Durchfall

Steckbrief: Durchfall / Diarrhö

  • Name(n): Durchfall; Diarrhoe
  • Art der Krankheit:
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 250 Mio. jederzeit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt
  • ICD-10 Code(s):I CD-10-GM-2017 > a00-b99 > a00-a09 > A09 /k52.9/K59.1ICD-10

Volksleiden Durchfall

DurchfallUnter Durchfall, im Fachjargon auch als Diarrhö, bzw. Diarrhoe bezeichnet, versteht man die gehäufte Entleerung (mehr als drei Mal täglich) des Darminhalts. Hierbei ist der Stuhlgang oftmals wässriger oder breiiger Konsistenz. Vor einer Therapie sollte nach Möglichkeit die Ursache für den Durchfall bekannt sein, da eine Anwendung von stopfenden Arzneimitteln nicht unbedingt vorteilhaft ist.

Grundlegend unterscheidet man zwischen zwei Arten der Diarrhö: Chronischer Durchfall und akuter Durchfall.

Eine Behandlung in unseren Breitengraden ist zumeist sehr schnell und effektiv und kein Betroffener muss ernsthafte Konsequenzen fürchten. Dennoch kann es im Rahmen einer Durchfallerkrankung durchaus auch zu gravierenderen Konsequenzen kommen. Insbesondere bei chronischer Diarrhö. Insbesondere die Entstehung von Hämorrhoiden ist ein oftmals zu beobachtendes Phänomen, bei parasitär bedingten Durchfallerkrankung. Auch die teilweise aus einer Diarrhö hervorgehende Dehydration kann immens starke negative Folgen für den betroffen Organismus haben.

Alles in allem aber sollte man sich keine Gedanken machen. Durchfallerkrankungen führen nur in den aller seltensten Fällen zu weitreichenden Komplikationen und vergehen in aller Regel nach einigen tagen wieder von selbst.

Definition: Durchfall

An Durchfall, auch als Diarrhö oder Diarrhoe bezeichnet, leidet man dann, wenn man täglich mehr als dreimal Stuhlgang ausscheidet und selbiger von wässriger oder vollkommen flüssiger Konsistenz ist. Dadurch, dass ein solches Übel zumeist über mehrere Tage hinweg andauert, kommt es nicht selten zu einer Dehydration als Folge des erhöhten Wasserverlustes. Anzeichen für eine etwaig vorliegende Dehydration äußern sich unter anderem in einem Verlust der Elastizität der Haut und allgemeiner Gereiztheit. Wirkt man einer solchen Dehydration trotz der vorliegenden Warnsignale nicht entgegen, können sich weiterdings Verminderungen der Urinausscheidungen, Blässe und eine erhöhte Herzfrequenz einstellen.

Eine sehr weiche Konsistenz des Stuhl ist bei Stillkindern zu erwarten und kein Zeichen von einem chronischen oder akuten Durchfall. Der häufigste, Gründe, die einem realen Durchfall zugrunde liegen, sind in aller Regel Infektionen des Darms durch Bakterien, Viren oder Parasiten. Ist dies der Fall spricht man von einer sog. „Gastroenteritis“ (Magen-Darm-Entzündung). Diese Art der Entzündungen springen zumeist durch Stuhl kontaminierter Nahrung oder Getränke von einem Menschen auf den anderen über. Darüber hinaus sind aber auch direkte Infektionen möglich. Beispielsweise mittels einer Schmierinfektion.

Grundsätzlich unterteilt man Durchfälle, wie bereits eingänglich erwähnt, in zwei primäre Gruppen: Chronischer und akuter Durchfall. Der akute Durchfall dauert meist nur einige wenige Tage, bisweilen auch nur wenige Stunden, an und zeichnet sich häufig durch eine besondere Heftigkeit aus. Als chronisch ist eine Diarrhö dann zu bezeichnen, wenn sie länger als zwei Wochen kontinuierlich auftreten.

Des Weiteren liegen neben Bakterien, Viren und Parasiten auch noch andere Gründe für eine mögliche Entwicklung dieser Krankheit vor. Insbesondere Unerträglichkeiten gegenüber bestimmter Lebensmittel, sowie Vergiftungen können zu teils explosionsartigen Durchfällen führen. Diese verschwinden aber in der Regel genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind. Sie sind vornehmlich als kurzfristige Abwehrreaktion des Körpers auf Schafstoffe wahrzunehmen, ähnlich einem akuten Brechreiz.


Was ist Durchfall?

Jeder Mensch litt schon einmal an Durchfall. Man kann dieser zumeist akut auftretenden Erkrankung im Laufe seines Lebens nicht entkommen. Niemand ist davor gefeit. Gerade dieser Umstand macht die vorliegende Krankheit so interessant für eine Beschäftigung. Schließlich und endlich sollte jedem daran gelegen sein zu wissen, welche Vorgänge im eigenen Körper vorgehen, wenn es zu einer Diarrhö kommt. Die dem Leiden zugrunde liegenden Ursachen können jedoch vielerlei Natur sein. Tatsächlich ist die schiere Anzahl der Auslöser kaum übersehbar groß. Es sind sowohl Viren, Bakterien, Sporen und Parasiten infrage kommen als auch Abwehrreaktionen des Körpers auf Vergiftungen, Unverträglichkeiten und sonstigem Abstoßverhalten des Körpers.

Bereits Kinder machen schon in sehr frühen Jahren erste Erfahrungen mit Durchfall. In der Tat ist eine spezielle Art der Diarrhö bei Säuglingen zu beobachten. Diese haben aufgrund der Tatsache, dass sie sich ausschließlich von Muttermilch oder einen Milchsubstitut ernähren, nicht nur einen allgemein heller eingefärbten Stuhl, sondern auch die Konsistenz desselben variiert stark von der „normalen“ Stuhlgangs. Viele junge Eltern mit wenig Erfahrung sind darauf nicht oder nur unzureichend eingestellt und vermuten aus Sorge gleich etwas Gravierendes. Davon ist jedoch eher nicht auszugehen. Zwar ist natürlich nicht grundsätzlich auszuschließen, dass auch Kinder und Säuglinge an einer konkreten Durchfallerkrankung leiden können, aber gerade ein tendenziell weicherer Stuhl bei Säuglingen liegt vollkommen im Rahmen des Normalen. Sollte man dies diesbezüglich dennoch Unsicherheiten an Tag legen kann es hilfreich sein, ein persönliches Gespräch mit der betreuenden Hebamme zu suchen oder sich Hilfe seitens eines Kinderarztes zukommen zu lassen.

Was man jedoch niemals tun sollte ist es, den Durchfall oder zumindest stark verflüssigten oder aufgeweichten Stuhl des Kindes als durchweg normal zu interpretieren und überhaupt nicht tätig zu werden. Zunächst einmal geht man ein immenses gesundheitliches Risiko ein, wenn man dieses Phänomen missachtet – nicht zuletzt schon deswegen, da es schnell geschehen kann, dass ein Kind sich in seiner mit Durchfall durchtränkten Windel sehr schnell wund liegen kann. Nässende oder gar offene Wunden in Kombination mit Fäkalbakterien sind keine Mischung und führen sehr oft zu gravierenden Infektion, die durchaus Leib und Leben des Kindes gefährden können.

Sollte das Kind komplett abgestillt sein, sollte man binnen kürzester Zeit dazu in der Lage sein, eine dauerhafte Veränderung des Stuhls festzustellen. Je nach gereichter Nahrung ist in aller Regel eine allgemeine Verhärtung desselben zu beobachten. Diese geht darüber hinaus mit einer dunkleren Färbung einher. Trifft dies nicht zu und verbleibt der Kot eher weich und hell gefärbt sollte man schleunigst einen Arzt konsultieren, da es sich hierbei durchaus um eine gravierende Darmerkrankung handeln könnte.

Aber natürlich sind nicht alleine Kinder und Säuglinge von Durchfall betroffen. Diarrhö macht vor keinem Alter halt und das ist in manchen Fällen auch ganz gut so. Besonders dann, wenn der Durchfall aufgrund einer Vergiftung entsteht, sei es durch verdorbene Lebensmittel oder die unbeabsichtigte Einnahme ungeeigneter Substanzen. In diesen Fällen ist er als eine Abwehrreaktion des Organismus auf das giftige Material zu verstehen. Dies ist jedoch nur ein Grund. Darüber hinaus gibt es keine nicht zu überblickende weitere Anzahl an potentiellen Ursachen, die eine Diarrhö begünstigen können.

Die im Rahmen einer solchen Erkrankung auftretenden Symptome sind sich von Fall zu Fall meist sehr ähnlich. Sicherlich gibt es stets gewisse Unterscheide, insbesondere in Hinblick auf die Auslösenden Faktoren, aber dennoch kann man allgemein davon ausgehen, dass es sich bei einer akuten Diarrhö zumeist um ein nicht sehr fallspezifisches Leiden handelt. Gerade zu Beginn und vor dem Einsetzen des eigentlichen Weicherwerdens oder Sichverflüssigen des Stuhl treten bereits erste Symptome auf, die mehr oder weniger klar auf die Krankheit selbst verweisen. Besonders häufig lassen sich Magenschmerzen oder regelrechte Koliken beobachten. Diese können teilweise sehr schmerzhaft sein und machen das Hauptleiden dieser an sich relativ schmerzfrei verlaufenden Erkrankung aus.

