Rauchen

Steckbrief: Rauchen

  • Name(n): Rauchen; Nikotinsucht
  • Art der Krankheit: Suchterkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 20. Jahrhundert
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse Faktoren
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Suchtberater
  • ICD-10 Code(s): Keine

Rauchen – Ein gefährliches Laster
RauchenTabakrauch enthält neben Nikotin, einer stark süchtig machenden Substanz, zahlreiche weitere gesundheitsschädliche und teils krebserregende Inhaltsstoffe wie Teer, Blei, Arsen, Nitrosamine, Stickoxide und Radon.

In Deutschland sind etwa 44% der Erwachsenen Raucher. Aber wann wird Rauchen zur Sucht?

Anzeichen für Sucht sind starkes Verlangen nach einer Zigarette, Kontrollverlust über das Rauchen, Entzugserscheinungen, die durch Rauchen gelindert werden und Rauchen trotz bekannter schädlicher Folgen. Viele Raucher versuchen immer wieder, mit dem Rauchen aufzuhören, doch die Rückfallquote ist sehr hoch.

Tabak ist neben Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 42.000 Menschen an gesundheitlichen Folgeschäden des Rauchens sowie etwa 3.000 Menschen an Folgen des Passivrauchens.

Definition Rauchen

Rauchen ist nicht gleich Rauchen. Es gibt viele verschiedene Arten, auf die man Tabak konsumieren kann. Darüber hinaus muss es auch nicht immer Tabak sein, den man sich zu Gemüte führt. Zwar assoziiert man heutzutage hauptsächlich den Konsum von Tabak mit dem Wort „rauchen“, aber das war nicht immer der Fall. Die Tabakpflanze kommt ursprünglich aus Südamerika und war damit den Europäern und dem Rest der Welt vollkommen unbekannt, bis europäische Entdecker, Abenteuer und Seefahrer dieses neue Gewächs aus der alten in die neue Welt brachten.

Der Methoden, die man sich in der Jetztzeit bedient, um dieses Gewächs zu konsumieren sind recht mannigfaltig. Man findet Pfeifen, Zigaretten, Zigarren, Zigarillos und Wasserpfeifen (Shishas). Des Weiteren konnte man in den letzten Jahren den Trend hin zur sog. „E-Zigarette“ beobachten, auch gemeinhin als „Vape“ bezeichnet. Hierbei handelt es sich jedoch nicht im klassischen Sinne um ein Tabakprodukt, da die für die mechanischen Rauchwaren benötigten Öle nicht zwingend Bestandteile der Tabakpflanze beinhalten müssen. Das ihnen zugesetzte Nikotin kann entweder aus künstlich erzeugt sein oder ganz und gar fehlen. Wobei letzteres eher selten bis gar nicht der Fall ist. Nichtsdestoweniger handelt es sich hierbei um eine Art des Rauchens.

Überhaupt kann man sich merken, dass man immer dann vom „Rauchen“ spricht, wenn man ein pflanzliches Produkt in getrockneter oder verflüssigter Form mittels durch Brand oder Verdampfung erzeugten Rauch, bzw. Dampf inhaliert. Andere Formen der Nikotinaufnahme umfassen unter anderem auch Schnupftabak sowie Kautabak. Hierbei handelt es sich aber, trotz der Weitergabe von Nikotin an den Organismus mittels der Tabakpflanze, nicht um Rauchen. Ebenso wenig spricht man von Rauchen, wenn man sich ein Nikotin beispielsweise mittels eines Pflasters zuführt, wie es häufig im Rahmen eines Entzugs geschieht.

Alles in allem also ist die Welt des Tabakrauchens sehr groß, bunt und darüber hinaus über Jahrhunderte hinweg kultiviert worden.

Geschichte des Rauchens
Wie bereits gerade erwähnt, war der Welt, abgesehen von Südamerika, die Existenz der Tabakpflanze bis zu dessen Entdeckung im ausgehenden 15. Jahrhundert unbekannt. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Europäer, Afrikaner, Asiaten und Araber auch schon zuvor „geraucht“ haben. Allein es war kein Tabak, den sie konsumierten. Es handelte sich in der Regel um Gewürze oder Duftpflanzen. In seltenen Fällen jedoch rauchte man auch tierische Produkte oder Abfälle. Es hab diesbezüglich viele regionale Unterschiede. Auch Tee, der etwas früher nach Europa kam, als der Tabak, war beispielsweise im 17. Jahrhundert ein beliebter Rauchstoff.

Darüber hinaus unterschied sich nicht nur die Art dessen, was man rauchte von unserem heutigen Verständnis, sondern auch das Wie. Zumeist inhalierte man den Rauch nasal und nicht oral, wie es heute der Usus ist. Es gab sog. „Rauchteller“ – hierbei handelte es sich um metallene und / oder getöpferte Schalen oder Tellern, auf die man diverse Kräuter legte und sie mithilfe von Glut aus einem Herd oder Ofen zum Schwelen brachte. Die dadurch freigesetzten Dämpfe, bzw. den dadurch freigesetzten Rauch sog man tief in die Nase ein. Man versprach sich hiervon eine medizinische Wirkung oder benutzte den Vorgang auch zur Erzeugung eines Rausches.

Überhaupt fand Rauchen, komplett gegenteilig zur Jetztzeit, in der Medizin der Vergangenheit sehr häufig Anwendung. Insbesondere bei Erkrankungen der Lunge. Das mag abwegig erscheinen, ist es aber nicht unbedingt. Es war schwer, die Lunge medikamentös zu versorgen, somit half man sich diesbezüglich mit der Inhalation von Rauch oder Dampf weiter. Beispielsweise der Vorläufer des Asthmasprays war eine Pfeife, die mit den Blättern des Stechapfels zu füllen und anschließend zu rauchen war. Diese Pflanze entlastete die Lunge merklich und half oftmals dabei, das Asthma des Patienten im Zaum zu halten. Somit kam dem Rauchen eine medizinische, kultische, festliche und


Was ist Rauchen?

Unter Rauchen versteht man den selektiven Konsum von Produkten, die mittels Verbrennung konsumiert werden. Dies müssen nicht unbedingt immer Tabakprodukte sein, Bisweilen ist es auch möglich, dass andere Stoffe geraucht werden. Insbesondere in Zeiten, da es, aus welchen Gründen auch immer, an Tabak mangelte, griffen die Menschen auf Substitute zurück. Besonders gerne bediente man sich an getrockneten Rosenblättern oder Tee. Da diese Stoffe allerdings kein Nikotin enthalten, sind sie weitaus seltener so hochgradig suchterregend, wie etwa der klassische Tabak. Nichtsdestotrotz sind sie ebenfalls sehr schädlich für die Lunge des Anwenders. Darum sollte man sich nicht durch etwaige Werbeaussagen täuschen lassen, die einem Versprechen, dass von Tabak freie Zigaretten gesünder wären als andere. Rauch in der Lunge stellt immer eine Gefahr, unabhängig davon, welche Stoffe noch enthalten sind oder nicht.

Dass rauchen ungesund ist, dürfte den meisten, wenn nicht allen Menschen inzwischen mehr als bewusst sein. Die Zeiten, in denen man Zigaretten und Co. noch versuchte sogar Heilwirkungen nachzusagen sind lange vorbei. Staatliche und private Kampagnen, die der Aufklärung des Volkes dienen, haben mehr als bewiesen, dass von Rauchwaren eine immense Gefahr ausgeht. Umso bedenklicher sind daher rezente Entwicklungen.

Zwar sind die die Zahlen von Rauchern seit Jahren rückläufig, allerdings steigen die Zahlen sogenannter „Vaper“ seit einigen Jahren an. Vaper sind Menschen, die statt der klassischen Zigarette sogenannte „E Zigaretten“ rauchen. Sprich elektronische Zigaretten. Diese gelten landläufig als wesentlich gesünder als ihr klassischer Konterpart. Das ist natürlich aber nur die halbe Wahrheit. Es ist wahr, dass Wasserdampf weniger schädlich für die Lunge ist, als beispielsweise aus einer Verbrennung von Tabak entstehender Rauch, das macht das ganze aber noch lange nicht gesund! Es ist niemals gut, seine Lunge mit Stoffen in Kontakt zu bringen, die dort schlicht nicht hinein gehören. Dabei ist es vollkommen irrelevant, ob es sich nun um Zigarettenrauch, Wasserdampf oder schädliche Umweltgifte handelt.

Man tut sich also mit Sicherheit nichts Gutes, wenn man von der klassischen Zigarette auf die E Zigarette wechselt. Man tauscht hier nur die sprichwörtliche Pest mit der Cholera. Beides ist ungesund. Stimmen, die anderes behaupten, sind nur mit äußerster Vorsicht zu genießen und nicht selten von großen Konzernen dafür bezahlt, um Lobbyarbeit zu leisten. Dasselbe Prinzip wurde vor Jahrzehnten bereits für die klassische Zigarette angewandt, nachdem Wissenschaftler erkannten, wie schädlich dieses Laster in Wirklichkeit ist. Als mündiger Bürger sollte man sich nicht alles aufschwatzen lassen und bisweilen seinen eigenen Kopf benutzen. Rauchen ist ungesund. Punkt.

Wie aber bereits schon erwähnt, sind die Raucherzahlen seit Jahren rückläufig. Das ist eine sehr begrüßenswerte und gute Entwicklung. Nicht nur kommt es hierdurch wesentlich seltener zu schweren Erkrankungen der Lunge, auch die Kassen werden dadurch immens entlastet. Denn man sollte niemals aus den Augen verlieren, dass beispielsweise der Lungenkrebs, der bei Männern der zweithäufigste und bei Frauen der dritthäufigste Krebs ist, zu beinahe 90% auf den Konsum von Tabakwaren zurückzuführen ist. Personen, die nicht rauchen, haben kaum etwas zu fürchten, wenn es um kanzeröse Lungenleiden geht. Auch die Chance darauf, an anderen Lungenleiden zu erkranken kann durch das Brechen mit diesem Laster massiv gesenkt werden. Ein glücklicher Umstand, dessen sich viel mehr Leute bewusst sein sollten.

Sicherlich hört man immer wieder Stimmen, primär von Rauchern selbst, die behaupten, dass es ihre Entscheidung sei zu rauchen und man sie darob nicht beurteilen solle. Und das ist auch vollkommen legitim. Die Aufklärungskampagnen dienen nicht dazu oder sollten zumindest nicht dazu dienen, einen Kreuzzug gegen Raucher zu initiieren, sondern viel mehr dazu, dafür zu sorgen, immer weniger Menschen überhaupt erst anfangen zu rauchen. Es ist nämlich sehr schwer einen überzeugten Raucher von seinem Laster nur durch gutes Zureden wegzubringen. Zumeist werden Menschen in diesen Fällen sehr abwehrend oder gar aggressiv. Und dazu haben sie auch jedes Recht. Am Ende des Tages ist es nämlich tatsächlich die Entscheidung des Rauchers, ob er seine Sucht fortsetzen möchte oder nicht. Es sollte keinerlei Rolle spielen, was unbeteiligte Dritte, die dem Rauchen gegenüber negativ eingestellt sind dazu zu sagen haben. Dies gilt natürlich nur dann, wenn der Raucher sich an die gesellschaftlich festgelegten Regeln hält und seinem Hobby nur dort nachgeht, wo es gestattet ist.

