Was ist ein Melanom?

Eine bösartige Form des Hauttumors ist ein malignes Melanom, es wird auch als schwarzer Hautkrebs bezeichnet. Es gibt mehrere Arten von Hautkrebs, die in verschiedene Formen unterschieden werden: Am häufigsten treten die Formen, Basalzell- und Stachelzellkrebs auf. Sie werden auch als weißer Hautkrebs bezeichnet.

In ihrem Verlauf sind sie weit weniger schwer, als das maligne Melanom, dem schwarzem Hautkrebs. Dieser wird als die aggressivste Form, der bösartigen Hauttumore bezeichnet, denn obwohl er nur die dritthäufigste Art von Hautkrebs ist, ist es für die Mehrzahl, der durch Hautkrebs verursachten Todesfälle, verantwortlich.

Die menschliche Haut und wie entsteht Hautkrebs?

Unsere Haut besteht aus drei Hautschichten, die unterschiedliche Funktionen erfüllen:

1. Epidermis, die Oberhaut

Sozusagen die Schutzhülle des Körpers, ist die Oberhaut, sie ist die äußerste Hautschicht. Sie besteht zu mehr als 90 Prozent aus Keratinozyten – hornbildenden Zellen – sie schützen die darunter liegenden Gewebsschichten zum Beispiel vor Fremdstoffen, wie Krankheitserregern, Hitze, oder Wasserverlust.

Neben den Keratinozyten enthält die Oberhaut unter anderem auch Melanozyten. Diese Zellen produzieren das braun-schwarze Pigment, das für die Färbung der Haut verantwortlich ist. Aus den Melanozyten können Muttermale, aber auch maligne Melanome entstehen.

2. Dermis, die Lederhaut

Die Lederhaut ist die stärkste Hautschicht. Sie ist von Blut– und Lymphgefäßen sowie Nervenbahnen durchzogen. Sie versorgt die darüber liegende Epidermis mit Sauerstoff und Nährstoffen und ermöglicht es, Reize wie Hitze und Kälte oder auch Berührungen zu empfinden. Hier Sitzen auch die Talg- und Schweißdrüsen sowie die Haarwurzeln, die bis in die nächste Hautschicht reichen.

 

3. Subkutis , die Unterhaut

In der dritten Hautschicht, der Unterhaut, speichert der Körper Wärme, Energie und Nährstoffe. Hier ist Fettgewebe eingelagert, das den Körper zusätzlich schützt. Ebenso wie in der Lederhaut verlaufen in der Unterhaut viele Blut– und Lymphgefäße sowie Nervenbahnen.

In der hornbildenden Zellen, den Keratinozyten, der obersten Hautschicht, der Epidermis, entsteht der weiße Krebs der Haut. Das maligne Melanom hingegen, entsteht in den Melanozyten, de Pigmentzellen, aus denen auch gutartige Geschwüre, wie Muttermale, oder Leberflecke, entstehen können. Besonders gefährlich kann ein malignes Melanom werden, wenn es nicht rechzeitig erkannt und entfernt wird, dann kann es tiefer in die Haut wachsen und sich über die Blut und Lymphgefäße weiter im Körper ausbreiten. Hat das maligne Melanom, also der schwarze Hautkrebs, bereits Metastasen gebildet, also wenn es sich im Körper schon bereits ausgebreitet und andere Organe, wie Lunge, Lymphknoten, Gehirn oder andere Körperregionen befallen hat, verringert dies die Heilungschancen erheblich und erschwert die Behandlung zusätzlich.

Leberfleck oder malignes Melanom?

Zu 80 Prozent treten maligne Melanome an normalerweise bekleideten Körperstellen auf. Sie entstehen auch am behaarten Kopf, sowie an Fußsohlen, sowie unter Fuß- und Fingernägeln. Maligne Melanome können auf den ersten Blick auch harmlosen Nävi ähneln.

Als Nävi bezeichnet man gutartige Veränderungen der Haut, umgangssprachlich werden sie als Leberflecken und Muttermale bezeichnet. Aus ihnen können sich jedoch bösartige Tumore entwickeln die, wenn nicht rechtzeitig eine Diagnose gestellt wird, Metastasen bilden können.

Speziell für Menschen mit sehr vielen Leberflecken, ist es wichtig, deren Entwicklung zu beobachten und in gewissen Abständen ein progessionelles Hautkrebsscreening beim Arzt durchführen zu lassen. Der Kontakt zu einem Dermatologen sollte regelmäßig sein.

Auftreten des malignen Melanoms

Mehr als verdreifacht hat sich das Vorkommen des malignen Melanom seit 1980. Die Zahl der Neuerkrankungen im Jahr 2006 betrug in Deutschland bei Frauen 8470 und bei Männern 7360. Dies entspricht einem Anteil an allen Krebsneuerkrankungen von 4,3 Prozent bei Frauen und 3,2 Prozent bei Männern. Die Ursache aller Todesfälle im gleichen Jahr, die durch eine Tumor bedingt waren, war ein malignes Melanom. Schwarzer Hautkrebs kann mit einer Therapie sehr gut behandelt werden, wenn dieser rechtzeitig erkannt wird. Deshalb ist es wichtig, bei einer entsprechenden Diagnose, auf Anraten auch Kontakt zu einer Onkologie aufzunehmen, um eine geeignete Behandlung einzuleiten.

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