei der Aneignung der Schriftsprache
  • Verbreitung: ca. 4 Prozent der deutschen Schüler sind betroffen; in jeder Klasse meistens ein bis zwei Schüler
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1877 erwähnte der Neurologe Kussmaul die Erkrankung als „Wortblindheit“
  • Behandelbar: bei frühzeitiger Erkennung und Maßnahmen bereits vor dem Schriftspracherwerb versprechen gute Heilungschancen
  • Art des Auslösers: durch die Genetik oder auch Sprachentwicklungsverzögerung; fehlendes häusliches Lesetraining
  • Wieviele Erkrankte: in Deutschland ca. 4 Millionen Menschen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: für die erste Diagnose sollte man einen Psychologen oder Psychater aufsuchen
  • ICD-10 Code(s): Lese- und Rechtscheibstörung F81.0; isolierte Rechtschreibstörung F81.1; Rechenstörung F81.2; Kombination aus Lese- und Rechtschreibstörung sowie Rechenstörung F81.3

Ein Leiden Vieler

An deutschen Schulen besteht seit Jahren das Problem der Legasthenie.

Deutschlehrer sollen in ihrem Unterricht Abhilfe schaffen, doch sie sind meistens mit der Lese-Rechtschreibschwäche ihrer Schüler überfordert, so dass entsprechende Hilfe von erfahrenen Spezialisten in Anspruch genommen werden muss, damit das Leiden der Schüler ein Ende nehmen kann.

Doch der Weg für eine Problemlösung ist in jedem Fall lang und steinig und wird nur mit viel Geduld und Ausdauer von den Legasthenikern gemeistert werden können.

Das Leben als Legastheniker ist auch für Erwachsene schwer, denn je nach Ausprägung können sie teilweise gar nicht am schriftlichen Verkehr teilnehmen, und dass in einer Gesellschaft in der das schriftliche Wort einen hohen Stellenwert hat.

Definition von Legasthenie

Legasthenie bedeutet erhebliche Probleme beim Erlernen des Lesens und Schreibens. Dies kann allerdings in unterschiedlichste Ausprägung bei den Betroffenen auftreten.

Zum einen kann es sich auch nur um Probleme beim Lesen oder zum anderen um Schwierigkeiten bei der Erlangung der Rechtschreibung handeln.

Dabei können Legastheniker beim Lesen vor allem:

  • Wörter vom Text auslassen,
  • sehr langsam lesen,
  • Wörter erlesen, die der Text gar nicht aufweist,
  • beim Lesen große Schwierigkeiten mit dem Beginnen haben,
  • geringes Textverständnis aufweisen

Legastheniker, deren Schwierigkeiten vielmehr im Bereich des Rechtschreiberwerbs liegen leiden meistens unter folgende Rechtschreibproblematiken:

  • falsche Anordnung der Buchstaben
  • Fehler bei der Anwendung von allgemeinen Rechtschreibregeln
  • Wörter werden beim Schreiben ausgelassen
  • Es werden immer wieder unterschiedliche Fehler gemacht, auch von Wörtern die zuvor korrekt geschrieben wurden

Auch hier kann es wieder zu einer Kombination aus den verschiedensten Bereichen kommen. Die jeweiligen Schwierigkeiten müssen ganz indivduell abgeklärt werden.

Was ist Legasthenie?

Legasthenie fällt meistens erst auf, wenn Kinder in die Schule gehen und nach den ersten Regeln Wörter schreiben sollen. Dies stellt für sie ein erhebliches Problem dar und in den schlimmsten Fällen verweigern sie das Schreiben von Texten, die sie abschreiben müssen, oder die ihnen auch diktiert werden. Bereits bei den ersten Schreibübungen sind bei ihnen oft auch motorische Störungen sichtbar oder sie können die einfachsten Schriftzeichen bei den ersten Übungen zum Schreiben nicht nachahmen. Ihnen ist das Problem oft peinlich, so dass sie versuchen diese Symptome zu verheimlichen und zu vertuschen. Lehrer sind häufig überfordert, das sie im Bereich der Legasthenie Diagnostik nur rudimentäre Kenntnisse aufweisen und daher den Schülern keine fachlich kompetente Hilfe an die Seite stellen können. Daher sind auch oftmals Erwachsene nicht in der Lage nach den allgemeinen Rechtschreibregeln fehlerfrei Texte zu erstellen, da sie in der Schulzeit kaum an ihrer Problematik gearbeitet haben.