Überhaupt könnte man heutzutage, besonders in Europa und den USA, beinahe schon von Hetzen und Schikanen gegen Raucher sprechen. Der Nichtraucherschutz hierzulande ist einer der höchsten weltweit. Für viele Raucher ist es sehr schwierig, ihre Sucht zu befriedigen und sie müssen dafür sehr viele Einbußen in Kauf nehmen. Beispielsweise ist es nur noch in den wenigstens nicht privaten Gebäuden gestattet zu rauchen. Auch Bahnhöfe, Flughäfen und andere ähnliche Einrichtungen bieten kaum mehr die Möglichkeit, sich eine Zigarette anzuzünden. Das ist für Nichtraucher sicherlich zu recht irrelevant, für Raucher aber kann das sehr schnell zu einem Problem werden und sie müssen die Regeln brechen, um ihre Dosis Nikotin zu bekommen. Das Rauchen in Zugtoiletten beispielsweise ist sehr populär und wird nicht milde bestraft. Happige Geldstrafen sind zu erwarten.

Auch Kneipen, Restaurants und teilweise öffentliche Veranstaltungen zeichnen sich durch ein, oftmals gesetzlich vorgeschriebenes Rauchverbot aus. Auch das schränkt die Lebensqualität eines Rauchers sehr stark ein. Alles in allem bedeutet das, dass man als Raucher bereits sehr viele Repressionen erwarten muss und keine zusätzlichen Spitzen von nicht rauchenden Mitbürgern gebrauchen kann. Leben und leben lassen sollte einem hier als Leitspruch gelten.

Besonders der häufig verschriene Passivrauch ist nicht viel mehr als ein Mythos. Die einzige fassbare negative Wirkung, die von Passivrauch ausgeht, ist sein Gestank. Es ist so gut wie unmöglich, aufgrund von Passivrauch Krankheiten der Lunge und / oder des Atemapparates zu entwickeln. In dem Moment, da ein Raucher den Rauch ausatmet, sind beinahe alle ungesunden Stoffe bereits in der Lunge des Rauchers und verbleiben dort auch. Selbst wenn ein Raucher einem direkt in den Mund atmen würde, wäre die Belastung für die Lunge verschwindend gering. Ein Stunde neben einer vielbefahrenen Straße ist wesentlich schädlicher für die Lunge, als sich mit einem Kettenraucher einen Raum zu teilen. Auch das sollte man bedenken, wenn man das nächste mal den Drang verspürt, einen rauchenden Mitbürger ob seiner Sucht zu maßregeln.

Wer dennoch die Gefahren des Rauchens erkannt hat und mit diesem Laster endgültig brechen möchte, dem stehen sehr viele Mittel zur Verfügung, dies zu tun. Allerdings ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass Nikotinkaugummis, Nikotinpflaster, Nikotinmundsprays und Co. nicht viel mehr sind als nutzloser Humbug. Wer aufhören will, wirklich aufhören will, der braucht keine dubiosen Hilfsmittel, der hört einfach auf. Derartige Produkte sind oftmals nicht viel mehr als eine billige Ausrede der Anwender. Nicht selten hört man Sätze wie „Ich habe es trotz Nikotinpflastern nicht geschafft mit dem Rauchen aufzuhören.“. Das ist eine Ausrede – nicht mehr und nicht weniger. Nikotinsubstitute sind nicht notwendig, um aus der Sucht zu entkommen. Lediglich ein starker Wille und der Wunsch danach, tatsächlich mit diesem Laster zu brechen. Wer das nicht wirklich will, dem können auch keine Wundermittel dabei helfen.

Auch sollte man sich vor Augen führen, dass ein Entzug von Nikotin nicht wirklich allzu schwer und hart ist. Nach zwei Tagen ist das schlimmste vorbei. Und selbst auf dem Höhepunkt sind die Symptome nicht allzu schlimm. Etwas Kopfweh, etwas Schwindel und dergleichen mehr. Wer das um seiner Gesundheit willen nicht zu ertragen bereit ist, der sollte einfach weiterrauchen.

Dennoch sollte man nicht vergessen, dass es sich bei einer Nikotinabhängigkeit um eine Sucht handelt. Und süchtig ist man immer, egal ob man das Suchtmittel noch aktiv konsumiert oder „trocken“ lebt, wie es bei Alkoholikern beispielsweise genannt wird. Darum ist es notwendig, dem Nikotin konstant und auf immer abstinent zu bleiben. Selbst nach zehn oder mehr Jahren des Nichtrauchens fällt man sofort in eine massive Sucht zurück, wenn man „mal probieren will“. Das Nikotin dockt sofort an die zuständigen Rezeptoren an und holt die alte Sucht aus ihrem Dämmerschlaf zurück. Das ist gefährlich. Wer das allerdings weiß, der läuft zumeist keine Gefahr, rückfällig zu werden.

Wer trotz bester Mühen Unterstützung braucht, kann darüber hinaus eine Selbsthilfegruppe besuchen. Diese sind wesentlich hilfreicher als Hilfsprodukte. Der Austausch zwischen Betroffenen hilft einem dabei, Süchte besser zu verstehen und zu lernen, wie man eventuellen Schmauch, sprich den Drang nach einer Zigarette, unterdrücken kann. Denn auch das ist wahr: Es kann einen immer wieder auf heiterem Himmel übermannen. Man kann über 20 Jahre Nicht-Raucher sein und auf einmal ganz plötzlich sehnt man sich nach einer Zigarette. Diese Sehnsucht dauert oftmals nur einige wenige Sekunden oder Minuten, aber sie kann immer wieder auftreten. Wenn das geschieht, heißt es jedoch: Stark bleiben.

Wie aber wird man eigentlich Raucher? Die Meinungen zu diesem Thema gehen sehr weit auseinander. Manche machen die Werbung dafür verantwortlich, andere falsche Freude oder das schlechte Vorbild der Eltern. Bei jedem Raucher dürften andere Gründe vorliegen, warum er dieses Laster aufgegriffen hat und darauf hängengeblieben ist. Insbesondere in vergangenen Dekaden fingen viele Menschen schlicht aus dem Grunde zu rauchen an, weil es jeder tat. Rauchen war alltäglich. Weit über 80% der Männer rauchten und beinahe auch so viele Frauen. Darüber hinaus war rauchen überall erlaubt. In Zügen, in Schulen, ja sogar in Flugzeugen und Krankenhäusern. Viele Menschen wussten außerdem schlicht nicht, was sie ihrem Körper mit dem Konsum von Zigaretten und Co. antaten. Es lagen kaum Studien zu diesem Thema vor. Einige Mediziner postulierten sogar, dass es gesund sei zu rauchen. Aus heutiger Sicht ist das natürlich alles sehr abwegig.

Im letzten Jahrhundert begonnen die Menschen bereits sehr früh damit zu rauchen. Oftmals fingen sie schon mit 12 oder 13 Jahren damit an. Dies wurde zusätzlich durch den Umstand befördert, dass die Preise für Zigaretten seinerzeit immens gering lagen. Man konnte Zigaretten bereits für wenige Pfennige kaufen. Somit konnten sich selbst Kinder dieses Laster erlauben. Tatsächlich liegen einige Zeitungsberichte aus den 1950er Jahren, in denen Mediziner bemängeln, dass Zigaretten billiger seien als Süßigkeiten und viele Kinder und Jugendliche daher lieber zu diesem Suchtmittel griffen, anstatt zu Süßwaren. Heute wissen wir natürlich, dass beides relativ ungesund ist. Damals allerdings war beides noch mehr oder weniger unbekannt.

Die Zahlen junger Raucher nimmt allerdings schon seit Jahren stark ab. Eine durchweg positive Entwicklung. Immer weniger Jugendliche fangen überhaupt erst an zu rauchen. Viele lehnen Rauchen sogar komplett ab und probieren es nicht einmal. Dieses neue Geisteshaltung ist zu großen Teilen den bereits erwähnten Kampagnen zu verdanken. Durch eine frühe und gründliche Aufklärung der Kinder war es möglich, diese bereits früh auch den rechten Pfad zu leiten und ihnen dabei zu helfen zu verstehen, wie schädlich Nikotin und Tabak sind. Wer dennoch raucht, der ist sich der Gefahren bewusst und tut dies auf eigenen Wunsch und auf eigene Gefahr. Alles in allem könnte man also behaupten, dass Raucher als solche sehr viel mündiger geworden sind, als sie es noch vor einigen Jahrzehnten waren und das, obwohl sie viele ihrer rechte abgeben mussten.

Alles in allem also kann man zusammenfassend erwähnen, dass Rauchen ein massives Risiko für eine Vielzahl von Erkrankungen darstellt. Dabei ist nicht immer nur die Lunge der Leidtragende, auch die Gefäße, das Herz, die Zähne, der Magen und der Darm können, neben vielen weiteren Organen, stark durch den Konsum von Tabak gefährdet werden. Darum ist es sicherlich besser, rauchen erst gar nicht anzufangen. Viele Erkrankungen, die uns heutzutage mehr oder weniger häufig erscheinen, waren vor hundert Jahren noch hochgradig selten und lassen sich komplett auf das Rauchen von Zigaretten zurückführen. Allen voran der Lungenkrebs. Es handelte sich hierbei lange Zeit um eine der seltensten Formen des Krebses, heute allerdings ist es eine der häufigsten. Das sollte man nicht vergessen, wenn man die kulturgeschichtlichen Hintergründe des Phänomens Rauchen einmal genauer ausleuchten will.

Aber egal ob Langzeitraucher, Kettenraucher oder Neueinsteiger – jeder kann mit diesem Laster brechen, wenn er das wirklich will. Man muss lediglich genügend Willenstärke und Entschlossenheit mit ins Rennen bringen. Mehr braucht man nicht. Aber sicherlich hilft auch Unterstützung aus dem Kreise von Bekannten, Freuden und Familie weiter. Dennoch sollten Angehörige es nicht übertreiben, um den Entziehenden Raum geben. Es gibt für Menschen auf Entzug nichts schlimmeres, als ständig darauf angesprochen zu werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um positive oder negative Kommentare handelt. An dieser Stelle ist zärtlicher Abstand wohl das beste.

Schließlich und endlich aber sollte man Tabakwaren nicht als das Teufelszeug hinstellen, wie es heutzutage oftmals getan wird. Sicherlich sind die schädlich und verbreiten einen unangenehmen Geruch, aber am Ende sollte jeder mündige Bürger für sich selbst entscheiden können, ob er rauchen will oder nicht – insofern er sich dabei an Gesetze und Vorschriften hält versteht sich.

Welche Ursachen gibt es?

Nikotin wirkt im Gehirn und Nervensystem auf verschiedene Rezeptoren und wirkt daher gleichzeitig entspannend und stimulierend. Nikotin ist stark suchterregend und toxisch. Durch Rauchen werden vermehrt Neurotransmitter wie Noradrenalin, Dopamin und Endorphine gebildet. Rauchen vermittelt auf diese Weise ein Wohlgefühl. Zudem hat Rauchen noch immer – besonders bei Jugendlichen – ein „cooles Image“, was auch in der Zigarettenwerbung verstärkt zum Ausdruck kommt.

Nichtsdestoweniger muss man hierbei klar differenzieren. Viele der älteren Raucher waren sich schlicht nicht über die etwaig aus dieser Angewohnheit resultierenden Schäden bewusst. Tatsächlich begann die medizinische Aufklärung die Schadhaftigkeit des Rauchens betreffend erst relativ spät. Erst zu Beginn der 1960er Jahre äußerten sich zaghaft kritische Stimmen, die das Rauchen von Tabak in einen direkten Zusammenhang mit Lungenkrebs setzten. So unwahrscheinlich und das heute auch scheinen mag, davor war es dem Großteil der Bevölkerung tatsächlich nicht bewusst, dass Lungenprobleme und Rauchen direkt miteinander korrelieren. Diese Umstand sollte man nicht vergessen. Selbst Ärzte rauchten viel und empfohlen Zigaretten sogar bei Lungenkrankheiten – ähnlich dem weiter oben angeführten Beispiel. Vielen Personen, die in den 1950 oder 1960er Jahren oder davor zu rauchen anfingen wussten also oftmals schlicht nicht, was sich sich damit antun und hielten es mitunter sogar noch für gesund.

