Kohlenhydrate

Kohlenhydrate (Saccharide) sind essenzielle Makronährstoffe, die dem Körper effizient mit Energie versorgen. Die unterschiedlichen Kohlenhydrate sind in zahlreichen Lebensmitteln enthalten. Es gibt Kohlenhydrate, die für den Körper direkt verfügbar sind. Die übrigen Kohlenhydrate spaltet der Körper zunächst, bevor er sie verwertet. Kohlenhydrate werden immer wieder mit Gewichtsreduktion in Verbindung gebracht.

Dabei fallen vor allem Begriffe wie kohlenhydratarm sowie kohlenhydratfrei. Um jedoch nach den neusten Intuitionen der Ernährungswissenschaftler Gewicht zu minimieren, ist es elementar, die gesamten Fakten und Informationen über Kohlenhydrate zu kennen. Nachfolgend klären wir rund um das Thema Kohlenhydrate auf.


Was sind Kohlenhydrate?

Saccharide sind wahre Energie-Lieferanten für den Körper. Neben den Sacchariden versorgen ebenso Eiweiße sowie Fette den Körper mit Nährstoffen. Ohne diese drei Substanzen funktioniert der menschliche Metabolismus nicht.

Kohlenhydrate unterteilen sich in Einfachzucker, Zweifachzucker, Mehrfachzucker sowie Vielfachzucker. Einfach- und Zweifachzucker sowie Mehrfachzucker verfügen über einen süßlichen Geschmack. Vielfachzucker hingegen weisen einen neutralen Geschmack auf. Das bedeutet, dass dem Körper ebenso Kohlenhydrate zugeführt werden, obwohl die Menschen nichts Süßes verzehren. Nachfolgend erklären wir die gesamten Details im Überblick.

  • Einfachzucker sowie Zweifachzucker werden besonders rasch vom Blut aufgenommen und lassen aufgrund dessen den Blutzuckerspiegel rasant ansteigen.
  • Sie lassen sich rasch verwerten und liefern zügig Energie – das entstandene Sättigungsgefühl ist jedoch nicht von langer Dauer …
  • … Der Grund dafür ist, dass der Blutzuckerspiegel ebenso rasch wieder sinkt, wie er gestiegen ist. Das führt wiederum zu Heißhunger-Attacken.

Einfachzucker
Hierbei handelt es sich um ein Kohlenhydrat, das aus einem unikalen Zuckermolekül besteht. Einfachzucker lässt sich ebenso als Monosaccharid bezeichnen. Es stehen drei unterschiedliche Einfachzucker zur Verfügung, die für Nahrungsmittel relevant sind.

  • Glukose (bekannt als Traubenzucker): Ist im Honig oder in Früchten enthalten.
  • Fructose (Fruchtzucker): Kommt ebenfalls im Honig sowie in Früchten vor.
  • Galaktose: Hierbei handelt es sich um einen Bestandteil von Milchzucker, der sich bei der Verdauung freisetzen lässt.

Einfachzucker gehen beinahe direkt aus den Nahrungsmitteln in den Organismus über. Dort stehen sie rasch als Energie zur Verfügung. Das bedeutet jedoch, dass sie den Blutzuckerspiegel zügig ansteigen, allerdings ebenso rasch abfallen lassen. Beim Einfachzucker handelt es sich um die signifikanteste Energiequelle für den Körper. Glukose hingegen ist für das Gehirn, für die roten Blutkörperchen sowie für die Nierenrinde von hoher Bedeutung.

Zweifachzucker
Bei Zweifachzuckern handelt es sich um zwei miteinander verbundene Einfachzucker. Sie bestehen aus zwei Zuckermolekülen und sind Komponenten von Milchzucker oder Kristallzucker – der sich zum Backen verwenden lässt. Der herkömmliche Haushaltszucker ist dementsprechend ein Disaccharid. Diese lassen sich ebenso als kurzzeitige Kohlenhydrate bezeichnen.