Auch eine allgemeine Übelkeit kann sich einstellen, die wird darüber hinaus sehr häufig von einem akuten Brechreiz begleitet. Die Kombination aus Durchfall und Erbrechen ist zumeist die körpereigene Reaktion auf die Einnahme eines nicht gut vertragenen oder abbaubaren Stoffes. Auch die Einnahme giftiger Substanzen zieht oftmals eine derartige Reaktion des Organismus nach sich. Je heftiger Diarrhö und Brechreiz sind, desto stärker war zumeist auch die initiale Vergiftung. Besonders häufig kommt dies bei einer Lebensmittelvergiftung vor. Nach dem Genuss verdorbener Viktualien dauert es in aller Regel nicht sehr lange, bevor sich erste Symptome zeigen. Zunächst spürt man einen kneifenden und kaum auszuhaltenden Schmerz in der Magengegend. Anschließend wird einem schlecht und es kommt zu Erbrechen und Durchfall. Teilweise sehr heftig, lange und stark. Oftmals ist es einem in diesem Zustande nicht möglich, bei einem Arzt vorstellig zu werden. Sollte dies aber notwendig sein, ist es am besten, den medizinischen Notdienst zu verständigen.

Überhaupt sollte man sich mit starken Durchfällen immer einem Arzt präsentieren. Besonders dann, wenn diese länger anhalten als zwei bis drei Tage. Diarrhö entzieht dem Körper eine immense Menge an Wasser, Elektrolyten und Salzen. Folgen eines Mangels dieser Substanzen sind unter anderem Schwindel, Verwirrtheit, Schwäche, Dehydration und Ohnmacht. Sollte man von fachkundiger Hilfe, aus welchen Gründen auch immer, absehen, so ist es nicht auszuschließen, dass der Verlust der soeben genannten Stoffe zu einer Mangelversorgung des Organismus führt, die sich sogar im Ableben des Patienten äußern kann. Gerade ältere Menschen erleiden dieses Schicksal relativ häufig. Somit kommt es selbst in unseren Breiten jährlich zu mehreren Todesfällen, die direkt auf Dehydration durch Durchfall zurückzuführen sind.

Darum sollte sich jeder Betroffene nach Ablauf einer etwa drei tägigen Wartefrist ärztlich behandeln lassen. Diese Wartefrist wird jedoch vollkommen nicht, wenn es sich um besonders heftige Durchfälle handelt. Die Diagnose kann relativ kompliziert sein. Zwar ist die Diarrhö als leiden sehr schnell identifiziert und es bedarf zumeist keiner allzu weit reichenden Tests, aber die genauen Ursachen, die hinter den Durchfällen stecken, sind nicht immer eindeutig. Darum steht am Anfang einer jeden Diagnose zumeist eine sehr gründliche Anamnese, also das Gespräch mit dem Patienten. In diesem versucht der Arzt herauszufinden, ob es sich möglicherweise um eine Abwehrreaktion des Körpers auf einen Giftstoff handelt oder eventuell doch um eine bakterielle oder virale Infektion. Darum kann es für den behandelnden Arzt entscheidend sein, sich mit klinischen Test weiterzuhelfen. Zu diesen gehören neben Untersuchungen des Blutes ebenso Abstriche sowie Kotproben.

Die Behandlung erfolgt schließlich je nach festgestellter Ursache. Zwar gibt es Medikamente, die gegen eine Durchfallerkrankung helfen können, dennoch sind auch Hausmittel bei einer solchen oftmals gut geeignet und zu gebrauchen. Nichtsdestotrotz sollte man in besonders schweren Fällen besser der Schulmedizin vertrauen. Zwar können geriebene Äpfel einiges ausmachen, man sollte sich aber nicht gänzlich auf diese verlassen, insbesondere dann nicht, wenn das betroffene Individuum allgemein zu Schwäche neigt.

Abschließend sei noch erwähnt, dass es sich bei Durchfällen um ein sehr häufig auftretendes Phänomen handelt, dass man zwar nicht stiefmütterlich behandeln, aber dem man auch keine allzu große Bedeutung beimessen sollte. Manchmal kommt es einfach vor, dass der Stuhl sich verflüssigt. Kritisch wird es erst, wenn dieser Zustand länger anhält als drei Tage und / oder besonders heftig und hochfrequent ist.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen für einen Durchfall können sehr zahlreich sein, dazu im Folgenden eine kurze Übersicht:

  • Viren – Viren, die Durchfälle bedingen können, sind unter anderem Norwalk Viren, der Cytomegalovirus sowie virale Hepatitis. Darüber hinaus sind Rota-Viren besonders häufig für akute Diarrhö bei Kindern verantwortlich.
  • Bakterien und Parasiten – Kontaminierte Nahrungsmittel under Getränke können dafür verantworlich sein, dass durchfall-auslösende Bakterien oder Parasiten in den Körper gelangen. Parasiten wie Kryptosporidien oder Giardia lamblia treten hierbei besonders häufig in Erscheinung. Häufig verantwortliche Bakterien sind dabei unter anderem Campylobacter, Salmonellen und E-Coli. Vornehmlich begegnen Personen der ersten Welt diesen Bakterien und Parasiten auf längeren Fernreisen. Darum bezeichnet man Durchfälle im Urlaub auch landläufig als „Reisedurchfall“ oder „Montezumas Rache“.
  • Medikamente – Viele Medikamente verursachen Durchfälle als eine mögliche Nebenwirkung. Hierzu gehören vorallem Antibiotika und ebenso viele Krebsmedikamente.
  • Unverträglichkeit gegenüber Laktose – Bei Laktose handelt es sich um einen speziellen Milchzucker, den viele erwachsene Personen nicht vertragen. Konsumieren sie dennoch Milch oder Milchprodukte kommt es deswegen zu Abwehrreaktionen des Körpers, die sich nicht selten als Durchfälle präsentieren.
  • Fruktose – Ähnlich wie bei der Laktose, gibt es auch Personen, die unter einger Unverträglichkeit gegenüber von Fruktose leiden. Hierbei handelt es sich um die natürlich in Obst und Honig vorkommenden Zucker. Auch diese können ggf. Durchfälle zur Folge haben.
  • Künstliche Süßungsmittel – Gewisse künstliche Süßstoffe verursachen Diarrhö, wenn man sie in zu großen Mengen aufnimmt. Hierunter fallen insbesondere zuckerfreie Kaugummis und Bonbons.

Die oben angeführten Beispiele sind jedoch nur eine kleine Auswahl der potentiellen Auslöser. Die tatsächliche Anzahl etwaiger ausschlaggebender Faktoren ist unüberschaubar groß und individuell sehr unterschiedlich. Zwar ist das Durchfallleiden als solches in seinem Auftreten sehr stringent, aber die ihm zugrunde liegenden auslösenden Ursachen könnten von Individuum zu Individuum verschiedener kaum sein.

Individuelle Unverträglichkeiten aller Arten können dazu führen, dass sich der Stuhl verflüssigt und es zu einer Diarrhö kommt, dasselbe gilt auch für die Aufnahme leicht oder stark giftiger Substanzen. Darüber hinaus werden sehr viele andere Erkrankungen von Durchfall begleitet. Insbesondere Erkältungen, grippale Infekte und Influenza. Aber auch heftiger Kopfschmerz, Überanstrengungen und zu große Hitze können dafür sorgen, dass sich eine Diarrhö einstellt. Die potentiellen Auslöser sind also schier nicht zu überblicken.

Man kann sich folglich auch schlecht spezifisch gegen etwaige Ursachen schützen. Sicherlich ist es einem grundsätzlich möglich, das Risiko eines Ausbruchs durch ein vorausschauendes Verhalten zu minimieren, dennoch ist grundsätzlich davon auszugehen, dass es jederzeit jeden treffen kann. Und meistens ist es auch nicht weiter dramatisch. Sicherlich ist Durchfall keine allzu angenehme Angelegenheit, dennoch sollte man nicht überreagieren und bedenken, dass es sich doch in den meisten Fällen um keine allzu dramatische Krankheit handelt.

Darüber hinaus kann man im Laufe seines Lebens versuchen, die eigenen Risikofaktoren zu erkennen und lernen diese zu vermeiden. Damit ist oftmals schon viel gewonnen und Durchfälle stellen sich wesentlich seltener ein. Dies gilt besonders für Personen mit Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln oder Getränken. Der bloße Verzicht auf diese Stoffe wirkt oftmals wahre Wunder. Sicherlich hilft ein solches Verhalten nicht gegen eine Infektion mit Viren oder Bakterien, aber dennoch handelt es sich um den Ausschluss vermeidbarer potentieller Ursachen und daran sollte jedem gelegen sein.

Wer also vorsichtig durchs Leben geht, Wert auf eine ausreichende Hygiene legt, potentiell den Durchfall fördernde Lebensmittel außen vor lässt und sich auch sonst vorausschauend verhält, der schafft damit eine Grundlage, sehr selten an dem vorliegenden Leiden zu erkranken.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome von Durchfall sind meist sehr ähnlich, sprich nicht besonders fallspezifisch. Hierzu gehören unter anderem:

  • Wässriger, breiartiger oder blutiger Stuhlgang
  • Blähungen (Teils sehr stark. Tragen darüber hinaus zum sog. „explosionsartigen Durchfall“ bei)
  • Bauschmerzen und Koliken
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen

Darüber hinaus können Durchfälle allerdings auch vollkommen symptomfrei auftreten. Ist dies der Fall sollte man einen Arzt aufsuchen, insbesondere dann, wenn dieser Zustand über einen längeren Zeitraum hinweg anhält. Die Gründe für schmerzfreie und spontan scheinende Durchfälle können banal, aber auch sehr schwerwiegend sein.

