Polymeal Diät


Polymeal-Diät

Was ist die Polymeal-Diät?

Bei der Polymeal-Diät handelt es sich um ein Ernährungskonzept, das von Wissenschaftlern entwickelt wurde. Diese Art der Ernährung soll vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und den Blutdruck senken.

Entstanden ist die Polymeal Diät 2004 an der Erasmus-von-Rotterdam-Universität. Sie war eine Antwort auf die so genannte „Polypill“, ein Nahrungsergänzungsmittel, das verschiedene Stoffe enthalten sollte, welche die Gesundheit ideal unterstützen. Die Polymeal-Diät beinhaltet dieselben Wirkungsstoffe, jedoch stammen diese aus wirklichen Lebensmitteln und haben somit keine Nebenwirkungen. Diesem Ansatz zugrunde liegt die Framingham-Herz-Studie. Das Polymeal-Konzept ist jedoch insbesondere ein mathematisches Modell, das auf Ernährungsstudien basiert und wurde nicht in einer eigenen Studie untersucht.

So funktioniert die Polymeal-Diät

Die Polymeal Diät basiert darauf, dass das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden sinkt, wenn man bestimmte Lebensmittel täglich zu sich nimmt. Dazu wurden im Vorfeld verschiedene wissenschaftliche Studien untersucht und die Lebensmittel ermittelt, die am meisten zur Herzgesundheit beitrugen.
Die Polymeal-Diät funktioniert dabei nach ähnlichen Prinzipien wie die Mittelmeer-Diät.

Gesundheitsfördernd sind die einzelnen Inhaltsstoffe der Lebensmittel. Beispielsweise senken die Flavonoide in Schokolade und Rotwein das Risiko von Herzkreislauf-Erkrankungen, indem sie die Zellschicht in den Blutgefäßen unterstützen. Rotwein enthält zusätzlich Polyphenole, die zellschützende Antioxidantien freisetzen.

Der empfohlene Knoblauch senkt den Blutdruck, schützt vor einem zu hohen Cholesterinspiegel und senkt das Risiko für Infektionen. Mandeln und Fisch enthalten ungesättigte Fettsäuren, die besonders wichtig für das Herz-Kreislauf-System sind. Obst und Gemüse enthalten je nach Sorte eine Vielzahl von Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen, die die Gesundheit des Körpers erhalten.

Wie lange dauert die Polymeal Diät?

Die Polymeal-Diät sollten am besten alle Menschen, die älter als fünfzig Jahre sind, durchführen. Diese sollten sich am besten durchgängig nach dem Polymeal-Prinzip ernähren.

Das bringt die Polymeal-Diät – wieviel nimmt man ab?

Die Polymeal Diät ist nicht zum Abnehmen gedacht. Sie soll viel mehr dazu beitragen, die eigene Gesundheit zu verbessern und die Lebensdauer zu verlängern.

Diätplan kompakt

Wer sich nach der Polymeal-Diät ernähren will, sollte jeden Tag die folgenden Lebensmittel in entsprechenden Mengen zu sich nehmen:

  • 150ml Rotwein (32%)
  • 100g Bitterschokolade (mindestens 70% Kakakogehalt) (21%)
  • 400g Obst und Gemüse (21%)
  • 2,7g Knoblauch (25%)
  • 68g Mandeln (12,5%)
  • viermal wöchentlich 114g Fisch (am besten Salzwasserfisch) (14%)

Die prozentualen Angaben geben Auskunft darüber, inwiefern die Lebensmittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankgungen wirken. Zusammen konsumiert, senken sie das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 76%. Um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erhalten, sollte insbesondere die Menge des Weins, der täglich konsumiert wird, nicht erhöht werden.

Risiken der Polymeal-Diät

Die Polymeal-Diät ist nicht zur Gewichtsreduktion gedacht. Tatsächlich kann diese Diät dazu führen, dass man zunimmt. 100g Bitterschokolade pro Tag entsprechen etwa einer Tafel Schokolade. Wenn nicht andersweitig die 400 Kalorien dieser Schokolade eingespart werden, führt dies langfristig zu einem Kalorienüberschuss und einer entsprechenden Zunahme.

Vor- und Nachteile der Polymeal-Diät

Ein Vorteil der Polymeal-Diät besteht darin, dass sie leicht in die normale Ernährung integrierbar ist, da nur bestimmte Lebensmittel zusätzlich konsumiert werden müssen. Diese finden sich auch schon in vielen Mahlzeiten. Außerdem schützt die Diät vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wirkt somit lebensverlängernd.
Ein Nachteil der Polymeal-Diät ist, dass der hohe Fettanteil durch die Schokolade zu einer Zunahme führen kann. Des Weiteren kann die Polymeal-Diät teuer werden, wenn die Produkte in hoher Qualität gekauft werden.

Fragen zur Polymeal Ernährung

Wie schwer ist die Polymeal-Diät durchzuhalten?

Die Polymeal-Diät ist prinzipiell nicht schwer durchzuhalten, da es sich lediglich um zusätzliche Ernährungsempfehlungen zur normalen Ernährung handelt. Wer alle angeführten Lebensmittel mag, wird vermutlich keine Probleme damit haben, diese Ernährung durchzuhalten. Schwierig könnte es allerdings sein, sich langfristig zu motivieren, täglich die gleichen Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Welche Beschwerden können auftauchen?

Bei der Polymeal-Diät dürften keine zusätzlichen Beschwerden auftreten. Einzig der Faktor der zusätzlichen Kalorien durch die Schokolade könnte störend wirken. Eventuell könnte auch der Geruch des Knoblauchs als störend empfunden werden.
Wer zu Verstopfungen neigt, könnte die Wahrscheinlichkeit durch den regelmäßigen Verzehr der Flavonoide in Schokolade und Rotwein noch erhöhen.
Körperlich sind durch die Polymeal-Diät normalerweise keine Beschwerden zu erwarten.

Welche Kosten kann man erwarten?

Da die Polymeal Diät eine ergänzende Diät zur normalen Ernährung ist, sind auch entsprechend zusätzliche Kosten zu erwarten, wenn man nicht auf andere Lebensmittel verzichtet. Gerade der tägliche Genuss von Rotwein kann die Kosten dabei in die Höhe treiben und auch Seefisch ist nicht unbedingt billig. Nichtsdestotrotz hängen die zusätzlichen Kosten vor allem davon ab, in welcher Qualität man die empfohlenen Lebensmittel einkauft.

Wann begnnt man am besten mit der Polymeal-Diät?

Die Entwickler der Polymeal-Diät empfehlen, diese Diät ab einem Alter von 50 Jahren einzuhalten. Dann ist eine lebensverlängernde Wirkung der Diät zu erwarten.

Polymeal Diät: Fazit

Wer abnehmen will, ist mit der Polymeal-Diät falsch bedient. Die Polymeal-Diät kann jedoch dafür nachweislich das Leben verlängern. Eine statistsche Berechnung von Forschern zeigt, dass die Polymeal-Diät die Lebenserwartung von Männern auf 6,6 Jahre, bei Frauen auf 4,8 Jahre, sofern sie nicht rauchen, erhöht. Die Wirkung der Polymeal-Diät wurde jedoch nur empirisch begründet, es existieren noch keine eigenen Studien zur Polymeal-Diät und dem Zusammenspiel der Ernährungsempfehlungen. Dennoch schadet es körperlich sicher nicht, Obst und Gemüse, Fisch, Mandeln, Bitterschokolade, Rotwein und Knoblauch regelmäßig in Maßen zu sich zu nehmen.

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