Mehrfachzucker (Oligosaccharide sowie Polysaccharide)
Diese sind ebenfalls als langkettige Kohlenhydrate bekannt. Sie setzen sich aus mindestens drei Zuckermolekülen zusammen. Je nach Spezifizierung stehen dabei Oligosaccharide mit drei bis zehn Zuckermolekülen in Verbindung. Diese weisen einen süßlichen Geschmack auf. Oligosaccharide sind vor allem in Hülsenfrüchten wie Erbsen oder Bohnen enthalten. Deren Komponente Raffinose, Stachyrose sowie Verbascone lassen sich im oberen Darmtrakt nicht verdauen. Stattdessen werden sie im Dickdarm von Bakterien zersetzt. Hierbei entsteht zumeist die für Hülsenfrüchte typische Flatulenz.

Sind über zehn Zucker gekoppelt, wird von Polysacchariden gesprochen. Allerdings sind ihre chemischen Faktoren ein wenig divergent. Die lange Kohlenhydrat-Kette ist keinesfalls so gut wasserlöslich. Ferner hat sie keinen süßlichen Geschmack mehr. Die Stärke, welche in Kartoffeln (60 Prozent Stärke) oder in Getreiden (75 Prozent Stärke) enthalten ist, zählt zu den Polysacchariden. Darüber hinaus ist sie das elementarste Nahrungs-Kohlenhydrat. Stärke lässt sich äußerst selten in Reinform aufnehmen. Aufgrund dessen versorgen stärkehaltige Nahrungsmittel den Körper nicht lediglich mit Energie, sondern vor allem mit Nähr- und sättigende Ballaststoffe.

Polysaccharide müssen vom Körper zunächst aufgespalten werden, um den Zucker als Energiequelle zu verwenden. Hierbei steigt der Blutzucker langsam an und ebenso stockend wieder ab. Heißhunger-Attacken machen sich nicht bemerkbar. Aufgrund dessen lassen sie sich als positive Kohlenhydrate bezeichnen.


Lebensmittel, in denen Kohlenhydrate enthalten sind

Selbstverständlich ist nicht in allen Nahrungsmitteln die gleiche Menge an Kohlenhydraten enthalten. Es stehen wenige Lebensmittel zur Verfügung, die kaum oder keine Kohlenhydrate aufweisen. Dazu zählen vor allem Fleisch- und Wurstwaren. Nachfolgend zeigen wir, welche Lebensmittel über Kohlenhydrate verfügen.

  • Fleisch, Wurst und Fisch: panierte Speisen wie Wiener-Schnitzel oder Gerichte im Brötchen wie Hotdog sowie Frikadellen.
  • Milchprodukte: Milch, Milchgetränke, Buttermilch, Dickmilch, Joghurt, Kefir, Molke, Sahne, probiotische Milchprodukte, laktosefreie Milchprodukte, Kondensmilch, Milchpulver, Kaffeeweißer, Sojamilch sowie Sojaprodukte.
  • Käse: Fruchtquark, gebackener Camembert.
  • Fette: Remoulade, Mirakel Whip.
  • Getreide: Getreidesorten wie Weizen, Mehl, Mehlprodukte, Stärkemehle wie Maizena, Nudeln, Reis, Brötchen, Kuchen, Torten, Gebäck, Croissants, Kleingebäck wie Brezeln sowie Kekse.
  • Gemüse: dicke Bohnen, Erbsen, Knoblauch, Meerrettich, Pastinaken, Süßkartoffeln, Zuckererbsen, Zuckermais, Gemüse im Teigmantel, paniertes Gemüse, Rahm-Gemüse, Kartoffeln, weiße Bohnen, Kichererbsen, Kidneybohnen, Butterbohnen sowie Linsen.
  • Nüsse: Alle Nüsse verfügen über Kohlenhydrate mit Ausnahme von Leinsamen.
  • Süßes: Ahornsirup, Fruchtzucker, Milchzucker, Traubenzucker, Haushaltszucker, Kakaopulver, süße Brotaufstriche, Süßigkeiten, Süßspeisen, Eis, Chips, Popcorn sowie Cracker.
  • Fertiggerichte und Fast Food: Burger, Pizza, Feinkost-Salate, Eintöpfe, Pommes, Wraps, zahlreiche Fertig-Dressings, Fertigsoßen.
  • Getränke: Kaffee mit Milch oder Zucker, Tee mit Zucker, Saftschorlen, Fruchtsäfte, Energie-Getränke, Bier, Biermisch-Getränke, Wein, Sekt, Liköre sowie Spirituosen.