Zumeist sind geringfügige Unverträglichkeiten der Grund, die man nicht näher beachten muss. Allerdings können ebenso Darmkrebs, Vergiftungen, Diabetes Typ 2 oder chronische Stoffwechselprobleme der hierfür vorliegende Grund sein. Darum sollte man so etwas nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich Hilfe suchen.

Alles in allem also sind sich die Symptome von Fall zu Fall relativ ähnlich und weisen keine allzu gravierenden Unterscheide auf. Dennoch kann es durchaus vorkommen, dass Diarrhö sich von Individuum zu Individuum unterschiedlich zeigt. Diese Differenzen mögen teilweise nur gering sein, dennoch sind sie nicht auszuschließen. Zumeist geben sie Hinweise darauf, welche Ursachen dem jeweiligen Durchfallleiden zugrunde liegen. Gerade darum ist es wichtig während der Diagnose nicht mit Details hinter dem Berg zu halten, auch wenn die zunähst unangenehm erscheinen mögen. Je offener und genauer man über sein Leiden spricht, desto wahrscheinlicher ist es, dass der behandelnde Arzt die zugrunde liegenden Ursachen korrekt einschätzt und somit auch die Heilung schneller vorantreiben kann.

Sollte sich beispielsweise Blut im Stuhl befinden ist dies ein Warnsignal, das man auf keinen Fall ignorieren sollte. Zwar können die hiervor verantwortlich zu machenden Gründe durchaus banal sein, müssen sie aber nicht! Es können nicht nur allgemeine innere Blutungen vorliegen, sondern auch auch andere Gründe wie Krebs, Darmgeschwüre, Magenbluten uvm. – auch Hämorrhoiden können hierfür verantwortlich zu machen sein.

Alles in allem aber sind sich Symptome und Anzeichen von Fall zu Fall sehr ähnlich und es mit keiner allzu großen Varianz derselben zu rechnen. Sollten die Symptome jedoch nicht binnen einer Frist von zwei bis drei tagen merklich zurückgehen oder vollends von alleine verschwunden sein, sollte man nicht weiter zögern und sofort einen Arzt aufsuchen. Allzu lang anhaltende Durchfälle sind meist ein Zeichen gravierenderer Erkrankungen, im Rahmen derer die Diarrhö nur als Nebenerscheinung auftritt.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Diarrhö zu diagnostizieren ist zumeist keine besondere Herausforderung, die genauen Hintergründe derselben zu beleuchten, kann jedoch fallspezifisch sehr kompliziert sein. Insbesondere dann, wenn keine augenscheinlichen Gründe, wie beispielsweise eine Grippe, vorliegen.

Zunächst erhebt der behandelnde Arzt in aller Regel eine Anamnese, also ein Patientengespräch, das die Krankengeschichte klären und somit Aufschlüsse auf etwaig verantwortlich zu machende Vorerkrankungen und dergleichen mehr liefern kann. Des Weiteren ist es für den Arzt wichtig abzuklären, ob und wenn ja welche Medikamente der Betroffene aktuell zu sich nehmen muss. Denn Medikamente, wie bereits erwähnt, verursachen nicht selten Durchfälle als Nebenwirkung. Ist dies der Fall, können Arzt und Patient darüber nachdenken, ob nicht ein anderes Medikament sinnvoller für die Behandlung wäre oder ob der Nutzen des medizinischen Präparates den Aufwand des Durchfalls wert ist.

Ist dieses Vorgehen jedoch immer noch nicht eindeutig, so kann sich der zuständige Mediziner einer ganzen Reihe klinischer Tests, bedienen, die ihn eventuell näher an die Lösung des Problems rücken lassen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Blutproben: Diese sind zu entnehmen, um entzündliche prozesse im Körper nachweisen zu können, die ggf. auch für den vorliegenden Durchfall verantwortlich sind.
  • Stuhlprobe: Wenn Anamnese und Bluttest zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führen konnten, ist es bisweilen unabdingbar, dass der Patient eine Stuhprobe zur Untersuchung abgibt. Besonders Parasiten lassen sich mithilfe dieser Methode sehr leicht identifizieren.
  • Darmspiegelung: In besonders schwierigen Fällen, ist eine Spiegelung des Darms unabdingbar. Hierbei begutachtet der zuständige Arzt die Innenwände des Darms und sucht sie nach potentiellen Krebsgeschwüren ab.

Alles in allem gestaltet sich eine Diagnose also sehr einfach und es gibt kaum Probleme. Zumindest wenn es darum geht, den Durchfall an sich festzustellen, ungleich schwieriger wird es jedoch, wenn
man versuchen will die dem Durchfall zugrunde liegenden Ursachen zu erkennen und anzusprechen. Diese können, wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, sehr vielfältiger Natur sein und sich daher nicht immer leicht fassen lassen.

Nicht zuletzt darum ist es von absoluter Notwendigkeit, dem Arzt vollkommen offen darüber Auskunft zu erteilen, welche Beobachtungen man selbst seine Diarrhö betreffend anstellen konnte. Auch wenn die Weitergabe dieser Informationen unangenehm erscheinen mag, helfen sie dem behandelnden Arzt doch immens dabei, die Diagnose nicht nur schnell, sondern auch möglichst fehlerfrei zu stellen.

Alles in allem aber sollte man sich wegen der meisten Durchfälle ohnehin keine allzu großen Sorgen machen. Oftmals handelt es sich um sehr banale Initiatoren und man tut gut daran, die Sache schlicht und einfach von alleine ausheilen zu lassen. Nicht jede Erkrankung macht einen Besuch beim Arzt erforderlich. Es schadet jedoch auch nicht, sich, sollte man den Verdacht hegen, es möge sich um etwas Gravierenderes handeln, dennoch untersuchen zu lassen.

Anschließend also sei abermals angeführt, dass eine Diagnose in aller Regel sehr schnell und und effektiv von statten geht und einem darüber hinaus auch meistens sehr zeitnahe zu merklicher Linderung verholfen werden kann. Dennoch sollte man sich ggf. auch darauf einstellen, dass sich der diagnostische Prozess etwas in die Länge zieht, insbesondere dann, wenn die Ursachen nicht klar auf der Hand liegen und darum nur schwer zu ermitteln sind.

Krankheitsverlauf

Da es sich bei der Diarrhö um eine eine, wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, nicht sehr fallspezifische Erkrankung handelt, dürfte es nicht weiter überraschen, dass auch die korrespondierenden Verläufe in aller Regel eher stringent und gleichbleibend sind. Lediglich die zugrunde liegenden Ursachen können den Verlauf maßgeblich beeinflussen.

Zunächst einmal ist davon auszugehen, dass sich eine Diarrhö tendenziell eher plötzlich und mit sehr wenigen Vorwarnungen einstellt. Sicherlich kommt es häufig zu einem initialen Magenschmerz oder einer Übelkeit, diese tritt aber in aller Regel unmittelbar vor Einsetzen des Durchfalls an sich ein und ist somit kaum als Warnsignal hilfreich. Man könnte sie höchstens als eine Art verspäteten Vorboten verstehen.

Auch baut sich eine Durchfallerkrankung nicht nach und nach auf und wird von Mal zu Mal stärker. Die Diarrhö trifft einen initial zumeist mit derselben Wucht, die sie auch aufweist, wenn sie wieder vergeht. Zwar können die einzelnen „Attacken“ mehr oder weniger stark sein, dies ändert aber nichts daran, dass die Intensität des Durchfalls zumeist die gesamte Dauer des Leidens über gleichbleibend stark und unverändert ist.

In aller Regel ist davon auszugehen, dass sich der Durchfall von alleine auskuriert. Sollte dies binnen zwei bis drei Tagen jedoch nicht der Fall sein, so ist es möglich, dass eine gravierendere Ursache zugrunde liegt und man kommt um einen Besuch in der Praxis nicht mehr herum. Diese Fälle treten jedoch sehr selten auf.

Etwas anders verhält es sich mit chronischen Durchfällen. Manche Personen leiden unter einer chronischen Diarrhö, die entweder ein konstanter Begleiter für diese Individuen ist oder in gewissen Abständen immer wieder auftritt. Insbesondere Personen mit massiven parasitären Belastungen in Magen und Darm erleiden oftmals ein solches Schicksal. Ist dies der Fall sollte man sich selbst beobachten und etwaige Warnsignale zu deuten lernen. Zwar wird hierdurch die Intensität der Krankheit nicht gemindert, wohl aber ist es möglich, dass man bereits a priori auf eine sich etwaig einstellende Attacke reagieren und sich beispielsweise in Richtung eines Aborts bewegen kann, bevor es zu spät ist. Damit ist ziemlich vielen Personen oftmals schon sehr geholfen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Jeder Mensch auf dem Planeten hat im Laufe seines Lebens Erfahrungen mit Durchfall gemacht. Es gibt keine Ausnahmen. Damit rangiert dieses Leiden unter den weltweit am häufigsten auftretenden Krankheiten aller Zeiten. Nicht immer aber verläuft eine Diarrhö harmlos. Gerade in unterentwickelten Ländern kommt es nicht selten vor, dass ein Durchfall tödlich für den Betroffenen endet. Tatsächlich ist das vorliegenden Leiden mit 16% die zweithäufigste Todesursache für Kinder weltweit. Lediglich Lungenentzündungen raffen mehr Kinder dahin, als die Diarrhö.