Zudem leisteten Werbung, Filme und Magazine ihr übriges dazu, das Rauchen populär zu machen. Alle Hollywood-Stars rauchten, ebenso die meisten Sportler, Sänger und sonstwie berühmten Personen. Überhaupt war die Anzahl der Raucher noch bis in die 1970er Jahre weitaus höher als die der Nichtraucher. Somit war es alles in allem eher absonderlich, wenn man nicht zum Klimmstängel griff. Diese geistige Haltung blieb noch lange, teilweise bis heute, in den Köpfen der Menschen zurück. Somit ist es nicht verwunderlich, dass immer noch Personen, trotz der guten Aufklärung zum Thema, immer noch anfangen zu rauchen.

Ist die Werbung wirklich schuld?
Man kann etwas, dass so lange schick, cool und Lifestyle war wie Rauchen, nicht binnen einiger weniger Jahrzehnte vollkommen unbeliebt oder gar vergessen machen. Also ja, die Werbung hat sicherlich ihren Teil zur Popularität des Rauchens im 20. Jahrhundert beigetragen. Illusionen über deren Einfluss sollte man sich dennoch nicht machen. Auch lange bevor es große Werbekampagnen für Erzeugnisse aus Tabak gab, rauchten viele Menschen oder konsumierten dieses nikotinhaltige Gewächs auf andere Art und Weise. Die ersten „Rauchclubs“ gründeten sich bereits wenige Jahrzehnte nach der ersten Einschiffung dieser neuen Pflanze nach Europa. Selbst ganze Hofgesellschaften wurden zum Teil von einem Monarchen dazu gezwungen, das Rauchen als Angewohnheit aufzunehmen. So hielt beispielsweise Friedrich Wilhelm I., Vater des berühmten Friedrich des Großen, tagein tagaus eine Tafel ab, bei der alle Anwesenden dazu gezwungen waren, Tabak zu rauchen und Bier zu trinken. Taten sie dies nicht, waren sie nicht länger willkommen.

Hiermit hatte sicherlich nicht die Werbung zu tun. Diese war im frühen 18. Jahrhundert nicht so weit verbreitet wie heute und ist daher in diesem Zusammenhang vollends außer Acht zu lassen. Erst mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts entstand nach und nach die Werbeindustrie, so wie wir sie heute kennen. Eines der ersten groß beworbenen Produkte waren tatsächlich Zigaretten. Vielleicht assoziiert man deswegen heutzutage oft, dass die Werbung hauptverantwortlich für dieses Laster sein. Allerdings ist das eher unwahrscheinlich.

Zur Jahrhundertwende gab es vielerlei technische Neuerungen, insbesondere auch in der Tabakindustrie. Diese sorgten für stark erhöhte Stückzahlen und somit für eine Verbilligung des Preises für Zigaretten und Zigarren. Das schaffte neue Absatzmärkte und man wollte die Arbeiterschicht als Kunden gewinnen. Darum vermarktete man Zigaretten und Co., die bis dato nur den reichen Bürgern zugänglich waren, als ein Luxusprodukt für den kleinen Mann. Der Plan ging auf und Rauchen wurde immens populär – bis heute.


Symptome & Anzeichen

Ein Anzeichen für Abhängigkeit vom Rauchen ist Kontrollverlust über das Rauchverhalten, z.B. vergebliche Versuche mit dem Rauchen aufzuhören bzw. weniger zu Rauchen. Weitere Anzeichen sind Entzugserscheinungen, wie starkes Verlangen (craving), Unruhe, Angst, Zittern, Nervosität, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Gewichtsveränderungen, die durch Rauchen bekämpft werden, Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Rauchens und Rauchen trotz bekannter schädlicher Folgen, gesundheitlicher oder sozialer Art.

Aber nicht nur die Symptome, die im Rahmen eines etwaigen Entzuges entstehen und auftreten können sind hierbei ausschlaggebend. Es gilt darüber hinaus zu beachten, dass Rauchen für eine immense und beinahe nicht zu überschauende Vielzahl von Erkrankungen verantwortlich zu machen ist. Tatsächlich gehen schätzungsweise 2 von 10 Krankheiten auf das Rauchen von Tabak zurück. Diese Zahlen lagen in der Vergangenheit jedoch weitaus höher. Der stetige Rückgang von Rauchern innerhalb der Bevölkerung hat einiges dazu beitragen können, dass auch die damit einhergehenden Krankheiten zurückgehen. Das ist eine alles in allem recht positiv wahrzunehmende Entwicklung. Insbesondere Staat und Steuerzahler werden hierdurch entlastet, nicht zuletzt deswegen, weil die hieraus resultierenden medizinischen Betreuungskosten stark zurückgehen.

Dennoch sollte man die Situation nicht unterschätzen. Nach wie vor gibt es sehr viele Raucher und nach wie vor erkranken sehr viele Menschen aufgrund dieser Angewohnheit jährlich an sonst leicht vermeidbaren Leiden. Hierzu eine Liste der häufigen Symptome, die eine nach wie vor anhaltende Nikotinsucht bedingen kann :

Übersicht der reinen Symptome

  • Schädigungen des Zahnfleisches
  • Ausfallen der Zähne
  • Geschwüre und Blasen auf der Zunge und generell im Innern des Mundes
  • Geschwüre und Blasen im Rachen
  • Teerablagerungen in der Lunge und der Luftröhre
  • Bildung eines Emphysems
  • Verstopfung der Arterien und anderer Gefäße
  • Krankhaft beschleunigter Stoffwechsel
  • Hoher Blutdruck
  • Chronische Schwächung des Immunsystems
  • Durchfälle
  • Erkrankungen des Darms
  • Häufige Entzündungen der Nase, des Halses oder der Lunge
  • Minderleistungen der Augen, teilweise partielle oder komplette Blindheit
  • Taubheit der Glieder, insbesondere der Beine
  • Schwächung der männlichen Potenz
  • Minderung der Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen
  • Minderwuchs (bei nicht voll ausgewachsenen Rauchern)
  • Atemnot und generelle stark veringerte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Verlust oder Reduktion der Sinne für Geruch und Geschmack
  • Unregelmäßiger Schlafrhythmus
  • Vergilbung der Zähne und der Finger
  • Bildung von Falten, Pickeln und allgemein unreiner Haut
  • Haarausfall
  • Schwarzer Auswurf (Sputum) beim Husten
  • Probleme morgens in die Gänge zu kommen
  • Blutarmut (Anämie)
  • Vergiftungen

Übersicht der Symptome eines Entzuges

  • Nervosität und Unruhe
  • Unleidlichkeit, Aggressivität und emotionale Ungehaltenheit
  • Ängstlichkeit, Depressionen und seelische Missstimmung
  • Teils massive Störungen im Schlafverhalten
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Starke Gewichtszunahme (i.d.R. zwischen 5 und 10 Kilo)
  • Unregelmäßiger Stuhlgang
  • Hartnäckige Verstopfungen
  • Schwindel
  • Heiserkeit, Halsschmerzen und Entzündungen im Mund (letzteres ist besonders häufig)
  • Dauerhaftes starkes Husten
  • Leichte Verwirrtheit oder Desorientierung
  • Ruhelosigkeit und Rastlosigkeit
  • Vermehrt auftretender Auswurf (Sputum)
  • Ohrensausen
  • Spontane Schmerzen in der Lunge (meist stechend)
  • Teilweise immens starker Suchtdruck (vergeht zumeist bereits nach einigen Tagen komplett)
  • Allgemeine Gliederschmerzen
  • Sehstörungen
  • Zittern, unkontrolliertes Zucken
  • Erektile Dysfunktion (temporär begrenzt)
  • Empfindlichkeit gegenüber diversen Umweltfaktoren wie Licht, Geräusche und Wetter (Temperatur)
  • Grundlose Traurigkeit und fehlender Antrieb

Etwaige im Rahmen einer Nikotinsucht auftretende spezifische Erkrankungens

  • Schlaganfälle
  • Aneurysmen
  • Allgemeine Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie bspw.: Akutes rheumatisches Fieber, Mitralklappenstenose (Fehler der Herzklappen), Bluthochdruck (Hypertonie), Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, pulmonale Hypertonie, Perikarditis, Endokarditis, nichtrheumatische Herzklappenfehler, Hirnblutung, Hirninfarkt, arterielle Verschlusskrankheit, Thrombose, Krampfadern, Hypotonie, Ösophagusvarizen uvm.
  • Allgemeine Erkrankungen des Atemapparates, wie bspw.: Asthma bronchiale, Bronchitis (akut oder chronisch), chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), pulmonale Hypertonie, Bronchialkarzinom (Lungenkrebs), Lungenemphysem (Blählunge), Pleuritis (Entzündung des Rippenfells), Lungenentzündung (Pneumonie), Tuberkulose, Mukoviszidose, Lungenfibrose, Pleuraerguss, Schlafapnoe, Lungenembolie, diffuse Lungenparenchymerkrankung uvm.
  • Viele verschiedene Formen von Krebs. Diese können unter anderem in folgenden Organen und Regionen auftreten: Blase, Blut, Gebärmutter, Darm, Rektum, Anus, Speiseröhre, Luftröhre, Nieren, Kehlkopf, Leber, Mundrachenraum, Bauchspeicheldrüse, Magen, Abdomen, Lunge uvm.

Diagnose & Krankheitsverlauf

In der Anamnese fragt der Arzt nach dem Tabakkonsum und macht sich ein Bild von der Lebenssituation des Patienten. Bei der körperlichen Untersuchung fallen bei starken Rauchern der Geruch nach kaltem Rauch auf, sowie eventuell gesundheitliche Folgeschäden des Rauchens wie Atemwegserkrankungen bis hin zur Teerlunge oder Arteriosklerose, im Extremfall ein Raucherbein.

Bei Rauchern treten überdurchschnittlich häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenleiden, Krebs und Impotenz auf. Daher ist es oftmals keine allzu große Herausforderung für den behandelnden Arzt, eine allgemeine Diagnose zu stellen, die das Rauchen als ursächlichen Faktor benennt. Wesentlich komplizierter ist es hingehen, die eventuell hieraus resultierenden Erkrankungen genau und spezifisch anzusprechen. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Häufung diverser Krankheiten vorliegt. Leider ist dieser Umstand bei Rauchern, vorallem bei Langzeitabhängigen, keine Seltenheit. So schaffen es besagte Personen oftmals spielend, während ihrer Karriere ein ganzes Repertoire an rauchbedingten Krankheiten zu entwickeln. Die Tatsache, dass die vorliegende Erkrankung selbst direkt auf den Konsum von Rauchwaren zurückzuführen ist, ist dabei nicht immer hilfreich für den zuständigen Mediziner.

Tatsächlich kann es bisweilen recht kompliziert sein nachzuweisen, welche Erkrankungen alle bei der zu behandelnden Person vorliegen, insofern diese ein Raucher ist. Eine Krankheit kommt in diesen Fällen selten allein und und ein Arzt muss daher mehrere Diagnosen parallel zueinander stellen. Das kostet nicht nur sehr viel Zeit und verschlingt sehr viele Ressourcen, sondern verursacht auch, dass die Zeit anderen Patienten abgeht.

Darüber hinaus ist es mit einer Diagnose nicht getan, selbiges gilt auch für mehrere parallel gestellte Befunde. Es bedarf in aller Regel in immer kleiner werdenden Abständen einer neuen Diagnose, da sich ein Raucher sehr schnell ein neues Leiden angeeignet hat, wenn er trotz Warnungen und wider sein besseres Wissen nicht mit seiner schädlichen Gewohnheit bricht. Somit bleibt abschließend zu bemerken, dass die Diagnosen per se durch Rauchen nicht schwerer, gleichwohl aber häufiger vonnöten sind.