Ähnlich ist es auch bei der Leseschwäche gelagert. Bereits in der Grundschule versuchen sich die betroffenen Schüler dem Lesetrainig zu entziehen, weil es sie viel Mühe und Anstregung kostet sich einen Text zu erlesen und in den meisten Fällen verstehen sie auch den Inhalt gar nicht. Wird an diesem Problem nicht fachgerecht gearbeitet, dann haben sie auch als Erwachsene große Probleme, sich wichtige Dinge des Alltags zu erlesen. Sie sind dann in der schlimmsten Ausprägung der Legasthenie auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Auch im Berufsleben können sie kaum eine selbstständige Tätigkeit ausüben.
Sie schaffen es auch immer wieder ihre Lese-Rechtschreib-Schwäche durch verschiedene Strategien zu überspielen. Sie lernen Texte auswendig und schreiben vor anderen Menschen gar nicht. Auch in der Schule werden in allen Fächern Probleme auftreten, denn Inhalte können sich weder im Unterricht noch in der häuslichen Arbeit selbstständig erlesen werden.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen können ganz unterschiedlicher Natur sein und sind auch nicht immer losgelöst voneinander zu betrachten, denn oftmals bestehen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Ursachen. Des Weiteren besteht beim Erlernen der Schriftsprache neben dem Problem der Lese-Rechtschreibschwäche auch erhebliche Motivationsprobleme an der Schwäche zu arbeiten, die als weitere Ursache verstanden werden können.
Folgende Ursachen können verantwortlich sein:

  • Genetische Faktoren: Oft sind bereits Eltern oder auch nur ein Elternteil von der Legasthenie betroffen und geben diese Problematik dann weiter. Verschiedenste Gene sind dabei für die Entwicklung des Gehirns zuständig und hier können bei Legasthenikern Veränderungen nachgewiesen werden.
  • Neurologische Faktoren: In unterschiedlichen Tests konnte bei Neugeborenen, deren Eltern auch von Legasthenie betroffen waren, divergierende Hirnströme nachgewiesen werden, die bei anderen Säuglingen nicht in dieser Form auftraten. Des Weiteren konnte man bei Betroffenen auch Abweichungen in der Bild-Text-Verarbeitung bei den Strömen in der Großhinrrinde nachgewiesen werden.
  • Störungen in der Wahrnehmung: Bei Legasthenikern wird in vielen Fällen ein Problem in der Bild und Textwahrnehmung festgestellt. Auch im Bereich des korrekten Hörens von Wörtern haben Legastheniker oft Probleme, so dass sie die Lautfolgen und Buchstabenkombinationen nicht korrekt verarbeiten können.
  • Verzögerung in der Sprachentwicklung: Kleine Kinder haben bereits mit 18 oder auch 24 Monaten mehr als 50 Wörter erlernt und können auch schon einfache Wort-Satz-Kombinationen bilden. Diese Fähigkeit tritt bei Legasthenikern manchmal erst viel später auf und sie weisen dann auch einen geringeren Wortschatz auf als gleichaltrige Kinder.
  • Lesen wird im häuslichen Umfeld nicht praktiziert: Bei einigen Kindern werden von den Eltern keine Texte mit ihnen zusammen erlesen oder es wird ihnen auch nicht vorgelesen, so dass sie gegenüber gleichaltrigen Mitschülern klare Nachteile haben und keine Kenntnisse über Textstrukturen aufweisen. </li>

Symptome und Anzeichen

Die Symptome und auch Anzeichen sind bei vielen Legasthenikern klar erkennbar. Sie weisen erhebliche Probleme beim Erlesen und auch der Verschriftlichung von längeren Texten und auch Textpassagen auf. Allerdings dürfen diese Symptome nicht mit Rechtschreibproblemen verwechselt werden, die nicht gleich eine Legasthenie bedeuten. Nur weil man einige Rechtschreibregeln nicht anwenden kann, bedeutet das nicht gleich eine Lese-Rechtschreibschwäche. Auch beim Lesen müssen die Anzeichen erkannt werden und sollten genau von einem Fachmann diagnostiziert werden. Kinder, die das Schreiben oder auch Lesen erlernen haben manchmal in verschiedensten Bereichen Probleme, doch durch Training und gezieltes Üben nehmen die Fehler und auch die Schwerpunkte ab, doch das wird bei Legasthenikern nicht so leicht wie bei anderen Kindern. Es ist oft auffällig, dass sie fleißig geübt haben, aber das Erlernte nicht anwenden können, da dieses eben durch die Ursachen der Legasthenie blockiert wird. Oftmals zeigen sich auch Probleme im sprachlichen Bereich und in der Anordnung und Wiederholung von verschiedenen Redewendungen oder auch typischen Phrasen, die für Kinder eigenltich schnell und leicht zu erlerenen sein müssten. Auch die Aussprache ist oft sehr undeutlich und man der Redefluss wirkt gerade bei Kindern oftmals ungeordnet. In vielen Fällen werden auch im späteren Alter, wenn der Schriftspracherwerb längst abgeschlossen ist, noch Buchstaben und auch Lautzuordnungen von den Betroffenen vertauscht und falsch angeordnet.
Ein weiteres Problem stellt des Weiteren auch das Erlernen einer weiteren Sprache dar, dies wird kombiniert mit einer geringen Merkfähigkeit von Regeln und Texten. Insgesamt leiden Legastheniker unter geringen Selbstwertgefühlen, und haben große Hemmungen Texte vorzulesen oder anderen zu präsentieren.