Besondere Häufungen dieser Erkrankung findet man in Zentral- und Westafrika sowie im Osten Asiens. Aber auch Indien und einige Staaten Südamerikas sind besonders stark von Durchfällen betroffen. Dies liegt nicht selten an den schlechten und minderwertigen hygienischen Bedingungen, die in vielen ärmeren Wohngebieten dieser Regionen vorherrschen. So ist es nicht weiter überraschen, dass sich tödlich endende Durchfallerkrankungen zumeist in Slums und Favelas ausbreiten.

Obwohl die Zahlen nur schwer zu fassen sind, kann man wohl grob davon ausgehen, dass pro Jahr etwa 700.000 Kinder an Diarrhö sterben. In Europa und Nordamerika liegt diese Zahl deutlich niedriger.

Die aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind, wie bereits erwähnt, von äußerster Wichtigkeit für die nachfolgende Behandlung. Dies liegt daran, dass Durchfälle nicht selten mit Unverträglichkeiten oder Vergiftung zusammen hängen, die nur auf diese Weise aufzudecken sind. Darum ist eine gewissenhafte und genaue Auswertung der Daten von höchster Priorität.

Insbesondere Laktose-Intoleranz und Fruktose-Intoleranz lassen sich oftmals im Rahmen einer solchen diagnostischen Ermittlung herausfinden und oder bestätigen. Aber auch Gifte lassen sich dergestalt nachweisen. Das ist besonders dann von großer Hilfe für den Patienten, wenn es sich um Schadstoffe handelt, die beispielsweise in der Wohnung vorkommen. So wie Schimmel oder verseuchte Baustoffe. Dasselbe gilt aber auch für den Umgang mit gefährlichen Materialien am Arbeitsplatz. Auch diese können den Körper leicht vergiften und somit eine Diarrhö bedingen. Es ist darum wichtig für den Betroffenen zu wissen, was genau für sein Leiden verantwortlich ist, um ggf. entsprechende Konsequenzen ziehen zu können.

Diagnosedaten

Wie bereits erwähnt, fallen bei einer Diagnose nicht allzu viele Daten an, die man auswerten müsste, um die Diagnose „Diarrhö“ stellen zu können. Diese Krankheit ist meist allein durch die Erzählungen des Patienten schon sehr evident. Diagnosedaten fallen erst dann an, wenn die Ursache für den Durchfall nicht gleich zu ermitteln ist und / oder die Diarrhö ungewöhnlich lange oder ungewöhnlich heftig verläuft. Ist dies der Fall, so ist es in aller Regel unumgänglich, dass man sich nicht nur von einem Arzt medizinischen untersuchen lässt, sondern auch, dass selbiger klinische Tests vornimmt. Diese wiederum liefern auswertbare Daten, die in aller Regel dabei helfen können, den Auslösern für das vorliegende Leiden auf die Schliche zu kommen. Da diese jedoch sehr mannigfaltig sein können ist es wichtig, bei der Auswertung und bei der Bewertung derselben äußerste Vorsicht walten zu lassen und sie nicht durch hast und Unaufmerksamkeiten zu verfälschen. Denn nicht selten kommt es vor, dass man eine Durchfallerkrankung eher stiefmütterlich behandelt, da geht es Ärzten nicht anders als Patienten – hierdurch entstehen diagnostische Fehler, die später zu Fehler in der Behandlung werden können.

Aber es hilft auch nicht, den Teufel an die Wand zu malen. Man kann durchaus davon ausgehen, dass die moderne Schulmedizin und der behandelnde Arzt dazu in der Lage sind, die gewonnenen Daten korrekt und effizient auszuwerten und zumindest begründete Spekulationen darüber anzustellen, welcher auslösende Faktor dem individuellen Fall zugrunde liegt.

Solche Tests können sich aufgrund der Vielzahl etwaiger Gründe oftmals sehr in die Länge ziehen und sorgen darum unter anderem für immense Wartezeiten, in denen der Patient oftmals nur notdürftig gegen den Durchfall medikamentös eingestellt werden kann – somit ist für den Wartezeitraum damit zu rechnen, dass man weiterhin gegen sein Durchfallleiden ankämpfen muss. Zumeist lohnt sich das warten aber, da eine genaue und korrekte Diagnose der einzige Weg zu einer korrekten Ansprache der Ursachen ist und gleichsam auch der einzige Weg zu einer effektiven und ausreichenden Behandlung oder Therapie.


Komplikationen bei der Krankheit

Die mit Abstand am häufigsten auftretende Komplikation bei einer Diarrhö ist Dehydration. Eine solche kann sehr schnell lebensgefährliche Ausmaße annehmen, insbesondere dann, wenn es sich bei den Erkrankten um Kinder, alte Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem handelt. Nichtsdestotrotz manifestiert sich eine Dehydration in Erwachsenen und Kindern meist unterschiedlich. Darum hierzu im Folgenden jeweils eine Übersicht.

Symptome einer Dehydration bei Erwachsenen

  • Sehr starker Durst
  • Trockener Mund oder Trockene Haut
  • Ausbleiben von Harndrang
  • Schwäche, Schwindel und Schwierigkeiten bei der Orientierung
  • Müdigkeit
  • Dunkle Einfärbung des Urins

Symptome einer Dehydration bei Kindern

  • Keine Nässe über einen Zeitraum von drei Stunden in der Windel festzustellen
  • Trockener Mund und / oder trockene Zunge
  • Fieber über 39 C°
  • Weinen ohne Bildung von Tränen
  • Benommenheit, Gereiztheit, geistige Abwesenheit
  • Wangen und / oder Magen wirken eingefallen

Dehydration ist bei Allem keine Sache, mit der man Spaßen sollte! Sie führt nicht selten zu schweren medizinisches Langzeitschäden oder gar zum Tode. Insbesondere ältere Menschen sterben oftmals den Folgen einer Dehydration durch Durchfall. Somit handelt es sich bei dieser Krankheit durchaus um nicht, dass man leichtfertig abtun sollte. Auch kleine Kinder sind besonders stark von Tod durch Dehydration gefährdet. Es ist darum notwendig, ein Auge darauf zu haben, wie sich ältere oder jüngere Mitmenschen, die von Durchfall betroffen sind verhalten. Erscheinen sie abgeschlagen, matt und schwächlich, könnte es daran liegen, dass sie dehydriert sind. Die einfach Gabe von Wasser kann hierbei schon helfen und oftmals ein düsteres Schicksal vermeiden.

Darum sind besonders Eltern von erkrankten Kleinkindern sowie Personen aufgerufen, die alte Verwandte privat pflegen, ein gesondertes Augenmerk darauf zu legen, dass sich die Individuen unter ihrem Schutz angemessen verhalten und es nicht vernachlässigen, genügend Wasser zu sich zu nehmen. Man sollte Wasser an dieser Stelle lediglich mit Kräutertee substituieren und mit sonst nichts! Alle anderen Flüssigkeiten erbringen icht denselben Effekt. Besonders nicht Cola, wie sehr sehr gerne, aber dennoch fälschlicherweise bei Durchfallerkrankungen gereicht wird.

Wie gerade erwähnt, sind Komplikationen bei der vorliegenden Krankheit durchaus möglich, dennoch sollte man sich nicht zu viele Gedanken darüber machen, sind sie in aller Regel doch eher harmlos. Nach einer erfolgreichen Behandlung besteht immer die Möglichkeit, dass es zu einem erneuten Ausbruch von Durchfall kommt. Die wohl größte Gefahr, die von dieser Erkrankung ausgeht, ist die Tatsache, dass sehr stark betroffene Personen bleibenden Schäden, wie beispielsweise Hämorrhoiden, zu befürchten haben. Zudem verläuft eine solche Infektion nicht immer ganz schmerzfrei und man sollte sich, je nach Betätigungsfeld, auf einige harte Tage einstellen. Dies gilt besonders dann, wenn man berufsbedingt viel unterwegs ist und keiner primär sitzenden Tätigkeit nachgeht.

In einzelnen Extremfällen können die verantwortlichen Erreger zudem das Immunsystem des Wirts angreifen und merklich schwächen. Dies sollte bei Personen mit einer normal ausgeprägten körperlicher Abwehr jedoch nicht geschehen. Wesentlich häufiger betroffen hiervon sind Diabetiker, Personen, die an hiv oder aids leiden, Chemotherapie bekommen oder solche, die durch Alter oder Vorerkrankungen geschwächt sind.

Alles in allem sollte einem jedoch klar sein, dass die zu erwartenden Komplikationen bei einer Diarrhö eher geringfügiger Natur sind und man in aller Regel keine besonders großen medizinischen Zwischenfälle zu fürchten hat. Nichtsdestotrotz kann es sich im Zweifelsfalle anbieten, den Arzt gesondert auf das Thema anzusprechen, wenn man zu einer Risikogruppe gehört.