Verlauf der Sucht
Tabak ist kein Heroin. Niemand zieht ein einziges mal an einer Zigarette und ist sofort danach für den Rest seiner abhängig. Nikotin funktioniert so nicht. Eine Abhängigkeit nach dieser Substanz etabliert sich langsam oder zumindest langsamer, wenn man sie mit anderen abhängig machenden Stoffen vergleicht. Zumeist beginnt die Karriere eines Rauchers damit, dass eine andere Person, die bereits raucht, ihm unverbindlich eine Zigarette anbietet. Bisweilen versagen bessere Wissen und Moral an dieser Stelle und der Gefragte gibt nach und akzeptiert das Angebot. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist die aller erste Zigarette kein Genuss. Sie ist meist eklig, kratzt und stinkt und man kann nicht verstehen, warum Menschen sich das überhaupt antun.

Nichtsdestoweniger bemerkt man hier einige Effekt. Man wird lockerer, geselliger und wacher. Das liegt am Nikotin. Es erweitert die Gefäße und sorgt damit dafür, dass mehr Sauerstoff ins Gehirn gelangt. Ein Effekt der sich bei Starkrauchern ironischerweise im Laufe der Zeit umkehrt. Viele Menschen machen sich nicht allzu viel daraus und rauchen nie wieder. Andere jedoch mögen diesen Effekt und beginnen selbst zu rauchen. Gerade zu Beginn verträgt der Körper noch nicht allzu viel Nikotin auf einmal. Darum reicht eine Packung eine ganze Woche oder länger. Vielleicht raucht man auch am Anfang auch „nur“ eine Zigarette nach dem Aufstehen oder nach dem Essen. Nach kurzer Zeit werden daraus dann eine Zigarette vor und nach dem Essen und daraus dann jeweils zwei und so weiter. Man raucht nach und nach immer mehr.

Immer mehr und mehr
Dies liegt zum einen daran, dass der Körper immer mehr Nikotin braucht, um den positiven Effekt der ersten Zigarette abermals erzeugen zu können und zum anderen daran, dass die Handlung des Rauchens selbst zu einer unterbewussten Handlung wird. Tatsächlich ist vielen Menschen gar nicht bewusst wieviel sie rauchen, weil sie diese Aktion nicht mehr wissentlich ausführen. Darum kommt es bisweilen sogar vor, dass ein Raucher sich eine Zigarette anzündet, obgleich bereits ein halbgerauchter Klimmstängel im Aschenbecher vor sich hin qualmt.

Darüber hinaus besteht ebenso eine unterbewusste Verbindung zu einigen bestimmten Aktionen, die damit automatisch zum Entzünden einer Zigarette führen. Beispielsweise wenn man in sein Auto steigt, wenn man telefoniert oder wenn man mit dem Hund spazieren geht. All diese und viele viele Dinge mehr, können dem Individuum unterbewusst suggerieren, dass es Zeit für eine neue Dosis Nikotin ist. Des Weiteren lösen auch manche Emotionen den Drang aus, sich eine Zigarette zu gönnen. Hierzu zählen zumeist Stress, Freude, Langeweile, Hunger und Überforderung. Der Süchtige bildet sich ein, dass er durch den Konsum der Zigarette seine emotionale Lage stabilisieren könnte. Aber das ist, selbst wenn es sich so anfühlen sollte, nur ein Trugschluss. Tatsächlich erreicht man mit dem Rauchen einer Zigarette nicht mehr als den Umstand, dass man eben eine Zigarette geraucht hat.

Dieser Zustand verbessert sich nicht, sondern bleibt entweder gleich oder wird extremer und extremer.Wer mit einer Zigarette am Tag begann, kann nach einem Jahr schon bei einer Packung am Tag landen oder noch mehr. Überhaupt sollte das Hauptaugenmerk darauf liegen, erst gar nicht mit dem Rauchen anzufangen, sondern gleich zur ersten Zigarette „Nein, danke“ zu sagen. Damit erspart man sich so einiges an Leid und Schmerzen. Zudem spart man natürlich auch bares Geld. Rauchen ist ein teures Hobby und wird dazu von Jahr zu Jahr teurer.

Endstation Starkraucher
Es gibt verschiedene Definition dazu, was einen starken Raucher ausmacht und was einen eher moderaten. Diese sind aber sehr variabel und daher nicht wirklich allgemeingültig. Zudem ist es auch relativ egal zu sagen, wer viel oder wer wenig raucht. Das Problem an der Sache ist nicht die Menge, sondern dass überhaupt geraucht wird. Viele Leute unterschätzen das Risiko, dass Zigaretten inne wohnt immens. Auch Aussagen wie „Eine in der Woche …“ oder „Eine am Tag kann ja nicht schaden.“ sind grundsätzlich falsch. Sicherlich schaden sie. Und dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es bei der einen Zigarette bleibt oder ob zwei, drei fünf oder fünfzig daraus werden. Jeder Zug aus einer Zigarette ist ein immenses Risiko für den Raucher und sein Umfeld.

Da die Definitionen, wie bereits erwähnt, was einen Menschen zu einem Starkraucher macht und was nicht, eher nutzlos sind, definiert man nikotinsüchtige Personen auf andere Weise. Man beurteilt sie zwar nach der gerauchten Menge per se, macht aber davon keine weitere Definition abhängig. Ein „normaler“ Raucher raucht zwischen 5 und 10 Zigaretten pro Tag. Die meisten wirklich Süchtigen liegen aber weit über dieser Zahl. Die meisten brauchen eine Packung oder mehr am Tage und kommen somit locker auf ihre 30 bis 50 Klimmstängel. Bei einer durchschnittlichen Wachzeit von 16 Stunden pro Tag, sind das etwa zwei Zigaretten pro Stunde oder mehr.

Extreme Raucher bringen es sogar auf bis zu 100 Zigaretten am Tag. Das hört sich unmöglich und abschreckend an, kommt aber weitaus häufiger vor, als man denken möchte. Wie dem auch sei, wer dieses Ausmaß erreicht hat, dem kann man oft nichts mehr raten. Entzüge sind bei Nikotin ohnehin eher wirkungslos. Wer nicht von sich aus mit dem Rauchen aufhört, der kann niemals von dieser Sucht frei sein. Da helfen auch alle Produkte der Welt nichts.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Es gab einmal eine Zeit, die sich viele sog. „Genussraucher“, wobei es fraglich ist, ob so etwas überhaupt existieren kann, zurück wünschen. Und zwar die Jahrzehnte zwischen dem Ende des zweiten Weltkrieges und der frühen 1970er Jahre. In dieser Zeit gab es wesentlich mehr Raucher als Nicht-Raucher. Zudem war das Rauchen mehr oder weniger überall gestattet. Selbst in den Krankenhäusern, rauchten die bettlägerigen Patienten in ihren Betten, die Ärzte rauchten während der Visite und die Schwestern hatten eine Zigarette im Mundwinkel, während sie die Verbände wechselten. Und das ist nicht einmal übertrieben. Auch in Schulen und Kindergärten sah es nicht anders aus. Zwar war auch den Kindern das Rauchen bis zu ihrem 18. Lebensjahr grundsätzlich verboten, aber die Lehrer konnten im Klassenraum rauchen so viel sie wollten. Auch das Rauchen in öffentlichen Gebäuden und Räumen war grundsätzlich gestattet, ebenso wie in Zügen und Flugzeugen.

Diese Zeiten waren für Raucher also mehr als paradiesisch. Nichtsdestoweniger sind diese Tage lange vorbei und kaum ein Nicht-Raucher dürfte ihnen allzu sehr nachtrauern. Tatsächlich ist es so, dass die Anti-Raucher-Lobby immer stärker wird und darum immer mehr Einfluss auf Politik und Gesellschaft auszuüben imstande ist. Heutzutage ist es beispielsweise in Deutschland niemandem mehr gestattet, in öffentlichen Gebäuden zu rauchen, auch das Rauchen in Klassenzimmern, in Zügen und Flugzeugen sowie in Krankenhäusern hört sich so absurd an, dass viele sich nicht vorstellen können, dass dies wirklich einmal Gang und Gäbe war. Sogar in Kneipen, Destillen, Bars und Restaurants findet man immer mehr Einschränkungen, was den Konsum von Tabakprodukten angeht.

Nachvollziehbar fühlen sich viele Raucher dadurch in ihrer Freiheit beschnitten. Hier gilt es es jedoch, sich ganz klar die Frage zu stellen, inwieweit Raucher an dieser Stelle Opfer von Diskriminierung werden und inwieweit man Nicht-Raucher schützt. Eine nicht immer ganz so leicht zu klärende Frage.

Globale Fakten
Allerdings steht Deutschland mit diesen doch teilweise sehr strengen Reglements nicht alleine dar. Im Grunde ist Deutschland, was den Nicht-Raucher-Schutz angeht, sogar noch etwas im Verzug. Die Länder Skandinaviens oder die USA sind in diesen Punkten schon viel weiter gegangen, als Deutschland und andere zentraleuropäische Länder. Dort ist diese oftmals tödlich endende Angewohnheit nämlich noch wesentlich stärker restriktiert, als hierzulande. In Finnland ist es beispielsweise untersagt, sich in Sichtweite einer Schule oder eines öffentlichen Gebäudes eine Zigarette anzuzünden. Darüber hinaus ist jegliche Werbung verboten und Zigaretten können nur in braunen Packungen verkauft werden, die keinen Rückschluss auf die Marke zulassen. Dies soll verhindern, dass eine Kundenbindung zu einer speziellen Marke entsteht.

Des Weiteren konnte man leicht beobachten, dass die Preise für Zigaretten global beinahe überall angestiegen sind. Dies liegt nicht alleine an der allgemeinen Erhöhung der Preise, sondern auch an den teils immensen Tabaksteuern, die man auf diese Erzeugnisse aufschlägt. So, kostete eine durchschnittliche Packung Zigaretten hierzulande im Jahre 2009 noch etwa zwischen 4,50 und 4,70 Euro, wohingegen sie heute zumeist einen Euro mehr kosten. Dieser Trend findet sich auch in anderen Ländern. Besonders hohe Preise lassen sich in den USA und Großbritannien verorten. Dort zahlt man locker bis zu 10 Dollar oder 10 Pfund pro Packung. Somit ist es nicht nur allgemein schwieriger als noch vor einigen Jahren, Tabakwaren zu erwerben, auch der Preis schreckt viele Menschen ab. Die Zeiten, als Tabakerzeugnisse für jedermann erschwinglich waren, sind lange vorbei und kommen wohl auch nicht wieder.

Nur in wenigen Ländern ist der Zigarettenpreis in den letzten Jahren relativ stabil geblieben. Hierunter zählt insbesondere China. Dieses Land weist ohnehin eine immense Dichte an Rauchern auf und könnte darum eine signifikante Erhöhung der Preise vor der Gesellschaft nicht verantworten. Alles in allem geht die Tendenz aber klar in die Richtung, dass Rauchen immer schwieriger zu machen.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind oftmals mehr als eindeutig und es fällt in der Regel nicht allzu schwer, bei einem Starkraucher zu definieren, aus welcher Ecke seine Krankheit entsprungen ist. Natürlich ist es auch möglich, dass ein Raucher unabhängig von seiner negativen Angewohnheit an einer Erkrankung leidet, dies ist aber doch eher selten. Die meisten Leiden, Übel und Gebrechen lassen sich auf den Konsum von Tabak zurückführen.