Wie oben beschrieben, verfügen zahlreiche Lebensmittel über Kohlenhydrate. Eine Ernährungsweise gänzlich ohne Kohlenhydrate ist nahezu unmöglich und vor allem absolut nicht gesund. Wer sich dazu entscheidet, Kohlenhydrate zu reduzieren, sollte insbesondere auf süße, stärkehaltige und mehlhaltige sowie getreidehaltige Nahrungsmittel verzichten. Gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse sowie Nüsse sind für eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar. Milchprodukte sind ebenso von großer Bedeutung.


Lebensmittel ohne Kohlenhydrate

Wie bereits erwähnt, ist eine gesunde Ernährung ohne Kohlenhydrate kaum möglich. Der Grund dafür ist, dass der Körper vor allem Vitamine sowie Mineralstoffe benötigt. Wer dennoch wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen möchte, sollte wissen, welche Nahrungsmittel wenige oder keine Kohlenhydrate enthalten. Lebensmittel ohne Saccharide schmecken weder süß, noch enthalten sie Stärkeanteile. Das bedeutet, dass vor allem die gesamten Süßigkeiten sowie die süßen Getränke wegfallen. Darüber hinaus sollten jegliche Getreide- und Mehlprodukte vermieden werden. Obst, Hülsenfrüchte sowie sämtliche Milchprodukte zählen gewissermaßen ebenso dazu.

Allerdings stehen tatsächlich Lebensmittel zur Verfügung, die keine Kohlenhydrate enthalten. Dazu zählen Fleisch- und Wurstwaren sowie diverse Käsesorten. Bei den Wurstwaren ist jedoch zu berücksichtigen, dass frische Wurst vom Metzger keinerlei Kohlenhydrate enthält. Abgepackte Wurstwaren aus dem Supermarkt hingegen sind mit Haltbarkeits-Machern versehen. Diese sind kohlenhydrathaltig. Nachfolgend erklären wir, in welchen Lebensmitteln keine Kohlenhydrate enthalten sind.

  • Fleisch: alle Fleischsorten mit Ausnahme von Leber.
  • Wild: Hase, Kaninchen, Hirsch, Rehkeule, Rehrücken, Wildkaninchen, Wildschwein-Keule sowie Ziegenfleisch.
  • Geflügel: Ente, Fasan, Gans, Hähnchen, Pute, Suppenhuhn, Truthahn sowie Wildente.
  • Fisch: alle Fischarten, Flusskrebse, Hummer, Garnelen sowie Tintenfisch.
  • Wurst: alle Wurstwaren.
  • Ei: Eigelb.
  • Käse: sämtliche Käsesorten wie Gouda, Mozzarella, Edamer, Steppenkäse, Tilsiter, Gorgonzola, Butterkäse sowie Bergkäse.
  • Fette und Öle: Butterschmalz, Schweineschmalz, sämtliche pflanzlichen Öle, Frittierfett, Kakaobutter, Kokosfett, Margarine, Palmkernfett sowie Pflanzencreme.
  • Pilze: Austernpilze, Birkenpilze sowie Morcheln.
  • Weiteres: Leinsamen, Trinkwasser, Mineralwasser.

Bedeutung und Funktion von Kohlenhydraten

Für die Menschen sind Kohlenhydrate wesentliche Komponenten in der Ernährung. Für ernährungsassoziierte Erkrankungen hat die Höhe des Kohlenhydrat-Anteils der Gesamtenergie-Zufuhr keine Bedeutung. Für die Gesundheit, Fitness sowie Prävention ist vor allem die Qualität der verzehrten Kohlenhydrate elementar.