Grundsätzlich also sei noch einmal zusammenfassend erwähnt, dass die zu erwartenden Komplikationen eher geringfügiger Natur sind und man kaum fürchten muss, von einer Durchfallerkrankung Langzeitschäden davonzutragen – gleichwohl diese durchaus auftreten können. Des Weiteren ist damit zu rechnen, dass man als Erkrankter zunächst hochgradig ansteckend ist. Darum kann es sehr nützlich sein, sich von anderen Menschen fernzuhalten, solange das Leiden anwährt. Insbesondere Eltern sind an dieser Stelle dazu aufgerufen, ihre erkrankten Kinder von nicht erkrankten Kindern fernzuhalten, bis diese nicht mehr ansteckend sind. Alles andere wäre seinem eigenen Nachwuchs und dem Nachwuchs anderer Leute gegenüber hochgradig verantwortungslos.

Reizdarm

Bei allzu lang anhaltenden chronischen Durxchfällen kann es im Laufe der Jahre dazu kommen, dass sich gewisse andere Leiden des Darm einstellen, hierzu gehört unter anderem der sog. „Reizdarm“.

Unter dem Begriff Reizdarm werden eine Reihe chronischer gastrointestinaler Störungen (den Magen-Darm-Trakt betreffende Störungen) zusammengefasst, die sich nicht auf eine andere Erkrankung zurückführen lassen. Im Wesentlichen handelt es sich um eine gesteigerte Sensitivität der Darmregion, die den normalen Verdauungsvorgang stört und unterschiedliche Symptome hervorrufen kann. Unterteilt wird der Reizdarm in vier verschiedene Typen:

  • Reizdarm mit überwiegend Verstopfung
  • Reizdarm mit überwiegend Durchfall
  • gemischter Typ mit Durchfall und Verstopfung im Wechsel
  • Reizdarm mit Schmerzen im Unterbauch normalem Stuhlgang

Die die Krankheit definierenden Symptome können über einen kurzen oder langen Zeitraum auftreten. Hierbei sind einige Jahre lang dauernde Krankheiten durchaus keine Seltenheit. Zusätzlich zu den ohnehin schon sehr stark die Lebensqualität einschränkenden Symptomen dieses Leidens, kommen auch noch andere Auswirkungen dazu, die dafür sorgen können, dass dem Betroffenen das Leben ungleich schwerer wird, als nicht-betroffenen Personen. Aufgrund der vorliegenden Erkrankung kommt es nämlich nicht selten vor, dass man nicht mehr dazu in der Lage ist, die Schule oder den Arbeitsplatz regelmäßig zu besuchen. Häufige Fehlzeiten sind einzurechnen, die sich wiederum negativ auf das allgemeine Leistungsprofil auswirken dürften.

Im Rahmen dieser negativen Entwickelungen kann es darüber hinaus auch dazu kommen, dass soziale Ängste oder Phobien entstehen, die wiederum in einer Depression oder einer anderen seelischen Missstimmung münden. Somit lässt sich klar bemerken, dass das vorliegende Leiden nicht nur den Darm angreift, sondern oftmals auch die Psyche.

Nach dem derzeitigen Stande der Schulmedizin gibt es noch keine Kur für diese Erkrankung. Die behandelnden Ärzte richten ihre Therapie hauptsächlich darauf aus, die entstehenden Symptome zu lindern. Die Ursachen selbst können im Rahmen einer solchen Behandlung jedoch nicht effektiv bekämpft werden. Dies ist unter anderem einer zahlreichen Gründe, die zu einer recht langen durchschnittlichen Dauer dieses Leidens führen.

Alles in allem sollten sich Betroffene also darauf einstellen, dass sie im Laufe dieses Leidens viele Probleme entwickeln, die nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Psyche angreifen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Auch bei der Frage danach, wann es notwendig ist, einen Arzt aufzusuchen, muss man dem Alter des Betroffenen Rechnung tragen und zwischen Kind und Erwachsenem unterscheiden.

Ein Arztbesuch für einen Erwachsenen ist nötig, wenn …

  • die Durchfälle länger als zwei oder drei Tage andauern
  • man trotz gleichbleibendem Trinkverhaltens Opfer von Dehydration ist
  • immens starke Schmerzen im Bereich des Magens, des Darms oder des Rektums vorliegen
  • die Farbe des Stuhls dunkler als gewöhnlich ist oder sich Blut in demselben befindet
  • man ein Fieber entwickelt, das höher ist als 39 C° und länger als einen oder zwei Tage anhält

Ein Arztbesuch für ein Kind ist nötig, wenn …

  • das Kind dehydriert oder austrocknet
  • der Nachwuchs Fieber entwickelt, das höher ist als 39 C° und länger als einen oder zwei Tage anhält
  • das Kind Blut ausscheidet

Darüber hinaus sollte man möglichst zeitnahe einen Arzt aufsuchen, wenn man vermutet, dass man an einer unverhältnismäßig starken Diarrhö leiden könnte oder eines oder mehrere der oben genannten Symptome aufweist. Dasselbe gilt für Eltern, deren Kinder besagte Symptome aufweisen. Je früher die Ursachen einer Durchfallerkrankung erkannt wird, desto besser ist sie in den Griff zu bekommen und desto weniger Folgeschäden sind zu erwarten.

Nicht zuletzt deswegen bietet es sich an, auch schon kleinsten Verdachtsmomenten nachzugehen und sich entsprechend untersuchen zu lassen. Auch sollte man es nicht vernachlässigen regelmäßig zum Arzt zu gehen, nachdem man bereits mit einer chronischen Diarrhö diagnostiziert wurde. Es handelt sich bei diesem Leiden zwar nicht um eine sehr behandlungsintensive Krankheit, aber dennoch ist es förderlich, wenn man sich bemüht, ihr Herr zu werden und sie nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Alles in allem ist es also von größter Wichtigkeit, einen Besuch beim zuständigen Mediziner nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort bei einem solchen vorstellig zu werden. Denn es gilt an dieser Stelle, wie es ebenso für alle anderen Krankheiten gilt, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Überhaupt sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass es immens förderlich für die Heilung und / oder Behandlung einer Krankheit ist, wenn man diese früh erkennt und also früh attackieren kann. Jede Minute, die verstreicht, ohne das eine Behandlung stattfindet, ist eine Minute zu viel. Diesbezüglich sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

Insbesondere Eltern sind aufgefordert, auf etwaig verdächtige Verhaltensmuster ihres Nachwuchses zu achten, selbiges gilt für Personen, die entweder beruflich oder privat ältere Menschen pflegen. Besonders gilt dies aber für Kleinkinder. Gerade weil Kleinkinder besonders häufig an Durchfällen oder anderen Darmkrankheiten leiden. Auch Jugendliche sollten diesbezüglich überwacht werden. Ein gutes Zureden seitens der Eltern ist also bisweilen durchaus angebracht und kann dabei helfen, das Kind gesund zu halten. Und das sollte nicht nur im Interesse des Kindes selbst, sondern auch im Interesse der Eltern oder Erziehungsberechtigten liegen.

Behandlungsmethoden & Therapie

An erster Stelle der Behandlung steht der Ausgleich der Wasserverluste sowie der Elektrolytverluste z.B. mit Oralpädon (WS: Glucose, NaCl, KCL, Natriummonohydrogencitrat). Es ist hierbei sehr wichtig, dass man bei Durchfall viel trinkt. Wichtig: Kalorien raus, Flüssigkeit rein!

Stopfende Medikamente sind sinnvoll um größeren Verlusten von Wasser und Elektrolytenvorzubeugen. Dieses lässt sich beispielsweise mit Aktivkohle, Apfelpektin oder auch einer Uzara Lösung N (WS: Uzarawurzeltrockenextrakt) bewerkstelligen. In der Selbstmedikation ist Imodium akut (WS: Loperamid) für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren zur symptomatischen Behandlung von Durchfall zugelassen. Bei Besserung sofort absetzen und nicht länger als 2 Tage einnehmen.

Bei besonders schweren Fällen kann es notwendig sein, dass der Patient an einen Tropf angehängt werden muss, um verlorene Flüssigkeiten wieder auszugleichen. Hierzu ist darüber hinaus eine stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus notwendig. Zumeist reicht es aber vollkommen aus, wenn man die verlorene Flüssigkeit mittels eines erhöhten Wasserkonsums wieder auffängt. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass man tatsächlich nur Wasser oder medizinisch aufbereitete Präparate zu sich nimmt. Säfte, Tee, Kaffee und Limonaden führen nicht selten zu einer allgemeinen Verschlimmerung der Situation. Mit dem Essen von leichten Suppen dagegen kann man in der Regel nicht viel Falsch machen und dem Körper überdies auch wieder Flüssigkeit und Salz zuführen.

Alles in allem sind stationäre Behandlungen aufgrund von Durchfällen eher selten und nur in extremeren Fällen wirklich notwendig. Dies gilt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Nichtsdestoweniger sollte man auch bei einer Behandlung in den eigenen vier Wänden darauf achte, mögliche schadhafte Einflüsse vom Betroffenen fernzuhalten, um ihm eine möglichst rasche und zügige Genesung beschweren zu können.