Die große Schwierigkeit, die einer Diagnose von Rauchern innewohnt ist die, dass man nicht weiß, inwieweit sich das zu behandelnde Individuum bereits selbst geschädigt hat oder nicht. Zwar sollte man zu seinem Arzt immer ehrlich sein, aber viele Suchtpatienten halten sich nicht daran. Das gilt nicht nur für Alkoholiker und Rauschgiftsüchtige, auch Raucher scheinen sich nicht selten für ihre Sucht zu schämen und rücken entweder nicht recht mit der Sprache raus oder spielen die Zahlen klein. Damit helfen sie aber weder sich noch dem behandelnden Arzt wirklich weiter. Tatsächlich verzerren solche Lügen, Unwahrheiten oder Weglassungen das entstehende Bild immens und bedingen in der direkten Folge nicht selten fehlerhafte Diagnosen. Diese gehen zum Schaden beider Seiten. Zum einen kann der Patient deshalb keine ausreichend gute Therapie erfahren und der Arzt verliert einen Teil seiner Reputation und Glaubwürdigkeit.

Nicht zuletzt deswegen sollte es im Interesse des nikotinsüchtigen Patienten liegen, den für ihn zuständigen Mediziner nicht anzuschwindeln und mit offenen Karten zu spielen. Alles andere wäre unverantwortlich sich selbst und auch seinem Arzt gegenüber.

Aber auch ein ehrlicher Umgang macht das Stellen einer Diagnose nicht zwingend leichter. Insbesondere dann nicht, wenn der Patient über diverse Leiden klagt, die nicht oder nur teilweise in direktem Zusammenhang zueinander stehen. Dieses kommt bei Rauchern besonders oft vor und erfordert darüber hinaus einen immensen diagnostischen Mehraufwand. Ein solcher zermürbt Arzt und Patient gleichermaßen und verfälscht das Bild oft.


Komplikationen bei der Krankheit

Wie kaum anders zu erwarten, sind die Komplikationen, die im Rahmen einer Abhängigkeit zu Rauchwaren auftreten können nicht nur von immenser Anzahl, sondern auch von immenser Stärke. Es ist beinahe unmöglich, als Raucher ein langes und gesundes Leben zu führen. Selbst wenn man aufgrund einer guten Physis und guter Gene sowie eines starken Immunsystems dazu prädestiniert wäre, lange und gesund zu leben. Sicherlich gibt es auch hier große Ausnahmen und man hört immer wieder von Rauchern, die 100 Jahre und älter sind. Die zwei prominentesten Beispiele hierfür sind wahrscheinlich der noch nicht allzu lang verstorbene Schauspieler und Sänger Johannes Heesters, der noch mit 107 Jahren jeden Tag eine ganze Packung Zigaretten rauchte und die Französin Jeanne Calment. Letztere war der älteste Mensch, der je gelebt hat. Sie erreichte ein Alter von 122 Jahren und rauchte täglich seit ihrem 15 Lebensjahr eine oder zwei Zigaretten.

Sicherlich könnte man diese beiden Personen und eventuell auch noch einige mehr als Beispiel dafür anführen, dass Rauchen ja gar nicht „so schädlich“ sein kann. Das ist aber nicht nur falsch, sondern auch reiner Selbstbetrug. Es handelt sich hierbei um zwei gloriose Ausnahmen. Stellt man diesen beiden Personen jedoch die Millionen und aber Millionen Personen entgegen, die jedes Jahr aufgrund einer Erkrankung sterben, die direkt auf das Rauchen von Tabak zurückzuführen ist, so merkt man sehr schnell, wie wenig sinnvoll und wie haltlos diese Argumentation ist.

Rauchen ist ein Risiko. Darüber braucht man nicht zu streiten oder zu debattieren. Selbst die Tabakproduzenten haben das eingesehen und machen keinen Hehl daraus, dass das Produkt, das sie verkaufen, schädlich und potentiell tödlich ist. Nichtsdestoweniger sollte man nicht vergessen, dass die Entscheidung, sich wirklich eine Schachtel Zigaretten zu kaufen und diese auch zu rauchen beim Individuum selbst liegt. Man kann diese Verantwortung nicht auf etwaige Werbung oder Gruppendruck abwälzen.

Gesellschaftliche Komplikationen
Wie bereits erwähnt, ist es nicht mehr „schick“ oder „cool“ zu rauchen. Diese Zeiten sind lange vorbei. Gleichwohl man in manchen gesellschaftlichen Gruppierungen immer noch häufiger auf Raucher trifft als in anderen, geht doch der allgemeine Trend dazu hin, das Rauchen als solches eher negativ zu betrachten.

Die meisten Raucher findet man heutzutage unter Jugendlichen und Studenten. Zumindest auf internationaler Ebene. Die scheint auch weniger ein Problem zu sein. Das studentische Leben bietet viel Platz und viele Freiräume, die man zum Rauchen nutzen kann. Berufstätige Menschen haben diese Freiräume oftmals nicht. Die meisten Arbeitsplätze bieten gar keine oder nur sehr beschränkte Möglichkeiten an, die man dazu nutzen kann, seine Sucht zu befriedigen. Selbst die berühmte „Raucherpause“ ist nicht mehr Gang und Gäbe. Das schafft oftmals Verdruss und Frust unter der nikotinsüchtigen Belegschaft und sie geben als Folge dessen ihr Rauchen komplett auf. Schließlich ist es sinniger, eine potentiell tödliche Angewohnheit aufzugeben, als deswegen einen sicheren Arbeitsplatz aufs Spiel zu setzen.

Aber auch im Alltag kommen Raucher heute nicht mehr gut weg. Nicht allein die Tatsache, dass sie im Wo des Rauchens stark beschränkt sind, spielt hierbei eine Rolle. Viele Nicht-Raucher beschweren sich auch lauthals über rauchende Personen, mögen sie damit im Recht sein oder nicht, und schaffen somit Unmut und Unbehagen. Der Druck auf Raucher, mit ihrer Gewohnheit zu brechen wird also von gesellschaftlicher Warte aus immer größer und größer.

In den USA, dem Land der Extreme, geht dieser Hass der Nicht-Raucher sogar so weit, dass Raucher öffentlich bloßgestellt und erniedrigt werden. Dieses sog. „Smoker Shaming“ hat schon viele Menschen dazu verleitet, ihre Sucht in Angriff zu nehmen. Solche Auswüchse sind hierzulande oder im Rest Europas allerdings glücklicherweise noch nicht zu beobachten. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass viele Menschen doch eher verächtlich und abwertend auf Raucher herabsehen.

Gesundheitliche Komplikationen
Wie bereits weiter vorne im Text erwähnt, zieht der regelmäßige Konsum von Rauchwaren eine immens Vielzahl potentieller Erkrankungen nach sich. Diese sind zwar zumeist nicht direkt tödlich, aber auf lange Sicht schon. Bei tiefer gehendem Interesse ist es daher ratsam, sich die oben angeführte Liste der potentiellen Erkrankungen noch einmal zu Gemüte zu führen, um sich einen allgemeinen Überblick über das horrende Ausmaß etwaig entstehender Krankheit zu verschaffen.

Dennoch sei hier noch einmal zusammenfassend erwähnt, dass man davon ausgehen kann, dass ein Raucher sein Leben pro gerauchter Zigarette ca. um 10 Minuten verkürzt. Das ist aus medizinischer Sicht durchaus nicht übertrieben. Wenn überhaupt handelt es sich hierbei um eine moderate oder gar milde Schätzung. Es ist zwar sehr schwierig zu sagen, inwieweit sich die Lebenserwartung eines Rauchers im Allgemeinen senkt, vorallem deswegen, weil jeder Mensch unterschiedlich viel raucht, aber was man ohne Probleme sagen kann ist, dass die Zahl signifikant ist. Man bewegt sich hier allgemein im Bereich von mehreren Jahrzehnten der Kürzung.

Monetäre und sonstige Komplikationen
Rauchen ist nicht billig und wird zudem immer teurer. Die Zeiten, da man eine Packung Zigaretten für 1,20 DM kaufen konnte sind glücklicherweise lange vorbei. Heutzutage muss man für dieselbe Menge an Zigaretten oftmals das 10fache oder mehr berappen. Darum können die monatlichen Ausgaben für Tabakwaren ein merkliches Loch in den Geldbeutel eines Rauchers schneiden. Nicht allein schon deswegen sollte man es sich zwei Mal überlegen, ob dieser kurz andauernde und schädliche Genuss wirklich die damit verbundenen immensen Kosten wert ist. Eine Person, die eine Packung am Tag raucht, kommt im Monat ohne allzu großen Aufwand auf Kosten von 190 bis 200 Euro, aufs Jahr verteilt sind das 2400 Euro oder mehr. Für den ein oder anderen mag das nicht viel Geld sein. Wer aber nur ein geringes Einkommen zur Verfügung hatte, sollte hier ganz klar abwägen, was er im Jahr an Zigaretten verschwendet und was er stattdessen mit dem Geld anfangen könnte.

Sicherlich bekommt man für 2400 Euro keinen Porsche oder keinen Ferrari, aber ein schöner Urlaub ist dafür durchaus zu haben. Auf diesen muss man jedoch verzichten und zündet sein Geld buchstäblich stattdessen an.

Aber nicht nur das Geld ist eine mögliche Komplikation, sondern auch die etwaige Stigmatisierung des Nachwuchses von Rauchern. Raucher gelten allgemein hin als willensschwach, wenig standhaft und biegsam. Alles Eigenschaften, die in der modernen Leistungsgesellschaft keinen allzu hohen Stellenwert einnehmen. Darüber hinaus überschwebt das Rauchen auch immer mehr die Aura der sozialen Unterschicht. Die Tage, an denen Tabakerzeugnisse Luxusgüter waren, sind lange vorbei. Statistisch gesehen sind es heutzutage oftmals die sozial Schwächsten, die zum Klimmstängel greifen. Damit wirft man ggf. auch ein negatives Bild auf seine Kinder und seine Lebensumstände. Schließlich suggeriert man der Außenwelt durch sein Laster einen geringeren sozialen Status, als man eventuell hat. Auch das kann ein sehr großes Problem sein.

Lungenkrebs
Der allgemeine Begriff Lungenkrebs umfasst alle unkontrollierten Wucherungen des Gewebes, die ihren primären Ursprung in der Lunge haben. Hier kann es in allen Teilen dieses Organs zur Bildung von Karzinomen kommen: In den Lungenlappen, den kleinen und großen Atemwegen, der Pleura und den Blutgefäßen, welche die Lunge durchziehen. Am häufigsten lässt sich jedoch eine Gewebezunahme in den Atemwegen (Bronchien und Bronchiolen) erkennen. Da die Tumore hier den Zugang der Luft zu den Alveolen verengen oder gar verschließen, kann hernach kein geregelter Gasaustausch mehr stattfinden. Der Körper wird infolge dessen nur noch unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Das zeigt sich auch an den üblichen Symptomen, die von Hustenreiz bis zur Blaufärbung der Haut reichen können. Darüber hinaus gibt es aber noch etliche weitere Anzeichen für ein Lungenkarzinom. In vielen Fällen macht sich dieses allerdings gar nicht bemerkbar.

In der Medizin spricht man bei Lungenkrebs vom primären sowie dem sekundären Lungenkarzinom. Der primäre Typ stellt den eigentlichen Lungenkrebs dar. Er bildet sich tatsächlich aus Lungengewebe. Der sekundäre Typ hat hingegen seinen Ursprung in einem anderen Organ und hat lediglich Zellen in die Lunge abgestreut. Es handelt sich bei dieser Variante per se nicht um Lungenkrebs.

Besondere Bedeutung kommt dem Lungenkarzinom dadurch zu, dass es zu einem sehr schnellen Wachstum und zur frühzeitigen Metastasierung neigt. Aus diesem Grund gehören Wucherungen des Lungengewebes zu den tödlichsten Krebserkrankungen.