Freigesetzte Glukose sowie Galaktose lassen sich über einen vitalen Transport-Mechanismus absorbieren. Fructose hingegen wird deutlich langsam aufgenommen. Als favorisierte Energiequelle geschieht der Rückbau der Glukose zu Wasser, Kohlendioxid sowie Energie. Im Regelfall verwerten die Körperzellen ebenso Fettsäuren. Allerdings sind das Gehirn, die roten Blutkörperchen sowie die Nervenzellen auf eine anhaltende Zufuhr von Glukose angewiesen. Die Glykoneogenese bildet Glukose aus Aminosäuren, rote Blutkörperchen und Muskulatur sowie aus dem Fettstoffwechsel. Bekanntermaßen muss der Blutzuckerspiegel in engen Grenzen von vier bis sechs Millimol aufrechterhalten bleiben.

Die Funktion von Kohlenhydraten
Wie bereits erwähnt, sind Kohlenhydrate ausschlaggebende Komponenten in der Ernährung für die Menschen. Bei vollständiger Oxidation liefert Zucker sowie Stärke vier Kilokalorien pro Gramm. Die Leber sowie die Muskeln speichern den Zucker in Form von Glykogen. Ferner liefern Polyole etwa zwei Kilokalorien pro Gramm und Ballaststoffe in der Regel ebenso zwei kilokalorien pro Gramm. Bei Polyol Erythrit findet keine Verstoffwechselung statt, weshalb keine Kalorien geliefert werden.

Kohlenhydrate haben eine essenzielle Bedeutung als Stützsubstanz sowie bei Signal- und Energieübertragungs-Prozessen. Ferner fungieren sie für die Bildung von Bindegewebs-Substanzen sowie Zellmembranen. Darüber hinaus sind sie ein Ausgangs-Substrat für die Vermittlung von Zucker-Proteinen wie Enzyme, Hormone, Transport-Proteine sowie nicht elementare Aminosäuren. Zucker ist die Ausgangs-Substanz für Ribose zur Nuklein-Säure-Vermittlung. Glycerinphosphat ist für die Triglycerid-Vermittlung verantwortlich. Überdies sorgt Glukonsäure für Entgiftungs-Vorgänge.


Gefahren, Störungen, Risiken und Krankheiten in Verbindung mit Kohlenhydraten

Zeitweise sind Müsli, Brot sowie Fruchtsäfte in Verruf geraten. Die enthaltenen Kohlenhydrate fördern Übergewicht und Diabetes Typ 2. Darüber hinaus sollen Saccharide zu einer Leberverfettung führen. Doch was ist an diesen Hypothesen wahr? Wir klären auf!

Auf der einen Seite wird den Menschen angeraten, mehr Kohlenhydrate zu verzehren. Dabei sollte die tägliche Energiezufuhr mindestens 50 Prozent betragen. Sie liefern nicht nur Energie, sondern vor allem zahlreiche Ballaststoffe. Diese sollen die Verdauung fördern sowie vor Übergewicht schützen. Studien zufolge kommen Männer lediglich auf einen Kohlenhydrat-Anteil von 45 Prozent. Frauen hingegen schaffen es auf 49 Prozent.

Andererseits liegt „Low Carb“ derzeit voll im Trend. Hierbei handelt es sich um den Verzehr von wenigen Kohlenhydraten und soll zur Gewichtsreduktion beitragen. Nahezu täglich stehen neue Lebensmittel zur Verfügung, die Low Carb sind.

Zuckerhaltige Softgetränke im Visier
Fakt ist: Es stehen immer mehr Erkrankungen mit dem Verzehr von Kohlenhydraten in Verbindung. Studien haben nachgewiesen, dass sich das Risiko für Übergewicht sowie Diabetes Typ 2 erhöht. Die Gefahr am Syndrom X zu erkranken, steigert ebenso aufgrund des übermäßigen Verzehrs von Kohlenhydraten. Hierbei handelt es sich um das gemeinsame Auftreten von Fettsucht, Fettstoff-Wechselstörungen, Diabetes Typ 2 sowie Bluthochdruck.

