Absorption

Der Begriff Absorption ist vielfältig und in den verschiedenen Bereichen mit diversen Bedeutungen belegt. Vom lateinischen Wort „absorbere “das mit aufnehmen, aufsaugen oder verschlucken ins Deutsche zu übersetzen ist, leitet sich die Bezeichnung Absorption ab, mit der auch die Möglichkeit des Körpers beschrieben wird, Stoffe von außen in sich selbst aufzunehmen. Dazu gehören Mikronährstoffe, aus der Nahrung, die zum Aufbau des Körpers genutzt werden und zu seinem Erhalt dienen, aber auch alle anderen denkbaren Substanzen, wie beispielsweise Medikamente.

Was ist Absorption?

In der Medizin wird unter Absorption die Aufnahme eines Stoffes durch den Stoffwechsel des Körpers verstanden. Selten wird ein Wirkstoff, der von außen zugeführt wird, vollständig absorbiert. Je nach Darreichungsform erfolgt die Absorption der Substanz in einem unterschiedlichen Gradmaß.

Absorption und Resorption – wie gehört das zusammen?
Gelegentlich werden die Begriffe Resorption und Absorption verwechselt oder aber der Unterschied erscheint unklar. Während unter dem Begriff Absorption in der Pharmakologie und Medizin allgemein und ganz generell die Aufnahme von Substanzen und Stoffen verstanden wird, steht Resorption in der Biologie für die Aufnahme gelöster Stoffe und von Flüssigkeiten über den Darm oder die Haut. Also ist Absorption ein Oberbegriff. Resorption beschreibt schon einen spezifischen genau definierten Fall der Absorption.

Resorption
Der Begriff Resorption kommt aus dem Lateinischen. „Resorptio“ welches mit „das Aufsaugen“zu übersetzen ist, kommt dem etablierten Begriff Resorption schon augenscheinlich nah. Beide Begriffe bezeichnen die Stoffaufnahmen in biologischen Systemen. Bei Wirbeltieren und Menschen werden damit insbesondere die Nährstoffaufnahmen aus dem Nahrungsbrei des Darms während der Verdauung gemeint. Dazu gehören beispielsweise die Spaltprodukte aus Nahrungsbestandteilen, wie Proteine, Kohlenhydrate und Fette. Ebenso wie Mineralstoffe und Vitamine. Aber auch diverse Arzneien, Wasser und Giftstoffe – neben vielen anderen weiteren Wirkstoffen, gehören zu den Substanzen, die vom Körper resorbiert werden.

Die wichtigsten Substanzen welche vom Körper resorbiert werden:

Diese Stoffe sind alle Spaltprodukte aus Bestandteilen der Nahrung.

Weitere wichtigste Substanzen die vom Körper resorbiert werden:

  • diverse Arzneimittel
  • Wasser
  • Giftstoffe
  • weiteren Wirkstoffe

Wo im Körper finden Resorptionen statt?

Die Resorption über die Epithelien, besonders im Bereich des Dünndarms ist bei Menschen von Bedeutung. Bei anderen Stoffen, zum Beispiel bei Salben oder auch bei Kontaktgiften, findet Resorption, in diesen Fällen, über die Haut statt.
Aktive und passive Resorption im Dünndarm
Es wird zwischen aktiver und passiver Resorption im Dünndarm unterschieden. Die passive Resorption zeichnet sich dadurch aus, dass Nährstoffbausteine neben anderen resorbierbaren Stoffen mittels Osmose von Orten einer hohen Konzentration zu Stellen einer niedrigeren Konzentration gelangen (vom Innenraum im Dünndarm zu Zellen der Darmschleimhaut).

Der Absorptionsgrad ist selten bei 100 Prozent.
Von außen einwirkende Substanzen werden selten vom Körper vollständig aufgenommen. Ein gewisser Anteil der Wirkstoffe geht während der Aufnahme in den Körper immer verloren. Der vom Stoffwechsel aufgenommen Anteil von Wirkstoffen, der im Organismus verwertet werden kann, wird als absorbiert beziehungsweise resorbiert bezeichnet.

