Mönchspfeffer bei Kinderwunsch & Schwangerschaft

Mönchspfeffer - Kinderwunsch

Mönchspfeffer bei Kinderwunsch und Schwangerschaft – Foto: JMG / pixelio.de

Für viele Frauen ist die Familienplanung ein wichtiges Thema und irgendwann besteht ein ausgesprochener Kinderwunsch. Doch manchmal klappt es einfach nicht mit dem Schwangerwerden und dafür kann es viele verschiedene Ursachen geben.

Mönchspfeffer bei Kinderwunsch

Nach dem Absetzen der Pille, muss der Hormonhaushalt erst einmal wieder ins Gleichgewicht kommen. Auch psychische Ursachen und eine zu große Erwartungshaltung können die Empfängnisbereitschaft beeinflussen. Für viele Frauen entsteht bei unerfülltem Kinderwunsch ein sehr großer Leidensdruck.

Zuerst sollte man auf jeden Fall einen Gynäkologen aufsuchen, um die körperliche Verfassung und eventuelle Ursachen abzuklären. Oft ist ein unregelmäßiger Zyklus verantwortlich, es kann aber auch sein, dass der Körper zu viel Prolaktin ausschüttet. Dann kann es zu Spannungsgefühlen und Schmerzen in der Brust kommen. Weiterhin kann das Prolaktin ein Ausbleiben des Eisprungs verursachen. Prolaktin ist ein Hormon und wird hauptsächlich in der Schwangerschaft und Stillzeit vermehrt ausgeschüttet. Hohe Prolaktinwerte bei Nichtschwangeren können eine Schwangerschaft verhindern.

Es gibt wissenschaftliche Studien, welche die Wirkung von Mönchspfeffer belegen. So soll er die körpereigene Dopaminproduktion anregen, dadurch wird das Hormon Prolaktin verringert freigesetzt. Mönchspfeffer scheint besonders stark auf die Hypophyse, die Hirnanhangsdrüse zu wirken und dadurch den Hormonhaushalt zu regulieren. Im Gehirn haben wir so genannte Opiat-Rezeptoren, diese werden von dem Mönchspfeffer besetzt.

Wird Mönchspfeffer in geringer Dosierung eingenommen, blockiert er die Dopamin-2-Rezeptoren. Dadurch wird das Hormon Prolaktin gesteigert produziert und so kann der Eisprung verhindert werden.
In hoher Dosierung allerdings wird das Hormon Prolaktin vermindert ausgeschüttet, das wirkt sich steigernd auf den Östrogenspiegel aus und damit auf das Hormon FSH, welches den Eisprung stimuliert.

Mönchspfeffer wirkt sich aber auch günstig auf die Progesteronbildung aus. Progesteron ist ein Hormon, es ist ausschlaggebend, damit sich die Gebärmutterschleimhaut optimal auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereiten kann.
Nach dem Eisprung entsteht aus dem Follikel der sogenannte Gelbkörper. Er ist dafür verantwortlich, dass Progesteron produziert wird. Dadurch wird die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut, damit eine Einnistung überhaupt stattfinden kann. Ist der Progesteronspiegel zu niedrig und herrscht ein Mangel vor, wird die Zeit nach dem Eisprung, die man auch Gelbkörperphase nennt, verkürzt und eine Schwangerschaft erschwert, weil die Regelblutung einsetzt.
Mönchspfeffer ist dafür bekannt, dass er die Progesteron-Bildung fördert.

Darüber hinaus hat der Mönchspfeffer aber auch beruhigende und ausgleichende Eigenschaften, die sich positiv auf die Psyche auswirken können. Denn wenn die Frau zu verkrampft und angespannt ist, kann sich das auch negativ auf die Empfängnisbereitschaft auswirken.

Eine entspannende und beruhigende Wirkung

Man weiß zwar, dass Mönchspfeffer auf die Hypophyse wirkt, aber sein ganzes Wirkungsspektrum ist noch nicht erschlossen. Aber es wird vermutet und es gibt auch Hinweise, dass er ebenfalls bei psychischen Problemen helfen kann. Das würde erklären, dass er auch eine entspannende und beruhigende Wirkung hat. Durch diese Eigenschaften begünstigt er wohl mit die Einnistung eines Eies. Gerade Frauen die sich in einer andauernden Stresssituation befinden können durch Mönchspfeffer eine Unterstützung finden. Der Dauerstress kann auch hormonell bedingt sein und ein unerfüllter Kinderwunsch verstärkt noch die Stresssituation. Da sich der Mönchspfeffer regulierend auf das hormonelle Ungleichgewicht auswirkt kommt durch ihn wieder einiges ins Lot.

Auf der anderen Seite können vom Mönchspfeffer auch Nebenwirkungen erwartet werden und er wirkt gegenteilig. So können sich psychische Probleme auch verschlimmern, sexuelle Unlust stellt sich ein und in seltenen Fällen kommt es auch zu Übelkeit, Magenbeschwerden oder gar juckendem Hautausschlag. Deshalb ist die richtige Dosierung so wichtig und man sollte von einer Selbstmedikation absehen.Gerade bei einem so emotionalen Thema wie Kinderwunsch und Schwangerschaft gehört die Behandlung mit Mönchspfeffer in fachkundige Hände.

Mönchspfeffer in der Schwangerschaft

Der Mönchspfeffer fördert mit Sicherheit das Einnisten einer befruchteten Eizelle. Ob er jedoch in der Schwangerschaft weiter eingenommen werden soll, ist umstritten. Am besten klärt man dies mit einem Frauenarzt oder Heilpraktiker ab. Bei einer weiteren Einnahme während der Schwangerschaft sind aber in der Regel keine negativen Einflüsse zu befürchten. Da er jedoch so intensiv auf die Geschlechtshormone wirkt, ist es vielleicht ratsamer in der Schwangerschaft und während der Stillzeit auf ihn zu verzichten. Gerade weil Mönchspfeffer noch nicht ausreichend ausgeprüft ist, sollte man keine Risiken eingehen. Bei der Planung zum Wunschkind leistet er sicherlich sehr gute Dienste und ist eine gut Alternative zu herkömmlichen Hormonbehandlungen.
Auch wenn keine negativen Einflüsse zu befürchten sind, ist es doch ratsam ihn in der Schwangerschaft abzusetzen, um diese nicht zu gefährden. Da einfach keine ausreichenden Studien vorliegen, wie er in der Schwangerschaft wirkt.

Das Hormon Prolaktin wird vermehrt in der Stillzeit produziert, da Mönchspfeffer die Prolaktin-Produktion drosselt, ist er in der Stillzeit kontraindiziert. Das sollten Frauen zu Ende der Schwangerschaft bedenken,falls er doch eingenommen wurde, und den Mönchspfeffer rechtzeitig absetzen.

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