Allerdings gibt es Unterschiede. Kohlenhydrate schaden nicht grundsätzlich. Auf dem Index sind vor allem zuckergesüßte Softgetränke vermerkt. Diese sättigen nicht so effektiv, wie feste Nahrungsmittel. Darüber hinaus werden sie häufig in großzügigen Mengen verzehrt. So nimmt der Körper eine beträchtliche Vielzahl an Zucker auf und somit ebenfalls Energie.

Für Zucker in festen Lebensmitteln sind sich Wissenschaftler nicht gänzlich einig. Es besteht zurzeit kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Zucker und Wohlstands-Erkrankungen.

Zucker wird als Fett in der Leber gespeichert
Bekannt ist jedoch, dass ein Zucker-Überschuss in Form von Fett eingelagert wird. Das ist vor allem der Fall, wenn Menschen reichlich Süßes verzehren, die Bewegung allerdings nicht ausreichend ist. Die Folge: Das Übergewicht steigt. Darüber hinaus stellt sich die Produktion von Insulin schleichend ein. Die Konsequenz ist Typ 2 Diabetes. Insbesondere die Zahlen der Neuerkrankungen bei Jugendlichen haben sich in den zurückliegenden Jahren verfünffacht.

Seit einiger Zeit wird darüber diskutiert, welche Wirkung Kohlenhydrate auf die Leber haben. Hierbei handelt es sich um die nicht-alkoholische Fettleber. Die Leber verfettet nicht aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums, sondern durch den Verzehr. Experten sprechen bereits von einer leichten Leberverfettung, wenn mehr als 50 Prozent der Leberzellen befallen sind. Davon sind derzeit 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung betroffen.

Erfahrungsgemäß bereitet die Fettleber selbst selten Schwierigkeiten. Es sind vor allem die befallenen Zellen, die sich entzünden können und somit eine Hepatitis auslösen. Bleibt eine Fettleber unerkannt, ist eine Leberzirrhose zumeist die Folge. Bis zu 16 Prozent der Betroffenen leiden an dieser Erkrankung. Hierbei gehen die Leberzellen zugrunde, die Leber bildet Narben und schmälert sich. Anschließend kann sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Die Leber ist für die Entgiftung des Körpers verantwortlich und stellt Energie zur Verfügung. Nicht zuletzt kann Leberkrebs entstehen.

Eine Fettleber verursacht bei Betroffenen keinerlei Schmerzen. Aufgrund dessen lässt sie sich lediglich zufällig diagnostizieren. Die Untersuchung weist demzufolge erhöhte Werte für die Leberenzyme auf. Ein Bauchultraschall bildet das vergrößerte Organ ab. Allerdings lässt sich anhand der Untersuchungen nicht erkennen, welche Leber-Erkrankung vorliegt. Diese Sicherheit bietet lediglich eine Biopsie.

Doch was haben Kohlenhydrate damit zu tun? Fakt ist, dass nicht Fett die Leber fetten lässt, sondern Kohlenhydrate. Das überschüssige Fett aus den Speisen lagert sich vor allem in den Gefäßen ab. So erhöht sich das Risiko für Arteriosklerose. Überschüssige Kohlenhydrate landen ebenso in der Leber.

Insbesondere Fructose gilt kritisch. Hierbei handelt es sich um den herkömmlichen Industriezucker, der vermehrt in Softgetränken, Fruchtjoghurts sowie in Bonbons und anderen Süßigkeiten enthalten ist. Differenzierend als Zucker benötigt Fructose kein Insulin, um sich in die Zellen zu schleusen. Sie landen rasant in der Leber. Dort wo es kein Bedarf an Energie gibt, lagert sich Fett.

Vollkorn anstelle von Zucker
Übermäßiger Konsum von Haushaltszucker lässt die Leber verfetten. Dies hat eine weitere Erkrankung zur Folge – Diabetes. Die Portiere, die Zucker in die Leber schleusen, werden sukzessiv resistent gegen Insulin. Die Konsequenz ist, dass die Leber keinen Zucker mehr absorbieren kann. Allerdings kursiert Glukose weiterhin im Blut, wodurch immer mehr Insulin produziert wird. Aufgrund der Überlastung stellt die Bauchspeicheldrüse schleichend ihre Funktion ein.

