Mönchspfeffer bei Gelbkörperschwäche

Gelbkörper - Mönchspfeffer

Wichtiges Thema: Gelbkörper & Schwanger werden – Foto: Denise / pixelio.de

Der Gelbkörper, medizinisch Corpus luteum genannt (lat. Corpus „Körper“ und luteus „gelb“), entsteht im Eierstock. Er bildet sich aus den verbliebenen Zellen der Eihülle nach dem Eisprung. In der zweiten Hälfte des Zyklus wird er immer größer und bildet dabei geringe Mengen an Östrogen sowie vermehrt das Hormon Progesteron. Daher bezeichnet man das Progesteron auch als Gelbkörperhormon. Unter der Wirkung dieses Hormons baut sich die Gebärmutterschleimhaut so auf, dass sich ein befruchtetes Ei einnisten kann. Wenn es zu keiner Schwangerschaft kommt, bildet sich der Gelbkörper zurück und die Progesteronproduktion wird gedrosselt. Durch diesen Prozess, kommt es zur Monatsblutung. Wenn eine Frau schwanger ist, produziert der Gelbkörper ungefähr noch drei Monate lang Hormone, um die Schwangerschaft zu erhalten. Diese Aufgabe übernimmt zunehmend die Plazenta, auch Mutterkuchen genannt.

Gelbkörperschwäche

Wenn eine Frau nicht schwanger werden kann, liegt es häufig an einer Gelbkörperschwäche. Oder es kommt gehäuft zu relativ frühen Fehlgeburten (Aborte). Allerdings spricht man bei der Gelbkörperschwäche nicht von einer eigenständigen Erkrankung. Wenn der Spiegel im Blut nach dem Eisprung zu niedrig ist, wird eine Gelbkörperschwäche diagnostiziert. Diese Schwäche ist eine Folge einer gestörten Eizellreifung. Sie ist die häufigste Ursache eines unerfüllten Kinderwunsches. Die Gelbkörperschwäche bezeichnet man medizinisch als Lutealinsuffizienz.

Als Leitsymptom für eine Gelbkörperschwäche gilt eine verkürzte zweite Zyklushälfte. Weitere Symptome sind Schmierblutungen in der zweiten Zyklushälfte, ein niedriger Gelbkörperspiegel im Blut sowie Fehlgeburten.

Die Gelbkörperschwäche ist als Folge einer unzureichenden Follikelreifung zu verstehen. Denn nach dem Eisprung bildet sich ja aus dem Eibläschen der Gelbkörper. Daher ist es sinnvoll die Follikelreifung zu unterstützen und daher muss eine Behandlung auf die hormonelle Situation abzielen. Dadurch wird auch die Funktion der Gebärmutterschleimhaut unterstützt.

Ursache für eine Gelbkörperschwäche kann ein dauerhaft erhöhter Prolaktinspiegel sein. Prolaktin regt die Ausschüttung von Dopamin an, das wiederum sorgt für eine Reduzierung der Prolaktinbildung. Dadurch wird der hormonell gesteuerte Monatszyklus massiv gestört.

So hilft der Mönchspfeffer bei Gelbkörperschwäche

Bekanntlich ist ja gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen und die grüne Apotheke bietet uns Möglichkeiten, die noch lange nicht ausgeschöpft sind. Mutter Natur stellt eine Vielzahl an Heilpflanzen bereit, deren Wirkung noch nicht vollends bekannt und erforscht sind. Dabei stehen die Heilkräuter in ihrer Wirkungsweise den pharmazeutischen Medikamenten in nichts nach. Allerdings bieten sie einen entscheidenden Vorteil, nämlich dass keine massiven Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Bei der Einnahme von Mönchspfeffer, wird die Produktion des Gelbkörperhormons gesteigert. Allerdings muss man beachten, dass sich der Zyklus der Frau ändert und der Eisprung verschoben wird. Insgesamt aber, pendelt sich der Zyklus ein und wird damit berechenbar. Das Gelbkörperhormon steuert auch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Damit werden die Bedingungen insgesamt besser und stabiler. Der Mönchspfeffer wirkt sanft und trotzdem regulativ, er greift in den Hormonhaushalt ein und stabilisiert diesen. So kommt es unter Einnahme von Mönchspfeffer zu einer erhöhten Dopaminproduktion und das Hormon Prolaktin wird verringert ausgeschüttet. Mittlerweile gibt es Studien, welche die Wirkung von Mönchspfeffer belegen, trotzdem ist das ganze Wirkungsspektrum noch nicht ausreichend erforscht.

Frauen die sich für Mönchspfeffer entscheiden brauchen aber Geduld, es kann bis zu drei Monaten dauern, bis der Mönchspfeffer wirkt. Dafür hat man aber ein natürliches Heilmittel, welches dem Organismus nicht so zusetzt wie etwa eine ausgesprochene Hormontherapie. Trotzdem sollte man sich von einem Frauenarzt oder Heilpraktiker ausführlich beraten lassen, welche Therapie in Frage kommt. Der Mönchspfeffer ist mittlerweile auch in die Arztpraxen eingezogen und wird gerne verordnet. Allerdings werden die meisten Naturheilmittel nicht auf Kassenrezept verordnet. Man kann aber, je nach Krankheitsbild, mit der Krankenkasse verhandeln, um eine Erstattung zu erhalten. Man weiß um den positiven Einfluss von Mönchspfeffer bei einer Gelbkörperschwäche. Daneben hat er noch den positiven Effekt, dass er sich harmonisierend auf das Gemüt auswirkt.

Je nach Dosierung, hat der Mönchspfeffer unterschiedliche Wirkung. Bei geringer Dosierung wird die Prolaktinproduktion gesteigert, dadurch wird ein Eisprung verhindert. In hoher Dosierung wirkt der Mönchspfeffer gegenteilig. Deshalb ist von einer Selbstmedikation abzuraten und die Behandlung gehört in fachkundige Hände.

Bei einer höheren Dosierung, wird die Prolaktinausschüttung reduziert. Diese Reduzierung wirkt sich steigernd auf den Östrogenspiegel aus sowie auf das Hormon (FSH), welches den Eisprung stimuliert.

Damit ist die ganze Bandbreite des Mönchspfeffers aber noch nicht erschöpft. Das ist der Vorteil von Heilkräutern, dass sie ganzheitlich wirken. Das bedeutet das der ganze Organismus und auch die Psyche von der Einnahme profitieren. Wenn sich der Organismus umstellt, die Frau entspannter und gelassener ist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Empfängnis und eine positiv verlaufende Schwangerschaft. Daher bietet der Mönchspfeffer eine gute und echte Alternative zur Behandlung mit Hormonpräparaten.

Es gibt sehr viele Mönchspfefferpräparate in unterschiedlicher Dosierung sowie Mönchspfeffer Tee und Mönchspfeffer in homöopathischer Zubereitung. Als Tee reicht er für die Behandlung einer Gelbkörperschwäche nicht aus. In der Homöopathie, kann er ein gänzlich anderes Wirkungsspektrum haben, das kommt darauf an, wie ausgeprüft er ist. Homöopathie wirkt zwar ganzheitlich, ist aber eine Wissenschaft für sich und sollte nur von einem erfahrenen Homöopathen praktiziert werden.

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