Unter Lungenkrebs versteht man eine Krebserkrankung, die zunächst in den Lungen der betroffenen Person beginnt. Die Lungen sind schwammartige Organe, die dafür sorgen, dass der Sauerstoff der eingeatmeten Luft ins Blut gelangt und das der verbrauchte Sauerstoff mittels Ausatmen wieder ausgeschieden wird. Lungenkrebs kann diese Prozesse nicht nur empfindlich stören, sondern auch ganz zum Erliegen bringen. Somit ist es nicht selten der Fall, dass erkrankte Personen diesem Leiden erliegen.

In vielen Nationen der Erde ist Lungenkrebs die am häufigsten zum Tode führende Art von Krebs. Dabei spielt weder das Geschlecht noch das Alter eine ausschlaggebende Rolle. Auf einer weltweiten Skala sterben jährlich mehr Menschen an Lungenkrebs als an Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Eierstockkrebs zusammen. Diese Zahlen sind nicht nur immens, sondern sollten auch zum Nachdenken anregen. Schließlich und endlich handelt es sich bei dieser Form des Krebses zumeist um eine einfach zu vermeidende Krankheit.

Das wohl größte Risiko an einem Lungenkarzinom zu erkranken haben Raucher. Das dürfte allgemein hin bekannt sein. Dennoch sollte man sich als Nicht-Raucher nicht vollkommen auf der sicheren Seite wähnen. Auch Personen, die Zeit ihres Lebens keine einzige Zigarette konsumiert haben, laufen durchaus Gefahr, an diesem Leiden zu kranken. Dennoch sei an dieser Stelle angeführt, dass besagte Gefahr weitaus geringer ist, als die Rauchern. Nichtsdestotrotz ist sie vorhanden. Darum kann es von großem Vorteil sein, wenn man mit dem Rauchen aufhört. Bereits nach ein bis drei Jahren nach der Aufgabe von Tabak hat sich das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um bis zu 30% reduziert. Das sollte es einem durchaus wert sein.

Die Behandlungsmethoden für das vorliegende Leiden sind zwar heutzutage weitaus effektiver als noch vor einigen Jahrzehnten, dennoch ist die Mortalitätsrate relativ hoch. Tatsächlich besteht bei der überwiegenden Mehrheit der Fälle nur eine Überlebensrate von knapp unter 50%. Das ist im direkten Vergleich zu anderen Krebserkrankung nicht sonderlich viel. Darum sollte man sich, bekommt man die Diagnose Lungenkrebs gestellt, darauf vorbereiten, dass einem eventuell nicht zu helfen ist und man diesem Leiden früher oder später erliegen wird.

Allgemeine Übersicht der Komplikationen

  • Starke gesundheitliche Belastungen (siehe obige Liste)
  • Gesellschaftliche Ächtung
  • Soziales Abseits
  • Unfähigkeit an sportlichen Aktivitäten teilzunehmen
  • (Stark) geminderte Lebenserwartung
  • Sehr hohe zusätzliche Kosten
  • Stigmatisierung als der sozialen Unterschicht zugehörig
  • Wahrnehmung als willensschwach
  • Erzeugter Gestank

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage danach, wann man zum Arzt sollte ist im Falle der Nikotinabhängigkeit tatsächlich eher etwas deplatziert. Sicherlich ist eine Abhängigkeit, bzw. eine Sucht eine ernstzunehmende Erkrankung und man kann und sollte dahingehend nach Hilfe Ausschau halten, aber ein Arzt im Allgemeinen oder der Hausarzt im Speziellen ist dabei nicht unbedingt die richtige Anlaufstelle. Außer natürlich, wenn man ernsthaft erkrankt ist. Diese Ausführung jedoch galt lediglich unter der Prämisse einer Sucht nach Rauchwerk, die noch nicht zu weiteren Erkrankungen geführt hat.

Lässt sich also keine direkt rauchbedingte Krankheit feststellen, kann einem ein Arzt zumeist nicht wirklich helfen. Selbst dann nicht, wenn man mit dem Rauchen aufhören will. Hierzu bedarf es zuvörderst dem Willen, dass man mit seinem Laster bricht. Hat man diesen, dann ist es kaum mehr vonnöten, dass man deswegen einen Mediziner konsultiert. Dann hört man nämlich einfach auf. Hört sich überspitzt an, trifft den Nagel aber auf den Kopf.

Ansonsten sollte man regelmäßig einen Mediziner aufsuchen und den selben auch davon unterrichten, dass man Raucher ist. Das erleichtert im zweifel die Diagnose um einiges und erspart dem Arzt sowie dem Patienten bisweilen sehr viel Zeit. Darüber hinaus kann es sinnig sein, wenn man sich gezielt und auf Nachfrage auf die Funktion der Lunge testen lässt und ob diese überhaupt noch in ausreichendem Maße gegeben ist. Dazu bedient sich der behandelnde Arzt zumeist der sog. „Peak Flow“- Methode. Der Patient pustet in eine spezielle Maschine und diese misst darauf hin den durch die entströmende Luft erzeugten Druck und darüber hinaus auch noch die Inhaltsstoffe des Atems. Sind die hieraus resultierenden Werte zu niedrig, kann es notwendig sein, dass der Arzt weitere Tests einleitet.

Alles in allem besteht für Raucher, die sich wohlfühlen, kein erhöhter Bedarf, einen Arzt aufzusuchen, insofern man sie mit einem Nicht-Raucher vergleicht.

Behandlungsmethoden & Therapie

Raucher, die mit dem Rauchen Schluss machen wollen, können Nikotinersatzprodukte als Unterstützung verwenden, also Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi und Nikotin-Nasenspray.

Die Nikotinersatzprodukte verhindern das Auftreten von Nikotin Entzugserscheinungen. Außerdem gibt es die Anti-Raucher-Pille, d.h. Medikamente, die entweder Bupropion oder Vareniclin enthalten. Die Anti-Raucher-Pille verringert das Verlangen zu Rauchen und verringert auch die Entzugserscheinungen. Allerdings kann die Anti-Raucher-Pille selbst Nebenwirkungen hervorrufen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlaflosigkeit. Bupropion wurde ursprünglich gegen Depressionen eingesetzt.

Weitere Therapiemethoden sind psychotherapeutische Methoden wie die Verhaltenstherapie, bei der die Motivation gesteigert wird, mit dem Rauchen aufzuhören und Situationen analysiert werden, in denen man zur Zigarette greift. Bei der Aversionstherapie soll man soviel rauchen, bis einem davon übel wird, damit das Rauchen mit negativen Gefühlen verknüpft wird.

Gegen Rauchen wird auch häufig Hypnose mit unterschiedlichem Erfolg eingesetzt; dabei soll Nichtrauchen mit positiven Gefühlen verknüpft werden. Viele Raucher versuchen auch mit Akupunktur zum Nichtraucher zu werden. Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann ebenfalls sehr hilfreich sein.

Alle diese Methoden sind aber mehr oder weniger nutzlos. Tatsächlich ist nach wie vor der beste Weg mit dem Rauchen aufzuhören, ein kalter Entzug. Mit Sicherheit hört man diesen Ratschlag selten und viele raten gar davon ab und behaupten, dass dieses Vorhaben so gut wie nie gelingt. Das sind alles schreiende Lügen. Das einzige Problem, dass ein kalter Entzug mit sich bringt, ist die Tatsache, dass niemand daran etwas verdient. Also weder die Produzenten von Nikotinprodukten, noch die Ärzte oder Kurkliniken.

Wer wirklich mit dem Rauchen aufhören will, muss sich lediglich den Willen aneignen es auch wirklich durchziehen zu wollen. Verwaschene und halbseidene Versuche enden mit und ohne „Wundermittel“ in der Tonne und führen zu weiter keinem Erfolg. Ein eiserner Willen, Durchhaltevermögen und die Einsicht, wie schlecht Rauchen für den Organismus ist, reichen hierbei mehr als aus. Nicht von Werbung und Co. blenden lassen – einfach aufhören.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Sicherlich ist es möglich, gegen eine Nikotinabhängigkeit vorzubeugen. Dies allerdings nicht mit gleichbleibend hohem Erfolg. Tatsächlich tut der Staat schon sein Äußerstes, um die Bürger davon abzubringen, mit dem Rauchen anzufangen oder dieses Laster fortzusetzen. Sei es mittels großer Restriktionen oder der Erhöhung der Preise. Auch Aufklärungskampagnen und dergleichen mehr konnte merkliche Erfolge verbuchen. Überhaupt konnte man beobachten, dass die Zahlen an Rauchern in den letzten Jahren stetig zurückgingen. Immer weniger Jugendliche beginnen mit diesem Laster und immer mehr Erwachsene hören dauerhaft auf.

Alles in allem scheinen die vorbeugenden Maßnahmen, die von staatlicher Seite erfolgen sehr gut zu fruchten. Sollte einem dies nicht genug sein und man will beinahe dagegen ankämpfen, dass die eigenen Kinder anfangen zu rauchen, muss man bisweilen sehr tief in die Trickkiste greifen. Das Zeigen ekelerregender Bilder von erkrankten Rauchern usw. locken heutzutage keine Katze mehr hinter dem Ofen vor. Die bereits erwähnte Aversionsmethode könnte hier noch merklich dienlich sein. Erwischt man sein Kind, wie es heimlich raucht, so kann man es im Anschluss daran dazu zwingen, eine horrende Menge an Zigaretten kurz hintereinander zu konsumieren, bis ihm davon schlecht wird. Das hieraus resultierende Elend und Ungemach kann unter Umständen dafür sorgen, dass das betroffene Kind nicht noch einmal zum Klimmstängel greift. Der Erfolg dieser etwas barbarisch anmutenden Methode ist jedoch nicht a priori garantiert und zudem sehr stark vom Charakter des Probanden abhängig.

Ansonsten stehen kaum prophylaktische Mittel zur Verfügung, die über das hinausgingen, was ohnehin schon gegen dieses gefährlich Laster unternommen wird.


Prognose zur Heilung

Die Prognose, ob man es schafft mit dem Rauchen aufzuhören oder nicht hängt ganz klar davon ab, ob man wirklich aufhören will oder nicht. Wie bereits schon erwähnt, helfen Produkte, die damit werben einen Entzug zu erleichtern so gut wie nie. Es kommt hier alleine auf den Willen des Individuums an, auch wirklich mit diesem Laster brechen zu wollen und auf sonst gar nichts. Der teuerste Nikotinkaugummi hilft einem nichts, wenn man während man ihn kaut schon die nächste Zigarette anzündet.

Wer nicht wirklich von sich aus aufhören will zu rauchen, der hat keinen Erfolg damit. Weder auf kurze noch auf lange Sicht. Darum sollte man sich nicht von der Werbung oder von den leeren Versprechungen irgendwelcher Kurpfuscher blenden lassen und überteuerte und nutzlose Produkte kaufen. Diese helfen nichts, wenn man keinen Willen zum Aufhören hat. Der Wille zum Aufhören jedoch ist ganz umsonst.

Besteht also ein ausreichend großer Wille und verfügt man über genügend Durchhaltevermögen, so sieht die Prognose sehr gut aus. Ansonsten ist sie eher düster und man kämpft ein Leben lang mit der Sucht. Und das sollte in niemandes Interesse liegen. Es ist tatsächlich keine allzu große Heldentat, mit dem Rauchen aufzuhören. Viele Menschen haben keinerlei Probleme damit, weil sie es wirklich wollen. Dasselbe gilt auch für Alkoholsucht, Fettsucht und die meisten anderen Süchte. Kurzum bedeutet das, dass die Prognose immer dunkel aussieht, wenn man sich sich selbst außer Stande sieht, mit seiner Sucht zu brechen. Wenn man Hilfe von Außen benötigt, hat man schon verloren und kann gleich sein Handtuch werfen.