Stoffwechselprozesse auf der Zellebene
Absorption ist ein Stoffwechselprozess, bei dem der Organismus von außen zugeführte Substanzen, Bestandteile von Nahrung oder andere Wirkstoffe aufnimmt. Absorption erfolgt überwiegend auf Zellebene. Im Rahmen des Zellstoffwechsels, können Moleküle der zugeführten Substanz verwertet werden.

Wovon hängt der Absorptionsgrad von Wirkstoffen ab?
Der mögliche Absorptionsgrad eines Wirkstoffes hängt von seiner Reinheit, Darreichungsform und je nach Substanz auch von möglichen Begleitstoffen, die gemeinsam verabreicht werden, ab. Die Absorption von manchen Vitaminen ist beispielsweise höher, wenn es mit fettreicher Nahrung zusammen gegessen wird.

Welche Relevanz hat das Thema Absorption in der Medizin?
Die Absorption hat in der Medizin Relevanz für Dosierung von Medikamenten. Sie betrifft nicht nur die Dosis von Medikamenten, sondern ist auch entscheidend bei der Bemessung der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, bei der Gabe von Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien.

Funktionen und Aufgaben

Absorption

Die Absorption dient zur Aufnahme fein gelöster Stoffe, die vorwiegend aus der Nahrung erschlossen werden und so auf natürliche Weise dem menschlichen Körper zur Verfügung gestellt werden. Mineralstoffe, Vitamine und andere Spurenelemente können auf der zellulären Ebene des Körpers in einem gewissem Maß vom Organismus gut aufgenommen werden. Je mehr von diesen Stoffen in dem Zustand vorhanden sind, der günstig für die Absorption durch den Körper ist, umso mehr wird davon resorbiert.

Bestimmt der Umfang der Absorption die Menge der Medikamente?
Ebenso wie die Absorption während der Nahrungsaufnahme nach bestimmten Gesetzen verläuft, funktioniert sie analog auch bei der Einnahme von Medikamenten. Auch Medikamente müssen in einer solchen Zusammensetzung vorliegen, die von einzelnen Zellen des Körpers verstoffwechselt werden können.

Wovon hängt der Umfang der Absorption im Körper ab?
Der Umfang, in dem die Absorption von Medikamenten geschehen kann, wird durch die Art der Herstellung, als auch von der Wahl der optimalen Darreichungsform mitbestimmt.

Was haben Absorptionscharakteristika mit der Versorgung von Mikronährstoffe zu tun?
Ganz ohne den medizinischen Hintergrund zu betrachten, erfüllt die Absorption die Funktion, Menschen ausreichend mit Mikronährstoffen zu versorgen. Ohne Absorption kann der Körper Mikronährstoffe nicht aufnehmen, die er doch für Erhaltung und Aufbau der Körpersubstanz dringend braucht.

Die Absorption von Wirkstoffe wird immer besser verstanden.
In der Medizin bezeichnet Absorption die Aufnahme eines Wirkstoffes durch den Stoffwechsel. Die Absorption spielt sich dabei überwiegend auf der Zellebene ab. In der Medizin beachtet der Arzt (idealerweise) die spezifischen Absorptionscharakteristika bei der Gabe und Dosierung von Medikamenten.

Welche Auswirkungen haben die unterschiedlichen Darreichungsformen von Medikamenten auf die Wirksamkeit von Medikamenten? Es gibt verschiedene Möglichkeiten Medikamente zu verabreichen. Jede hat Vor- und Nachteile. Es kommt darauf an, die Prozesse, die im Körper ablaufen gut zu verstehen und zu entschlüsseln, aus den gewonnenen Erkenntnissen die richtigen Schlüsse zu ziehen und dementsprechend die optimale Form der Medikamentengabe auszuwählen.

Die Dosis und die Darreichungsform sind entscheidend.
In den letzten Dekaden wurden viele biochemische Prozesse wissenschaftlich untersucht und erweiterten die Möglichkeiten der Mediziner beträchtlich. Dieses Wissen ist inzwischen Allgemeingut und Bestandteil der täglichen Praxis. Viele Medikamente, wenn sie direkt vom Arzt gespritzt werden, können in einem nennenswert größeren Umfang vom Körper resorbiert werden, als wenn sie stattdessen oral verabreicht werden würden.