Typische Symptome für eine Legasthenie sind folgende:

  • Im Kindesalter wird die Sprache nicht so schnell erlernt, wie es für gleichaltrige Kinder üblich ist
  • undeutliche Aussprache
  • Geringeres Merkvermögen bei der Wortzuordnung
  • Kein Interesse am Erlernen von Lesen und Schreiben, es wird vielmehr als Qual empfunden
  • Es werden Buchstaben und Laute, die vom Schriftbild bekannt sein müssten vertauscht
  • hoher Zeitaufwand für das Anfertigen von schriftlichen Arbeiten
  • Fremdsprachenunterricht ist meist erfolglos
  • hohes Maß an Unorganisiertheit ist keine Seltenheit

Diagnose und Krankheitsverlauf

Die Diagnose beginnt in den meisten Fällen der Legasthenie in der Schule oder im familiären Umfeld. Dort ist meistens auffällig, dass Kinder das Schreiben und Lesen vermeiden und wenig Interesse an Geschichten haben, vor allem, wenn sie eigenständig erlesen werden müssen. Aber auch kleinere Schreibübungen oder Briefchen werden von Kindern mit Legasthinie nicht verfasst.
Es ist wichtig, wenn der Lehrer oder auch die Eltern den Eindruck haben, dass eine Legasthine vorliegt zum Arzt zu gehen. Mit Kindern sollte man den Kinder- und Jugendpsychologen oder auch Psychater aufsuchen. Dieser führt verschiedenste Tests durch, um genau die Ursache der Lese-und Rechtschreibschwäche zu erörtern. Vorher sollten aber organische oder auch seelische Ursachen von entsprechenden Fachärzten abgeklärt werden. Auch das häusliche Umfeld sollte vor den Tests zur Legasthenie unter die Lupe genommen werden, denn in manchen Fällen können auch schlechte Strömungen in diesem Bereich die Ursache für eine kurzfristige Schwäche im Lese- und Rechtschreibbereich sein.

Tests für Lese-Rechtschreibschwäche beim Psychologen

Auf der einen Seite wird der Psychologe einen Lese- und einen Rechtschreibtest durchführen. In diesen Tests wird die Lesegeschwindigkeit, die Artikulation der Worte abgetestet. Aber auch ob alle Wörter gelesen werden und das Textverständnis wird vom Psychologen in den Blick genommen.
Beim Rechtschreibtest werden die Kenntnisse von Rechtschreibregeln, Buchstabenverdrehungen, Lautzuordnungen, die Auslassung von Wörtern und die Wiederholung von gleichen Fehlern in den Blick genommen. Hier ist außerdem auch das Textverständnis und die Verknüpfung von Sätzen wichtig. Des Weiteren wird aber auch ein allgemeiner Intelligentest vom Arzt durchgeführt werden. Liegt dieser über den Leistungen der Rechtschreib- und Lesetests, dann kann dies schon ein Anzeichen für eine Legasthenie sein. Außerdem muss die Rechtschreib- oder Leseleistung in einem der abgetesteten Bereichen unter der Norm der Rechtschreibleistungen von Gleichaltrigen liegen.

Wie verläuft eine Legasthenie?

Sowohl Kinder als auch Erwachsene leiden unter den Begleiterscheinungen einer Legasthenie. Sie werden Vermeidungsstrategien anwenden und daher werden sie ihre Leistungen im Lese- und Rechtschreibbereich auch nicht verbessern können. Die Betroffenen verfallen oft vielmehr in eine Art Resignation und schreiben daher Wörter, die sie eigentlich korrekt schreiben können auch noch falsch. Dies kann auch zu einer erheblichen seelischen Belastung führen, da sie permanent mit ihren Fehlleistungen konfrontiert werden. Gerade auch bei Schülern kann das zu psychosomatischen Beschwerden wie Übelkeit und Kopfschmerzen führen. Dies kann auch ein Bestandteil der Verdrängungsstrategie sein.
Das sprachliche Vermögen wird außerdem insgesamt bei den Betroffenen nicht geschult. Bei manchen Legasthenikern gibt es Probleme im sozialen Verhalten, da sie insgesamt soziale Kontakte vermeiden.

Häufigkeit und Diagnosedaten

Ca. 4 Millionen Menschen in Deutschland sind von der Legasthenie betroffen. In Schulen sind immer ein bis zwei Schüler in einer Klasse bereits durch ihre schlechten Lese- und Rechtschreibleistungen aufgefallen. Die Lehrer treten in diesen Fällen mit den Eltern in Kontakt, so dass diese dann einen Diagnostischen Test durchführen lassen können. Aufgrund der Ergebnisse der Diagnosedaten können dann die weiteren Maßnahmen zur Förderung der Lese- und Rechtschreibschwächen eingeleitet werden. Die Diagnosedaten sollten vor allem auch der Schule zur Verfügung gestellt werden, denn aufgrund dieser Daten kann den betroffenen Schülern dann ein Nachteilsausgleich gewährt werden, damit die schulischen Leistungen in den anderen Fächern nicht wegen der Lese- und Rechtschreibleistungen weiter abfallen. Auch bei Legasthenie im Erwachsenenalter kann die Firma auch über die Diagnosedaten informiert werden, so dass dann entsprechende Bereiche in der Firma rücksichtsvoller mit den Problemen des Mitarbeiters umgehen können. Allerdings darf das immer nur mit dem Einverständnis des Betroffenen geschehen.