In den häufigsten Fällen ist einer Diarrhö mit einer speziellen Ernährungstherapie beizukommen. Zusammen mit einem Ernährungsberater wird hier ein Plan erstellt, der gezielt auf die Bedürfnisse eines Patienten abgestimmt wird. Oft wird darum gebeten, ein Ernährungstagebuch zu führen, um mögliche Quellen einer Darmbelastung ausfindig zu machen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können darüber hinaus auch probiotische Produkte die Darmtätigkeit verabreicht werden. Probiotika sind Mikroorganismen, meist Bakterien, die im Normalfall bereits im Darm vorhanden sind und sich für die Bildung einer gesunden Darmflora verantwortlich zeichnen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine Diarrhö lässt sich sich auf auf vielerlei Arten vermeiden. Hierunter fallen z.B.:

  • Regelmäßiges waschen – Wer sich sowohl vor und nach der Zubereitung des Essen, als auch vor der Aufnahme desselben die Hände wäscht, beugt in großem Maße einer viralen Infektion, die ggf. zu Durchfall führen kann, vor. Darüber hinaus sollte man sich auch nach dem Gang zur Toilette, sowie nach dem Husten oder dem Niesen die Hände waschen oder desinfizieren.
  • Impfung – Es ist möglich, sich gegen das Rota-Virus impfen zu lassen. Hierbei handelt es sich um einen recht häufigen Auslöser für Durchfall. darum ist dieses Vorgehen allgemeinhin empfehlenswert.
  • Auf Essen und Trinken achten – Personen, die viel auswärts essen oder während ihres Urlaubs ein Restaurant besuchen, sind gut damit beraten, genauestens darauf zu achten, wie das Essen zubereitet ist. Wirkt das Lokal generell unhygienisch oder wirkt das Essen selbst eher minderwertig und mangelhaft, sollte man besser wieder gehen. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, auf Eiswürfel im Getränk zu verzichten. Diese enthalten zumeist schmutziges Leitungswasser, in dem nicht selten E-Coli enthalten sind. Dasselbe gilt für Wassereis und Rohwaren, die man auf dem Markt erstehen kann.
  • Präventive Behandlung mit Antibiotika – Wer in ein Land reisen muss, in dem es häufiger zu tödlichen Durchfallerkrankungen kommt, aber selbst nur über ein sehr schwaches Immunsystem verfügt, kann prophylaktisch ein Antibiotikum einnehmen und damit das schlimmste verhindern. Hierzu gilt es jedoch zunächst eine Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten.

Kurz gesagt: Vermeiden Sie Stress! Da psychische und emotionale Belastung vermutlich maßgebliche Mitauslöser einer Durchfallerkrankung sind, liegt es nahe sich frühzeitig positive Stressbewältigungsverfahren anzueignen. Entsprechende Sportarten wie Yoga oder Qigong können hilfreich sein. Bewegung im Allgemeinen fördert eine funktionierende Darmtätigkeit. Wer im Beruf unter ständigem Druck steht, kann mithilfe autogenen Trainings Übungen kurze Übungen erlernen, die nicht zeitraubend sind und dennoch zur Entspannung beitragen. Ausgeglichenheit sollte man auch im Hinblick auf Ernährung erwägen, denn durch gesunde Nahrung und den Verzicht auf schwer Verdauliches wird der Darm entsprechend geschont.

Ansonsten ist die regelmäßige gründliche Reinigung und / oder Waschung der Hände anzuraten, da diese das Risiko einer Ansteckung minimiert. Besonders in öffentlichen einrichtungen mit moderner Ausstattung findet man in aller Regel freizugängliches Desinfektionsmittel. Diese sollte man nach Möglichkeit nutzen.

Es gibt darüber hinaus einige Empfehlungen, um die Abwehrkräfte zu stärken und das Risiko einer Infektion mit Durchfall auslösenden Bakterien oder Viren somit so gering wie möglich zu halten. Allerdings gibt es keine präzisen Tipps, mit der Menschen einer Diarrhö profund vorbeugen können. Beachtenswert sind nachfolgende Ratschläge:

  • Es ist wichtig, auf eine möglichst gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten
  • Gesunder Schlaf – mindestens sechs bis acht Stunden
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft kräftigt das Immunsystem
  • Negativen Stress tunlichst vermeiden
  • Nikotinverzicht

Man sollte also stets bedenken, dass eine Infektion mit Durchfall auslösenden Erregern jederzeit jedermann treffen kann. Einen ultimativen Schutz gibt es für niemanden. Dennoch sinkt die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung mit zunehmender Stärke des Immunsystems immens ab.

Da auch schon bereits Kinder betroffenen sein können, ist es darüber hinaus ratsam, diese nicht allzu steril aufwachsen zu lassen. Der Trend dazu, alles möglichst antibakteriell zu halten ist für das Immunsystem ein Graus. Denn gerade Kinder, die in einer mehr oder weniger sterilen Umgebung aufwachsen, verfügen zumeist nicht über ausreichende Abwehrkräfte. Dies lässt sich darauf zurückzuführen, da sie niemals in Berührung mit vielen Erregern gekommen sind. Hierdurch verlauf viele Krankheiten, die imgrunde sehr leicht sind, sehr schwer und bereiten den Kindern unnötige Unannehmlichkeiten. Darum sind Eltern generell dazu aufgerufen, ihre Kinder nicht in einer allzu sterilen Umgebung aufwachsen zu lassen. Hierdurch hilft man niemandem weiter. Es ist sehr förderlich, den eigenen Nachwuchs einfach mal im Dreck oder auf dem Boden spielen zu lassen.

Auf diese Art und Weise lassen sich nicht nur sehr viele Allergien vermeiden, sondern es lassen sich auch starke Immunsysteme erzeugen, die später hilfreich dabei sein können, gegenüber sehr vielen Krankheiten vorzubeugen. Darunter fällt auch die Diarrhö.

Darüber hinaus könnte man es als Präventivmaßnahme interpretieren, wenn man sich selbst oder seinen Nachwuchs von Betroffenen fernhält, solange diese sich noch in der akuten Phase der Krankheit befinden. Die Ansteckungsgefahr ist in direktem Kontakt mit diesen Menschen oftmals extrem hoch und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Etwas gesunder Menschenverstand ist also durchaus angebracht.


Prognose zur Heilung

Je nachdem wo auf der Welt man sich aufhält, ist die Prognose eher gut oder eher schlecht. Für Personen aus Entwicklungsländern, endet eine Durchfallerkrankung nicht selten tödlich. In unseren Breiten dagegen haben wir mit so etwa kaum Probleme.

Wer seine Diarrhö bei zu langem Anhalten untersuchen lässt, ist zumeist sehr schnell und sehr effektiv medikamentös zu behandeln und es bleibt dem Betroffenen kaum Grund zur Sorge. Selbst Durchfälle bei Kleinkindern und Säuglingen, obschon diese meist gravierender sind, als bei Erwachsenen, führen in der Regel nicht zum Tode, insofern man sie früh behandeln lässt.

Wer sich im Urlaub eine massive Diarrhö zuzieht, sollte jedoch in Erwägung ziehen, den Urlaub frühzeitig abzubrechen und sich in seinem Heimatland Hilfe zu suchen. Dies ist im zweifel die beste Alternative. Besonders Personen, die mit Kleinkindern unterwegs sind, sollten diese keiner unnötigen Gefahr aussetzen und lieber ein paar Tage vom Urlaub streichen.

Aber alles in allem sieht die Prognose sehr gut aus und man muss nicht mit mehr als einer Woche Dauer des Durchfalls rechnen, insofern keine tiefer gehende Ursache vorliegt versteht sich.

Man hat also als Betroffener eher wenig zu fürchten. Sollte man allerdings zu den wenigen Unglücklichen gehören, die es besonders stark erwischt hat, so bleibt einem immer die Möglichkeit, sich vertrauensvoll an einen Arzt zu wenden.

Darüber hinaus geht für nicht vorbelastete Personen durch eine Diarrhö kaum Gefahr für Leib und Leben aus. Diabetiker und hiv-Kranke jedoch sollten davon ausgehen, dass die vorliegende Erkrankung ihnen einiges mehr abfordert, als ihren gesunden Mitmenschen. Darum ist diesen Personengruppen tunlichst anzuraten, im Falle einer Infektion sofort einen Arzt aufzusuchen, um schlimmeres zu vermeiden.

Damit bleibt abermals zu bemerken, dass die Prognosen für Durchfallerkrankungen allgemein hin sehr gut sind. Es kommt nur in den seltensten Fällen zu bleibenden Schäden und beinahe jedem Erkrankten ist gut, schnell und effektiv zu helfen.

Es ist seitens des Erkrankten von einer etwa zwei bis drei Tagen lang anhaltenden Phase der Krankheit anzugehen. Diese ist jedoch immens dadurch zu verkürzen, wenn man sich genügend Zeit zur Heilung gibt und eine Rückkehr an den Arbeitsplatz oder in die Schule nicht überstürzt. Denn gerade das ist wichtig. Viele Menschen nehmen nicht genügend Zeit, um von ihrem Leiden zu genesen. Hierdurch verbleibt der Organismus stets und stetig in einem leicht angeschlagen Zustande und es ist dem betroffenen Individuum unmöglich, volle Leistung zu vollbringen. Nicht zuletzt deswegen ist jedem zu raten, die Krankheit komplett auszukurieren und nicht überstürzt in den Alltag zurückzukehren.

Insbesondere Eltern sind an dieser Stelle aufgerufen. Sicherlich mag die Gefahr bestehen, dass die Kinder einiges an Lehrstoff in der Schule versäumen, dieser kann aber nachgeholt werden. Die Gesundheit des Kindes sollte hier klar an erster Stelle stehen. Zudem ist es auch andern Kindern und somit anderen Eltern gegenüber unverantwortlich, den eigenen Nachwuchs zu früh in den Kindergarten oder in die Schule zurückzubringen. Man sollte nämlich stets bedenken, dass Betroffene hochgradig ansteckend sein können. Somit setzt man die anderen Kinder des Klassenverbands der Gefahr aus, ebenfalls an einer Diarrhö zu erkranken. Ein Risiko, dass niemand leichtfertig in Kauf nehmen sollte.