Kann die Absorption eine Schutzfunktion für den Körper erfüllen?
Neben der Funktion den Körper mit dringend benötigten Mikronährstoffen zu versorgen, die der Erhaltung der Körpersubstanz dienen, kann die Absorption darüber hinaus auch eine Art Schutzfunktion für den Organismus erfüllen. Werden beispielsweise verdorbene Lebensmittel von einem Menschen aufgenommen, sind die Zellen viel eher mit den Giftstoffen konfrontiert, als die Nahrungsbestandteile im Verdauungstrakt landen.

Warnsignale die vor Schädigung durch Giftstoffe schützen
Die von den Zellen absorbierten Gifte führen im Körper zu Warnsignalen, die darauf hindeuten, dass mit der Nahrung etwas nicht stimmt. So kann der Körper schnell mit Durchfall oder Erbrechen reagieren und die Gifte schnellstmöglich ausscheiden. Wenn die Absorption erst viel später in einer späteren Phase des Verdauungsvorganges erfolgen würde, könnten bereits zu viele Giftstoffe im Körper sein, dass es schwierig werden könnte, sie auszuscheiden, ohne Schaden zu erleiden.

Eine schnelle Absorption führt zu umgehende Warn- und Abwehrreaktionen des körpers
Die sehr schnelle Absorption von gefährlichen Warnstoffen versetzt den Körper in die Lage, sich zeitig genug gegen die Vergiftung wehren zu können. Das ist oft auch ohne medikamentöse Unterstützung sehr erfolgreich. Indem der Körper schädliche Stoffe so schnell, wie möglich, wieder los wird, schützt er auf diese Weise den gesamten Organismus vor Vergiftungen. Bei manchen Stoffen wird es erst ab einer gewissen Dosis, die überschritten wird für den Körper problematisch. Das ist gut zu verstehen, wenn der Alkoholkonsum betrachtet wird. Kleine Dosen werden noch toleriert, sobald die erträgliche Grenze überschritten wird, versucht der Körper diese Droge wieder loszuwerden, um Vergiftungen abzuwenden.

Reaktionen des Körpers durch Absorption beim Beispiel Alkohol
Bei etwas weniger giftigen, aber durchaus schädlich wirkenden Substanzen, wie beispielsweise Alkohol, die grundsätzlich auch schnell vom Körper resorbiert werden, erfolgt durch den Körper ebenfalls eine schnelle Reaktion. Auf die, durch die zügige Absorption des Alkohols im Organismus, ausgelösten funktionalen Veränderungen erfolgen erkennbar körperliche Reaktionen. Im Betrunkenen Zustand kann der Mensch selbst seine körperlichen Veränderungen und Grenzen anhand der auftretenden Einschränkungen gut erkennen und erleben.

Krankheiten und Beschwerden

Menschen sind sehr selten von Erkrankungen, die durch eine gestörte Absorption verursacht sind, betroffen. Jedoch gibt es angeborene Stoffwechselerkrankungen, die bereits von Geburt die Absorption von bestimmten Nahrungsbestandteilen verhindern beziehungsweise resorbieren diese fehlerhaft. Das wiederum kann zu durchaus schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Wo ist der Zusammenhang zwischen ungenügende Absorption und der Störung von körperlichen Prozessen?
Beim Vorliegen einer fehlerhaften, oder ungenügenden Absorption von lebenswichtigen Wirkstoffen im Organismus, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass die lebenswichtigen, körperlichen Prozesse nicht mehr reibungslos und ohne Störung funktionieren können.

Erbkrankheiten bei denen die Absorption funktioniert – die Weiterverarbeitung aber nicht
Es gibt Erbkrankheiten, bei denen die Absorption ausgesprochen gut funktionieren kann. Jedoch wird bei diesen Erbkrankheiten, im Anschluss an die gelungene Absorption der Substanzen, nicht mehr eine Weiterverarbeitung der aufgenommenen Stoffe vollzogen.