Komplikationen bei der Krankheit

Es können bei einer Legasthenie insofern Komplikationen auftreteten, dass die Betroffenen aufgrund der hohen täglichen Belastung und des ständigen Gefühls des Versagens einfach nur resignieren und nicht mehr bereit sind, an ihrer Legasthenie zu arbeiten. Sie haben oft das Gefühl, dass die ganzen therapeutischen Maßnahmen keinen Sinn haben, denn eine Heilung von Legasthenie ist ein sehr langwieriger Prozess und kann nur in kleinen Schritten und mit sehr viel Fleiß und Ausdauer erfolgen. Viele Menschen mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche haben das Gefühl, dass sie keine gesellschaftliche Anerkennung genießen und gerade Schüler leben mit der ständigen Angst von den Mitschülern ausgelacht zu werden. Es fällt den meisten Betroffenen sehr schwer die Legasthenie als eine wirkliche Erkrankung anzuerkennen, bei der man aber auch eine Aussicht auf eine erfolgreiche Therapie haben kann. Man muss allerdings eine tägliche Auseinandersetzung mit seinen Problemen in Kauf nehmen und auch mit Rückschlägen im Rahmen der Therapie rechnen. Dies setzt die eigenen Fähigkeiten immer wieder auf eine harte Probe und ist für viele Legastheniker ein sehr zermürbender Prozess.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arztbesuch ist für eine verlässliche Diagnose unerlässlich. Nur hier kann ein entsprechendes und allgemeingültiges Attest ausgestellt werden, dass auch bei der Schule einen juristischen Bestand hat. Es ist bei diesem Besuch auch ein wichtiger Bestandteil, dass andere Ursachen ausgeschlossen werden. Aufgrund der Testergebnisse beim Facharzt können geeignete Therapiemaßnahmen eingeleitet werden und es besteht durchaus die Möglichkeit, die ersten therapeutischen Schritte in der Arztpraxis zu beginnen.

Behandlungsmethoden und Therapien

Die effektivste Behandlung kann bei einer Legasthenie am besten durchgeführt werden, wenn sie im frühen Kindesalter bereits erkannt wird. Bereits vor dem ersten Erwerb der Schrift können auf spielerische Art mit Bild und Wortkombinationsübungen bereits gute Maßnahmen durchgeführt werden. Der Vorteil ist vor allem, dass die Kinder noch nicht dem Leistungsdruck der Schule ausgesetzt sind. Man sollte auf jeden Fall eine Förderung durchführen, die ganz gezielt die diagnostizierten Probleme des Legasthenikers behandelt.
In den beiden ersten Grundschuljahren, wenn die Schriftsprache erworben wird, ist eine Förderung sehr wirksam, denn dort sind die Probleme noch nicht chronisch und der Betroffene ist noch nicht in dem Stadium, dass er keine Erfolgserlebnisse verzeichnen kann. Dabei sind insbesondere die Fördertherapien sehr wirksam, die direkt mit dem Umgang des Lese- und Rechtschreibprozess ansetzen. Wörter und auch Sätze müssen dem Legastheniker in möglichst kleinste Einheiten gegliedert werden. Auch das Lesen dieser kleinsten Worteinheiten ist ein wichtiges Training, das einer ständigen Wiederholung bedarf.
Obwohl eine sehr effektive und ständige Förderung bereits in den frühen Schuljahren stattfindet wird das Problem nicht bei allen Schülern behoben, so dass neben dem Training an dem eigentlichen Problem der Schüler auch Methoden zur Bewältigung der Problematik erlernt werden müssen. Des Weiteren ist wichtig, dass die Motivation zum Üben gestärkt wird. Ein wichtiges Ziel muss das Erlernen von Methoden zur eigenständigen Hilfe sein.
Es ist wichtig, dass die Angst vor dem Versagen und der gesellschaftlichen Ächtung genommen wird, denn mit einer solchen Angst ist auch schnell die Motivation weit unten und das hemmt die Fortschritte.
Ein wichtiger Therapieansatz ist die Arbeit nach dem Stufenmodell:
Vorstufe:
Das Schreiben wird lediglich nachgeahmt

Logographemische Strategie:
einzelne Buchstaben werden aus dem Gedächtnis aufgeschrieben – erste Wortbilder werden erkannt

Alphabetische Strategie:
Wörter werden so aufgeschrieben wie man sie hört – Erwerb der Lesefähigkeiten

Orthographische Strategie:
Kenntnisse im Bereich der Rechtschreibregeln werden angewandt und eigene Verbesserungen werden vorgenommen

Des Weiteren ist das visumotorische Training wichtig, denn dort haben viele Legastheniker ebenfalls große Probleme und dies kann durch gezieltes Training verbessert werden.