Allerdings gibt es ebenso eine positive Nachricht. Eine Fettleber lässt sich behandeln und heilen. Hierbei muss die Kohlenhydrat-Zufuhr überprüft werden. Damit sind vor allem nachfolgende Nahrungsmittel gemeint.

  • Vollkornbrot
  • Vollkornnudeln
  • Naturreis
  • Müsli
  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte

Diese Produkte liefern ebenso Ballaststoffe. Diese werden Stück für Stück abgebaut und gelangen nur langsam in das Blut. Dadurch lässt sich der Blutzucker stabil halten und die Leber wird nicht überfordert.

Insbesondere auf alle Einfach- und Zweifachzucker wie Frucht- und Haushaltszucker sollte verzichtet werden. Sämtliche Nahrungsmittel, welche diese Substanzen enthalten, sollten vermieden werden. Nur wer davon Abstand nimmt, beugt gegen Diabetes Typ 2, Übergewicht sowie dem Syndrom X vor. Es ist möglich, dass zehn Prozent der täglichen Energie aus Zucker bestehen. Das ist lediglich ein kleines Stück Kuchen oder zwei Kugeln Eis. Ernährungsberichten zufolge sind es jedoch durchschnittlich doppelt so viel.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass 50 Prozent Kohlenhydrate täglich eine gute Orientierung darstellen. Allerdings sollten diese vorwiegend aus Vollkorn stammen. Die Bewegung sollte ebenfalls nicht zu kurz kommen.


Fünf Hinweise auf zu wenig Kohlenhydrate

Dass Kohlenhydrate für den Körper enorm essenziell sind, haben wir bereits erklärt. Sie sind nicht in jedem Fall daran schuld, dass Menschen zunehmen. Im Gegenteil: Gesunde Kohlenhydrate aus Vollkorn, Gemüse oder Obst dürfen auf keinem Speiseplan fehlen. Es kann tatsächlich zu einem Kohlenhydrat-Mangel kommen, der nicht ohne Konsequenzen bleibt. Nachfolgend erklären wir, woran sich ein Kohlenhydrat-Mangel erkennen lässt.

1. Mundgeruch macht sich bemerkbar
Zahlreiche Menschen verzichten auf Kohlenhydrate, damit der Körper Fett verbrennt, um an Energie zu gelangen. Experten sind sich allerdings einig, dass diese Maßnahme nicht beständig zu Gewichtsverlust führt. Der Prozess bei dem Fett im Körper verbrennt, nennt sich Ketose. Hierbei werden Chemikalien freigesetzt, die sich als Ketonkörper bezeichnen lassen. Diese haben keinen guten Geruch und setzen sich über den Atem frei, was zu Mundgeruch führt. Das Problem daran ist, dass sich dieser nicht anhand einer gründlichen Mundhygiene beseitigen lässt.

2. Wer Probleme beim Sport hat …
… nimmt zu wenig Kohlenhydrate zu sich. Bei Menschen, die körperlich aktiv sind und lediglich wenige Kohlenhydrate verzehren, greift der Körper stattdessenn auf Proteine zurück. Diese werden jedoch vor allem für den Aufbau und für die Funktion der Muskeln benötigt. Aufgrund dessen sollten Menschen nach dem Sport gesunde Kohlenhydrate zu sich nehmen, um die Ressourcen erneut aufzufüllen. Nur so erholt sich der Körper rascher vom Training.

3. Ein Gefühl von Benommenheit stellt sich ein
Ebenso wie der Körper, benötigt das Gehirn Kohlenhydrate, die sich zu Glukose umwandeln. Erhält das Gehirn nicht ausreichend davon, lässt die Leistung nach. Studien zufolge schnitten Frauen, die wenig Kohlenhydrate verzehren, schlechter bei Gedächtnis-Übungen ab. Frauen, die zwar kalorienreduziert, jedoch ausgewogen aßen, hatten weniger Schwierigkeiten bei den Aufgaben. Nachdem die Frauen erneut begonnen haben, Kohlenhydrate zu verzehren, erholten sich ihre geistigen Fähigkeiten rasch.