Selbst wenn sich wider Erwarten gravierendere Nebenerscheinungen einstellen sollten, sieht die Prognose noch relativ gut aus. Dennoch muss man in diesen Fällen damit rechnen, dass die Krankheit ungleich länger anhält und einem somit auch länger Unannehmlichkeiten bereitet. Auch die Behandlung ist in diesen Fällen etwas komplizierter und erfordert mehr Einsatz seitens des Arztes. Am besten ist es, sich diesbezüglich beraten zu lassen und dann entsprechend der Empfehlung des Arztes zu agieren.

Alles in allem also sieht die Prognose sehr gut aus und man braucht sich keine Gedanken zu machen, selbst bei einer hochfrequenten Durchfallerkrankung kann einem sehr schnell und effektiv geholfen werden. Es besteht also kein Grund zur Panik in Bezug auf das vorliegende Leiden.


Diarrhö und Hämorrhoiden

An dieser Stelle sind insbesondere parasitäre Durchfallerkrankungen zu nennen, wie man sie sich beispielsweise sehr oft im Urlaub zuziehen kann. In weniger gut entwickelten Gebieten kommt es weitaus häufiger zu Ansteckungen mit Durchfall auslösenden Erregern. Dies liegt nicht zuletzt an der mangelnden Hygiene. Insbesondere eine Kontamination der Nahrung oder des Wassers mit Kotpartikeln kann hierbei ein sehr großes Risiko einer Ansteckung darstellen. Personen, die in Gemeinschaften leben, die über keinen Anschluss an die Kanalisation verfügen und darum auf die Verwendung von Plumpsklos angewiesen sind, haben besonders häufig mit diesem Problem zu kämpfen. Es ist sehr schwierig für diese Personen, nicht mit dem Kot anderer Menschen in direkten Kontakt zu kommen.

Tatsächlich war auch dies in Europa lange Zeit ein sehr großes Problem. Erst mit dem Aufkommen der Kanalisation zu Beginn des 20. Jahrhunderts besserte sich diese Situation. Auch die Landwirtschaft dieser Regionen stellt oftmals ein sehr großes Ansteckungsrisiko dar. Insbesondere dann, wenn man die Felder mit Mist und menschlichem Kot düngt. Dies kann in Ermangelung künstlichen Düngemittels durchaus der Fall sein. Zwar düngen auch europäische Bauern ihre Felder mit Mist, nicht aber mit menschlichen Exkrementen. Diese sind oftmals zu stark belastet, um als Dünger in Frage zu kommen.

Gemüse und andere Erzeugnisse dieser Felder sind nur mit größter Vorsicht zu genießen. Neben Durchfallerregern können sich auch Bandwurmeier und sonstiges darin befinden. Dies sollten sich vorallem Touristen vor Augen führen, die auf Urlaub in weniger gut entwickelte Regionen der Erde gehen. Dasselbe gilt auch für Trinkwasser. Darum nur Wasser aus Flaschen konsumieren oder aus Brunnen, von deren Sauberkeit man überzeugt ist.

Ein parasitärer Befall also, der zu einem chronischen Durchfall führt, kann im Endeffekt dafür Sorge tragen, dass die betroffene Person krankhafte Veränderungen der Hämorrhoiden erleidet. Es ist also immer und tunlichst darauf zu achten, dass man sich so gut als irgend möglich vor etwaigen Erregern schützt. Insbesondere aber vor solchen, die die Gesundheit des Darms gefährden.

  • Weitere Gründe für eine dauerhafte Diarrhö können u.a. sein
    • Viren – Viren, die Durchfälle bedingen können, sind unter anderem Norwalk Viren, der Cytomegalovirus sowie virale Hepatitis. Darüber hinaus sind Rota-Viren besonders häufig für akute Diarrhö bei Kindern verantwortlich.
    • Bakterien und Parasiten – Kontaminierte Nahrungsmittel under Getränke können dafür verantworlich sein, dass durchfall-auslösende Bakterien oder Parasiten in den Körper gelangen. Parasiten wie Kryptosporidien oder Giardia lamblia treten hierbei besonders häufig in Erscheinung. Häufig verantwortliche Bakterien sind dabei unter anderem Campylobacter, Salmonellen und E-Coli. Vornehmlich begegnen Personen der ersten Welt diesen Bakterien und Parasiten auf längeren Fernreisen. Darum bezeichnet man Durchfälle im Urlaub auch landläufig als „Reisedurchfall“ oder „Montezumas Rache“.
    • Medikamente – Viele Medikamente verursachen Durchfälle als eine mögliche Nebenwirkung. Hierzu gehören vorallem Antibiotika und ebenso viele Krebsmedikamente.
    • Unverträglichkeit gegenüber Laktose – Bei Laktose handelt es sich um einen speziellen Milchzucker, den viele erwachsene Personen nicht vertragen. Konsumieren sie dennoch Milch oder Milchprodukte kommt es deswegen zu Abwehrreaktionen des Körpers, die sich nicht selten als Durchfälle präsentieren.
    • Fruktose – Ähnlich wie bei der Laktose, gibt es auch Personen, die unter einger Unverträglichkeit gegenüber von Fruktose leiden. Hierbei handelt es sich um die natürlich in Obst und Honig vorkommenden Zucker. Auch diese können ggf. Durchfälle zur Folge haben.
    • Künstliche Süßungsmittel – Gewisse künstliche Süßstoffe verursachen Diarrhö, wenn man sie in zu großen Mengen aufnimmt. Hierunter fallen insbesondere zuckerfreie Kaugummis und Bonbons.

    Alternative Behandlungsmethoden

    Alternative Heilungsmethoden gibt es was Durchfall betrifft so einige. Dabei helfen jedoch nicht alle jedem Betroffenen gleichermaßen gut. Des Weiteren gilt zu erwähnen, dass bestimmte Methoden Risiken beinhalten. Das ist dann der Fall, wenn die Behandlung Stoffe benutzt, gegen die der Patient allergisch ist. Daher ist es von höchster Priorität, im Vorfeld mit dem Heilpraktiker abzuklären, welcher Methoden er sich bedient.

    Typische alternative Behandlungen können unter anderem sein:

    • Wärmflaschen
    • Schonkost
    • Bettruhe
    • Liegekur
    • Bauchmassagen
    • Fötenstellung
    • Klistiere
    • Reinigungen und Waschungen des Afters mit speziellen Lösungen
    • Stress abbauen
    • Spaziergänge

    Hierzu eine weitere Übersicht:
    Ähnlich wie bei den Hausmitteln, lassen sich auch die alternativen Heilmethoden nicht lumpen und warten mit einer Vielzahl etwaiger Therapieformen auf. Dazu gehören unter anderem:

    • Reinigungstherapie: Hierfür bedient man sich spezieller Lotionen oder Absude, die zur Reinigung des Anus anzuwenden sind. Diese können in Form eines Sitzbades oder durch Einreiben aufgebracht werden.
    • Nackttherapie: Einige Heilpraktiker bieten eine besondere Therapieform an, die beinhaltet, dass von Durchfall betroffene Personen sich nackt durch die Natur bewegen. Dies soll positiven Einfluss auf die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers ausüben und das Immunsystem stärken.
    • Kosmetische Behandlungen: Vorallem im nordindischen Raum finden sich viele Heilpraktiker, die Behandlungen kosmetischer Natur gegen Hämorrhoiden einsetzen, die im Rahmen einer chronischen Durchfallerkrankung entstanden sind. Hierzu gehören Schlammpackungen, Entfernungen überschüssigen Gewebes und gezielte Reinigung. Diese Art des Vorgehens ist seitens der Medizin wenig erforscht, aber dennoch schwören viele Personen auf diese für uns Europäer befremdlich wirkende Methode der Heilung.

    Welche Hausmittel können helfen?

    Durchfälle plagen die Menschen nachgewiesenermaßen schon seit tausenden von Jahren. In diesen Millennia hatten die Menschen genügend Zeit, nicht nur sehr effektive Hausmittel zu entwickeln, sondern diese auch auf Herz und Nieren zu prüfen. Darum verfügen wir heutzutage über eine große Bandbreite an wohlerprobten und effektiven Hausmitteln, die von jedem einfach zur Unterstützung der Behandlung einzusetzen sind.

    • Sitzbäder – Kurze, häufige Sitzbäder konnten sich als sehr probate Mittel gegen Verunreinigungen durch Diarrhö beweisen. Hierfür setze man sich drei bis vier Mal pro Tag in klares lauwarmes Wasser und lasse den Anus in selbigem einweichen. Hernach sollte man die betroffene Region gründlich, aber vorsichtig abtrocknen und die Anwendung später am Tage wiederholen.
    • Feuchtes Toilettenpapier – Feuchtes Toilettenpapier hilft bisweilen wahre Wunder. Bereits die alten Ägypter weichten feine Leinentücher über Nacht in eine Mischung aus Wasser und Kräutern ein, um damit ihren Anus pflegend und schonend reinigen zu können. Heutzutage hat man es mit vorverpacktem feuchten Toilettenpapier wesentlich einfacher. Man sollte lediglich darauf achten, dass weder Alkohol noch Parfüm im selbigen enthalten sind und man nach der Anwendung den Anus gut mit regulärem Papier abtrocknet.
    • Kühle oder Wärme – Es kann sich als sehr nützlich zeigen, den Magen äußerlichen zu kühlen oder zu erwärmen. Hierzu dienen Ice-Packs, Eiswürfel oder Wörmflaschen. Dies lindert nicht nur den Schmerz, sondern sorgt auch für einen nachweisbaren Rückgang der Erkrankung selbst. Allerdings sollte man diese Anwendung lediglich extern vornehmen und auf eine innerliche Kühlung oder Erwärmung verzichten.