Vorbeugung und Prävention

Durch den spielerischen Umgang mit Sprache bereits im frühkindlichen Alter kann man bereits einige Vorbeugungsarbeit leisten. Bilderbücher mit wenig Text, sondern vielmehr Wörtern die zu den Bildern passen kann im Kopf des Kindes eine Wort-Bild-Zuordnung stattfinden, bei dem sie sich zum einen bereits das Schriftbild einprägen können aber auch den Wortschatz erweitern und festigen. Auch eine kindgerechte, aber nicht kindische Sprache kann ein Teil einer gelungenen frühkindlichen Spracherziehung sein.
Hat das Kind bereits früh gar kein Interesse an Schrift und Sprache, dann sollte man dieses Verhalten als Eltern bereits beobachten und bei weiteren Auffälligkeiten den Kinderpsychologen aufsuchen. Im Regelfall lieben kleinere Kinder es bereits, erste Buchstaben nachzuahmen. Fällt in der Grundschule beim Schriftspracherwerb eine erhebliche defizitäre Haltung des jungen Schülers auf, dann sollte man mit dem Lehrer sprechen und einen diagnostischen Test durchführen lassen, denn gerade in der Grundschule sind die Kinder meistens noch soweit motiviert, dass die Aneignung der Sprache leichter erfolgen kann, als wenn man eine Legasthenie in den höheren Schuljahren bearbeiten möchte.
Es muss bereits bei der Vorbeugung eine ganzheitliche Maßnahme durchgeführt werden, die alle Ursachen in den Griff bekommt, denn nur durch eine gezielte Vorbeugung kann auch effektiv gegengesteuert werden.

Prognose zur Heilung von Legasthenie

Es ist schwierig, eine eindeutige Prognose zur Heilung von Legasthenie zu geben, denn sie tritt in den verschiedensten Ausprägungen aus und man muss ganz gezielt an den jeweiligen Problemen der Betroffenen Arbeiten. Das ist ein langwieriger Weg, der nicht immer ganz leicht ist und man erlebt als Betroffener auch immer wieder Rückschläge und jeder Fortschritt ist mühselig. Darin liegt auch das größte Problem der Heilung. Man muss konsequent mit passenden Übungen gegen seine Legasthenie kämpfen. Zum einen ist es wichtig, eine gute Diagnose der legasthenischen Probleme zu haben, damit eine gezielte Arbeit auch wirklich möglich ist. Dann sollte man sich fachkundige Hilfe suchen, bei einer Institution, die sich auf den Umgang mit Legasthenie spezialisiert haben. Oftmals bieten auch Psychotherapeuten in Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeitern entsprechende Angebote, um die Legasthenie zu therapieren. Aber nicht nur die ständige Therapie mit einem entsprechenden Therapeuten wird den Weg zu einer Heilung ebnen. Legastheniker müssen auch selbstständig mit geeigneten Arbeitsmaterialien an ihren Problemen arbeiten. Kinder haben oftmals nicht immer die nötige Motivation und auch Erwachsene, die schon lange mit diesem Problem zu kämpfen haben, müssen viel Kraft aufwenden, um an der Legasthenie zu arbeiten. Um eine gute Heilungsprognosse zu haben, muss man sehr konsequent und mit qualifizierter Unterstützung arbeiten und sich immer wieder vor Augen führen, dass es ein langwieriger Weg ist.

Spezielle Übungen

Es ist keineswegs ausreichend, wenn man einfach nur Texte abschreibt oder Rechtschreibübungen auf Arbeitsblättern löst. Vielmehr sind verschiedene Komponenten wichtig, um die Legasthenie in den Griff zu bekommen. Ein wichtiger Bestandteil können dabei Konzentrationsübungen sein, denn es ist nachgewiesen, dass Legastheniker oft das Problem haben sich nicht auf ihre Rechtschreibung konzentrieren zu können. Konzentrationsübungen sind kein Wundermittel, aber sie können schon zu einer Verminderung der Fehlerhäufung beitragen.

Konzentrationsübungen

Um erfolgreicher Arbeiten zu können, sollten sie für sich als Erwachsener oder auch bei betroffenen Kindern klären, wo die Probleme liegen, wenn sie Aufgaben im Schreiben beginnen. Sie müssen drei wichtige Grundsätze für die Konzentration in den Mittelpunkt stellen. Man muss zuerst genau hinsehen, dann muss man hören, dann nachdenken und dann erst die Antworten geben. Nehmen sie sie sich Zeit für die Lösung von Rechtschreibaufgaben. Schreiben sie sich Karten mit den Schlagworten Hinsehen – Hören – Nachdenken – Antwort. Legen sie die Karte vor sich hin. Schauen sie sich Wörter ganz genau an. Sprechen sie sich die Wörter vor und dann denken sie über die Folge der Buchstaben ganz genau nach. Erst dann sollte das Wort aufgeschrieben werden.
Eine gute Übung kann es sein, dass Wörter oder auch Zahlen einfach nachgemalt werden. Machen sie sich entspannende, leise Musik an und legen sie dann Wörter vor sich hin, bei der sie einfach nur die Schwingungen und Bögen aufnehmen. Dies wirkt entspannend und man bekommt ein gutes Gefühl für die Wörter. Aber auch leichte Puzzle legen oder Suchbilder können die Konzentration sehr gut fokussieren und eine Möglichkeit schaffen, sich und seine Sinne zu sammeln. Schaffen sie sich Arbeitsblätter zu Konzentrationsübungen an. Zeichnen sie mal ein Mandala oder ähnliche Malereien. Genießen sie diese Zeit und machen sie es sich oder auch ihrem Kind schön, so dass die Übungen zu einem angenehmen und täglichen Ritual werden.