4. Niedergeschlagenheit bei zu wenig Kohlenhydraten
Menschen, die wenig Kohlenhydrate verzehren, berichten stets das gleiche. Sie sind gereizt, gestresst sowie häufig müde. Der Grund dafür ist, dass Kohlenhydrate eine essenzielle Rolle bei der Produktion von Serotonin spielen. Hierbei handelt es sich um einen Botenstoff, der im Gehirn die Laune hebt.

5. Schwierigkeiten bei der Verdauung
Menschen, die kaum Kohlenhydrate zu sich nehmen, werden ebenso mit weniger Ballaststoffen versorgt. Diese haben jedoch eine bedeutsame Funktion im Darm. Dabei kann Verstopfung die Folge sein. Aufgrund dessen sollten Menschen ballaststoffreiches Gemüse sowie Obst verzehren. Nachfolgend erklären wir, welche Nahrungsmittel dazu zählen.


Fragen und Antworten zu Kohlenhydraten

1. Was lässt sich Süßes naschen ohne Kohlenhydrate?
In der Regel enthalten alle Süßigkeiten viel Zucker und somit Kohlenhydrate, die für Übergewicht verantwortlich sind. Es empfiehlt sich, vorwiegend Wasser, zuckerfreie Tees sowie Fruchtschorlen zu trinken. Dunkle Schokolade verfügt lediglich über wenig Kohlenhydrate, weshalb sie in Maßen verzehrbar ist. Darüber hinaus stehen zahlreiche Rezepte zur Verfügung, mit denen sich kohlenhydratarme Schokolade, köstliche Eiscremes mit Naturjoghurt sowie frischem Obst oder andere süße Köstlichkeiten selbst zubereiten lassen.

2. Was sind Eiweißprodukte ohne Kohlenhydrate?
Eine ausgewogene Ernährung setzt sich aus Eiweiß, Fett sowie Kohlenhydraten zusammen. Sobald die Ernährungsweise auf eiweißhaltige und kohlenhydratfreie Ernährung umgestellt wird, verändert sich ebenso der Stoffwechsel. Ohne den Verzehr von Kohlenhydraten stellt sich der Körper auf die Fettverbrennung ein. Der Grund dafür ist, dass der Körper Fett leichter und rascher als Eiweiß in Energie umwandeln kann. Eiweißhaltige Nahrungsmittel ohne Kohlenhydrate sind nachfolgend aufgelistet.

  • Schweineschnitzel
  • Hühner-, Puten- und Entenbrust
  • Thunfisch
  • Käse
  • Eier
  • Sonnenblumenkerne

3. Wann lassen sich Kohlenhydrate am besten verzehren?
Der Körper verbraucht in seinen Ruhephasen jede Menge Glykagon als speicherbare Form der Kohlenhydrate. Das ist vor allem im Schlaf der Fall. Aufgrund dessen sollten dem Körper morgens Kohlenhydrate zugeführt werden. In Form von rasch verdaulichen Proteinen lässt sich Energie gewinnen. Insbesondere Molkeproteine und frisches Obst versorgen den Körper mit ausreichenden Nährstoffen. Vor allem nach dem Sport muss der Glykagon-Speicher erneut mit kurzkettigen Kohlenhydraten aufgefüllt werden. Hierbei eignet sich hervorragend Traubenzucker.


Unser Fazit zu Kohlenhydraten

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kohlenhydrate nicht immer negativ sind. Im Gegenteil: Sie sind äußerst elementar für eine gesunde Ernährung und vor allem für die Funktionen des gesamten Körpers. Sie versorgen das Gehirn sowie die Nerven mit essenziellen Nährstoffen. Für die Verdauung sind Kohlenhydrate ebenso von großer Bedeutung. Allerdings sollten lediglich positive Saccharide verzehrt werden. Kohlenhydrate, die in Süßigkeiten enthalten sind, können zahlreiche Erkrankungen sowie Übergewicht auslösen. Wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte, sollte schlechte Kohlenhydrate vermeiden und positive Saccharide verzehren. Von einer Low-Carb-Diät sollte gänzlich abgesehen werden, da sie jede Menge Gefahren mit sich bringt.

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