Strategien ohne den Einsatz von Medikamente zur Vermeidung von Beschwerden
Wer unter diesen Erbkrankheiten leidet, kann Lebensmittel so auswählen, dass die problematische Substanz gar nicht enthalten, oder aber nur in einer Form, die nur schwer resorbierbar ist. Dadurch entstehen dann in der Folge dieser Maßnahme weniger Krankheitssymptome. Je weniger von den problematischen Substanzen vom Körper absorbiert werden konnten, umso geringer sind dann auch die körperlichen Beschwerden.

Strategien mit dem Einsatz von Medikamente zur Vermeidung von Beschwerden
Es gibt Medikamente für die Behandlung von solchen Erkrankungen. Diese greifen beim Vorgang der Absorption an. Diese Medikamente haben dann die Funktion, die problematische Absorption zu verhindern.

Beispiel für Erkrankungen der problematischen Absorption
Ein sehr gutes Beispiel für solche Erkrankungen ist die Laktose-Intoleranz. Für diese Erkrankung entwickelte Medikamente können Laktose in der Nahrung neutralisieren, sodass die Laktose gar nicht erst vom Körper resorbiert wird.

Ganz schlank oder stark übergewichtig – sind das schon Anzeichen für eine gestörte Absorption?
Das klingt auf Anhieb fast unvereinbar, da sich dem Anschein nach zwei gegenüberliegende Pole doch nicht vereinen lassen. Oder doch? Bei beiden Fällen spielt die Absorption und der Zellstoffwechsel eine wichtige Rolle. Deshalb kann das Pendel bei einer funktionellen Störung in die eine oder in die andere Richtung ausschlagen.

Absorptionsfähigkeit – hormoneller Haushalt des Körpers – Körpergewicht
Bei ganz schlanken oder auch bei übergewichtigen Menschen kann ebenfalls eine Störung der regulären Absorptionsmöglichkeit von Medikamenten und Nahrungsbestandteilen vorliegen. Übergewicht oder Untergewicht können nachweislich vor allem die hormonellen Funktionen des Körpers beeinflussen. Der hormonelle Haushalt des Körpers wiederum, kann sich aber auch auf die Absorption auswirken. Alkohol wird beispielsweise bei Untergewicht ziemlich schnell absorbiert.

Fragen & Antworten zur Absorption

Wo liegen die Ursachen einer gestörten Absorption?

Störungen der Absorption werden relativ häufig durch die Aufnahme von hochwirksamen Medikamenten hervorgerufen. Mit Abstand vor allen anderen medizinischen Interventionen ist hier die Chemotherapie zu nennen.

Hat die gewählte gelebte Ernährungsweise möglicherweise Einfluss auf die Absorptionsfähigkeit des Körpers?
Je nachdem welche Ernährungsweise praktiziert wird, kann die Absorption von wichtigen Substanzen und Wirkstoffen im Organismus zusätzlich erschwert werden. Wenn die tägliche Nahrung einen zu hohen Anteil von industriell verarbeiteten Bestandteilen enthält, können die wenigen, noch verbliebenen, Mineralstoffe und Vitamine, viel schwerer vom Körper absorbiert werden.

Kann es zu Mangelerscheinungen durch Unterernährung kommen, obwohl genügend Kalorien aufgenommen werden?
Der Körper gleitet damit schrittweise in eine Form der Unterernährung. Dies äußert sich in Mangelerscheinungen, auch dann, wenn die aufgenommene Nahrungsmenge an sich entsprechend der enthaltenen Kalorien einem gesunden Körper zur Aufrechterhaltung aller Lebensfunktionen durchaus ausreichen würde.

Unser Fazit zur Absorption

Stoffe die durch Absorption aufgenommen werden, können positiv wirken, wie Vitamine und Mineralstoffe, die der Gesunderhaltung dienen. Es gibt aber auch Gifte, die den Organismus schädigen. Durch die schnelle Absorptionsfähigkeit des Körpers, kann aber in diesen Fällen auch eine Alarm und Warnkaskade im Organismus ausgelöst werden, die Schlimmeres verhindern kann. Die Fähigkeit des Körpers durch die Absorption äußere Stoffe mit den inneren Stoffen des Organismus zu verbinden, ermöglicht erst das Leben an sich.

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