Arbeitsblätter mit Rechtschreibübungen

Wenn die Diagnose besteht, in welchen Bereichen vor allem eine Diagnose vorliegt, dann sollte man sich entsprechende Arbeitsblätter besorgen, die dieses Phänomen zur Bearbeitung anbieten. Allerdings muss man dabei aufpassen, dass man nicht nur noch dieses Problem im Blick hat. Man sollte nach der Bearbeitung eines solchen Arbeitsblattes immer noch einmal unabhängig davon ein paar Sätze schreiben, in denen man das Erlernte anwenden muss, denn nur kann man wirklich testen, ob man es auch verstanden hat und dann auch wirklich anwenden muss. Denn ansonsten geht man bei dem Arbeitsblatt irgendwann nur nach der regelhaften Wiederholung vor und denkt gar nicht mehr wirklich bei der Bearbeitung nach.

Alternative Behandlungsmethoden

Bei der Legasthenie kann man nicht unbedingt von alternativen Behandlungsmethoden sprechen, aber es gibt schon unterschiedliche Behandlungsmethoden. Es ist wichtig, dass man die passende für sich oder auch seine Kinder findet. Man sollte Mut haben auch etwas auszuprobieren, wenn die eingesetzte Therapie, nach der man mit seinem Therapeuten arbeitet keine guten Erfolge erzielt. Allerdings muss man jeder Therapie auch die Zeit geben, dass sie wirklich zum Tragen kommt, denn keine legasthenische Therapie kann über Nacht oder in einer Woche wirken. Eine wichtige Begleitung zu den verschiedensten Übungen und Rechtschreibstrategien ist immer aus verschiedenen Bausteinen zusammengesetzt:

  • gesunde Ernährung
  • verschiedene Übungen zur Konzetrationssteigerung
  • Homoöpathie aus unterschiedlichen Bereichen
  • Schulung der auditiven und visuellen Fähigkeiten

Auditives Training

Als alternative Behandlungsmethode kann man auch die Arbeit mit den verschiedensten Einsatzbereichen von Tönen anführen.
Dabei kann zum einen die Schalltherapie eingesetzt werden. Bei dieser Form der Therapie werden zwei sehr hohe Töne, die sich überlagern dem Legastheniker immer wieder vorgestellt, so dass das Gehör stärker fokussiert und geschult wird. Auch beim Hochtontraining wird man mit Musik bearbeitet. Hierbei wird klassische Musik in einer hohen Frequenz vorgespielt. Dies soll die auditive Wahrnehmung wacher und frischer wirken lassen, so dass die Betroffenen beim Hören ein besseres Hörvermögen bekommen sollen.
Bei der Tomatis-Therapie werden Kopfhörer eingesetzt. Dabei kommen vor allem musikalische Stücke von Mozart oder auch gregorianischen Chören zum Einsatz. Bei dieser Musik werden die hohen Frequenzen stärker ausgeführt und dem Betroffenen systematischer ins Bewusstsein gerufen.

Visuelle Therapie

Auch im visuellen Bereich gibt es ähnliche Therapien, die unterstützend wirken und den Legasthenikern eine weitere Unterstützung mit an die Hand geben.
Zum einen kann ein Training der Blicksteuerung zum Einsatz kommen. Hierbei wird darauf geachtet, dass der Blick nicht abschweift, sondern sich auf das Wesentliche konzentriert.
Dies ist vor allem bei Lesesprüngen eine große Hilfe, so dass die Lesefähigkeit dadurch erheblich verbessert werden kann.

Es wird aber auch oftmals das beidäugige Sehen trainiert. Damit eine hohe Konzentration auf die Buchstaben erzielt wird. Insbesondere auch wenn geschielt wird, kann durch dieses Training die Sehfähigkeit verbessert werden.

AFS-Methode

Die AFS Methode (A=Aufmerksamkeit – F=Funktion – S=Symptom) ist eine Methode, die als ganzheitlich bezeichnet werden kann. Das heißt, dass diese Arbeitsweise drei Schwerpunkte setzt beim Vorgehen gegen Legasthenie. Die AFS-Methode nimmt sich als Gundsatz, dass betroffene Menschen einen anderen Ansatz der Verarbeitung von Informationen haben und daher oftmals mit den normalen Rechtschreibstrategien gar nicht umgehen können. Verschiedenste Studien im Rahmen dieser AFS-Methode haben ergeben, dass bei Legasthenikern, bei denen nur an den Rechtschreibproblemen gearbeitet wird, keine wirklichen Verbesserungen in den Ergebnissen erzielt werden können. Vor allem, wenn die Ursache im Bereich des Genetischen Rahmen liegt, sind kaum Erfolge zu verzeichnen. Bei der AFS-Methode soll das Lernen mit allen vorhandenen Sinnen in den Mittelpunkt gestellt werden. Zum einen wird an der Aufmerksamkeit gearbeitet, denn Legastheniker haben große Probleme die Aufmerksamkeit auf die Buchstaben zu lenken. Ein weiterer Bestandteil dieser Methode ist aber auch, dass die visuellen und auch auditiven Sinne geschult werden, denn Buchstaben und auch Buchstabenkombinationen werden oft nicht richtig gehört oder auch erlesen. Zum anderen werden dann in Kombination in Verbindung mit den anderen beiden Bereichen an den Rechtschreibproblematiken gearbeitet.