Alles in allem also liegt es hier vollkommen an einem selbst, wie die Prognose aussieht oder nicht. Wer wider besseres Gewissen nicht mit seinem Laster bricht, muss schlicht und einfach mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben. Wer dazu bereit ist, den sei seine Nikotinsucht gegönnt. Personen allerdings, die sich ständig darüber beschweren, sie würden keinen Ausstieg schaffen und dann weiterrauchen setzen ein schlechtes Beispiel für Kinder und Jugendliche und sollten einmal tief in sich gehen, ob ihre eigene Schwachheit nicht vielleicht stärker ist, als ihre eigentlich Sucht. Man kann sich alles schönreden.


Alles was dazu gehört

Im Folgenden findet man eine Aufzählungen von Erkrankungen, die besonders häufig durch starkes Rauchen ausgelöst werden:

  • Chronische Durchfallerkrankunegn: An Durchfall, auch als Diarrhö oder Diarrhoe bezeichnet, leidet man dann, wenn man täglich mehr als dreimal Stuhlgang ausscheidet und selbiger von wässriger oder vollkommen flüssiger Konsistenz ist. Dadurch, dass ein solches Übel zumeist über mehrere Tage hinweg andauert, kommt es nicht selten zu einer Dehydration als Folge des erhöhten Wasserverlustes. Anzeichen für eine etwaig vorliegende Dehydration äußern sich unter anderem in einem Verlust der Elastizität der Haut und allgemeiner Gereiztheit. Wirkt man einer solchen Dehydration trotz der vorliegenden Warnsignale nicht entgegen, können sich weiterdings Verminderungen der Urinausscheidungen, Blässe und eine erhöhte Herzfrequenz einstellen.Eine sehr weiche Konsistenz des Stuhl ist bei Stillkindern zu erwarten und kein Zeichen von einem chronischen oder akuten Durchfall. Der häufigste, Gründe, die einem realen Durchfall zugrunde liegen, sind in aller Regel Infektionen des Darms durch Bakterien, Viren oder Parasiten. Ist dies der Fall spricht man von einer sog. „Gastroenteritis“ (Magen-Darm-Entzündung). Diese Art der Entzündungen springen zumeist durch Stuhl kontaminierter Nahrung oder Getränke von einem Menschen auf den anderen über. Darüber hinaus sind aber auch direkte Infektionen möglich. Beispielsweise mittels einer Schmierinfektion.

    Grundsätzlich unterteilt man Durchfälle, wie bereits eingänglich erwähnt, in zwei primäre Gruppen: Chronischer und akuter Durchfall. Der akute Durchfall dauert meist nur einige wenige Tage, bisweilen auch nur wenige Stunden, an und zeichnet sich häufig durch eine besondere Heftigkeit aus. Als chronisch ist eine Diarrhö dann zu bezeichnen, wenn sie länger als zwei Wochen kontinuierlich auftreten.

    Des Weiteren liegen neben Bakterien, Viren und Parasiten auch noch andere Gründe für eine mögliche Entwicklung dieser Krankheit vor. Insbesondere Unerträglichkeiten gegenüber bestimmter Lebensmittel, sowie Vergiftungen können zu teils explosionsartigen Durchfällen führen. Diese verschwinden aber in der Regel genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind. Sie sind vornehmlich als kurzfristige Abwehrreaktion des Körpers auf Schafstoffe wahrzunehmen, ähnlich einem akuten Brechreiz.

  • Grauer Star (Katarakt): Unter einem grauem Star oder einem Katarakt, wie man diese Erkrankung im medizinischen Fachjargon bezeichnet, versteht man eine wie auch immer geartete Trübung der normalerweise klaren Linse des Auges. Alles in allem kann man sich die Sicht eines Betroffenen in etwa so vorstellen, wie als ob man durch ein beschlagenes oder gefrorenes Fenster sehe. Durch diese Einschränkungen ist es Erkrankten oftmals nichts mehr möglich, vielen Aktivitäten nachzugehen. Hierunter fallen insbesondere solche, die ein sehr genaues Augenmaß erfordern. So zum Beispiel die aktive Teilnahme am Straßenverkehr, lesen, nähen, stricken usw. Mit Dunkelheit können Betroffene ebenfalls nicht gut umgehen und sie leiden häufig an einer stark ausgeprägten Nachtblindheit.Es gilt zu beachten, dass es sich bei einem Grauen Star nicht um eine plötzliche auftretende Erkrankung des Auges handelt, sondern um einen sich peu à peu verschlimmernden und darüber hinaus sehr langsam voranschreitenden Prozess. Bedingt durch diesen Umstand kommt es nicht selten vor, dass Betroffene gerade in der frühen Phase der Krankheit nichts oder nur sehr wenig davon merken Dies ist insbesondere deswegen bedenklich, weil an einem Katarakt leidende Personen darum von einem Besuch beim Mediziner absehen. Im Laufe der Zeit und vornehmlich dann, wenn man, warum auch immer, keine medizinische Behandlung in Anspruch nimmt, verschlimmert sich das Leiden und wird früher oder später zu einem hinderlichen Faktor bei der Bestreitung des Alltags.

    Zunächst kann es tatsächlich ausreichen, wenn man stärkere Lichtquellen nutzt und seine Umwelt somit heller erleuchtet. Auch eine spezielle Brille kann in der Frühphase Abhilfe leisten. Nichtsdestominder sollte man nicht vergessen, dass helleres Licht und Brillen nicht dazu in der Lage sind, das Voranschreiten dieses Leidens in irgendeiner Form aufzuhalten. Darum ist es von immenser Wichtigkeit, dass man zeitnahe nach Feststellung des grauen Stars einen Augenarzt konsultiert und den vorliegenden Verdacht entweder bestätigen oder verwerfen lässt.

    Eine Operation lässt sich nur selten vermeiden. Diese sind aber dank der modernen Schulmedizin sehr schnell, sicher und effizient und man muss sich kaum Gedanken darüber machen, dass etwas schief geht.

  • Herinfarkt: So wie zum Fahren eines Kraftfahrzeuges ein Motor gebraucht wird, benötigt unser Kreislauf das Herz. Durch seine stetige Pumptätigkeit versorgt es den Körper mit allen lebensnotwendigen Stoffen. Obwohl dieses bei Erwachsenen nur etwa faustgroß ist, erbringt es eine fantastische Leistung. Das Herz ist ein Muskel, welcher aus zwei Hälften besteht mit je einem Vorhof (Atrium) und einer Kammer (Ventrikel).
    Mehrere Herzklappen verhindern den Rückfluss des Blutes. Dieses wird zunächst über die Venen in die Lunge gepumpt, dort findet die Anreicherung mit Sauerstoff statt. Hernach geht es zur Versorgung der inneren Organe, Muskulatur und des Gehirnes weiter und kehrt nunmehr sauerstoffarm ins Herz zurück und der Vorgang wiederholt sich. Unser Herz-Kreislauf-System ist sehr flexibel. Neben der zu transportierenden Blutmenge kann sich – je nach Bedarf – auch die Herzfrequenz auf wechselnde Begebenheiten einstellen. So steigt beispielsweise bei harter körperlicher Arbeit die Herzleistung bis zum Fünffachen an.Das Herz ist ein Muskelorgan und pumpt das Blut über ein System aus Venen und Arterien durch den gesamten Körper. Das Blut fließt von der Lunge, wo es Sauerstoff aufnimmt, über die Pulmonalvenen in das Herz und wird dann in den Körperkreislauf gepumpt, wo es den Sauerstoff wieder an die Gewebe abgibt. Von dort kehrt das Blut über die Venen zum Herzen zurück und wird wieder zu den Lungen gepumpt. Um all diese Aufgaben zu gerecht zu werden, liegt der Sauerstoffbedarf des Herzens, den es aus dem Blut deckt, relativ hoch.

    Ein akuter Myokardinfarkt (AMI), auch als Herzanfall bezeichnet, kann durch die Blockierung einer der Kornarien (Herzkranzarterien) verursacht werden, zum Beispiel durch eine Thrombose auf bestehenden atherosklerotischen Plaques. Die folgende Reduzierung oder der kompletten Abbruch der Blutversorgung in einem Teil des Herzgewebes kann zum Untergang des durch diese Arterien versorgten Herzmuskelabschnitts führen. Diese Behinderung des Blutflusses kann durch ein Blutgerinnsel hervorgerufen werden, das in einer Arterien steckengeblieben ist, oder auch durch eine Wandverdickung in einem der versorgenden Gefäße, die den Blutfluss ausreichend einschränkt, um zu Schmerzen und einer Schädigung des Herzens zu führen.

    In nur wenigen Stunden stirbt das betroffene Muskelgewebe ab und der Tod tritt ein. Aus diesem Grunde steht bei einem Herzinfarkt Schnelligkeit an erster Stelle, denn dann hat ein Arzt die Möglichkeit, das verschlossene Gefäß rechtzeitig wieder zu öffnen. Die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene) schützen Frauen recht gut vor einem Myokardinfarkt. Da sich diese jedoch in den Wechseljahren stark verringern, steigt damit auch das Erkrankungsrisiko. Warum Männer einen Herzinfarkt häufiger überleben als Damen liegt zum einen an der Tatsache, dass Frauen bei auftauchenden Problemen oftmals weitaus später einen Arzt aufsuchen, zum anderen treten bei diesen eher untypische Symptome auf, so dass die Krankheit zunächst nicht erkannt wird.

  • Lungenemphysem: Jeder hat das Wort „Lungenemphysem“ schon einmal gehört, aber niemand weiß so genau, was es eigentlich ist.Das mag zum Teil daran liegen, dass Lungenemphyseme weniger als eine primär eigenständige Krankheit auftreten, sondern vielmehr das Endstadium einer ganzen Reihe von Lungenkrankheiten markieren. Nichtsdestotrotz ist das genaue Entstehen von Lungenemphysemen immer noch nicht zufriedenstellend geklärt worden. Manche Fragen bleiben noch offen.

    Was man jedoch weiß ist, dass bei dieser Erkrankung die Lungenbläschen (auch Alveolen genannt) über ihre Kapazität hinaus „überblähtt“ werden. Dies führt neben der klaren Überbeanspruchung derselben auch zu deren totalem Ausfall mit voranschreitender Zeit und schließlich zu einem Kollabieren der Lunge, das wiederum mit dem Tod des Betroffenen endet.

  • Magengeschwür: Ein Magengeschwür kann verschiedene Ursachen haben – unter anderem kann die erhöhte Produktion von Magensäure dieses auslösen. Doch auch der übermäßige Genuss von Alkohol und Nikotin kann in einzelnen Fällen zu einem Magengeschwür führen. Stress und bestimmte Medikamente wie Kortison sind ebenfalls als Ursache für ein Magengeschwür bekannt. Selten stecken ernsthafte Erkrankungen wie Magenkrebs hinter einem Magengeschwür. Personen mit Blutgruppe 0 haben übrigens ein um 50 Prozent höheres Risiko, an einem Magengeschwür zu erkranken – die Ursachen hierfür sind allerdings noch unklar.Die Symptome bei dieser Erkrankung sind sehr vielfältig. Die meisten Patienten klagen jedoch über Magenschmerzen, welche vor allem den Oberbauch betreffen. Erbrechen als Begleiterscheinung ist vor allem bei Magengeschwüren zu verzeichnen, die sich nahe dem Magenausgang befinden. In Folge dieses Erbrechens kommt es bei vielen Patienten zu einem deutlichen Gewichtsverlust. Bei Begleiterscheinungen wie Magenblutungen kann es zudem zu einer Schwarzfärbung des Stuhl kommen.