    Dies zeigt nur einige der schier endlosen Möglichkeiten, wie man einer Erkrankung mit Durchfällen mithilfe von Hausmitteln zuleibe rücken kann.

    Keine Cola und Salzstangen!

    Viele Menschen sind dem irrglauben verfallen, dass es bei Durchfällen förderlich sei, Cola und Salzstangen zu reichen. Das ist nicht nur falsch, sondern wirkt sich auch noch kontraproduktiv auf die die Gesundheit des Darms aus. Vor einigen Jahrzehnten mag diese Art der Behandlung noch gewisse Vorteile gebracht haben, da Elektrolytlösungen und dergleichen mehr nicht allzu einfach zu bekommen waren, heutzutage jedoch ist von dieser Praktik grundsätzlich abzuraten. Man kann dadurch nicht viel Gutes bewirken. Vorallem die Gabe von der stark verzuckerten Cola hat durchweg negative Auswirkungen auf den Darm und die Diarrhö. Die Salzstangen mögen prinzipiell weniger gefährlich sein, sind aber auch nicht förderlich für einen Heilungsprozess.

    Alles in allem sollte man also davon abkommen, dieses alte Hausmittel anzuwenden, auch wenn man es nur gut meint. Man schadet dem Patienten damit oftmals mehr als man ihm hilft.

    Heilkräuter & Heilpflanzen

    • Alant
    • Apfel
    • Blutwurz
    • Eibisch
    • Eiche
    • Heidelbeere
    • Nelkenwurz
    • Spitzwegerich

    Sämtliche hier erwähnte Heilpflanzen sind entweder als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig wechselnd in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle einer Erkrankung mit Durchfall zum Einreiben der Magengegend an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

    Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

    Ätherische Öle

    • Bohnenkraut
    • Cajeput
    • Geranie
    • Ingwer
    • Kamille
    • Lavendel
    • Muskat
    • Nelke
    • Salbei
    • Sandelholz
    • Zypresse

    Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle der Hämorrhoiden sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

    Darüber hinaus gilt zu beachten, dass man die Öle nicht allzu stark dosiert. Der ohnehin schon stark belastete Organismus kann durch eine Überdosierung noch zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen werden, was wiederum dazu führt, dass sich die Krankheit verlängert, verschlimmert oder beides. Des Weiteren sollte man vor einer Anwendung Rücksprache mit einem Mediziner halten, um ggf. etwaigen allergischen Reaktion vorbeugen zu können.

    Homöopathie & Globuli

    • Arsenicum album
    • Bryonia
    • Camphora
    • Chamomilla
    • Colocynthis
    • Ipecacuanha

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

    Schüssler-Salze

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

    Diät & Ernährung

    Eine gesunde Ernährung ist für die Darmgesundheit von äußerster Wichtigkeit. Dies gilt in erhöhtem Maße auch für Hämorrhoiden, da diese nicht ausschließlich im Darm, sondern auch in Bereich des Anus auftreten und den Organismus somit doppelt belasten können.

    Einer Ernährung, die reich an Ballaststoffen ist, sollte das Hauptaugenmerk von potentiell Betroffenen oder regulär Betroffenen gelten. Diese bewirkt wahre Wunder und ist darüber hinaus nicht nur gut gegen Hämorrhoiden, sondern versteht es, die gesamte Gesundheit des Menschen zu befördern und zu stärken.

    Typische Lebensmittel, die besonders Reich an Ballaststoffen sind, können sein:

    • Haferflocken
    • Vollkornbrot
    • Dinkelbrot
    • Mais
    • Knäckebrot
    • Fenchel
    • Brokkoli
    • Kresse
    • Rote Beete
    • Spinat
    • Nektarine
    • Brombeeren
    • Alle Hülsenfrüchte
    • Alle Nüsse

    Die oben genannten Lebensmittel sind nur eine kleine Auswahl der ballaststoffreichen Vertreter ihrer Gattung. Bei genauerem Interesse, bietet es sich an, einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler zu konsultieren. Diese können einem dabei helfen, einen perfekt zugeschnittenen und individuellen Ernährungsplan zu erstellen.

    Es gibt darüber hinaus noch weitere Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Symptome des vorliegenden Leidens mittels Ernährung zu lindern. Dafür muss zunächst das eigene Essverhalten genau untersucht werden. Schlechte und ungesunde Gewohnheiten abzubauen, fällt vielen Menschen jedoch schwer. Hier hilft eine professionelle Ernährungsberatung. In dieser wird zudem ermittelt, welche Lebensmittel im Einzelnen Probleme verursachen. Häufig handelt es sich dabei um Nahrungsmittelallergene wie zum Beispiel Nüsse, Eier, Senf oder Milch.

    Item lassen sich einige Vorkehrungen treffen, die allgemeingültig sind: Essen Sie langsam und kauen Sie die Nahrung gut durch. Zudem sollten die Mahlzeiten nicht zu üppig ausfallen, denn große Portionen können leicht zur erneuten Überreizung führen. Das gilt ebenso für sehr fette Speisen. Einige Lebensmittel sind zwar gesund und reich an Vitaminen, lassen sich allerdings nur schwer verdauen. Hierzu gehören unter anderem Pilze, Oliven oder Zwiebeln. Besonders wer zu Blähungen neigt, vermeidet besser auch Kohl und Hülsenfrüchte, da diese besonders gasbildend sind. Vorteilhaft ist es des Weiteren, über den Tag verteilt viel zu trinken, auf koffeinhaltige, gezuckerte und alkoholische Getränke dabei aber zu verzichten. Experten empfehlen circa eineinhalb bis drei Liter Wasser am Tag.
    Allgemeine Tipps sind daher:
    Bedenkenlos konsumieren kann man:

    • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
    • Meeresfrüchte
    • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
    • Hülsenfrüchte
    • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
    • Vollkornprodukte

    Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

    • Rotes Fleisch
    • Tabakwaren
    • Raffinierter Zucker
    • Stark fetthaltige Speisen
    • Fertiggerichte
    • Alkoholika
    • Weißes Mehl
    • Fast Food

    Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch Krankheiten belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Darm keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

    Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können, wie bereits erwähnt, einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


    FAQ – Fragen & Antworten

    Warum sind Cola und Salzstangen schlecht bei Durchfall?
    Ganz einfach: Cola besteht zu einem Großteil aus Zucker und dieser, besonders in seiner raffinierten Form, ist sehr schlecht für Durchfall. Man sollte also tunlichst von Cola-Konsum während einer solchen Erkrankung und auch sonst absehen. Salzstangen an sich sind nicht allzu schädlich bei Durchfällen, dennoch kann das viele Salz den Organismus überfordern. Auch die eingebrachten Fette sind nicht förderlich.

    Können sich durch Durchfall ausgelöste Hämorrhoiden von allein zurückbilden?
    In den Anfangsstadien eines Hämorrhoidalleidens spüren Betroffene allemal nur geringfügige Symptome. Neben Brennen und Juckreiz der Haut werden kaum bemerkenswerte Unterschiede zum Normalzustand wahrgenommen. Mit erheblichen Einschränkungen ist außerdem nicht zu rechnen. Eine Behandlung durch den Arzt erscheint daher meist unnötig. Und tatsächlich bilden sich Hämorrhoiden des 1. Grades in den meisten Fällen einfach von alleine wieder zurück. Dies geschieht vorwiegend dann, wenn auch der Auslöser wie beispielsweise Durchfall, eine längere Sitzphase oder eine Schwangerschaft vorüber ist.

    Studien sprechen sogar davon, dass bei der Mehrheit der Menschen kurzzeitige hämorrhoidale Schwellungen und Reizungen eintreten, die jedoch unbemerkt bleiben und nach einiger Zeit selbstständig abklingen. Kurz gesagt: Ja, Hämorrhoiden können sich anfänglich auch ohne Therapie wieder zurückbilden. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass bei Juckreiz nicht mit den Fingern am Anus gekratzt wird, da hierdurch Wunden entstehen können, und das Hämorrhoidalgewebe übermäßig gereizt wird.

    Ist Durchfall ansteckend?
    Ja und nein. Es kommt auf die Art des Erregers an. Wurde der Durchfall durch Bakterien, Viren oder Parasiten ausgelöst, so ist er durchaus ansteckend, handelt es sich um eine Unverträglichkeit, eine Vergiftung oder etwas ähnliches, so kann sich das Leiden natürlich nicht auf eine Drittperson übertragen.

    Sollten Wickelkinder mit Durchfall sofort ins Krankenhaus?
    Tendenziell ja. Gerade bei Kindern sollte man nicht lange fackeln, wenn dieselben an Durchfall leiden. Für die Kleinsten ist eine Diarrhö potentiell lebensgefährlich. Darum lieber einmal zu viel ins Krankenhaus als einmal zu wenig.

 

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