Legasthenieübungen online

Im Internet bieten verschiedenste Plattformen ihre Dienste im Bereich der Legastheniehilfe an. Die meisten Internetseiten sind für Kinder ausgerichtet, aber ein paar Plattformen bieten auch Arbeitsmaterialien für Erwachsene an. Man sollte die Finger von kostenpflichtigen Begleitmaterialien lassen, außer fachkundige Therapeuten geben die Empfehlung ab. Allerdings gibt es auch einige Internetseiten, die kostenlos gute Arbeitsmaterialien zum Download anbieten. Insbesondere auch für die unterschiedlichsten Bereiche der Rechtschreibproblematiken. Wenn man seine Diagnose kennt und auch im häuslichen Bereich arbeiten möchte, dann kann man durchaus mit den verschiedensten Onlinematerialien arbeiten und seine Rechtschreibleistungen verbessern.
Es ist allerdings fraglich, ob Angebote hilfreich sind, die die Arbeit direkt mit den Rechtschreibproblematiken über das Onlineangebot anbieten. Es ist für Legastheniker wichtiger, das handschriftliche Üben auszubauen und auch die Motorik zu schulen.
Im Netz finden sich auch viele Konzentrationsübungen, die man sich ausdrucken kann und die gerade für Kinder sehr ansprechend gestaltet sind.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt keine Hausmittel, die ganz gezielt gegen Legasthenie eingesetzt werden können. Allerdings ist es insgesamt wichtig, dass die Konzentration bei den Betroffenen gefördert wird. Dabei können verschiedenen Vorgehensweisen hilfreich sein.

  • täglich mehrere Gläser Wasser trinken und dabei tief durch atmen und die Konzetration auf sich und sein Inneres lenken.
  • mehrere Tassen frisch aufgebrühter Grüner Tee oder auch Mate Tee in kleinen Schlücken trinken
  • Japanisches Minzöl sollte mit ein paar Spritzern Orangenöl vermischt werden und mit geschlossenen Augen mehrmals tief eingeatmet werden
  • Ausreichender Verzehr von verschiedenen Nusssorten

Heilkräuter und Heilpflanzen

Bei Problemen im Bereich der Legasthenie bietet es sich an, dass man die Konzentration und das menschliche Denkvermögen steigert, damit die Arbeit mit der Rechtschreibung für die betroffenen Legastehniker so leicht wie möglich gemacht wird. In diesem Bereich schwören viele Menschen auf die Kraft von verschiedensten Heilkräutern.
Es bietet sich ebenfalls an, dem Erinnerungsvermögen auf natürliche Weise auf die Sprünge zu helfen.
Insbesondere die Heilpflanze Ginseng ist in diesem Bereich positiv hervorzuheben. Sie fördert gerade bei Menschen mit einem geringen Konzentrationsvermögen diese Fähigkeiten und kann als Tee oder auch in Tablettenform eingenommen werden. Aber auch Gingko und Kalmus haben gute Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns und können als Unterstützung bei der Arbeit im Rahmen der Legasthenie gute Ergebnisse erzielen. Auch Rosmarin und Salbei sind nicht nur im Rahmen von Erkältungskrankheiten ein positiver Begleiter. Sie unterstützen ebenfalls das menschliche Denkvermögen und die Leistungen des Gehirns.

Ätherische Öle

Im Bereich der ätherischen Öle gibt es Öle, die eine gute Unterstützung bewirken können, insbesondere wenn die Legastheniker Frust und negative Gedanken haben, da der Weg durchaus anstrengend und steinig ist, wenn man seine Legasthenie eindämmen möchte. Ätherische Öle können sich positiv auf die Einstellung und die negative Stimmung auswirken. Des Weiteren können sie die Lernbereitschaft steigern und die Konzentration fördern. Außerdem weisen sie eine beruhigende und ausgleichende Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden auf. Es gibt unterschiedliche Duftmischungen und dabei sollte man auswählen, was einem gut gefällt. Schließlich ist das Dutfempfinden bei jedem Menschen sehr individuell. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Öle zu wirklich komplett natürlich sind.
Vor allem die Öle, die Lavendel, Bergamotte, Lemon oder auch Basilikum, Melisse oder Hyazinthe haben eine sehr positive Wirkung und können bei Legasthenie eingesetzt werden.

Homöopathie & Globuli

Sicherlich können homöopathische Mittel keine Wunder bewirken und eine Legasthenie heilen. Diese Erwartungen darf man bei der Einnahme von homöopathetischen Mitteln sicherlich nicht hegen. Sie können aber sicherlich unterstützend im Bereich der Konzentrationsförderung mitwirken. Aber auch hier gilt, eine Wirksamkeit wird erst eintreten, wenn man diese Mittel über einen längeren Zeitraum einnehmen wird. Insbesondere bei Verdrehung der Buchstaben oder auch bei kompletten Wahrnehmungsstörungen können die Schüssler Salze eine gute und zusätzliche Behandlungsmethode darstellen.