    Die Diagnose des Magengeschwüres wird zumeist mithilfe der sogenannten Magenspiegelung gestellt. Bei dieser Untersuchung führt der Arzt ein Endoskop in den Mund ein und kann so den Bauchraum genau untersuchen. Bei Patienten, bei welchen eine Magenspiegelung nicht möglich ist, wird der Bauchraum mit Hilfe eines Kontrastmittels untersucht. Im Vorfeld wird der Bauch auf eventuelle Veränderungen hin abgetastet, was für Patienten mit einem Magengeschwür meist sehr schmerzhaft ist. Blut- und Ultraschalluntersuchungen können neben der Magenspiegelung ebenso Aufschluss geben.

    Bei einem Magengeschwür wird der behandelnde Arzt in der Regel säurehemmende Medikamente verschreiben. Bei etwa 90 Prozent der betroffenen Patienten führen diese Medikamente auch recht schnell zur vollständigen Heilung. Nur bei etwa zehn Prozent der Betroffenen treten Komplikationen wie Magenblutungen auf – in diesem Fall ist eine schnelle Operation nötig. In dieser wird eventuell ein Teil des Magens entfernt. Möglich ist aber auch die sogenannte Vagotomie, bei welcher ein bestimmter Nerv durchtrennt wird.

  • Parodontitis Bei der Parodontose, die auch als Parodontitis bezeichnet wird, handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung der Zähne, des Zahnfleisches und der Kieferknochen. Zumeist verläuft der Zerstörungsprozess sehr langsam. Aus diesem Grunde merken betroffene Individuen oftmals erst zu spät, wie dramatisch es tatsächlich um ihr Gebiss steht. Dabei ist dem vorliegenden Leiden im Grunde sehr gut vorzubeugen. Sicherlich lassen sich nicht alle Fälle prophylaktisch verhindern, aber eine Vielzahl der Ausbrüche dieser Krankheit hätte durch bessere Vorsorge seitens des Patienten tatsächlich vermeiden werden können.Eine solche Prophylaxe besteht primär daraus, Risiken zu reduzieren und sich selbst nach Möglichkeit an hygienische Maßregeln zu halten, die dabei helfen sollen, die Gesundheit der Zähne und des Mundes aufrecht zu erhalten. Insbesondere aber der Konsum von raffiniertem Zucker, von Rauchwaren und sonstigen nikotinhaltigen Erzeugnissen sowie von Alkoholika sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Dabei ist es in Bezug auf die Tabakprodukte vollkommen irrelevant, in welcher Darreichungsform diese konsumiert werden. Es spielt keine Rolle, ob man die klassische Zigarette nutzt, Zigarre oder Pfeife raucht oder sogar vapet, sprich eine E-Zigarette gebraucht. Alle Stoffe, die Nikotin enthalten sind im Rahmen einer effektiven Prophylaxe zu vermeiden.

    Auch eine ausreichende Mundhygiene ist von großer Bedeutung. Hierzu gehören das regelmäßige Putzen der Zähne sowie die Anwendung von Zahnseide. Wer sich diesen Regeln unterwirft und sicbh auch sonst vorausschauend in Puncto Zahngesundheit verhält, kann sein Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken um mehr als 95% reduzieren. Der Vollständigkeit halber allerdings sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt, dass es durchaus auch zu Fällen führen kann, die nicht auf äußere Ursachen zurückzuführen sind. Hierbei handelt es sich allerdings um Ausnahmen und nicht um die Regel. Darum sollte man sich was das angeht nicht allzu viele Gedanken machen.

    Ist man dennoch erkrankt, kann einem mithilfe der modernen Zahnmedizin relativ gut Abhilfe geleistet werden. Dennoch muss man im Zweifelsfalle damit rechnen, dass man einieg Zähne verliert und diese dauerhaft ersetzt werden müssen. Das ist nicht nur zeitraubend, unangenehm und schmerzhaft, sondern kann auch ganz schön ins Geld gehen. Vorsicht ist also besser als Nachsicht.

  • Lungenkrebs: s.o.

Alternative Behandlungsmethoden

Für die alternativen Heilmethoden gilt dasselbe wie für die angeblich medizinischen Heilmethoden und die Hausmittel. Sie sind allesamt nutzlos, wenn der Wille dazu wirklich mit dem Rauchen aufzuhören nicht vorhanden ist. Es ist von immenser Wichtigkeit, dass man sich dieses Umstandes bewusst wird, bevor man einen Entzug beginnt.

Ansonsten stehen einem diverse Techniken zur Verfügung, die dabei helfen können, dass man nicht in alte Muster verfällt und bei seiner Entscheidung bleibt. Insbesondere solche die der Entspannung dienen sind hierbei zu nennen.

Etwaige alternative Behandlungen sind u.a.:

  • Yoga
  • Meditation
  • Tai Chi
  • Autogenes Training
  • Kuraufenthalte
  • Weiterbildende Seminare

Welche Hausmittel können helfen?

Sicherlich gibt es Hausmittel, die dabei hilfreich sein können, eine Nikotinsucht zu überwinden. Diese sind jedoch mit Vorsicht zu genießen und können nicht den Willen ersetzen, dessen es bedarf, um diese Sucht wirklich zu überwinden.

Allgemein ist alles empfehlenswert, was einem dabei hilft, sich abzulenken und die Gedanken von den Zigaretten fernzuhalten. Insbesondere sei Personen, die gerade entziehen, empfohlen, dass sie sich viel Zeit und Ruhe gönnen. Darum sollte man einen Entzug am besten während eines Urlaubs vornehmen und nicht während seiner Arbeitszeit. Das könnte teils fatal enden und man fällt sehr leicht in seine alten Muster zurück. Darüber hinaus sollte man sich nicht von Freunden und Kollegen entmutigen lassen, sondern stets sein Ziel im Hinterkopfe behalten. Das A und O heißt an dieser Stelle Ablenkung.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Apfel
  • Arnika
  • Bärlauch
  • Ginkgo
  • Mistel
  • Brennnessel
  • Gelber Enzian
  • Süßholz
  • Wacholder
  • Wermut

Die gerade aufgezählten Heilpflanzen oder Heilkräuter sind besonders in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen. Hierzu trockne man diese oder gebe diese gleich frisch in ein Glas oder eine Kanne und überbrühe sie mit heißem Wasser. Anschließend filtere man sie heraus und trinke den daraus entstandenen Tee oder Aufguss. Des Weiteren kann man sie aber auch in Form anderer Präparate anwenden. Es empfiehlt sich hierbei jedoch eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, um etwaige Allergien bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Des Weiteren sollte man sich des Umstands bewusst sein, dass diese Mittel die allgemeine Gesundheit lediglich unterstützen.

Bezugsquellen und Dosierung erfragt man bei seinem Heilpraktiker oder Händler.

Ätherische Öle

  • Rose
  • Orange
  • Rosmarin
  • Kümmel
  • Zitrone
  • Campher

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle des Nikotinentzuges sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab.

Homöopathie & Globuli

  • Apis mellifica
  • Thuja occidentalis
  • Rhus toxicodendron
  • Mercurius solubilis
  • Gelsemium
  • Echinacea

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Diät oder Ernährungsweise in Bezug auf Rauchen gibt es eigentlich nicht. Wie bei den meisten Krankheiten kann jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur generellen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Hierzu gehört, dass überwiegend Gemüse, nur fettarmes Fleisch und möglichst keine künstlichen Zuckerprodukte konsumiert werden. Außerdem sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichtet werden.

Folgende Ratschläge gelten, sollte Lungenkrebs aufgetreten sein: Probleme im Bezug auf Nahrung zeigen sich beim Lungenkrebs vor allem darin, dass dieser mit einer unkontrollierten Gewichtsabnahme einhergeht. Eine Strahlen- und Chemotherapie kann dies noch zusätzlich verstärken. Dies schwächt jedoch den Körper insgesamt. So sollte bei der Nahrungsaufnahme darauf geachtet werden, dass dem Körper genügend Kalorien zugeführt werden. Dafür eignet sich der Konsum von Vollkornprodukten, Nüssen und fettreichem Seefisch. Abhängig ist dies aber selbstverständlich davon, was ein Betroffener verträgt. Abzuraten ist aber generell von einer veganen oder vegetarischen Ernährung, wenn eine Krebserkrankung vorliegt. Diese ermöglicht in der Regel nicht die Kalorienmenge, welche für den Patienten während der Therapie notwendig ist. Auch sollte die entsprechende Energie nicht aus ungesunden, also stark fettigen oder gezuckerten Lebensmitteln gewonnen werden, da hierdurch weitere Probleme bezüglich der Verdauung eintreten können.

Kommt es zu Problemen mit der Nahrungsaufnahme, die sich auf die Erkrankung der Lunge zurückführen lassen oder durch Metastasen im Verdauungsapparat bewirkt werden, empfiehlt sich der Kontakt zu einem speziellen Ernährungsberater. Dieser kann einen geeigneten Speiseplan zusammenstellen.

Darüber hinaus gibt es einige Tipps, die Menschen mit Krebserkrankungen helfen sollen, Nahrung besser aufzunehmen:

Bei genereller Appetitlosigkeit sollten über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper genug Energie, ohne dass der Patient mit einem Mal üppige Speisen verzehren muss.

Liegen Schluckbeschwerden vor, kann es helfen, wenn die Nahrung püriert wird. Smoothies und dicke Suppen sind zumeist problemlos genießbar, auch wenn eine Verengung im Rachenraum oder Schwellungen am Kehlkopf vorliegen.

Gerade die Chemotherapie bewirkt in vielen Fällen, dass sich der Geschmack verändert. Einige Menschen klagen beispielsweise ob der starken Medikamente über einen metallischen Geschmack im Mundraum, der selbst beim Essen nicht verschwindet. Experten raten aus diesem Grund dazu, Plastikbesteck zu verwenden, da hierdurch die genannte Empfindung abgemildert werden kann.

Auch der Geruchssinn kann sich während einer Krebstherapie verändern. Häufig empfinden Betroffene den Geruch von Speisen als störend. Das gilt gerade, wenn sie unter Übelkeit leiden. Es ist aus diesem Grund vorteilhaft, zubereitetes Essen zunächst einmal abkühlen zu lassen, da hernach die spezifischen Eigengerüche der Nahrungsmittel nicht mehr so stark ausgeprägt sind.

Es gibt keine Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Lungenkrebs-Patienten erstellt worden wären. Nichtsdestotrotz kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für die Lunge darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie durch Krebs belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Lunge keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Sind Zigaretten wirklich so gefährlich wie jeder sagt?

Ohne lange um den heißen Brei herumzureden: Ja, sind sie. Man kann gar nicht übertreiben, wie gefährlich Klimmstängel wirklich sind. Sie fordern Jahr für Jahr Millionen von Todesopfern. Darum sollte man am besten erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen.

Helfen Nikotinpflaster und Co. bei einem Entzug?
Nein, tun sie nicht. Wer etwas anderes behauptet hat primär seinen eigenen Profit im Kopf und nichts anderes. Solche Produkte gaukeln einem zwar vor, dass sie den Entzug erleichtern, aber in Wirklichkeit haben sie entweder gar keinen Effekt oder verschlimmern die Symptome eines solchen nur. Das einzige Hilfsmittel, das man für einen erfolgreichen Entzug braucht, ist Zeit, Mühe, ein eiserner Willen und Disziplin. Wer das nicht von vorne herein mitbringt, wird auch mit besagten Hilfsmitteln keine Erfolge erzielen können.

Sind alle Waren, die Nikotin enthalten gesundheitsschädlich?
Grundsätzlich ja. Das heißt, dass nicht nur Zigaretten, sondern auch Zigarren, Zigarillos, Pfeifen, Shishas, Vapes bzw. E-Zigaretten und Co. schädlich für die Gesundheit sind, egal was Produzenten behaupten oder nicht. Auch oral oder nasal konsumierte Tabake, wie Kautabak und Schnupftabak, sind grundsätzlich eine Belastung für die Gesundheit. Darum: Finger weg.

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