Schüssler Salze

 

  • Lycopidum D12: Wahrnehmungsstörungen bei Buchstabenverdrehungen
  • Nux vomica D12: bei hohem Ehrgeiz und der Auslassung von Buchstaben
  • Lac caninum D12: bei einem geringen Selbstwertgefühl

Die Einnahme muss unbedingt regelmäßig erfolgen und kann eine gute unterstützende Wirkung für die Betroffenen darstellen. Eine gute Unterstützung kann die allgemeine Situation wesentlich verbessern, so dass man sich als Betroffener in seiner Situation wirklich wohler fühlen kann.

Diät und Ernährung

Insgesamt ist für das Wachstum bei Kindern eine gesunde Ernährung sehr wichtig. Auch für Erwachsene, die unter Aufmerksamkeitsschwäche leiden ist gesunde Nahrung ebenfalls von großer Bedeutung.
Man sollte darauf achten, so wenig Zucker und auch schlechte Fette zu sich zu nehmen, wie es eben möglich ist. Chips, Schokolade und Gummibärchen sollten wirklich nur in Maßen genoßen werden. Allerdings ist ein komplettes Verbot auch nicht ratsam, denn dann verfallen die Betroffenen regelrecht in Fressattacken, die viel schlimmer sind, als wenn man eben manchmal etwas Leckeres gönnt. Obst und Gemüse sollten bestimmend auf dem Speiseplan sein. Aber auch Nüsse und gesunde Kohlenhydrate sollten Bestandteil des Speiseplans sein. Fleisch sollte zwei Mal bis maximal drei Mal in der Woche genoßen werden.
Bieten sie sich und ihren Kindern gesunde Snacks, die sie gemeinsam oder für sich zubereiten. Das Lesen des Rezeptes kann auch schon eine gute Übung sein. Außerdem sind gesunde Snacks für Zwischendurch oft auch genauso lecker wie der Schokoriegel oder die Tüte Chips.
Des Weiteren sollten Energiedrinks absolut tabu sein und auch kofeinhaltige Getränke sollten nicht täglich konsumiert werden, denn diese können maßgeblich die Konzentrationsfähigkeit negativ beeinflussen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wo kann ich mir Hilfe und Unterstützung holen?

Wenn man mit einer Legasthenie leben muss, dann ist das nicht immer sehr leicht. Es gibt unterschiedliche Hilfsorganisationen, die unterstützende Hilfe anbieten und auch eine gute Beratung, damit man weiß, wo man die besten Therapiemöglichkeiten finden kann. Es gibt in diesem Bereich zum einen den Dachverband der Legasthenie. Dieser ist auch noch in den einzelnen Bundesländern als Verband organisiert. Des Weiteren gibt es auch die Beratungsstelle für LRS, an die man sich auch online wenden kann.

Wie kann ich mich als Angehöriger am besten verhalten?

Für Angehörige ist es nicht immer einfach, denn man muss auf jeden Fall Verständnis zeigen, aber man darf auch nicht in Mitleid verfallen, denn das bringt die Betroffenen in keinem Fall weiter. Man kann durchaus unterstützende Hilfe bei den Übungen anbieten. Außerdem ist es wichtig, dass man gerade in schwierigen Situationen auch motivierend eingreift. Fortschritte sollte man auch lobend erwähnen, aber nicht übertreiben.

Wie kann man die ersten Anzeichen von LRS erkennen?

Die Betroffenen lesen und schreiben nur sehr ungern und es treten bei den einfachsten Wörtern immer wieder Fehler auf. Auch durch Üben werden diese Probleme nicht besser und die Lust am Schreiben sinkt immer mehr. Des Weiteren sind oft Konzentrationsschwierigkeiten eine Begleiterscheinung. Auch beim Sprechen treten manchmal Probleme auf: die Sprache ist manchmal verwaschen oder auch stockend.

Welche Berufe kann man mit Legasthenie ausüben?

Für Legastheniker ist es wichtig, dass im Alltag eine Struktur vorhanden ist und man nicht lesend seine Aufgaben meistern muss. Lesen kann insofern funktionieren, dass die Texte nicht zu lang sind und sich diese immer wiederholen, denn dann kennen die Legastheniker die wiederkehrenden Worte und bekommen Sicherheit und Selbstvertrauen.

Was ist wichtig beim Üben der Rechtschreibung?

Man sollte feste Zeiten einrichten und das Üben nicht übertreiben. Schließlich darf die Lust nicht schwinden. Man sollte eine angenehme Atmosphäre schaffen und der Legastheniker braucht viel Zeit um eigenständig nachzudenken. Daher sollte man nicht zu schnell Lösungen vorsagen. Geduld ist sehr wichtig. Kleine Erfolge sollten auch gefeiert werden, so dass man beim Diktat auch mal die Wörter zählen kann, die richtig geschrieben wurden.
Beim Lesen muss nicht immer nur der Legastheniker vorlesen und sich abquälen, sondern man kann auch durchaus mal vorlesen.

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